Hallo allerseits!
Bei der Reparatur einer Platine (Steuerplatine Bosch WVH 28440
Waschtrockner) muss ich neben dem defekten LNK304GN auch einen
geplatzten Widerstand ersetzen.
Leider weiß ich da nicht genau welche Spezifikationen das Original
hatte.
Klar zu sein scheint bisher, dass es sich um 100 Ohm/5% handeln muss.
Der Typ sieht nach Draht aus, aber ich sehe Widerstände sonst selten von
innen, wäre also für eine zweite Meinung dankbar (siehe Foto).
Besonders unsicher bin ich mir bei der Leistung und dem genauen Typ.
In diversen Foren werden für besagte Platine mal 5W, 3W oder 2W
vorgeschlagen.
Normalerweise würde ich vorsichtshalber überdimensionieren - da der
Widerstand aber sehr wahrscheinlich auch eine Schutzfunktion erfüllt,
ist mir dabei nicht so wohl.
Abmessungen:
- größter Durchmesser = 4.7mm
- Länge Gehäuse (eher grob gemessen, weil geplatzt) = 14.5mm
Bin für jeden Hinweis dankbar!
Gruß, Oliver
Ja das ist ein Drahtwiderstand. Nimm einfach den größten, der auf die
Platine passt. Die Bauform ist weitgehend egal. Wenn du Platz für einen
mit 5W hast, dann ist das sicher keine schlechte Wahl.
Stefan ⛄ F. schrieb:> Wenn du Platz für einen> mit 5W hast, dann ist das sicher keine schlechte Wahl.
Aber nur wenn man Besuch von der Feuerwehr haben möchte...
H. H. schrieb:>> Wenn du Platz für einen>> mit 5W hast, dann ist das sicher keine schlechte Wahl.> Aber nur wenn man Besuch von der Feuerwehr haben möchte...
Wie meinst du das, geht es dir um die Eigenschaft als Sicherungs -
Widerstand? Dann schreibe das doch, damit der TO auch etwas davon hat.
Ist das Ding in seinem Gerät überhaupt ein Sicherungswiderstand? Falls
ja, woran hast du das erkannt?
Stefan ⛄ F. schrieb:> Ist das Ding in seinem Gerät überhaupt ein Sicherungswiderstand? Falls> ja, woran hast du das erkannt?
Weil es sonst keine Sicherung gibt.
Stefan ⛄ F. schrieb:> Wie meinst du das, geht es dir um die Eigenschaft als Sicherungs -> Widerstand? Dann schreibe das doch, damit der TO auch etwas davon hat.
Das hat der TO schon verstanden, schließlich war das die für ihn
entscheidende Frage. 100 Ohm/5% wusste er schließlich schon.
Früher gab es Zementwiderstände mit einer Art Feder (Stahldraht) an
einem der Anschlussdrähte, welcher unterbrochen war und mit
Federspannung an den weiteren Draht gelötet war. Dieser eine
Anschlussdraht wurde durch den Zementkörper des Widerstands geführt.
Wenn der Widerstand wegen eines Fehlers zu heiß wurde, wurde das Lötzinn
weich und die Federspannung unterbrach den Widerstand.
Daher ist mir der Sinn dieser Sicherungen bekannt. Die früheren
Sicherungswiderstände konnten allerdings einfach wieder zusammengelötet
werden, nachdem der Fehler behoben war.
Oliver schrieb:> Klar zu sein scheint bisher, dass es sich um 100 Ohm/5% handeln muss.
Das kannst nur du wissen. Auf deinem Photo liegen die meisten
Bruchstücken auf dem Rücken, so dass die Ringfragmente nicht zu erkennen
sind ;-)
Wolfgang schrieb:> Oliver schrieb:>> Klar zu sein scheint bisher, dass es sich um 100 Ohm/5% handeln muss.>> Das kannst nur du wissen. Auf deinem Photo liegen die meisten> Bruchstücken auf dem Rücken, so dass die Ringfragmente nicht zu erkennen> sind ;-)
Das ist schon richtig.
Der ist ja nur geplatzt, nicht verbrannt. Das Puzzle dürfte sich noch so
zusammenfügen lassen, daß der Wert erkennbar ist. Die Baugröße
entspricht etwa 2-3W. Beispiel Draloric/Vishay AC03-CS
Wow, ihr seid ja schnell! Danke!
H. H. schrieb:> Weil es sonst keine Sicherung gibt.
Vermutlich hat der Widerstand wegen des Defekts im LNK304GN genau als
solche fungiert.
Ich vermute aber, dass zumindest das Original kein "echter"
Sicherungswiderstand war - oder platzen die auch bei Überlast?
Allerdings kann ich auch keinen Grund erkennen, der gegen die
Verwendung eines Sicherheitswiderstands spricht, egal ob das vorher
einer war - oder?
Rainer Z. schrieb:> Das hat der TO schon verstanden, schließlich war das die für ihn> entscheidende Frage. 100 Ohm/5% wusste er schließlich schon.
Stimmt - zumindest darüber sind sich alle Quellen einig.
Die Farben waren aber auch nicht mehr zu 100% erkennbar (siehe neues
Foto).
Eine Bestätigung (oder auch Widerspruch) wäre daher nett :)
Das ist ja inzwischen ein Klassiker, zu diesem IC gibt es hier einen
nicht enden wollenden Thread. Der Widerstand hat etwa 20-100 ohm
(unkritisch) und sollte möglichst ein Sicherungswiderstand sein. Doch er
ist nur der Kolleteralschaden, wirklich defekt ist der LNK.
Old-Papa
Rainer Z. schrieb:> Früher gab es Zementwiderstände mit einer Art Feder (Stahldraht) an> einem der Anschlussdrähte, welcher unterbrochen war und mit> Federspannung an den weiteren Draht gelötet war.
Die lassen sich wohl kaum mit den Sicherungwiderstaenden in
Schaltnetzteilen vergleichen.Wenn so ein LNK durchknallt sollte dies
wenn moeglich auch der Sicherungswiderstand tun und zwar ziemlich flott
und nicht erst nach 30 Sekunden ansonsten kann man nach Leiterbahnfetzen
suchen.
Rainer Z. schrieb:> Die früheren> Sicherungswiderstände konnten allerdings einfach wieder zusammengelötet> werden,
Da sollte man aber das passende wismuthaltige Lot nehmen, damit das
nicht zu spät auslöst.
Toxic schrieb:> Die lassen sich wohl kaum mit den Sicherungwiderstaenden in> Schaltnetzteilen vergleichen.Wenn so ein LNK durchknallt sollte dies> wenn moeglich auch der Sicherungswiderstand tun und zwar ziemlich flott> und nicht erst nach 30 Sekunden ansonsten kann man nach Leiterbahnfetzen> suchen.
Bei allen diesen Fehlern, die ich mit diesem Chip schon repariert habe,
war zwar der Widerstand tot doch eben auch das IC und manchmal der Elko
und auch Leiterbahnen.
Old-Papa
Oliver schrieb:> Ich vermute aber, dass zumindest das Original kein "echter"> Sicherungswiderstand war - oder platzen die auch bei Überlast?
Stimmt, das ist nur ein ganz normaler Drahtwiderstand.
Der Wert ist aber nicht mehr zu erkennen.
Vielen Dank an alle!
Beim Wert bin ich mir inzwischen sicher - hab nochmal Bruchstücke
angesehen, es geht ganz deutlich mit braun-schwarz los, nur der dritte
Ring könnte braun oder grau sein. Aber 1 Giga-Ohm ist dann doch eher
unwahrscheinlich...
Old P. schrieb:> Bei allen diesen Fehlern, die ich mit diesem Chip schon repariert habe,> war zwar der Widerstand tot doch eben auch das IC und manchmal der Elko> und auch Leiterbahnen.
Ich traue mir den Austausch zwar selbst zu, habe aber nicht die
Erfahrung um verlässlich zu checken dass danach wirklich alles in
Ordnung ist - von daher: Gibt es hier im Forum jemanden, der solche
Reparaturen auch gewerblich macht? (Ich bin in Holland, also kommt nur
der Postweg in Frage.)
Danke!
Oliver schrieb:>....> Ich traue mir den Austausch zwar selbst zu, habe aber nicht die> Erfahrung um verlässlich zu checken dass danach wirklich alles in> Ordnung ist - von daher: Gibt es hier im Forum jemanden, der solche> Reparaturen auch gewerblich macht? (Ich bin in Holland, also kommt nur> der Postweg in Frage.)>> Danke!
Ichbzwar nicht gewerblich, doch ich könnte Dir das reparieren. Ein paar
Chips liegen noch in der Kiste. Die Dinger sind (komischerweise) bei
einigen Händlern schon als "abgekündigt" vermerkt.
Allerdings ohne weitere Garantie, da ich nicht weiß, wie Du die Platine
wieder anspaxt. Für die Funktion des Netzteil stehe ich gerade.
Weiteres per PN...
Old-Papa
H. H. schrieb:> Stefan ⛄ F. schrieb:>> Ist das Ding in seinem Gerät überhaupt ein Sicherungswiderstand? Falls>> ja, woran hast du das erkannt?>> Weil es sonst keine Sicherung gibt.
Hääää?
Ein Waschtrockner ist was?