Forum: Haus & Smart Home DLAN ist super in der Not


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von EgPr (Gast)


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Gerade fertig geworden.... eine 600m Strecke auf einer Phase zu meinem
Kumpel der über Luftkabel 4x25mm abseits vom Dorf angeschlossen ist und
kein DSL o.ä. ohne massivem eigenen Einsatz von € bekommen kann. Diese
Devolo Dinger sind einfach genial, funktionieren auf Anhieb und sind das
Geld wirklich Wert. Zum Einsatz kam ein Kit Devolo Magic 1 WiFi 2-1
Powerline-Adapter.
Nun kann er ein eigenes internes Netz aufbauen und streamen bis die
Schwarte kracht.

Wollte ich nur mal so mitteilen an all die Verzweifelten die kein gutes
Netz haben.

Grüße EgPr

von Andre (Gast)


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EgPr schrieb:
> 600m Strecke

Respekt, ich hätte nicht erwartet dass das möglich ist.
Weißt du ob das bezüglich Paketverlust & Störabstand schon grenzwertig 
ist, oder ginge da theoretisch noch mehr?

P.S. verrate bloß nicht in welchem Ort das läuft, ansonsten stehen dir 
bald dauer-empörte Funkamateure auf den Füßen...

von EgPr (Gast)


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Hallo,

zu Paketverlust & Störabstand kann ich keine Aussage treffen, die 
Adapter haben nach Inbetriebnahme ein Update bekommen und haben von da 
an die beste Verbindung selber ausgehandelt. Ob noch mehr drin wäre kann 
ich nicht sagen da wir mit den erreichten Werten vollkommen zu Frieden 
waren und bis jetzt keine Not hatten an den erreichten Werten zu 
basteln. So lange die Adapter die beste Performance selber aushandeln 
wird da auch nicht eingegriffen.
Wie gesagt, eine Phase, keine Koppler, also nur ein Draht zum Empfänger.
Grüße EgPr

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Weiß ja nicht, was ein "4 x 25 mm Kabel" ist. Vermutlich keine vier 
Rundstäbe mit 25 mm Durchmesser … :)

Sinnvoll wäre es dafür, einfach normales Telefonkabel zu nehmen. Selbst 
popeliges Cat3 (also einfach nur verdrillte Doppeladern) strahlt durch 
die Verdrillung bereits ziemlich wenig ab, mit anderen Worten: es kommt 
fast alles auf der anderen Seite an.

Letztlich läuft über solche Strippen ja DSL.

Hoffentlich schlägt nie in der Nähe ein Blitz ein, das dürfte die 
Technik nicht überleben. Danach könnt ihr ja dann eine Glasfaser legen. 
;-) Dann gehen auch ein paar Gigabit pro Sekunde drüber.

von Björn W. (bwieck)


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EgPr schrieb:
> Gerade fertig geworden.... eine 600m Strecke auf einer Phase zu meinem
> Kumpel der über Luftkabel 4x25mm abseits vom Dorf angeschlossen ist und
> kein DSL o.ä. ohne massivem eigenen Einsatz von € bekommen kann.

Das wird solange funktionieren wie nicht noch mehrere Schaltnetzteile 
auf der selben Phase sind. Also eher wackelige Sache, aber das werdet 
ihr bald selber rausfinden.

von Björn W. (bwieck)


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Jörg W. schrieb:
> Weiß ja nicht, was ein "4 x 25 mm Kabel" ist.

Warscheinlich Freileitung

von Reinhard S. (rezz)


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Björn W. schrieb:
> Jörg W. schrieb:
>> Weiß ja nicht, was ein "4 x 25 mm Kabel" ist.
>
> Warscheinlich Freileitung

Würde sich dann anbieten, ne Glasfaser mit rumzuwickeln :D

: Bearbeitet durch User
von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Björn W. schrieb:
> Jörg W. schrieb:
>> Weiß ja nicht, was ein "4 x 25 mm Kabel" ist.
>
> Warscheinlich Freileitung

"600 Ω" :-)

von ich³ (Gast)


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EgPr schrieb:
> 600m Strecke

Gut, wenn es so funktioniert. Aber mal als Hinweis: Bei Sichtverbindung 
geht mit einer WLAN-Richtstrecke locker auch Gbit ohne das Risiko, dass 
ein Blitz die Technik grillt.

von ich³ (Gast)


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Reinhard S. schrieb:
> Würde sich dann anbieten, ne Glasfaser mit rumzuwickeln :D

Jetzt hat doch einer meinen ersten Gedanken laut ausgesprochen ;)

von Björn W. (bwieck)


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Auf Land ist das ja durchaus noch Gängig das der Strom vom Ortstrafo per 
Freileitung geführt wird. Nicht weil das besonders gut ist, sondern weil 
es vor zig Jahren eben so gemacht wurde und so lange es keine Probleme 
damit gibt wird es auch nicht geändert.

Einen Vorteil an so einer Freileitung sehe ich allerdings: das 
Nebensprechen ist äusserst gering.

Mal sehen wie gut die Verbindung noch ist wenn die Landtechnik vor Ort 
erstmal lospoltert...

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Björn W. schrieb:
> Einen Vorteil an so einer Freileitung sehe ich allerdings: das
> Nebensprechen ist äusserst gering.

Naja, die Abstrahlung dürfte deutlich größer als bei einer verdrillten 
Leitung sein, und wenn du zwischen L und GND die Leitung nimmst, hast du 
zwar die berühmt-berüchtigten 600 Ω (verdrillte Adern haben so 100 … 120 
Ω), aber eben auch eine "schöne" Rahmenantenne. Nicht nur, dass die auch 
Nachbar Meier in 2 km Entfernung noch wissen lässt, dass dein LAN jetzt 
aktiv ist, die abgestrahlte Leistung geht ihrem eigentlichem Zweck, dem 
Empfänger Information zukommen zu lassen, verloren.

von H. H. (hhinz)


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NFA2X ist erfunden!

von Reinhard S. (rezz)


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Björn W. schrieb:
> Auf Land ist das ja durchaus noch Gängig das der Strom vom Ortstrafo per
> Freileitung geführt wird. Nicht weil das besonders gut ist, sondern weil
> es vor zig Jahren eben so gemacht wurde und so lange es keine Probleme
> damit gibt wird es auch nicht geändert.

Hier in Thüringen wird das durchaus aktiv zurückgebaut, wenn die 
Gelegenheit günstig ist, auch auf der Zubringer-Ebene zum Ortstrafo.

von Sebastian L. (sebastian_l72)


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Björn W. schrieb:
> Auf Land ist das ja durchaus noch Gängig das der Strom vom Ortstrafo per
> Freileitung geführt wird. Nicht weil das besonders gut ist, sondern ...

... weil unter dem Mast massives Granitgrundgestein ist und das sprengen 
eines Kanalgrabens und dessen Entwässerung einfach sehr sehr umständlich 
und sauteuer wäre. Hier stehen die Masten an 3...4 Seilen auf 
Pendellager ohne Fundament. Die Widerlager für die Seile sind einfach 
direkt in das Grundgestein gebohrt. Fundamente braucht es da nicht.
und ja: Das ist wartungsintensiv.

Es kommt halt aber auch ein bisschen auf die örtlichen Gegebenheiten an.

von Sven L. (sven_rvbg)


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Jörg W. schrieb:
> Weiß ja nicht, was ein "4 x 25 mm Kabel" ist. Vermutlich keine vier
> Rundstäbe mit 25 mm Durchmesser … :)
vermuitlich wurde die ^2 vergessen.
>
> Sinnvoll wäre es dafür, einfach normales Telefonkabel zu nehmen. Selbst
> popeliges Cat3 (also einfach nur verdrillte Doppeladern) strahlt durch
> die Verdrillung bereits ziemlich wenig ab, mit anderen Worten: es kommt
> fast alles auf der anderen Seite an.
Wie soll man das über 600m über öffentlichen Grund bewerkstelligen?

Reinhard S. schrieb:
> Hier in Thüringen wird das durchaus aktiv zurückgebaut, wenn die
> Gelegenheit günstig ist, auch auf der Zubringer-Ebene zum Ortstrafo.

Das wird auch in anderen Bundesländern aktiv zurückgebaut, da die 
Netzbetreiber das Mittelspannungsnetz verstärken, um die erneuerbaren 
Energien zu transportieren.

Trotzdem sieht man allgemein noch recht viel an Freileitungen.

von Reinhard S. (rezz)


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Sven L. schrieb:
>> Sinnvoll wäre es dafür, einfach normales Telefonkabel zu nehmen. Selbst
>> popeliges Cat3 (also einfach nur verdrillte Doppeladern) strahlt durch
>> die Verdrillung bereits ziemlich wenig ab, mit anderen Worten: es kommt
>> fast alles auf der anderen Seite an.
> Wie soll man das über 600m über öffentlichen Grund bewerkstelligen?

Beantragen und aufbauen. Mit allen Konsequenzen.

von Andreas M. (andreas_m62)


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Mich würde mal interessieren, wo er die DEVELOs angesteckt hat.
Ich habe mal was gehört,
das deren Signal nicht über den Hauszähler hinaus übertragen wird.

von Reinhard S. (rezz)


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Andreas M. schrieb:
> Mich würde mal interessieren, wo er die DEVELOs angesteckt hat.
> Ich habe mal was gehört,
> das deren Signal nicht über den Hauszähler hinaus übertragen wird.

War mal der Plan, aber in der Praxis nicht immer so.

AVM sagt sogar ganz klar, das es über den Stromzähler hinaus geht:
https://avm.de/service/wissensdatenbank/dok/FRITZ-Powerline-500E/706_FRITZ-Powerline-uber-Stromzahler-Sicherungskasten-FI-Schutzschalter-hinaus-einsetzen/

von Andreas M. (andreas_m62)


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Danke, das wusste ich noch nicht.

von zop (Gast)


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Sven L. schrieb:
>> Sinnvoll wäre es dafür, einfach normales Telefonkabel zu nehmen. Selbst
>> popeliges Cat3 (also einfach nur verdrillte Doppeladern) strahlt durch
>> die Verdrillung bereits ziemlich wenig ab, mit anderen Worten: es kommt
>> fast alles auf der anderen Seite an.
> Wie soll man das über 600m über öffentlichen Grund bewerkstelligen?
Äh, der aktuelle Stand (Luftkabel) ist legal? :o

von Sven L. (sven_rvbg)


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zop schrieb:
> Äh, der aktuelle Stand (Luftkabel) ist legal? :o

Nehme schon an, das der Netzbetreiber eine entsprechende Konzession 
besitzt?

von Sven L. (sven_rvbg)


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Reinhard S. schrieb:
> Beantragen und aufbauen. Mit allen Konsequenzen.

Naja, dann doch lieber WLAN oder lizenzfreier Richtfunk.

von Chris K. (kathe)


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Wieso nicht z.B. "Ubiquiti NanoStation Loco M5 | Punkt-zu-Punkt Set | 5 
GHz / airMAX, 150MBit+, Wetterfest, 10km" verwenden?

von Rainer Z. (netzbeschmutzer)


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Björn W. schrieb:
> Auf Land ist das ja durchaus noch Gängig das der Strom vom Ortstrafo per
> Freileitung geführt wird.

Bayern? In Schleswig-Holstein ist das schon lange nicht mehr üblich.

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Sven L. schrieb:

>> Sinnvoll wäre es dafür, einfach normales Telefonkabel zu nehmen. Selbst
>> popeliges Cat3 (also einfach nur verdrillte Doppeladern) strahlt durch
>> die Verdrillung bereits ziemlich wenig ab, mit anderen Worten: es kommt
>> fast alles auf der anderen Seite an.

> Wie soll man das über 600m über öffentlichen Grund bewerkstelligen?

Wie kommen die derzeitigen 600 m Kabel denn dahin?

Wenn vom EVU, wie kommt man dann dazu, dort eine Netzwerkeinspeisung 
dran fummeln zu können?

Ich frage mich da eher, ob der TE nicht einfach gerade nur provozieren 
wollte …

von Sven L. (sven_rvbg)


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Jörg W. schrieb:
> Wenn vom EVU, wie kommt man dann dazu, dort eine Netzwerkeinspeisung
> dran fummeln zu können?

In dem man einfach an eine Steckdose NACH dem Zähler so ein Gerätchen 
einsteckt, auf beiden Seiten und das möglichst auf dem gleichen 
Außenleiter.

Wie oben irgendwo verlinkt, sagt ja AVM, das am Zähler nicht 
zwangsläufigs chluss sein muss. Gerade neue elektronische Zähler, messen 
den Strom zum Teil über einen Shunt.

Jörg W. schrieb:
> Ich frage mich da eher, ob der TE nicht einfach gerade nur provozieren
> wollte …

Warum, weil Ihr Funker das Thema hasst, wie der Teufel das Weihwasser? 
=)

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Sven L. schrieb:
>> Ich frage mich da eher, ob der TE nicht einfach gerade nur provozieren
>> wollte …
>
> Warum, weil Ihr Funker das Thema hasst

Auch, aber ansonsten hat er sich ganz schnell verp**t.

von Dominik R. (Gast)


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Björn W. schrieb:
> Auf Land ist das ja durchaus noch Gängig das der Strom vom Ortstrafo per
> Freileitung geführt wird.

Sind da 3 dicke Drähte und ein dünner Draht?
Oder ist das eine optische Täuschung?

https://www.mikrocontroller.net/attachment/524737/previewHigh.jpg

von michael_ (Gast)


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Du mußt rechts kucken.
4x dick, 1x dünn.

Aber der Mast macht mir Sorgen.

von Thosch (Gast)


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Der dünne Draht ist eine geschaltete Phase für Straßenbeleuchtung, die 
an jedem 2. Oder 3. Mast hängt.

Ich kenne solche Verdrahtung nur noch aus meiner Kindheit. Ist bei uns 
im Dorf Ende der 1970er Jahre durch Erdkabel ersetzt worden.

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