Forum: Ausbildung, Studium & Beruf Was kann ein Wing-Etechniker was ein reiner Etechniker nicht kann?


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von Wing (Gast)


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Der Betreff sagt eigentlich alles. Frage mich wirklich für was es diesen 
Studiengang gibt.
Die meisten Wings machen ja sowas wie Projektmanagemt. Meiner Erfahrung 
nach erledigen reine Ings mit paar Jahren Erfahrung diese Jobs aber 
weitaus besser als ein Wing der paar BWL Vorlesung gehört hat.

Deshalb. Wofür ist dieser Studiengang gut???

von Lothar M. (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite


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Wing schrieb:
> Wofür ist dieser Studiengang gut???
Für die Projektleitung und die damit verbundenen tristen Verwaltungs- 
und Dokumentations- und Abstimmungstätigkeiten, die einem normal 
veranlagten Ingenieur im tiefsten Inneren zuwider sind.

> Meiner Erfahrung nach
... hat auch ein Wing nach ein paar Jahren Erfahrung die Erfahrung, die 
der erfahrene Ingenieur nach ein paar Jahren auch erfahren hat.

: Bearbeitet durch Moderator
von Realist (Gast)


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Bei uns haben die Wings fast das ganze Grundstudium mit den 
Energietechnikern gehabt, aber zusätzlich Bilanzierung, Finanzierung, 
Produktion und Logistik. Das ist jedoch weit mehr als bspw. ein Software 
Projektmanager machen oder können muss.

PS: Niemand wird ein guter Projektmanager durch ein Studium, sondern 
entweder man hat es im Blut oder nicht. Die besten Entwickler bei uns 
wären die mit Abstand schlechtesten Projektleiter. Einer hat es versucht 
und ist krachend gescheitert.

von Cyblord -. (cyblord)


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Wing schrieb:
> Deshalb. Wofür ist dieser Studiengang gut???

Man will eigentlich wirklich produktive Leute mit Fachwissen und 
Erfahrung nicht als PL. Weil diese Tätigkeit eben von Wings, Bachelorn 
oder sonstigem Subhumanem erledigt werden kann.

von SeniorManager (Gast)


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Dummschwätzen.

von Zocker_59 (Gast)


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> von Wing (Gast)
> 22.07.2021 11:08

> Deshalb. Wofür ist dieser Studiengang gut???

Irgend eine Qualifikation sollten Taxi-Fahrer und Fritten-Buden 
Verkäufer schon haben.

> von SeniorManager (Gast)
> 22.07.2021 11:45

> Dummschwätzen.

Sehe ich auch so.

von Realist (Gast)


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Zocker_59 schrieb:
>> von Wing (Gast)
>> 22.07.2021 11:08
>
>> Deshalb. Wofür ist dieser Studiengang gut???
>
> Irgend eine Qualifikation sollten Taxi-Fahrer und Fritten-Buden
> Verkäufer schon haben.
>> von SeniorManager (Gast)
>> 22.07.2021 11:45
>
>> Dummschwätzen.
>
> Sehe ich auch so.

Dumme Frage -> dumme Antworten. Dafür haben wir genug Fachleute hier.

von Harald W. (wilhelms)


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Wing schrieb:

> Was kann ein Wing-Etechniker

Fliegen? :-)

von Tellerrandabschleifer (Gast)


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Wing schrieb:
> Deshalb. Wofür ist dieser Studiengang gut???

Mancher Freiberufler hat sich das BWL-Grundwissen über Bilanzierung, 
Steuer, Kalkulation, Personalmanagment gewünscht, was ein 
Wirtschaftsingenieur en passant beim Studium erwirbt.

von Gehaltsabsenker (Gast)


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Leben ohne wirtschaftlichen Background ist möglich aber sinnlos. Die 
Entwickler sind nur die Putzfrauen der Kapitalismus.

von home_ofi (Gast)


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Lothar M. schrieb:
> Für die Projektleitung und die damit verbundenen tristen Verwaltungs-
> und Dokumentations- und Abstimmungstätigkeiten, die einem normal
> veranlagten Ingenieur im tiefsten Inneren zuwider sind

Die besten Ingenieure sind jene, die gut dokumentieren und sich mit 
anderen "Gewerken" abstimmen können. Denn ein Ingenieur, der das nicht 
kann, hat meist seine eigene Arbeit nicht wirklich verstanden und hat 
selbst Verständnislücken.

Dokumentation und Abstimmung ist essentieller Bestandteil der 
Ingenieurstätigkeit.

Leider schon zu oft erlebt. Ein "Stück Code", welches ohne Dokumentation 
und Abstimmung mit anderen entwickelt wurde. Funktioniert eh. Ja, für 
genau deine Daten, auf deinem Rechner, mit deinem Wissen und ohne das 
irgendwer die Resultate verarbeiten kann. So funktioniert es.

von Realist (Gast)


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home_ofi schrieb:
> Leider schon zu oft erlebt. Ein "Stück Code", welches ohne Dokumentation
> und Abstimmung mit anderen entwickelt wurde. Funktioniert eh. Ja, für
> genau deine Daten, auf deinem Rechner, mit deinem Wissen und ohne das
> irgendwer die Resultate verarbeiten kann. So funktioniert es.

Nicht jeder Entwickler muss sich mit allen anderen Beteiligten in und 
außerhalb der Firma abstimmen. Das wäre überhaupt nicht zielführend, 
bloß teuer weil langsam und fehleranfällig.
Was du erlebt hast, ist, dass der Projektleiter, System Verantwortliche 
und Tester ihren Job nicht ordentlich gemacht haben. Sonst wäre es sehr 
früh aufgefallen, dass es nur auf dem Rechner und mit dem Vorwissen 
eines Entwicklers funktioniert. Was war deine Rolle?

von Lothar M. (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite


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home_ofi schrieb:
> Die besten Ingenieure sind jene, die gut dokumentieren und sich mit
> anderen "Gewerken" abstimmen können.
Das ist eine mindestens so plakative Behauptung wie meine. Eh' klar.

Ich hatte da mal einen Kollegen, der dokumentierte tadellos, leserlich 
und ausführlich. Und er konnte das Dokumentierte abteilungsübergreifend 
auch anderen Beteiligten vermittlen.
Bloß dokumentierte er grob gesagt technischen Blödsinn, den er sich 
mangels technischem Wissen irgendwie zusammenfabuliert hatte.

Fassen wir mal zusammen: der beste Ingenieur hat eine fundierte 
Ausbildung und ein Wissen, das auch ein gutes Stück weit in Randbereiche 
und angrenzende Themen hineingeht. Er kann daher selber Probleme 
erfassen (im Besonderen auch solche, die mit dem "falschen" Vokabular 
vorgetragen werden) und er kann dafür Lösungen herleiten, die dem Stand 
der Technik entsprechen. Und dann kann er das, was er da gemacht und 
erdacht hat, auch noch brauchbar festhalten und mit anderen 
kommunizieren.

: Bearbeitet durch Moderator
von Genervt (Gast)


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Wing schrieb:
> Meiner Erfahrung
> nach

Wahrscheinlich bist du bisher nicht über das erste Grundpraktikum 
hinaus...

Aber kriegst 2/10 für den Trollversuch.

von Marx W. (Gast)


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Wing schrieb:
> Deshalb. Wofür ist dieser Studiengang gut???

Na für "WEN" wohl, für die Hochschule die den Studiengang anbietet!
Mit so einem Studiengang kann eine Hochschule Mittel für 
Studiengangsbetreuer & Aufwendung für div. Mitarbeiter vom zuständigen 
Wissenschafts-Ministerium erhalten.

von WirtIng (Gast)


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Es geht darum, Schnittstellenpositionen zu besetzen. Zwischen Wirtschaft 
und Technik. Diese sind häufig relativ lukrativ. Man muss aber auch 
dahin wollen. Im Normalfall hat ein Wing Studiengang gar nicht den 
Anspruch, Entwicklungsingenieure auszubilden, die auch noch in 
Wirtschaft super fit sind. Was es auch gibt, sind Aufbaustudiengänge. 
Bachelor in Elektrotechnik, danach noch einen nicht-konsektuiven Master 
in Wirtschaftsingenieurwesen. Auch lernt man einfach ein gewisses Gefühl 
für Märkte, fürs Business. Wobei teilweise muss man das auch selbst 
mitbringen. Es gibt geborene Entwickler, die denken nur an die Technik 
und solche die denken "wie kann ich damit Geld verdienen? wie kann ich 
Skaleneffekte ausnutzen?, wie kann man das kostengünstig in 
Massenproduktion bringen?"

von Realist (Gast)


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Marx W. schrieb:
> Na für "WEN" wohl, für die Hochschule die den Studiengang anbietet!
> Mit so einem Studiengang kann eine Hochschule Mittel für
> Studiengangsbetreuer & Aufwendung für div. Mitarbeiter vom zuständigen
> Wissenschafts-Ministerium erhalten.

Das zeigt schon mal, dass du definitiv kein Wing bist, denn dann 
wüsstest du dass die Anzahl der Studenten nicht dadurch steigt, dass ein 
weiterer Studiengang aus zwei existierenden Studiengängen geschaffen 
wird. Die Mittel richten sich hauptsächlich nach der Anzahl der 
Studenten.

von Senf D. (senfdazugeber)


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WirtIng schrieb:
> Es gibt geborene Entwickler, die denken nur an die Technik und solche
> die denken "wie kann ich damit Geld verdienen?

Beruflich denke ich vor allem an die Technik, im privaten Bereich denke 
ich sehr viel an Geld.

Beitrag #6766040 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #6766044 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Lothar M. (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite


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Realist schrieb:
> Das zeigt schon mal, dass du definitiv kein Wing bist, denn dann
> wüsstest du dass die Anzahl der Studenten nicht dadurch steigt, dass ein
> weiterer Studiengang aus zwei existierenden Studiengängen geschaffen wird.
Aber du auch nicht, denn dann wüsstest du, dass du nur einem der beiden 
neuen (oder gleich beiden) einen hippen neuen Namen mit irgendeinem 
aktuellen 3B (**) geben musst, dann hast du schon gleich mal 30% 
Zuwachs.
So wird dann allschaltjährlich die gleiche Sau mit neuem Namen durchs 
Dorf getrieben.

(**) TripleB = BBB = BullshitBingoBegriff

von Realist (Gast)


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Für Medizin vielleicht, aber doch nicht für Wirtschafts-xxx. Leute die 
was mit Wirtschaft studieren, studieren es wegen dem statisch höheren 
Gehalr. Würde es Wing Studiengänge nicht geben, hätten sie Winf, BWL 
oder Etechnik mit der vermeintlich einfachsten Vertiefung genommen. 
Nicht jeder studiert ein Fach aus Leidenschaft. Viele wollen auch 
einfach nur Kohle machen.

von Senf D. (senfdazugeber)


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Realist schrieb:
> Nicht jeder studiert ein Fach aus Leidenschaft. Viele wollen auch
> einfach nur Kohle machen.

Das ist leider ein Problem. Diese Leute taugen später im Beruf häufig 
nichts und sind notorische Minderleister.

von FGg (Gast)


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Wing schrieb:
> Wofür ist dieser Studiengang gut???

Irgendwo müssen die modebewussten Ingenieure ja hin.

von Dieter H. (kyblord)


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Senf D. schrieb:
> Realist schrieb:
>> Nicht jeder studiert ein Fach aus Leidenschaft. Viele wollen auch
>> einfach nur Kohle machen.
>
> Das ist leider ein Problem. Diese Leute taugen später im Beruf häufig
> nichts und sind notorische Minderleister.

kriegen aber das selbe bezahlt, winner.

von Realist (Gast)


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Dieter H. schrieb:
> kriegen aber das selbe bezahlt, winner

Dank Tarifverträgen

von Ich wähle nicht grün (Gast)


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Senf D. schrieb:
> Beruflich denke ich vor allem an die Technik, im privaten Bereich denke
> ich sehr viel an Geld.

Krass. Mir will es einfach nicht in den Kopf, dass Du die Grünen wählst. 
Willst Du die immer noch wählen? also so richtig Annalena? die typischen 
Grünenwähler die ich kenne, denken an Fridays for futures, Welt retten, 
Klima, Wälder, Tierschutz, an sozial Benachteiligte und sind gegen 
Investoren, gegen die großen Konzerne, gegen Spekulanten und Dinge wie 
Kapitalmärkte und vorallem mögen sie "den schnöden Mammon" meist nicht 
wirklich, bestenfalls ist das für sie ein Mittel zum Zweck.

Beitrag #6767436 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Senf D. (senfdazugeber)


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Ich wähle nicht grün schrieb:
> Krass. Mir will es einfach nicht in den Kopf, dass Du die Grünen wählst.
> Willst Du die immer noch wählen? also so richtig Annalena?

Ja, ich will. Die angesprochene Kandidatin ist mir sympathisch und ich 
traue ihr den Job zu. Nicht alle Ideen der Partei(linken) finden meine 
Zustimmung, aber das geht wohl allen Wählern so, dass es nicht genau 
eine Partei gibt, die 100% mit den eigenen Vorstellungen übereinstimmt.

> die typischen
> Grünenwähler die ich kenne, denken an Fridays for futures, Welt retten,
> Klima, Wälder, Tierschutz, an sozial Benachteiligte und sind gegen
> Investoren, gegen die großen Konzerne, gegen Spekulanten und Dinge wie
> Kapitalmärkte und vorallem mögen sie "den schnöden Mammon" meist nicht
> wirklich, bestenfalls ist das für sie ein Mittel zum Zweck.

Klar gibt es auch noch viele andere Dinge, die neben Geld wichtig sind. 
Geld erfüllt keinen Selbstzweck, es ist stets Mittel zum Zweck. Ich mag 
daran, dass ich mir ab und an Luxus gönnen kann, und mein Vermögen 
bietet mir ein Gefühl von Sicherheit und Unabhängigkeit. Man kann durch 
Geld auch Gutes bewirken, zum Beispiel anderen Menschen in 
Notsituationen helfen.

Beitrag #6767836 wurde von einem Moderator gelöscht.

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