Identifikation geplatzter Widerstand

Gast #6746416
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Hallo allerseits!

Bei der Reparatur einer Platine (Steuerplatine Bosch WVH 28440 
Waschtrockner) muss ich neben dem defekten LNK304GN auch einen 
geplatzten Widerstand ersetzen.

Leider weiß ich da nicht genau welche Spezifikationen das Original 
hatte.
Klar zu sein scheint bisher, dass es sich um 100 Ohm/5% handeln muss.

Der Typ sieht nach Draht aus, aber ich sehe Widerstände sonst selten von 
innen, wäre also für eine zweite Meinung dankbar (siehe Foto).

Besonders unsicher bin ich mir bei der Leistung und dem genauen Typ.
In diversen Foren werden für besagte Platine mal 5W, 3W oder 2W 
vorgeschlagen.
Normalerweise würde ich vorsichtshalber überdimensionieren - da der 
Widerstand aber sehr wahrscheinlich auch eine Schutzfunktion erfüllt, 
ist mir dabei nicht so wohl.

Abmessungen:
- größter Durchmesser = 4.7mm
- Länge Gehäuse (eher grob gemessen, weil geplatzt) = 14.5mm

Bin für jeden Hinweis dankbar!
Gruß, Oliver
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Gast #6746419
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Ja das ist ein Drahtwiderstand. Nimm einfach den größten, der auf die 
Platine passt. Die Bauform ist weitgehend egal. Wenn du Platz für einen 
mit 5W hast, dann ist das sicher keine schlechte Wahl.
Gast #6746431
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Oliver schrieb:
> Klar zu sein scheint bisher, dass es sich um 100 Ohm/5% handeln muss.

Schau halt ins Datenblatt nach der üblichen Beschaltung

https://www.power.com/sites/default/files/product-docs/lnk302_304-306.pdf

https://ac-dc.powerint.c n/sites/default/files/product-docs/an37.pdf

Bei einem Bauknecht sind's nur 27 Ohm
https://www.elektrikforum.de/threads/bauknechttrockner-defektes-steuergeraet.30111/
aber dein Ring sieht tatsächlich braun aus

Ja, es ist (an der vermuteten Stelle) ein Sicherungswiderstand, der 
nicht überdimensioniert sein sollte.
Gast #6746446
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H. H. schrieb:
>> Wenn du Platz für einen
>> mit 5W hast, dann ist das sicher keine schlechte Wahl.

> Aber nur wenn man Besuch von der Feuerwehr haben möchte...

Wie meinst du das, geht es dir um die Eigenschaft als Sicherungs - 
Widerstand? Dann schreibe das doch, damit der TO auch etwas davon hat.

Ist das Ding in seinem Gerät überhaupt ein Sicherungswiderstand? Falls 
ja, woran hast du das erkannt?
#6746470
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Stefan ⛄ F. schrieb:
> Wie meinst du das, geht es dir um die Eigenschaft als Sicherungs -
> Widerstand? Dann schreibe das doch, damit der TO auch etwas davon hat.

Das hat der TO schon verstanden, schließlich war das die für ihn 
entscheidende Frage. 100 Ohm/5% wusste er schließlich schon.

Früher gab es Zementwiderstände mit einer Art Feder (Stahldraht) an 
einem der Anschlussdrähte, welcher unterbrochen war und mit 
Federspannung an den weiteren Draht gelötet war. Dieser eine 
Anschlussdraht wurde durch den Zementkörper des Widerstands geführt. 
Wenn der Widerstand wegen eines Fehlers zu heiß wurde, wurde das Lötzinn 
weich und die Federspannung unterbrach den Widerstand.

Daher ist mir der Sinn dieser Sicherungen bekannt. Die früheren 
Sicherungswiderstände konnten allerdings einfach wieder zusammengelötet 
werden, nachdem der Fehler behoben war.
Gast #6746479
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Wolfgang schrieb:
> Oliver schrieb:
>> Klar zu sein scheint bisher, dass es sich um 100 Ohm/5% handeln muss.
>
> Das kannst nur du wissen. Auf deinem Photo liegen die meisten
> Bruchstücken auf dem Rücken, so dass die Ringfragmente nicht zu erkennen
> sind ;-)

Das ist schon richtig.
Gast #6746486
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Wow, ihr seid ja schnell! Danke!

H. H. schrieb:
> Weil es sonst keine Sicherung gibt.

Vermutlich hat der Widerstand wegen des Defekts im LNK304GN genau als 
solche fungiert.
Ich vermute aber, dass zumindest das Original kein "echter" 
Sicherungswiderstand war - oder platzen die auch bei Überlast?

Allerdings kann ich auch keinen Grund erkennen, der gegen die 
Verwendung eines Sicherheitswiderstands spricht, egal ob das vorher 
einer war - oder?

Rainer Z. schrieb:
> Das hat der TO schon verstanden, schließlich war das die für ihn
> entscheidende Frage. 100 Ohm/5% wusste er schließlich schon.

Stimmt - zumindest darüber sind sich alle Quellen einig.
Die Farben waren aber auch nicht mehr zu 100% erkennbar (siehe neues 
Foto).
Eine Bestätigung (oder auch Widerspruch) wäre daher nett :)
Angehängte Dateien:
(Firma: nix) #6746536
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Das ist ja inzwischen ein Klassiker, zu diesem IC gibt es hier einen 
nicht enden wollenden Thread. Der Widerstand hat etwa 20-100 ohm 
(unkritisch) und sollte möglichst ein Sicherungswiderstand sein. Doch er 
ist nur der Kolleteralschaden, wirklich defekt ist der LNK.

Old-Papa
Gast #6746547
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Rainer Z. schrieb:
> Früher gab es Zementwiderstände mit einer Art Feder (Stahldraht) an
> einem der Anschlussdrähte, welcher unterbrochen war und mit
> Federspannung an den weiteren Draht gelötet war.

Die lassen sich wohl kaum mit den Sicherungwiderstaenden in 
Schaltnetzteilen vergleichen.Wenn so ein LNK durchknallt sollte dies 
wenn moeglich auch der Sicherungswiderstand tun und zwar ziemlich flott 
und nicht erst nach 30 Sekunden ansonsten kann man nach Leiterbahnfetzen 
suchen.
(Firma: nix) #6747915
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Toxic schrieb:
> Die lassen sich wohl kaum mit den Sicherungwiderstaenden in
> Schaltnetzteilen vergleichen.Wenn so ein LNK durchknallt sollte dies
> wenn moeglich auch der Sicherungswiderstand tun und zwar ziemlich flott
> und nicht erst nach 30 Sekunden ansonsten kann man nach Leiterbahnfetzen
> suchen.

Bei allen diesen Fehlern, die ich mit diesem Chip schon repariert habe, 
war zwar der Widerstand tot doch eben auch das IC und manchmal der Elko 
und auch Leiterbahnen.

Old-Papa
Gast #6748350
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Vielen Dank an alle!

Beim Wert bin ich mir inzwischen sicher - hab nochmal Bruchstücke 
angesehen, es geht ganz deutlich mit braun-schwarz los, nur der dritte 
Ring könnte braun oder grau sein. Aber 1 Giga-Ohm ist dann doch eher 
unwahrscheinlich...

Old P. schrieb:
> Bei allen diesen Fehlern, die ich mit diesem Chip schon repariert habe,
> war zwar der Widerstand tot doch eben auch das IC und manchmal der Elko
> und auch Leiterbahnen.

Ich traue mir den Austausch zwar selbst zu, habe aber nicht die 
Erfahrung um verlässlich zu checken dass danach wirklich alles in 
Ordnung ist - von daher: Gibt es hier im Forum jemanden, der solche 
Reparaturen auch gewerblich macht? (Ich bin in Holland, also kommt nur 
der Postweg in Frage.)

Danke!
(Firma: nix) #6751510
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Oliver schrieb:
>....
> Ich traue mir den Austausch zwar selbst zu, habe aber nicht die
> Erfahrung um verlässlich zu checken dass danach wirklich alles in
> Ordnung ist - von daher: Gibt es hier im Forum jemanden, der solche
> Reparaturen auch gewerblich macht? (Ich bin in Holland, also kommt nur
> der Postweg in Frage.)
>
> Danke!

Ichbzwar nicht gewerblich, doch ich könnte Dir das reparieren. Ein paar 
Chips liegen noch in der Kiste. Die Dinger sind (komischerweise) bei 
einigen Händlern schon als "abgekündigt" vermerkt.
Allerdings ohne weitere Garantie, da ich nicht weiß, wie Du die Platine 
wieder anspaxt. Für die Funktion des Netzteil stehe ich gerade.
Weiteres per PN...

Old-Papa

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