Forum: Markt [V] Fluke 80i-110s AC/DC-Stromzange


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von Claus T. (claus26)


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gebrauchte Fluke 80i-110s AC/DC-Stromzange (100 A)
mit BNC-Anschluss
Nennstrombereich
    10 A, AC/DC
    100 A, AC/DC
Ausgangspegel
    100 mV/A
    10 mV/A
manuelle Nulleinstellung
mit BNC zu 4-mm-Adapter

Neupreis ca. 900€
für 300€ VB abzugeben

von René F. (therfd)


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Mich würde interessieren, wer der Originalhersteller von dem Teil ist 
und ob es im Netz einen Schaltplan gibt.

Ich habe vor einiger Zeit festgestellt, das es diese Zange auch unter 
verschiedenen anderen Brandings gibt z.B.

Chauvin Arnoux E3N
Keysight 1146B
TEKTRONIX  A622
AEMC  SL261
UNI-T UT-P41
GW Instek GCP-100

von Gerd G. (Firma: keine) (flyglas)


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René F. schrieb:
> Mich würde interessieren, wer der Originalhersteller von dem Teil ist
> und ob es im Netz einen Schaltplan gibt.

Ich weiß zwar nicht wer der Originalhersteller ist, aber wenn man nach 
"SL261_Serv-Man.pdf" sucht, findet man in einem anderen Forum ein 
"repair and calibration manual" inkl. Schaltplan, Stückliste und 
Bestückungsplan.

von Carsten S. (dg3ycs)


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René F. schrieb:
> Mich würde interessieren, wer der Originalhersteller von dem Teil ist
> und ob es im Netz einen Schaltplan gibt.

Wobei sich natürlich immer die Frage stellt ob es wirklich dasselbe 
Modell ist oder einfach nur etwas optisch identisches Gebaut wurde...
Etwas eingrenzen kann man das ggf. anhand der "Made in..." Angabe.

Wobei:
> Chauvin Arnoux E3N
> AEMC  SL261
Diese beiden sind wohl ziemlich sicher identisch:
AEMC ist bzw. gehört zur Chauvin Arnoux Group.

Die Zangen von Chauvin Arnoux, Fluke und GW-Instek tragen alle die 
Aufschrift "Made in France".
Ich denke die Wahrscheinlichkeit ist sehr hoch das diese drei sowie die 
mit AEMC gebrandeten Modelle alle aus dem selben WErk kommen. Ob es 
wirklich so ist und/oder ob es ggf. noch Unterschiede in der 
Sortierung/Spezifikation gibt - keine Ahnung.

Die Zange "UNI-T UT-P41" trägt die Aufschrift "Made in Taiwan". Ob die 
aber jetzt dort nur mit aus Frankreich angelieferten Teilen 
zusammengebaut wird, CA seine Fertigung nach Taiwan verlegt hat, UNI-T 
vielleicht gar der OEM ist der auch CA beliefert oder doch nur die CA 
Zangen mit oder ohne Lizenz von CA nachbaut weiß man dadurch natürlich 
nicht.

> TEKTRONIX  A622
Diese Trägt die Aufschrift "ASSEMBLED in U.S.A". Würde ICH jetzt so 
deuten das die wesentlichen Fertigungsschritte ausserhalb der USA 
stattfinden und in den USA nur noch ein kleiner Teil gemacht wird, sonst 
würde da wohl MADE in U.S.A. stehen.
Die Wahrscheinlichkeit das die wesentlichen Fertigungsschritte entweder 
in "France" oder mit etwas geringerer Wahrscheinlichkeit in "Taiwan" 
stattfinden würde ich selbst aber als hoch ansehen.

> Keysight 1146B
Diese Zange unterscheidet sich durch die GEhäusefarbe von den anderen.
Allerdings muss das nichts heissen. Wenn man eine hinreichende Stückzahl 
ordert ist das kein Problem seine eigene Wunschfarbe zu bekommen.
Die dadurch vorhandenen Mehrkosten sind marginal, zumindest wenn eh 
gerade GEhäuse gefertigt werden. Granulatbehälter leeren (bzw. so lange 
Gehäuse in der "alten" Farbe produzieren bis nur noch Ausschuss 
entsteht.) Neues Granulat in der Wunschfarbe einfüllen und weitermachen. 
Die ersten paar Gehäuse nach dem Farbwechsel sind natürlich für die 
Tonne, aber die Stückkosten sind Centsache. Was bei Spritzguss kostet 
ist vor allem die Anfertigung der Formen und dann pro Auftrag die 
Rüstkosten inkl, Maschinenstillstand. Die Kosten für Material und die 
tatsächliche Arbeits-/Maschinenzeit für ein konkret gefertigtes 
Einzelgehäuse sind dagegen Lachhaft niedrig.

Die Keysight Zange trägt zumindest auf den im Netz findbaren 
Produktabbildungen keine deutlich sichtbar angebrachte Angabe zum 
Fertigungsland.... Möglicherweise zwischen den Griffen oder gar nicht...

Wenn ich mich festlegen müsste würde ich schätzen das, zumindest bis auf 
die Uni-T Zange, in allen der genannten ZAngen ein nennenswerter Anteil 
von durch die CA Group geleistet Fertigungsarbeit steckt.
Aber das ist nur meine, auf den o.g. Indizien beruhende, Vermutung.
In ähnlichen Fällen habe ich zwar sehr oft richtig gelegen, manchmal 
aber halt auch nicht.

Gruß
Carsten

von Soul E. (souleye) Benutzerseite


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Carsten S. schrieb:

> Wobei sich natürlich immer die Frage stellt ob es wirklich dasselbe
> Modell ist oder einfach nur etwas optisch identisches Gebaut wurde...

Selbst wenn es von gleichen Hersteller kommt und auf dem gleichen Design 
basiert kann es sich immer noch in den verwendeten Bauteilen und damit 
in den Spezifikationen unterscheiden.

Der taiwanesische Hersteller METEX hat in den '90ern sämtliche 
Elektronikversender dieser Welt mit Multimetern beliefert. Die sahen 
alle gleich gelb aus und hatten ähnlich klingende Typenbezeichnungen. 
Referenzen und Teilerwiderstände im Inneren waren aber sehr 
unterschiedlich -- je nachdem was der OEM-Kunde auszugeben bereit war.

: Bearbeitet durch User
von Holger D. (hodoe)


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Soul E. schrieb:
> Die sahen
> alle gleich gelb aus

oder schwarz.

von René F. (therfd)


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Soul E. schrieb:
> Selbst wenn es von gleichen Hersteller kommt und auf dem gleichen Design
> basiert kann es sich immer noch in den verwendeten Bauteilen und damit
> in den Spezifikationen unterscheiden.

Natürlich, eine gewisse Verwandtschaft ist dann aber dennoch vorhanden, 
kann natürlich sein, das es einen OEM gab, der das ganze an verschiedene 
Hersteller lizensiert hat, da fällt mir beispielsweise der taiwanesische 
Hersteller Escort (von Keysight aufgekauft worden) ein, deren LCR Meter 
Design lebt bei Keysight, BK Precision, Tonghui und garantiert einigen 
anderen weiter.

von Claus T. (claus26)


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Die Stromzange ist verkauft.

von Guenter H. (bigfix)


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Ist gut angekommen - Danke !

Das Ding ist aber anscheinend eher auf der ungenauen Seite 
angesiedelt...

Der Nullabgleich driftet ziemlich lange
Bei z.b. 2A DC zeigt sie dann 2.1 A an

Scheint aber bei dieser Stromzange "normal" zu sein
Ist kein defektes Exemplar, denke ich

Mein altes Voltcraft 157 ist dagegen ja hochpraezise
Hat aber leider keinen Scopeausgang und ist klobiger

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