Forum: Compiler & IDEs STM32 Blue Pill Board - Welche IDE?


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von Marc (Gast)


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Hallo,
ich möchte hobbymäßig etwas mit einem Blue Pill Board aufbauen (MPU = 
STM32F103C8).
Kann jemand fürs Programmieren des Boards eine IDE empfehlen?

Ist z.B. Embitz noch empfehlenswert? Das Projekt sieht irgendwie 
verwaist aus.
www.embitz.org

von B e r n d W. (smiley46)


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Embitz ist schlank und schnell und es funktioniert mit dem Bluepill 
einwandfrei. Als Programmieradapter ist mindestens ein ST-Link / V2 
notwendig.

Andere Oberflächen setzen auf Eclipse und sind damit ziemlich 
aufgebläht. Kommt aber auf den persönlichem Geschmack an.

von Hobbybastler (Gast)


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Visual Studio Code mit platformio funktioniert gut. Debug usw. mit 
ST-Link/V2 ist möglich und läuft auch unter Linux. Allerdings muss man 
sich einarbeiten, aber das geht schon.

Beste Grüße

von Marc (Gast)


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B e r n d W. schrieb:
> ST-Link / V2

Danke für die Antworten! Einen ST-Link V2 Klon habe ich.
Dann werde ich es mit Embitz probieren.
Gibt es dazu gute Tutorials als PDF oder so?
(wenn nein, versuche ich mich mit Youtube-Tuts durchzuhangeln)

von yzzylbryzzzyl (Gast)


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Empfehlenswerte IDEs wären:

- ADS ARM Development Studio
- IAR Embedded Workbench for ARM
- Keil MDK Professional

Such dir halt eine aus.
Für alle drei fallen ca. 40 GB Plattenplatz an.

von Johannes S. (jojos)


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yzzylbryzzzyl schrieb:
> Für alle drei fallen ca. 40 GB Plattenplatz an.

Sollte das ein Argument sein? Was kostet ein GB heute?

von der pure Wahnsinn (Gast)


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Johannes S. schrieb:
> Sollte das ein Argument sein?

Ja, sollte es.

von Johannes S. (jojos)


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der pure Wahnsinn schrieb:
> Ja, sollte es.

Und warum beantwortet yzzylbryzzzyl (Gast) das nicht? Bist du der 
Vormund?

von Thomas T. (runout)


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Hallo,

meine 2 Cents:

VisualGDB mit ST-Link oder besser J-Link-EDU (wenn fürs Hobby)

Grüße
Runout

von yzzylbryzzzyl (Gast)


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> Und warum beantwortet yzzylbryzzzyl (Gast) das nicht?
Ich war mit der ausgiebigen Aufnahme von Proteinen beschäftigt.

> Sollte das ein Argument sein? Was kostet ein GB heute?
Das ist wieder die kleinliche Sicht des Gutbürgers, die alle
Folgekosten für Backup, Archivierung etc. ignoriert.
Du darfst dir gerne deine wertlosen Platten/SSDs zumüllen.
Besonders heisse Kandidaten wären z.B. Matlab wo schon der
Installer 22 GB auf die Waage bringt, oder Quartus Pro mit
67 GB Installationsmedium.

von W.S. (Gast)


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Marc schrieb:
> Hallo,
> ich möchte hobbymäßig etwas mit einem Blue Pill Board aufbauen (MPU =
> STM32F103C8).
> Kann jemand fürs Programmieren des Boards eine IDE empfehlen?

Wieso fragst du nach einer IDE, wenn du einen µC brennen willst? 
Normalerweise braucht man da ein Programiergeschirre und die Software 
dafür. Bei den STM32 hast du da 2 Möglichkeiten: entweder mittels des 
eingebauten Bootladers oder mittels SWD. Der Bootlader ist hardwaremäßig 
einfacher zu benutzen, da braucht man lediglich eine serielle 
Schnittstelle (ersatzeshalber einen USB-Seriell-Konverter), für SWD 
braucht man hingehen einen J-Link oder ST-Link oder einen anderen 
geeigneten Programmieradapter nebst den jeweiligen Brennprogrammen - 
dafür ist SWD schneller als Bootlader.

W.S.

von Johannes S. (jojos)


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Jeder ausser W.S. hat die Frage verstanden.

von Jemand (Gast)


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ST bietet auch noch eine eigene (Eclipse-basiert) an.
https://www.st.com/en/development-tools/stm32cubeide.html#documentation
Hat vielleicht den Vorteil, dass CubeMX einfacher zu erreichen ist.

von Herbert (Gast)


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Marc schrieb:
> Hallo,
> ich möchte hobbymäßig etwas mit einem Blue Pill Board aufbauen (MPU =
> STM32F103C8).
> Kann jemand fürs Programmieren des Boards eine IDE empfehlen?

Die Arduino IDE ist schön einfach zu bedienen und das BluePill Board 
wird gut unterstützt:

https://github.com/stm32duino/Arduino_Core_STM32

von 900ss (Gast)


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Herbert schrieb:
> Die Arduino IDE ist schön

schöner Schrott ist das. Ja. Ernsthaft programmieren kann man damit 
nicht. Es ist einfach ein stumpf blöder Editor der gerade Syntax 
Highlight beherrscht. Vielleicht kann er etwas mehr aber bleibt 
mangelhaft.

Weiter scheint es so zu sein, dass der TO das Arduino-Framework nicht 
nutzen möchte sondern einfach mit C/CPP loslegen will.

Als Tip hab ich nichts neues, alles ist oben schon gesagt worden. Nur 
von der Arduino IDE kann ich nur abraten.

von Herbert (Gast)


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von 900ss (Gast)
>Herbert schrieb:
>> Die Arduino IDE ist schön
>schöner Schrott ist das.

Arduino IDE Ignoranten dürfen natürlich auch gerne Platform-IO mit 
VS-Code benutzen um das Arduino Framwork zu benutzen, wenn sie sich dann 
"professioneller" fühlen:

https://docs.platformio.org/en/latest/boards/ststm32/bluepill_f103c8.html

Immerhin ist man dann zukunftssicher und kann gefühlt 100 
Prozessorarchitekturen benutzen und hat kein Vendor-Lockin bei ST.

Ich denke, der TO hatte für diese Fragestellungen nicht genügend 
Weitblick und Erfahrung.

von Dings vom Dach (Gast)


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Herbert schrieb:
> Arduino IDE Ignoranten
> wenn sie sich dann "professioneller" fühlen:

Na ja, die Arduino-IDE ist schon ziemlich mies; selbst als Anfänger 
würde die mich nach kurzer Zeit nerven. Da muss man gar nicht so 
sarkastisch reagieren.

> Ich denke, der TO hatte für diese Fragestellungen nicht genügend
> Weitblick und Erfahrung.

Vermutlich ist das so.

von W.S. (Gast)


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Johannes S. schrieb:
> Jeder ausser W.S. hat die Frage verstanden.

Nö, das ist was anderes. Mich piepen Anfragen an, die etwa so lauten: 
"Ich möchte mich mit µC befassen - welche IDE muß ich mir runterladen?" 
- im Prinzip gar keine, denn Quelltexte kann man mit fast jedem popligen 
Editorprogramm schreiben und zum übersetzen benötigt man eine zur 
Zielhardware passende Toolchain. Und um die Dokumentation des 
verwendeten Controllers zu lesen, braucht man ein Programm zur 
Darstellung von PDF. Da ist nirgendwo eine Notwendigkeit für irgendeine 
Art von IDE.

Was hingegen immer benötigt wird, sind die Mittel. um den erzeugten 
Maschinencode in den Chip zu befördern. Ebenso notwendig ist die 
Dokumentation der Zielhardware.

Wenn also jemand mit einem Mikrocontroller anfangen will, dann ist für 
ihn eine IDE das Ding, was er am wenigsten benötigt. Sowas kann duchaus 
der Bequemlichkeit dienen, ist letztlich aber kein wirklich wichtiges 
Kriterium.

W.S.

von 900ss D. (900ss)


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Herbert schrieb:
> um das Arduino Framwork

Auch das ist ein äußerst zweifelhaftes Konstrukt. Wenn man mehr als LED 
Blinken möchte, dann funktionieren die Libs nicht. Ich meine, wenn man 
wirklich ernsthafte Sachen machen möchte. Oder es funktioniert und dann 
kommt ein Library-Update und nichts geht mehr. Danke.
Ich hab das Zeug in die Ecke geworfen weil ich zu oft Fehler suchen 
musste.

von Lutz (Gast)


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"Richtig" arbeiten kann man damit natûrlich nicht. Um aber mal z.B. 
irgendeinen Sensor kurz zu benutzen funzt super in wenigen Minuten.
Genauso wie man auch eine Bohrmaschine vom Discounter nehmen kann, um 
ein mal im Jahr ein Loch in die Wand zu bohren.

von Til S. (Firma: SEGGER) (til_s)


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von Herbert (Gast)


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900ss D. (900ss)
09.07.2021 21:28

>Herbert schrieb:
>> um das Arduino Framwork

>Auch das ist ein äußerst zweifelhaftes Konstrukt. Wenn man mehr als LED
>Blinken möchte, dann funktionieren die Libs nicht. Ich meine, wenn man
>wirklich ernsthafte Sachen machen möchte. Oder es funktioniert und dann
>kommt ein Library-Update und nichts geht mehr. Danke.
>Ich hab das Zeug in die Ecke geworfen weil ich zu oft Fehler suchen
>musste.

Wenn du mal ein wenig mehr Erfahrung in der Softwareentwicklung hast, 
wirst du merken, dass dieses Problem inherent bei jedem 
Softwareframework auftritt.
Das Problem sich ändernder Module und Libraries, die dann nicht mehr 
passen, ist so alt wie die Softwareentwicklung selbst.

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