Früh aufstehen macht erfolgreicher?

Gast #6761005
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Hallo,

immer wieder lese ich Karriere Ratgeber, Blogs etc. wo steht, dass 
erfolgreiche Menschen wie Büroleute, Manager etc. früh aufstehen.

z.B. 
https://arbeits-abc.de/fruehaufsteher-sind-erfolgreicher-als-langschlaefer/

Manche fangen dann an, früh Mails zu lesen, und teils schon einige Dinge 
abgearbeitet zu haben, wenn die ersten ins Büro schleichen (gegen 8 
Uhr). Ziel ist ja dann, früher Freizeit und Zeit für privates, Familie 
etc. zu haben.

Meine Erfahrung ist aber, dass man viell. mehr geschafft hat, aber 
dennoch gleich lang (manchmal bis abends) im Büro bleibt.

Wir kennen das ja mit den Eulen und Lerchen, ich bin eher ein 
nachtaktives Tier.
Früher schon zu Studienzeiten, arbeitete ich gern mal hochkonzentriert 
bis 2 oder 3 Uhr früh an meiner Diplomarbeit. Heute, ein bisschen älter 
gehe ich auch mal früher schlafen (gg. 23:30-00:30 Uhr, aber sehr selten 
gegen 22 Uhr).

Dominik
P.S. heute Sonntag, schon gegen 6:00 Uhr früh bereits wach! ;-)
#6761007
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Dominik schrieb:
> Meine Erfahrung ist aber, dass man viell. mehr geschafft hat, aber
> dennoch gleich lang (manchmal bis abends) im Büro bleibt.

So ist es. Bis man die Anfragen des letzten Kollegen/Kunden ect. 
beantwortet hat ist es stets die gleiche Uhrzeit.
Von daher: Früher kommen lohnt sich nicht.

Früher aufstehen an sich ist wieder ein anderes Thema. Aber eben nicht 
zum arbeiten.
Gast #6761012
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Es gab mal einen ziemlich guten Thread diesbezüglich (!), die 
Standard-Zeit (Statistik) ist wohl von 23 Uhr bis 7 Uhr schlafen.
Mir war es damals wichtig, darauf hinzuweisen, dass Körpertemperaturen 
auch ein Rolle spielen, diese aber zum "rekalibrieren" (vor allem, wenn 
es mal komplett durcheinander geht (Stunde früher aufstehen müssen, 
Krankheit o.a.))
bis zu 2 Jahre brauchen.

Der Vorteil des Frühaufstehens ist aber u.a., man kann mehr an 
Sozialinteraktion mitnehmen, Anrufe machen, Brötchen kaufen oder 
zelebrieren, oder eben Lerngruppen in der Schule besuchen, 
Gerichtstermine wahrnehmen, Professoren fragen usw. Wenn man viel mit 
Interaktion zu tun hat, dann ist das Frühaufstehen schon von Vorteil.
Die Schlafqualität selber ist auch ziemlich wichtig, und Vormittags kann 
man wegen der Lärmentwicklung oft nicht so gut bzw. tief schlafen, wie 
nötig.

Bei so Bloggern kann man lernen, wie man Punkte hinsichtlich der 
sozialen Erwünschtheit sammelt bzw. man lernt eigentlich auch so 
Unterschiede zwischen gewissen Idealvorstellungen und Real World - so 
mal grob hingezeichnet.
#6761018
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rbx schrieb:
> Es gab mal einen ziemlich guten Thread diesbezüglich

Hast du einen Link dazu?

Ich habe persönlich die Erfahrung gemacht, dass früher zur Arbeit zu 
erscheinen nur 10h-Regel-Verletzungen und keine schnellere Bearbeitung 
der täglichen Herausforderungen bringt.

Wenn ich dann mal früher auf der Arbeit war, wunderten sich die bereits 
anwesenden Kollegen über meine neue "senile Bettflucht" - klassisches 
Eigentor 😂

mfg mf
Beitrag #6761027 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #6761034 wurde von einem Moderator gelöscht.
Gast #6761053
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Moin, moin! schrieb im Beitrag #6761034:
> Weil ich morgens immer so früh raus muß,
> bin ich den ganzen Tag müde.
> Wenn ich dann abends richtig munter bin,
> muß ich ins Bett.
> Weil ich morgens immer so früh raus muß....

bei mir oft auch so!
#6761070
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Wenn ich Lauf und Geh tut mir alles weh. Wenn ich dann Sitz und Sauf 
hörn die Schmerzen sofort auf.

Guten Morgen zusammen.

Ich bin auch eher ein Nachtmensch. Vor allem weil ich erst richtig Ruhe 
habe wenn Frau und Kinder im Bett sind. Dann geht es morgens zu früh los 
und ich muss zur Arbeit. Übliches Thema bei Vielen denke ich.
Gast #6761162
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Früh aufstehen macht einen nicht produktiver, wenn man eine Nachteule 
ist. Es ist eher so, dass die Leute die das sagen haben, einfach von 
Natur aus Frühaufsteher oder Wenig-Schläfer sind. Ist man das nicht, 
kommt man gar nicht oben an. Gleichzeitig diktieren die die oben sind, 
uns ihren Lebenstil auf. Daher dieser Drang in unserer Gesellschaft, 
alles früh machen zu müssen, dabei können viele Dinge auch später 
erledigt werden.
Emails früh checken: wenn ich als Nachteule um 24 Uhr Emails checke, ist 
das sogar noch früher als der Frühaufsteher, der das um 3 oder 4 Uhr tut 
:-).

Häufig werden die Leute befördert, die dem Chef ähnlich sind. Da die 
ganz oben Frühaufsteher sind, werden auf der nächsten Führungsstufe 
meist auch Frühaufsteher ausgewählt usw., daher entsteht vielleicht der 
Eindruck, frühes Aufstehen mache erfolgreich. Generell ist das nicht der 
Fall. Dazu eine schöne Karrikatur:

https://www.instagram.com/p/CQeR682N9Fn/
#6761172
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Dominik schrieb:
> Hallo,
>
> immer wieder lese ich Karriere Ratgeber, Blogs etc. wo steht, dass
> erfolgreiche Menschen wie Büroleute, Manager etc. früh aufstehen.
>
> z.B.
> https://arbeits-abc.de/fruehaufsteher-sind-erfolgreicher-als-langschlaefer/
>
> Manche fangen dann an, früh Mails zu lesen, und teils schon einige Dinge
> abgearbeitet zu haben, wenn die ersten ins Büro schleichen (gegen 8
> Uhr). Ziel ist ja dann, früher Freizeit und Zeit für privates, Familie
> etc. zu haben.
>
> Meine Erfahrung ist aber, dass man viell. mehr geschafft hat, aber
> dennoch gleich lang (manchmal bis abends) im Büro bleibt.

Das ist dann aber fehlende Selbstdisziplin. Weiterer Vorteil vom früh 
aufstehen: Kein Berufsverkehr, Ruhe auf Arbeit und wie erwähnt mehr 
Freizeit am Nachmittag/Abend.

Man sollte dann natürlich dementsprechend eher ins Bett, was ja auch 
gesund sein soll.
Gast #6761183
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Reinhard S. schrieb:
> Das ist dann aber fehlende Selbstdisziplin. Weiterer Vorteil vom früh
> aufstehen: Kein Berufsverkehr, Ruhe auf Arbeit und wie erwähnt mehr
> Freizeit am Nachmittag/Abend.

In den meisten Fällen ist Erfolg ein Produkt von Selbstdisziplin. Von 
selbstständigen Freigeistern mal abgesehen (Künstler, Schriftsteller, 
sowas halt) oder jungen Nerds (die nächtelang tüfteln), ist es halt 
fruchtbarer,

morgens 7°° (+-1) seinen Tag zu beginnen, danach sein privaten Geschäfte 
zu besorgen (Einkaufen, Hobby, Haushalt, was auch immer) und den 
geselligen Teil bis 9, vielleicht 10 erledigt zu haben. Kino, Bier, 
Kegeln, Essen gehen, was auch immer.

Natürlich gibt es immer Ausnahmen. Der Elternteil, der Morgens die 
Kinder fertig macht und danach 1h Fahrt hat, der Bauer, der vorher 3h im 
Stall steht, sowas. Das ist natürlich alles OK.

Auf keinen Grünen zweig kommt, wer um 9 Uhr aufsteht, um 5 Uhr 
wiederkommt und dabei Haushalt, Hobby und Sozialkontakte 
vernachlässigend daddelt. Ein Schnupfen oder ein kleiner Mehraufwand 
bringt diese Leute dann an den Rand der Erschöpfung.

Der Fleißige lässt den Rasen 3 Tage ungemäht oder das sagt das Kegeln ab 
und erholt sich schnell.
Gast #6761190
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Karrierist schrieb:
> Es ist eher so, dass die Leute die das sagen haben, einfach von
> Natur aus Frühaufsteher oder Wenig-Schläfer sind. Ist man das nicht,
> kommt man gar nicht oben an.

Ja, ist aber auch kein Zufall. Gesunde koennen frueh aufstehen und dabei 
fit sein. Wenn man frueh aufsteht und den halben Tag kaputt ist, deutet 
das auf gesundheitliche Probleme hin, zumindest auf eingeschraenkte 
Leistungsfaehigkeit.
#6761222
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Der Schlafrhythmus wird überwiegend genetisch vorgegeben.
Das hat rein garnichts mit Disziplin zu tun. Ich kann auch deutlich 
früher aufstehen, bin dann aber nicht ansatzweise so leistungsfähig als 
wenn ich ausschlafen würde.

Was sind wir nur für eine tolle Gesellschaft, in der wir Menschen dazu 
zwingen, ihren Biorhythmus dem Wirtschaftsgeschehen unter zu ordnen aber 
auf der anderen Seite von Diskriminierung sprechen, wenn sich 
irgendwelche Freaks wieder mal ein neues Geschlecht ausgedacht haben und 
die Mehrheit das als fragwürdig empfindet.

Einstein hat übrigens 12-14h geschlafen. Wäre er mit der Hälfte seines 
Schlafes auch ein Genie gewesen? Wir werden es wohl nie erfahren.

https://www.welt.de/print/die_welt/wissen/article13781716/Endloser-ruhiger-Schlaf-Es-ist-ein-Gen.html
Gast #6761250
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Karrierist schrieb:
> Emails früh checken: wenn ich als Nachteule um 24 Uhr Emails checke, ist
> das sogar noch früher als der Frühaufsteher, der das um 3 oder 4 Uhr tut
> :-).

Ich bin eine Eule und habe als Student in einer Firma gearbeitet, teils 
vor Ort, teils daheim. Üblicherweise habe ich Nachmittags bis Spätabends 
Sachen implementiert, Fehler gesucht, Messungen gemacht und dann von 
daheim so um 2 oder 3 Uhr Nachts meine Statusmails geschickt. Am 
nächsten Tag so um 10 Uhr aufgestanden, um 12 Uhr zum "Mittagessen" 
(mein Frühstück) in die Arbeit gefahren und um 13 Uhr eine Besprechung 
mit den Kollegen gehabt, Abends so um 19 Uhr dann wieder nach Hause 
gefahren, zu Abend gegessen, bis etwa 22 Uhr Pausiert und dann wieder 
bis 2 Uhr weiter gearbeitet.
Die Kollegen hatten also den Vormittag Zeit, sich Gedanken zu meinen 
Statusmails, den Problemen usw. zu machen und ich war ausgeschlafen für 
das Meeting, habe Nachts ungestört sehr effizient arbeiten können und 
habe mich nach meinem Rhythmus richten können. Das funktionierte 
wunderbar und das Projekt wurde trotz vieler schwieriger Stolperfallen 
rechtzeitig fertig :-)
Gast #6761257
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Dominik schrieb:
> Hallo,
>
> immer wieder lese ich Karriere Ratgeber, Blogs etc. wo steht, dass
> erfolgreiche Menschen wie Büroleute, Manager etc. früh aufstehen.

Laut eines bekannten Psychaters neigen  Menschen in Führungspositionen, 
die gerne mit ihrem Frühaufstehen prahlen und damit, dass sie mit wenig 
Schlaf auskommen, häufig dazu, Amphetaminmissbrauch zu betreiben.
Gast #6761293
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Es gab vor vielen Jahren einige Experimente zur Erforschung der inneren 
Uhr. In Deutschland gab es diese auch:
https://enorm-magazin.de/gesellschaft/wissenschaft/zeit/chronobiologie-das-bunker-experiment

Das Ergebnis war, dass die innere Uhr ehre rund bei 25 Stunden liegt. 
Allerdings fehlt meistens die Auswertung, was es bedeutet für die 
Personen, deren innere Uhr über oder unter dem Durchschnitt liegt.

Die Personen, deren innere Uhr kürzer als der Durchschnitt, wären die 
Frühaufsteher, die anderen sind die Spätaufsteher. Für Spätaufsteher 
wäre zum Beispiel das ideale Arbeitschichtenmodell jeden Tag ein bis 
zwei Stunden später anzufangen als am Tag davor. Nach 12 bis 24 Tagen 
wäre man einmal durchrotiert. Also nur generell später anzufangen, würde 
dieser Gruppe nicht wirklich mehr bringen.
Gast #6761343
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Dieter schrieb:
> Die Personen, deren innere Uhr kürzer als der Durchschnitt, wären die
> Frühaufsteher, die anderen sind die Spätaufsteher. Für Spätaufsteher
> wäre zum Beispiel das ideale Arbeitschichtenmodell jeden Tag ein bis
> zwei Stunden später anzufangen als am Tag davor. Nach 12 bis 24 Tagen
> wäre man einmal durchrotiert. Also nur generell später anzufangen, würde
> dieser Gruppe nicht wirklich mehr bringen.

Anscheinend lagen da aber die meisten über 24h.

Und klar, natürlich wollen die meisten abends länger aufbleiben, da wird 
die Beute verteilt. Und Jugendliche erst Recht auf jeden Fall länger als 
deren Eltern. Die Folgerung, dass Schulen zu früh anfangen und Kinder 
damit im Dauerstress sind, sind jedoch absurd. Und seitdem es Rolladen 
und künstliches Licht (vom Lagerfeuer angefangen) gibt, ist der 
"natürliche" Tagesrhythmus eine Fiktion. Wer jeden Tag eine Stunde 
länger aufbleibt, als er an Schlaf braucht, wird morgens müde sein trotz 
Wecker und Kaffee. Und wer jeden Tag eine Stunde früher ins Bett geht, 
wird abends oder morgens wach sein.

Wenn man das Experiment heute wiederholen würde, mit Internet und 
Spielen als Beschäftigung, würde man noch mehr als 1h jeden Tag 
Verschiebung feststellen. Mit Steinehacken im Akkord eher weniger.
Gast #6761381
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Jetzt ist mir auch klar warum ich so erfolgreich bin.

Stehe jeden morgen um 03:00 - 04:00 Uhr auf.

Nun ja, verschiedene Tätigkeiten scheuen helles Licht und sollten im 
Schutze der Dunkelheit abgearbeitet werden.

Die Dunkelheit ist mein Freund !
Beitrag #6761388 wurde von einem Moderator gelöscht.
Gast #6761425
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Senf D. schrieb:
> Die These dieses Threads lässt sich daher anhand des wirtschaftlichen
> Erfolgs dieses Bundeslandes leicht überprüfen.
Eher der Nachbarbundesländer. Die Sachsen-Anhaltiner müssen so früh 
aufstehen, damit sie dort rechtzeitig zur Arbeit erscheinen.
Gast #6761459
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Dominik schrieb:
> Meine Erfahrung ist aber, dass man viell. mehr geschafft hat, aber
> dennoch gleich lang (manchmal bis abends) im Büro bleibt.

Und genau das ist der Grund warum solche Leute eher befördert werden, 
denn sie zeigen Einsatzbereitschaft, sind da und schaffen auch noch mehr 
als die anderen. Das frühere Erscheinen ist der Grund dafür. Ob das nun 
täglich 2 Stunden länger gedauert hat und darum demjenigen mehr 
Überstunden ausgezahlt werden,
oder ob es in der vorhergesehenen Zeit geschafft wurde, ist dem Chef 
doch völlig egal. Die Konzerne machen Mrd. und das hauptsächlich wegen 
Leuten, die sich richtig reinhängen und nicht wegen den 
Arbeitsverweigerern, die immer einen Grund wissen warum man es erst gar 
nicht probieren sollte und um 15 Uhr Heim gehen.
#6761471
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Dominik schrieb:
> Manche fangen dann an, früh Mails zu lesen, und teils schon einige Dinge
> abgearbeitet zu haben, wenn die ersten ins Büro schleichen (gegen 8
> Uhr). Ziel ist ja dann, früher Freizeit und Zeit für privates, Familie
> etc. zu haben.
> Meine Erfahrung ist aber, dass man viell. mehr geschafft hat, aber
> dennoch gleich lang (manchmal bis abends) im Büro bleibt.

Die Idee ist meist nicht schon früher die E-Mails abzuarbeiten, sondern 
sich in Ruhe seinen wichtigsten (nicht dringendsten!) Aufgaben widmen zu 
können bevor der Irrsinn des Alltags beginnt.

Aber es kommt auch auf die Arbeitskultur an. Wenn die Kollegen um Neun 
beginnen einzutrudeln, man selbst aber schon um Sechs gestartet hat, 
dann ist das zwar meist ein Vorteil. Wenn man dann aber um Drei abreißt 
während der Rest noch bis Sechs oder Sieben im Büro sitzt, dann kann der 
Schuss auch leicht nach hinten losgehen.
Gast #6761475
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Jan H. schrieb:
> Wenn man dann aber um Drei abreißt während der Rest noch bis Sechs oder
> Sieben im Büro sitzt, dann kann der Schuss auch leicht nach hinten
> losgehen.

Dann spielt es keine Rolle wann man kommt. Frühaufstehen wird gemacht, 
damit man mehr Zeit hat und nicht früher geht.
Gast #6761532
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> von Deutscher Riese (Gast)
> 18.07.2021 17:21

> Manoman ist das ein Niveau hier.

Erwartest du eine Diskussion über Quantenphysik ?

> von Wecker (Gast)
> 18.07.2021 20:15

> Ich schlafe 3,5h pro Nacht und habe ein salär von 350k damit erreicht.

Was ist salär ?

Ist das mehr als Stabsfeldwebel ?
Gast #6761555
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A. S. schrieb:
> Und wer jeden Tag eine Stunde früher ins Bett geht,
> wird abends oder morgens wach sein.

Das bringt einem gar nichts, wenn man dann noch nicht müde ist!

Realist schrieb:
> Und genau das ist der Grund warum solche Leute eher befördert werden,
> denn sie zeigen Einsatzbereitschaft, sind da und schaffen auch noch mehr
> als die anderen. Das frühere Erscheinen ist der Grund dafür. Ob das nun
> täglich 2 Stunden länger gedauert hat und darum demjenigen mehr
> Überstunden ausgezahlt werden,
> oder ob es in der vorhergesehenen Zeit geschafft wurde, ist dem Chef
> doch völlig egal. Die Konzerne machen Mrd. und das hauptsächlich wegen
> Leuten, die sich richtig reinhängen und nicht wegen den
> Arbeitsverweigerern, die immer einen Grund wissen warum man es erst gar
> nicht probieren sollte und um 15 Uhr Heim gehen.

Richtig. Einsatzbereitschaft hat doch nichts mit der Uhrzeit zu tun. 
Wenn ich Abends auf Höchstleistungen komme, während der Frühaufsteher 
schon längst im Feierabend ist, bringt das der Firma doch genauso viel, 
als wenn der Frühaufsteher ganz früh morgens auf Hochtouren arbeitet. 
Das mit den Staus kann man auch andersrum argumentieren. Wer erst um 10 
anfängt, umfährt morgens die Rush Hour in den meisten Ballungsräumen. 
Wer dafür erst um 19 oder 20 Uhr heim fährt, hat je nach dem wo man 
lebt, abends weniger Verkehr.

Selbst im Home Office hat es Vorteile. Mein Chef mag es, dass wir Früh- 
wie Spätaufsteher in der Abteilung haben. Weil so ist fast immer jemand 
von uns zu erreichen für unsere internen wie externen Kunden.
#6761563
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Realist schrieb:
> Dominik schrieb:
>> Meine Erfahrung ist aber, dass man viell. mehr geschafft hat, aber
>> dennoch gleich lang (manchmal bis abends) im Büro bleibt.
>
> Und genau das ist der Grund warum solche Leute eher befördert werden,
> denn sie zeigen Einsatzbereitschaft, sind da und schaffen auch noch mehr
> als die anderen. Das frühere Erscheinen ist der Grund dafür. Ob das nun
> täglich 2 Stunden länger gedauert hat und darum demjenigen mehr
> Überstunden ausgezahlt werden,
> oder ob es in der vorhergesehenen Zeit geschafft wurde, ist dem Chef
> doch völlig egal.

Schlechter Chef. Wenn jemand ständig Überstunden machen muss passt da 
doch was an der Personalplanung nicht.

> Die Konzerne machen Mrd. und das hauptsächlich wegen
> Leuten, die sich richtig reinhängen

Und damit ihr Privatleben versauen und dann arbeitsmäßig auch hinfallen?

> und nicht wegen den
> Arbeitsverweigerern, die immer einen Grund wissen warum man es erst gar
> nicht probieren sollte und um 15 Uhr Heim gehen.

Wenn man seit 6:00 am arbeiten ist aber 15:00 Feierabend schon sehr 
spät.
Gast #6761623
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Karrierist schrieb:
> Wenn ich Abends auf Höchstleistungen komme, während der Frühaufsteher
> schon längst im Feierabend ist

Dann erkläre mal Frau und Kind, dass du auch Abends keine Zeit hast. 
Morgens geht es ja in die Schule/Kindergarten und oft genug geht die 
Frau auch arbeiten.

Ich hab die Erfahrung gemacht (bei mir selbst aber auch vielen anderen), 
dass das was man nicht Morgens macht, am Abend ganz bestimmt nicht mehr 
erledigt wird. Irgendwann ist die Luft bei jedem raus. Nach 8 Stunden 
auf Arbeit ist niemand leistungsfähiger als in den ersten 4 Stunden. 
Oftmals bin ich an einem Problem um 17 Uhr überhaupt nicht weiter 
gekommen, aber am nächsten Morgen war die Lösung kein großes Problem 
mehr.
Gast #6761630
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Realist schrieb:
> Dann erkläre mal Frau und Kind, dass du auch Abends keine Zeit hast.
> Morgens geht es ja in die Schule/Kindergarten und oft genug geht die
> Frau auch arbeiten.

Generell fängt die Schule zu früh an, das liegt an der Lehrerlobby. Das 
sind natürlich Frühaufsteher, sonst würde man ja nicht Lehrer werden 
wollen. Als mal an unserer Schule diskutiert wurde, den Schulbeginn 
etwas zu verschieben morgens, haben gleich die Lehrer lautstark 
protestiert und mit argumentiert, dass das alleine schon nicht ginge 
wegen den Schulbussen und deren Zeiten. Genauso auch da: Die Mächtigen 
sind Frühaufsteher und die diktieren ihren Lebenstil uns nach unten 
durch.

Realist schrieb:
> Ich hab die Erfahrung gemacht (bei mir selbst aber auch vielen anderen),
> dass das was man nicht Morgens macht, am Abend ganz bestimmt nicht mehr
> erledigt wird. Irgendwann ist die Luft bei jedem raus. Nach 8 Stunden
> auf Arbeit ist niemand leistungsfähiger als in den ersten 4 Stunden.
> Oftmals bin ich an einem Problem um 17 Uhr überhaupt nicht weiter
> gekommen, aber am nächsten Morgen war die Lösung kein großes Problem
> mehr.

So geht es meinen Frühaufsteher Kollegen. Ich mache morgens meist 
Routineaufgaben, komplexe Probleme löse ich nachmittags, eher sogar am 
späten Nachmittag oder am Abend. Frühaufsteher können meist am späten 
Nachmittag keine komplexe Lösungen mehr erarbeiten, dafür dann am 
nächsten Morgen. So gibts bei uns in der Abteilung immer mindestens 
einen, der gerade seine Hochphase hat :-).
Gast #6761663
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Karrierist schrieb:
> das liegt an der Lehrerlobby.

Nein. Das liegt am Fairnessprinzip gegenüber der Diversität der 
Schülerinnen und Schüler. Der Frühaufsteher hat somit die Stunden ganz 
in der Früh in denen er besser aufnimmt. Der Spätaufsteher hat diese 
etwas später, wo der Frühaufsteher bereits nachläßt. Somit wird 
insgesamt keiner stärker diskriminiert. Der Wechsel am Vormittag findet 
meistens nach 10 und nochmal nach 15 Uhr statt.

Die Hausaufgaben nach der Schule belasten den Frühaufsteher wiederum 
stärker, weil es diesen in der schwachen Phase trifft. Diese in der Früh 
zu machen ist aber keine Option, weil dann der Schulbeginn unnötiger 
Zeitdruck würde.

Übrigens ist eine solche Verteilung fast analog zu Deinem unteren Absatz 
beschriebene Verteilung in Deinem Post.
Gast #6761826
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Dominik schrieb:
> Manche fangen dann an, früh Mails zu lesen, und teils schon einige Dinge
> abgearbeitet zu haben, wenn die ersten ins Büro schleichen (gegen 8
> Uhr). Ziel ist ja dann, früher Freizeit und Zeit für privates, Familie
> etc. zu haben.

Ich bin inzwischen ein Frühaufsteher, manchmal wache ich vor dem Wecker 
um 5 Uhr auf.
Bin meistens als einer der ersten im Büro so 6:30Uhr.
Andere tauchen erst gegen 9 Uhr auf, haben vorher die Kinder noch zur 
Schule gebracht etc., bleiben dann aber auch länger.

Ich versuche auch ca. 8 Stunden zu schlafen, also vor 21 Uhr ins Bett, 
damit ich bis 5 Uhr genug Schlaf bekomme.

Ob Menschen die erst gegen 8 Uhr aufstehen mehr schlafen?
Beitrag #6761885 wurde von einem Moderator gelöscht.
Gast #6761906
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ich bin auch erst 12 schrieb im Beitrag #6761885:
> Ich schon wieder schrieb:
>> also vor 21 Uhr ins Bett
>
> What a life...

Naja - um Mitternacht ins Bett, dafür bis nach 20Uhr arbeiten?
Gast #6761925
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ich bin auch erst 12 schrieb im Beitrag #6761885:
> ch schon wieder schrieb:
>
>> also vor 21 Uhr ins Bett
>
> What a life...

Als Jugendlicher oder als Single ist es sicher cool, die ganze Nacht zu 
verpulvern.

Als Kind oder als Erwachsener muss man sich schon fragen, warum man 
Neonlicht der Sonne vorzieht.
Gast #6761957
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Cyblord -. schrieb:
> Büroleute und Manager sind per se erfolgreich? Lustige Definition.
Ne, ich meinte das anders.  Leute wie im Büro, z.B. Manager können meist 
wählen,  früher aufzustehen oder nicht.  Und ob das mit Erfolg 
korreliert, kann sein, muss aber nicht.  Schichtarbeit, Müllmänner, 
Bäcker wohl nicht.

A. S. schrieb:
> Als Kind oder als Erwachsener muss man sich schon fragen, warum man
> Neonlicht der Sonne vorzieht.
Als Erwachsener stehe ich nun immer früher auf; zum Teil schon 6 Uhr, 
als Jugendlicher war ich um 8 Uhr noch hundemüde.

Cyblord -. schrieb:
> Um 21 Uhr ist Rentner-Zeit. In wärmeren Ländern wird da erst zu Abend
> gegessen.
Ja, bevorzuge es auch im Sommer eher um 20 oder 21 Uhr noch Abendbrot, 
was kaltes zu essen, z.B. nach dem Sport, biken, schwimmen usw.
#6761985
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A. S. schrieb:
> ich bin auch erst 12 schrieb im Beitrag #6761885:
>> ch schon wieder schrieb:
>>
>>> also vor 21 Uhr ins Bett
>>
>> What a life...
>
> Als Jugendlicher oder als Single ist es sicher cool, die ganze Nacht zu
> verpulvern.
>
> Als Kind oder als Erwachsener muss man sich schon fragen, warum man
> Neonlicht der Sonne vorzieht.

Aber Hallo, um 21 Ihr ist die Sonne derzeit nicht einmal untergegangen. 
Wer da schon ins Bett geht, ist bei mir unten durch.
Gast #6761991
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> von Senf D. (senfdazugeber)
> 19.07.2021 10:35

> Aber Hallo, um 21 Ihr ist die Sonne derzeit nicht einmal untergegangen.
> Wer da schon ins Bett geht, ist bei mir unten durch.

Quatschkopp !

Da stehe ich schon wieder auf.

Wie gesagt, verschiedene diverse Tätigkeiten scheuen eben das 
Sonnenlicht.
#6762011
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Nicht mehr Student schrieb:
> Ich bin eine Eule und habe als Student in einer Firma gearbeitet, teils
> vor Ort, teils daheim. Üblicherweise habe ich Nachmittags bis Spätabends
> Sachen implementiert, Fehler gesucht, Messungen gemacht und dann von
> daheim so um 2 oder 3 Uhr Nachts meine Statusmails geschickt.

eben

> und ich war ausgeschlafen für
> das Meeting,

während die Frühaufsteher bei Nachmittagsmeetings (oft auch Meetings 
nach 17:00 Uhr) schon schwächelten!
Gast #6762019
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> von Senf D. (senfdazugeber)
> 19.07.2021 10:45

> Ja, Einbruchdiebstahl nach § 243 des Strafgesetzbuches zum Beispiel.

Ach was, Kindereien. Das Ganze spielt sich auf einer anderen Ebene ab. 
Da kommen schon ein paar Nullen vor dem Komma dazu.

von Cyblord -. (cyblord)
19.07.2021 10:57

Weil wir gerade von Nullen reden !
Gast #6762110
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Cyblord -. schrieb:
>> Wenn die Kollegen auf der Arbeit erscheinen habe ich schon fast wieder
>> Feierabend!
>
> Solchen Leuten traue ich nicht
Ich auch nicht,  mit solchen Leuten stimmt meistens was nicht.
Senf D. schrieb:
> Aber Hallo, um 21 Ihr ist die Sonne derzeit nicht einmal untergegangen.
> Wer da schon ins Bett geht, ist bei mir unten durch.
Ja, wie kann man überhaupt um die Zeit müde sein?
Ok klar, das zählt natürlich nicht für Schichtarbeiter usw., die um 5:00 
mit der Frühschicht starten.
Gast #6762140
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Ich schon wieder schrieb:
> Ich versuche auch ca. 8 Stunden zu schlafen, also vor 21 Uhr ins Bett,
> damit ich bis 5 Uhr genug Schlaf bekomme.

Ich könnte wirklich niemals vor 21 Uhr schlafen gehen. Ausser ich bin 
wirklich schwer krank, dann liege ich aber schon den ganzen Tag im Bett. 
Das ist es ja, ich kann teilweise von 20 bis 22 Uhr sehr hoch produktiv 
arbeiten. Wenn ich dann nicht arbeite, treibe ich um die Zeit sehr gerne 
Sport oder beschäftige mich mit Hobbyprojekten.
Gast #6762166
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Senf D. schrieb:
> Abends werden die Faulen fleißig.

Ja das ist ein Spruch den sagen Frühaufsteher teilweise. Genau aus dem 
Grund macht man als Frühaufsteher eher Karriere, weil viele Chefs 
Frühaufsteher sind und Leute auswählen, die ähnlich sind wie sie.

Ich finde Aussagen wie der Spruch mit "Abends werden die Faulen fleißig" 
extrem diskriminierend. Heute gibt es doch für alles 
Gleichstellungsbeauftrage und Empörungsdebatten. Da müssten wir 
Langschläfer uns mal zusammen tun. Du als Grünenwähler Senf D müsstest 
doch sonst immer für schwache Minderheiten sein?

Ich sehe einfach keinen Nutzen darin, sich im Tiefschlaf morgens früh 
aus dem Bett zu quälen, nur um physisch im Büro möglichst früh anwesend 
zu sein, wenn ich so früh morgens kaum einen klaren Gedanken habe. Dafür 
Abends performen, wenn die Frühaufsteher längst zuhause sind. Aber da 
fehlt es unserer Gesellschaft noch an Toleranz.
#6762191
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Karrierist schrieb:
> Da müssten wir Langschläfer uns mal zusammen tun.

Bin dabei. ;-)

> Du als Grünenwähler
> Senf D müsstest doch sonst immer für schwache Minderheiten sein?

Ja.

> Ich sehe einfach keinen Nutzen darin, sich im Tiefschlaf morgens früh
> aus dem Bett zu quälen, nur um physisch im Büro möglichst früh anwesend
> zu sein, wenn ich so früh morgens kaum einen klaren Gedanken habe. Dafür
> Abends performen, wenn die Frühaufsteher längst zuhause sind. Aber da
> fehlt es unserer Gesellschaft noch an Toleranz.

Da hast du vollkommen recht. Der dumme Spruch oben ist auch nicht meine 
Meinung, sondern der kam mir nur wieder in den Sinn.
Gast #6762201
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Dominik schrieb:
> immer wieder lese ich Karriere Ratgeber, Blogs etc.

Den einzigen sinnvollen den ich je gehört hab (Hörbuch) finde ich leider 
nicht wieder. Zitat: "wenn es stimmt das 20% des Aufwands 80% der 
Ergebnisse bringen, ist es dann nicht besser die anderen 80% einfach weg 
zu lassen"

War irgendwas mit "... für Lobos" oder ä.

Sonst ist die Frage viel zu allgemein.

Karrierist schrieb:
> Ich finde Aussagen wie der Spruch mit "Abends werden die Faulen fleißig"
> extrem diskriminierend.

Liegt an der Denkschwäche der Frühaufsteher da der Umkehrschluss nun mal 
falsch ist.
Gast #6762242
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Cyblord -. schrieb:
> Der ganze Spruch ist ein Oxymoron. Wer abends fleißig ist, ist per
> Definition nicht faul.

Klar, aber so ist er ja nicht gemeint. Das ist ein Normie Spruch, die 
arbeiten Abends nicht.

> Es ist nur ein Spruch der sich im ersten Moment flott anhört um
> Spätaufsteher schlecht dastehen zu lassen

oder sich selbst zu beweihräuchern.
(Firma: Q3) #6762958
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In über 30 Jahren Selbstständigkeit habe ich gelernt, dass es für das 
Familienleben und die eigene Gesundheit enorm wichtig ist, sich eine 
feste Feierabend-Zeit bzw. ein Arbeitszeit-Limit zu setzen ... und seien 
die noch zu lösenden Probleme noch so wichtig. Das klingt im ersten 
Moment kaum realisierbar, ich schrieb ja auch, dass dies zu lernen, ein 
längerer Prozess war.

Als Angestellter hat man sowieso das Recht auf eine geregelte 
Arbeitszeit (wenn man sich traut, es in Anspruch zu nehmen) und als 
Eigenverantwortlicher muss man die Kraft dazu entwickeln. Mit 
zunehmender Arbeitszeit sinkt die Effizienz und steigt die Fehlerkurve. 
Und was man damit in seinem Umfeld kaputt macht, erkennt man erst sehr 
spät, mancher zu spät ... das ist die Sache (im Rückblick) einfach nicht 
wert.

Und wenn man mal darauf sieht, wer da ggf. "... ein bisschen mehr 
Einsatz bitte ..." fordert, wird man meistens merken, dass diese Leute 
selbst sehr wohl auf ihren Feierabend achten.

Mir ist klar, dass die Generation "jung, dynamisch und erfolglos" (frei 
nach V. Pispers) das kaum glauben wird, sind halt so völlig wertlose 
Erfahrungen :-)
Moderator Persönliche Seite #6763007
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Frank E. schrieb:
> In über 30 Jahren Selbstständigkeit habe ich gelernt, dass es für das
> Familienleben und die eigene Gesundheit enorm wichtig ist, sich eine
> feste Feierabend-Zeit bzw. ein Arbeitszeit-Limit zu setzen ... und seien
> die noch zu lösenden Probleme noch so wichtig. Das klingt im ersten
> Moment kaum realisierbar, ich schrieb ja auch, dass dies zu lernen, ein
> längerer Prozess war.

Das kann ich unterschreiben, insbesondere wenn der Arbeitsplatz zum Teil 
auch noch im Haus liegt. Hier endet die Arbeit jetzt spätestens um 19 
Uhr, das ist die absolute Obergrenze. Nach unten hin kann es aber im 
Sommer durchaus auch mal 17 Uhr werden, je nach Wetter (Radfahren bzw. 
Sport generell) und Tagesplan.

> Als Angestellter hat man sowieso das Recht auf eine geregelte
> Arbeitszeit (wenn man sich traut, es in Anspruch zu nehmen) und als
> Eigenverantwortlicher muss man die Kraft dazu entwickeln. Mit
> zunehmender Arbeitszeit sinkt die Effizienz und steigt die Fehlerkurve.

Der große Vorteil, den ich mir mit der Selbstständigkeit nach und nach 
erkauft habe: man kann zwischendurch einfach auch mal komplett aufhören, 
um den Kopf frei zu bekommen. Manchmal geht auch einen ganzen Tag lang 
nicht viel. Dann macht man eben etwas anderes (am Haus gibt es immer zu 
tun). Es bringt nichts, dann im Büro/Labor zu sitzen.

Was sich auch als günstig herausgestellt hat, war die Erweiterung der 
Elektronik/Entwicklung um Feinmechanik mit diversen neuen Produkten. Oft 
kann der Kopf nicht aber der Körper durchaus. Dann stelle ich mich dann 
einfach an die CNC, drücke Knöpfe und lese/schaue Dokumentationen :-)

> Mir ist klar, dass die Generation "jung, dynamisch und erfolglos" (frei
> nach V. Pispers) das kaum glauben wird, sind halt so völlig wertlose
> Erfahrungen :-)

Meiner Erfahrung nach war ich damals nicht leistungsfähiger, nur dümmer 
:-)
Gast #7585308
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Es hat große Vorteile, früh aufzustehen: Man kann die Kollegen schon zeitig mit Arbeit versorgen und zuscheißen! Davon machen gewisse Personen auch eifrig Gebrauch, wie ich lernen musste. Man hat aber im Laufe der Zeit seine Gegenmittel:

Vorbereitete mails vom Vorabend, spät abends abgefeuert, um die Lerchen zu beschäftigen und dann weitere vorbereitete Problem am frühen Vormittag, die kaum noch lösbar sind, wenn sie nach dem Mittagessen ins Büro zurücktigern und probieren irgendwie die 2h rumzukriegen, bevor sie regulär abhauen können.

Wichtig auch: Meetings um 9.30 also nach der Kaffepause ansetzen und den eigenen Terminkalender von 8.30 zur Vorbereitun blocken, damit keiner 8.00-Termine einstellen kann.

Dann fleißig 13.00 - Termine einstellen, damit die kritischen Sachen erst um 14.30 behandelt werden können und die im Abflugmodus, schon leicht müde einfacher plattdiskutiert werden können.

Wenn gemeckert wird, dann auf die Kernzeit verweisen.

Wenn einer trotzdem darf, weil sein Teamleiter ihm Sonderzeiten durchgehen lässt, einfach bei der Aufgabenverteilung gezielt die Personen nehmen, die auch "flexibel" genug sind, "nach 15.00 anwesend zu sein" - und an die frühen Vögeln dann die langweiligen Lumpiaufgaben weitern.

#7587912
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Lerchen haben das bessere Image. Ich konnte mal sehr gut früh aufstehen und mochte den Morgen: Fenster auf, frische Luft rein und bei grünen Tee um 6 Uhr programmieren. 23 Uhr oder später ging ich ins Bett. Das war toll, damals als Student. Ich bekomme das heute nicht mehr hin. Meine Sporttermine sind in der Regeln von 20 bis 22 Uhr. Da bin ich zu sehr aufgedreht, um früh schlafen zu gehen. Auch fehlt mir die freie Zeiteinteilung tagsüber. Ich würde ja gerne ein Nickerchen am Nachmittag machen. Wenn ich meine Zeit selbst einteilen könnte, könnte ich wieder öfter früher aufstehen.

Egal, ob man bis tief in die Nacht arbeitet (was ich auch schon gemacht habe) oder am Morgen sehr früh aufsteht, suchen doch beide Menschen diese Zeit auf, um in Ruhe konzentriert zu arbeiten. Es gibt aber einen Unterschied: Die Lerchen müssen das warme Bett verlassen, während die Eulen sich überwinden müssen, nicht reinzugehen. Ist ein Unterschied. Da ersteres wohl mehr Überwindung kosten dürfte, haben Lerchen eine andere Persönlichkeit (ehrgeiziger, disziplinierter), die durchaus mit Erfolg einhergeht. Das ist aber eher eine Korrelation.

Momentan stehe um 7 Uhr herum auf, was nicht wirklich früh ist. Ich werde zwar früher war, aber dann höre ich noch ein wenig Kontrafunk.

(Firma: FULL PALATINSK) Persönliche Seite #7587963
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Die Evolution hat sich halt auf einen gewissen Tag/Nachtrhythmus eingestellt. Diesen sollte man nicht allzu sehr verbiegen.

Übrigens: Im Erdaltertum muss das aber viel stressiger gewesen sein, da waren die Tage nur so 16h lang.

Interessant ist dass es offenbar mal eine recht lange Zeit lang bei ca19h stagnierte

https://www.scinexx.de/news/geowissen/als-die-tageslaenge-einfror/

Jetzt stell Dir mal vor, wir müssten das heutige Pensum in 19 Stunden pressen

O_°

#7588503
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Rbx schrieb:

In einem früheren Thread hatte jemand mal eine tolle, bzw. sehr merkwürdige Statistik verlinkt bzw. Grafik gezeigt, wo man schnell sehen konnte, dass die weltweit verbreitete Schlafenszeit so grob bei 11 PM - 7 AM liegt.

Das wird stimmen, weil sich die Masse in dieses Korsett zwingen lässt.

Gucken wir aber mal in Bereiche wie Entwicklung, wozu? Es ist doch scheißegal, ein Softwerker kann anstatt 8..16 seinen Kram auch 13..21 Uhr schreiben, wenn es zu seinen Vorlieben passt. Das sind einfach nur dämliche Vorgaben primitiver Leute.

(Firma: dm2sh) #7589139
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Früh aufstehen alleine reicht noch nicht, man muss auch spät ins Bett gehen. Ich hatte Kollegen, welche bereits 7:30 Uhr einiges im Mattermost geschrieben hatten, was ich erst sah, als ich 8:00 Uhr im Büro ankam. Da war oft so einiges nachzulesen, denn es die Posts verteilten sich meist zwischen 7:30 Uhr und 23:30 Uhr in kurzen Abständen über den ganzen Tag, auch am Samstag und Sonntag.

#7589393
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Ich hatte mal eine Operation wegen einem Splitter-Blümchenstrauß-Bruch im rechten Daumengelenk (Fahrrad-Unfall am frühen Morgen). Andere Finger waren auch betroffen -> hinterher beide Hände in Schienen. War ein heißer Sommertag, viele Motorradunfälle usw. zuhause alles belegt, beschäftigt, wegen der Unfallsituation bzw. -Akkumulation und kam irgendwann in Hannover in der Handchirurgie an. Die hatten auch viel zu tun. Glücklicherweise waren das richtig gute Leute da. Nach längerem Warten kam ich als letzter oder vorletzter morgens um 2.00 Uhr dran. Interessanterweise waren einige von den operierenden Ärzten morgens um 6 Uhr auch schon wieder in der Station herumgelaufen.

#7589399
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Rbx schrieb:

Interessanterweise waren einige von den operierenden Ärzten morgens um 6 Uhr auch schon wieder in der Station herumgelaufen.

Die haben im Krankenhaus auf der klappbaren Erholungsliege übernachtet. Dadurch haben sie die Fahrerei eingespart und konnten deshalb länger schlafen und sind im Notfall schneller beim Patienten.

#7589413
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Rbx schrieb:

Nach längerem Warten kam ich als letzter oder vorletzter morgens um 2.00 Uhr dran. Interessanterweise waren einige von den operierenden Ärzten morgens um 6 Uhr auch schon wieder in der Station herumgelaufen.

Das sind keine erstrebenswerten Arbeitszeiten, im Gegenteil sind die mit einem erheblichen Fehlerrisko behaftet. Sei froh, dass Dein Chirurg um 2:00 noch korrekt arbeiten konnte.

In dem Bereich ist der Arbeitsanfall kaum kalkulierbar, aber müsste mehr Personal haben, um Ruhezeiten zu garantieren.

Dennoch "Früh aufstehen macht erfolgreicher" ist einfach die Denke primitiver Leute.

#7589427
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Manfred P. schrieb:

Das sind keine erstrebenswerten Arbeitszeiten, im Gegenteil sind die mit einem erheblichen Fehlerrisko behaftet. Sei froh, dass Dein Chirurg um 2:00 noch korrekt arbeiten konnte.

Das war ein ganzes Team, wieviel genau, weiß ich nicht mehr genau. Die haben nicht nur bis in die Nacht gearbeitet, sondern schon den ganzen Tag lang ohne viel Pause wie am Fließband. Das ging gar nicht anders, weil das Unfallaufkommen an diesem Tag hoch war (gewissermaßen ein paar extra-Hubschrauber bei Mash). Dass die das konnten, hatte aber auch damit zu tun, dass diese Leute verdammt gute Handchirurgen waren.

Gast #7592964
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Manfred P. schrieb:

Sei froh, dass Dein Chirurg um 2:00 noch korrekt arbeiten konnte.

Sehe ich auch so. Die haben Arbeitszeiten, wo unsereins streiken würde.

In dem Bereich ist der Arbeitsanfall kaum kalkulierbar, aber müsste mehr Personal haben, um Ruhezeiten zu garantieren.

Ist ja zu teuer!

Dennoch "Früh aufstehen macht erfolgreicher" ist einfach die Denke primitiver Leute.

... und derer, die im Internet auf sich aufmerksam machen möchte und allen Unsinn verzapfen.

Wer aber mal richtige Karriere machen will, der liest Heiko Mell! Wer ihn nicht kennt, das ist der Weissagende des VDI - eine Mischung aus Bravos "Dr. Sommer", dem Herrn Kaiser von der Hamburg-Mannheimer und Emil "Tschaka- Du schaffst es!" - Ratelband.

Der Mell hat DIE Tipps für eine Superkarriere.

Und wenn ich mir die neoklassischen Teamleiter der U40-Generation so ansehe, scheinen viele dessen Bücher gelesen zu haben.

Gast #7592969
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Rudi R. schrieb:

Ich konnte mal Ich bekomme das heute Ich würde ja gerne

Du bist echt ein ganz Großer. Danke, dass wir an deinem Geschehen teilhaben können.

Aber kleine Einschränkung gen Ende: Das hier ...

Die Lerchen müssen das warme Bett verlassen, während die Eulen sich überwinden müssen, nicht reinzugehen. Ist ein Unterschied. Da ersteres wohl mehr Überwindung kosten dürfte, haben Lerchen eine andere Persönlichkeit (ehrgeiziger, disziplinierter), die durchaus mit Erfolg einhergeht.

... ist wohl die unsinnigste Schlussfolgerung die du gezogen hast. Gerade die Lerchen haben ja kein Problem mit dem Frühaufstehen, müssen sich also nicht überwinden und brauchen somit keinen "besonderen Charakter". Eher anders herum. Aber auch das stimmt nicht, weil da kein Zusammenhang ist.

Charakter haben eher die (sich erworben), die schlechte Bedingungen haben, sich z.B. ihr Studium verdienen mussten und noch einen Job nebenher machen mussten.

Das ist aber eher eine Korrelation.

Nicht mal das und kausal schon gar nicht.

Gast #7593055
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Cyblord -. schrieb:

Bernd schrieb:

Ist ja zu teuer!

Bitte Lesen. Das war iroisch gemeint. Ich habe schon davon profitiert, dass es Ärzte und Chirurgen gibt. Auch in der Notaufnahme- und ich hätte mir mehrfach gewünscht, es wären mehr Leute dagewesen und man hätte nicht fast 2h warten müssen mit Schmerzen. Ich habe wahrscheinlich sogar einen bleibenden Schaden, der höchstwahrscheinlich geringer ausgefallen wäre, wenn ich nicht hätte warten müssen und erst nach 4h Diagnose die Behandlung eingeleitet worden wäre. Ein erfahrener Arzt hat im Nachhinein gesagt, dass ihm sofort klar gewesen wäre, was das ist und wie man es behandelt.

#7593097
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Rbx schrieb:

Nach längerem Warten kam ich als letzter oder vorletzter morgens um 2.00 Uhr dran. Interessanterweise waren einige von den operierenden Ärzten morgens um 6 Uhr auch schon wieder in der Station herumgelaufen.

Ja du Dödel, das liegt daran, dass es in den meisten Kliniken 24h Dienste gibt.. Neben den normalen Früh- und Spätdiensten hast du dann einen 24h Dienst pro Woche, wo du in der Nacht in einem Schlafraum in Bereitschaft bist.

Mein Gott habt ihr eigentlich auch nur einen Schimmer wie die Welt außerhalb von eurem Keller aussieht?

#7593193
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Axel S. schrieb:

Mein Gott habt ihr eigentlich auch nur einen Schimmer wie die Welt außerhalb von eurem Keller aussieht?

Interessant, du wohnst in einem Keller?

Bereitschaftsdienst kannte ich damals tatsächlich noch nicht. Heutzutage aber schon. Die Fragen die im Raum stehen, sind aber auch:

  • kann denn ein chaotischer Schlafrhythmus auf Dauer gesund sein?
  • kann denn ein chaotischer Schlafrhythmus konzentrationsförderlich sein?
  • inwieweit hängen Schlafkasteiung und Erfolg voneinander ab?

Gerade der letzte Punkt scheint mir eine höhere Bedeutung zu haben. Ich kenne Leute, die haben einen (nur) 4-Stunden Tageschlaf, damit sie mehr schaffen. Sauerstoffmangel ist auch nicht gut für die Konzentration: https://de.wikipedia.org/wiki/Byford_Dolphin

Wie auch immer, man könnte vermuten, Schlafkasteiung hängt mit Erfolg zusammen (oder eben mit viel Geld auf dem Konto ab). Das würde heißen, die Ausgangsfrage geht ein wenig am Eigentlichen vorbei.

#7593228
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Rbx schrieb:

Interessant, du wohnst in einem Keller?

Nein, mein Büro ist im Dachgeschoss, wir haben einen Gewölbekeller aus dem 19. Jhd., der eignet sich nur bedingt als Wohnraum. Kriegt man nicht vernünftig trocken.

Ich gehe normalerweise gegen 21:30 - 22:00 ins Bett und stehe gegen 6 wieder auf. Vor 10 Jahren, mitten im Studium, war ich auch meistens gegen 23:00 im Bett. Schlafen ist doch was Schönes.

Einer meiner Profs, der damals kurz vor dem Ruhestand war, sagte mal dass Akademiker nicht vor 9 anfangen zu arbeiten und dass sein Vater sich schämen würde, wenn er sehen würde wie er hier um 7:30 Vorlesungen hält. Soviel dazu.

#7593244
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Axel S. schrieb:

Nein, mein Büro ist im Dachgeschoss

schön warm..

Axel S. schrieb:

wir haben einen Gewölbekeller aus dem 19. Jhd., der eignet sich nur bedingt als Wohnraum. Kriegt man nicht vernünftig trocken.

Gut zum Pilze züchten. Sollte für Weinlagerung auch nicht so schlecht sein.

Axel S. schrieb:

Einer meiner Profs, der damals kurz vor dem Ruhestand war, sagte mal dass Akademiker nicht vor 9 anfangen zu arbeiten und dass sein Vater sich schämen würde, wenn er sehen würde wie er hier um 7:30 Vorlesungen hält. Soviel dazu.

Verrohung der Jugend. Kennt man ja ;)

(Firma: FULL PALATINSK) Persönliche Seite #7593376
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Alexander schrieb:

Wozu braucht man 150 redundante Krankenkassen? Alle mit riesigem Wasserkopf.

Genau eine einzige reicht aus. oder vielleicht noch so:

Eine für körperlich schwer arbeitende Menschen und eine für alle anderen. Die Biologie der Menschen unterscheidet sich nur marginal.

Und ALLE müssen da "Pflichtmitglied" sein. Verschiedene Gehälter machen den Menschen biologisch auch nicht anders.

aber wir sind ja eine Solidargemeinschaft. -Wer predigt das am meisten??

Na? Wer merkt da was?

#7593381
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●DesIntegrator ●. schrieb:

Genau eine einzige reicht aus.

Und dann würdest du weniger zahlen? Glaubst du ja wohl selbst nicht.

Staatliche Monopole sind jetzt auch nicht gerade der Weisheit letzter Schluss.

Aber ich stimme zu: JEDER sollte in die GK einzahlen müssen. Das wäre ein guter Schritt.

Ich verstehe auch nicht warum ein Arzt für die gleiche Leistung unterschiedlich viel Abrechnen darf, je nach Kasse. Das ist Irre. Deshalb sollte die Kasse oder Versicherungsart gar nicht bekannt sein bei einer medizinischen Dienstleistung. Wozu auch? ja damit am Ende nicht jeder dumm und dödel selber seine Rechnungen einreichen muss. Aber hier muss man hin zu mehr Eigenverantwortung und weg von Vollkasko-Karte-durchziehen und Gehirn ausschalten. Rechnung sieht man so auch nur auf Anfrage. Weils den GK Versicherten ja auch nicht juckt.

(Firma: FULL PALATINSK) Persönliche Seite #7593394
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Cyblord -. schrieb:

Und dann würdest du weniger zahlen? Glaubst du ja wohl selbst nicht.

Hab ich nicht behauptet.

Cyblord -. schrieb:

Staatliche Monopole sind jetzt auch nicht gerade der Weisheit letzter Schluss.

weswegen Post, Bahn und Luftverkehrssicherung privatisiert werden mussten, damit das alles fein bestreikt werden kann? Idealerweise laufen auch noch etliche Tarifverträge zur gleichen Zeit aus. Damit die dann auch noch ebenso gleichzeitig alle streiken können.

Ist DAS die bessere Alternative?

Gast #7593541
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Joachim B. schrieb:

hmmm, ich kannte viele Jahre einen erfolgreichen Professor. Der Professor war immer Erster in der Uni, entweder war das sein Geheimnis seines Erfolges oder er hatte dort nur genug Ruhe um zu arbeiten.

Der war als erster, da damit er seine Assis gleich rumscheuchen kann und die nicht 2h/Tag rumtrödeln bis der Alte mal um 10Uhr auftaucht. Das machen nicht nur Professoren so, sondern jeder Chef der seine Mitarbeiter im Griff hat. Wenn du mal in einer Firma arbeitest wirste das auch noch merken.

Persönliche Seite #7593545
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Hallo Dominik.

Dominik schrieb:

immer wieder lese ich Karriere Ratgeber, Blogs etc. wo steht, dass erfolgreiche Menschen wie Büroleute, Manager etc. früh aufstehen.

Ich bin auch Frühaufsteher, aber sowas von erfolglos....:-P

Manche fangen dann an, früh Mails zu lesen, und teils schon einige Dinge abgearbeitet zu haben, wenn die ersten ins Büro schleichen (gegen 8 Uhr).

Und dann kommt um 9 der Cheffe, hat zu dem ganzen eine andere Sicht, und ich kann das ganze wieder rückwärts auflösen > paar Stunden für nöppes.

Ziel ist ja dann, früher Freizeit und Zeit für privates, Familie etc. zu haben.

Es wird übersehen, dass Leute, die früh Aufstehen, auch früher zu Bett müssen, um auf ihr notwendiges Schlafpensum zu kommen. Durch früh Aufstehen gewinnt man KEINE ZUSÄTZLICHE ZEIT

Ein Vorteil ist aber darin gegeben, dass ich mich an das Tageslicht anpassen kann. Ich brauche Tageslicht für mein Wohlbefinden, und viele Tätigkeiten sind bei Tageslicht besser durchzuführen. Deshalb mag ich ja auch die regelmäßigen Zeitumstellungen Sommer- auf Winterzeit und zurück. Das würde ich zwar für mich privat noch extremer handhaben, aber es ist nicht sinnvoll, wenn die Umgebung da nicht mitzieht. Also ist es für mich schon gut, wenn diese Zeitumstellung offiziell für alle verbindlich gemacht wird.

Wir kennen das ja mit den Eulen und Lerchen, ich bin eher ein nachtaktives Tier.

Das halte ich für ausgesprochenen Blödsinn. Ich brauche ein Schlafpensum von 8-10h möglichst am Stück, aber das ist problemlos Stunden vor und zurück zu schieben.

Früher schon zu Studienzeiten, arbeitete ich gern mal hochkonzentriert bis 2 oder 3 Uhr früh an meiner Diplomarbeit.

Denk mal drüber nach: Lag es nicht vielleicht eher daran, das Du Nachts weniger Störungen und Ablenkungen hattest? Wenn Du also um 0 Uhr aufgestanden währest, hättest Du genauso wenig Störungen gehabt, wärst aber frischer an die Arbeit gegangen.

Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic http://www.l02.de

Gast #7593548
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Axel S. schrieb:

Einer meiner Profs, der damals kurz vor dem Ruhestand war, sagte mal dass Akademiker nicht vor 9 anfangen zu arbeiten

Es gibt so etwas wie Biorhythmen und die sind bestens erforscht. Wer glaubt, er sei um 6.00 morgens schon auf dem Gedankenniveau, wie es es 3h nach dem Aufwachen ist, hat nichts verstanden, fühlt falsch und hat nichts gelesen. Vor allem hat er keine Rückmeldung über seine Arbeit und ist der einzige, der glaubt, dass er morgens viel leistet :-)

Selbst im Sport hat man sich von der Vorstellung verabschiedet, man müsste Wettkämpfe und Training früh nmorgens machen. Der angebliche Vorteil, den viele als Vorurteil in ihrem Kopf umherschleppten ist inzwischen bestens widerlegt.

Richtig ist, dass gutes Schlafen wichtig ist. Allerdings gibt es auch da unterschiedliche Typen und nicht jeder kommt mit den Minutenschläfchen aus, die z.B. Herr Ronaldo ("CR7") angeblich praktiziert.

Gast #7593552
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Cyblord -. schrieb:

Vollkasko-Karte-durchziehen und Gehirn ausschalten. Rechnung sieht man so auch nur auf Anfrage. Weils den GK Versicherten ja auch nicht juckt.

Ich bin schon länger dafür dass der Patient grundsätzlich 20% von allem am Jahresende in Rechnung gestellt bekommt und alle in Summe weniger Krankenkasse zahlen. Dann würden sich einige schon sehr dafür interessieren, was der Dr. so abrechnet.

Leider gibt es da viele schwarze Schafe! Die lassen sich einmal im Quartal die Karte geben um den Patient in der Kartei zu haben und die Grundpauschale kassieren zu können. Da die Zahl der Patienten begrenz ist, tendieren die Ärzte dazu, neue kranke abzulehnen und nur neue gesunde mit aufzunehmen. Die bringen mehr Geld.

Persönliche Seite #7593564
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Hallo Bernd.

Bernd schrieb:

Ich bin schon länger dafür dass der Patient grundsätzlich 20% von allem am Jahresende in Rechnung gestellt bekommt und alle in Summe weniger Krankenkasse zahlen. Dann würden sich einige schon sehr dafür interessieren, was der Dr. so abrechnet.

Die Idee ist grundsätzlich nicht schlecht, aber leider hat der normale Patient nicht das Fachwissen, um das gut zu hinterfragen. Sonst würden vielen Leuten nicht für viel Geld so homöophatische Placebos angedreht, die sie oft genug sogar selbst bezahlen.

Dafür wäre eine spezielle Dienststelle des Finanzamtes oder des Zolls mit speziell dafür ausgebildeten Beamten besser geeignet. Und bitte nicht so unterbesetzten wie das aktuell mit der Steuerfandung gemacht wird.

Da die Zahl der Patienten begrenz ist, tendieren die Ärzte dazu, neue kranke abzulehnen und nur neue gesunde mit aufzunehmen. Die bringen mehr Geld.

War doch sogar irgendwann mal eine Idee der Neoliberalen: Der Arzt wird bezahlt, solange der Patient gesund ist. Dann sorgt der Arzt schon dafür, das der Patient gesund bleibt. ;O))))

Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic http://www.l02.de

Gast #7593715
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Bernd W. schrieb:

Die Idee ist grundsätzlich nicht schlecht,

doch, das ist eine ganz schlechte Idee. Was macht dann der Patient mit mittlerem Einkommen, der eine Behandlung/OP, die z.B. 100.000,- EUR kostet, über sich ergehen lassen muss?

Irgend wann wären wir bei einem System wie z.B. in den USA. Ich denke, das wollen die wenigsten wirklich haben. Ich wäre allerdings dafür, dass alle, entsprechend ihres Einkommens, in die gesetzliche KK einzahlen. Abseits davon kann dann jeder nach seinem Wunsch und seinen finanziellen Möglichkeiten eine passende Zusatzversicherung abschließen. Natürlich ist ein Wettbewerb zwischen den Kassen prinzipiell gut. Allerdings finde auch ich, dass wir deutlich zu viele gesetzliche KK haben. Das könnte man ein wenig ausdünnen.

ciao

Marci

#7593719
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Bernd schrieb:

Es gibt so etwas wie Biorhythmen und die sind bestens erforscht. Wer glaubt, er sei um 6.00 morgens schon auf dem Gedankenniveau, wie es es 3h nach dem Aufwachen ist, hat nichts verstanden, fühlt falsch und hat nichts gelesen. Vor allem hat er keine Rückmeldung über seine Arbeit und ist der einzige, der glaubt, dass er morgens viel leistet :-)

Es gibt Leute und Aufgaben, wo das klappt. Arzu ist gegen 5 Uhr in der Kantine, muß also gegen 4:30 zuhause los. Ab 6:00 gibt es dann belegte Brötchen etc., ich habe sie noch nie über ihre Arbeitszeit klagen gehört.

Ein Kollege im Systemtest war spätestens um 7:00 in der Firma und spätestens um 16:00 wieder weg. Dank Gleitzeit hätte er deutlich später gekonnt, so wie ich, aber das passte irgendwie nicht zu seinen Vorlieben.

"Meinen" Softwerker durfte ich vor 11:00 nicht anrufen, aber dafür gerne noch um 18:00 Probleme bekauen. Neue Softwarebuilds der Truppe bekamen wir selten vor 22:00 gemailt.

Die ganze Diskussion ist einfach sinnfrei: Erfolgreich ist der, der seine persönlich bevorzugte Arbeitszeit ausleben kann.

#7593723
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Marci W. schrieb:

Natürlich ist ein Wettbewerb zwischen den Kassen prinzipiell gut. Allerdings finde auch ich, dass wir deutlich zu viele gesetzliche KK haben. Das könnte man ein wenig ausdünnen.

Was hat das mit dem Topic Früh aufstehen macht erfolgreicher zu tun?

Wettbewerb wurde staatlich getötet, 14,6% für Alle per Gesetz verordnet.

Aber nochmal: Was hat das mit dem Topic Früh aufstehen macht erfolgreicher zu tun?

#7593798
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Manfred P. schrieb:

Aber nochmal: Was hat das mit dem Topic Früh aufstehen macht erfolgreicher zu tun?

Wohl eher indirekt, weil schlecht schlafen krank machen kann, unkonzentriert, oder aggressiv. Es gibt Leute, die rufen nach Medikamenten gegen die Müdigkeit. Öfter mal ausschlafen ist da auch kein so schlechtes Verhalten. Wir haben auch einen Temperatur-Biorhythmus, und er sollte möglichst nicht durcheinander kommen. Früher in der Ausbildung war das schlimm, kaum aus der Schule raus, dann morgens um 5 auf einem kalt windigen Kraftwerkvorplatz herumlaufen. Die angepassten haben dann natürlich ihren Spaß, weil man so friert. Aber dort, gab es auch Möglichkeiten, bzw. konnte man lernen, auch im Sitzen zu schlafen. Naja, Erfahrungen.. ;)

Gast #7594158
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Bernd W. schrieb:

Die Idee ist grundsätzlich nicht schlecht, aber leider hat der normale Patient nicht das Fachwissen, um das gut zu hinterfragen.

Du kannst doch jederzeit nachvollziehen, ob der Arzt das in Rechnung stellt, was auch passiert ist, vor allem, ob du da warst. Das ist doch der Punkt.

#7594177
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"Früh aufstehen macht erfolgreicher" ist eine selbst erfüllende Prophezeiung.

Die meisten Jobs fangen früh am Morgen an. Aber auch bei Schulen usw. muss man früh aufstehen. Deshalb haben es jene mit einem natürlichen Schlafrhythmus, bei dem sie eigentlich lieber später Aufstehen und Schlafen gehen würden, es schwerer. Die die damit weniger Probleme haben steigen dann auf, und die Frühaufsteher lassen dann mehr Frühaufsteher aufsteigen.

Wären die Jobs Nachmittags bis Abends, statt Morgen bis Nachmittag, wären die Spätaufsteher erfolgreicher. Dann würde es heissen, "Spät aufstehen macht erfolgreicher".

#7594181
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Bernd schrieb:

Es gibt so etwas wie Biorhythmen

Ja!

und die sind bestens erforscht.

Das dachte ich auch. Nur

Wer glaubt, er sei um 6.00 morgens schon

dass der Biorhythmus trotz Kunstlicht und regionaler wie saisonialer Sonnenverläufe an willkürlichen Zeitzonen hängt, verwundert mich.

6.00 als Synonym für "3 Stunden früher als am WE aufstehen", OK. Für andere ist das 1h nach dem Frühstück und 3h vor der Hauptmahlzeit, dafür 20⁰⁰ im Bett. In unseren Breiten natürlich selten, da das mit sozialen Aktivitäten kaum kompatibel ist.

Persönliche Seite #7594711
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Hallo Bernd, Marci und Manfred.

Bernd schrieb:

Die Idee ist grundsätzlich nicht schlecht, aber leider hat der normale Patient nicht das Fachwissen, um das gut zu hinterfragen.

Du kannst doch jederzeit nachvollziehen, ob der Arzt das in Rechnung stellt, was auch passiert ist, vor allem, ob du da warst. Das ist doch der Punkt.

Das ginge auch ohne Zahlung, rein über Quittieren. Das wird ja zum Beispiel bei Physiotherapeuten so gehandhabt. Denen muss ich jede Behandlung für die Krankenkasse quittieren. Aber die Zahlung übernimmt trozdem Die Krankenkasse, sonst träte Marcies Einwand

Marci W. schrieb:

Die Idee ist grundsätzlich nicht schlecht,

doch, das ist eine ganz schlechte Idee. Was macht dann der Patient mit mittlerem Einkommen, der eine Behandlung/OP, die z.B. 100.000,- EUR kostet, über sich ergehen lassen muss?

voll ein.

Über die Qualität der Behandlung sagt die Quittierung natürlich nichts aus.

Eine Quittierung wäre vermutlich auch relativ einfach für Ärzte umzusetzten, aber die klagen ja jetzt schon über einen irren Bürokratie Aufwand.

Ausserdem, wenn mir der Physiotherapeut mit Aromatherapie und Klangschalen ankommt, statt Krankengymnastik, merke ich das noch. ;O) Ein Arzt kann mir aber wegen meines mangelnden medizinischen Fachwissens viel leichter irgend einen Mist erzählen und aufschwatzen. Igel Leistungen sind doch das Paradebeispiel dafür.

Das ist ja auch in Marcis USA Negativbeispiel so. Obwohl die Leute in den USA anteilmäßig mehr ihres Einkommens für medizinische Behandlungen ausgeben als hier, sind diese Behandlungen keinesfalls besser als hier. Manchmal habe ich sogar den gegenteiligen Eindruck. Beispiel die Opioidkrise dort, die durch das relativ kritiklose Verschreiben von Oxycontin stark angefacht wurde. Siehe: https://de.wikipedia.org/wiki/Opioidkrise_in_den_Vereinigten_Staaten

Insofern halte ich mich für nur sehr mäßig kompetent, einzuschätzen, ob eine Behandlung sinnvoll ist oder nicht. Es wäre also schon sinnvoll, das an eine professionelle Instanz wie z.B. eine Behörde zu übergeben.

Marci W. schrieb:

Abseits davon kann dann jeder nach seinem Wunsch und seinen finanziellen Möglichkeiten eine passende Zusatzversicherung abschließen.

Wenn Du schon bei

Ich wäre allerdings dafür, dass alle, entsprechend ihres Einkommens, in die gesetzliche KK einzahlen.

bist, dann sollte es auch überhaupt keine Extrawürste geben.

Der Zerfall der Gesellschaft in eine Mehrklassengesellschaft zwischen den Leistungsträgern und dem Rest ist schon zuweit fortgeschritten, als dass das noch so ohne weiteres funktionieren würde.

Allerdings finde auch ich, dass wir deutlich zu viele gesetzliche KK haben. Das könnte man ein wenig ausdünnen.

Ja, da könnten viele von den kleineren Zusammengefasst werden. Der Grund für branchenspezifische Krankenkassen waren ursprünglich unterschiedliche Vorgehen bei verschiedenen Branchen mit unterschiedlichen Berufskrankheiten, aber das lässt sich auch anders lösen.

Manfred P. schrieb:

Was hat das mit dem Topic Früh aufstehen macht erfolgreicher zu tun?

Beides sind Gesundheitsthemen. ;O)

Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic http://www.l02.de

#7594718
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Bernd W. schrieb:

Ja, da könnten viele von den kleineren Zusammengefasst werden.

Gerade die kleinen haben ihre Berechtigung. Weil sie örtlich (BetriebsKK) oder fachlich (Berufskrankheiten) verwurzelt sind und sehr effektiv arbeiten.

Deutschlandweite Generalanbieter mit Büros vor Ort, gleicher Kompetenz, Leistung und Finanzausgleich sind hingegen Pseudomarktwirtschaft.

Gast #7595201
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Bruno V. schrieb:

dass der Biorhythmus trotz Kunstlicht und regionaler wie saisonialer Sonnenverläufe an willkürlichen Zeitzonen hängt, verwundert mich.

Die "Phase" des Biorhythmus wirkt wie eine PLL und ist bedingt triggerbar. Im Frühjahr mit länger werdenden Tagen wird sie beschleunigt, im Winter entschleunigt. Im Mittel bleibt es gleich. Man kann sich natürlich nach vorne ziehen lassen, wie bei der Sommerzeit.

Die "Periode" ist aber genetisch. Wer ständig dazu tendiert, einen 25h-Tag machen zu wollen, hängt immer nach hinten. Egal wie er getriggert wird. Er hängt hinten und wird zu spät von selber müde.

Deshalb hängt er trotz Karnevalssitzung samstags abends spät noch 1h nach Mitternacht in diesem Forum.

Hellau!

Gast #7595221
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Daniel A. schrieb:

"Früh aufstehen macht erfolgreicher" ist eine selbst erfüllende Prophezeiung.

+1

Erinnert mich an einen EX-Chef: Raucher sind erfolgreicher. Er war selber einer und hat nur Raucher eingestellt, weil die Nichtraucher "ständig schlechte Stimmung machen und NR-Schutz durchsetzen wollen"

Gast #7596202
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Gegenbeispiel zum Erfolg von Frühaufstehern:

Seit es die Bauernproteste und die Klimakleber gibt, komme ich später ins Büro, wenn der Berufsverkehr durch ist und die Bremser, Verstopfer, Kleber und Chaoten von den blauen Männchen weggeräumt wurden. Vergangene Woche konnte ich sehr davon profitieren, daß ich spät aufgestanden bin:

Ich fand morgens eine e-mail einer Person einer anderen Abteilung vor, in der sie Gegenvorschläge macht, was die Umsetzung eines konkreten Vorschlags von mir anbelangt, der länger anstand, dann superrasch erarbeitet worden war, um Tempo ins Projekt zu bekommen und entsprechend unausgereift war - wie ich zugeben muss. Ich hatte es unterschätzt und liegen lassen und dann in aller Eile gestrickt.

Tags zuvor war ich deshalb schon soweit, die Produktion anzuhalten, weil ich im Nachgang eines geplanten Produktionsstarts mehrere Fehler an einem PCB-Entwurf gefunden hatte, die z.T. auch auf Entscheidungen von mir und meinem Konzept beruhten. Das hätte mich nicht den Kopf, aber ein Ohr gekostet!

Da mir der liebe Kollegen der anderen Abteilung zuvor gekommen war, habe ich zugesagt, das zu prüfen, ging sofort auf die Vorschläge ein und habe alles mit der Begründung der Zeitnot direkt durchwinken - eben ausdrücklich ohne Prüfung. Damit werden weitere Probleme entstehen, die dann aber nicht mehr zu meinen Lasten gehen, weil es andere sind. So hat die liefernde Abteilung dankenswerter Weise Zeit für mich "gekauft", die sie selber "bezahlen" muss, weil es nun fremdgetriggerte Verzögerungen gibt, die aufpoppen werden.

Die Vorschläge gehen auf einen sehr agilen jungen und dynamischen "Frühaufsteher" zurück, der das Projekt beschleunigen wollte und die Problem-Verschiebe-Taktik, die in Firmen dieser Art gefahren wird, noch nicht kennt. Er hat sich nun den schwarzen Peter in die Tasche gesteckt in der Annahme, er habe die Herz Dame gezogen und wird für seine Agilität irgendwann von irgendjemandem gelobt werden. Wie ich heute morgen erfuhr, hat sein Chef den Fehler erkannt und noch probiert, die Supervorschläge zu relativieren und zurückzupfeifen, aber leider war der Produktionstop von mir schon am Freitag durch :-)

Merke: Im großen Mikado-Spiel der Industrieprodukteentwicklung ist "schnell- und früh dransein", machmal nachteilig. Wer sich zuerst bewegt, hat dann verloren. Die Amerikaner nennen das glaube ich chicken-race: Man fährt im Auto aufeinander zu und wer ausweicht, hat verloren und wird fortan chicken genannt.

Hätte der die mail 2h später abgesendet, wäre er der Held gewesen, weil ich die Produktion hätte stoppen müssen, mit der realen Begründung. So habe ich nun eine entspannte Woche, bis die Probleme auftauchen und der Vorschlag gekippt wird. Dann kommt der Super-Benno mit einem Kombivorschlag und rettet das Projekt.

Jetzt gibt es in Kürze erst einmal ein Meeting, wie es weiter geht. Ich habe den Vormittag verbracht mir zu überlegen, wie sie argumentieren, um nachzuweisen, dass das keinen Verzug bringt, um meinerseits aufzeigen zu können, wie SEHR das nun verzögert wird und werde meiner "Hoffnung" Ausdruck verleihen, dass sich die Verzögerungen auch lohnen und die Vorschläge des Frühaufstehers auch fruchten. :-)

Wenn das Meeting durch ist und ich die Riskiken skizziert habe, werde ich das Konzept entbessern, um dann beim nächsten Entwicklungsslot unseres Layouters das Super PCB einzureichen. Je nachdem wie lieb sich die andere Abteilung präsentiert, nehme ich auch einen deren Vorschläge lobend mit auf.

Moderator (Firma: Titel) Persönliche Seite #7596238
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B. schrieb:

habe ich zugesagt, das zu prüfen

Gut, wenn man jemanden hat, auf dessen Wort man sich verlassen kann.

habe alles mit der Begründung der Zeitnot direkt durchwinken - eben ausdrücklich ohne Prüfung.

Da fällt mir glatt ein Spruch ein:

"Da hat wieder mal einer schneller eine Ausrede gefunden als eine Maus ein Loch."

Gegenbeispiel zum Erfolg von Frühaufstehern...

Und diese Herumeierei und Schwarzer-Peter-hin-und-her-Schieberei verbuchst du dann als Erfolg für den später Aufstehenden? Krude Logik.

B. schrieb:

Hellau!

Ist das das Gegenteil von "Dunkelau"?

Ich kenne den närrischen Ruf so:

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