Forum: Offtopic Auto im Wasser


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von Harald W. (wilhelms)


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Hallo Leute,
In den letzten Tagen sieht man in den Nachrichten immer wieder Autos
die ca. 50cm tief im Wasser stehen. Können solche Autos eigentlich
noch sinnvoll repariert werden, oder müssen die gleich verschrottet
werden? Ich gehe mal davon aus, das Autos, die tiefer als 1 Meter im
Wasser gestanden haben, sowieso verschrottet werden müssen.

von Johannes S. (jojos)


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das Problem dürften die vielen Steuergeräte sein die sicher nicht alle 
Wasserdicht sind.
Ich hatte mal einen Espace, der hatte das Navi Steuergerät im 
Fahrerfussraum. Schiebedach offengelassen, Steuergerät unter Wasser, 
kaputt. Fehler gesucht und gefunden: eine Durchkontaktierung am 
Spannungsregler hatte als Sicherung gewirkt und war durch. Konnte ich 
flicken und es lief wieder.
Das Auto war nicht Schrott (gut, es war ein Espace...), aber ein 
Reparatur wäre sicher sehr teuer geworden. Bei mehreren Steuergeräten 
die beliebig ausflippen können will man das sicher nicht repariert haben 
wollen.

: Bearbeitet durch User
von Jens M. (schuchkleisser)


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Wenn das nicht zu lange und nicht innen ist, geht das.
Außen muss man halt "ein wenig" sauber machen.
Stehts Tage oder gar Wochen, rostets, dann wirds fummelig, ist aber 
durchaus noch machbar. Es gibt genug Geländefahrer, die ihre Karren mit 
Schnorchel ausrüsten und Wasser bis über die Haube haben, regelmäßig.
Abkärchern und hier und da Fett o.ä. einfüllen dann passt das.
Darf halt nur nicht zuuu viel Ekeltronik drin sein, dem Motor ist das 
Wasser außer in Körperöffnungen recht egal.

Innen schimmelt dir in Tagen alles kaputt, das will man dann nicht mehr.
Ob die Türdichtungen halten, wenn das Wasser außen Reifenhoch steht?

von Harald W. (wilhelms)


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Jens M. schrieb:

> Ob die Türdichtungen halten, wenn das Wasser außen Reifenhoch steht?

Ich denke, eher nicht. Vor Jahren habe ich mal einen Artikel
gesehen, wo wer einen Käfer zum Schwimmwagen umgebaut hat,
Der hat wohl wirklich nicht viel mehr als die Türdichtungen
verstärkt und die Ansaugung hochgelegt. Antrieb und Steuerung
erfolgte über die Räder. Aber früher waren die Autos wohl
ohne viel Elektronik doch etwas robuster

von Ben B. (Firma: Funkenflug Industries) (stromkraft)


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Die Autos kannst Du definitiv alle wegschmeißen. Da ist nichts mehr zu 
machen. Die gesamte Elektrik ist hin weil sie unter Wasser unter Strom 
stand, der Schlamm dringt in den Motor, lagert sich überall ab und lässt 
alles rosten und der Innenraum vergammelt.

Mit genug Aufwand kriegt man natürlich alles repariert, aber das lohnt 
sich nicht mal bei einem Neuwagen. Selbst sowas wird abgeschrieben weil 
es billiger ist, ein neues Auto zu produzieren als in mühsamer 
Handarbeit alles zu zu zerlegen, abzuwaschen, zu reparieren bzw. neu zu 
besorgen und wieder zusammenzubauen.

von Johannes S. (jojos)


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wenn es mal nur Wasser wäre, das Wasser-Benzin-Öl-Chemie Gemisch 
hinterlässt sicher eine üble Duftnote.

von Michael M. (Firma: Autotronic) (michael_metzer)


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Johannes S. schrieb:
> wenn es mal nur Wasser wäre, das Wasser-Benzin-Öl-Chemie Gemisch
> hinterlässt sicher eine üble Duftnote.

Hinzu kommt noch die ganze Matsche aus Lehm und Fäkalien.

von H-G S. (haenschen)


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Wenn der Motor erstmal Wasser atmet wirds bestimmt teuer - ich habe das 
als doofer Jugendlicher mal riskiert und bin durch eine überschwemmte 
Unterführung gefahren. Ich hatte Deppenglück damals...

von Werner H. (werner45)


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Es ist mir unbegreiflich, wie manche bewußt in überflutete Straßen 
fahren, tiefer als zum Bodenblech, auch wenn die Karre nicht 
stehenbleibt.
Das ist halt cool.
Die lernen dann auf die harte Tour, das der WIEDERVERKAUFSWERT ihres 
schönen Autos auf einen Bruchteil eines trocken gebliebenen Autos sinkt.
Das ist dann gar nicht mehr cool...

von Ben B. (Firma: Funkenflug Industries) (stromkraft)


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Auf der B265 sieht das für mich so aus, als wären die da nicht 
reingefahren. Die sind einfach nicht mehr weggekommen als das Wasser von 
vorne kam.

von Ralf X. (ralf0815)


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Harald W. schrieb:
> Hallo Leute,
> In den letzten Tagen sieht man in den Nachrichten immer wieder Autos
> die ca. 50cm tief im Wasser stehen. Können solche Autos eigentlich
> noch sinnvoll repariert werden, oder müssen die gleich verschrottet
> werden? Ich gehe mal davon aus, das Autos, die tiefer als 1 Meter im
> Wasser gestanden haben, sowieso verschrottet werden müssen.

Theoretisch kommt es auf jeden Einzelfall an.
Anfang der 80er wurde meine erste Filiale meines Elekronikunternehmens 
~1,4m überflutet, natürlich ohne Elementarversicherung..
Fast alle Geräte liessen sich retten (natürlich mit Wertverlust!), aber 
in meinen Augen auch nur, weil sie dabei spannungsfrei waren und wir 
sachgerecht und schnell vorgegangen sind, bzw. dazu auch die 
Möglichkeiten hatten.
Aber auch später haben wir immer wieder mit Überflutungsschäden 
kundenseitig zu tun gehabt und konnten in Bezug zum Zeit- oder erst 
recht Neuwert Hilfe leisten.

Bei Elekro-/Elektronik, die längere Zeit unter Spannung und unter 
Wasser stand, ist das bedeutend schwieriger zu beurteilen.
- Wer möchte ohne Eigennutzen da noch irgenwelche 
Gewährleistung/Garantie leisten, bzw. eine Verantwortung übernehmen?
- Wer hat keine Teilkasko für sein Kfz, die für Elementarschäden 
haftet? (das ist dort ander "Norm", als bei Gebäude- und 
Hausratsversicherungen)
- Ich habe/hatte habe diverse Fahrzeuge, wo sich eine Teilkasko aufgrund 
des Zeitwertes nicht mehr lohnt/e.

Nach einem Moselhochwasser habe ich mal zwei Motoryachten/Boote billigst 
gekauft.
Fast alles liess sich retten, ja auch die Elektronik..
Aber auch schon fast 20 Jahre her.

Dennoch blutet mir teilweise das Herz, wie vorschnell viele überforderte 
Geschädigte ohne Versicherung alles auf den Müll schmeissen, "nur" 
weil es nass geworden und verdreckt ist.

von Thorsten M. (pappkamerad)


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Jens M. schrieb:
> Ob die Türdichtungen halten, wenn das Wasser außen Reifenhoch steht?

Im Fahrzeugboden gibts doch normalerweise Belüftungsöffnungen. Die 
Türdichtung hilft dann auch nichts mehr.

von Jörg P. R. (jrgp_r)


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Ben B. schrieb:
> Die Autos kannst Du definitiv alle wegschmeißen.

Nö. Es ist die Rede von 50 cm. Fast alle Steuergeräte sitzen höher und 
sind doch teilweise Wassergeschützt.

von Sebastian L. (sebastian_l72)


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Das unterscheidet den SUV vom echten Geländewagen: Waattiefe
700…900 mm sind da bei RangeRover, Mercedes G, Toyota normal.
Trotzdem will man die Schlamm-Öl-Kloake nicht im Motorraum haben.

Wenn aber erstmal Wasser in irgendeinem vitalem Kreislauf ist: vorbei

Die Brühe in den Polstern vernichtet fast alles. Das zu renovieren 
kostet viel Lohn und ist oft über Zeitwert.

So gesehen ist das die Chance für Händler alles was da ist zu verkaufen.

von Rote T. (tomate)


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Würde da als erstes die Batterie abklemmen, damit möglichst wenig 
galvanische Korrosion an der Elektronik.

Dann das komplette Auto einmal mit Feuerwehrschlauch o.ä. und 
Frischwasser+Seife durchspülen und danach gut trockenen lassen, d.h. 
paar Wochen mit offenen Türen und Ventilator drin irgendwo in die Sonne 
stellen.

Wenns beim Motor Wasser im Zylinder hat, gibts Hydrolock, also 
Zündkerzen raus und paar mal von Hand durchdrehen, bis das Wasser 
draussen ist, dann ordentliche Ladung Kriechöl rein, gegen Korrosion. An 
der Ölwanne unten Wasser ablassen, bis Öl kommt.

Wenn man das sofort und sorgfältig macht, fährt die Karre danach 
wahrscheinlich wieder. Wenn man die Karre ein paar Wochen/Monate mit 
angeklemmter Batterie im Wasser gammeln lässt, ists vermutlich vorbei, 
da Elektronik futsch und Motor festgerostet
Einmal Spülmaschine ist bei mir bei versiffter gebraucht-Elektronik 
Standardprogramm, ohne Strom dran passiert da gar nix, ausser das die 
Ware nachher wieder sauber ist.

: Bearbeitet durch User
von Werner H. (werner45)


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...schön wärs, wenn das so ginge.
Nicht mal eine Hohlraum-Versiegelung schützt vor Durchfressen des 
Rahmens, wenn der mal im Wasser stand. Das Wasser findet garantiert die 
Stellen, die der Versiegler nicht behandeln konnte.
Der TÜV findet die Stellen auf der Bühne dann auch noch.

von Matthias S. (da_user)


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Ralf X. schrieb:
> Theoretisch kommt es auf jeden Einzelfall an.
> Anfang der 80er wurde meine erste Filiale meines Elekronikunternehmens
> [...]
> recht Neuwert Hilfe leisten.

Ich kenne auch div. Anlagen die durch eine fehlausgelöste Flutanlage 
abgesoffen sind. Die werden getrocknet und laufen dann wieder. Ob 
spätere Defekte dann Langzeitschäden durch das Wasser sind, oder auf 
Materialfehler zurückzuführen sind, lässt sich dann meist auch nur 
vermuten. Aber günstiger und schneller als der Komplettaustausch.
Allerdings:
Das Wasser ist dann doch eher sauber.
Erfahrene Anwohner von Hochwassergebieten fluten bei Hochwassergefahr 
teils ihren Keller mit Trink-/Frischwasser. Nass wird der Keller so oder 
so, aber nicht mehr dreckig. Und dreckig heißt im Hochwasserfall "so 
richtig dreckig".

Jens M. schrieb:
> Ob die Türdichtungen halten, wenn das Wasser außen Reifenhoch steht?

Hatte da Mercedes nicht Probleme mit den Käufern einer neueren G-Klasse 
weil die Türen zu dicht waren? Das Wasser ist zwar reingekommen, aber 
nicht mehr raus...
In einem Top-Gear Special haben die einheimischen Begleiter mit der 
Schrotflinte Löcher in den Boden eines der Protagonistenfahrzeuge 
geschossen.

von Stefan M. (derwisch)


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Man sehe sich das an.

https://www.youtube.com/watch?v=KkwdfZ1TvT8

Geistiger Tiefflug. Sogar diesmal bis unter die Wasseroberfläche...

von Ben B. (Firma: Funkenflug Industries) (stromkraft)


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Also bei "nur" 50cm lässt sich evtl. noch was machen, kommt drauf an ob 
das Wasser seinen Weg in den Motor oder ins Getriebe gefunden hat.

Die Bremsanlage bzw. die Achsen stecken das recht gut weg und so schnell 
fängt auch die Karossie nicht an durchzurosten. Den Teppich und die 
Sitze kann bei höherwertigen Autos auch austauschen und es lohnt sich 
immer noch (genau wie das Investieren der Arbeit für's Putzen und neue 
Bodengruppenversiegelung).

Ich dachte er meint Autos, die man jetzt beim Hochwasser wieder gesehen 
hat, die 1..2 Tage komplett unter Wasser lagen. Bei denen geht nichts 
mehr, wie schon gesagt.

: Bearbeitet durch User
von Cyblord -. (cyblord)


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Sebastian L. schrieb:
> Das unterscheidet den SUV vom echten Geländewagen

Ein SUV war und ist auch nie als besonders Geländegängig beschrieben 
worden. Und macht deshalb einem Geländewagen auch keine konkurrenz.
Das scheint so ein gemeinsames Empfinden der SUV-Hater-Fraktion zu sein.
SUV bedeutet im Endeffekt nichts anderes als ein Auto mit Platz für 
Sportzeugs. Was man auch immer damit meint oder gemeint hat, oder ob das 
bei den gängigen SUVs so stimmt, ich kann absolut keinen Bezug zu 
Geländegängigkeit erkennen.

von ● Des I. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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Cyblord -. schrieb:
> Ein SUV war und ist auch nie als besonders Geländegängig beschrieben
> worden.

wenn man mal so alte Filme sieht, ist selbst der Model-T Ford
wesentlich geländegängiger gewesen ;-)

von Matthias S. (da_user)


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Cyblord -. schrieb:
> Ein SUV war und ist auch nie als besonders Geländegängig beschrieben
> worden.

Also mir wollte der Autovermieter bei unserem Schottlandurlaub einen SUV 
wegen der besseren Geländefähigkeit für die Highlands aufschwatzen.
Das scheint sich also nicht nur bei den SUV-Hatern so festgesetzt zu 
haben...
Der Corsa war aber die bessere Wahl, mit dem konnte man sich an den 
Miet-SUV-Fahrern vorbeiquetschen die sich nicht getraut haben...

von Cyblord -. (cyblord)


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Matthias S. schrieb:
> Cyblord -. schrieb:
>> Ein SUV war und ist auch nie als besonders Geländegängig beschrieben
>> worden.
>
> Also mir wollte der Autovermieter bei unserem Schottlandurlaub einen SUV
> wegen der besseren Geländefähigkeit für die Highlands aufschwatzen.
> Das scheint sich also nicht nur bei den SUV-Hatern so festgesetzt zu
> haben...

Ist das nun der Beweis dass es auch dumme Autovermieter gibt? Hätte ich 
auch vorher geglaubt. Wobei der sicher wusste dass die nicht besonders 
Geländegängig sind und eben auf dumme Kunden gehofft hat.

von Michael M. (Firma: Autotronic) (michael_metzer)


Angehängte Dateien:

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Falls ein SUV über diesen grün eingekreisten Ansaugschnorchel verfügt, 
kann er auch tiefer durchs Wasser fahren.

von ● Des I. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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Michael M. schrieb:
> Falls ein SUV über diesen grün eingekreisten Ansaugschnorchel verfügt,
> kann er auch tiefer durchs Wasser fahren.

das ja. aber selbst wenn die Karre genauso tief
aber über 6 Stunden... 5 Tage
eben solange bis man wirklich wieder ran kommt

im Wasser steht, sieht das wohl doch noch anders aus

von Troll A. (trollator)


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Michael M. schrieb:
> Falls ein SUV über diesen grün eingekreisten Ansaugschnorchel verfügt,
> kann er auch tiefer durchs Wasser fahren.

Fahren schon. Den Motor solltest du im Wasser dennoch nicht abstellen. 
Bzw. wenn das Wasser in der Höhe um das Auto herum ist bevor der Motor 
läuft, hast du auch schlechte Karten.

Und Geländewagen/SUV: Leg dich mal unter den "alten" Defender drunter, 
da werden dir die Augen aufgehen. Daher hat er auch nur eine Wattiefe 
von (ich glaube) 50cm. Die SUVs aus dem Tata Konzern haben da mehr.

von Achim B. (bobdylan)


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Ben B. schrieb:
> kommt drauf an ob
> das Wasser seinen Weg in den Motor oder ins Getriebe gefunden hat.

Wie soll da Wasser reinkommen? Dann müsste das Öl ja auch rauskommen 
können, was es nicht tut. (Außer beim Differential meines Opel Rekords, 
aber das ist eine andere Geschichte...)

von Matthias S. (da_user)


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Ich hoffe du meinst das Getriebe ;-)
Ein Motor hätte mehr als genügend Öffnungen. Allerdings liegen die auch 
relativ hoch...

von Ben B. (Firma: Funkenflug Industries) (stromkraft)


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Das Wasser findet seine Wege wenn man ihm etwas Zeit dafür lässt. Die 
meisten Getriebe haben eine Ausgleichsbohrung oder wie man das nennen 
will, damit sich da drin kein Druck oder Unterdruck aufbaut. Wenn man so 
ein Auto komplett versenkt, liegt die natürlich auch unter Wasser.

In den Motor geht's ganz schnell über den Auspuff und den Ansaugtrakt, 
die Kurbelwellengehäuseentlüftung... der ist binnen Minuten randvoll mit 
Wasser, der Dreck ist sofort mit drin und nach kurzer Zeit hat man genug 
Rost, daß das Ding ohne komplette Überholung keinen Mucks mehr macht.

von Percy N. (vox_bovi)


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Achim B. schrieb:
> (Außer beim Differential meines Opel Rekords, aber das ist eine andere
> Geschichte...)

Dann sollte man da auch differenzieren, richtig!

von Cha-woma M. (Firma: --------------) (cha-ar-196)


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Harald W. schrieb:
> Hallo Leute,
> In den letzten Tagen sieht man in den Nachrichten immer wieder Autos
> die ca. 50cm tief im Wasser stehen. Können solche Autos eigentlich
> noch sinnvoll repariert werden, oder müssen die gleich verschrottet
> werden? Ich gehe mal davon aus, das Autos, die tiefer als 1 Meter im
> Wasser gestanden haben, sowieso verschrottet werden müssen.

Ein VW-Käfer Bj. 1950 würde ich mit klaren Wasser reinigen und nur das 
Öl wechseln  (Motor und Getriebe) und den Tank mal komplett entleeren. 
Zündkerzen raus und Batterie tauschen, und dann mal 3.Gang rein und mal 
langsam schieben. bis def, kein Wasser mehr objektiv noch Schaden 
anrichten kann. Danach einen kompleten Service und mal im getrokneten 
Zustand langsam und mit bedacht wirder in "Betrieb" setzen.
Einen Golf 8 würde ich dagen 1:10 als  Totalschaden ansehen.
Die CU (Control Unit) der div. Teilbereiche dürften ziemlich geschrottet 
sein je länger der Wagen in einer "Schlammbrühe" von 1m Höhe gestanden 
ist!

von Cha-woma M. (Firma: --------------) (cha-ar-196)


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Ben B. schrieb:
> In den Motor geht's ganz schnell über den Auspuff und den Ansaugtrakt,
> die Kurbelwellengehäuseentlüftung... der ist binnen Minuten randvoll mit
> Wasser, der Dreck ist sofort mit drin und nach kurzer Zeit hat man genug
> Rost, daß das Ding ohne komplette Überholung keinen Mucks mehr macht.

Stimmt, nur haste auch noch Öl im Motor und beim "Abschwemmen" des Öl`s 
bleibt ein Film auf dem Metall zurüch das für gewisse Zeit es Schützt. 
U-Boote der Kreigsmarine aus dem 2. Weltkrieg wurden nach 10 Jahren 
wieder der "Selbstversekung" wieder flott gemacht um bei der jungen 
Bundesmarine wieder eingesetzt zu werden. Also soschnell "verreckt" ein 
Motor nicht. Problematisch  sind ehrer die Steuergeräte!

von Ben B. (Firma: Funkenflug Industries) (stromkraft)


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Wahrscheinlich glaubst Du auch an den Weihnachtsmann. Bei einem 
Großdiesel mag das vielleicht funktionieren, auch wenn ich nicht dran 
glaube, daß man einen U-Boot-Diesel ohne "verdammt großen Service" 
wieder flott bekommt, nachdem der ein paar Wochen in Salzwasser gelegen 
hat.

Beim Automotor kannste das aber sowas von knicken... der Dreck macht 
sofort Schäden an Laufbuchse und Kolbenhemd wenn Du das Ding 
durchdrehst, Ergebnis ist hinterher entweder ein hoher Ölverbrauch oder 
wenig Kompression, wahrscheinlich beides. Oder gleich ein Kolbenfresser 
nach kurzer Zeit.

Oder Öl-Schutzfilm, der das Metall eine Weile unter Dreckwasser vor Rost 
schützt... das sind Märchen aus Tausendundeiner Werbung!

: Bearbeitet durch User
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