Hallo,
ich wollte nach >5 Jahren mal wieder was ätzen und hab noch die
Natriumpersulfattunke von damals. Bin mir ziemlich sicher, dass die nur
ein oder zwei mal bei kleinen Platinen mit geringen Ätzungen (viel
Kupferflächen/Ground plane) benutzt wurde.
Ist das Zeugs noch halbwegs ätzstark (ja, ich weiß, ich könnte es
ausprobieren, aber würde trotzdem gerne mal eure Erfahrungen hören)?
Oder kann ich es alternativ mit Wasser und Pulver auffrischen oder
sollte ich lieber ganz neu ansetzen?
LG Fabs
nur mit Wasser auffüllen, kein NaPS rein. Den Fehler hatte ich auch mal
gemacht, dadurch wird die Konzentration zu hoch und das ist sehr
kontraproduktiv.
Fabulan schrieb:> ich wollte nach >5 Jahren mal wieder was ätzen und hab noch die> Natriumpersulfattunke von damals. Bin mir ziemlich sicher, dass die nur> ein oder zwei mal bei kleinen Platinen mit geringen Ätzungen (viel> Kupferflächen/Ground plane) benutzt wurde.
Kann nach so langer Zeit aber trotzdem völlig fertig sein.
Das hängt davon ab, ob und wieviel Schmutz du damals eingeschleppt hast,
ob die Lösung im Licht stand, kühl oder warm.
Also: Ausprobieren und ggfs entsorgen.
Fabulan schrieb:> Ist das Zeugs noch halbwegs ätzstark
Also was nun, Flüssigkeit oder auskristallisiertes Pulver ?
Wenige gewordene Flüssigkeit hat ggf. eine zu hohe Konzentration, es
kann aber nur das Wasser verdunsten, also mit Wasser wieder auf den
alten Pegel auffüllen.
Natriumpersulfat zerfällt, vor allem in der Gegenwart von
Schwermetallionen, also Kupfer.
Es kann gut sein, dass deine Ätzlösung kaum mehr ätzt
Probiere es aus, Ätzzeit bei 45 GradC Badtemperaturzrotz Badbewegung
(z.B. Blubberätzbad) zu hoch (> 10 Min) dann ist es hinüber.
Ggf möglichst neu ansetzen.
MaWin schrieb:> Also was nun, Flüssigkeit oder auskristallisiertes Pulver ?
Mann, steht doch im Eingangspost: Tunke.
MaWin schrieb:> Wenige gewordene Flüssigkeit hat ggf. eine zu hohe Konzentration, es> kann aber nur das Wasser verdunsten, also mit Wasser wieder auf den> alten Pegel auffüllen.
So ist es, kein Pulver hinzufügen.
MaWin schrieb:> Natriumpersulfat zerfällt, vor allem in der Gegenwart von> Schwermetallionen, also Kupfer.
Alter! Was ist dir denn zugestoßen? Natriumpersulfat „zerfällt“ schon
mal gleich gar nicht. Wenn dem so wäre, dann wäre es radioaktiv. Und in
det „Gegenwart“ von etwas zerfällt auch mal gleich gar nichts?!?
Schwermetallionen??? Kupfer ist kein Schwermetall und liegt auch nicht
in Ionenform vor, wenn du die Platine eintauchst. Auch das bereits
gelöste Kupfer wird mit seiner reinen Gegenwart nicht andere
Natriumpersulfat Moleküle „zerfallen“ lassen (OMG), zumal die ja selbst
nur als Ionen vorliegen, also schon längst „zerfallen“ sind. Was eine
Grütze! Aber unterhaltsam ;-)
MaWin schrieb:> Badtemperaturzrotz
Was für ein Rotz???
Krut schrieb:> Alter! Was ist dir denn zugestoßen? Natriumpersulfat „zerfällt“ schon> mal gleich gar nicht. Wenn dem so wäre, dann wäre es radioaktiv. Und in> det „Gegenwart“ von etwas zerfällt auch mal gleich gar nichts?!?> Schwermetallionen??? Kupfer ist kein Schwermetall und liegt auch nicht> in Ionenform vor, wenn du die Platine eintauchst. Auch das bereits> gelöste Kupfer wird mit seiner reinen Gegenwart nicht andere> Natriumpersulfat Moleküle „zerfallen“ lassen (OMG), zumal die ja selbst> nur als Ionen vorliegen, also schon längst „zerfallen“ sind.> Was für ein Rotz???> Was eine Grütze! Aber unterhaltsam ;-)
Leider nicht unterhaltsam. Aber es ist traurig, wenn man sowas lesen
muss.
Natürlich kann Natriumpersulfat unter Abgabe von Sauerstoff zerfallen!
Kupfer mit seiner Dichte >5 gehört zu den Schwermetallen.
Krut schrieb:> Alter! Was ist dir denn zugestoßen? Natriumpersulfat „zerfällt“ schon> mal gleich gar nicht. Wenn dem so wäre, dann wäre es radioaktiv.
Natriumpersulfat ist kein Atom, sondern ein Molekül, und kann daher ganz
ohne Atomkernzerfall zerfallen, so wie auch deine Sandburg zerfällt oder
ein Fachwerkhaus nach hundert unsanierzen Jahren zerfällt.
NaPS spaltet den Sauerstoff ab, verliert die Ätzwirkung.
Statt deinen Schwachsinn vom Stapel zu lassen, hättest du dich vorher
schlau lesen können
https://de.wikipedia.org/wiki/Natriumpersulfat oder wissenschaftlicher
https://link.springer.com/article/10.1007/BF01552462Krut schrieb:> Was für ein Rotz???
trotz
Hallo,
kann man getrost entsorgen, Aufwand lohnt nicht.
Eisen3-Chlorid kann mit 2 Kohleelektroden (Flachbatterie) und 12V
Batterie regeneriert werden.
Das gelöste Kupfer wandert dann eine Elektrode und kann dann entsorgt
werden.
Gruß
MURKEL
Hallo zusammen.
> NaPS spaltet den Sauerstoff ab, verliert die Ätzwirkung.
Kann ich voll bestätigen. Ich habe mal vor vielen Jahre einige Kilos
Ammoniumpersulfat geschenkt bekommen. Ist ja nicht viel anders als NaPS.
Das Zeug war hygroskopisch. Falsch gelagert, Wasser gezogen ->
unbrauchbar.
Ammoniumsulfat (Zersetzungsprodukt) hätte man als Stickstoffdünger für
den Garten brauchen können.
Mein NaPS lagere ich dicht verschlossen und trocken.
Ansonsten stellt sich mir die Frage nach dem Sinn, alten Krempel in
zweifelhaftem Zustand mit viel Aufwand vielleicht wieder zum Leben
erwecken zu können. So teuer ist das doch auch nicht.
Bei Reichelt:
ETCHANT 600G Ätzmittel, Natriumpersulfat, 600 g. -> 9,15 EUR
Mit 600gr kann man schon einige Platinen ätzen.
73
Wilhelm
Wilhelm S. schrieb:> Ammoniumsulfat (Zersetzungsprodukt) hätte man als Stickstoffdünger für> den Garten brauchen können.
Lieber nicht!
Es sei denn, du verwendest Schwefelsäure als Dünger.
Dann könntest du fertige saure Gurken ernten ;-)
(NH4)2_S2_O8 ---> (NH4)2_S_O4 = Ammoniumsulfat, was du haben willst,
+++++ plus
zusätzlich ist da aber noch ein weiteres S und vier O, die formell zu
Sauerstoff und Schwefeltrioxid SO3 zerfallen.
Letzteres bildet mit Feuchtigkeit Schwefelsäure H2SO4.
Hp M. schrieb:> zusätzlich ist da aber noch ein weiteres S und vier O, die formell zu> Sauerstoff und Schwefeltrioxid SO3 zerfallen.> Letzteres bildet mit Feuchtigkeit Schwefelsäure H2SO4.
Hast Du dazu einen Literaturhinweis?
Hallo zusammen, hallo HP.
Von Chemie keine Ahnung aber grosse Klappe.
Das übrigbleibende Ammoniumsulaft ist gut wasserlöslich, darum Ammonium
-> Stickstoffdünger. Der Sulfatrest verbindet sich mit dem im Boden
befindlichen Calcium -> Gips, schwer bis kaum löslich. In grossen
Mengen in (Garten-)Erde nicht erwünscht, macht den Boden schlecht.
73
Wilhelm