Forum: Ausbildung, Studium & Beruf Ist es fair, wenn Raucher auf der Arbeit Raucherpausen machen dürfen, aber Nichtraucher nicht?


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von Urlauber (Gast)


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Meine Arbeitskollegen gehen immer mal schnell eine rauchen. Ich bin 
Nichtraucher, also werde ich nicht gefragt und arbeite solange weiter. 
So kommen bei den Rauchern über den Arbeitstag verteilt locker einmal 
eine halbe Stunde mehr Pause dazu.

:
von Michael M. (Firma: Autotronic) (michael_metzer)


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Du kannst die gleiche Zeit dazu nutzen, um einen leckeren Schokoriegel 
zu Essen. Das wäre fair!

von René H. (mumpel)


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Wenn es der AG duldet sehe ich da rechtlich kein Problem. Gibt es keinen 
BR? Ob das fair ist liegt im Auge des Betrachters.

von Shorty (Gast)


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Kaffeepause?

von Karrierist (Gast)


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Also bei uns müssen Raucher ausstempeln. Selbst wenn nicht, muss man da 
nicht neidisch sein. Raucher bezahlen ihre Last sehr häufig mit dem 
Leben. Die meisten Raucher ab spätestens 60 haben mehr oder weniger 
schwere gesundheitliche Einschränkungen.

von Phasenschieber S. (phasenschieber)


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Nimm doch einfach einen Dummy und gehe damit auch in die Raucherpause.
Lutschst du einfach an einem Zigarettendummy. Fertich.

von Michael M. (Firma: Autotronic) (michael_metzer)


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Phasenschieber S. schrieb:
> Nimm doch einfach einen Dummy und gehe damit auch in die
> Raucherpause.
> Lutschst du einfach an einem Zigarettendummy. Fertich.

Der Dummy wird aber nicht kürzer. Das fällt dann auf.

von Trollerkenner vom Feinsten (Gast)


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Urlauber schrieb:
> also werde ich nicht gefragt und arbeite solange weiter.

Wenn Du ein guter Kollege wärst würdest Du die Arbeit der Kollegen 
mitmachen, anstatt hier rumzujammern.

Und was hindert dich daran auch 30 Minuten, auf den Tag verteilt, nach 
draußen zu gehen?

Vielleicht sind die Raucherkollegen insgesamt sogar effizienter wie Du, 
weil sie entspannter sind.

von DANIEL D. (hiege) Benutzerseite


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Einfach eine Pause machen scheiß doch drauf. Und mögen dir die Därme 
reißen man geht nicht in der Pause scheißen. Also wenn ich keinen Bock 
habe mache ich auch einfach mal eine Pause an der Arbeit.

Man kann z.b. was trinken gehen. Zumindestens wenn das Trinken nicht 
unmittelbar in der Nähe des Ortes ist wo man gerade arbeitet. Oder man 
redet einfach mit irgendwelchen Leuten und arbeitet nicht.

Was man auch machen könnte anfangen zu rauchen. Also ich rauche ja so 
alle Monat bis zwei Wochen eine Zigarette, keine Ahnung warum ich mir 
das angewöhnt habe.

Oder man sagt sowas wie ich bin müde, und dann arbeitet man einfach ein 
paar Minuten nicht. Als ob man permanent konzentriert bleiben kann, 
funktioniert ja eh nicht ab und zu muss man ein paar Minuten aussetzen.

von EI (Gast)


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Trollerkenner vom Feinsten schrieb:
> Wenn Du ein guter Kollege wärst würdest Du die Arbeit der Kollegen
> mitmachen, anstatt hier rumzujammern.

Genau!
Alles Weicheier!
Neue Männer braucht das Land!

von DoS (Gast)


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...oder Du gehst mit raus und quatscht mit denen draussen.
Im Ernst, du gehst in die Arbeit um Pausen zu machen? Ich gehe in die 
Arbeit um Probleme zu lösen und Sachen zu machen, die vorher noch nie 
jemand vorher gemacht hat. Jeder Tag ist eine Pioniertat, ein Fest und 
bringt mich einen Tag weiter in meiner Kompetenz. Kein Tag ohne neue 
Erkenntnisse und neues Wissen.
Wenn meine Kollegen wegen ihrer Sucht einenTeil ihrer Arbeitszeit opfern 
müssen, um zu rauchen habe die mein Bedauern, denn wenn die nach einer 
Viertelstunde vom Rauchen kommen, bin ich eine Viertelstunde weiter.

von A. S. (achs)


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Wenn die Kollegen dadurch weniger leisten, dann wird das doch spätestens 
bei der Leistungsbeurteilung ausgeglichen.

Oder leisten die trotzdem genauso viel? Oder wird die Leistung gar nicht 
gemessen?

Vielleicht mal beim Betriebsrat Druck machen, dass sie ausstempeln 
müssen oder pauschal 5h weniger bezahlt bekommen. Da Raucher eh keiner 
leiden kann, sind sie froh über den Bekehrungsanreiz. Zudem sind Raucher 
(glaube ich) nicht sehr gesellig, so dass auch keine Gefahr droht, dass 
sie das unter sich thematisieren.

von Joachim B. (jar)


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Trollerkenner vom Feinsten schrieb:
> Vielleicht sind die Raucherkollegen insgesamt sogar effizienter wie Du

weil man sich mit Kollegen austauscht und so eigene Irrwege erkennt, 
auch Kollegen die nicht im selben oder ähnlichen Projekten stecken 
können einem eine andere Sicht vermitteln.
Nichtraucher haben Kaffeepausen oder wenn sie stur durcharbeiten dann 
können sie schon mal betriebsblind werden!
Wer findet schon eigene Fehler :) die werden meist von Anderen gefunden!

von Trollerkenner vom Feinsten (Gast)


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A. S. schrieb:
> Da Raucher eh keiner leiden kann,

Na, das ist ja Blödsinn.

A. S. schrieb:
> Zudem sind Raucher (glaube ich) nicht sehr gesellig,

Noch mehr Blödsinn.

Sorry, ich bin Nichraucher, aber was Du da schreibst ist ausgemachter 
Unsinn.


Joachim B. schrieb:
> Trollerkenner vom Feinsten schrieb:
>> Vielleicht sind die Raucherkollegen insgesamt sogar effizienter wie Du
>
> weil man sich mit Kollegen austauscht und so eigene Irrwege erkennt,
> auch Kollegen die nicht im selben oder ähnlichen Projekten stecken
> können einem eine andere Sicht vermitteln.
> Nichtraucher haben Kaffeepausen oder wenn sie stur durcharbeiten dann
> können sie schon mal betriebsblind werden!
> Wer findet schon eigene Fehler :) die werden meist von Anderen gefunden!

Richtig. Die Kollegen tauschen wohl nicht aus wer welche Marke raucht. 
Es geht oftmals um fachliche Dinge die dem ein oder anderen vielleicht 
weiterhelfen. Und wenn es auch ins private geht….na und? Ein gutes 
Betriebsklima ist aus meiner Sicht das A&O. Wir haben zeitweise während 
der Arbeitszeit Tischkicker gespielt, auch mit dem Chef. Hat der Arbeit 
nicht geschadet, ganz im Gegenteil. Man muss einfach mal etwas über den 
Tellerrand hinausschauen.

von A. S. (achs)


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Trollerkenner vom Feinsten schrieb:
> A. S. schrieb:
>> Zudem sind Raucher (glaube ich) nicht sehr gesellig,
>
> Noch mehr Blödsinn.
>
> Sorry, ich bin Nichraucher, aber was Du da schreibst ist ausgemachter
> Unsinn.


Schau mal auf deinen Nick. Und dann schau mal hier:

Urlauber schrieb:
> meine Arbeitskollegen gehen immer mal schnell eine rauchen [...] also werde ich 
nicht gefragt

die gehen zusammen rauchen. Vielleicht solltest Du (und der TO) mal 
mitgehen.

von Joe Butch (Gast)


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Nun, wer nicht rauchen will kann priemen.

von Trollerkenner vom Feinsten (Gast)


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A. S. schrieb:
> Vielleicht solltest Du (und der TO) mal mitgehen.

Und wer macht dann die Arbeit der rauchenden Kollegen? Hast Du darüber 
mal nachgedacht? Außerdem muss ich Präsenz am Tischkicker zeigen, meinem 
Chef zeigen wie man verliert.

von asddffg (Gast)


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Bei uns muss man "zum Rauchen" ausstechen. Ich als Nichtraucher gehe mit 
zum Quatschen (die Raucherinseln sind draussen) und muss nicht 
ausstechen, ich rauche ja nicht.:-)

asddffg

von Rainer Z. (netzbeschmutzer)


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asddffg schrieb:
> und muss nicht ausstechen, ich rauche ja nicht.:-)

DAS finde ich eine gute Regelung.

Aber im Ernst, es gibt noch Raucher? Echt jetzt? Und so viele???

von MaWin (Gast)


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Urlauber schrieb:
> Meine Arbeitskollegen gehen immer mal schnell eine rauchen. Ich bin
> Nichtraucher, also werde ich nicht gefragt und arbeite solange weiter

Du darfst so lange in die Luft starren.

Beitrag #6752577 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Georg M. (g_m)


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EI schrieb:
> Neue Männer braucht das Land!

Das Mittelmeer ist das größte Hindernis.

von Framulestigo (Gast)


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Raucher stempeln für die Stunde rauchen nicht aus. Die stempeln ein.
Das Lösen von Problemen unter Einfluss bewusstseinserweiternder Drogen 
wird halt gegenüber dem sturen Abtingeln von Dienstzeit besser bezahlt. 
Da reicht eine Stunde tägliches Mammutjagen, um die Sippe satt zu 
machen.

von Jens (Gast)


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Die Arbeitswelt ist nicht fair. Wer gute Arbeit macht wird ausgenutzt 
und wer nix kann (oder sich blöd stellt) muss nichts machen. Da sind die 
Raucher das kleinere Problem. Wenn die bei euch nur eine halbe Stunde 
über den Tag verteilt nichts arbeiten, ist das ja noch relativ wenig.
Die Raucher schädigen sich selbst, finanziell und gesundheitlich. Also 
sehe es gelassen, sonst machst du dich kaputt. Viel schlimmer finde ich, 
dass Raucherzonen teilweise nicht eingehalten werden.

von No Smoking (Kein Anzugzwang) (Gast)


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Klage Dein Leid dem Chef. Der verpasst Dir dann eine Zigarre und Du 
kannst mit den Anderen rauchen gehen.

https://www.redensarten-index.de/suche.php?suchbegriff=jemandem%20eine%20Zigarre%20verpassen&bool=relevanz&gawoe=an&sp1=rart_varianten_ou&von=rartstmap

von klausi (Gast)


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Jens schrieb:
> Die Arbeitswelt ist nicht fair. Wer gute Arbeit macht wird ausgenutzt
> und wer nix kann (oder sich blöd stellt) muss nichts machen. Da sind die
> Raucher das kleinere Problem.

ja, das habe ich auch immer wieder festgestellt. Das ist eigentlich 
schon schlimm, denn das führt dazu, dass gute Kräfte in andere Firmen 
abwandern.
Es ist dem Teamleiter / Prod. Owner / Scrum master etc. seine Aufgabe, 
die Arbeit gleichwertig zu "balancieren".

von Phasenschieber S. (phasenschieber)


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Arbeit? was ist das?

von Serge W. (musikfreund)


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Als ich noch geraucht habe (jahrzehnte her) standen auf dem Bürotisch 
noch Aschenbecher. Auch Bier gab es im Getränkeautomaten und war während 
der Arbeit erlaubt.

Das ganze Geschiss mit "für jede Raucherpause stempeln" bleibt mir zum 
Glück erspart.

von Bernd W. (berndwiebus) Benutzerseite


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Hallo Urlauber.

Urlauber schrieb:

> So kommen bei den Rauchern über den Arbeitstag verteilt locker einmal
> eine halbe Stunde mehr Pause dazu.

Da wo ich arbeite, dürfen sie draussen eine Raucherpause machen, müssen 
aber dafür ausstempeln.

D.h. sie haben nicht mehr bezahlte Arbeitszeit oder Pausenzeit als ich 
auch.

Das "Stempeln" geht wegen RF-ID-Marke sehr schnell.

Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic
http://www.l02.de

: Bearbeitet durch User
von Zocker_59 (Gast)


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> von Serge W. (musikfreund)
> 10.07.2021 09:30

> Auch Bier gab es im Getränkeautomaten und war während der Arbeit erlaubt.

Das war 1990 noch so bei Kettner in Rosenheim.

Als es dann aber wegen des überdimensionalen Genusses berauschender 
Getränke
zu einer Diskussion mit einschlagenden Argumenten am Bierautomaten kam, 
wurde
der Gerstensaft aus dem Sortiment genommen.

Jetzt gab es nur noch Milch !

Beim Rauchen ist mir keine Alternative eingefallen.

von Bernd W. (berndwiebus) Benutzerseite


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Hallo Rainer.

Rainer Z. schrieb:

> Aber im Ernst, es gibt noch Raucher? Echt jetzt? Und so viele???

Was denkst Du denn? Auch wenn Nikotin normalerweise keinen Rausch 
verursacht, gehört es doch zu den am schnellsten und nachhaltigst 
abhängig machenden Substanzen.

Normale Leute werden es nicht schaffen, davon loszukommen, und die 
anderen haben für den Rest des Lebens immer irgendwelche 
Entzugserscheinungen. Viele Raucher decken ihren Nikotinbedarf z.B. mit 
Nikotinpflastern statt mit Zigaretten, Zigarre, Pfeife oder Dampfer.

D.h. ein Erschweren des Rauchens löst nicht das Problem der 
Nikotinabhängigkeit.

Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic
http://www.l02.de

von Bernd W. (berndwiebus) Benutzerseite


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Hallo Zocker.

Zocker_59 schrieb:

>> Auch Bier gab es im Getränkeautomaten und war während der Arbeit erlaubt.
>
> Das war 1990 noch so bei Kettner in Rosenheim.

Im 19. Jhd. bekamen Steinbrucharbeiter pro Tag über einen Liter Schnaps.
Anders war der Job wohl nicht zu ertragen, und nach 10 bis 15 Jahren 
waren sie sowieso tot.


Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic
http://www.l02.de

von Phasenschieber S. (phasenschieber)


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Bernd W. schrieb:
> Im 19. Jhd. bekamen Steinbrucharbeiter pro Tag über einen Liter Schnaps.

....und die Brauereiarbeiter erst, die wurden zum Feierabend aus der 
Brauerei getragen.

von Georg M. (g_m)


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Phasenschieber S. schrieb:
> Arbeit? was ist das?

Was sagt die Etymologie dazu?

von Serge W. (musikfreund)


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Bernd W. schrieb:
> Im 19. Jhd. bekamen Steinbrucharbeiter pro Tag über einen Liter Schnaps.
> Anders war der Job wohl nicht zu ertragen, und nach 10 bis 15 Jahren
> waren sie sowieso tot.

Ok, war "etwas" vor meiner Zeit ;)

Bei uns im Betrieb wurde Alkohol verboten, weil die Jungs aus der 
Fertigung (v.a. Nachtschicht) sich teilweise derart zugeschüttet haben 
und dann aber mit dem eigenen Auto nach Hause gefahren sind. Das war 
grenzwertig und spätestens nach einem schweren Arbeitsunfall wurde von 
der BG nebst Strafzahlung der Alkohol verboten. Das müsste auch so auf 
Ende der 80er Jahre datiert sein, als ein Umdenken stattfand.

Was das Rauchen angeht: Wer will und seine Pausen stempelt, soll das 
ruhig tun. Jetzt sind auch die Zeiten vorbei, als die MA mehr Zeit im 
Raucherzimmer als am Arbeitsplatz verbracht haben. Im Büro darf man eh 
schon lange nicht mehr rauchen. Aber als EX-Raucher hab ich Verständnis 
dafür. Die verdienen eher Mitleid als Neid.

Grüße, Serge

von Senf D. (senfdazugeber)


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Jens schrieb:
> Die Arbeitswelt ist nicht fair. Wer gute Arbeit macht wird ausgenutzt
> und wer nix kann (oder sich blöd stellt) muss nichts machen. Da sind die
> Raucher das kleinere Problem. Wenn die bei euch nur eine halbe Stunde
> über den Tag verteilt nichts arbeiten, ist das ja noch relativ wenig.
> Die Raucher schädigen sich selbst, finanziell und gesundheitlich. Also
> sehe es gelassen, sonst machst du dich kaputt.

Ein sehr guter Beitrag. Mir ist es vollkommen egal, ob rauchende 
Kollegen jetzt eingestempelt sind bei ihren Raucherpausen oder nicht. 
Bezahlung nach Anwesenheit ist im Bereich R&D sowieso ziemlicher 
Blödsinn, aber Zeit ist eben exakt und einfach objektiv messbar, andere 
Kriterien dagegen kaum. Als Nichtraucher macht man doch auch sehr häufig 
andere Dinge neben der Arbeit (ich auf jeden Fall), niemand arbeitet 
konzentriert 7 oder 8h pro Tag, das kann mir keiner erzählen. Von daher 
einfach nicht so eng sehen, leben und leben lassen.

von Serge W. (musikfreund)


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Phasenschieber S. schrieb:
> ....und die Brauereiarbeiter erst, die wurden zum Feierabend aus der
> Brauerei getragen.

Ja, nennt sich Haustrunk ;)

Ein Bekannter von mir darf jeden Monat 10 Kästen Bier mitmehmen. Hab ihn 
gefragt, was er mit dem ganzen Rest macht? Er meinte, den kaufe er ganz 
normal im Supermarkt ;)

von MaWin (Gast)


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Senf D. schrieb:
> Bezahlung nach Anwesenheit ist im Bereich R&D sowieso ziemlicher
> Blödsinn

Richtig.
Wer sagt eigentlich, dass Raucher beim Rauchen nicht auch gleichzeitig 
arbeiten?
Mir (Nichtraucher) ist schon so manche gute Idee beim Kaffee (alleine 
oder im Gespräch), auf dem Klo gekommen, oder einfach so beim 
Herumlaufen.
Warum sollte es beim Rauchen anders sein?
Nur weil ich nicht am PC sitze, heißt das nicht, dass ich nicht arbeite.

von Rainer Z. (netzbeschmutzer)


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Serge W. schrieb:
> Ein Bekannter von mir darf jeden Monat 10 Kästen Bier mitmehmen. Hab ihn
> gefragt, was er mit dem ganzen Rest macht? Er meinte, den kaufe er ganz
> normal im Supermarkt ;)

Guter Gag!

> Das müsste auch so auf
> Ende der 80er Jahre datiert sein, als ein Umdenken stattfand.

Ich kenne viele Handwerker und kann mich an die Baustellen vor 30...40 
Jahren erinnern. Was wurde da gefeiert! Alle haben sie mitgemacht, die 
Maurers, die Zimmerleuts, die Elektriker, einfach alle. Die leeren 
Bierflaschen lagen/standen überall und als Kind habe ich mir mit den 
geklauten leeren Flaschen aus dem Pfandgeld mein Taschengeld 
aufgebessert.

Ich glaube, den Leuten vom Bau waren die geklauten Bierflaschen sogar 
egal, mussten sie dann nicht mehr wegräumen.

Und die Polizei schien bei Trunkenheitsfahrten - sofern sie nicht zu 
auffällig waren - ein Auge zuzudrücken.

Heute alles undenkbar.

von A. S. (achs)


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Jens schrieb:
> Viel schlimmer finde ich,
> dass Raucherzonen teilweise nicht eingehalten werden.

Bei uns waren die Raucherzonen das Problem: Rauchen nur noch draußen vor 
der Tür ... Natürlich sammelten sich dann gerade morgens 10 .. 20 Leute 
da als lustige Runde, ... . Nur nicht lustig für diejenigen, die da 
durch müssen. Irgendeinen dummen Spruch gab es dann immer.

von APW (Gast)


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Ist rund 20 Jahre her: Ich hatte 3 Kollegen im Zimmer, die waren alle 
Raucher, machten aber keine Raucherpause, sondern rauchten während der 
Arbeit. Als nichtmilitanter Ex-Raucher hätte ich jeweils 1-2 Zigaretten 
toleriert, aber die lagen so Faktor 3..5 drüber.
Ehrlich gesagt, so ein Hauch Zigarettenrauch in der Luft finde ich nicht 
unangenehm, aber das damals war far too much. Gelegentlich kam der Chef 
kurz rein, um sich seine Zigarillos mit dem Heißluftgebläse anzuzünden.
Ein Raucherparadies.

von Abrissbirne (Gast)


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APW schrieb:
> Raucherparadies
 ... Ist doch auf Jamaika oder?! :-)

von Serge W. (musikfreund)


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Rainer Z. schrieb:
> Heute alles undenkbar.

Das stimmt. Als guter Auftraggeber sorge ich für die Verpflegung der 
Handwerker und die dürfen keinen Alkohol mehr trinken.

Wenn du denen vor 30 Jahren Limo oder Wasser angeboten hättest, würden 
die sagen "Ich will mich nicht waschen, ich habe Durst" ...

Grüße, Serge

von Phasenschieber S. (phasenschieber)


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Ich war immer froh, wenn die Raucher mal eine Pause machten, denn der 
permanente Gestank ging mir doch arg auf den Zeiger.

Es gab ja welche, die haben pausenlos geraucht, eine Zigarette an der 
anderen angesteckt.

Rainer Z. schrieb:
> Und die Polizei schien bei Trunkenheitsfahrten - sofern sie nicht zu
> auffällig waren - ein Auge zuzudrücken.

...oder der Polizist hat gefragt: "Soll ICH für sie pusten, oder machen 
sie das selbst. Mein Rat, pusten sie lieber selbst".

von Kraftradfahrer mit Seitenwagen (Gast)


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Phasenschieber S. schrieb:

> Es gab ja welche, die haben pausenlos geraucht, eine Zigarette an der
> anderen angesteckt.

Daran erkennt man den Kettenraucher: Er besitzt weder Feuerzeug noch 
Streichhölzer. Frühmorgens läßt er sich einmal Feuer geben und muß dann 
die Eine an der Anderen anzünden. Ist nicht einfach...

Zigarettengeschäft:
Käufer: "Eine Stange Marlboro bitte"
Verkäufer: "Soll ich sie einpacken?"
Käufer: " Nein, nicht nötig. Ich rauche sie gleich hier!"

von Phasenschieber S. (phasenschieber)


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Kraftradfahrer mit Seitenwagen schrieb:
> Daran erkennt man den Kettenraucher: Er besitzt weder Feuerzeug noch
> Streichhölzer. Frühmorgens läßt er sich einmal Feuer geben und muß dann
> die Eine an der Anderen anzünden. Ist nicht einfach...

Der arme Kerl, was muß der beim Aufwachen morgens ein Lungenschmachten 
haben  ;-)

Apropos Kerl, ist euch schon aufgefallen, daß hauptsächlich Frauen 
rauchen?
In meinem Umfeld rauchen geschätzt doppelt so viele Frauen wie Männer.

von Prohaska (Gast)


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Die moderne PowerFrau muss halt ihren Stress kompensieren.

von Prohaska (Gast)


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Cool waren die Zeiten als noch im Büro geqwertzt äh gequartzt wurde.

von Shorty (Gast)


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hmmm... eigentlich ist auch absehbar, dass es in Zunkunft kein Fleisch 
mehr in der Kantine geben wird.

von Rainer Z. (netzbeschmutzer)


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Phasenschieber S. schrieb:
> ...oder der Polizist hat gefragt: "Soll ICH für sie pusten, oder machen
> sie das selbst. Mein Rat, pusten sie lieber selbst".

Seeehr gut! Kannte ich noch nicht. Lesenswert, also +1.

> Ich war immer froh, wenn die Raucher mal eine Pause machten, denn der
> permanente Gestank ging mir doch arg auf den Zeiger.

Ich bin da extrem empfindlich. Wenn jemand bei mir im Keller eine 
Zigarette anzünden würde (was sich tatsächlich NIEMAND trauen würde), 
würde ich es sofort im Obergeschoss (nicht nur im Erdgeschoss) 
riechen. Im Moment ist meist Home-Office. Aber im Büro mit 20 Leuten 
raucht kein Einziger. Auch in meinem Bekanntenkreis sind Raucher selten 
geworden, fast verschwunden...

Deshalb meine anfängliche Verwunderung hier über die vielen Raucher. Da 
lebe ich in einer anderen Welt.

Danke noch an Bernd W. für seine geschilderten Eindrücke.

Bernd W. zog im Beitrag #6752671 das Fazit:
> D.h. ein Erschweren des Rauchens löst nicht das Problem der
> Nikotinabhängigkeit.
Beitrag "Re: Ist es fair, wenn Raucher auf der Arbeit Raucherpausen machen dürfen, aber Nichtraucher nicht?"

von Kraftradfahrer mit Seitenwagen (Gast)


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Phasenschieber S. schrieb:

> Apropos Kerl, ist euch schon aufgefallen, daß hauptsächlich Frauen
> rauchen?
> In meinem Umfeld rauchen geschätzt doppelt so viele Frauen wie Männer.

Unterhalten sich 2 Bordsteinschwalben:

1 "Sag mal: Rauchst Du danach auch immer?"
2 "Oh, da muß ich erst mal nachgucken!" und hebt den Rock an...

von Phasenschieber S. (phasenschieber)


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Kraftradfahrer mit Seitenwagen schrieb:
> 1 "Sag mal: Rauchst Du danach auch immer?"
> 2 "Oh, da muß ich erst mal nachgucken!" und hebt den Rock an...

Bei mir riecht es danach immer nach verbranntem Gummi  🤣

von IGM (Gast)


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Was ist auch nicht fair finde sind die ständigen Pinkel-Pausen der 
Kollegen. Ich gehe immer vor der Arbeit auf den Topf und verliere 
dadurch am Tag 0min in der Arbeit.
Habe schonmal beim Betriebsrat deswegen angefragt, aber das scheinen 
auch alles Dauerpinkler zu sein. Wollte sogar mal eine Partei gründen. 
Bin bestimmt nicht der einzige der zu dem Thema eine starke Meinung hat!

von Serge W. (musikfreund)


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Phasenschieber S. schrieb:
> Apropos Kerl, ist euch schon aufgefallen, daß hauptsächlich Frauen
> rauchen?
> In meinem Umfeld rauchen geschätzt doppelt so viele Frauen wie Männer.

Ich habe ja eine Weile im Saarland gewohnt und da auch meine Frau kennen 
und lieben gelernt. Erstaunlicherweise hat sie NIE geraucht, der Rest 
ihrer Familie aber um so mehr. Vielleicht war es auch Abschreckung: Mein 
Schwiegervater hat "off da Hitt geschafft" und war Kettenraucher. Wie 
gesagt, war. Das ist der Nachteil des Nikotinkonsumes :(

Ich habe mit dem Rauchen aufgehört, als meine Frau zum ersten mal 
schwanger war, also vor 22... fast 23 Jahren.

Grüße, Serge

von Kraftradfahrer mit Seitenwagen (Gast)


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IGM schrieb:
> Was ist auch nicht fair finde sind die ständigen Pinkel-Pausen der
> Kollegen. Ich gehe immer vor der Arbeit auf den Topf und verliere
> dadurch am Tag 0min in der Arbeit.
> Habe schonmal beim Betriebsrat deswegen angefragt, aber das scheinen
> auch alles Dauerpinkler zu sein.

Was hat man dort gesagt? Bestimmt: "Verpiss Dich!"

:)

von klausi (Gast)


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Bezgl. Topic-Titel, hier mal eine Gegenüberstellung zum Nachdenken:

Ist es fair, wenn Nichtraucher auf der Arbeit Nichtraucherpausen machen 
dürfen, aber Raucher nicht?

Wir unterscheiden in der Firma nicht zwischen Raucher- und 
Nichtraucherpausen. Nach längerer Konzentration / Arbeit wird mal eine 
Pause gemacht. Eine halbe Std. Pause ist bei uns sowieso bezahlt. 
Ausserdem sollte man bei ständiger Bildschirmarbeit min. 10 min. Pause 
machen - pro Stunde!
Die Nichtraucher schnappen sich dann einen Kaffee (oder auch die 
Raucher) und somit geht man meistens sowieso zusammen auf die Terasse 
ein Schwätzchen machen bzw. eine kleine Pause, egal ob mit oder ohne 
Zigarette.

von klausi (Gast)


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IGM schrieb:
> Was ist auch nicht fair finde sind die ständigen Pinkel-Pausen der
> Kollegen. Ich gehe immer vor der Arbeit auf den Topf und verliere
> dadurch am Tag 0min in der Arbeit.
> Habe schonmal beim Betriebsrat deswegen angefragt, aber das scheinen
> auch alles Dauerpinkler zu sein. Wollte sogar mal eine Partei gründen.
> Bin bestimmt nicht der einzige der zu dem Thema eine starke Meinung hat!

Dann gehst halt du auch in der Arbeit auf den Topf ! Mann. Was für 
Weicheier hier manchmal schreiben.

Ansonsten müsste die Firma eine Regel einführen, bei der man immer 
auszustempeln hat, auch bei Pause, Toilette etc.

Wie das jedenfalls durchsetzen und kontrollieren?
Für biologische Bedürfnisse? Das kann man meistens nicht planen, da 
macht man sich als Firma mehr kaputt und sorgt für Unmut, als was es 
bringt.

von Pump up the jam (Gast)


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In einer Firma hatten Raucher so ne Art Glaskabinen. Dort habe ich immer 
wieder mal meine Koffer abgestellt, so dass die sich das Rauchen 
abgewöhnten.

von Elektrofan (Gast)


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> Ist es fair, wenn Raucher auf der Arbeit Raucherpausen machen dürfen,
> aber Nichtraucher nicht?

Viel wichtiger für 'unsere' Zukunft ist es doch, dass die inzwischen
erfolgreich importierten "Fach"krafte/iNNEn/iXXe ihre elementar
notwendigen persönlichen Gebetszeiten
-gen Mekka gewandt, die Teppiche steuerlich absetzbar-
voll bezahlt ausleben können.
Das sind doch höchstens 3 läppische Ereignisse pro Schicht!

Der in diesen Zeiten anfallende Lohn kann problemlos von
irgendeinem der diversen Eingliederungs- usw. -Fonds, oder notfalls
von einer Baerbock-Stiftung übernommen werden?

von J. S. (pbr85)


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Michael M. schrieb:
> Du kannst die gleiche Zeit dazu nutzen, um einen leckeren
> Schokoriegel zu Essen. Das wäre fair!

Und fett werden. Diese ständige Nascherei ist gesundheitlich kaum besser 
als Rauchen und eine Sucht. Natürlich wird dann der Aufzug oder die 
Rolltreppe genommen. Dann wundern sich die Leute, dass sie fette Säcke 
werden. Man sei angeblich sportlich, esse nicht so viel und blabla.

von Kraftradfahrer mit Seitenwagen (Gast)


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J. S. schrieb:
> Michael M. schrieb:
>> Du kannst die gleiche Zeit dazu nutzen, um einen leckeren
>> Schokoriegel zu Essen. Das wäre fair!
>
> Und fett werden. Diese ständige Nascherei ist gesundheitlich kaum besser
> als Rauchen und eine Sucht. Natürlich wird dann der Aufzug oder die
> Rolltreppe genommen. Dann wundern sich die Leute, dass sie fette Säcke
> werden.

Dick ist man erst, wenn man umfällt und dadurch aber nicht an Höhe 
einbüßt.

von Georg M. (g_m)


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> Raucherpausen

Wie ich sehe, ist geschlechtergerechte Sprache für euch ein Fremdwort.

von 100Ω W. (tr0ll) Benutzerseite


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Georg M. schrieb:
>> Raucherpausen
>
> Wie ich sehe, ist geschlechtergerechte Sprache für euch ein Fremdwort

Raucher*innenpausen?

: Bearbeitet durch User
von Alfred (Gast)


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Erst wird Alhohol im Büro verboten, dann das Rauchen. Wenn jetzt auch 
noch Sex im Büro  verboten wird, dann kündige ich!

von Lukas (Gast)


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klausi schrieb:
> Wir unterscheiden in der Firma nicht zwischen Raucher- und
> Nichtraucherpausen. Nach längerer Konzentration / Arbeit wird mal eine
> Pause gemacht. Eine halbe Std. Pause ist bei uns sowieso bezahlt.
> Ausserdem sollte man bei ständiger Bildschirmarbeit min. 10 min. Pause
> machen - pro Stunde!
> Die Nichtraucher schnappen sich dann einen Kaffee (oder auch die
> Raucher) und somit geht man meistens sowieso zusammen auf die Terasse
> ein Schwätzchen machen bzw. eine kleine Pause, egal ob mit oder ohne
> Zigarette.

Dann isses ja OK. Meist machen aber die Raucher ihre Raucherpause und 
die Nichtraucherpause aber auch. Im Endeffekt genehmigen sich die 
Raucher also doppelt bis 3-mal so viel Pause wie Nichtraucher.

Shorty schrieb:
> eigentlich ist auch absehbar, dass es in Zunkunft kein Fleisch
> mehr in der Kantine geben wird.

Schweinefleisch gibt es heute schon nur noch ganz selten, aus Rücksicht 
auf andere Kulturkreise. Ist mir aber egal. Ich esse auch 
Putenschnitzel.

Rainer Z. schrieb:
> Deshalb meine anfängliche Verwunderung hier über die vielen Raucher. Da
> lebe ich in einer anderen Welt.

In manchen Familien, in mancher Verwandtschaft und in manchen Firmen 
wird kaum geraucht. Anderswo wird umso mehr geraucht. Das hat viele 
Ursachen. Wenn die Eltern rauchen, rauchen die Kinder oft auch. Es hängt 
auch mit dem Bildungsstand zusammen. Je höher die Bildung, desto 
geringer der Raucheranteil, was ja auch irgendwie logisch ist.

von Kommunikation (Gast)


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Ich bin auch Raucher und gehe über den Tag verteilt vlt. 4 mal runter 
vor die Tür.

Sehe das aber auch nicht als "unfair" an oder so. Relativ oft gehen mit 
mir Kolleg:innen aus benachbarten Abteilungen mit mir runter mit denen 
man im Alltag nicht so viel zu tun hat und man erfährt dann gerne mal 
Abteilungsübergreifend was so in der Firma abgeht.

von Georg M. (g_m)


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Alfred schrieb:
> Erst wird Alhohol im Büro verboten, dann das Rauchen. Wenn jetzt auch
> noch Sex im Büro  verboten wird, dann kündige ich!

Big Train - Work Place W@nking
(vor 14 Jahren)
https://www.youtube.com/watch?v=VKH9ECC_Qa4

von Percy N. (vox_bovi)


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Bernd W. schrieb:
> und die anderen haben für den Rest des Lebens immer irgendwelche
> Entzugserscheinungen

Das kann ich nicht bestätigen. Die körperlichen Entzugserscheinungen 
dauern nur ein paar Tage (die allerdings weniger angenehm sind), und 
nach etwa zwei Wochen merkt man, dass die Anwandlung, gerade jetzt eine 
zu qualmen, hauptsächlich situativ bedingt ist, weil man sich selbst 
jahrelang entsprechend konditioniert hat.

von Walter (Gast)


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Urlauber schrieb:
> Meine Arbeitskollegen gehen immer mal schnell eine rauchen. Ich bin
> Nichtraucher, also werde ich nicht gefragt und arbeite solange weiter….

Das solltest Du auch! Denn als Nichtraucher wirst Du nie die Effizienz 
und Genialität der Raucher erreichen.

Also arbeite mal schön - pausenlos - und erfreue Dich an Dir selbst, 
Deiner Disziplin usw.

von Alf (Gast)


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Kommunikation schrieb:
> Sehe das aber auch nicht als "unfair" an oder so. Relativ oft gehen mit
> mir Kolleg:innen aus benachbarten Abteilungen mit mir runter mit denen
> man im Alltag nicht so viel zu tun hat und man erfährt dann gerne mal
> Abteilungsübergreifend was so in der Firma abgeht.

Also noch ein Punkt wodurch sich Raucher einen unfairen Vorteil 
verschaffen.

von Nichtraucher (Gast)


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Raucher sind nach wissenschaftlicher Definition schwerst
Suchtabhängige! ICD-10 F 17.0 … F 17.9

https://www.icd-code.de/icd/code/F17.2.html

Tabakwaren kosten mittlerweile richtig viel Geld durch heftige
Besteuerung. Steuermilliarden, die der Staat ganz selbstverständ-
lich und gewissenlos einstreicht.

PS   Mein Vater rauchte Zigaretten der Marke Overstolz. Hinsichtlich
Schadstoffgehalten eine überaus schwere Dreckschleuder. Im Alter von
55 Jahren erkrankte er dann – nicht überraschend - an Kehlkopfkrebs.

von klausi (Gast)


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APW schrieb:
> Ist rund 20 Jahre her: Ich hatte 3 Kollegen im Zimmer, die waren alle
> Raucher, machten aber keine Raucherpause, sondern rauchten während der
> Arbeit. Als nichtmilitanter Ex-Raucher hätte ich jeweils 1-2 Zigaretten
> toleriert, aber die lagen so Faktor 3..5 drüber.
> Ehrlich gesagt, so ein Hauch Zigarettenrauch in der Luft finde ich nicht
> unangenehm, aber das damals war far too much. Gelegentlich kam der Chef
> kurz rein, um sich seine Zigarillos mit dem Heißluftgebläse anzuzünden.
> Ein Raucherparadies.

Haha, das klingt genial. Hast du noch Kontakt mit diesen Ex Kollegen/ Ex 
Chef? Leben die noch?

Wo gibt es eigentlich handfeste Studien dass Rauchen die Lebenszeit 
verkürzt? Dass es (ggf.) verschiedene Krebsarten verursachen kann, ist 
klar,  wie wir gelesen haben.
Aber ich habe den Eindruck,  von einigen Rauchern, dass die auch ohne 
Probleme 80+ werden können.

Rainer Z. schrieb:
> Ich kenne viele Handwerker und kann mich an die Baustellen vor 30...40
> Jahren erinnern. Was wurde da gefeiert! Alle haben sie mitgemacht, die
> Maurers, die Zimmerleuts, die Elektriker, einfach alle
Ja genau,  kenn ich auch,  Standard war in ner Schicht im Stahlwerk wos 
heiss war, mal eine Kiste mit dem Kollegen geleert zu haben.  Viel Durst 
gabs damals!

Rainer Z. schrieb:
> Deshalb meine anfängliche Verwunderung hier über die vielen Raucher. Da
> lebe ich in einer anderen Welt.

Mich verwundert eher, warum heute sowenig rauchen.  Damals auch im 
Schulhof, war das schon noch cool, sich als 14-jähriger eine Kippe 
anzuzünden.  Ja, das war die coole Gang.  Dann im Büro,  Zigarre beim 
Chef, Vater 2 Packungen am Tag, Marlboro, alles ganz normal.

Gratis Tipp für heute: wenn jemand neidisch ist auf eine Rauchpause: 
einfach selbst anfangen, somit ist das Problem erledigt.  Ansonsten habt 
ihr ja sicher auch Kaffeeküche, redet mal mit jemandem etc. Dauernd 8h 
konzentriert sein geht eh nicht.

von klausi (Gast)


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Nichtraucher schrieb:
> PS   Mein Vater rauchte Zigaretten der Marke Overstolz.

Noch nie gehört: habs jz auf Wikipedia gelesen. Interessant.. deutscher 
Markt 1945-49, Kölner Manufaktur,  mit 10mg Teer eine der stärkeren..

Hab nix gegen Raucher / Zigaretten etc. Aber einen Joint finde ich immer 
noch besser!

von Zocker_59 (Gast)


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> von klausi (Gast)
> 10.07.2021 19:37

> > Nichtraucher schrieb:
> > PS   Mein Vater rauchte Zigaretten der Marke Overstolz.

> Noch nie gehört:

Meiner hat Lasso geraucht, hast du auch noch nicht gehört.

Waren etwa fünf mal so stark wie Rothändle. Die hast du nur mit einer 
Sprengstofferlaubnis im Waffengeschäft kaufen können.

Hatte den Blechgurt des MG-34 mit Kippen bestückt und eine an der 
anderen angemacht. Durfte den Titel " halbautomatischer Repetierraucher 
" führen.

Ist keine 50 geworden, da waren die Adern zu mit Teer.

Ich habe in meinem ganzen Leben noch keine Kippe angerührt.

von Rainer Z. (netzbeschmutzer)


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Hallo Nichtraucher und Zocker_59,

ich bin selber Nichtraucher und zwar ein entschiedener. Ich mag es 
nicht, wenn in meiner Nähe - das können 20 Meter sein, auch draußen - 
jemand eine Zigarette anzündet.

Das Schicksal eurer Väter geht mir dennoch nahe, vor allem weil ihr ein 
Alter eurer Väter genannt habt, welches beinahe meinem Alter entspricht. 
So blöd es klingt, es war eine andere Zeit, die Tabak-Lobby hatte 
leichtes Spiel. So wurden mit gezielter Werbung bereits Jugendliche 
lebenslang zu abhängigen Rauchern gemacht.

Euren Vätern trifft keine Schuld.

Angesichts der heutigen sehr intensiven Aufklärungskampagnen bin ich 
allerdings versucht, Rauchern in der Gegenwart einen Vorwurf zu machen. 
Nicht, weil sie ihrer eigenen Gesundheit schaden. Das dürfen sie. Aber 
weil sie rücksichtslos ihre Mitmenschen belästigen und ihnen schaden. 
Und ja, das tun sie. Der Typ "rücksichtsvoller Raucher" ist selten, fast 
ein Ammenmärchen.

Ihr Nichtraucher, bleibt gesund.

von Der schreckliche Sven (Gast)


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IGM schrieb:
> Was ist auch nicht fair finde sind die ständigen Pinkel-Pausen der
> Kollegen....
> Bin bestimmt nicht der einzige der zu dem Thema eine starke Meinung hat!

Genau, das sollte auch mal thematisiert werden. Diese Kerle wissen seit 
Jahren, daß sie  Prostatabeschwerden oder Steine in der Blase haben, 
haben aber null Bock, deswegen zum Arzt zu gehen. Lieber verbringen sie 
Stunden des Tages am Pissoir, vielleicht darauf hoffend, daß jedes 
Tröpfchen auch ein Tröpfchen Inspiration bringt.

von Phasenschieber S. (phasenschieber)


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....und während sie sich jedes Tröpchen mühsam abpressen, was Zeit in 
Anspruch nimmt, schauen sie gelangweit in der Gegend rum und merken 
nicht, daß jeder Tropfen der Gravitation folgend, also nicht die 
vorausgeplante Flugbahn einhaltend, auf den Schuhen landet.

Also, schau dir die Schuhe deiner Kollegen genauer an, dann weisse 
Bescheid.

von Joachim B. (jar)


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Prohaska schrieb:
> Cool waren die Zeiten

der Kommisar, immer gequalmt
https://bilder.wunschliste.de/gfx/pics/1200/Der-Kommissar.jpg.jpg
und oft mit Schnaps in der Amtsstube

von Rainer Z. (netzbeschmutzer)


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Und Fernseh-Talkshows. Einer qualmte Kette neben dem anderen.

Früher war eben doch nicht alles besser.

von Framulestigo (Gast)


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Rainer Z. schrieb:
> Angesichts der heutigen sehr intensiven Aufklärungskampagnen bin ich
> allerdings versucht, Rauchern in der Gegenwart einen Vorwurf zu machen.
> Nicht, weil sie ihrer eigenen Gesundheit schaden. Das dürfen sie. Aber
> weil sie rücksichtslos ihre Mitmenschen belästigen und ihnen schaden.
> Und ja, das tun sie. Der Typ "rücksichtsvoller Raucher" ist selten, fast
> ein Ammenmärchen.
Mal zur Unterscheidung zwischen "etwas riechen" und "passiv rauchen":
Wenn ich ne Fleischwurst mit ordentlich Knobi fresse, glaubst Du, Du 
wirst gesünder, wenn Du das riechst?

von Joachim B. (jar)


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Rainer Z. schrieb:
> Früher war eben doch nicht alles besser.

doch, oft viele Chefs, Trinkgelder und Mieten, der Strompreis, der 
Benzinpreis, das Nettogehalt zur Kaufkraft.

von Walter (Gast)


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Rainer Z. schrieb:
> ich bin selber Nichtraucher und zwar ein entschiedener. Ich mag es
> nicht, wenn in meiner Nähe - das können 20 Meter sein, auch draußen -
> jemand eine Zigarette anzündet.

20 Meter?

Ein klein wenig gestört bist Du aber schon irgendwie

von Manfred (Gast)


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Urlauber schrieb:
> Meine Arbeitskollegen gehen immer mal schnell eine rauchen.

Wer solche Kollegen hat, braucht keine weiteren Feinde.

Beitrag #6753417 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #6753427 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Percy N. (vox_bovi)


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Walter schrieb:
> 20 Meter?
> Ein klein wenig gestört bist Du aber schon irgendwie

20 Metwr mag ein wenig viel erscheinen, aber nachdem ich endlich 
erfolgreich aufgehört hatte zu qualmen (und ich war Norddeutscher 
Meister im Aufhören, ich hatte zuvor jeden Tag mindestens 50 Mal mit 
Roth-Händle aufgehört), habe ich mich tatsächlich mitunter geschämt, 
wenn mir jemand enrgefenkam, der schon auf acht Meter nach Qualm stank, 
obwohl er gerade überhaupt  nicht rauchte. Ich habe mir dann ausgemalt, 
wie ich früher gestunken haben muss.

Eine qualmende Zigarette trägt gelegentlich erstaunlich weit, je nach 
Wetterlage.

von Rainer Z. (netzbeschmutzer)


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Walter schrieb:
> Ein klein wenig gestört bist Du aber schon irgendwie

Percy N. schrieb:
> Eine qualmende Zigarette trägt gelegentlich erstaunlich weit, je nach
> Wetterlage.

Die 20 Meter habe ich übertrieben, aber es ist wirklich, wie es Percy so 
treffend formuliert. Auffallend in freier Natur, also wohlbemerkt unter 
freiem Himmel, z.B. am Ufer eines Badesees. Da kann in größerer 
Entfernung jemand rauchen und es ist zu riechen! "Eine qualmende 
Zigarette trägt gelegentlich erstaunlich weit..."

von Joachim B. (jar)


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Walter schrieb:
> 20 Meter?
>
> Ein klein wenig gestört bist Du aber schon irgendwie

nicht wie die Amis, 500m auf einem offenen Bahnhof!
Ich war alleine am Ende und mir wurden Handzeichen gegeben OK zählte 
wohl als "öffentliches Gebäude" war 2001.

Also 500m auf dem Bahnhof verboten 10m vor dem Lokal erlaubt, da kann 
man nur mit Obelix antworten: "die spinnen". soll heute in Kalifornien 
ähnlich sein, selbst wo es nicht verboten ist muss man sofort seine 
Kippe ausmachen wenn einem Ami das nicht gefällt und da die Meisten 
Knarren tragen

von Rainer Z. (netzbeschmutzer)


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Joachim B. schrieb:
> wenn einem Ami das nicht gefällt und da die Meisten Knarren tragen

Ja, mal gut, dass ich am Badesee keine Knarre trage. Da hätten die 
Raucher nix zu lachen.

von A. S. (achs)


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Percy N. schrieb:
> Die körperlichen Entzugserscheinungen
> dauern nur ein paar Tage (die allerdings weniger angenehm sind), und
> nach etwa zwei Wochen merkt man, dass die Anwandlung, gerade jetzt eine
> zu qualmen, hauptsächlich situativ bedingt ist, weil man sich selbst
> jahrelang entsprechend konditioniert hat.

Das gilt für jene, die keinen körperlichen Vorteil durch Zigaretten 
haben. Die also "nur" angefangen sind, weil es cool war. Die wirklichen 
Raucher brauchen dann was anderes, z.B. Methylphenidat oder halt 
Pflaster.

von Phasenschieber S. (phasenschieber)


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Auf nach Neuseeland. Die wollen bis 2025 komplett rauchfrei werden.
Find´ ich gut.

Rauchen hat auch direkt etwas mit Bildung zu tun.
Nur leider kommen immermehr Menschen nach Dschland  welche 
"bildungsfern" sind, somit die Raucherquote ziemlich hoch gehalten wird.

Dazu kommt, daß Deutschland das einzige Land der EU ist, in dem noch 
Werbung für Tabak erlaubt ist.....und dreimal dürft ihr raten warum das 
so ist, weil ausgerechnet die Grünen gegen ein Verbot waren.

Auch auf die Gefahr hin, daß ich jetzt einen Shitstorm auslöse: Für mich 
gilt, je dümmer, desto rauch.

von M. W. (elektrowagi78) Benutzerseite


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Trollerkenner vom Feinsten schrieb:
> Und was hindert dich daran auch 30 Minuten, auf den Tag verteilt, nach
> draußen zu gehen?
Nach einer Studie ist es so, dass auch die Nichtraucher Pausen machen. 
Das Gehirn macht das automatisch. Die laufen mehr auf Toilette, 
quatschen mehr in  der Kaffeküche und trinken häufiger einen Kaffee. Die 
Raucher machen am Ende nicht so sehr viel mehr Pausen. Alles völlig 
auszustempeln ist daher ungerecht. Sage ich als Nichtraucher !

> Vielleicht sind die Raucherkollegen insgesamt sogar effizienter wie Du,
> weil sie entspannter sind.
Nach Studien zufolge ist das nicht so. Raucher denken und arbeiten 
langsamer. Das merkt man am Vergleich, wenn welche anfangen oder 
aufhören. Allerdings ist es so, dass Raucher wenig Rücksicht mit sich 
selber nehmen und daher im Einzelfall angeblich dazu zeigen, stressigere 
Jobs anzunehmen und sich mehr ausbeuten zu lassen.

Nichtraucher achten generell mehr auf Freizeit, Ausgleich und auch 
Ernährung. D.h. der Raucher ist eher der, der mal schnell was in sich 
reinstoft und die Mittagspause dem Job opfert. Daher kommen verinzelt 
die Vorstellungen, Raucher arbeiten effektiver.

Dem ist nachgewiesener Weise nicht so.

Aber: Alle Arbeitnehmer haben ja einen individuellen Vertrag und werden 
nach Leistung bezahlt. Wer mehr leitet, weil er fitter ist, mehr 
arbeitet, effektiver arbeitet oder keine Pausen macht, der bringt auch 
mehr im Job und kann auch mehr fordern.

Soweit die Theorie!

Die Praxis ist nach meiner Beobachtung die, dass Raucher 
zusammenstellen, daher geselliger angesehen werden, mehr Kontakte in der 
Firma haben und somit eher aufsteigen.

Pausen machen kann sich also lohnen! Daher rate ich den Nichtrauchern, 
sich immer einen Nichtraucherchef zu suchen und mit dem Essen zu gehen. 
Hat man einen Raucher-Chef, dann sich dazustellen und was trinken. Dann 
gehört man zur Gruppe und kann auch aufsteigen.

Sehr schlecht ist es daher für die Karriere, alle Zeit in die Arbeit zu 
stecken, wenige Pausen zu machen und sich fit zu halten und zu hoffen, 
dass es einer honoriert. Das lohnt nur als Selbständiger, der nach 
Ergebnis bezahlt wird. Deshalb habe ich beim Ingenieurbüro gekündigt und 
meinen Chef zurückgelassen, der einen rauchenden Kollegen zum Teamleiter 
gemacht hat und arbeite auf eigene Rechnung!

Ich mache Pausen so oft ich will und arbeite wie ich will. Alles zu 
meinen Gunsten. Keine profitiert mehr von meiner Effizienz.

von Manfred P. (pruckelfred)


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Phasenschieber S. schrieb:
> Dazu kommt, daß Deutschland das einzige Land der EU ist, in dem noch
> Werbung für Tabak erlaubt ist..

Das bezweifele ich.

Es ist seit Jahren eingeschränkt und wurde noch stärker begrenzt:
https://www.bundesregierung.de/breg-de/suche/tabakwerbeverbot-1766070

von Manfred P. (pruckelfred)


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Liebe Moderatoren -

nun wurde dieser Thread auf angemeldete Benutzer beschränkt, was soll 
der Scheiß?

Das Ding gehört nach Offtopic oder dev-null.

von Serge W. (musikfreund)


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Also gefühlt rauchen heute weniger Leute als noch vor 30 Jahren. Oder 
ich umgebe mich automatisch mit Nichtrauchern.

Als ich damals vor 23 Jahren aufgehört habe (auch um als werdender Vater 
meinen Kind/ern ein Vorbild zu sein) kam auch mein Geruchssinn zurück. 
Da kann ich Percy und Rainer zustimmen, ich rieche einen Raucher auch 20 
Meter gegen den Wind, auch wenn er keine Kippe an hat. Das sitzt 
überall, in den Haaren, Kleidung etc.

Zum Glück sind in meiner Familie alles Nichtraucher. Was mich eher 
ärgert, ist die Zigarettenwerbung. Die ist zwar auf Plakate und 
Printmedien beschränkt, das HB-Männchen aus der Fernsehwerbung gibts 
schon lange nicht mehr... aber muss man ausgerechnet Zigarettenwerbung 
an den Bushaltestellen des örtlichen Gymnasiums aufhängen? Da steigen 
nur Schüler ein und aus, also das braucht es nicht :/

von Serge W. (musikfreund)


Angehängte Dateien:

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Phasenschieber S. schrieb:
> Auf nach Neuseeland. Die wollen bis 2025 komplett rauchfrei werden.
> Find´ ich gut.
>
> Rauchen hat auch direkt etwas mit Bildung zu tun.
> Nur leider kommen immermehr Menschen nach Dschland  welche
> "bildungsfern" sind, somit die Raucherquote ziemlich hoch gehalten wird.

Hier im Anahng mal die Zigarettenpreise weltweit. Quelle: Statista, 2019

GN, Serge

: Bearbeitet durch User
von Bernd W. (berndwiebus) Benutzerseite


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Hallo klausi.

klausi schrieb:

> Aber ich habe den Eindruck,  von einigen Rauchern, dass die auch ohne
> Probleme 80+ werden können.

Natürlich. Ist reine Statistik. Es gibt auch Leute, die überleben einige 
Runden Russisch Roulette. Es ist nur nicht genau vorhersagbar wer, und 
vor allem sind es nur wenige.
Darum ist die beste Gewinnstrategie bei Russisch Roulett immer noch die 
Vermeidungsstrategie.


> Ja genau,  kenn ich auch,  Standard war in ner Schicht im Stahlwerk wos
> heiss war, mal eine Kiste mit dem Kollegen geleert zu haben.  Viel Durst
> gabs damals!

Bei Thyssen gab es überall Automaten, an denen man kostenlos gekühltes 
Wasser, wahlweise ohne oder mit verschiedenen Geschmackszusätzen ziehen 
konnte.
Speziell im Heissbetrieb waren dabei auch schwarzer Tee und leicht 
gesalzener schwarzer Tee. Gerade letzteres ist wichtig, wenn man ganze 
Schichten bei 70 bis 80 Grad Umgebungstemperatur macht. Wasser- und 
Elektrolytverlust müssen gut Ausgeglichen werden.


> Mich verwundert eher, warum heute sowenig rauchen.  Damals auch im
> Schulhof, war das schon noch cool, sich als 14-jähriger eine Kippe
> anzuzünden.  Ja, das war die coole Gang.

Ich hab mit 10 oder 12 mal zwei züge an einer Zigarette gemacht. Ich 
fand dann, das schmeckte wie zu dicht am Lagerfeuer und hab es gelassen.

Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic
http://www.l02.de

von Bernd W. (berndwiebus) Benutzerseite


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Hallo Markus.

Markus W. schrieb:

> Nach einer Studie ist es so, dass auch die Nichtraucher Pausen machen.
> Das Gehirn macht das automatisch. Die laufen mehr auf Toilette,
> quatschen mehr in  der Kaffeküche und trinken häufiger einen Kaffee. Die
> Raucher machen am Ende nicht so sehr viel mehr Pausen. Alles völlig
> auszustempeln ist daher ungerecht. Sage ich als Nichtraucher !

Richtig.


> Nach Studien zufolge ist das nicht so. Raucher denken und arbeiten
> langsamer. Das merkt man am Vergleich, wenn welche anfangen oder
> aufhören. Allerdings ist es so, dass Raucher wenig Rücksicht mit sich
> selber nehmen und daher im Einzelfall angeblich dazu zeigen, stressigere
> Jobs anzunehmen und sich mehr ausbeuten zu lassen.

Da könnte die Kausalität umgedreht sein. Sie müssen sich mehr ausbeuten 
lassen, weil sie langsamer arbeiten. Die Wirkung von Nikotin kann 
(kurzfristig) Erschöpfungsgefühle aufheben.

> Nichtraucher achten generell mehr auf Freizeit, Ausgleich und auch
> Ernährung.

Auch hier sehe ich eher eine umgekehrte Kausalität. Leute mit besserem 
Körpergefühl und mehr Freizeit können sich den Ausgleich und die bessere 
Ernährung eher Leisten, und werden durch ihr Körpergefühl auch dazu 
gedrängt.

Leute, die immer an der Grenze ihrer Leistungsfähigkeit leben, verlieren 
Körpergefühl.

Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic
http://www.l02.de

von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Shorty schrieb:
> Kaffeepause?

Phasenschieber S. schrieb:
> Nimm doch einfach einen Dummy und gehe damit auch in die Raucherpause.
> Lutschst du einfach an einem Zigarettendummy. Fertich.

Einfach hinundwieder mit einer Kaffeetasse vom Typ Mehrweg zum Mitnehmen 
mitgehen, entgegen der Windrichtung positionieren und mitdiskutieren.

von Walter K. (walter_k488)


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Bevor eine Gesellschaft sich die Köpfe heiß redet ob und wie wir Raucher 
nun diszipliniert werden - schlage ich vor, zuerst den Alkohol zu 
bekämpfen!
Die volkswirtschaftlichen Schäden durch Alkohol sind um Vielfaches höher 
- als die Schäden durch Nikotin!
Immerhin geschieht mehr als jede 3. Gewalttat unter Alkoholeinfluss!
Alkohol zerschlägt soziale Strukturen - und verursacht unendliches Leid 
in Familien, wenn eines von deren Mitgliedern abhängig wird!
Auf einfache und schnelle Abfrage listet Jameda knapp 500 
Entzugskliniken in der BRD! Und das dürften ja bei weitem nicht alle 
sein.
Aber wir leben ja in einem Land mit „Weinministern“ in diversen 
Bundesländern - und jede Menge Spinner, die Alkoholkonsum als Kultur 
darstellen!
Gut, das ist jetzt nicht Mainstream … deshalb lieber auf die Raucher 
einprügeln!

von Phasenschieber S. (phasenschieber)


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Walter K. schrieb:
> schlage ich vor, zuerst den Alkohol zu
> bekämpfen!

Ganz typisches Ablenkmanöver von Süchtigen, einfach auf andere zeigen.

Ein ganz bedeutender Unterschied aber ist, daß der Säufer mich nicht in 
meiner Gesundheit tangiert, der Raucher aber doch....und weil das so 
ist, geht es mich auch etwas an.

von Walter K. (walter_k488)


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Phasenschieber S. schrieb:
> Ein ganz bedeutender Unterschied aber ist, daß der Säufer mich nicht in
> meiner Gesundheit tangiert, der Raucher aber doch....und weil das so
> ist, geht es mich auch etwas an.

Dann wünsche ich Dir immer Gute Fahrt mit dem Auto - und nur nüchterne 
Teilnehmer am Straßenverkehr, die Deine Fahrten tangieren!

von Senf D. (senfdazugeber)


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Walter K. schrieb:
> Bevor eine Gesellschaft sich die Köpfe heiß redet ob und wie wir Raucher
> nun diszipliniert werden - schlage ich vor, zuerst den Alkohol zu
> bekämpfen!

Meine Unterstützung hast du dafür jedenfalls nicht! Der maßvolle Genuss 
alkoholischer Getränke ist kaum gesundheitsschädlich und wertet die 
eigene Lebensqualität auf, insbesondere bei geselligen Zusammenkünften 
mit anderen Menschen. Ich bin genauso gegen ein Alkoholverbot wie ich 
für die Legalisierung von Cannabis bin. Überlässt es doch bitte den 
Menschen selbst, die wissen schon in der Mehrzahl, was gut ist für sie 
und was nicht.

von Walter K. (walter_k488)


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Senf D. schrieb:
> Meine Unterstützung hast du dafür jedenfalls nicht! Der maßvolle Genuss
> alkoholischer Getränke ist kaum gesundheitsschädlich und wertet die
> eigene Lebensqualität auf, insbesondere bei geselligen Zusammenkünften
> mit anderen Menschen.

Ich geh jetzt mal auf Terrasse eine rauchen - und denke mal darüber 
nach, welchem pathologischen Hintergrund es haben könnte, wenn für 
jemand die Lebensqualität durch Alkohol gesteigert wird.

von Percy N. (vox_bovi)


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Phasenschieber S. schrieb:
> Ein ganz bedeutender Unterschied aber ist, daß der Säufer mich nicht in
> meiner Gesundheit tangiert,

sofern er guter Laune und freundlicher Stimmung ist, wenn er Dir 
alkoholisch enthemmt begenet.

Blöd werden kann es zB dann, wenn er gerade verdamnt schlechte Laune 
hat, weil ihm die Zigaretten ausgegangen sind ...

von Phasenschieber S. (phasenschieber)


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Amüsant, wie sich hier Betroffene winden um sich rein zu waschen.
Da kommen sie vom Kuchenbacken zum A...schbacken.

Daß es völlig sinnlos ist, mit Betroffenen darüber zu diskutieren, hat 
jeder Nichtraucher schonmal erfahren.

Zur eigenen Beruhigung hat dann auch jeder Raucher noch einen 
90-100jährigen im Bekanntenkreis, der sein Leben lang geraucht hat.

Na dann...gut Zug  😍

von Senf D. (senfdazugeber)


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Walter K. schrieb:
> Ich geh jetzt mal auf Terrasse eine rauchen - und denke mal darüber
> nach, welchem pathologischen Hintergrund es haben könnte, wenn für
> jemand die Lebensqualität durch Alkohol gesteigert wird.

Tu das ruhig. Ich möchte in meinem Leben jedenfalls nicht komplett auf 
einen maßvollen Konsum von alkoholischen Getränken verzichten müssen. 
Andere Menschen haben dadurch auch definitiv keine Nachteile.

: Bearbeitet durch User
von Kara B. (Firma: ...) (karabenemsi)


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Senf D. schrieb:
> ch bin genauso gegen ein Alkoholverbot wie ich
> für die Legalisierung von Cannabis bin.

Ach so: Alkohol gut, Cannabis böse.

Senf D. schrieb:
> Überlässt es doch bitte den
> Menschen selbst, die wissen schon in der Mehrzahl, was gut ist für sie
> und was nicht.

Warum gilt das jetzt nur für Alkoholiker und Raucher und nicht für 
Kiffer?

von Percy N. (vox_bovi)


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Kara B. schrieb:
> Warum gilt das jetzt nur für Alkoholiker und Raucher und nicht für
> Kiffer?

Zu welcher dieser Gruppen muss man gehören, um Deine Verständnisschwäche 
zu entwickeln?

von Senf D. (senfdazugeber)


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Kara B. schrieb:
> Senf D. schrieb:
>
>> ch bin genauso gegen ein Alkoholverbot wie ich
>> für die Legalisierung von Cannabis bin.
>
> Ach so: Alkohol gut, Cannabis böse.

Dein Leseverständnis ist offenbar nicht sehr gut ausgebildet. Alkohol 
gut, Cannabis gut, aber bitte alles nur in Maßen genießen.

von Percy N. (vox_bovi)


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Walter K. schrieb:
> Ich geh jetzt mal auf Terrasse eine rauchen - und denke mal darüber
> nach, welchem pathologischen Hintergrund es haben könnte, wenn für
> jemand die Lebensqualität durch Alkohol gesteigert wird.

Taufe und Erstkommunion?

von DANIEL D. (hiege) Benutzerseite


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Also ich habe mir da ehrlich gesagt noch nie Gedanken gemacht.

Weil wie hier einige Leute schon erwähnt haben, andere Faktoren viel 
eher bestimmen wie effizient jemand arbeitet. Es ist ohne Probleme 
möglich die Arbeit von einem Tag auf drei vier Tage auszudehnen, und 
umgekehrt. Und genau sowas passiert andauernd.

Also wenn es Unmut gegenüber Kollegen gibt dann deswegen, und nicht weil 
sie rauchen oder zu lange kacken oder sonst irgendwas. Und besonders 
dann wenn man sagt wie sie es besser machen können, sie es aber dann 
nicht annehmen, und am Ende ihr Werk überflüssig ist, und sie es dann 
doch so machen müssen wie man es anfangs vorgeschlagen hat, weil es ja 
anders gar nicht funktioniert.

Und ich wäre auch der Meinung dass man eher Alkohol verbieten sollte und 
Cannabis erlauben sollte. Weil letzteres tötet nicht so viele Menschen, 
und lässt sich sogar medizinisch als medikament einsetzen. Oder 
zumindestens sollte man Cannabis erlauben. Mittlerweile fangen sie an 
das Cannabis mit künstlichem THC zu strecken welches viel gefährlicher 
ist wie das normale. Auf sowas habe ich persönlich keinen Bock, und wenn 
es legal wäre könnte man sich ordentliches Zeug irgendwo in der Apotheke 
kaufen und den Abend mal entspannen. Aber nein man muss ja den Markt den 
kriminellen überlassen die irgendeine Scheiße veranstalten. Super.

von Serge W. (musikfreund)


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Also, soweit ich den "Senf" verstanden habe, ging es um maßvollen 
Alkoholkonsum. Ich trinke auch gerne mal am Wochenende oder beim Grillen 
ein Glas guten Rotwein. Wie gesagt, ein Glas.

Damit gefährde ich weder meine Gesundheit, noch die von anderen. Zum 
Kiffen und anderen Drogen kann ich mich nicht äußern, da mir die 
Erfahrung fehlt.

Die Dosis bestimmt das Gift. Wer sich täglich eine Flasche Wodka in den 
Kopf stellt, hat wohl andere Probleme...

Aus diesem Grund wurde ja bei uns in der Firma der Alkoholkonsum 
verboten. Nicht wegen eines Feierabendbieres mit Kollegen, sondern wegen 
der Idioten, die es maßlos übertrieben haben und somit zur Gefahr für 
sich und andere wurden. Steht ja weiter oben schon.

Ich hab auch nichts gegen Raucher, manche können schlicht nicht 
aufhören. Ich bin nur froh, dass ich nicht mehr zu diesem Kreis gehöre.

Grüße, Serge

von Rick M. (rick-nrw)


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Trollerkenner vom Feinsten schrieb:
> Wenn Du ein guter Kollege wärst würdest Du die Arbeit der Kollegen
> mitmachen, anstatt hier rumzujammern.
>
> Und was hindert dich daran auch 30 Minuten, auf den Tag verteilt, nach
> draußen zu gehen?
>

Stelle Dich mit dazu und trinke dabei eine Tasse Kaffee oder Tee oder 
... .

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