Fahrzeugtechnik Vertiefung heutzutage noch sinnvoll?

Gast #6764373
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Moin,
ich habe vor zum Sommersemester 22 ein Mechatronik/Maschinenbau Studium 
zu beginnen. Am liebsten wäre mir hier ein Studiengang wie z.b. 
Fahrzeugtechnik, Fahrzeugmechatronik o.ä. Hab eine große Leidenschaft 
für Fahrzeuge aller Art weshalb ich gerne in diese Richtung studieren 
würde.
Frage mich trotzdem ob es so sinnvoll ist. Ich sollte noch erwähnen dass 
ich NICHT plane ein Studium mit Schwerpunkt Verbrenner oder 
Elektromotoren zu wählen sondern so breit wie möglich studieren möchte.
Wie seht ihr das?
Beitrag #6764389 wurde von einem Moderator gelöscht.
#6764394
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Irgendeine Art Fortbewegung wird es noch länger geben, denke ich.
Und wenn sie sich ändert, wird es auch Arbeit in dem Bereich geben.

Und die Techniken aus dem Bereich sind auch woanders noch zu gebrauchen. 
Bei weitem nicht alle arbeiten letztlich genau in dem Gebiet, wo sie mal 
angefangen haben.

Also wenn du da Interesse, dann mach es. Immer besser als etwas, was 
einen nicht wirklich juckt. Dann würdest du bei BWL landen oder 
"irgendwas mit Medien" :-)
#6764401
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Das einzige was mittelfristig wegfallen wird ist der Verbrenner und das 
Getriebe.
Was dazukommt ist komplexere Sensorik (Automatisiertes Fahren) mehr 
Multimedia und Hochspannungs/Hochstromtechnik und E-Maschinen
Was bleibt ist alles rund um Fahrwerk und Chassis. Sicherheitstechnik, 
Bremsen, Lenkung, Federung/Dämpfung, Vernetzung, Beleuchtung, Klima usw.
Gast #6764405
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Udo S. schrieb:
> Das einzige was mittelfristig wegfallen wird ist der Verbrenner
> und das
> Getriebe.
> Was dazukommt ist komplexere Sensorik (Automatisiertes Fahren) mehr
> Multimedia und Hochspannungs/Hochstromtechnik und E-Maschinen
> Was bleibt ist alles rund um Fahrwerk und Chassis. Sicherheitstechnik,
> Bremsen, Lenkung, Federung/Dämpfung, Vernetzung, Beleuchtung, Klima usw.

Genau sowas meine ich. Weg vom Antrieb sondern eher das ganze Auto 
betrachten
Gast #6764422
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Udo S. schrieb:
> Was bleibt ist alles rund um Fahrwerk und Chassis. Sicherheitstechnik,
> Bremsen, Lenkung, Federung/Dämpfung, Vernetzung, Beleuchtung, Klima usw.

Wie ein E-Auto ist so kommpliziert? Ich dachte durch E-Autos wird alles 
einfacher und man kann Millionen Arbeitnehmer auf die Straße setzen und 
alle Zulieferer gehen pleite?
Gast #6764427
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Klar ist das sinnvoll. Allein schon weil Fahrzeugtechnik nicht nur Autos 
betrifft. Es geht da auch um Züge aller Art, Tram, etc etc. Selbst wenn 
man mal vom Hardcore Fall ausgeht dass Verbrenner und Individualverkehr 
morgen abgeschafft werden gibt’s da trotzdem noch genug zu tun. 
Fahrzeuge irgendeiner Art braucht es immer.
#6764429
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Es kommt darauf an. Der Ruf der "angewandten" Studiengänge sinkt mit 
zunehmenden Alter der Studiengänge. Ist der Studiengang nagelneu, wird 
er von den entsprechenden Betrieben sogar fast ein bischen besser als 
der zugehörige "klassische" Grundlagenstudiengang angesehen. 4 bis 5 
Jahre, nachdem die ersten Absolventen in der Wirtschaft sind, sinkt der 
Ruf für gewöhnlich.

Sollte man es also schaffen, zu den Absolventen der ersten 1 bis 2 Jahre 
zu gehören, sind diese Studiengänge nicht verkehrt.
Gast #6764445
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Autoto schrieb:
> ich habe vor zum Sommersemester 22 ein Mechatronik/Maschinenbau Studium
> zu beginnen. Am liebsten wäre mir hier ein Studiengang wie z.b.
> Fahrzeugtechnik, Fahrzeugmechatronik o.ä. Hab eine große Leidenschaft
> für Fahrzeuge aller Art weshalb ich gerne in diese Richtung studieren
> würde.

Ja Scheiße, so eine Frage stellt man sich erst, wenn nach den ersten 
beiden Semestern Vertiefung ansteht.
Das erste Jahr sind Grundlagen Mathe/Mechanik/Schuhezubinden. Du hast 
doch noch garnicht angefangen, wart ab dann triffst du die Partner für 
deine Studiumsfragen jeden Tag. Und BaföG sollte auch inklusive einem 
Studienwechsel sein.
Abgesehen davon ist die Vertiefungsrichtung scheissegal. Schau mal 
wieviel hier "Nachrichtentechnik" vertieft haben und jetzt überall 
anders als in der telekommunikation tätig sind.
Gast #6764457
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Kindergärtner schrieb:
> Abgesehen davon ist die Vertiefungsrichtung scheissegal.

Na ja, wenn man früh seine Richtung kennt und diese konsequent ausbaut, 
kann es ein Vorteil sein. Stichwort Expertenkarriere im Konzern. Blöd 
ist nur, wenn man auf das falsche Pferd gesetzt hat. Aber ein bisschen 
Spannung im leben darf ja sein.
Gast #6764473
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Mister Energie schrieb:
> Kindergärtner schrieb:
>> Abgesehen davon ist die Vertiefungsrichtung scheissegal.
>
> Na ja, wenn man früh seine Richtung kennt und diese konsequent ausbaut,
> kann es ein Vorteil sein. Stichwort Expertenkarriere im Konzern.

Gegenstichwort: "Fachidiot" und "Konzernsterben".

Beispielsweise der berüchtigte "Siemenssianer" und die Heerscharen von 
Grundig, AEG, Telenorma, Blaupunkt, Marconi, Quimonda, Commodore, 
Nordmende, Kathrein, Schneider, SABA und sonstigen Experten.
Oder die ganzen Katalysatorexperten von Daimler und Co.

Man setzt eben frühzeitig seine Basis breit und tief bevor man seine 
Kariere in die Höhe treibt. Dann kann man locker zwischen den 
Schweinezyklen der verschiedenen Branchen wechseln.
Gast #6764532
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Autoto schrieb:
> Frage mich trotzdem ob es so sinnvoll ist

wenn du schon die Frage so stellst dann vermutlich bist du selber 
nicht 100% von der Idee überzeugt ;-)

"große Leidenschaft für Fahrzeuge aller Art" - Leidenschaft ist in 
Sachen Einkommen und Gehalt falsch am Platz, man braucht stets einen 
kuhlen Kopf

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