Forum: Offtopic Ist der Energie- Um- Ausbau wirklich so Klimaneutral


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von Fred R. (fredylich)


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Ist der Energie- Um- Ausbau wirklich so Klimaneutral

Zu verheerenden Überschwemmungen in Deutschland
Ursache, soll der von den Menschen allein verursachten CO² Anstieg sein, 
der soll ja die Hauptursache für eine Klimaerwärmung auf der Erde sein 
und somit der Auslöser  für so ein Unheil das nur der Anfang ist, wird 
in den bekannten Medien ständig vermittelt.
Das Klima wird doch vom Wetter gestaltet und dies von der Natur.

Nun zur technischen Frage. Sind die Windkraftanlagen nicht ein 
gewaltiger Eingriff in die Natur?

Hier mal der Anlass meiner Frage:
Der Northeim-Newsletter
Windräder haben nach den Worten von Wissenschaftlern durchaus einen 
Einfluss auf das Wetter. Allerdings ist dieser nicht so eindeutig, wie 
manche glauben.
© Frank Rumpenhorst/dpa

Windkraftanlagen sind umstritten. Die Auswirkungen des von ihnen 
ausgehenden Infraschalls, der Schattenwurf der Rotoren, Lärm und dass 
sie die Landschaft verschandeln, sind die Argumente, die gegen sie ins 
Feld geführt werden.

Northeim – In einem Leserbrief zum Wetter im Landkreis Northeim haben 
die Redaktion weitere Vermutungen erreicht, welche Wirkungen 
Windkraftanlagen haben können: Windräder bremsten den Wind und die 
Regenwolken. Außerdem würden Regenwolken durch die Rotoren regelrecht 
geschreddert, mit der Folge, dass weniger Regen falle.
Mit diesen Thesen haben wir Wissenschaftler konfrontiert. Deren 
gesammelten Auskünfte hier nun in Fragen und Antworten:
Haben Windkraftanlagen Einfluss auf Wolken?
Die Umströmung von Windparks kann nach den Worten von Dr. Astrid 
Lampert, Atmosphärenphysikerin am Institut für Flugführung der TU 
Braunschweig, Einfluss auf Wolken haben.   In seltenen Fällen, bei sehr 
hoher Luftfeuchte nahe 100 Prozent können die Rotoren diese Luft 
anheben. Durch die damit verbundene Abkühlung können in Windparks dann 
Wolken entstehen.
Wie heben Windkraftanlagen Luftschichten an?
Nach den Worten von Dr. Detlev Heinemann, Meteorologe bei Forwind, 
verursachen die Rotoren Turbulenzen. Das könne zu einer Durchmischung 
unterschiedlicher Luftschichten führen – und damit unter Umständen zu 
Wolkenbildung führen.
Wie aber die Turbulenzen insgesamt die Menge der Bewölkung beeinflusst, 
sei bisher nicht genau untersucht. „Im Mittel bleibt es, wie es ist“, 
vermutet der Meteorologe. Denn je nach Witterungsverhältnissen sei durch 
die Turbulenzen sowohl eine stärkere als auch eine geringere 
Wolkenbildung denkbar.
Wie groß ist der Effekt auf das Wetter durch die Windkraftanlagen?
Einen großflächigen Effekt gibt es nach den Worten von Heinemann selbst 
bei Windparks mit dicht zusammenstehenden Anlagen nicht. „Dass das 
regionale Klima damit beeinflusst wird, ist unwahrscheinlich“, sagt er.
Haben Windkraftanlagen Einfluss auf die Windgeschwindigkeit?
„Windkraftanlagen entziehen der Atmosphäre Energie, die in Strom 
umgewandelt wird“, erläutert Dr. Lampert. Je nach der Rauigkeit der 
Oberfläche und nach der Durchmischung der Atmosphäre sei der Effekt sehr 
schnell wieder verschwunden, oder über einen längeren Bereich sichtbar.
Eine Extremsituation seien dabei Offshore-Windparks. Wenn die Atmosphäre 
stabil geschichtet ist, also wärmere Luft vom Land über die kühle 
Meeresoberfläche strömt, werde die Windgeschwindigkeit direkt hinter 
Windparks auf bis zu 70 Prozent reduziert.   Erst 50 Kilometer weiter 
habe sich die Windgeschwindigkeit wieder auf 95 Prozent erholt. Bei gut 
durchmischter Atmosphäre dagegen erreicht die Windgeschwindigkeit schon 
nach 5 bis 20 Kilometern wieder 95 Prozent. Über Land ist nach Lampert 
dieser Effekt noch schneller verschwunden. (Olaf Weiss)
Nun schaut euch mal auf der Deutschlandkarte an wo die neuen 
Zonengrenzen(Windparks) entstehen. Dazu kommen noch die riesigen PV- 
Anlagen auf ehemaliges Ackerland, die die Sonnenwärme nicht mehr im 
Erdreich für die Nacht speichern, sondern man sieht es flackern wie 
Hitze in die Atmosphäre steigt, ist ja für die Stromerzeugung nur 
Abwärme.
Nach dem ich auch noch dies gelesen habe, zweifle ich an mein 
Verständnis.
Eine neue Studie von Wissenschaftlern des Max-Planck-Instituts für 
Biogeochemie in Jena, gerade erschienen in den Proceedings of the 
National Academy of Sciences, USA, senkt diese Erwartung für die 
großflächige Energiegewinnung mit Windparks erheblich.
Zitat:
Die Autoren der Studie bestimmten, wieviel Energie sich bestenfalls aus 
Windkraft erzeugen lässt und wie sich dies auf die Effizienz jeder 
einzelnen Windkraftanlage auswirkt. Jede Windkraftanlage entzieht dem 
Wind Energie, sodass viele Anlagen großräumig zu verringerten 
Windgeschwindigkeiten in der Atmosphäre führen sollten. Dieser Effekt 
geht über den Windschatten hinter jeder einzelnen Anlage hinaus. Die 
langsamere Windgeschwindigkeit verringert dann die Energieerzeugung 
jeder einzelnen Windkraftanlage.
Zitat Ende:

Die Studie wurde online im Wissenschaftsjournal “Proceedings of the 
National Academy of Sciences, USA” am 14.November 2016 veröffentlicht.

Mit freundlichen Grüßen
fredred

: Gesperrt durch Moderator
von Gerald K. (geku)


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Der Klimawandel lässt sich bei Beibehaltung des Wohlstandes nur mit 
einer geringeren Weltbevölkerung stoppen, falls es überhaupt noch 
möglich ist. Der Ausstieg aus der Kernenergie, zum jetzigen Zeitpunkt, 
war absolut kontraproduktiv.

von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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Fred R. schrieb:
> Jede Windkraftanlage entzieht dem
> Wind Energie, sodass viele Anlagen großräumig zu verringerten
> Windgeschwindigkeiten in der Atmosphäre führen sollten.

Das tut aber auch jeder Baum (und übrigens auch jedes Haus). Wer mit 
solchen Argumenten gegen den Ausbau von Windkraft argumentiert, vergisst 
die Kehrseite der Medaille - was passiert, wenn die Energie eben nicht 
durch Windkraft erzeugt wird? Wer verzichtet freiwillig auf elektrischen 
Strom?

von Gerald K. (geku)


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Und was machen wir in der Nacht bei Windstille? Speicherkraftwerke?

von Reinhard S. (rezz)


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Gerald K. schrieb:
> Der Klimawandel lässt sich bei Beibehaltung des Wohlstandes nur mit
> einer geringeren Weltbevölkerung stoppen, falls es überhaupt noch
> möglich ist. Der Ausstieg aus der Kernenergie, zum jetzigen Zeitpunkt,
> war absolut kontraproduktiv.

Also lieber durch Verstrahlung als durch den Klimawandel zu Schaden zu 
kommen?

von DANIEL D. (hiege) Benutzerseite


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Also ich bezweifle dass der Einfluss wirklich groß ist, aber Untersuchen 
finde ich sollte man das schon alles. Der Teufel ist bekanntlich ein 
Eichhörnchen.

von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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Reinhard S. schrieb:
> Also lieber durch Verstrahlung als durch den Klimawandel zu Schaden zu
> kommen?

Klingt doch nach einer Alternative :-P
Die Lebensdauer unserer KKW (Herstellergarantie) ist meist schon 
überschritten, das ist maroder Industriemüll. Kann also gut klappen mit 
der Verstrahlung. Die Kastoren parken wir dann bei Gerald.

von Gerald K. (geku)


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Reinhard S. schrieb:
> Also lieber durch Verstrahlung als durch den Klimawandel zu Schaden zu
> kommen?

Nein.

Aber längere Auslaufzeiten und keine neuen AKW. Jetzt bauen die 
ehemaligen Ostblockstaaten ein AKW nach dem Anderen (ich habe mehr 
vertrauen zu Deutschen AKWs).

Ab 2035 (in 14Jahre!!!) dürfen, laut EU, keine PKWs mit 
Verbrennungsmotoren gebaut werden. Woher beziehen wird den Strom für die 
Ladestationen? Aus dem Osten.

Deutschlands Industrie stellt die Produktion auf Elektrofahrzeuge um, 
die Nachbarn im Osten stocken ihre Atomkraftwerke auf und machen das 
Geschäft. Oder glaubt wer, **alle** PKWs lassen sich nur mit Sonnenstrom 
und Windenergie alleine laden.

von Gerald K. (geku)


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Matthias S. schrieb:
> Die Kastoren parken wir dann bei Gerald.

Mir reicht die zukünftige Bestrahlung aus dem Osten. Chernobyl und 
Nachfolger stehen schon vor der Tür.

: Bearbeitet durch User
von Gerald K. (geku)


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Matthias S. schrieb:
> Die Lebensdauer unserer KKW (Herstellergarantie) ist meist schon
> überschritten

Und wie sieht es in Frankreich aus. Strahlung kennt, wie die EU, keine 
Grenzen.

von Fred R. (fredylich)


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Matthias S. schrieb:
> Das tut aber auch jeder Baum (und übrigens auch jedes Haus). Wer mit
> solchen Argumenten gegen den Ausbau von Windkraft argumentiert, vergisst
> die Kehrseite der Medaille - was passiert, wenn die Energie eben nicht
> durch Windkraft erzeugt wird? Wer verzichtet freiwillig auf elektrischen
> Strom?

Okay,
Überall hört und liest man, so ein Extrem passiert, wenn die Wolken 
nicht schnell weiterziehen wie es halt so war als es nicht nur Bäume gab 
sondern auch Häuser. Betrachtet aber mal die Gebiete mit den 
neuzeitlichen Wetterlage und den Zeitraum der errichteten EE-Anlagen. 
Das sollte doch eine Frage Wert sein.
Bin schon Steinalt und hatte immer erschwinglichen und zu aller Zeit den 
wirklich nötigen Strom um Haus u. Hof ordentlich zu bewirtschaften.
Na ja bist wohl noch sehr jung und die Naturgesetze werden durch 
Politgesetze abgelöst.

von Ben B. (Firma: Funkenflug Industries) (stromkraft)


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Ich glaube das wichtigste daran ist, der Klimawandel ist ein globales 
Problem. Da kann das kleine Deutschland alleine überhaupt nichts dran 
ändern. Da muss man nur mal schauen wieviele Chinesen oder Inder es 
gibt, die Amerikaner sind auch nicht gerade für ihre Sparsamkeit 
bekannt. Also ob wir hier unsere letzten Kohlekraftwerke abschalten ist 
ein Tropfen auf den heißen Stein. Wenn das was bringen soll, dann 
müssten da alle Industrienationen mitziehen - ohne, daß Deutschland 
(nicht nur, bevor jemand meckert) das alles bezahlen muß.

Im Grunde stehen wir sowieso auf verlorenem Posten, sollte der 
Klimawandel daran schuld sein, daß solche Ereignisse immer häufiger oder 
schwerer werden, kommt die Erkenntnis mindestens 50 Jahre zu spät. Der 
Klimawandel wie heute ist ja da, das CO2 ist in der Atmosphäre und kommt 
da auch so schnell nicht wieder raus.

Mich ärgert daran immer nur wofür das alles... damit gemessen an der 
Weltbevölkerung ein paar Großindustrielle getrieben von ein paar 
Investoren sich so richtig fettfressen konnten. Gewinne privatisieren 
und Verluste/Schäden verallgemeinern, so funktioniert das. Und die 
Politik hat dank großzügiger Lobbyarbeit jede Kontrolle darüber 
verloren. Oder wer möchte mir gerne mal erklären warum beispielsweise 
ein schwedischer Großkonzern aus heimischer Braunkohle und deutschen 
Rekordstrompreisen profitiert? Oder wie ist das mit dem 
Verursacherprinzip im Hinblick auf den CO2-Ausstoß, wieso muß ich dafür 
bei meinem eigenen Auto zahlen und dann im Sinne der EEG-Umlage für die 
Großindustrie auch noch? Da könnte man sich jetzt so herrlich drüber 
aufregen, nur ändern kann man daran aktuell nichts.

Schönes Beispiel, gerade in den Nachrichten gesehen: BASF möchte wohl 
gerne eine Million Euro zur Beseitigung der Flutschäden spenden. Ich 
begrüße das sehr und meinen Dank hat BASF auch dafür. Aber auf der 
anderen Seite - was ist gemessen an diesem Ausmaß eine Million Euro? 
Davon kann ich einen winzigen Teil der zerstörten Infrastruktur 
wiederaufbauen oder evtl. 3..4 zerstörte Häuser wiederbeschaffen. Mehr 
nicht. Eine Million Euro klingt so viel, aber gemessen am Gesamtschaden 
geht die komplett in den Toleranzen unter.

Ob Windräder nun Regen verhindern oder den Wind abbremsen weiß ich 
nicht. Ich denke da ist so viel Energie im Wind und die Rotoren müssten 
eher Regen erzeugen anstatt ihn zu verhindern. Das sieht man manchmal 
auch bei Flugzeugen, die bei entsprechendem Wetter durch ihre Luftwirbel 
und damit verbundene Luftdruckunterschiede Kondensationskeime schaffen 
und kurze Regenschauer auslösen.

Und dann bleibt mir nur noch die Erwähnung meines alten 
"Herzensprojekts" wie mir hier viele unterstellen werden - Desertec. 
Damit würden sich zumindest für Europa die Energieprobleme lösen lassen, 
ganz ohne Kohlestrom und Kernenergie. Aber bis das umgesetzt wird, 
zahlen wir lieber noch für ein paar solcher Umweltkatastrophen. Sie sind 
leider einfach noch nicht teuer genug, damit Politik und Industrie mal 
aufwachen. Vielleicht wäre es ein guter Schritt, wenn Deutschland z.B. 
das für seinen Strombedarf selbst in die Hand nimmt - ohne 
mitverdienende Energiekonzerne. Auf lange Sicht würden wir als Volk 
damit wahrscheinlich weit günstiger wegkommen als wenn wir uns noch 
länger von Energieriesen abzocken lassen oder solche Umweltkatastrophen 
noch häufiger und schlimmer werden (wobei man wieder beachten muß, daß 
der Anteil Deutschlands da nicht der einzige ist und der Klimawandel 
nicht an Staatsgrenzen Halt macht).

von Gerald K. (geku)


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Fred R. schrieb:
> Naturgesetze werden durch Politgesetze abgelöst.

Für die Politik ist das Elektroauto klimaneutral. Woher der Strom zum 
Aufladen kommt wird nicht angedacht. Irgend einen Trick wie bei den 
Dieselabgasen wirds schon geben. Vielleicht heimliche Atomstromimporte.

von Gerald K. (geku)


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Ben B. schrieb:
> Im Grunde stehen wir sowieso auf verlorenem Posten, sollte der
> Klimawandel daran schuld sein, daß solche Ereignisse immer häufiger oder
> schwerer werden, kommt die Erkenntnis mindestens 50 Jahre zu spät. Der
> Klimawandel wie heute ist ja da, das CO2 ist in der Atmosphäre und kommt
> da auch so schnell nicht wieder raus.

Verhält sich wie mit dem Blutzucker. Wenn Handlungsbedarf ist, ist es 
meist zu spät.

von (prx) A. K. (prx)


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Gerald K. schrieb:
> Elektroauto klimaneutral

Hast ja schnell die Kurve zum Lieblingsgezänk des Forums gekriegt.

von Gerald K. (geku)


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Ben B. schrieb:
> Ob Windräder nun Regen verhindern oder den Wind abbremsen weiß ich nicht

Windräder entnehmen dem Wind Energie und zwar Bewegungsengergie. Die 
Frage ist nur, welche Auswerkungen damit verbunden sind.

Die Schäden der Überschwemmungen sind nicht nur dem Klimawandel 
geschuldet, sondern auch durch die ungehemmge Bodenversiegelung bedingt.

von (prx) A. K. (prx)


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Gerald K. schrieb:
> Verhält sich wie mit dem Blutzucker. Wenn Handlungsbedarf ist, ist es
> meist zu spät.

Wir können ja so lange warten, bis wir wirklich ganz genau wissen, was 
zu tun ist, bis wir alle Effekte kennen. Und dann zielgerichtet handeln. 
Blöd nur, dass uns Gaul Gaia bis dahin längst abgeworfen hat, wenn's 
stimmt.

: Bearbeitet durch User
von Patrick L. (Firma: S-C-I DATA GbR) (pali64)


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Ja ... wie ging das genau?
1.) Handeln
2.) Ahhh geht nicht
3.) Sche... Katastrophe
4.) der da war's
5.) HIIIILFEEEE alle müssen helfen sonst geht die Welt unter!

Oder habe ich da was falsch verstanden?

von Gerald K. (geku)


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Ben B. schrieb:
> Und dann bleibt mir nur noch die Erwähnung meines alten
> "Herzensprojekts" wie mir hier viele unterstellen werden - Desertec

Es reicht schon an versiegelden Flächen, wie Autobahnen und Gebäude, 
Solarstrom zu gewinnen. Dir Wüsten in Nordafrika sind für die hohen 
Investitionen politisch noch zu unsicher.

von (prx) A. K. (prx)


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Patrick L. schrieb:
> Oder habe ich da was falsch verstanden?

Nö. Einfach abwarten. Religiöse haben es da leichter. Ist Gottes Wille 
und der ist bekanntlich unergründlich. Glauben statt denken. Freilich 
haben schon damals nur wenige auf Noahs Arche gepasst.

: Bearbeitet durch User
von Gerald K. (geku)


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(prx) A. K. schrieb:
> Wir können ja so lange warten, bis wir wirklich ganz genau wissen, was
> zu tun ist, bis wir alle Effekte kennen. Und dann zielgerichtet handeln.
> Blöd nur, dass uns Gaul Gaia bis dahin längst abgeworfen hat, wenn's
> stimmt.

Rettung, für den Fall das es noch nicht zu spät ist, kann nur eine 
schlaue, kompetente Weltregierung bringen.

Die gibt es nicht, daher übernimmt die Natur die Problemlösung, 
Bevölkerungsreduzierung durch Seuchen und andere Katastrophen.Wie man 
sieht erhöht die Mutter Erde (Gaia) den Druck.

: Bearbeitet durch User
Beitrag #6759729 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #6759730 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Ben B. (Firma: Funkenflug Industries) (stromkraft)


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Hat irgend jemand Zahlen, wieviel Energie dem Wind durch Windräder 
entnommen wird? In den unteren Luftschichten findet ja sowieso eine 
Abbremsung des Windes an der Vegetation oder am Gelände statt, die 
Atmosphäre ist verglichen mit "ein paar Windrädern" riesig, die meiste 
Energie dürfte in höheren Luftschichten enthalten sein.

Ich glaube ja fast, daß die Energiewende seitens der eigentlichen Mächte 
(egal ob das nun Politik, Banken oder Großkonzerne oder alle drei 
zusammen sind) gar nicht gewollt ist. Ich habe z.B. keine finanzielle 
Möglichkeit, irgendwo ein Haus zu bauen, mit der Möglichkeit, durch z.B. 
eine Solaranlage energieneutral zu leben oder ggf. Überschuss für andere 
Verbraucher mitzuproduzieren. Ich habe über 1,5kWp Solarmodule im Keller 
zu stehen, die ich wegen fehlendem Platz dafür nicht nutzen kann. 
Sicherlich würde ich am Anfang recht viel Geld brauchen, könnte damit 
aber eine echte Verbesserung erreichen. Wenn man immer nur die durch 
Umweltkatastrophen zerstörten Gebiete wieder aufbaut, gibt man 
irgendwann das gleiche Geld aus, aber erreicht damit keine Verbesserung. 
Bitte versteht das nicht als in die eigene Tasche scheffeln wollen oder 
mich in den Vordergrund drängen, das ist überhaupt nicht mein Ziel. Aber 
es ist das, was ich an mir selbst sehe.

Noch ein gutes Beispiel: Als der Nutzen der Windenergie vor 25..30 
Jahren absehbar wurde, habe ich probiert, bei den Banken einen Kredit 
zum Bau einer großen Windkraftanlage zu bekommen. Ich hatte ein 
schlüssiges Konzept, hatte auch extra mit eher defensiven Erträgen 
gerechnet - aber selbst damit hätte sich die Anlage trotz Kosten für 
Wartung und diversen Versicherung (u.a. auch eine gegen Ertragsausfälle) 
nach 6 bis 8 Jahren selbst bezahlt. Aber ihr braucht doch nicht zu 
glauben, daß eine Bank dem kleinen Mann etwa 1,5 Millionen (damals DM) 
für so eine Anlage zur Verfügung stellt. Nicht mal dann, wenn man ihr 
die kompletten Erträge zur Tilgung überschreibt und sie die Anlage als 
Sicherheit hat. Klare Erkenntnis für mich: Energiewende unerwünscht.

Beitrag #6759736 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Patrick L. (Firma: S-C-I DATA GbR) (pali64)


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Fred R. schrieb:
> Ist der Energie- Um- Ausbau wirklich so Klimaneutral

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Kurz und Bündig: NEIN

von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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Fred R. schrieb:
> Na ja bist wohl noch sehr jung und die Naturgesetze werden durch
> Politgesetze abgelöst.

Ich freue mich, das mein Standpunkt so frisch rüberkommt :-P

Gerald K. schrieb:
> Und wie sieht es in Frankreich aus. Strahlung kennt, wie die EU, keine
> Grenzen.

Ben B. schrieb:
> Ich glaube das wichtigste daran ist, der Klimawandel ist ein globales
> Problem. Da kann das kleine Deutschland alleine überhaupt nichts dran
> ändern.

Genau das ist eines der Probleme. Wir stehen alle im Kreis und zeigen 
auf den nächsten in der Runde. Aber einer muss anfangen und warum sollen 
wir mit underem riesigen Wohlstand gegenüber dem Löwenanteil der 
Weltbevölkerung das nicht sein? Immerhin verdanken wir diesen Wohlstand 
zum grossen Teil der Ausbeutung von Rohstoffen auf Kosten der Umwelt. Es 
ist also nur logisch, wenn wir selber mit einer Wende anfangen und der 
Welt zeigen, wie es auch anderes geht. Das ist sicher eine 
Herausforderung - aber auch eine Chance.

von Gerald K. (geku)


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Patrick L. schrieb:
> Kurz und Bündig: NEIN

Genau so ist es!

Es helfen nur Einschränkungen und Reduktionen des Energieverbrauches. 
Reduzierung des Prokopfverbrauches und der Weltbevölkerung.

: Bearbeitet durch User
von (prx) A. K. (prx)


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Fred R. schrieb:
> Nun zur technischen Frage. Sind die Windkraftanlagen nicht ein
> gewaltiger Eingriff in die Natur?

Hier wirds philosophisch, denn alle Handlungen sind Eingriffe in die 
Natur. Auch wenn sie nicht von Menschen sind. So kann selbst die 
Entwicklung von Vegetation das Klima verändern, zunächst regional. Wenn 
also irgendwo Bäume wachsen, wo vorher keine wuchsen, soll man das als 
Eingriff in die Natur, begangen durch die Natur, verhindern?

Nope, nicht der Eingriff ist das Problem. Den gibts immer und überall. 
Sondern das Ergebnis. Ob wir damit leben können (oder wollen).

: Bearbeitet durch User
von Patrick L. (Firma: S-C-I DATA GbR) (pali64)


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Sorry für den Doppelpost aber die frage erschin erst nach meinem Post:
Ben B. schrieb:
> Hat irgend jemand Zahlen, wieviel Energie dem Wind durch Windräder
> entnommen wird? In den unteren Luftschichten findet ja sowieso eine
> Abbremsung des Windes an der Vegetation oder am Gelände statt, die
> Atmosphäre ist verglichen mit "ein paar Windrädern" riesig, die meiste
> Energie dürfte in höheren Luftschichten enthalten sein.

Also ich habe Beruflich sehr viel mit Auswertungen, Satelliten usw. zu 
tun.
Wen der Mensch wirklich denkt das auf eine Aktion (Beispiel da 
Windräder) keine Reaktion Folgt (Entnahme notwendiger Windenergien), der 
soll sich mal ganz gut, die Auswertungen der Satellitenbilder anschauen 
was sich da alles geändert hat wo viele der Windräder stehen!

Ja mann macht die Bevölkerung glauben, dass es Saubere Energie ist (Mal 
von den Skalpierten Vögel abgesehen) aber es hat Auswirkungen und wen 
nicht unsere Kinder dann unseres Kindes Kinder werden es merken.
Auch die Solarfelder sind nicht ohne Antwort in der Natur!
Hätte mann da mal einfach alles was eh schon "Deckt" wie Dächer in 
Großstädten usw. als Fläche genommen.
Aber ich lass es da mal lieber, bin kein Weltverbesserer, aber 
wenigstens kein absichtlicher "Weltkaputtmacher".

von Gerald K. (geku)


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Matthias S. schrieb:
> Genau das ist eines der Probleme. Wir stehen alle im Kreis und zeigen
> auf den nächsten in der Runde.

Es klingt blöd, aber Corona zeigt es vor. Z.B. durch Einschränkung der 
Mobilität. Leider wird der Flugverkehr wieder voll hoch gefahren und dem 
Individuallverkehr die Schuld gegeben.

Wie wäre es mit einer Energiekarte, die jedes Monat aufgetankt wird und 
mit jeder Tankfüllung, Stromverbrauch, Flugticket, etc reduziert wird.

: Bearbeitet durch User
von (prx) A. K. (prx)


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Wasser ist die Mutter unseres Landes.
Es bringt Leben, nicht den Tod.
[Sprichwort aus Bangladesch]

Die haben darin Übung, Denen säuft routinemässig ein deutlicher Teil des 
Landes ab, mal mehr, mal weniger. Nun sind halt wir dran. Von den 
Amerikanern kennt man das ja auch schon aus den Medien, denn die haben 
gelegentlich Ärger mit dem Mississippi.

: Bearbeitet durch User
von Ben B. (Firma: Funkenflug Industries) (stromkraft)


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Wenn man die Sahara mit Solarkraftwerken zupflastert, hätte das für die 
Region eher zur Folge, daß es dort kälter und vielleicht wieder grüner 
wird. Schlimmer als totale Wüste, wo es nichts außer Sonne gibt, geht ja 
eigentlich nicht. Das ist doch im Moment nahezu totes Land, womit man 
nichts anderes anfangen kann als Solarenergie zu gewinnen.

von Gerald K. (geku)


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Ben B. schrieb:
> Das ist doch im Moment nahezu totes Land, womit man nichts anderes
> anfangen kann als Solarenergie zu gewinnen.

Oder Krieg zu führen. Wie lange würde ein Solarpark funktionieren?

von (prx) A. K. (prx)


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(prx) A. K. schrieb im Beitrag #6759729:
> Da stellt sich also eher die Frage, wie die das so pünktlich hinbekommen
> haben? Bisher galt das es als so unwägbar wie das Wetter, statt
> zielgerichtet machbar.

Gerald K. schrieb im Beitrag #6759736:
> Wie Corona, um der Bevölkerung Freiheiten zu nehmen. Auch um die
> Klimaziele zu erreichen müssen auch Freiheiten beschnitten werden, aber
> weltweit.

Wie leben ja in einer Zeit, in der noch die dümmste Verschwörungstheorie 
ihre Anhänger hat. Also warum nicht auch hier? Denn wenn ich sowas lese: 
"Die Polizei bittet, nicht in das Hochwassergebiet zu fahren, um selbst 
nach Angehörigen zu suchen." - kann es sein, dass damit bloss verhindert 
werden soll, dass die die Wahrheit sehen, dass das alles Fake ist? ;-)

von Patrick L. (Firma: S-C-I DATA GbR) (pali64)


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Gerald K. schrieb:
> Wie lange würde ein Solarpark funktionieren?

ähm bis kurz bevor er fertig gebaut ist, oder so ;-)

von Gerald K. (geku)


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(prx) A. K. schrieb:
> Wasser ist die Mutter unseres Landes.
> Es bringt Leben, nicht den Tod.
> [Sprichwort aus Bangladesch]

Überschwemmungen sind keine Katastrophe, solanve man mit der Natur lebt. 
Schon die alten Ägypter haben sich auf die Uberschwemmungen gefreut. Das 
Ausbleiben dieser war eine Katastrofe.

Wir aber betreiben Landraub und versiegeln den Boden.

von Ben B. (Firma: Funkenflug Industries) (stromkraft)


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Ja die politische Lage wird immer wieder als Haupt-Hindernis für 
Desertec herangezogen und man kann das auch nicht komplett von der Hand 
weisen.

Ich halte auch nicht so besonders viel von politischer Einmischung in 
andere Länder, aber mit abwarten ob sich das irgendwann von alleine 
regelt erreicht man leider auch nichts. Irgendwann wird der Klimawandel 
auch in diesen Ländern zu mehr Schäden führen oder man wird durch 
Energiekrisen zum Handeln gezwungen - dann unter Zeitdruck.

Diese Länder würden ja auch von den Anlagen profitieren, die Kraftwerke 
müssten dort Steuern zahlen. Man müsste darauf hinarbeiten, daß die 
Länder das erkennen und diesen Nutzen für sich auch wirklich wollen. 
Leider sind sie wohl derzeit mit Glaubenskriegen wesentlich mehr 
beschäftigt als mit dem Klimawandel oder Energieproblemen. Aber das 
ändert sich noch, die Frage ist dann ob von den Ländern übrigbleibt 
(wenn sie sich jetzt schon mit Glaubenskriegen zugrunde richten) und 
womit man weniger Gesamtschaden hat. Die ganze Sache sich selbst 
überlassen bis Mutter Natur das irgendwann regelt oder vorher probieren, 
Vernunft reinzubringen, notfalls mit etwas Nachdruck wenns nicht anders 
geht.

von (prx) A. K. (prx)


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Ben B. schrieb:
> Diese Länder würden ja auch von den Anlagen profitieren

Anderen von aussen beizubringen, was für sie gut ist, funktionierte in 
der Geschichte nicht wirklich oft. Auch dann nicht, wenns ausnahmsweise 
mal stimmte.

Weshalb es zwar eine nette Idee ist, Energie dort abzuholen, wo es 
technisch/wissenschaftlich geboten wäre. Aber eine politisch betrachtet 
bessere Idee ist, bei sich selbst anzufangen. Auch wenn technisch 
schwieriger oder weniger effizient. Aber wenn du den Trick kennst, 
Nordafrika und den nahen Osten zu befrieden, dann her damit.

: Bearbeitet durch User
von Pandur S. (jetztnicht)


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> Ist der Energie- Um- Ausbau wirklich so Klimaneutral

ist eigentlich voellig egal.

1. jeder will seinen Lebenstandard halten, nichts soll teurer werden

Das geht allenfalls nach einer gewissen Uebergangszeit wieder, denn die 
noetigen Technologien gibt noch nicht auf diesem Preisniveau, falls es 
sie denn ueberhaupt schon gibt.

Dieser Lebensstandard sieht nach 2 Generationen schon sehr anders aus. 
Das Leben deiner Gross- oder Urgrosseltern war doch schon sehr 
verschieden. Die Prioritaeten sehr anders. Planen ist schwierig.

Mittlerweile geht es darum irgendwas zu machen, was Kohle in deine Kasse 
spuehlt. Brauchbar waeren zur Zeit zB ein Kohlestromfilter. Denn 
Atomstromfilter gibt es schon, die sind schon seit 40 Jahren im Einsatz.
Um einen alternativen Markt beliefern zu koennen, empfehle ich fuer 
Reaktionaere einen Solar-, resp Windstromfilter. Einfach drauf schauen, 
dass diese Teile auch tatsaechlich eine jeweils andere Teilenummer 
erhalten.

von Kara B. (Firma: ...) (karabenemsi)


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Patrick L. schrieb:
> Also ich habe Beruflich sehr viel mit Auswertungen, Satelliten usw. zu
> tun.
> Wen der Mensch wirklich denkt das auf eine Aktion (Beispiel da
> Windräder) keine Reaktion Folgt (Entnahme notwendiger Windenergien), der
> soll sich mal ganz gut, die Auswertungen der Satellitenbilder anschauen
> was sich da alles geändert hat wo viele der Windräder stehen!


Interessanterweise nehmen einige querdenkende Menschen an, dass die 
Einschleusung von über 36.000 Mio Tonnen CO2 pro Jahr keinen Einfluß 
hat.


https://de.statista.com/statistik/daten/studie/37187/umfrage/der-weltweite-co2-ausstoss-seit-1751/

: Bearbeitet durch User
von Ralf X. (ralf0815)


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Ben B. schrieb:
> Ja die politische Lage wird immer wieder als Haupt-Hindernis für
> Desertec herangezogen und man kann das auch nicht komplett von der Hand
> weisen.
>
> Ich halte auch nicht so besonders viel von politischer Einmischung in
> andere Länder, aber mit abwarten ob sich das irgendwann von alleine
> regelt erreicht man leider auch nichts. Irgendwann wird der Klimawandel
> auch in diesen Ländern zu mehr Schäden führen oder man wird durch
> Energiekrisen zum Handeln gezwungen - dann unter Zeitdruck.
>
> Diese Länder würden ja auch von den Anlagen profitieren, die Kraftwerke
> müssten dort Steuern zahlen. Man müsste darauf hinarbeiten, daß die
> Länder das erkennen und diesen Nutzen für sich auch wirklich wollen.
> Leider sind sie wohl derzeit mit Glaubenskriegen wesentlich mehr
> beschäftigt als mit dem Klimawandel oder Energieproblemen. Aber das
> ändert sich noch, die Frage ist dann ob von den Ländern übrigbleibt
> (wenn sie sich jetzt schon mit Glaubenskriegen zugrunde richten) und
> womit man weniger Gesamtschaden hat. Die ganze Sache sich selbst
> überlassen bis Mutter Natur das irgendwann regelt oder vorher probieren,
> Vernunft reinzubringen, notfalls mit etwas Nachdruck wenns nicht anders
> geht.

So richtig hat es DE ja mal zuletzt zwischen 33 und 45 versucht, ist 
aber auf die Nase gefallen.
Wie würdest Du diesmal vorgehen?
Also alleine für Desertec?

DE hat Megaprobleme über viele Jahre, lächerliche 8GW HGÜ nur zwischen 
DE-Nord und DE-Süd (lange nicht Endpunkte des Landes!) zu verlegen, oft 
mit Rechtsstreitigkeiten, Protesten bis zu Enteignungen.
Welche Leistung aus einem Desertec-Projekt würdest Du für DE angemessen 
halten?
Wären 40GB angemessen, ist lediglich das fünffache, als wir alleine für 
die lachhaften Trassen zwischen Nord und Süd fertigstellen wollen und 
das seit mehr als einem Jahrzehnt.

Wie machen wir das mit der Verlegung durch FR-ES-PT-Afrika?
Oder via AT/CH-IT-Afrika?
Oder lieber über den Balkan?
Wie stellst Du Dir das vor?
Wie würdest DU unsere Nachbarn überzeugen?
Also ohne die Mittel, die wir "damals" versucht haben, unsere Nachbarn 
von etwas zu überzeugen.

von Bernd G. (Firma: Bannerträger des Fortschritts) (berndg)


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Meine feste Überzeugung: spätestens um 2030 herum werden in Deutschland 
wieder etliche neugebaute Kernkraftwerke laufen (müssen).
Studienfänger sollten also bereits jetzt eine entsprechende 
Ausbildungsrichtung wählen.

von (prx) A. K. (prx)


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Gerald K. schrieb:
>> Die Lebensdauer unserer KKW (Herstellergarantie) ist meist schon
>> überschritten
>
> Und wie sieht es in Frankreich aus. Strahlung kennt, wie die EU, keine
> Grenzen.

Anno Tschernobyl schon. Pi mal Daumen respektiert die Strahlung sowohl 
die Deutsch-Französische Grenze, als auch die Deutsch-Deutsche.

von Kara B. (Firma: ...) (karabenemsi)


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Ralf X. schrieb:
> Also ohne die Mittel, die wir "damals" versucht haben, unsere Nachbarn
> von etwas zu überzeugen.

Damals ging es nicht um Überzeugung sondern besonders im Osten um 
Vernichtung.
Sollte man als angeblich gebildeter Mensch eigentlich wissen.

von (prx) A. K. (prx)


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Gerald K. schrieb:
> Überschwemmungen sind keine Katastrophe, solanve man mit der Natur lebt.

Oder sich rechtzeitig ein hochbeiniges SUV zulegte (Dank an Postillion).

: Bearbeitet durch User
von Ralf X. (ralf0815)


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Kara B. schrieb:
> Ralf X. schrieb:
>> Also ohne die Mittel, die wir "damals" versucht haben, unsere Nachbarn
>> von etwas zu überzeugen.
>
> Damals ging es nicht um Überzeugung sondern besonders im Osten um
> Vernichtung.
> Sollte man als angeblich gebildeter Mensch eigentlich wissen.

Gebildete Menschen wissen eher, dass viele Argumente nur vorgeschoben 
sind.
Man gäbe dem primitiven Fussvolk ein Feindbild und es wird folgen..
Und was soll der Schrott mit "insb. im Osten" und sonstiges 
Missverstehen des "Überzeugungsbegriffs" in diesem Kontext??

Kriege sind sind immer mit Vernichtung logisch verknüpft, bis sich der 
erklärte Feind unterwirft oder besiegt ist.
Heute sogar im Sport, Wirtschaft und politisch  noch ziemlich dumme und 
täglich benutze Wortwahl.

von Kara B. (Firma: ...) (karabenemsi)


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Ralf X. schrieb:
> Und was soll der Schrott mit "insb. im Osten"...

Das Unternehmen Barbarossa war als Vernichtungsfeldzug geplant. Wenn dir 
das trotz der umfangreichen Berichterstattung in den letzten Wochen 
entgangen ist, dann ist das dein Problem.

Schrott dürfte also eher deine hanebüchene Unkenntnis sein.

Ralf X. schrieb:
> noch ziemlich dumme und
> täglich benutze Wortwahl.

Da kannst du deine Wortwahl "So richtig hat es DE ja mal zuletzt 
zwischen 33 und 45 versucht" problemlos mit einsortieren.

Du scheinst ein ausgesprochener Fan von Godwin's Law zu sein.

von A. S. (achs)


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Ralf X. schrieb:
> Kriege sind sind immer mit Vernichtung logisch verknüpft, bis sich der
> erklärte Feind unterwirft oder besiegt ist.

Sorry, aber das ist schon arg gefährlich.

Der Krieg wie im Westen war ein Krieg, wie er über Jahrhunderte in 
Europa üblich war: Zerstörung, Raub, Morde ja, aber eher als 
"Kollateralschäden". Keine Systematisch Ermordung der Zivilbevölkerung. 
Noch früher (so bis Mittelalter) auch Versklavung im großen Stil

Beim Krieg im Osten war es von vornherein geplant, einen Großteil der 
Bevölkerung verhungern zu lassen. Diese Pläne gab es im Westen nicht.

Also bitte nicht den Überfall auf die SU verharmlosen.

: Bearbeitet durch User
von Ben B. (Firma: Funkenflug Industries) (stromkraft)


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Wenn ich für alle diese Fragen Patentrezepte hätte, dann würde ich mich 
zur Wahl aufstellen lassen.

Aber eines wird mal wieder ganz klar: Alleine schafft Deutschland das 
sowieso nicht, auch wenn alle anderen Länder das von uns zu erwarten 
scheinen, zumindest in Europa.

Tatsache ist aber auch, daß es die OPEC evtl. noch 50 Jahre gibt, danach 
ist deren Öl weg. Vielleicht auch 60 oder 70 Jahre, vielleicht weniger, 
wer weiß das schon. Aber irgendwann ist Schicht im Schacht - da können 
die Scheichs dann noch so sehr an ihren ausgelaugten Quellen lutschen, 
da kommt dann nichts mehr raus. Wie es dann mit der politischen 
Stabilität in diesen Regionen aussieht wissen wir auch, das ist ja 
selbst heute schon nicht ganz einfach weil jeder an irgend einen anderen 
Gott glaubt und das jedem anderen beibringen muß.

Tja wie soll man Desertec bauen. Mein Favorit für die größten 
Stromtrassen wäre durchs Mittelmeer und Italien, zweitbeste Option wäre 
direkt nach Frankreich. Frankreich wäre ein guter Kooperationspartner 
und die Spanier haben auch schon längere Zeit Probleme, an Strom 
dranzukommen. Auf keinen Fall über Israel und die Türkei, das geht 
definitiv schief.

Frankreich hat im Moment noch sehr preiswerten Strom und jede Menge alte 
Atomkraftwerke, die alle nicht ewig laufen können. Der Neubau von AKWs 
hat sich dort genauso wie in Finnland als großer Griff ins Klo erwiesen, 
sogar der BER wurde schneller fertig. Baubeginn für Flamanville-3 war 
2007, aktueller Zieltermin für die Inbetriebnahme nicht vor 2023 - 
herzlichen Glückwunsch zu diesem Milliardengrab. Der Schrotthaufen ist 
dann schon 16 Jahre alt ohne eine einzige Kilowattstunde Strom erzeugt 
zu haben. Wieviel Gigawatt solarthermische Kraftwerke hätte man für das 
Geld in der Sahara bauen können? Bestimmt mehr als die 1,6GW, die der 
neue Dampfkochtopf machen soll. Auf jeden Fall müssen die sich auch 
dringend Gedanken machen wo sie ihren Strom her bekommen, sonst geht der 
Preis dort in den nächsten Jahren steil durch die Decke.

Die Stromtrassen sollten in staatlicher Hand sein, sonst kommen nur 
wieder findige Großkonzerne mit ihren Investoren und zocken uns alle 
weiterin mit Netzentgelten ab, sieht man ja sehr gut im Moment. Für 
Industriestaaten wie Deutschland oder Frankreich sollte es kein allzu 
großes Problem sein, die Trassen zu bauen und hinterher so zu betreiben, 
daß das Geld dafür zurückkommt und der Stromkunde trotzdem nicht 
verarmt.

Als wichtigsten Partner in Nordafrika müsste man wohl Algerien nennen. 
Libyen als zweiten, aber das Land ist ja leider wirklich nicht besonders 
stabil. Jetzt ist die Frage, was müsste man Algerien bieten, um es 
dauerhaft mit ins Boot zu holen. Oder könnte man die südlichen 
Landesteile kaufen? Könnte man evtl. den Tourismus, der aktuell noch in 
der Türkei stattfindet, an die Mittelmeerküsten von Algerien oder Libyen 
verlagern? Ich für mich gesprochen würde lieber dort Urlaub machen als 
in Erdogans kleinem Möchtegern-Weltreich. Vielleicht weiß ja einer 
besser als ich, was Algerien und Libyen wirklich bräuchten, um sich z.B. 
dauerhaft einem EU-vergleichbaren Bund anzuschließen.

Eine Stromtrasse über die Straße von Gibraltar wäre auch eine Option, 
das hängt von Marokko, Spanien und Portugal ab. Wenn sie dabei sein 
wollen dann kann man das machen, aber da HGÜ-Unterseekabel kein 
Problem sind und Marokko keine großen Wüstengebiete besitzt, könnte man 
darauf locker verzichten.

Das Ganze wird auch dazu führen, daß Staaten, die nicht mitspielen, 
gnadenlos abgehängt werden. Besonders Belarus probiert das im Moment 
gerade aus und Europa baut kurzerhand außen herum (Nordstream 1 und 2). 
Dauert nicht mehr lange, dann ist dieser Staat weg und nur noch Oblast 
Minsk oder so. Aber das ist halt so, wer nicht will der hat schon. Für 
Tunesien z.B. gilt das Gleiche - wenn sie mitmachen prima, wenn nicht 
(dafür aber Algerien und Libyen), dann gehts locker-flockig außen rum. 
Im Vergleich mit den beiden großen Ländern gibts da auch nicht so viel 
Wüstenfläche... total entbehrlich wenn die halt nicht wollen.

von (prx) A. K. (prx)


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Ben B. schrieb:
> Aber eines wird mal wieder ganz klar: Alleine schafft Deutschland das
> sowieso nicht, auch wenn alle anderen Länder das von uns zu erwarten
> scheinen, zumindest in Europa.

Hast du tatsächlich den Eindruck, dass Deutschland in der Klimafrage in 
der Welt und in Europa völlig isoliert dasteht? Ich nicht.

von Ben B. (Firma: Funkenflug Industries) (stromkraft)


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Ich komme mir aus innenpolitischer Sicht manchmal so vor. Siehe unsere 
Strompreise und siehe unsere ehemalige Vorreiterrolle in Sachen 
erneuerbare Energie. Daß andere Länder wie China uns da inzwischen den 
Rang abgelaufen haben, liegt einfach daran, daß wir hier keine so großen 
Flächen haben wie das was z.B. China da im Norden mit Solar und 
Windenergie zupflastert - und an der Tatsache, daß die deutsche 
Industrie nicht bereit ist für ihren Ökostrom zu bezahlen, was 
irgendwann natürlich für den privaten Stromkunden schwer vermittelbar 
und am Ende schlicht unbezahlbar wird.

von DANIEL D. (hiege) Benutzerseite


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Also ich für meinen Teil bin mir nicht mal sicher inwieweit der Mensch 
das Klima überhaupt beeinflussen kann. Der Klimawandel ist ja keine 
Neuerfindung das Klima war schon immer im Wandel. Und wie viel Prozent 
der Mensch davon verursacht wer weiß das schon genau.

von (prx) A. K. (prx)


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Ben B. schrieb:
> Ich komme mir aus innenpolitischer Sicht manchmal so vor.

Die Erkundung des eigenes Bauchnabel reicht dafür nicht aus. 
Innenpolitische Diskussionen zeichnen sich gewöhnlich dadurch aus, dass 
es um Innenpolitik geht. Europa kommt meist nur ins Spiel, wenn man 
ablenken will, oder Probleme abschieben.

Es ist auch nicht so, dass D in dieser Frage allen weit voraus sei. Das 
suggerieren dir bloss viele. Nur musst du den Politikern ja nicht alles 
glauben. Etwas Skepsis ob der eigenen Grossartigkeit ist stets 
angebracht, politisch und privat. ;-)

: Bearbeitet durch User
von Ben B. (Firma: Funkenflug Industries) (stromkraft)


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Dann würde ich empfehlen, Dir mal die zeitliche Entwicklung der 
durchschnittlichen Temperatur auf der Erde anzuschauen, sehr lehrreich 
wenn man darauf Lust hat.

Übrigens, wer mal einen chinesischen Windpark sehen möchte:
https://en.wikipedia.org/wiki/Gansu_Wind_Farm
Aktuelle Peakleistung 8GW, geplant 20GW. Mal zum Vergleich, der 
Drei-Schluchten-Staudamm ebenfalls in China als größtes Wasserkraftwerk 
der Erde leistet maximal 22,5GW, Itaipu als derzeitige Nummer 2, bald 
Nummer 3 (lange Zeit größtes Wasserkraftwerk) erreicht 14GW.

Die Chinesen schaffen dort mit genug Fläche und ihren großen 
Wasserkraftwerken das, was wir uns wünschen und nicht hinkriegen.

von (prx) A. K. (prx)


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Ben B. schrieb:
> Die Chinesen schaffen dort mit genug Fläche und ihren großen
> Wasserkraftwerken das, was wir uns wünschen und nicht hinkriegen.

Sie schaffen das mit Methoden, die sich hier zwar mancher Minister in 
seinen feuchten Träumen wünscht, aber hoffentlich nicht durchsetzen 
kann. Die Balance zwischen staatlicher Macht und individueller Freiheit 
ist dort etwas anders ausgerichtet als hier. Nicht dass unsere über alle 
Zweifel erhaben sei, da ist für mich zu viel Nimby-Unwesen dabei, zu 
langwierige Abläufe und Blockaden.

: Bearbeitet durch User
von Ben B. (Firma: Funkenflug Industries) (stromkraft)


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Natürlich, hat alles Vor- und Nachteile. Aber sie schaffen's.

Und wir regen uns hier auf wenn mal 'ne Bergkuppe für ein großes 
Pumpspeicherkraftwerk herhalten soll, oder "Verspargelung der 
Landschaft". Und trotzdem wollen alle morgens ihre warme Tasse Kaffe, 
irgendwann mit dem Elektroauto zur Arbeit... die Urlaubsfliegerei oder 
Warentransportwege lasse ich mit Absicht mal außen vor, das sind nochmal 
ganz andere Dimensionen. Dann müsste man auch so konsequent sein und 
sagen wir verbrauchen deutlich weniger Strom und nehmen für den Weg zu 
Arbeit vielleicht das Pferd oder laufen jeden Tag 20 Kilometer als 
Pendler. Wie? Will auch keiner? Na sowas... ja, wie dann? Urlaub gibts 
dann natürlich auch keinen mehr, selbst wenn man elektrische Flugzeuge 
hätte, gäbe es für die ja keinen Strom wenn wir das nicht mal mit Autos 
schaffen.

Naturschutz schön und gut, aber angenommen die Klimaschäden nehmen noch 
zu - dann nutzt der ganze Umweltschutz nichts, wenn die Natur die 
Flächen selbst durch Dürre/Brände oder Überschwemmungen vernichtet.

: Bearbeitet durch User
von Egon D. (egon_d)


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DANIEL D. schrieb:

> Also ich für meinen Teil bin mir nicht mal sicher
> inwieweit der Mensch das Klima überhaupt beeinflussen
> kann. Der Klimawandel ist ja keine Neuerfindung das
> Klima war schon immer im Wandel. Und wie viel Prozent
> der Mensch davon verursacht wer weiß das schon genau.

Bei allem Respekt: Es gibt einen Unterschied zwischen
Unwissen und Ignoranz.

von Egon D. (egon_d)


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Fred R. schrieb:

> Das Klima wird doch vom Wetter gestaltet und dies
> von der Natur.
>
> Nun zur technischen Frage. Sind die Windkraftanlagen
> nicht ein gewaltiger Eingriff in die Natur?

Na klar.

Abholzung gigantischer Waldflächen (ich rede hier nicht
nur vom Regenwald -- auch Mitteleuropa war vor 1000 oder
2000 Jahren wesentlich dichter bewaldet als heute) ist
keinerlei relevanter Eingriff in die Natur.

Fördern und verfeuern von Milliarden Tonnen fossiler
Brennstoffe (davon allein geschätzt 150'000'000'000t
Erdöl; dazu kommen noch Kohle und Erdgas) ist keinerlei
relevanter Eingriff in die Natur.

Freisetzen von Millionen Tonnen Schwermetallverbindungen
(z.B. Tetraethylblei), Hormonen (--> "Pille"), hormon-
ähnlichen Substanzen (--> Weichmacher) und Nährstoffen
(--> Dünger) ist keinerlei relevanter Eingriff in die
Natur.

Vermüllung aller Weltmeere ist kein relevanter Eingriff
in die Natur.

Aber das Errichten von Windkraftanlagen ist ein "gewaltiger
Eingriff in die Natur".


Herzlichen Glückwunsch!

Der "Große Demagogie-Orden (mit Eichenlaub) am Bande" ist
Dir sicher! Wir gratulieren dem Preisträger und wünschen
weiterhin viel Gesundheit, Schaffenskraft und Erfolg!

von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Fred R. schrieb:
> Ist der Energie- Um- Ausbau wirklich so Klimaneutral

Leider nein:

1. Gezeitenkraftwerk

Erhöht die Abbremsung des Mond-Erde-Systems. Die rückgerechneten 
Mondstände mussten daher korrigiert werden.

2. Windkraftwerk

Bewirkt auch eine Abbremsung der Luftbewegungen. Das könnte zur 
Verlangsamung der Wetterbewegungen beitragen. D.h. Hoch- und 
Tiefdruckgebiete wandern langsamer.

3. Solarzellenplantagen

Verbraucht auch Land, das besser landwirtschaftlich genutzt wäre, bzw. 
als Waldflächer besser für das Klima wäre. Im Winter erwärmen diese sich 
mehr als weiße Schneeoberflächen. Erhöhen so auch die Temperaturen. Wenn 
es heftig regnet fließt deutlich mehr Wasser über die Wiesenoberflächen 
ab, als zu versickern. Das kann einen Dominoeffekt auslösen und 
Überschwemmungen begünstigen und ungünstigenfalls verursachen.
Das konnte ich zufälligerweise sehen, wie sich durch so ein Solarfeld 
nun immer wieder der dünne Waldstreifen vor dem Bahndamm mit Wasser 
auffüllt.

von DANIEL D. (hiege) Benutzerseite


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Egon D. schrieb:
> Bei allem Respekt: Es gibt einen Unterschied zwischen
> Unwissen und Ignoranz.

Naja und es gibt einen Unterschied zwischen Glauben und Wissen.

von Frank D. (Firma: Spezialeinheit) (feuerstein7)


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Da ich oben gelesen habe, Kernkraft = kein CO2.
Das spielt eigentlich keine Rolle. Bei der Kernkraft wird Energie 
freigesetzt die gewissermaßen langzeitgespeichert war. Auch ohne CO2 
wird diese Energie letztlich zum größtem Teil in Form von Wärme 
umgewandelt und muss die Erde wieder verlassen. Ob nun CO2 den 
Wärmetransport bremst oder ob wir zusätzlich Wärme emittieren kommt aufs 
gleiche raus.

Vermutlich leben wir energetisch über unsere Verhältnisse. Die spannende 
Frage wäre „Wieviel Energie steht einem zu?“

von Ben B. (Firma: Funkenflug Industries) (stromkraft)


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@Dieter
Ich sags nochmal: Solarkraftwerke gehören in die Wüste. Da gibts keinen 
Regen, vielleicht später mal, denn bei 20% Wirkungsgrad solcher 
Kraftwerke entsteht durch die Sonneneinstrahlung in diesen Gebieten auch 
20% weniger Hitze. Landwirtschaft gibts in diesen Gebieten keine und 
Schneebedeckung im Winter hat die Sahara wohl auch eher selten.

Ich rede dabei auch nicht von Photovoltaik, sondern von solarthermischen 
Anlagen. Diese können mit Hilfe der Solarenergie z.B. Salze schmelzen 
und so Energie für die Nacht speichern. Als letzte Maßnahme könnte man 
diese Anlagen noch mit Röhrenkollektoren aufbauen. Diese sind zwar 
teurer als Konzentrator-Turmanlagen, aber sie grillen keine Vögel im 
Vorbeiflug.

von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Ben B. schrieb:
> denn bei 20% Wirkungsgrad solcher Kraftwerke entsteht durch die
> Sonneneinstrahlung in diesen Gebieten auch 20% weniger Hitze.

Dem ist leider nicht ganz so. Der Wüstensand ist relativ hell. Das 
Spektrum, erwärmt als physikalischer schwarzer Strahler, verhält sich 
auch günstiger. D.h. es ist ein merklich höherer Wirkungsgrad 
erforderlich, damit dieser Arbeitsbereich erreicht werden kann.
Es gibt auch im Wüstensand verschiedene seltene Arten. Das trifft 
ungünstigerweise meistens auf die Gegenden zu, die einen geeigneten 
Untergrund aufweisen, um solche Anlagen ausreichend bautechnisch im 
Boden zu verankern.

: Bearbeitet durch User
von Thomas U. (charley10)


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Matthias S. schrieb:
> Fred R. schrieb:
>> Jede Windkraftanlage entzieht dem
>> Wind Energie, sodass viele Anlagen großräumig zu verringerten
>> Windgeschwindigkeiten in der Atmosphäre führen sollten.
>
> Das tut aber auch jeder Baum (und übrigens auch jedes Haus). Wer mit
> solchen Argumenten gegen den Ausbau von Windkraft argumentiert, vergisst
> die Kehrseite der Medaille - was passiert, wenn die Energie eben nicht
> durch Windkraft erzeugt wird? Wer verzichtet freiwillig auf elektrischen
> Strom?

Wo gibt es diese rotierenden Bäume und Häuser?

von Thomas U. (charley10)


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Ben B. schrieb:
...
...
> Dann müsste man auch so konsequent sein und
> sagen wir verbrauchen deutlich weniger Strom und nehmen für den Weg zu
> Arbeit vielleicht das Pferd oder laufen jeden Tag 20 Kilometer als
> Pendler. Wie? Will auch keiner? Na sowas... ja, wie dann? Urlaub gibts
> dann natürlich auch keinen mehr, selbst wenn man elektrische Flugzeuge
> hätte, gäbe es für die ja keinen Strom wenn wir das nicht mal mit Autos
> schaffen.
>
> Naturschutz schön und gut, aber angenommen die Klimaschäden nehmen noch
> zu - dann nutzt der ganze Umweltschutz nichts, wenn die Natur die
> Flächen selbst durch Dürre/Brände oder Überschwemmungen vernichtet.

Urlaub? Nicht mehr für Jeden! Die paar Flieger werden gebraucht, um ein 
gewisses Klientel jährlich für mindestens 4 Wochen zur Dienstreise auf 
die Malediven zu fliegen, um dort vor Ort und persönlich den Anstieg des 
Meeresspiegels zu beobachten. Natürlich a.I.!

von Icke ®. (49636b65)


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Frank D. schrieb:
> Da ich oben gelesen habe, Kernkraft = kein CO2.
> Das spielt eigentlich keine Rolle. Bei der Kernkraft wird Energie
> freigesetzt die gewissermaßen langzeitgespeichert war. Auch ohne CO2
> wird diese Energie letztlich zum größtem Teil in Form von Wärme
> umgewandelt und muss die Erde wieder verlassen. Ob nun CO2 den
> Wärmetransport bremst oder ob wir zusätzlich Wärme emittieren kommt aufs
> gleiche raus.

Ist das eine rein gefühlsmäßige Betrachtungsweise oder gibt es 
wissenschaftliche/mathematische Grundlagen dafür? Bißchen rechnen?

Die Sonneneinstrahlung in Deutschland beträgt pro Jahr und Quadratmeter 
ca.
1000kWh.

https://www.solarwatt.de/ratgeber/einstrahlungskarte

1000 kWh/m² = 1 MWh/m² = 1000000 MWh/km² = 1000 GWh/km² = 1TWh/km²

Deutschland hat eine Fläche von 357582 km². Demzufolge strahlt die Sonne
jährlich eine Energiemenge von 357582 TWh ein.

2020 lag der Bruttostromverbrauch in Deutschland bei 544TWh:

https://de.statista.com/statistik/daten/studie/256942/umfrage/bruttostromverbrauch-in-deutschland/

Der Wirkungsgrad von Kernkraftwerken beträgt ca. 35%.

https://de.wikipedia.org/wiki/Kernkraftwerk#Wirkungsgrad

Demzufolge müssen ~1555TWh produziert werden. Nehmen wir an, diese 
Energie wird vollständig in Wärme umgewandelt, dann entspricht die 
Energiemenge aufgerundet 0,5% der durch Sonneneinstrahlung verursachten, 
bezogen auf das Territorium Deutschlands. Das Klima ist allerdings keine 
rein deutsche Erscheinung, sondern eine globale. Die Sonne beglückt 
unseren Planeten im Mittel dauerhaft mit einer Strahlungsleistung von 
174PW (Petawatt).

https://de.wikipedia.org/wiki/Solarkonstante#Weitere_Fakten

Ein Jahr hat 8760 Stunden, somit liefert die Sonne jährlich 1524240PWh 
an die Erde. Oben hatten wir errechnet, daß Deutschland für die Deckung 
seines Strombedarfs 1555TWh aus Kraftwerken erzeugen müßte, das sind 
umgerechnet 1,555PWh. Nach den Gesetzen der Prozentrechnung entspricht 
dies 0,0001% der Energiemenge, welche auf natürliche Weise von der Sonne 
eingestrahlt wird.
Gut, jetzt laß uns überlegen, wo wir am Strom noch ein bißchen sparen 
können.

von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Matthias S. schrieb:
> Das tut aber auch jeder Baum (und übrigens auch jedes Haus).

Ein Wald hat nur noch die schmale Bremszone an der Oberfläche mit den 
vergleichbar geringen Höhenunterschieden. Interessanterweise wirkt das 
leicht wie eine Golfballoberfläche und entnimmt dadurch überraschend 
wenig Energie aus der darüber gleitenden Lüftströmung. Der Effekt wird 
sogar mit Mischbewaldung besser. Windgeneratoren werden extra so gebaut, 
dass diese viel Energie aus dem Wind entnehmen - Vögel und bestimmte 
Insekten halt leider auch.

von Thorsten M. (pappkamerad)


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Ben B. schrieb:
> Aktuelle Peakleistung 8GW, geplant 20GW. Mal zum Vergleich, der
> Drei-Schluchten-Staudamm ebenfalls in China als größtes Wasserkraftwerk
> der Erde leistet maximal 22,5GW, Itaipu als derzeitige Nummer 2, bald
> Nummer 3 (lange Zeit größtes Wasserkraftwerk) erreicht 14GW.

Peakleistung Windkraft <> Peakleistung Wasserkraft!

Ein Wasserkraftwerk läuft 24h durch. Kommt natürlich immer auf die 
Gegebenheiten an.

von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Icke ®. schrieb:
> Gut, jetzt laß uns überlegen, wo wir am Strom noch ein bißchen sparen
> können.

In 2008 betrug der Primärenergieverbrauch in Deutschland 1,4*1019 J, 
14.216 PJ oder 14 ExaJ oder rund 4*1015 Wh oder 4 PWh oder 4*1012 kWh 
oder 4 TkWh. Der gesamte Primärenergieverbrauch Deutschlands entspricht 
ungefähr einer senkrechten Sonneneinstrahlung von insgesamt 12 Stunden 
im Jahr. Bei ungefähr 2000 Sonnenstunden im Jahr würden hierfür ungefähr 
1/160 der Fläche verbraucht werden.
Hinzunahme Diffuser Erträge und wieder herunterrechnen ergibt:
Unter Berücksichtigung des Einfallwinkels der Sonne und den damit 
ungünstigeren Verhältnissen würde sich der Wert auf ungefähr 1/80 der 
Fläche verschlechtern.

Die Fläche der Bundesrepublik Deutschland:
BRD: 357*10⁹ m², 0,36 TkWh (=PWh) pro Stunde, bzw. PW als Leistung.

Angemerkt sei hier noch, dass am gesamten Primärenergieverbrauch der 
Energieverbrauch für Wärme und Strom nur einen Teil davon ist.

Während der ungünstigen Witterungszeiten im Winter sind durchaus Erträge 
von nur 10% gegenüber den maximalen Erträgen in Sommer möglich. Daraus 
läßt sich folgern, dass ohne nennenswerte Energiespeicher in dieser Zeit 
ungefähr ein 1/16 der Fläche Deutschlands benötigt würde um den 
Primärenergiebedarf zu decken.

: Bearbeitet durch User
von Thomas U. (charley10)


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Dieter D. schrieb:
...
...
>
> Während der ungünstigen Witterungszeiten im Winter sind durchaus Erträge
> von nur 10% gegenüber den maximalen Erträgen in Sommer möglich. Daraus
> läßt sich folgern, dass ohne nennenswerte Energiespeicher in dieser Zeit
> ungefähr ein 1/16 der Fläche Deutschlands benötigt würde um den
> Primärenergiebedarf zu decken.

Schlussfolgerung: Alle zur 'Arbeiterintensivhaltung' in die Städte! 
Miethöhe 90% des Einkommens und max. 15m²/Person?!

von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Thomas U. schrieb:
> Schlussfolgerung: Alle zur 'Arbeiterintensivhaltung' in die Städte!
> Miethöhe 90% des Einkommens und max. 15m²/Person?!

Auf lange Sicht stellt die Solarenergie eine obere Grenze dar für den 
energetischen Lebensstandard pro Einwohner eines Landes. Es wäre 
heutzutage durchaus möglich abzuschätzen ab welcher Einwohnerzahl hier 
Einschränkungen notwendig werden oder die Zahl Einwohner eines Landes 
begrenzt werden müßte. Solche Überlegungen sind heutzutage sehr 
opportun. Es kann aber zu einem sehr großen politischen Knall kommen, 
wenn die Grenzen erreicht werden und die fossilen Energievorräte zur 
Neige gehen oder rasant steigen auf Grund einschlägiger Marktgesetze 
(Preisgleichgewichte wenn die zunehmende Nachfrage das abnehmende 
Angebot übersteigt). Es gibt aber auch die Optimisten, die annehmen, 
dass bis dahin die Raumfahrt so weit wäre, dass sich durch die 
Besiedelung ferner Planeten alles in Wohlgefallen auflösen würde.

von Ben B. (Firma: Funkenflug Industries) (stromkraft)


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> Ein Wasserkraftwerk läuft 24h durch.
Man beachte dazu folgenden Satz.
> Kommt natürlich immer auf die Gegebenheiten an.
Ach.

Der Trick liegt in einem guten Mix aus allen drei wesentlichen 
erneuerbaren Energien. Wasserkraftwerke haben auch nur eine gute 
Verfügbarkeit, solange ihr Speicher voll ist. In den Alpen z.B. laufen 
die Dinger mit einem Jahresgang. Ohne Schnee und Schneeschmelze gibts 
das ganze folgende Jahr wenig Strom aus diesen Speicherkraftwerken. Mit 
genug Solar- oder Windenergie wäre das kein Problem, dann kann man da 
Pumpspeicherkraftwerke draus machen.

Ansonsten ist die Wasserkraft in Deutschland bzw. Mitteleuropa ziemlich 
am Endpunkt angelangt. Wir können uns den Flächenverbrauch für große 
Kraftwerke wie in China einfach nicht erlauben, wir haben keine großen 
Flüsse in großen Höhen, die man dafür braucht.

Übers Jahr gemittelt erreicht eine 1kWp PV-Anlage hierzulande etwa 
1100kWh jährlich. Das sind knapp 13% Nutzungsfaktor. In schlechten 
Jahren kanns auch passieren, daß es nur 800kWh werden. Bei der 
Windenergie ist man mit etwa 20% auch nicht wesentlich besser, eine 3MW 
Windmühle läuft im Schnitt mit 600kW. So ist das halt mit der 
erneuerbaren Energie. Man muß genug bauen um im Mittel ausreichend Strom 
zu haben und braucht großtechnische Anlagen, um die Spitzen 
wegzuspeichern. Die hat man dann für schwache Zeiten zur Verfügung.

Ich sags gleich nochmal, auch wenn's mir inzwischen fast selbst auf die 
Nerven geht: Solarthermische Kraftwerke in der Sahara hätten das Problem 
nicht in diesem Ausmaß, da sie einen deutlich höheren Nutzungsfaktor 
erreichen würden und ihren eigenen Speicher besitzen. Die können Strom 
recht gleichmäßig produzieren.

von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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Dieter D. schrieb:
> Es gibt aber auch die Optimisten, die annehmen,
> dass bis dahin die Raumfahrt so weit wäre, dass sich durch die
> Besiedelung ferner Planeten alles in Wohlgefallen auflösen würde.

Das kann man sich gleich wieder aus dem Kopf schlagen. Es gibt im 
näheren Umkreis (paar Lichtjahre) keinerlei Chance auf einen bewohnbaren 
Planeten, der sich unabhängig von Mutter Erde behaupten könnte. Jaja, 
die Fantasten reden da von 'Terraforming' und plappern nach, was sie in 
SF Romanen gelesen haben. Finde ich ja auch toll zu lesen, aber mit 
Realität hat das nichts zu tun.
Die Erde ist ein wunderbarer Planet und völlig alternativlos, wir müssen 
ihn also erhalten, am besten im bewohnbaren Zustand. Die Erde ist zum 
grossen Teil selbststabilisierend und wehrt sich jetzt schon gegen Virus 
Mensch, so gut sie kann. Da gibts dann eben Waldbrände und 
Überschwemmungen.

Ben B. schrieb:
> Solarthermische Kraftwerke in der Sahara hätten das Problem
> nicht in diesem Ausmaß, da sie einen deutlich höheren Nutzungsfaktor
> erreichen würden und ihren eigenen Speicher besitzen. Die können Strom
> recht gleichmäßig produzieren.

Ich stimme dir 100%ig zu und habe mir das damals schon auf unserer 
Expedition durch die Sahara überlegt. Leider beschäftigt sich die 
Bevölkerung grösstenteils mit Überleben oder Religion und ist zur 
Kooperation nicht bereit - u.a. ein Überbleibsel der Kolonialpolitik.

: Bearbeitet durch User
von Ben B. (Firma: Funkenflug Industries) (stromkraft)


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Waldbrände und Überschwemmungen hat es schon immer gegeben und dabei 
sind auch immer schon großflächige Zerstörungen entstanden und Tiere 
gestorben.

Für den Menschen wird das erst zum Problem, wenn er sich der Natur in 
den Weg stellt und denkt, er hätte das im Griff.

von Fred R. (fredylich)


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Ben B. schrieb:
> Hat irgend jemand Zahlen, wieviel Energie dem Wind durch Windräder
> entnommen wird?

Späte Antwort
Die Forscher berechneten mit einem Klimamodell in einer Reihe von 
Szenarien, wieviel Windenergie maximal über allen Kontinenten genutzt 
werden kann. Die Ergebnisse zeigen, dass auf nur 3-4% der Landoberfläche 
mehr als 1 Watt Strom pro Quadratmeter erzeugt werden kann, mit 
typischen Raten von 0,5 Watt oder weniger.

von Gerald K. (geku)


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Der klimaschonenste Strom, ist der Strom, der nicht verbraucht wird.
Daher beim Energieverbrauch ansetzen. Egal wo.

von Ben B. (Firma: Funkenflug Industries) (stromkraft)


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Das wird nicht funktionieren wenn man weiterhin Auto fahren möchte, im 
Winter gerne ohne Feuer heizen oder auch mal in den Urlaub 
fliegen/fahren. Die Weltbevölkerung ist auch immer noch am Anwachsen... 
der Energieverbrauch vor allem an Strom wird nicht abnehmen, ganz im 
Gegenteil.

von Icke ®. (49636b65)


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Gerald K. schrieb:
> Der klimaschonenste Strom, ist der Strom, der nicht verbraucht
> wird.
> Daher beim Energieverbrauch ansetzen. Egal wo.

Was verbraucht den meisten Strom? Vorrangig alles, was elektrisch heizt. 
Also Kochplatten, Waschmaschinen, Geschirrspüler, Kaffemaschinen, 
Wasserkocher, Durchlauferhitzer und so weiter. Desweiteren Geräte, die 
weniger Strom benötigen, das aber im Dauerbetrieb. Zum Beispiel 
Kühlschränke, Internetrouter, DECT-Telefone. Klimaanlagen sind analog zu 
heizenden Geräten ebenfalls wahre Stromfresser. Und den Gipfel bilden 
E-Autos, die stundenlang mit Leistungen laden, die sonst der ganze 
Haushalt nicht braucht, selbst wenn man wirklich alles einschaltet.

Daraus ergeben sich folgende Vorschläge:
- öfter mal Schnittchen statt warme Küche
- Unterhosen und T-Shirts 3 Tage tragen, statt täglich wechseln
- Eistee statt Earl Grey, Eiskaffee statt Latte
- Kalt duschen (hat gleichzeitig den positiven Effekt der Abhärtung)
- im Sommer auch mal mit Badebekleidung im Büro sitzen statt Klimaanlage
- den Router nur einschalten, wenn man wirklich Internet braucht. Dann 
kann man zwar nicht telefonieren, aber so darf auch das DECT-Telefon aus 
bleiben. Als Nebeneffekt stellt sich göttliche Ruhe vor nervenden 
Anrufern (Kunden, Verwandtschaft, Vertreter) ein.
- auf Nahrung umstellen, die ungekühlt haltbar ist. Trockenobst, 
Dauerbackwaren (Kekse), Dosennahrung, Gummibärchen. Warmbier soll auch 
gesund sein.
- kein klimakillendes E-Auto fahren, außer man ist stolzer Besitzer 
einer eigene PV-Anlage und lädt nur, wenn die Sonne scheint.

Weitere Ideen?

Beitrag #6760450 wurde vom Autor gelöscht.
von Richard H. (richard_h27)


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Icke ®. schrieb:
> - Kalt duschen (hat gleichzeitig den positiven Effekt der Abhärtung)

auch für die Bevölkerungsentwicklung

von Thomas U. (charley10)


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Icke ®. schrieb:
...
...
>
> Was verbraucht den meisten Strom? Vorrangig alles, was elektrisch heizt.
> Also Kochplatten, Waschmaschinen, Geschirrspüler, Kaffemaschinen,
> Wasserkocher, Durchlauferhitzer und so weiter. Desweiteren Geräte, die
> weniger Strom benötigen, das aber im Dauerbetrieb. Zum Beispiel
> Kühlschränke, Internetrouter, DECT-Telefone. Klimaanlagen sind analog zu
> heizenden Geräten ebenfalls wahre Stromfresser. Und den Gipfel bilden
> E-Autos, die stundenlang mit Leistungen laden, die sonst der ganze
> Haushalt nicht braucht, selbst wenn man wirklich alles einschaltet.
>
> Daraus ergeben sich folgende Vorschläge:
> - öfter mal Schnittchen statt warme Küche
> - Unterhosen und T-Shirts 3 Tage tragen, statt täglich wechseln
> - Eistee statt Earl Grey, Eiskaffee statt Latte
> - Kalt duschen (hat gleichzeitig den positiven Effekt der Abhärtung)
> - im Sommer auch mal mit Badebekleidung im Büro sitzen statt Klimaanlage
> - den Router nur einschalten, wenn man wirklich Internet braucht. Dann
> kann man zwar nicht telefonieren, aber so darf auch das DECT-Telefon aus
> bleiben. Als Nebeneffekt stellt sich göttliche Ruhe vor nervenden
> Anrufern (Kunden, Verwandtschaft, Vertreter) ein.
> - auf Nahrung umstellen, die ungekühlt haltbar ist. Trockenobst,
> Dauerbackwaren (Kekse), Dosennahrung, Gummibärchen. Warmbier soll auch
> gesund sein.
> - kein klimakillendes E-Auto fahren, außer man ist stolzer Besitzer
> einer eigene PV-Anlage und lädt nur, wenn die Sonne scheint.
>
> Weitere Ideen?

Keine!
Korrektur: auch Eiskaffee benötigt Strom! Sogar noch zusätzlich zur 
Kühlung! Das fällt also aus.
Kekse? Die müssen gebacken werden und Dosennahrung ist sicher auch nicht 
'neutral'. Haferschleim - mit Muskelkraft selbst zubereitet ist 'in'!
Trockenost aber nur dann, wenn es im Umkreis von 5km produziert wird!
Gummibärchen? IIhhh - nicht vegan...
Warmbier. Naja - ich kann mich noch an Zeiten erinnern, da gab es in 
vielen Kneipen am Tresen noch einen Tauchsieder, um das viel zu 
erfrischend kühle Bier anzuwärmen.

Nachfrage: Sind diese Ideen nicht schon längst Inhalt bestimmter 
'Zukunftsprogramme' für die  'Bevölkerung'?

: Bearbeitet durch User
von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Icke ®. schrieb:
> Was verbraucht den meisten Strom?

Da wäre noch das E-Auto zu ergänzen.

Aber das mit den vielen unnötigen Kurzstrecken werden die 
selbstfahrenden E-Autos mit echter intelligenz, d.h. i²Car lösen. Da 
würde gefragt wohin Frau und Töchterchen fahren wollen. Wenn die Antwort 
wäre zur Schule, die 800m weg wäre, würde es aus dem Lautsprecher 
schallen: Es gibt heute keinen Regen. Schert Euch sofort aus dem Auto. 
Du faule Sau mit Deiner verwöhnten Göre lauft gefälligst zu Fuß oder 
nimmt das Rad.

von Kara B. (Firma: ...) (karabenemsi)


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Thomas U. schrieb:
> Nachfrage: Sind diese Ideen nicht schon längst Inhalt bestimmter
> 'Zukunftsprogramme' für die  'Bevölkerung'?

Der große Reset ist doch in Vorbereitung. Die Probleme lösen sich damit 
doch von selbst.
Die kritische Frage ist nur, wer zu den auserwählten Überlebenden 
gehört? Thomas U.?

von Fred R. (fredylich)


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Seit einem halben Jahrhundert sagen Wissenschaftler, Journalisten und 
Aktivisten schlimme und schlimmste Folgen eines Klimawandels voraus. 
Meine Frage sollte so verstanden sein, ob nicht einige aktuelle 
Wunschklimaaktionen schlimmere Folgen haben. Der Ablasshandel hat die 
Kirche sehr reich gemacht. Jetzt machen es eben die Politiker mit 
gleichem Ziel.

Bereits Svante Arrhenius, der Entdecker der klimaerwärmenden Wirkung von 
Kohlendioxid-Emissionen der Menschheit, wagte eine Vorhersage. Die 
kommenden, wärmeren Zeiten betrachtete er als Vorteil. «Wie haben das 
Recht auf die angenehme Annahme», so Arrhenius, «dass unsere Nachkommen, 
auch wenn erst in vielen Generationen, unter milderen Himmeln und 
weniger unwirtlicher Umgebung leben, als wir es heute tun.» Mitte des 
20. Jahrhunderts prophezeiten viele Experten dann einen katastrophalen 
Klimawandel, damals jedoch in Form globaler Abkühlung. Das wandelte sich 
in den 1980er Jahren. Seither steht wieder die globale Erwärmung im 
Fokus der Propheten. Seit etwa einem Jahrzehnt überschatten die 
Vorhersagen eines Weltuntergangs durch Klimawandel alle anderen 
apokalyptischen Prognosen.

Bezeichnend auch hier: Stimmen, die zur Mässigung aufrufen, werden 
weitgehend überhört. So mahnte der deutsche Klimaforscher Hartmut Grassl 
bereits in den 1990er Jahren: «Wenn wir so weiterreden, werden wir die 
Leute mit Sensationsmeldungen so müde machen, dass sie überhaupt nichts 
mehr glauben.» Doch die Untergangspropheten liessen sich nicht beirren 
und das Publikum ist bis heute nicht ermüdet. Obwohl es mittlerweile 
seit einem halben Jahrhundert fünf vor zwölf ist. Unentwegt verkünden 
Medien und Aktivisten Horrorszenarien. Und immer noch wirken sie so gut 
wie eh und je. Die Bewegung «Fridays for Future» ist der beste Beweis 
dafür.

Ich bin auch einer der genannten Leute die „nichts mehr glauben“ können
Danke für die Kommentare

von Thomas U. (charley10)


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Kara B. schrieb:
> Thomas U. schrieb:
>> Nachfrage: Sind diese Ideen nicht schon längst Inhalt bestimmter
>> 'Zukunftsprogramme' für die  'Bevölkerung'?
>
> Der große Reset ist doch in Vorbereitung. Die Probleme lösen sich damit
> doch von selbst.
> Die kritische Frage ist nur, wer zu den auserwählten Überlebenden
> gehört? Thomas U.?

Sicher nicht. Gegen eine aufgeputschte Horte in diesem Verteilungskampf 
sehe ich für mich real keine Chance. Leider. Schließlich gibt es bei den 
alten Verursachern sicher noch 'was zu holen'....

von Mucky F. (mucky-f)


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Fred R. schrieb:
> Stimmen, die zur Mässigung aufrufen, werden weitgehend überhört.

Komischerweise höre ich die. Könnte daran liegen das ich Irrenhäuser wie 
(soziale) Medien einfach meide. Die sind was für Menschen die sonst 
nichts mit sich anfangen können.

von Mucky F. (mucky-f)


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Icke ®. schrieb:
> Was verbraucht den meisten Strom?

Schattendiskussion. Heizung und Verkehr erzeugen die meisten Emissionen.

> Daraus ergeben sich folgende Vorschläge:

Einen Raum heizen
Auto abschaffen

Mach ich seit über 20 Jahren so

von (prx) A. K. (prx)


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Fred R. schrieb:
> Bereits Svante Arrhenius, der Entdecker der klimaerwärmenden Wirkung von
> Kohlendioxid-Emissionen der Menschheit, wagte eine Vorhersage. Die
> kommenden, wärmeren Zeiten betrachtete er als Vorteil.

Ein Skandinavier. ;-)

von Mucky F. (mucky-f)


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Thomas U. schrieb:
> Nachfrage: Sind diese Ideen nicht schon längst Inhalt bestimmter
> 'Zukunftsprogramme' für die  'Bevölkerung'?

Die liegt darin das du immer mehr Geld an die Klimakirche zahlen sollst. 
Völlig sinnlos weil Geld zu verdienen noch mehr Emissionen erzeugt.

Davon ab ist diese irrwitzige CO2 Diskussion eh egal. Old Germany hat 
nicht mal 2% des menschengemachten CO2 und das wiederum ist nur ein 
Bruchteil des natürlichen. China plant 600 Kohlekraftwerke und wenn die 
hier abgeschaltet werden werden es überall noch mehr weil ein 
Marktteilnehmer verschwindet.

Hat Hans Werner Sinn alles schön beschrieben. Aber Fakten waren schon 
immer egal wenn Nichtkönner und Nichtstuer Pfründe wittern.

von (prx) A. K. (prx)


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"Auch China engagiert sich inzwischen stärker gegen den Klimawandel. Im 
vergangenen Jahr verschärfte die Volksrepublik bereits ihre Ziele - in 
dieser Woche folgte ein wichtiger Schritt zu deren Erreichung."

https://www.manager-magazin.de/politik/weltwirtschaft/klimawandel-china-startet-weltgroesstes-emissionshandelssystem-a-cc8c45ef-c339-474a-ba88-aa2c5fed67dc

von Unbekannt U. (unbekannter)


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Fred R. schrieb:
> Zu verheerenden Überschwemmungen in Deutschland
> Ursache, soll der von den Menschen allein verursachten CO² Anstieg sein,
> der soll ja die Hauptursache für eine Klimaerwärmung auf der Erde sein
> und somit der Auslöser  für so ein Unheil das nur der Anfang ist, wird
> in den bekannten Medien ständig vermittelt.

Das ist das Hauptproblem der aktuellen "Hysterie": Es werden Themen 
miteinander vermischt, Differenzierung unerwünscht, kritische Fragen 
erst recht nicht.

Z.B. Hochwasserschäden, wie aktuell: Es gehören da zwei Dinge dazu: Zu 
viel Wasser, das in zu kurzer Zeit kommt, und fehlende Möglichkeiten, 
dass viel Wasser aufgenommen/ableitet werden kann.

Es ist schon seit Jahrzehnten nichts ungewöhnliches, dass Gemeinden 
Baugebiete in "kritischen" Gebieten ausweisen, dass Überflutungsflächen 
von Flüssen und gerade den kleinen Bächen massiv vernichtet wurden, etc.

Wenn Hochwasser-Betroffene im Interview sagen, "Hochwasser sind wir ja 
gewöhnt, aber so etwas ...", bei allem Mitleid und Mitgefühl für die 
Schäden und menschlichen Verluste, aber wenn es Ortschaften/Baugebiete 
gibt, die regelmäßig überflutet werden, ist es nicht überraschend, dass 
ca. alle 100 Jahre eben mal eine "Jahrhundert-Flut" zuschlägt.

Ich kann hier (Bodensee) teilweise nur staunen, wo heute überall 
hingebaut wird. Das sind Wiesen, die in meiner Kindheit die meiste Zeit 
nur mit Gummistiefeln zu betreten waren, in 100 Meter Entfernung zu 
irgendwelchen kleinen Flüssen.
Klar ist der Grundwasserspiegel die letzten 40 Jahre gesunken und die 
Gebiete sind heute staubtrocken. Aber es wird der Tag X kommen, da wird 
sich hier auch so ein Tief über mehrere Tage festsetzen, der Fluss wird 
steigen, das Wasser von den umliegenden Hängen runterkommen und die 
tiefgelegenen, nun versiegelten Flächen dieser Baugebiete eben massiv 
überschwemmen.

Die verherrenden Auswirkungen solcher Tiefdruckgebieten, die extrem viel 
Niederschlag bringen, haben eben genau nichts mit Wetter, schon gar 
nichts mit Klimawandel zu tun, sondern mit fehlgeleiteter Ansiedelung, 
fehlender langfristigen Planung, und fehlenden Hochwasserschutz und 
fehlender Überflutungskonzepten.

Und diese kräftigen und ergiebigen Tiefs, so wie diesen Sommer, sind 
auch nichts ungewöhnliches. Einfach mal in den Chroniken und Büchern 
stöbern, was es vor 100, 150, 200 Jahren für Überschwemmungen gegeben 
hat, und das in Zeiten, in denen deutlich weniger Flächen versiegelt 
waren!

Dass solche Ereignisse wahrscheinlich mit dem Klimawandel zunehmen 
werden, ist unbestritten. Den Zeitpunkt, ab wann diese Zunahme statt 
gefunden hat, wird man aber nur viele Jahrzehnte, wenn nicht 100 Jahre 
oder mehr, in der Zukunft belegen können. Statistik kann nur in die 
Vergangenheit schauen.

Was eben, gerade hier in Deutschland fehlt, ist ein konsequentes 
Einstellen auf die anstehenden Wetter-Veränderungen und 
Klima-Veränderungen. Sprich massive Investitionen in Unwetter-Schutz ist 
notwendig. Auch politisch unbequeme Maßnahmen, wie Bebauung an 
gefährdeten Küsten auflösen, Flächen wieder als Überflutungsgebiete 
bereitstellen, etc.

Es ist einfach idiotisch, jedes Jahr Unsummen von Steuergeldern z.B. 
fürs Aufschütten von Landverlust auf irgendwelchen, deutschen Insel 
auszugeben, im Wissen, dass der Meeresspiegel eh steigen wird und diese 
Inseln früher oder später überflutet, während es an Küsten Großstätte 
mit wichtiger Infrastruktur gibt, die besser geschützt werden müssen, 
etc.

Und genau das ist doch der Kern: Eine Veränderung des Wetters und des 
Klimas ist unabwendbar. Wir müssen uns darauf einstellen. Lösen können 
wir das durch übergreifende Planung und Technik, durch Investitionen. 
Der Anteil der Bundesrepublik beträgt nur ca. 1% der Weltbevölkerung. Ob 
wir in Höhlen hausen und jeder seinen eigen Garten bewirtschaftet, oder 
ob wir eine Tech-Nation sind (bzw. werden), ist bei 99% andere 
Teilnehmer auf dieser Weltkugel völlig irrelevant. Vor allem, wenn wir 
unsere politische (Rest-)Einflussmöglichkeiten durch weitere 
De-Industrialisierung und Verlust von Marktmacht weiter verlieren.

von Egon D. (egon_d)


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Unbekannt U. schrieb:

> Das ist das Hauptproblem der aktuellen "Hysterie":
> Es werden Themen miteinander vermischt,

Richtig. Du selbst führst das ja auf selten deutliche
Weise vor: Du diskutierst die Folgen solcher extremen
Wetterereignisse für die Betroffenen -- der Klimawandel
ist aber nur für Stärke und Häufigkeit der Ereignisse
verantwortlich.

Schattenboxen vom Feinsten.


> Und genau das ist doch der Kern: Eine Veränderung des
> Wetters und des Klimas ist unabwendbar. Wir müssen uns
> darauf einstellen.

Spitze.

Umweltsau erklärt notorischem Fußgänger, dass "das eben
nun mal so ist und man da nix machen kann und man sich
am Besten damit abfinden soll."

von Kara B. (Firma: ...) (karabenemsi)


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Thomas U. schrieb:
> Sicher nicht. Gegen eine aufgeputschte Horte in diesem Verteilungskampf
> sehe ich für mich real keine Chance. Leider.

Ich dachte als ungechippter Corona/Impf-Verweigerer überlebt man den 
Reset. Dann bleibt dir wohl nur noch der "Nach mir die Sintflut-Ausweg"

von (prx) A. K. (prx)


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Unbekannt U. schrieb:
> Ich kann hier (Bodensee) teilweise nur staunen, wo heute überall
> hingebaut wird.

Versicherungen bei Autos sind über mehrere Parameter an das statistisch 
differenzierbare Schadensrisiko gekoppelt. Bei Versicherungen gegen 
Elementarschäden war das früher freilich nicht der Fall, besonders krass 
in Baden-Württemberg, so dass ein Fehlanreiz bestand. In dem Umfang, in 
dem solche Versicherungen ihre Prämien am örtlichen Risiko orientieren, 
korrigiert sich das.

von Egon D. (egon_d)


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Mucky F. schrieb:

> Thomas U. schrieb:
>> Nachfrage: Sind diese Ideen nicht schon längst Inhalt
>> bestimmter 'Zukunftsprogramme' für die  'Bevölkerung'?
>
> Die liegt darin das du immer mehr Geld an die Klimakirche
> zahlen sollst.

Wenn eine bestimmte Leistung kurzfristig erheblich teurer
wird, kann man natürlich einfach mehr bezahlen.

Es gibt aber noch eine andere Lösung für das Problem.
Kommst Du darauf, welche?

von (prx) A. K. (prx)


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Kara B. schrieb:
> Ich dachte als ungechippter Corona/Impf-Verweigerer überlebt man den
> Reset. Dann bleibt dir wohl nur noch der "Nach mir die Sintflut-Ausweg"

Wobei man bedenken sollte, dass als Überlebende im berichteten 
Präzedenzfall ausschliesslich Gläubige in Frage kamen. Wer gegen die 
Klimakirche wettert, sollte das berücksichtigen. ;-)

von Kara B. (Firma: ...) (karabenemsi)


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(prx) A. K. schrieb:
> Wer gegen die
> Klimakirche wettert,

Ich dachte immer, dass auch die Klima-Lüge Bestandteil des Resets ist.

von (prx) A. K. (prx)


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Frank D. schrieb:
> Das spielt eigentlich keine Rolle.

Und ob. Freisetzung fossiler Energie ist ein Aspekt - aber keineswegs 
der wesentliche. Das ist vielmehr die Veränderung von atmosphärischen 
und klimatischen Bedingungen durch das dabei erzeugte CO2. Egal wie man 
zu Kernkraft steht: CO2 produziert sie nicht.

von Thomas U. (charley10)


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Kara B. schrieb:
> Thomas U. schrieb:
>> Sicher nicht. Gegen eine aufgeputschte Horte in diesem Verteilungskampf
>> sehe ich für mich real keine Chance. Leider.
>
> Ich dachte als ungechippter Corona/Impf-Verweigerer überlebt man den
> Reset. Dann bleibt dir wohl nur noch der "Nach mir die Sintflut-Ausweg"

Aha! Dich interessiert mein Impfstatus? Mein 'Ariernachweis' (nur auf 
Papier) erlaubt es mir inzwischen, auch mal kurzfristig mit meiner Frau 
in die Gaststätte zu gehen.

von Thomas U. (charley10)


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(prx) A. K. schrieb:
> Kara B. schrieb:
>> Ich dachte als ungechippter Corona/Impf-Verweigerer überlebt man den
>> Reset. Dann bleibt dir wohl nur noch der "Nach mir die Sintflut-Ausweg"
>
> Wobei man bedenken sollte, dass als Überlebende im berichteten
> Präzedenzfall ausschliesslich Gläubige in Frage kamen. Wer gegen die
> Klimakirche wettert, sollte das berücksichtigen. ;-)

Aus der Vergangenheit lernen...   Für aktive Mitglieder dieser Kirche 
wird es als Belohnung die bewährte 'Sonderversorgung' geben, um die bei 
der Stange zu halten. Verteilungskampf eben....

von Egon D. (egon_d)


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Fred R. schrieb:

> Seit einem halben Jahrhundert sagen Wissenschaftler,
> Journalisten und Aktivisten schlimme und schlimmste
> Folgen eines Klimawandels voraus.

Ich kann mir nicht helfen... irgendwie fehlt hier die
zweite Hälfte des Gedankens.


> Ich bin auch einer der genannten Leute die „nichts
> mehr glauben“ können

Lehrbücher existieren. Bibliotheken und Buchläden auch.

von A. S. (achs)


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Unbekannt U. schrieb:
> Es ist einfach idiotisch, jedes Jahr Unsummen von Steuergeldern z.B.
> fürs Aufschütten von Landverlust auf irgendwelchen, deutschen Insel
> auszugeben, im Wissen, dass der Meeresspiegel eh steigen wird und diese
> Inseln früher oder später überflutet, während es an Küsten Großstätte
> mit wichtiger Infrastruktur gibt, die besser geschützt werden müssen,
> etc.

Das ist wohl ein Missverständnis: diese Inseln und Halligen werden mit 
viel Aufwand gehalten, gerade um die Küste zu schützen.

Sobald die weg sind, fräst sich die Flut ins Land.

Schau Mal auf die Karte, die Inseln sind nichts anderes als ein 
löchriger Schutzwall.

von Egon D. (egon_d)


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(prx) A. K. schrieb:

> Frank D. schrieb:
>> Das spielt eigentlich keine Rolle.
>
> Und ob. Freisetzung fossiler Energie ist ein Aspekt - aber
> keineswegs der wesentliche. Das ist vielmehr die Veränderung
> von atmosphärischen und klimatischen Bedingungen durch das
> dabei erzeugte CO2. Egal wie man zu Kernkraft steht: CO2
> produziert sie nicht.

Das ist m.W. falsch.

Es genügt natürlich nicht, die letztlich erzeugte Kilowatt-
stunde Elektroenergie in Beziehung zu den CO2-Emissionen
durch den Betrieb des Kraftwerkes zu setzen -- man muss
natürlich auch anteilig die bei seiner Errichtung verursachten
Emissionen berücksichtigen, und die bei der Förderung und
Aufbereitung des Brennstoffes anfallenden sowieso.

von Egon D. (egon_d)


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Thomas U. schrieb:

> Aha! Dich interessiert mein Impfstatus? Mein 'Ariernachweis'
> (nur auf Papier) erlaubt es mir inzwischen, auch mal
> kurzfristig mit meiner Frau in die Gaststätte zu gehen.

Und? Wieviele ungeimpfte Verwandte hast Du denn inzwischen
in den Gaskammern des Robert-Koch-Institutes verloren?

von (prx) A. K. (prx)


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Egon D. schrieb:
>> Ich bin auch einer der genannten Leute die „nichts
>> mehr glauben“ können
>
> Lehrbücher existieren. Bibliotheken und Buchläden auch.

Die ändert daran nicht viel. Es gibt den von ihm bemerkten Aspekt 
durchaus. Dass sich wissenschaftliche Aussagen ändern wie die Rocklänge 
in der Mode. Nicht nur bei Aussagen zum Klima: Wer über ein halbes 
Jahrhundert verfolgte, was jeweils über Blutfette berichtet wurde, und 
wie man sich verhalten solle, der konnte sich schon fragen, ob der 
abnehmende Haarwuchs biologisch bedingt ist, oder am Kopfkratzen liegt.

Nicht nur, dass man selbst kaum in der Lage ist, solche Themen 
persönlich bis ins letzte Detail zu beherrschen. Will man nicht warten, 
bis die unterschiedlichen Ansichten sich ausgemendelt haben, muss man 
auf Basis von nicht völlig gesicherter Erkenntnisse handeln.

von Thomas U. (charley10)


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Egon D. schrieb:
> Thomas U. schrieb:
>
>> Aha! Dich interessiert mein Impfstatus? Mein 'Ariernachweis'
>> (nur auf Papier) erlaubt es mir inzwischen, auch mal
>> kurzfristig mit meiner Frau in die Gaststätte zu gehen.
>
> Und? Wieviele ungeimpfte Verwandte hast Du denn inzwischen
> in den Gaskammern des Robert-Koch-Institutes verloren?

Das hab ich noch nicht nachgezählt...
Du wirst mir aber sicher eine Erklärung für den offensichtlichen 
Widerspruch der beiden Zitate geben? Oder bist Du das, der stänkern 
möchte?

von (prx) A. K. (prx)


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Egon D. schrieb:
> Förderung und Aufbereitung des Brennstoffes anfallenden sowieso

Will man alle Parameter bis zur x-ten Stelle hinter dem Komma 
mitrechnen, wirds kompliziert - und sinnlos. Die klimatischen 
Nebenwirkungen durch Herstellung und Betrieb von KKWs sind 
vernachlässigbar. Rechne die jährliche Menge an Nuklearbrennstoff gegen 
die Menge von Kohle und Öl. Da fällt auch der höhere Aufwand bei 
Nuklearbrennstoff nicht weiter ins Gewicht.

Die Nebenwirkungen von Kernkraft sind anderer Art. Man kann Regionen 
auch ohne Überflutung unbewohnbar machen, und das für längere Zeit. Aber 
das ist nicht klimatisch bedingt und ein anderes Thema.

: Bearbeitet durch User
von Thomas U. (charley10)


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Thomas U. schrieb:
> Egon D. schrieb:
>> Thomas U. schrieb:
>>
>>> Aha! Dich interessiert mein Impfstatus? Mein 'Ariernachweis'
>>> (nur auf Papier) erlaubt es mir inzwischen, auch mal
>>> kurzfristig mit meiner Frau in die Gaststätte zu gehen.
>>
>> Und? Wieviele ungeimpfte Verwandte hast Du denn inzwischen
>> in den Gaskammern des Robert-Koch-Institutes verloren?
>
> Das hab ich noch nicht nachgezählt...
Nachtrag:
> Du wirst mir aber sicher eine Erklärung für den offensichtlichen
> Widerspruch der beiden Zitate geben? Oder bist Du das, der
 mit Unterstellungen
> stänkern möchte?

von Fred R. (fredylich)


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Egon D. schrieb:
> Lehrbücher existieren. Bibliotheken und Buchläden auch.

ich schrieb glauben und können.

von Kara B. (Firma: ...) (karabenemsi)


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Thomas U. schrieb:
> Mein 'Ariernachweis' (nur auf
> Papier) erlaubt es mir inzwischen, auch mal kurzfristig mit meiner Frau
> in die Gaststätte zu gehen.

Für so billiges Vergnügen verkaufst du deine Seele und läufst durch die 
Impfung zu den Schlafschafen über?! Traurig, traurig.

von (prx) A. K. (prx)


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Kara B. schrieb:
> Für so billiges Vergnügen verkaufst du deine Seele und läufst durch die
> Impfung zu den Schlafschafen über?! Traurig, traurig.

Und er hat noch nicht einmal so lange gewartet, bis er 30 Silberlinge 
dafür kriegt. ;-)

: Bearbeitet durch User
von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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(prx) A. K. schrieb:
> ie Nebenwirkungen von Kernkraft sind anderer Art. Man kann Regionen
> auch ohne Überflutung unbewohnbar machen, und das für längere Zeit.

Für die Natur ist das kein Problem, sondern eher ein Gewinn, solange die 
Region menschenfrei bleibt, bzw. am Besten kommen die nie wieder zurück.

von Egon D. (egon_d)


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Fred R. schrieb:

> Egon D. schrieb:
>> Lehrbücher existieren. Bibliotheken und Buchläden auch.
>
> ich schrieb glauben und können.

Ich weiss.

Niemand muss glauben, wenn er wissen kann.

Unwissende unterscheiden sich von Ignoranten dadurch,
dass letztere bewusst im Zustand des Unwissens verharren.

von Thomas U. (charley10)


Lesenswert?

(prx) A. K. schrieb:
> Kara B. schrieb:
>> Für so billiges Vergnügen verkaufst du deine Seele und läufst durch die
>> Impfung zu den Schlafschafen über?! Traurig, traurig.
>
> Und er hat noch nicht einmal so lange gewartet, bis er 30 Silberlinge
> dafür kriegt. ;-)

Lese ich zwischen den Zeilen gewisse Neidgefühle? Vermutlich...

von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Egon D. schrieb:
> Unwissende unterscheiden sich von Ignoranten dadurch,

Besser Unwissende als gefährliche Halbwissende.
Halbwissende gibt es viele unter den Klimaaktivisten.

: Bearbeitet durch User
von Thomas U. (charley10)


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Dieter D. schrieb:
> (prx) A. K. schrieb:
>> ie Nebenwirkungen von Kernkraft sind anderer Art. Man kann Regionen
>> auch ohne Überflutung unbewohnbar machen, und das für längere Zeit.
>
> Für die Natur ist das kein Problem, sondern eher ein Gewinn, solange die
> Region menschenfrei bleibt, bzw. am Besten kommen die nie wieder zurück.

Dann wäre es an der Zeit, mit gutem Beispiel voranzugehen. Oder doch 
immer nur 'die Anderen'?

von (prx) A. K. (prx)


Lesenswert?

Thomas U. schrieb:
>> Und er hat noch nicht einmal so lange gewartet, bis er 30 Silberlinge
>> dafür kriegt. ;-)
>
> Lese ich zwischen den Zeilen gewisse Neidgefühle? Vermutlich...

Im Gegenteil. Verstehe es als Lob, dass es dir nicht ums Geld ging, 
sondern offenbar um die Sache selbst.

von Ben B. (Firma: Funkenflug Industries) (stromkraft)


Lesenswert?

Man man man was einige hier für Scheiße labern... Da hat man ehrlich 
keine Lust, mitzudiskutieren - weils einfach nichts bringt.

So von wegen Reset. Erstens wäre das meiner Meinung nach keine schlechte 
Idee, zur gerechteren Verteilung des Vermögens auf der Welt bzw. 
Deutschland reicht ja schon, wäre das langsam mal fällig. Wird aber 
leider nicht passieren, bzw. frühestens in 30..50 Jahren vielleicht.

Dann CoViD19 als Mittel zum Reset: leider untauglich weil nicht tödlich 
genug. Wenn man der Pandemie ungebremst ihren Lauf lassen würde, sterben 
vielleicht 10..15% der Weltbevölkerung, und ganz sicher nicht die 
Reichen. Erstens genügen 10..15% nicht für eine wirkliche Veränderung 
und zweitens müsste man die Reichen für so einen Reset zuerst 
wegknallen.

Oder Naturkatastrophen als Mittel zum Reset? Gibts auch nicht erst seit 
2019. Oder-Hochwasser 1997 und 2010, Elbe-Hochwasser 2002, der Rhein 
tritt regelmäßig über die Ufer. Dann hat 1984 ein kleines Hagelgewitter 
den Südosten von München zerbombt und 1962 ist Hamburg durch eine 
Sturmflut abgesoffen, damals insgesamt 340 Tote. Also wenn das ein 
Mittel zum Reset sein soll, kommt mir das ebenfalls ziemlich untauglich 
vor.

Ende der Diskussion über das Thema Verschwörungstheorien.

von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Thomas U. schrieb:
> Dann wäre es an der Zeit, mit gutem Beispiel voranzugehen. Oder doch
> immer nur 'die Anderen'?

Nur bringt das alles nichts, wenn nicht die gesamte Menschheit an die 
Kandarre genommen wird. Das ist wie ein Bankkonto mit gemeinsamer 
Nutzung auf das ein großes Erbe eingezahlte wurde. Wenn nur einer als 
Verschwender laufend abhebt und keiner stoppen kann, dann war das alles 
umsonst. Man kann sich durch seine Sparsamkeit dann nur noch loben, dass 
der Verschwender so einen Tag länger gebraucht hat, das ganze Konto 
abzuräumen.

von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Ben B. schrieb:
> vielleicht 10..15% der Weltbevölkerung

Auch bei vollkommenen überlasteten Gesundheitssystem sind keine 
zweistelligen Prozente zu erreichen. Magere 2,5...5%, mehr kann der 
Virus nicht.

von Kara B. (Firma: ...) (karabenemsi)


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Ben B. schrieb:
> Da hat man ehrlich
> keine Lust, mitzudiskutieren - weils einfach nichts bringt.

Zu dem Klima-/Energiethema dürfte es Zillionen von Threads, die immer 
wieder den gleichen Mist durchkauen, allein hier im Forum geben.

Was soll deiner Meinung nach der (Zillion + 1)te Thread jetzt an 
Erkenntnisdurchbrüchen vor allem an der Hardcore-Verweigerungs-Front 
geben.


https://www.spiegel.de/fotostrecke/cartoon-des-tages-fotostrecke-142907.html#bild-f183cc31-e3d3-47c4-a083-1c7b6ed1dde1

von Thomas U. (charley10)


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Gerald K. schrieb:
> Matthias S. schrieb:
>> Genau das ist eines der Probleme. Wir stehen alle im Kreis und zeigen
>> auf den nächsten in der Runde.
>
> Es klingt blöd, aber Corona zeigt es vor. Z.B. durch Einschränkung der
> Mobilität. Leider wird der Flugverkehr wieder voll hoch gefahren und dem
> Individuallverkehr die Schuld gegeben.
>
> Wie wäre es mit einer Energiekarte, die jedes Monat aufgetankt wird und
> mit jeder Tankfüllung, Stromverbrauch, Flugticket, etc reduziert wird.

In Höhe von zwei Teelichten? Das genügt mit ausreichender Sparsamkeit 
zum (über)leben. Du kannst sicher auch deinen Nachbarn 'überzeugen', dir 
seinen Anteil abzugeben. ...falls dieser nicht vor dir diese Idee hatte!

von Gerald K. (geku)


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Dieter D. schrieb:
> Auch bei vollkommenen überlasteten Gesundheitssystem sind keine
> zweistelligen Prozente zu erreichen. Magere 2,5...5%, mehr kann der
> Virus nicht.

Wir wissen es nicht was passiert wenn das Gesundheitswesen und in der 
Folge die Versorgung (Wirtschaft) zusammen bricht.

Tatsache ist, dass im Mittelalter Seuchen, die Bevölkerung stark 
dezimiert haben.

Erst der heutige medizinische Fortschritt hat dem entgegen gewirkt und 
die Bevölkerungsexplosion ausgelöst.

Wenn wir diesen Fortschritt nicht nutzen und Schutzmaßnahmen nicht 
wahrnehmen, können wir, bei der ungleich höherer Bevölkerungsdichte, 
leicht ins Mittelalter zurück fallen.

von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Gerald K. schrieb:
> Erst der heutige medizinische Fortschritt hat

Als erster Fortschritt wäre die Hygiene zu nennen, als in den Städten 
die Kanalisation eingeführt wurde. Vorher wurde alles einfach auf die 
Straße gekippt und blieb dort, bis der Regen alles wegspülte.

: Bearbeitet durch User
von Gerald K. (geku)


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Dieter D. schrieb:
> Als erster Fortschritt wäre die Hygiene zu nennen, als in den Städten
> die Kanalisation eingeführt wurde. Vorher wurde alles einfach auf die
> Straße gekippt und blieb dort, bis der Regen alles wegspülte.

Dafür kommen andere probleme mit der Hyviene dazu.

Ein Cousine  von mir ist vor Jahren an hämorrhagische Fieber  gestorben, 
ohne dass sie auf Urlaub war. Sie lebt nur in einer Einflugschneise.

https://praxistipps.focus.de/wo-wird-eine-flugzeugtoilette-entleert-alle-infos_93979

von Icke ®. (49636b65)


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Ben B. schrieb:
> Man man man was einige hier für Scheiße labern... Da hat man ehrlich
> keine Lust, mitzudiskutieren - weils einfach nichts bringt.

Das unterschreibe ich.

> So von wegen Reset. Erstens wäre das meiner Meinung nach keine schlechte
> Idee, zur gerechteren Verteilung des Vermögens auf der Welt bzw.
> Deutschland reicht ja schon, wäre das langsam mal fällig. Wird aber
> leider nicht passieren, bzw. frühestens in 30..50 Jahren vielleicht.

Wenn es nach Klaus Schwab geht, dem Gründer und Vorsitzenden des 
Weltwirtschaftsforums (WEF)*, muß der Great Reset JETZT eingeleitet 
werden. Ich empfehle, sein im letzten Sommer veröffentlichtes Buch 
"COVID19: The Great Reset" zu lesen. Gibts als Taschenbuch oder E-Book.

https://www.amazon.de/COVID-19-Great-Reset-Klaus-Schwab/dp/2940631123

*das ist der Verein, der jährlich in Davos (dieses Jahr gerade nicht) 
ein Treffen mit den Staatschefs und Wirtschaftsbossen aller Herren 
Länder veranstaltet, auf dem die Weltpolitik besprochen wird.

https://www.weforum.org/

Ein paar Zitate aus dem Buch:

[Zitat]
Seite 12

Viele von uns machen sich Gedanken darüber, wann
sich die Dinge wieder normalisieren werden. Die kurze Antwort lautet: 
nie.
Nichts wird jemals zu dem "gebrochenen" Gefühl der Normalität 
zurückkehren,
das vor der Krise herrschte, denn die Coronavirus-Pandemie markiert 
einen
grundlegenden Wendepunkt in unserer globalen Entwicklung. Einige 
Analysten
sprechen von einer großen Zweiteilung, andere sprechen von einer tiefen 
Krise
"biblischen" Ausmaßes, aber das Wesen bleibt dasselbe: Die Welt, wie wir 
sie in
den ersten Monaten des Jahres 2020 kannten, ist nicht mehr, sie hat sich 
im
Kontext der Pandemie aufgelöst. Es kommen radikale Veränderungen von
solcher Tragweite, dass einige Experten von einer Ära "vor dem 
Coronavirus"
(BC) und "nach dem Coronavirus" (AC) sprechen. Wir werden weiterhin 
sowohl
von der Schnelligkeit als auch von der unerwarteten Natur dieser 
Veränderungen
überrascht sein - da sie miteinander verschmelzen, werden sie Folgen 
zweiter,
dritter, vierter und weiterer Ordnung, Kaskadeneffekte und 
unvorhergesehene
Folgen provozieren. Auf diese Weise werden sie ein "neues Normal" 
formen,
das sich radikal von dem unterscheidet, das wir nach und nach hinter uns 
lassen
werden. Viele unserer Überzeugungen und Annahmen darüber, wie die Welt
aussehen könnte oder sollte, werden in diesem Prozess zerschlagen 
werden.

Seite 14

Die Ausbreitung von Infektionskrankheiten hat die einzigartige 
Fähigkeit, Angst,
Unruhe und Massenhysterie zu schüren.

Seite 33

Muss die
Wirtschaft sterben, damit sie in robuster Gesundheit wiederbelebt
werden kann? Ja, sagten die Hüter der öffentlichen Gesundheit, die
ab dem 15. Jahrhundert Teil des städtischen Lebens in Europa
wurden.

Seite 47

Die tiefe Zerrüttung, die durch COVID-19 weltweit verursacht wurde, hat 
den
Gesellschaften eine erzwungene Pause geboten, um darüber nachzudenken, 
was
wirklich von Wert ist. Jetzt, da die wirtschaftlichen Sofortmaßnahmen 
gegen die
Pandemie in Kraft getreten sind, kann die Gelegenheit ergriffen werden, 
die Art
von institutionellen Veränderungen und politischen Entscheidungen zu 
treffen,
die die Volkswirtschaften auf einen neuen Weg in eine gerechtere, 
grünere
Zukunft führen.

Seite 72

Mit Blick auf die Zukunft werden die Regierungen höchstwahrscheinlich, 
aber
mit unterschiedlicher Intensität, entscheiden, dass es im besten 
Interesse der
Gesellschaft ist, einige der Spielregeln neu zu schreiben und ihre Rolle 
dauerhaft
zu stärken.

Seite 87

Dies wird nur durch eine verbesserte globale Regierungsführung erreicht 
werden
- der "natürlichste" und wirksamste mildernde Faktor gegen 
protektionistische
Tendenzen. Wir wissen jedoch noch nicht, wie sich ihr Rahmen in 
absehbarer
Zeit entwickeln wird. Gegenwärtig gibt es unheilvolle Anzeichen dafür, 
dass es
nicht in die richtige Richtung geht. Wir dürfen keine Zeit verlieren. 
Wenn wir
das Funktionieren und die Legitimität unserer globalen Institutionen 
nicht
verbessern, wird die Welt bald unkontrollierbar und sehr gefährlich 
werden.
Ohne einen globalen strategischen Rahmen der Regierungsführung kann es
keine dauerhafte Erholung geben.

Seite 91

Die Welt wird ein sehr gefährlicher Ort sein, wenn wir keine 
multilateralen
Institutionen festlegen. Eine globale Koordination wird nach der
epidemiologischen Krise noch notwendiger sein, denn es ist 
unvorstellbar, dass
die Weltwirtschaft ohne eine nachhaltige internationale Zusammenarbeit 
"neu
starten" könnte. Ohne sie werden wir auf "eine ärmere, gemeinere und 
kleinere
Welt" zusteuern.

Seite 102

Darüber hinaus ist die Pandemie in Bezug auf das globale Risiko am 
ehesten mit
dem Klimawandel und dem Zusammenbruch von Ökosystemen (den beiden
wichtigsten Umweltrisiken) gleichzusetzen. Die drei stellen von Natur 
aus und
in unterschiedlichem Ausmass existenzielle Bedrohungen für die 
Menschheit
dar, und wir könnten argumentieren, dass COVID-19 uns bereits einen 
Einblick
oder Vorgeschmack darauf gegeben hat, was eine ausgewachsene Klimakrise
und ein Zusammenbruch des Ökosystems aus wirtschaftlicher Sicht mit sich
bringen könnte: kombinierte Nachfrage- und Angebotsschocks und
Unterbrechungen der Handels- und Lieferketten mit Wellen- und
Folgewirkungen, die die Risiken (und in einigen Fällen auch Chancen) in 
den
anderen Makrokategorien Geopolitik, gesellschaftliche Fragen und 
Technologie
verstärken. Wenn Klimawandel, Zusammenbruch von Ökosystemen und
Pandemien so ähnlich aussehen wie globale Risiken, wie lassen sie sich 
dann
wirklich vergleichen? Sie weisen viele Gemeinsamkeiten, aber auch starke
Unterschiede auf.

Seite 108

weil die Weltwirtschaft dennoch
weiterhin große Mengen Kohlendioxid ausstößt. Wie könnte eine solche
Strategie dann aussehen? Die beträchtliche Größe und Tragweite der
Herausforderung kann nur durch eine Kombination aus beidem bewältigt
werden: 1) einem radikalen und tiefgreifenden Systemwandel in der Art 
und
Weise, wie wir die Energie erzeugen, die wir für unser Funktionieren 
benötigen;
und 2) strukturellen Veränderungen in unserem Konsumverhalten. Wenn wir 
in
der Ära nach der Pandemie beschließen, unser Leben wieder so aufzunehmen
wie zuvor (indem wir die gleichen Autos fahren, die gleichen Ziele 
anfliegen,
die gleichen Dinge essen, unser Haus auf die gleiche Art und Weise 
heizen
usw.), dann ist die COVID-19-Krise, was die Klimapolitik betrifft, 
umsonst
gewesen. Wenn umgekehrt einige der Gewohnheiten, zu denen wir während 
der
Pandemie gezwungen waren, sich in strukturellen Verhaltensänderungen
niederschlagen, könnte das Klima anders ausfallen. Weniger pendeln, 
etwas
mehr aus der Ferne arbeiten, Rad fahren und zu Fuß gehen statt Auto 
fahren, um
die Luft in unseren Städten so sauber zu halten, wie sie während der
Abriegelungen war, Urlaub in der Nähe des Wohnortes machen: All dies 
könnte,
wenn man es im Maßstab zusammenfasst, zu einer nachhaltigen Verringerung
der Kohlenstoffemissionen führen. Dies bringt uns zu der überaus 
wichtigen
Frage, ob sich die Pandemie letztendlich positiv oder negativ auf die
Klimaschutzpolitik auswirken wird.

Seite 111

Nachdem wir uns monatelang
über die Pandemie und ihre Auswirkungen auf unsere Lungen Sorgen
gemacht haben, werden wir von sauberer Luft besessen sein; während der
Abriegelungen hat eine beträchtliche Anzahl von uns die Vorteile einer
geringeren Luftverschmutzung selbst gesehen und gerochen, was
möglicherweise zu der kollektiven Erkenntnis geführt hat, dass wir nur
noch wenige Jahre haben, um die schlimmsten Folgen der globalen
Erwärmung und des Klimawandels anzugehen. Wenn dies der Fall ist,
werden gesellschaftliche (kollektive und individuelle) Veränderungen
folgen.

Seite 112

aber wenn sich die Dinge zu verbessern beginnen, werden
wir uns kollektiv daran erinnern, dass zwischen Luftverschmutzung und
COVID-19 ein Kausalzusammenhang besteht. Dann wird Nachhaltigkeit
nicht mehr zweitrangig sein, und der Klimawandel (der so eng mit der
Luftverschmutzung korreliert) wird in den Vordergrund unserer Besorgnis
rücken.

Seite 116

Sie wird
auch eine der größten gesellschaftlichen und individuellen 
Herausforderungen,
die die Technik mit sich bringt, akzentuieren: den Datenschutz. Wir 
werden
sehen, wie die Ermittlung von Kontaktpersonen eine unvergleichliche 
Kapazität
hat und einen quasi unverzichtbaren Platz in dem Arsenal einnimmt, das 
zur
Bekämpfung von COVID-19 benötigt wird, während sie gleichzeitig so
positioniert ist, dass sie eine Massenüberwachung ermöglicht.

Seite 118

Darüber hinaus werden
die Vor- und Nachteile von Online und Offline durch eine Vielzahl von
Objektiven ständig unter die Lupe genommen werden. Wenn gesundheitliche
Erwägungen an erster Stelle stehen, können wir z.B. entscheiden, dass 
ein
Fahrradkurs vor dem Bildschirm zu Hause nicht mit der Geselligkeit und 
dem
Spaß einer Gruppe in einem Live-Kurs mithalten kann, sondern tatsächlich
sicherer (und billiger!) ist. Dieselbe Argumentation gilt für viele 
verschiedene
Bereiche wie das Fliegen zu einem Treffen (Zoom ist sicherer, billiger,
umweltfreundlicher und viel bequemer), die Fahrt zu einem entfernten
Familientreffen am Wochenende (die WhatsApp Familiengruppe ist nicht so
unterhaltsam, aber auch hier sicherer, billiger und umweltfreundlicher) 
oder
sogar die Teilnahme an einem akademischen Kurs (nicht so erfüllend, aber
billiger und bequemer).

Seite 125

ein Problem des kollektiven Handelns, das
einmal mehr die tief verwobene Natur des modernen Lebens unter der
individualistischen Fassade von Rechten und vertraglichen 
Verpflichtungen
unterstreicht. Keine App zur freiwilligen Vertragsverfolgung wird 
funktionieren,
wenn die Menschen nicht bereit sind, ihre eigenen persönlichen Daten der
Regierungsbehörde, die das System überwacht, zur Verfügung zu stellen; 
wenn
ein Einzelner sich weigert, die App herunterzuladen (und damit 
Informationen
über eine mögliche Infektion, Bewegungen und Kontakte zurückzuhalten), 
ist
jeder nachteilig betroffen.

Seite 127

In den kommenden Monaten und Jahren wird der Zielkonflikt zwischen dem
Nutzen für die öffentliche Gesundheit und dem Verlust der Privatsphäre
sorgfältig abgewogen und zum Thema vieler lebhafter Gespräche und 
hitziger
Debatten werden. Die meisten Menschen, die sich vor der Gefahr, die von
COVID-19 ausgeht, fürchten, werden fragen: Ist es nicht töricht, die 
Macht der
Technologie nicht zu nutzen, um uns zu retten, wenn wir Opfer eines 
Ausbruchs
sind und einer Situation auf Leben oder Tod gegenüberstehen? Sie werden 
dann
bereit sein, auf viel Privatsphäre zu verzichten, und sie werden 
zustimmen, dass
unter solchen Umständen die öffentliche Macht zu Recht die Rechte des
Einzelnen außer Kraft setzen kann. Dann, wenn die Krise vorüber ist, 
werden
einige vielleicht erkennen, dass ihr Land plötzlich zu einem Ort 
geworden ist, an
dem sie nicht mehr leben wollen. Dieser Denkprozess ist nichts Neues. In 
den
letzten Jahren haben sowohl Regierungen als auch Unternehmen immer
ausgefeiltere Technologien eingesetzt, um Bürger und Angestellte zu
überwachen und manchmal auch zu manipulieren; wenn wir nicht wachsam
sind, warnen wir die Befürworter des Datenschutzes, wird die Pandemie 
einen
wichtigen Wendepunkt in der Geschichte der Überwachung markieren.

Seite 135

Ebenso könnte sich die Pandemie als ein Segen für die Online-
Bildung erweisen. In Asien ist die Verlagerung hin zur Online-Bildung
besonders bemerkenswert, mit einem starken Anstieg der digitalen
Einschreibungen von Studenten, einer viel höheren Bewertung für Online-
Bildungsunternehmen und mehr verfügbarem Kapital für 
"ed-tech"-Start-ups.
Die Kehrseite dieser speziellen Medaille wird ein zunehmender Druck auf
Institutionen sein, die traditionellere Bildungsmethoden anbieten, ihren 
Wert zu
überprüfen und ihre Gebühren zu rechtfertigen

Seite 148

Es ist unwahrscheinlich, dass einige Verhaltensänderungen, die während 
der
Abriegelungen beobachtet wurden, in der Zeit nach der Pandemie 
vollständig
rückgängig gemacht werden können, und einige könnten sogar dauerhaft
werden. Wie sich dies genau auswirken wird, bleibt sehr ungewiss. Einige
wenige Konsummuster könnten zu langfristigen Trendlinien zurückkehren
(vergleichbar mit Flugreisen nach dem 11. September 2001), wenn auch mit
verändertem Tempo. Andere werden sich zweifellos beschleunigen, wie 
Online-
Dienste. Einige werden vielleicht aufgeschoben werden, wie der Kauf 
eines
Autos, während sich neue dauerhafte Konsummuster herausbilden können, 
wie
Käufe im Zusammenhang mit umweltfreundlicherer Mobilität.
Vieles davon ist noch unbekannt. Während der Abriegelungen waren viele
Verbraucher gezwungen, zu lernen, Dinge selbst zu tun (Brot backen, von 
Grund
auf kochen, sich die Haare schneiden usw.) und verspürten das Bedürfnis,
Ausgaben zu vermeiden. Wie fest werden sich diese neuen Gewohnheiten und
Formen des "Selbermachens" und des Autokonsums in der Zeit nach der
Pandemie etablieren? Dasselbe könnte für Studierende gelten, die in 
einigen
Ländern exorbitante Gebühren für Hochschulbildung zahlen. Werden sie 
nach
einem Trimester, in dem sie ihre Professoren auf ihren Bildschirmen 
beobachten,
anfangen, die hohen Ausbildungskosten in Frage zu stellen?

Seite 149

Dasselbe Phänomen
kann auch im Unterhaltungsgeschäft auftreten. Die Pandemie könnte unsere
Angst davor verstärken, mit völlig Fremden in einem geschlossenen Raum 
zu
sitzen, und viele Menschen könnten beschließen, zu Hause zu bleiben, um 
den
neuesten Film oder die neueste Oper zu sehen, ist die klügste Option.

Seite 153

Darüber hinaus
werden viele erkannt haben, dass es klimafreundlicher und weniger 
stressig ist,
von zu Hause aus zu arbeiten, als ins Büro zu pendeln.

Seite 154

Könnte im Bereich der Hochschulbildung etwas Ähnliches und ebenso
einschneidendes geschehen? Wäre es möglich, sich eine Welt vorzustellen, 
in
der viel weniger Studenten ihre Ausbildung auf einem Campus erhalten? Im 
Mai
oder Juni 2020, inmitten der Abriegelung, waren die Studenten gezwungen, 
aus
der Ferne zu studieren und ihren Abschluss zu machen, und viele fragen 
sich am
Ende des Semesters, ob sie im September physisch auf ihren Campus
zurückkehren werden.


Seite 156

Wie für jede andere Branche wird die Digitaltechnik eine bedeutende 
Rolle bei
der Gestaltung der Zukunft des Wohlbefindens spielen. Die Kombination 
von
KI, IoT, Sensoren und tragbarer Technologie wird neue Erkenntnisse über 
das
persönliche Wohlbefinden hervorbringen. Sie werden überwachen, wie es 
uns
geht und wie wir uns fühlen, und sie werden die Grenzen zwischen 
öffentlichen
Gesundheitssystemen und personalisierten Systemen zur Schaffung von
Gesundheit nach und nach verwischen - eine Unterscheidung, die 
irgendwann
verschwinden wird. Datenströme in vielen verschiedenen Bereichen, die 
von
unserer Umwelt bis zu unseren persönlichen Bedingungen reichen, werden 
uns
eine viel größere Kontrolle über unsere eigene Gesundheit und unser
Wohlbefinden ermöglichen. In der Welt nach COVID-19 werden präzise
Informationen über unseren

Seite 157

Die Unmöglichkeit,
Kollegen, Kunden oder Handelskollegen persönlich zu treffen, die
Notwendigkeit der kontaktlosen Zahlung und die Ermahnung der
Aufsichtsbehörden, Online-Banking und Online-Handel unter den 
Bedingungen
der Fernarbeit zu nutzen, bedeuteten, dass die gesamte Bankbranche mit 
einem
Federstrich zum digitalen Banking übergehen musste.

Seite 165

Ist es in Ordnung, die
Öffentlichkeit für ein höheres Wohl zu belügen?

Seite 184

Um ein solches Schicksal zu vermeiden, müssen wir
unverzüglich den "Great Reset" in Gang setzen. Dies ist kein 
"Nice-to-have",
sondern eine absolute Notwendigkeit.

Seite 187

Wahrscheinlichkeit nach werden die Folgen von
COVID-19 in Bezug auf Gesundheit und Sterblichkeit im Vergleich zu 
früheren
Pandemien mild sein, es sei denn, die Pandemie entwickelt sich in
unvorhergesehener Weise. Ende Juni 2020 (zu einer Zeit, in der der 
Ausbruch
noch immer in Lateinamerika, Südasien und einem Großteil der USA wütet), 
hat
COVID-19 weniger als 0,006% der Weltbevölkerung getötet. Um diese 
niedrige
Zahl in Bezug auf die Letalität in den Kontext zu stellen: Die Spanische 
Grippe
hat 2,7% der Weltbevölkerung und HIV/AIDS 0,6% der Weltbevölkerung
getötet (von 1981 bis heute)
[/Zitat]

von Peter F. (toto)


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Ben B. schrieb:
> Die Stromtrassen sollten in staatlicher Hand sein, sonst kommen nur
> wieder findige Großkonzerne mit ihren Investoren und zocken uns alle
> weiterin mit Netzentgelten ab, sieht man ja sehr gut im Moment.

Was ich sehe ist, dass der Staat mich abzockt. 50% der Stromkosten sind 
Steuern.
Quelle:https://strom-report.de/strompreise/strompreis-zusammensetzung/

Desertec war mal ein wirklich gutes Projekt, an der Finanzierung ist das 
nicht gescheitert, bei dem Geld was der deutsche Staat einem 
mittlerweile Abzockt, könnten wir fast alleine Desertec finanzieren.
Der Rest sind Milchmädchenrechnungen der Grüninnen.

Hier ist es mal tätsächlich ausgerechnet worden.
https://www.youtube.com/watch?v=jm9h0MJ2swo

von (prx) A. K. (prx)


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Peter F. schrieb:
> Was ich sehe ist, dass der Staat mich abzockt. 50% der Stromkosten sind
> Steuern.

Bei Benzin ist der Anteil deutlich höher.

Da eine Korrelation eine Kausalität beweist, sollte der Steueranteil 
allerdings noch etwas steigen, um die Menschen glücklicher zu machen. 
Als glücklichste Menschen gelten bekanntlich die Dänen, und da ist der 
Steueranteil noch deutlich höher.

: Bearbeitet durch User
von Egon D. (egon_d)


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Icke ®. schrieb:

> Wenn es nach Klaus Schwab geht, dem Gründer und
> Vorsitzenden des Weltwirtschaftsforums (WEF)*, muß
> der Great Reset JETZT eingeleitet werden.

Joa. Ganz sicher. DAS hätte er gern.


"Es folgt eine Abhandlung von Papst Benedikt über die
Freuden eines erfüllten Sexuallebens."

von Egon D. (egon_d)


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Dieter D. schrieb:

> Egon D. schrieb:
>> Unwissende unterscheiden sich von Ignoranten dadurch,
>
> Besser Unwissende als gefährliche Halbwissende.

Halbwissen ist erstmal nicht gefährlich.

Halbwissende Ignoranten sind gefährlich -- nicht wegen
des Halbwissens, sondern wegen der Ignoranz.


> Halbwissende gibt es viele unter den Klimaaktivisten.

Die bilden nur das leider notwendige Gegengewicht zu
den ignoranten Klimawandelleugnern.

von Egon D. (egon_d)


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Peter F. schrieb:

> Was ich sehe ist, dass der Staat mich abzockt.

Was Du offenbar nicht siehst, das ist das Problem,
das er zu lösen versucht.

von Ben B. (Firma: Funkenflug Industries) (stromkraft)


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Naja so ein Buch abzutippen bringts jetzt auch nicht. Aber angenommen 
man würde so einen Reset wirklich wollen - da gibts doch eine ganz 
einfache Methode. Mich wundert, daß keiner von diesen verblödeten 
Verschwörungstheoretikern drauf kommt:
https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Inflation_1914_bis_1923
So macht man das. Eliminiert in kurzer Zeit sämtliches Vermögen und 
sämtliche Schulden und endet möglicherweise in einem Bürgerkrieg um 
Landwerte.

Und damit ist das Thema für mich nun wirklich durch, bitte zurück zu 
Energieproblemen.

: Bearbeitet durch User
von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Ben B. schrieb:
> und endet möglicherweise in einem Bürgerkrieg um Landwerte.

Das ist dann auch verbunden mit lootings (Plünderungen). So etwas läuft 
gerade in Afrika ab und wird hier noch so wahrgenommen:
https://www.bbc.com/news/world-africa-57848357

> Und damit ist das Thema für mich nun wirklich durch, bitte zurück zu
> Energieproblemen.

Und faktisch untrennbar damit verbunden sind die Energieprobleme, sowie 
Ressourcenprobleme, und die Anzahl von Menschen. Es hilft nicht dieses 
für alle unangenehme Kapitel auszuklammern.

von (prx) A. K. (prx)


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Dieter D. schrieb:
> Egon D. schrieb:
>> Unwissende unterscheiden sich von Ignoranten dadurch,
>
> Besser Unwissende als gefährliche Halbwissende.
> Halbwissende gibt es viele unter den Klimaaktivisten.

Da Wissende (aka Experten, und nicht nur sogenannte) meist beruflich mit 
ihrem Fachbereich assoziiert sind, werden ihre Aussagen von Gegnern 
gerne als davon finanziell beeinflusst angelehnt, schon weil sie ungerne 
am eigenen Ast sägen würden.

Als halbwissend Bekannte, und "sogenannte" Experten, werden vom 
Rezipient danach gefiltert, ob sie das sagen, was gefällt. Da ihr 
Expertentum ohnehin in Zweifel steht, ist das nachvollziehbar.

Da bleiben als über jeden Zweifel erhabene Autoritäten eigentlich nur 
die Unwissenden und die Ignoranten übrig.

: Bearbeitet durch User
von G. K. (zumsel)


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Ben B. schrieb:
> Waldbrände und Überschwemmungen hat es schon immer gegeben und dabei
> sind auch immer schon großflächige Zerstörungen entstanden und Tiere
> gestorben.
>
> Für den Menschen wird das erst zum Problem, wenn er sich der Natur in
> den Weg stellt und denkt, er hätte das im Griff.

Hier mal ein Szenario:
https://de.wikipedia.org/wiki/Perm-Trias-Grenze#Auswirkungen_auf_Klima_und_Umwelt

https://en.wikipedia.org/wiki/Permian%E2%80%93Triassic_extinction_event

von G. K. (zumsel)


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Fred R. schrieb:
> Mitte des
> 20. Jahrhunderts prophezeiten viele Experten dann einen katastrophalen
> Klimawandel, damals jedoch in Form globaler Abkühlung.

Falsch, Falscher, am Falschesten. Du gehst der Propaganda der fossilen 
Industrie auf den Leim.

von G. K. (zumsel)


Lesenswert?

Jedenfalls sollte der Atommüll dringend so gesichert werden bevor 
nachfolgende Generationen nicht mehr die Technik haben damit umzugehen.

von G. K. (zumsel)


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Peter F. schrieb:

> Was ich sehe ist, dass der Staat mich abzockt. 50% der Stromkosten sind
> Steuern.

Geh doch nach Somalia.

von Thomas U. (charley10)


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G. K. schrieb:
> Peter F. schrieb:
>
>> Was ich sehe ist, dass der Staat mich abzockt. 50% der Stromkosten sind
>> Steuern.
>
> Geh doch nach Somalia.

Besser noch nach Island mit ca. 3,25ct/kWh. Interessante Landschaft aber 
ein etwas laaanger Winter.

von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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G. K. schrieb:
> Falsch, Falscher, am Falschesten. Du gehst der Propaganda der fossilen
> Industrie auf den Leim.

Die drohende Abkühlung sind durchaus korrekte Forschungsergebnisse zu 
den Annahmen von bestimmten Effekten im Verlauf des Klimas. Was nicht in 
Ordnung ist und auch nur PÜopaganda ist, diese als Propaganda der 
fossilen Industrie zu diskreditieren und diese Forschung der Cancel 
Culture zu unterwerfen. Zum Beispiel gibt es nur noch Forschungsgelder, 
wenn im Antrag schon als Ausblick auf das Ergebnis drin steht, dass 
keine gegenteilige Resultate herauskommen werden.

Jeder mit gesunden Menschenverstand weiß doch, dass jeder Stakeholder 
solche Ergebnisse, die ihm passen, ausschlachtet. Das machen beide 
Seiten, also die Kontrahenden auch nicht anders. Beide Seiten haben aber 
die gleichen großen und dicken Scheuklappen.

Es gibt noch weitere Faktoren:
https://www.faz.net/aktuell/wissen/klima/kimawandel-klimafaktor-erdmagnetfeld-1713312.html
https://www.helmholtz.de/erde-und-umwelt/wann-polt-sich-das-erdmagnetfeld-um/
Erdmagnetfeld: Polumkehr könnte das Klima verändert haben - DER SPIEGEL
www.spiegel.de › Wissenschaft › Natur
20.02.2021 · Vor mehr als 41.000 Jahren kam es zu einer kurzzeitigen 
Umkehr des Erdmagnetfeldes. Die Folgen waren nach Ansicht einiger 
Forscher ...

von G. K. (zumsel)


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Dieter D. schrieb:
> Die drohende Abkühlung sind durchaus korrekte Forschungsergebnisse zu
> den Annahmen von bestimmten Effekten im Verlauf des Klimas. Was nicht in
> Ordnung ist und auch nur PÜopaganda ist, diese als Propaganda der
> fossilen Industrie zu diskreditieren und diese Forschung der Cancel
> Culture zu unterwerfen. Zum Beispiel gibt es nur noch Forschungsgelder,
> wenn im Antrag schon als Ausblick auf das Ergebnis drin steht, dass
> keine gegenteilige Resultate herauskommen werden.

Wen willst du eigentlich mit diesem generischen Blabla hinter dem Ofen 
vor locken?

Es gab in den 60'ern ein paar wenige Papers die eine Abkühlung 
prognostiziert haben, allerdings stellten sich diese Papers schnell als 
haltlos raus.
Diese Papers werden jetzt ständig von den Propagandaabteilungen der 
Fossilindustrie rausgeholt und überhöht dargestellt um Zweifel an der 
Forschung zu wecken welche nicht berechtigt sind.

Und die Thesen von dem ehemaligen RWE Manager Vahrenholt aus dem Jahr 
2010 das es heute kälter als damals sein soll haben sich auch als 
komplette Nullnummer rausgestellt.

Die Methoden der Propagandaabteilungen der Fossilindustrie werden hier 
besprochen: https://vimeo.com/538132475

: Bearbeitet durch User
von Ben B. (Firma: Funkenflug Industries) (stromkraft)


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... und damit verkommt der Klimawandel zu einer reinen Glaubensfrage... 
Experten gleich Propheten und schon stellt sich nur noch die Frage, 
wessen Schäfchen man gerne sein möchte. Sicherlich ist's super einfach, 
zu behaupten, es würde "auf jeden Fall" eine Abkühlung erfolgen. Das 
beruhigt die eigene Seele wenn man weiter mit seinem dicken 
Verbrenner-SUV mit 250 über die Autobahn brettert und jedes Jahr ein 
paar Flugreisen und 'ne Kreuzfahrt unternimmt - während Messungen eher 
nicht auf eine Abkühlung hinweisen. Ich für meinen Teil renne da lieber 
keinem besonders tollen Experten hinterher sondern glaube eher den 
Messungen.

Zweitens braucht hier doch keiner zu denken, daß der Mensch irgendwas 
gegen sowas wie den KT-Impakt machen könnte. Das hat man doch sehr schön 
vor ein paar Jahren in Tscheljabinsk gesehen. Wenn der Klumpen mit 
steilerem Winkel in die Atmosphäre eingedrungen und in einer "optimalen" 
Höhe von 1..2 Kilometern über der Erdoberfläche explodiert wäre, hätte 
er die Stadt wie eine etwa 600kt starke Kernwaffe von der Landkarte 
gepustet - mit einer Vorwarnzeit von weniger als 10 Sekunden und einer 
unvorstellbar großen Zahl an Opfern. Selbst wenn man einen größeren 
Klumpen wie den, der für den KT-Impakt verantwortlich gewesen sein 
dürfte, eine Weile vor dem Einschlag entdeckt, gibt es im Moment nichts, 
was dazu geeignet wäre, das Ding in ausreichender Entfernung abzufangen 
oder vom Kollisionskurs abzulenken. Sowas kann der Mensch derzeit nicht 
kontrollieren und solange wir nicht wirklich Raumschiffe wie im 
SciFi-Film bauen können, bleibt das auch so. Wenn so ein Einschlag 
nochmal stattfindet, ist der Klimawandel oder unsere Sorgen um die 
Energiegewinnung unser geringstes Problem.

Meine Meinung bleibt daher, sich um lösbare Probleme zu kümmern und 
Naturkatastrophen so weit wie möglich aus dem Wege zu gehen, anstatt 
sich dagegenzustemmen. So wie das derzeit aussieht bringt das nichts, 
die Natur ist stärker. Wenn wir einem mittelgroßen Fluß ein paar Dörfer 
in den Weg bauen, geht das eine Weile gut, aber alle hundert Jahre oder 
so sind die Dörfer dann halt mal weg. Zumindest das, was dem Fluß in den 
Weg gebaut wurde. Das ist auch keine neue Erkenntnis seit letzter Woche, 
das gibts seit etlichen Jahren regelmäßig.

Unsere Energiesorgen sind aus meiner Sicht ebenfalls ein lösbares Thema, 
Desertec ist sofort mit vorhandener Technologie realisierbar. Es macht 
keinen Sinn, die Milliarden, die der Aufbau ohne Zweifel kosten wird, 
jetzt noch in neue Atom-Dampfkochtöpfe oder die Sackgassentechnologie 
Kernfusion hineinzupumpen. Damit verschwenden wir nur Zeit und schaffen 
uns neue Probleme wie noch mehr radioaktiven Abfall. Aus dem Auspuff 
eines Fusionskraftwerks kommt nämlich auch kein Rosenduft, das wird 
gerne verschwiegen. Wie damals zur Hochkonjunktur der Atomkraftwerke - 
alles total sauber, absolut sicher und Strom zu billig um den Verbrauch 
zu messen. Verarschen kann ich mich alleine. Die Staaten sollten lieber 
anfangen, mit dem Geld die ersten Stromtrassen zu bauen. Kein Zögern und 
"hmm wir testen mal mit paar hundert MW", sondern eine richtig große mit 
10..20GW. Die Chinesen wissen, wie das geht. 8GW über 2200 Kilometer 
überhaupt kein Problem, im Jahre 2014. Eine fiktive Leitung aus der 
algerischen nördlichen Sahara über Frankreich in die Gegend evtl. um 
Karlsruhe (ausgeführt als Kooperation von Deutschland und Frankreich) 
wäre auch nicht länger und durchquert nur drei Staaten (Algerien, 
Frankreich, Deutschland). Oder wenn man die chinesische Leitung zugrunde 
legt, dann zwei davon parallel legen um Kosten zu sparen, ein Endpunkt 
in Deutschland und einen in Südfrankreich. Damit schafft man so viel 
Leistung wie 10 dieser EPR-Rohrkrepierer. Wenn man sowas hätte, kommen 
die Kraftwerke evtl. von ganz alleine.

Naja, mal sehen wann die Politik das merkt oder wie lange sie sich von 
der Atom- bzw. Fusionslobby noch das Blaue vom Himmel vorlügen lässt.

von Super G. (sag)


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Der "Klimawandel" lässt sich überhaupt nicht stoppen!

Der Einfluß des Menschen auf das Klima ist irrelevant. Die Sonne (3 
verschiedene Sonnenzyklen), die Plattentektonik, Vulkanismus und andere 
geologische Faktoren sind für den Klimawandel maßgeblich. Klimawandel 
gibt es seit ca. 4.6Mrd Jahren. So alt ist der Stein auf dem wir durchs 
All reisen.

Wenn überhaupt der Mensch irgendwas beeinflussen kann, dann ist es seine 
Anpassung an die Gegebenheiten.
Die 500Mrd. Euro für die Energiewende der letzten 20 Jahre sind 
verschwendet. Man hätte das Geld besser in Strategien investiert sich 
der Natur anzupassen.

Es gab schon häufiger Eisfreie Pole. Ebenso ist die 
Durchschnittstemperatur des Planeten schon mal 10 Grad höher gewesen. 
Auch war der CO2 Gehalt der Luft schon mal beim 10fachen. Lange bevor es 
Menschen gab.

Der Mensch sollte sich nicht so wichtig nehmen und der Natur etwas mehr 
Demut entgegen bringen.

So nun steinigt mich.
ym2c

von A. S. (achs)


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Dieter D. schrieb:
> und die Anzahl von Menschen. Es hilft nicht dieses
> für alle unangenehme Kapitel auszuklammern

Am Ende gehen alle Kriege und Fluchtursachen auf Bevölkerungswachstum 
zurück. Von ganz wenigen (Natur-)katastrophen vielleicht abgesehen.

China ist keine militärische Gefahr, da praktisch niemand "einen Sohn 
über" hat. Irgendwelche "politschen" Gründe z.B. in Syrien anzuführen, 
ist reine Ablenkung. Natürlich ist individuelle Lebensplanung und 
Kinderwunsch ein hohes Gut und ein kritisches Thema. Aber die Szenarien 
seit den 80ern, dass wir bald 10 Mrd statt 4 ernähren müssen, setzt 
eindeutig falsche Präferenzen. Jede Insel-Population hat seit jeher 
zumeist friedliche Wege gefunden.

Hingegen suggerieren öffentliche Hilfsmaßnahmen: Hilfe gibt es nur für 
oder mit Kindern.

von Fred R. (fredylich)


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Super G. schrieb:
> Der "Klimawandel" lässt sich überhaupt nicht stoppen!

Super G. schrieb:
> Wenn überhaupt der Mensch irgendwas beeinflussen kann, dann ist es seine
> Anpassung an die Gegebenheiten.
> Die 500Mrd. Euro für die Energiewende der letzten 20 Jahre sind
> verschwendet. Man hätte das Geld besser in Strategien investiert sich
> der Natur anzupassen.
>
> Es gab schon häufiger Eisfreie Pole. Ebenso ist die
> Durchschnittstemperatur des Planeten schon mal 10 Grad höher gewesen.
> Auch war der CO2 Gehalt der Luft schon mal beim 10fachen. Lange bevor es
> Menschen gab.
>
> Der Mensch sollte sich nicht so wichtig nehmen und der Natur etwas mehr
> Demut entgegen bringen.
>
> So nun steinigt mich.

ich werde keinen Stein werfen, denn ich respektiere die Natur so wie sie 
ist.
Richtig sie wird sich erstrecht gegen den Menschen stellen wenn dieser 
immer neue Waffen schmiedet um sie zu besiegen. Anpassen war schon immer 
für alle Lebewesen die Lösung zum überleben. Nur der überhebliche Mensch 
hat dies seit dem Industriezeitalter ignoriert.

von (prx) A. K. (prx)


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A. S. schrieb:
> Am Ende gehen alle Kriege und Fluchtursachen auf Bevölkerungswachstum
> zurück.

Wie angenehm doch einfache Erklärungen sind. Krieg gibt es so ungefähr, 
seit der Mensch sesshaft wurde. Bevölkerungsdruck ist nur eines diverser 
Motive.

: Bearbeitet durch User
von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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A. S. schrieb:
> Jede Insel-Population hat seit jeher
> zumeist friedliche Wege gefunden.

Das Leben und Treiben der (Ur-)Einwohner Neuseelands zeigt allerdings 
auch, wohin es ohne ausreichend Nahrung gehen kann. Nicht ohne Grund 
haben viele Maori schlicht und einfach ihre Artgenossen verspeist und 
den Dodo ausgerottet.

von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Wenn die Ressourcen knapp werden gibt es eine verstärkte Rudelbildung um 
die Ressourcen zu verteidigen und neue zu erobern.

Das macht übrigens der Virus gerade auch. Nach dem es seinem Lebensraum 
in der Tierwelt immer schlechter geht, endekte er die Vorteile der 
Diversität und sprang über auf den Menschen. Der Virus hat daher alles 
richtig gemacht. statt deprimiert tatenlos zuzusehen, wie er mit den 
verdrängten und bald ausgerotteten Tieren untergehen wird. Vielleicht 
erkennst Du nun wer die wahren Naturfreunde sind, auch wenn es einige 
selbst noch nicht begriffen haben sollten.

Jedem sollte klar sein, dass durch einen Umbau auf regenerative Energien 
der Mensch noch einmal zusätzliche Flächen für sich beansprucht und 
somit der bedrohten Tier, Insekten und Pflanzenwelt noch weniger Fläche 
zum Überleben übrig bleiben wird.

von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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A. S. schrieb:
> Jede Insel-Population hat seit jeher
> zumeist friedliche Wege gefunden.

So leben die Eingeborenen im Einklang mit der Natur:
https://de.m.wikipedia.org/wiki/North_Sentinel_Island
https://www.sueddeutsche.de/stil/dem-geheimnis-auf-der-spur-betreten-verboten-1.3124455

von Ben B. (Firma: Funkenflug Industries) (stromkraft)


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Jo, wie schön, daß die auch im Zuge des steigenden Meeresspiegels bald 
alle schwimmen lernen.

Dazu glaube ich nicht, daß irgend ein Virus wegen zuvielen Menschen 
extra aus dem Tierreich überspringt. Das ist mal wieder eine typische 
Aussage von jemandem, der nicht begriffen hat, daß es nicht nur ein 
einziges Corona-Virus gibt. Diesen Namen hat das Ding nur durch den 
Volksmund. Corona-Viren sind eine Gruppe von Viren, von denen die 
meisten eben wirklich ungefährlich sind weil sie nur eine harmlose 
Erkältung hervorrufen. Nun ist mal eines heraus-mutiert, was etwas 
gefährlicher ist und sich gut von Mensch zu Mensch verbreiten kann. 
Sowas gibts auch nicht erst seit 1 1/2 Jahren. Dazu kommt auch noch, für 
das Virus hat es keinen Vorteil, wenn der Wirt innerhalb kurzer Zeit 
stirbt. Bis dahin hat sich das Virus evtl. schon von ihm auf andere 
Menschen ausgebreitet, aber die meisten Viren sterben definitiv mit dem 
Wirt zusammen und töten sich dadurch quasi selbst.

von Andreas B. (stromteam)


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Ich habe kein Vertrauen in die "Klimaexperten".
Bei den brennenden Ölfeldern im Golfkrieg wurde eine Eiszeit 
vorhergesagt.
Bei großen Vulkanausbrüchen wurden Eiszeiten vorhergesagt.
Wochenlang Topthema in der Tagesschau. Es kamen immer die aktuellen 
"Superexperten" zu Wort.

Zum Thema Energieumbau: Strom muss dort erzeugt werden wo er benötigt 
wird und nicht über Länder hinweg transportiert werden.

Aus aktuellem Anlass zur Siedlungspolitik: ich suche schon länger ein 
Baugrundstück im Südwesten von SH und bin einfach nur entsetzt wenn neue 
Baugrundstücke ausgewiesen werden die drei Meter unter dem Meeresspiegel 
liegen. Der blanke Hans wird kommen, nicht heute oder morgen aber in den 
nächsten 100 Jahren.

von Egon D. (egon_d)


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(prx) A. K. schrieb:

> Da Wissende (aka Experten, und nicht nur sogenannte)
> meist beruflich mit ihrem Fachbereich assoziiert sind,
> werden ihre Aussagen von Gegnern gerne als davon
> finanziell beeinflusst angelehnt, schon weil sie
> ungerne am eigenen Ast sägen würden.
>
> Als halbwissend Bekannte, und "sogenannte" Experten,
> werden vom Rezipient danach gefiltert, ob sie das sagen,
> was gefällt. Da ihr Expertentum ohnehin in Zweifel steht,
> ist das nachvollziehbar.
>
> Da bleiben als über jeden Zweifel erhabene Autoritäten
> eigentlich nur die Unwissenden und die Ignoranten übrig.

(Entschuldigung für das lange Zitat.)

Ich verstehe, was Du sagen willst, und Deine Schilderung
ist ja auch durchaus zutreffend.

Trotzdem hakt es bei mir schon nach dem ersten Absatz
aus: Datengrundlage für die Klimatologie ist seit über
100 Jahren der Wetterdienst.

Welche Möglichkeit sollten die Wetterdienstleute haben,
die Messdaten zu fälschen, und welches Interesse sollten
sie daran haben?


Um mal in Gefilden zu bleiben, in denen ich mich halbwegs
auskenne: Das "Aerologische Institut Lindenberg" wurde 1905
von Kaiser Wilhelm persönlich eröffnet; erster Direktor war
m.W. Richard Aßmann. Das Institut ist seitdem -- also über
einhundert Jahre! -- ohne Unterbrechung aktiv.

Die DDR hat vier Stationen betrieben, auf denen Ballon-
aufstiege mit Radiosonden gemacht wurden; heute gibt
es m.W. zwölf Stück (!) allein in Deutschland.
Gemessen wird 0 Uhr, 6 Uhr, 12 Uhr und 18 Uhr (alles UTC);
das ist m.W. weltweit einheitlich, damit man die Messungen
an den verschiedenen Orten zueinander in Beziehung bringen
kann. (Allerdings misst nicht jede Station an allen vier
Terminen.)

Zu DDR-Zeiten war es so, dass jede Messreihe auf
Plausibilität geprüft wurde: Alle Messreihen von vor 6h
und vor 12h waren ja schon in der Zentrale bekannt --
nicht nur die aus dem eigenen Land, sondern auch die von
den Nachbarn. Man konnte sich also ein Bild von der
Großwetterlage und ihrer Entwicklung machen. Messreihen
einzelner Stationen, in denen grobe Fehler vermutet wurden
oder wahrscheinlich waren, wurden zwar gespeichert, aber
von der weiteren Auswertung ausgeschlossen ("Streichung").

Im Einzelfall konnte für eine Streichung ausreichend sein,
dass "der Temp um drei Zehntel zu warm liegt". Aus der
Erfahrung war ja bekannt, bei welcher Wetterlage welche
Unterschiede zwischen den einzelnen Stationen möglich und
wahrscheinlich sind.
Man hat lieber eine vielleicht doch korrekte Messung
verworfen als eine falsche akzeptiert.

Temperaturen wurden mit einer Auflösung von 0.1K
gemessen; das Ziel war, auch 0.1K Genauigkeit
abzusichern. Natürlich waren alle Messgeräte jeder
Station kalibiert, und natürlich wurde diese
Kalibrierung regelmäßig wiederholt.

Da es schon in Deutschland 12 Radiosondenstationen gibt,
kommt das ganze Europa bestimmt auf über Hundert. Europa
produziert also jeden Tag grob geschätzt mindestens 300
Messreihen u.a. mit Temperaturmessungen, die auf ca. 0.1K
genau sind. Das sind im Jahr über 100'000 Messreihen.

Soweit mir bekannt, hat sich am grundlegenden Ablauf seit
der Nachkriegszeit (ca. 1950) nichts Wesentliches geändert;
die Messungen laufen also schon seit etwa 70 Jahren.

Wie -- bitteschön -- kann man angesichts dieser Flut
hochwertiger Messdaten behaupten, eine Erwärmung um 0.5°C
innerhalb des letzten Jahrhunderts sei nicht nachweisbar?

Wir diskutieren doch nicht um Dinge, die vielleicht --
oder vielleicht auch nicht -- in den nächsten tausend
Jahre eintreten, sondern wir haben Messungen aus den
letzten hundert Jahren!

Und nur am Rande: Ich habe nur die Radiosondenstationen
betrachtet, also die Stationen, die Ballonaufstiege
machen -- die Zahl der Bodenstationen ist nochmal um
Faktor 10 größer; Messgenauigkeit und Auflösung sind aber
vergleichbar.

Welches Interesse -- und welche Möglichkeit -- sollte
ein einzelner Wetterdienstmensch haben, die Messdaten zu
fälschen? Wenn die Messdaten falsch sind, gibt es nicht
erklärbare Diskrepanzen zu den Messungen der Nachbarn,
und außerdem werden die aktuellen Prognosen falsch.

Es gibt über 10'000 Wetterstationen; zu deren Betrieb
sind schätzungsweise 100'000 Leute erforderlich. Sind die
alle Teil der globalen Klimaverschwörung?

Wenn ja: Wieso gelingt es dann, einigermaßen zutreffende
Wetterprognosen zu machen?

Und was ist mit Kachelmann und seinen Leuten? Gibt es
da regelmäßig konspirative Treffen, um die neuesten
gefälschten Wetterdaten auszutauschen?

von Icke ®. (49636b65)


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Egon D. schrieb:
> Wieso gelingt es dann, einigermaßen zutreffende
> Wetterprognosen zu machen?

Einigermaßen zutreffende Wetterprognosen sind nur für wenige Tage im 
Voraus möglich. Selbst bei stabiler Großwetterlage liegt die 
Wahrscheinlichkeit des Eintreffens am 7.Tag nur noch bei max. 50% und am 
21. Tag bei max. 20%.

https://www.wetterprognose-wettervorhersage.de/wetterkarten-unwetter-regenradar-wolkenradar/wetter-fragen/1036-prognoseguete-von-wettervorhersagen.html

Was die Aufzeichnungen betrifft, sind Fälschungen unwahrscheinlich. Es 
gibt aber nicht vernachlässigbare Unsicherheiten bzw. mögliche 
Meßfehler, die nicht einfach ignoriert werden dürfen.

https://bildungsserver.hamburg.de/klimamodelle/2085936/klimamodelle-probleme/

"Ein anderes Problemfeld hängt mit den Eingabedaten von Modellläufen 
zusammen. Zum einen geht es dabei um die Messwerte, die in die 
Bestimmung des Ausgangsklimas von Computersimulationen eingehen. Zwar 
existieren für die vergangenen ca. 200 Jahre relativ gute Aufzeichnungen 
meteorologischer Daten, aber Änderungen in der Qualität der 
Messinstrumente, der verwendeten Messtechniken sowie die ungleiche und 
sich im Laufe der Zeit verändernde Verteilung der Messstandorte führen 
zu zahlreichen Ungewissheiten. So befinden sich viele Standorte, die 
früher auf freiem Gelände lagen, heute in den Wärmeinseln von Städten. 
Oder ein Windmessgerät zur Bestimmung von Windgeschwindigkeiten über dem 
Meer, das früher auf einem kleinen Frachter angebracht war, ist heute um 
etliche Meter höher auf der Kommandobrücke eines Containerschiffes 
befestigt. Zwar hat sich die globale Verteilung der Mess-Standorte in 
den letzten 50 Jahren wesentlich verbessert, immer noch ist aber die 
Messdichte in den entwickelten Industrieländern ungleich höher als in 
Entwicklungsländern oder auf dem Meer. Auch Satellitendaten, die zwar 
eine global gleichmäßige Abdeckung erlauben, sind nicht unproblematisch. 
Satelliten sind nicht in der Lage, die Temperatur der unteren Atmosphäre 
direkt zu messen, sondern leiten sie indirekt aus Strahlungsmessungen 
der oberen Atmosphäre ab. Satelliten haben außerdem eine kurze 
Lebensdauer von nur einigen Jahren, ihre Umlaufbahnen verschieben sich 
allmählich, und auch ihre Messtechniken haben sich im Laufe der Zeit 
verändert."

Auch die Klimamodelle sind mit erheblichen Unsicherheiten behaftet und 
produzieren bisweilen Ergebnisse, die selbst ihre Modellierer nicht für 
plausibel halten und weswegen ihnen das IPCC nicht mehr ohne weiteres 
vertraut.

https://www.tichyseinblick.de/kolumnen/lichtblicke-kolumnen/die-spinnen-die-klimamodelle/

von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Icke ®. schrieb:
> sich im Laufe der Zeit verändernde Verteilung der Messstandorte führen
> zu zahlreichen Ungewissheiten.

Nicht nur diese, sondern auch die Veränderung der Umgebung.

Beispiele:
Ein Wegfall oder Verkleinerung des Waldes führt zur Erhöhung der 
Temperaturmesswerte der Messtationen in dessen Umgebung. Eine 
Verdichtung in der Stadt, sowie viele Solaranlagen auf den Dächern, 
führt auch zu einer Erhöhung der Temperaturmesswerte der Messtationen in 
dessen Umgebung. Grosse Solarfelder auf Wiesen führen zu einer Erhöhung 
der Temperaturmesswerte der Messstationen in dessen Umgebung.

Trotz allem sind die meisten Klimaerwärmungskritiker hier der Ansicht, 
dass es nicht sinnvoll ist Erdöl, Kohle, usw. zu verbrauchen, so dass 
spätere Generationen diese Quellen nicht mehr haben.

: Bearbeitet durch User
von G. K. (zumsel)


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Dieter D. schrieb:
> Nicht nur diese, sondern auch die Veränderung der Umgebung.

Und woher wissen das die Gletscher und die Eisflächen am Nordpol und auf 
Grönland?

von Ben B. (Firma: Funkenflug Industries) (stromkraft)


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> Strom muss dort erzeugt werden wo er benötigt
> wird und nicht über Länder hinweg transportiert werden.
Soso... und mit Energieträgern wie Kohle, Erdöl oder Erdgas
ist das anders oder wie hast Du Dir das vorgestellt?

von A. S. (achs)


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(prx) A. K. schrieb:
> Wie angenehm doch einfache Erklärungen sind. Krieg gibt es so ungefähr,
> seit der Mensch sesshaft wurde. Bevölkerungsdruck ist nur eines diverser
> Motive.

Natürlich gibt es auch andere Motive. Und natürlich gibt es in vielen 
Regionen der Welt Spannungen zwischen den Bevölkerungsgruppen, die sich 
irgendwann in Vertreibung und Bürgerkrieg entladen.

Aber nenne gerne ein paar Konflikte oder Fluchtregionen, die nicht auch 
durch Verdopplung der Bevölkerung seit den 50ern getrieben wurde.

von (prx) A. K. (prx)


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A. S. schrieb:
> Aber nenne gerne ein paar Konflikte oder Fluchtregionen, die nicht auch
> durch Verdopplung der Bevölkerung seit den 50ern getrieben wurde.

Der gesamte nahe Osten bis nach Afghanistan. Mit Übervölkerung hat das 
eher selten zu tun, auch nicht seit der 50er.

Indien/Pakistan: Früher die Entmischung von Muslimen und Hindus im Zuge 
der Entkolonialisierung. Später Kashmir als uralter Kriegsgrund in aller 
Welt: Territorialanspruch.

Allerlei in Afrika nach der Entkolonialisierung. Volksgruppenkonflikte, 
und ein weiterer uralter Kriegsgrund in aller Welt: Machtanspruch.

Diverse Kriege nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion, z.B. 
Tschetschenien.

: Bearbeitet durch User
von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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G. K. schrieb:
> Und woher wissen das die Gletscher und die Eisflächen am Nordpol und auf
> Grönland?

Von Dir.

von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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(prx) A. K. schrieb:
> uralter Kriegsgrund in aller Welt: Territorialanspruch.
....
> uralter Kriegsgrund in aller Welt: Machtanspruch.

Das sind die Symptome. Die Ursachen sind zunehmende Bevölkerung 
(Überbevölkerung) so dass die Notwendig steigt die obigen Ansprüche 
geltend zu machen um die Zugriffe auf die Ressourcen für die eigene 
Gruppe, Sippe, oder Volk (je nach Zusammengehörigkeitsgefühl) zu 
sichern. Z.B. ein Schlagwort wäre zum Beispiel Krieg um Wasser.

von (prx) A. K. (prx)


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Verstehe ich nicht. Könntest bitte näher begründen, wieso alles auf die 
gleiche Ursache zurück geht? Beispielsweise am Fall USA/NATO gegen 
Afghanistan/Taliban.

: Bearbeitet durch User
von Udo S. (urschmitt)


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Gerald K. schrieb:
> Oder Krieg zu führen. Wie lange würde ein Solarpark funktionieren?

Wie lange funktioniert denn schon die Erdölförderung im nahen Osten?

von Gerald K. (geku)


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Udo S. schrieb:
> Wie lange funktioniert denn schon die Erdölförderung im nahen Osten?

Im Irak, Saudi Arabien und Libyen wurde sehr viel zerstört und die 
Umwelt dabei sehr stark in Mitleidenschaft gezogen.

Die weitere Frage ist: wie verträgt sich Fotovoltaik mit Sand?

von Ben B. (Firma: Funkenflug Industries) (stromkraft)


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Geht so. Die Module/Kollektoren sollten gelegentlich geputzt werden und 
in der Sahara könnte es passieren, daß man die eine oder andere 
Wanderdüne in der Grenzzone zur unbebauten Wüste wegkarren muß bevor der 
Wind sie in sie Parks hineinträgt.

von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Dazu kommt noch die häufig instabile politische Lage. Die Gefahr von 
Plünderungen und Zerstörungen besteht. Die Zuverlässigkeit des Personals 
zur Wartung und Sicherungsarbeiten, darunter fallen auch die Probleme 
mit dem Treibsand und Korruption, steht dem auch entgegen.

von Ben B. (Firma: Funkenflug Industries) (stromkraft)


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Das Regime muß natürlich wollen, daß das gebaut und betrieben wird. Dann 
könnte man auch mit Personal zur Wartung und Sicherung unterstützen. 
Korruption könnte den Industriestaaten dabei sogar helfen.

Ich habe dazu schon so viel geschrieben. Im Moment möchte auch niemand 
eine Intervention um diese Regionen zu stabilisieren und ein gutes 
Miteinander wäre natürlich am besten. Die Frage ist nun wie erreicht man 
das in der Zeit, die uns noch bis zum Ende von Öl und Kohle bleibt. Wenn 
man es bis dahin nicht geschafft hat und ein paar Windparks in der 
Nordsee doch nicht so zuverlässig Strom liefern wie man sich das wünscht 
und für weitere Träume wie Elektromobilität und Heizen ohne fossile 
Brennstoffe noch zusätzlich braucht, dann rumpelt's sowieso. Wie gesagt, 
im Moment will das niemand - aber das ändert sich sobald das eigene Auto 
nicht mehr fährt und der Morgenkaffee nicht mehr richtig heiß wird. 
Urlaubsfliegerei gibts dann auch keine mehr... das wird eine tolle 
Zukunft!

von Udo S. (urschmitt)


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Dieter D. schrieb:
> Dazu kommt noch die häufig instabile politische Lage. Die Gefahr von
> Plünderungen und Zerstörungen besteht.

Seltsam, alles was ihr als Problem für regenerative Energien im nahen 
Osten oder in Afrika seht stört seit 70 Jahren kein Schwein wenn es 
darum geht Öl und Gas aus der Region zu beziehen.
Und das obwohl Solarzellen oder Spiegel weder explosiv sind und auch 
nicht Boden oder gar Wasser/Meer massiv verseuchen können wie Öl wenn es 
ausläuft.

: Bearbeitet durch User
von (prx) A. K. (prx)


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Udo S. schrieb:
> stört seit 70 Jahren kein Schwein wenn es
> darum geht Öl und Gas aus der Region zu beziehen

Ähem... USA/GB haben in den 50ern wegen Öl die Regierung des Iran 
beseitigt und später zwei Kriege gegen den Irak geführt. Die USA sitzen 
heute zur Sicherstellung der Versorgung militärisch in Saudi Arabien.

: Bearbeitet durch User
von Martin T. (mtinnermann)


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Hallo an Alle,

ich nehme an, dass die Menschheit -"Wir alle, ohne Ausnahme"- begriffen 
hat, zeitnah ein anderes Wirtschaften zu etablieren, um die zukünftige 
Existenz zu sichern.
Das uns die Natur vormacht, wie das gehen kann, zeigen meines Erachtens 
Entdeckungen, die eine Energieerzeugung ohne den exponientellen Einsatz 
bestehender Techniken, andeuten.

Als bescheidenen Hinweis hier in der Runde:
Prof. Ph. D. Gerald H. Pollack: The 4th phase of water
Bei Youtube unter https://www.youtube.com/watch?v=7SO55sRzzQo, Vortrag 
vom 04.11.2013 vor der Deutschen Gesellschaft für Energetische und 
InformationsMedizin e.V.

Und zum Thema EZ scheint es ein Hinweis auf die Entstehung energetischer 
Zustände zu geben, die sich an Phasengrenzen bilden.
Wäre da eine universelle Batterie konstruierbar?

von Jonny O. (-geo-)


Angehängte Dateien:

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Interessant ist der Verlauf der CO2 Konzentration in der Atmosphäre 
während der letzten Jahrzehnte, welcher einem sauberen exponentiellen 
Anstieg folgt. Noch nicht berücksichtigt sind die Verläufe der anderen 
Treibhausgaskonzentrationen wie beispielsweise Methan, die durch 
Feedbackloops ebenfalls drastisch ansteigen werden. Mittlerweile haben 
wir wichtige "Tipping-Points" erreicht oder sogar schon überschritten. 
Die Lage ist viel dramatischer, als im Bewusstsein der Menschen präsent 
ist. Insbesondere der nichtlineare Charakter macht das Ganze überaus 
unberechenbar und gefährlich (runaway greenhouse effect).

Der Unterschied zwischen vergangenen Eiszeiten und Warmzeiten betrug 
lediglich 100ppm im CO2 Gehalt und machte gleichzeitig den Unterschied 
zwischen einem Klima, welches für eine Agrargesellschaft geeignet war 
und einem Klima, in dem unsere heutige Gesellschaft undenkbar wäre. 
Momentan steuern wir auf eine Welt zu, welche es so seit Millionen von 
Jahren nicht mehr gegeben hat mit CO2 Konzentrationen, die den 
Unterschied zwischen Warmzeit und Eiszeit bei weitem überschreiten. Wir 
steuern auf eine ausgesprochene Heißzeit zu, mit einer Geschwindigkeit 
die kein Beispiel kennt. Ganze Regionen der Erde werden unbewohnbar 
werden und Landwirtschaft wird in weiten Teilen der Welt unmöglich. Es 
wird zu hunderten Millionen (wenn nicht Milliarden) Klimaflüchtlingen 
kommen.

Der Begriff „Overshoot“ ist hier interessant. Unsere derzeitige 
Zivilisation befindet sich bereits im Bereich des Overshoots. Die 
Zivilisation wächst exponentiell und verbraucht gleichzeitig mehr als 
der Planet regenerieren kann. Dadurch sinkt die Fähigkeit Nahrungsmittel 
zu erzeugen in Zukunft sogar noch ab (Kollaps der Ökosysteme),  bei 
gleichzeitig hohem Bevölkerungsniveau. In Folge dessen kommt es zum 
Kollaps der Zivilisation und einem Massensterben.

: Bearbeitet durch User
von Ben B. (Firma: Funkenflug Industries) (stromkraft)


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> Energetische und InformationsMedizin
Alles klar, danke, reicht mir. Das liest sich schon wieder wie 
Volksverarschung vor dem Herrn, so daß ich auf diesen Vortrag erst gar 
keine Lust habe. Mit irgendwelchem freie-Energie-Hokuspokus löst man 
leider keine Energieprobleme.

von Martin T. (mtinnermann)


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Ben B. schrieb:
>> Energetische und InformationsMedizin
> Alles klar, danke, reicht mir. Das liest sich schon wieder wie
> Volksverarschung vor dem Herrn, so daß ich auf diesen Vortrag erst gar
> keine Lust habe. Mit irgendwelchem freie-Energie-Hokuspokus löst man
> leider keine Energieprobleme.


Mhh, wenn ich wüsste, dass dein Lösungsansatz in diesem Thread, 
"Desertec" DIE Lösung für aufziehende Klimaprobleme sind, nun, ich 
könnte Dir folgen.

Mein Ansatz ist: Neben Desertec gibt es viele 
Entdeckungen/Lösungvorschläge, die auf ihre Tauglichkeit geprüft und 
dann in unser alltägliches Leben integriert. Hierzu gehören für mich 
auch Publikationen aus den verschiedenen Fakultäten, weltweit.

Solange eine Ausgrenzung durch Begriffe, wie "...Hokuspokus" im Spiel 
sind, verlieren wir die Augenhöhe und den Respekt füreinander und ich 
denke, besonders für gemeinsame Ziele/Aufgaben.

Ich würde mich freuen, wenn "Unmögliches" möglich ist.

von Ralf X. (ralf0815)


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Udo S. schrieb:
> Dieter D. schrieb:
>> Dazu kommt noch die häufig instabile politische Lage. Die Gefahr von
>> Plünderungen und Zerstörungen besteht.
>
> Seltsam, alles was ihr als Problem für regenerative Energien im nahen
> Osten oder in Afrika seht stört seit 70 Jahren kein Schwein wenn es
> darum geht Öl und Gas aus der Region zu beziehen.

Wie kommst Du darauf, dass seit 70 Jahren kein Schwein interessiert, wie 
sicher die Öl- und Gas Förderung und Transport in/aus Nahost oder Afrika 
ist?
Auch wenn wir in DE von dortigen Anlagen weitgehend unabhängig sind, 
betrifft es uns doch ganz gewaltig über den Preis, wenn es dort zu 
Risiken oder sogar Ausfällen kommt.

> Und das obwohl Solarzellen oder Spiegel weder explosiv sind und auch
> nicht Boden oder gar Wasser/Meer massiv verseuchen können wie Öl wenn es
> ausläuft.

Wenn man über Ausfallsicherheit, Kosten-/Nutzenrechnung und 
Risikoanalyse redet, ist das einfach ein ganz anderes Thema, als wenn es 
um Umweltschutz geht.

von Mucky F. (mucky-f)


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Unbekannt U. schrieb:
> im Wissen, dass der Meeresspiegel eh steigen wird

Würde mich mal interessieren wo der steigt. Bisher "spiegelt" sich das 
nur im Presseunwesen wieder.

Wäre auch unlogisch da z.B. die Nordpolarkappe jedes Jahr stark schmilzt 
wieder einfriert. Das hat keinerlei messbaren Effekt. Wie auch, Wasser 
hat bei 4°C die höchste Dichte. Wenn die Polkappe schmilzt sinkt ergo 
der Meeresspiegel.

Das Inlandseis wiederum ist sehr viel kälter als die "globale 
Temperaturerhöhung". Wenn das schmilzt wird der Meeresspiegel das letzte 
Problem sein. Im wahrsten Sinne des Wortes.

Jonny O. schrieb:
> Wir steuern auf eine ausgesprochene Heißzeit zu

> Ganze Regionen der Erde werden unbewohnbar
> werden und Landwirtschaft wird in weiten Teilen der Welt unmöglich. Es
> wird zu hunderten Millionen (wenn nicht Milliarden) Klimaflüchtlingen
> kommen.

Wenn du deine eigene Panikkmache glaubst kannst du dich nur selbst 
entleiben. Überall gehen neue Kohlekraftwere ans Netz und der 
bundesdeutsche Verzicht sorgt lediglich dafür das Importkohle für Länder 
mit geringeren Umweltstandards günstiger wird. Ergo wird min. so viel 
verbrannt und noch mehr Dreck rausgepustet.

Der Hauptverantwortliche der derzeitigen Bevölkerungsentwicklung ist 
übrigens die katholische Kirche. Die hat Jahrzehnte jede sinnvolle 
Bevölkerungsplanung mit absurden Argumenten verhindert. China hat mit 
der ein Kind Politik von ihrer Seite das mögliche getan. Die haben alles 
ignoriert, es ist ihnen schlichtweg vollkommen egal gewesen.

von Gerald K. (geku)


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Man sollt in dem Diagramm zwei Grenzen einzeichnen:

- 10.000 ppm erste Beeinträchtigungen

- 100.000 ppm tödliche Konzentration

aber lange davot wird das Klima für uns tödlich sein.

: Bearbeitet durch User
von Mucky F. (mucky-f)


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Gerald K. schrieb:
> Man sollt in dem Diagramm zwei Grenzen einzeichnen:
>
> - 10.000 ppm erste Beeinträchtigungen
>
> - 100.000 ppm tödlich

CO2 ist im Prozentbereich letal. Das wären dann z.B. 5 000 000 ppm

Viele wissen das leider nicht. Wenn man das Volumen der verschiedenen 
Gase in der Atmosphäre auf eine 100m Bahn projiziert so dann läuft man 
78 Meter über den Stickstoffanteil. 21m wären Sauerstoff und 1m diverse 
andere Gase.

CO2 wäre mit 4cm nicht mal so breit wie die Startlinie (5cm).

Wer bei den Bundesjugendspielen mitmachen musste kann sich das evtl. 
vorstellen.

Das sehr viel stärkere "Klimagas" Wasserdampf ist noch nicht mal dabei. 
Das wären noch mal ca. 4 Meter.

: Bearbeitet durch User
von Gerald K. (geku)


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Egon D. schrieb:
> Fördern und verfeuern von Milliarden Tonnen fossiler
> Brennstoffe (davon allein geschätzt 150'000'000'000t
> Erdöl; dazu kommen noch Kohle und Erdgas) ist keinerlei
> relevanter Eingriff in die Natur.

Stimmt nicht immer. In Österreich ist der Wald mehr geworden.

**Grund** : Anstiegt der Baumgrenze durch den Klimawandel.

: Bearbeitet durch User
von (prx) A. K. (prx)


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Mucky F. schrieb:
>> im Wissen, dass der Meeresspiegel eh steigen wird
>
> Würde mich mal interessieren wo der steigt. Bisher "spiegelt" sich das
> nur im Presseunwesen wieder.

https://de.wikipedia.org/wiki/Meeresspiegelanstieg_seit_1850#/media/Datei:Sealevel-rise_1870-2009_de.svg
https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php/Meeresspiegel_der_Zukunft

Wir können natürlich warten, bis die Niederländer mit ihnen Wohnwagen 
Deutschland überfallen.

Im Sinn von A.S. und Dieter wäre die Ursache dann wohl eindeutig 
Übervölkerung - nämlich der Rest-Niederlande.

: Bearbeitet durch User
von (prx) A. K. (prx)


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Mucky F. schrieb:
> Der Hauptverantwortliche der derzeitigen Bevölkerungsentwicklung ist
> übrigens die katholische Kirche. Die hat Jahrzehnte jede sinnvolle
> Bevölkerungsplanung mit absurden Argumenten verhindert.

Bei 25m ü.M. hält der Vatikan ja auch eine Weile durch

von Gerald K. (geku)


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Mucky F. schrieb:
> Das sehr viel stärkere "Klimagas" Wasserdampf ist noch nicht mal dabei.
> Das wären noch mal ca. 4 Meter.

Spielen dann andere Gase wie z.B. Methan bei der Erderwärmung nicht eine 
größer Rolle als das CO2?

Kommt es bei Wasserdampf nicht zu einer positiven Rückkopplung.

Höhere Temperatur => mehr Wasserdampf => noch höhere Temperaturen => 
.....

von Mucky F. (mucky-f)


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(prx) A. K. schrieb:
> Mucky F. schrieb:
>>> im Wissen, dass der Meeresspiegel eh steigen wird
>>
>> Würde mich mal interessieren wo der steigt. Bisher "spiegelt" sich das
>> nur im Presseunwesen wieder.
>
> 
https://de.wikipedia.org/wiki/Meeresspiegelanstieg_seit_1850#/media/Datei:Sealevel-rise_1870-2009_de.svg
> https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php/Meeresspiegel_der_Zukunft
>
> Wir können natürlich warten, bis die Niederländer mit ihnen Wohnwagen
> Deutschland überfallen, aufgrund Übervölkerung der Rest-Niederlande.

Bei 25cm + in 120 Jahren haben die in NL auch noch etwas Zeit die 
Deichkronen zu erhöhen.

Das kann so nicht auch stimmen, habe lange in diesem Bereich gearbeitet. 
Die Projektion ist absurd. Den "Meerspiegel" selber gibt es auch gar 
nicht. Das ganze ist ein Schwingungssystem aus Strömungen und Gezeiten 
die von dem relativ geringen Tidenhub des Mondes (ca. 30cm) angetrieben 
wird.

Es ist ein errechneter Wert den man je nach Parameterfestlegung 
bestimmen kann. So wie die Weltdurchschnittstemperatur die einen 
"Dynamikumfang" von -80 - + 80°C hat.

Glaub was du willst, ich halte das für gestaged, wie so vieles. Z.B. die 
immer absurdere Farbgebung bei grafischen Darstellungen. Hier z.B. sehr 
schön zu sehen:

https://earth.nullschool.net/#current/wind/surface/level/overlay=temp/orthographic=-349.09,40.97,409/loc=13.927,49.379

Eine tolle Seite aber leider manipulativ. Die grüne Farbe ist bei 2-3°C, 
absurd.

: Bearbeitet durch User
von Co E. (Firma: keine) (emco)


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Mucky F. schrieb:
> Das kann so nicht auch stimmen, habe lange in diesem Bereich gearbeitet.
> Die Projektion ist absurd. Den "Meerspiegel" selber gibt es auch gar
> nicht. Das ganze ist ein Schwingungssystem aus Strömungen und Gezeiten
> die von dem relativ geringen Tidenhub des Mondes (ca. 30cm) angetrieben
> wird.

Der Meeresspiegel ist der Offset.

von Mucky F. (mucky-f)


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Co E. schrieb:
> Der Meeresspiegel ist der Offset.

Schon klar, leider sind die Langzeitmessreihen beim BSH nicht mehr 
zugänglich. Als ich das letzte mal geschaut habe gab es keinen Offset.

Es gibt auch Leute die auf irgendeine Insel im Pazifik gereist sind und 
dort Fotos gemacht haben. Die Küstenline ist da mehrere Meter breiter 
geworden während die Regierung sagt das die Insel im Meer versinkt.

Das kann jetzt alle möglichen Ursachen haben (z.B. Strömungen) aber ... 
.

von Co E. (Firma: keine) (emco)


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Mucky F. schrieb:
> Es gibt auch Leute die auf irgendeine Insel im Pazifik gereist sind und
> dort Fotos gemacht haben. Die Küstenline ist da mehrere Meter breiter
> geworden während die Regierung sagt das die Insel im Meer versinkt.

Irgendwelche Leute sind auf irgendwelche Inseln im Pazifik gereist und 
irgendwelche Küstenlinien sind irgendwie breiter geworden. Richtig?

von Mucky F. (mucky-f)


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Co E. schrieb:
> Irgendwelche Leute sind auf irgendwelche Inseln im Pazifik gereist und
> irgendwelche Küstenlinien sind irgendwie breiter geworden. Richtig?

Korrekt, habe die Fotos gesehen, auch die der alten Landungsstelle die 
jetzt weiter im Landesinneren liegt.

von Ralf X. (ralf0815)


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Mucky F. schrieb:
> Co E. schrieb:
>> Irgendwelche Leute sind auf irgendwelche Inseln im Pazifik gereist und
>> irgendwelche Küstenlinien sind irgendwie breiter geworden. Richtig?
>
> Korrekt, habe die Fotos gesehen, auch die der alten Landungsstelle die
> jetzt weiter im Landesinneren liegt.

Gibt auch viele Fotos im Internet, wo man Brücken sieht, die mal einen 
Fluss überspannt haben, wo heute (seit jahren!) keine einziger Tropfen 
fliesst.
Vom Wasser oder Klimaveränderung geht geht also bewiesener Massen keine 
Gefahr aus..
Reine Wetterereignisse wie aktuell in Süd- und Westdeutschland werden da 
total überbewertet.

Geologische Senkungen werden dabei nicht berücksichtigt, und wenn mal ne 
Insel, oder ein Vulkan/Gebirge an Höhe gewinnt, soll das natürlich kein 
Argument gegen den angeblich ansteigenden Meeresspiegel sein!

von G. K. (zumsel)


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Mucky F. schrieb:

> Korrekt, habe die Fotos gesehen, auch die der alten Landungsstelle die
> jetzt weiter im Landesinneren liegt.

Wenn du die Ursachen nicht hinterfragst ist jede Schlussfolgerung daraus 
obsolet und damit ist das eine Nullaussage.

von Ben B. (Firma: Funkenflug Industries) (stromkraft)


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> Ich würde mich freuen, wenn "Unmögliches" möglich ist.
Und genau deswegen bist Du anfällig für sowas wie spontane 
Wunderheilungsenergiemedizin, für irgendwelche Quacksalber, die genau 
das versprechen... die mit ihren Wunder-Erfindungen und freier Energie 
(wofür wir Nichtgläubige alle zu doof und zu ignorant sind um das zu 
begreifen) alle Probleme lösen können, aber jeden Beweis dafür, z.B. in 
Form real-technisch funktionierender Maschinen schuldig bleiben.

Für mich ist entscheidend, ob das Projekt mit bestehender 
(Spitzen)Technologie realisierbar ist oder nicht. Desertec ist das. 
Nicht ganz billig, nicht ohne Sorgen, aber ohne größere technische 
Probleme. Die HGÜ-Technik ist verfügbar und zeigt, daß sie funktioniert. 
Die Kraftwerkstechnik ist bereits gebaut worden, evtl. kann man sie noch 
größer bauen um Skalierungseffekte auszunutzen. Wenn man ein großes 
Kraftwerk baut ist das oft preiswerter und hat einen höheren 
Wirkungsgrad als wenn man die gleiche Leistung mit 2..3 kleinen 
Kraftwerken erzeugt.

Das ist für mich der Hauptgrund warum ich gerne anfangen würde zu bauen, 
als noch länger mit dem Geschwafel dieser undurchsichtigen Redekünstler, 
die meinen alles besser zu wissen, auf den Sankt-Nimmerleinstag 
vertröstet zu werden. Das gleiche halte ich übrigens von der Kernfusion 
- auch da verspricht man uns seit 40 Jahren das Blaue vom Himmel, 
brauchbare Ergebnisse oder einen funktionsfähigen Reaktor, der ohne 
Strahlung, Störfälle und hochtoxischen Abfall endlich mal Energie 
liefert anstatt welche zu verbrauchen, bleibt man ebenfalls schuldig.

von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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Ben B. schrieb:
> auch da verspricht man uns seit 40 Jahren das Blaue vom Himmel,

Eigentlich habe ich das so in Erinnerung, das man uns seit 60 Jahren 
sagt, das man in 40 Jahren soweit ist :-P
Wer übrigens mal sehen will, wohin zuviel CO² in der Atmosphäre führt, 
schaue sich unseren Nachbarplaneten mit dem schönen Namen Venus an. Fast 
die gleichen Chancen wie die Erde hatte sie mal - doch dann gabs den 
Runaway Greenhouse Effekt. Dumm gelaufen.

: Bearbeitet durch User
von Patrick L. (Firma: S-C-I DATA GbR) (pali64)


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Matthias S. schrieb:
> Dumm gelaufen.

Na dann wollen wir mal hoffen das die erde nicht 7% näher an die sonne 
kommt ;-)

von Ralf X. (ralf0815)


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Matthias S. schrieb:
> Ben B. schrieb:
>> auch da verspricht man uns seit 40 Jahren das Blaue vom Himmel,
>
> Eigentlich habe ich das so in Erinnerung, das man uns seit 60 Jahren
> sagt, das man in 40 Jahren soweit ist :-P
> Wer übrigens mal sehen will, wohin zuviel CO² in der Atmosphäre führt,
> schaue sich unseren Nachbarplaneten mit dem schönen Namen Venus an. Fast
> die gleichen Chancen wie die Erde hatte sie mal - doch dann gabs den
> Runaway Greenhouse Effekt. Dumm gelaufen.

Was soll so ein Kommentar?
Einen Beweis liefern, dass Du auch mal etwas gelesen oder gehört hast?
Den Fachleser interessiert das "Geschwafel" nicht, den Ignorenten auch 
nicht.
Aber immerhin etwas geschwafelt..

von Ralf X. (ralf0815)


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Ben B. schrieb:
> Das ist für mich der Hauptgrund warum ich gerne anfangen würde zu bauen,
> als noch länger mit dem Geschwafel dieser undurchsichtigen Redekünstler,
> die meinen alles besser zu wissen, auf den Sankt-Nimmerleinstag
> vertröstet zu werden.

Und warum hast Du damit nicht längst angefangen, statt im Forum zu 
Schwafeln?
Du möchtest also, dass es andere machen und Du weiterhin risikolos den 
"kritischen" Schwafler geben kannst?

von Ben B. (Firma: Funkenflug Industries) (stromkraft)


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Gib mir ... sagen wir 50 Milliarden aus Deiner Portokasse. Dann fange 
ich sofort an.

von Ralf X. (ralf0815)


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Ben B. schrieb:
> Gib mir ... sagen wir 50 Milliarden aus Deiner Portokasse. Dann fange
> ich sofort an.

Genau das meine ich, dass jeder gerne die Welt verbessern würde, bzw. 
das sogar zwingend einfordert, solange es jemand anderes bezahlt.
Viele Ökos setzen immerhin viel gespendetes oder geerbtes Geld ein, um 
sich per Flieger und USV rund um den Globus zu erkundigen, wo die 
Schädigung durch CO2 am grössten ist oder wo man die tollsten Massnahmen 
dagegen ergreift.
Was hindert Dich an einem weiteren Crowdfunding zu einem 
Weltrettungsprojekt, statt hier zu jedem zweiten Thema zu posten?

von Ben B. (Firma: Funkenflug Industries) (stromkraft)


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Wenn ich 50 Milliarden hätte, dann hätte ich auch kein Problem damit, 
99% davon in das Projekt hineinzustecken. Den kleinen Rest würde ich mir 
als Altersvorsorge auf die hohe Kante legen, das wäre immer noch mehr 
als ich jemals sinnvoll ausgeben könnt.

Leider habe ich keine 50 Milliarden, so'n Pech. Aber ich schrieb 
deswegen auch von Anfang an, daß das Projekt deswegen in staatliche Hand 
gehört, am besten als Kooperation zwischen mehreren Staaten.

von G. K. (zumsel)


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Ben B. schrieb:
>> Ich würde mich freuen, wenn "Unmögliches" möglich ist.
> Und genau deswegen bist Du anfällig für sowas wie spontane
> Wunderheilungsenergiemedizin, für irgendwelche Quacksalber,

Welchen Teil der Anführungszeichen hast nicht verstanden?

von Ralf X. (ralf0815)


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Ben B. schrieb:
> Wenn ich 50 Milliarden hätte, dann hätte ich auch kein Problem damit,
> 99% davon in das Projekt hineinzustecken. Den kleinen Rest würde ich mir
> als Altersvorsorge auf die hohe Kante legen, das wäre immer noch mehr
> als ich jemals sinnvoll ausgeben könnt.

Wie üblich: Völlig unsinnige Behauptung..

> Leider habe ich keine 50 Milliarden, so'n Pech. Aber ich schrieb
> deswegen auch von Anfang an, daß das Projekt deswegen in staatliche Hand
> gehört, am besten als Kooperation zwischen mehreren Staaten.

Hast Du Dich diesbezüglich auch mal mit den Grünen auseinander gesetzt?
Die waren zwischen 1998 und 2005 in Regierungsbeteiligung und 
richtungsweisend in der Energiepolitik.
In erster Linie haben die damals die Privatisierung des Energiesektors 
vorangetrieben, natürlich zugunsten zugeneigter und spendenfreudiger 
Mitglieder..
Wie war das mit dem Aushängeschild der deutschen PV-Produktion, dem 
mehrfachen Schlossbesitzer und Jagdliebhaber, der so gerne wilde Tiere 
erschiesst und auch verspeist?
Oder der Windbaron, der mittels Genossenschaft und Genussscheinen im 
zertifizierten Zertifikat der Ökos/Grünen in Osteuropa mit den Gewinnen 
ganze Regionen aufkaufte und kriminell riesige Waldflächen abholzen und 
zu umweltfreundlichen Pellets verarbeiten liess?

Naja, immerhin forderst Du hier und heute die staatliche Hand für die 
Energieversorgung, womit wir da sogar einig wären.
Aber was sagen die Grünen, also die dritte Macht im Staat, dazu?

Und hast Du Dich mal wenigstens ein ganz klein wenig erkundigt, was 
andere Staaten von Deinen Ideen so halten?
Und wie DEIN Ansinnen dort durchführbar wäre?
Hast Du wenigstens dafür mal eine "private" Durchführbarkeitsstudie 
angedacht?

Wie schon oft auch hier schon angeführt, bedeuten 8-10 GW 
el.-Leistungs-Kapazität über durchschnittlich ~400km schon 15 Jahre 
Planung, Rechtstreitigkeiten, Proteste, etc.. in Deutschland.
Angeblich auch einiges an Kosten.

Hast Du wenigstens ein Konzept (ggf. auh nur mal angeschaut, irgendwo 
ergoogelt), wie das zu welchen Kosten und unter welchen Voraussetzungen 
von DE aus über Gibraltar oder Italien/Sizilien oder sogar Griechenland 
zu bewerkstelligen wäre, die tolle HGÜ nach Nordafrika zu verlegen?
Oder hast Du nur vieles "gelesen" und vergrölst es weiter, weil das 
gerade angesagt ist?

von Nikolaus S. (Firma: Golden Delicious Computers) (hns)


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Ben B. schrieb:
> Hat irgend jemand Zahlen, wieviel Energie dem Wind durch Windräder
> entnommen wird?

Im Spektrum der Wissenschaft war vor ca. 4-5 Jahren mal eine Abschätzung 
wieviel das weltweit wäre. Zahlen weiss ich nicht mehr, aber es lief 
darauf hinaus dass der komplette Weltenergiebedarf problemarm (-los wäre 
vermessen) aus Windkraft an windradfähigen Standorten abgedeckt werden 
könnte. Und dann ist Wasser und Solar noch nicht mit berücksichtigt.

D.h. das Wissen ist da... nur das Handeln nicht.

von Kara B. (Firma: ...) (karabenemsi)


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Ralf X. schrieb:
> Wie war das mit dem Aushängeschild der deutschen PV-Produktion

Ja, wie war das denn?

Ralf X. schrieb:
> Aber was sagen die Grünen, also die dritte Macht im Staat, dazu?

Genau, 16 Jahre Kohl und 16 Jahre Merkel unterbrochen von 7 Jahren 
Rot/Grün.
Und die Grünen haben mit maximal 20% die Weltherrschaft inne.

Glaubst du das eigentlich selber?

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