Forum: PC Hard- und Software Suche Linuxdistribution für X570 AMD Chipsatz


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von Frank L. (Firma: Flk Consulting UG) (flk)


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Hallo Zusammen,

nach dem im anderen Thread mehrfach daraufhin gewiesen wurde, das es 
besser wäre ein Linux aufzusetzen, wollte ich das jetzt doch mal in 
Angriff nehmen.

Ich habe dazu ein paar Fragen:

1. Welches Linux unterstützt von Haus aus den AMD Chipsatz X570.
2. Da ich an dem System kein DVD / CD Laufwerk verfügbar habe und ich 
auch keines besitze, müsste das LINUX über einen USB Stick installierbar 
sein. D.h. ich muss den USB Stick für die Installation auf einem Windows 
10 pro Desktop vorbereiten können.
3. Ich benötige einen grafischen Desktop.
4. Eine spezielle Grafikkarte muss nicht unterstützt werden.
5. Auf dem System soll später VMWare Workstation Pro 16 als einzige 
Anwendung laufen (offizielle Lizenz ist vorhanden).
6. Das System sollte später über einen Windows Remotedesktop erreichbar 
sein.

Könnt Ihr mir da helfen?

Gruß
Frank

von Christian F. (christian_f476)


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Debian 10 mit Linux 5.10 aus den backports.

von Thomas R. (analogfreak)


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Zu Windows Remotedesktop-Zugriff kann ich xrdp empfehlen. In Debian xrdp 
statt xorg installieren.

von Εrnst B. (ernst)


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Thomas R. schrieb:
> Windows Remotedesktop-Zugriff

Ich würde eher direkt per RDP auf das Windows zugreifen was in der VM 
läuft, und nicht auf den Host außen.

Klar, für den Host kann man das zusätzlich einrichten, wenn einem SSH zu 
unkomfortabel ist.

(Und ich würde KVM, ggfs. über virsh & virt-manager, statt VMware oder 
VirtualBox nehmen, aber das ist persönliche Vorliebe)

: Bearbeitet durch User
von Christian F. (christian_f476)


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Xrdp nehme ich auch. Das ist aber kein Ersatz für den xserver mit dem 
man lokal arbeiten kann.
Ich habe auch ein x570 am4 Board und verwende xfce und dann eben von 
Windows aus mit dem mstsc via rdp da drauf.

von Frank L. (Firma: Flk Consulting UG) (flk)


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Danke für die ersten Rückmeldungen.

Das Debian Image habe ich bereits gezogen und mittels unetbootin auf 
einem USB Stick geschrieben. Soweit hat das erstmal geklappt.

Wenn ich von dem Stick boote lande ich aber leider nur in GRUB und von 
da an verließen Sie ihn. Und genau das war bisher immer das Problem. Es 
gibt nix was man mal eben einfach verwenden kann GRML.

Aber vielleicht kann mir ja noch jemand weiterhelfen.

Gruß und Danke
Frank

von Thomas W. (dbstw)


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Moin, -

ich weiss ja nicht, was Du genau getan hast, aber: Du willst einen 
amd64-Rechner booten, nimm bitte

https://cdimage.debian.org/debian-cd/current/amd64/iso-cd/debian-10.10.0-amd64-netinst.iso

Das ist ein ISO, dass Du einfach auf einen USB-Stick schreiben kannst 
(am einfachsten von einem Linux-System [Henne -> Ei]).

Bei Windows:
https://unix.stackexchange.com/questions/263615/how-to-create-a-bootable-debian-usb-drive-using-windows

Der link fuer fufus:

https://rufus.ie/de/

Gruesse

Th.

P.S.: Das ist ein Netinstall-image, d.h. nur die notwendigste Software 
(der Rest kommt aus dem Netz). Nach dem Boot solltest Du den Installer 
bekommen. Wenn nicht, ist etwas schief gegangen. Dann weiter fragen.

von Frank L. (Firma: Flk Consulting UG) (flk)


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Hallo Thomas,

hat wunderbar geklappt. Vielen Dank.

Mal sehen wie weit ich jetzt mit den nächsten Schritte komme.

Gruß
Frank

von Thomas W. (dbstw)


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Frank L. schrieb:
> Hallo Thomas,
>
> hat wunderbar geklappt. Vielen Dank.
>
> Mal sehen wie weit ich jetzt mit den nächsten Schritte komme.
>
> Gruß
> Frank

Wenn Du ein Manual brauchst:

https://www.debian.org/releases/stable/amd64/index.de.html

Gruesse

Th.

von Jack V. (jackv)


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Frank L. schrieb:
> Das Debian Image habe ich bereits gezogen und mittels unetbootin auf
> einem USB Stick geschrieben. Soweit hat das erstmal geklappt.
>
> Wenn ich von dem Stick boote lande ich aber leider nur in GRUB und von
> da an verließen Sie ihn. Und genau das war bisher immer das Problem. Es
> gibt nix was man mal eben einfach verwenden kann GRML.

Wenn du mal ins Manual geschaut hättest: von unetbootin wird explizit 
abgeraten, und es wird dort auch ein unter Win lauffähiges Programm 
genannt – die Erfahrung hättest du dir also sparen können.

Aber GRML ist ein gutes Stichwort: ist ein sehr feines Livesystem – 
jeder Linuxuser sollte eines liegen haben.

von Eric (Gast)


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Frank L. schrieb:
> Welches Linux unterstützt von Haus aus den AMD Chipsatz X570.

Jedes halbwegs aktuelle.

Frank L. schrieb:
> Da ich an dem System kein DVD / CD Laufwerk verfügbar habe und ich auch
> keines besitze, müsste das LINUX über einen USB Stick installierbar
> sein. D.h. ich muss den USB Stick für die Installation auf einem Windows
> 10 pro Desktop vorbereiten können.

Ja, das macht man bereits seit vielen Jahren so. Im Gegensatz zu 
Unixoiden benötigst Du unter Windows allerdings zusätzliche Software. 
Rufus, Etcher, usw.

Thomas R. schrieb:
> Zu Windows Remotedesktop-Zugriff kann ich xrdp empfehlen. In Debian xrdp
> statt xorg installieren.

Ja.

Εrnst B. schrieb:
> (Und ich würde KVM, ggfs. über virsh & virt-manager, statt VMware oder
> VirtualBox nehmen, aber das ist persönliche Vorliebe)

Auf jeden Fall. KVM ist wesentlich performanter

von Nano (Gast)


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Frank L. schrieb:
> 5. Auf dem System soll später VMWare Workstation Pro 16 als einzige
> Anwendung laufen (offizielle Lizenz ist vorhan

VMWare Workstation Pro 16 ist laut Hersteller für folgende 
Distributionen spezifiziert:
1
Hostbetriebssysteme (64 Bit)
2
3
    Ubuntu 14.04 und höher
4
    Red Hat Enterprise Linux 6 und höher
5
    CentOS 6.0 und höher
6
    Oracle Linux 6.0 und höher
7
    openSUSE Leap 42.2 und höher
8
    SUSE Linux 12 und höher
Quelle:
https://store-de.vmware.com/vmware-workstation-16-pro-5434558400.html

Da Ubuntu auf einem Snapshot von Debian SID aufbaut liegen deine 
Chancen, dass es auf einem Debian stable läuft zwar gut, aber 
spezifiziert ist es dafür nicht.

Als grafischen Desktop würde ich dir KDE oder Mate empfehlen.
Du kannst auch gleichzeitig beide installiert haben und dann später 
entsprechend umkonfigurieren.
Debian liefert beide Desktops mit.


Und dann noch etwas zum Thema Virtuellen Maschinen.
VMWare ist zwar sicherlich ein ausgereiftes Produkt, allerdings gibt es 
für Linux auch kvm + qemu und als Oberfläche den Virtual Machine 
Manager.
Auf http://virt-manager.org/ findest du Screenshots.

KVM + QEMU haben den Vorteil, dass sie Open Source sind und der Kernel 
nicht als tainted markiert wird, was bei proprietären Treibern vorkommt.
Und VMWare wird so einen propritären Treiber sicher laden, damit es 
funktioniert.

von Frank L. (Firma: Flk Consulting UG) (flk)


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Hallo Eric,
hallo Nano,

Eure Argumente mögen ziehen. Ich arbeite allerdings schon seit Jahren 
mit VMWare. Bei mir laufen aktuell 4 Rechner auf denen jeweils 3 VMs 
installiert sind. Probleme mit der Performanz oder mit der Stabilität 
hatte ich noch nie. Selbst die Maschine auf der 3 SharePoint Versionen 
parallel laufen, steckt so manche Kundeninstallation von der 
Verfügbarkeit und Performanz in die Tasche. Allerdings sind es keine VMs 
die produktiv im Einsatz sind.

@Nano, sollte ich die VMware unter Debinan nicht installiert bekommen 
oder ich feststelle das es nicht stabil läuft, nehme ich halte eine 
andere Distribution. Da ich aktuell nur damit spiele um Erfahrungen zu 
sammeln, ist es egal. Aber Danke für den Hinweis.

Alle meine VMs dienen lediglich als Entwicklungsumgebungen für 
Kundenprojekte. Auf diese Weise habe ich für jeden Kunden die richtige 
Umgebung mit allen Zugängen zum Kunden und muss nicht meinen Desktop mit 
den verschiedenen VPN Clients zu müllen. Die VMs kann ich dann auch sehr 
einfach sichern und bei Bedarf wieder herstellen. Wird die VM aktuell 
nicht gebraucht, wird sie komplett von der Maschine auf unseren NAS 
Server verschoben. Seit wir RoboCopy kennen, müssen wir die VMs auch 
nicht mehr in viele einzelne Dateien aufteilen.

Ich greife ausschließlich über einen Remotedesktop auf diese Maschinen 
zu.
Mein Desktop wird nur für Office und Kommunikation verwendet.

Die Maschinen auf denen die VMs laufen, sind alle gleich ausgestattet. 
Die kleineren X470 Boards mit Ryzen 7 haben 64GB RAM und jeweils 2 SSDs 
(250GB für das BS und 2TB für die VMs). Die beiden neuen X570 Boards 
verfügen über Ryzen 9 und 128GB RAM. Bei der Aufteilung des Speichers 
von Host zu VMs habe ich die beste Erfahrung mit 8GB für das BS und der 
Rest wird je nach Anforderung auf die VMs verteilt. Jede VM erhält 
mindestens 4 Prozessoren und 2 Cores zu gewiesen. Als Host BS wird immer 
Windows 2019 Server (pragmatischer Ansatz, da ich das Update Verhalten 
steuern kann) verwendet. Da nicht alle VMs gleichzeitig verwendet werden 
ist das ein Ansatz der bisher super funktioniert. Alle Maschinen laufen 
24/7 sie werden nur einmal im Monat am Patchday durchgestartet.

Aktuell arbeiten wir mit 3 Personen auf den Maschinen, zwei davon remote 
über VPN. In der Regel ist der Flaschenhals eher deren 
Netzwerkverbindung als die Performanz der Maschinen.

Von daher bin ich jetzt mal gespannt, wie sich ein LINUX Unterbau 
schlägt.

Gruß
Frank

von Sheeva P. (sheevaplug)


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Frank L. schrieb:
> 1. Welches Linux unterstützt von Haus aus den AMD Chipsatz X570.

Ich nutze Kubuntu 20.04 LTS auf einem Asus TUF GAMING X570-PLUS, geht 
wunderbar. Auch die Samsung EVO 980 Pro funktioniert mit voller 
Geschwindigkeit, kann ich wärmstens empfehlen. Anstelle von VMWare 
verwende ich aber libvirt mit KVM. ;-)

von Renate (Gast)


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Frank L. schrieb:
> (250GB für das BS und 2TB für die VMs).

250 GB für ds BS: Windows !!! Ein Xubuntu mit KVM oder Virtualbox belegt 
nur 5-8 GB auf der Systemapartition, je nachdem, was sonst noch an 
Software installiert ist. Die Performance dürfte mit KVM/Qemu gleich 
sein, eher schneller. Was auch nicht schlecht ist, aber nicht jedermanns 
Sache ist Virtualbox unter Linux, das ist auch recht performant, lässt 
sich sehr gut remote bedienen.

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