Forum: Ausbildung, Studium & Beruf Ort für Arbeitstelle


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von Stelle (Gast)


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Ich habe zwei Jobangebote, eins in Bayern in München und eins außerhalb 
von Bayern, nur im geographischen Bayern - in Nürnberg.  Welche Stadt 
würdet ihr mir empfehlen? Ist Nürnberg besser oder München schöner? Wie 
sieht es mit den Wohnungen aus? Man hört immer viel, dass in München 
auch Bruchbuden für teures Geld vermietet werden. Sind 
Vierzimmerwohnungen bezahlbar in München oder eher in Nürnberg? Und die 
Autobahnverbindungen, kann man da sagen, ob die Autobahnen in München 
oder in Nürnberg besser zu erreichen sind? München hat einen 
Sackbahnhof, Nürnberg einen Durchgangsbahnhof. Gibt es Vor- und 
Nachteile von diesen Bahnhofsarten, so dass man besser die eine oder die 
andere Art verwenden sollte? Was meint ihr?

von Weich W. (hand_werker)


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Wahrscheinlich hast du in Nürnberg mehr von deinem Gehalt. In München 
brauchst du als Single etwa 500€ mehr und mit Familie 1000-1500€ mehr 
netto pro Monat, damit es sich lohnt.

Autobahnverbindungen gibt es logischerweise für beide Städte. Auf die 
Bahn würde ich mich nicht verlassen.

Beitrag #6765887 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Zocker_59 (Gast)


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> von Stelle (Gast)
> 22.07.2021 19:09

Wie alt bist du denn ?

von René F. (therfd)


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Nürnberg ist bezahlbarer als München und entgegen der Behauptung vieler 
Nürnberger ist auch das daran angrenzende Fürth gut bewohnbar ;)

Vom ÖPNV ist Nürnberg/Fürth auch gut ausgebaut, es gibt hier Buslinien, 
Straßenbahnen (Tram) und moderne U-Bahnen, zusätzlich zum Regio und 
S-Bahn Angebot.

von Bazi (Gast)


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Glückwunsch, das sind zwei interessante Städte! München ist für mich die 
lebenswerteste Stadt in D (ich komme aus Köln/Düsseldorf und habe 10 
Jahre in Berlin verbracht). Ich bin regelmässig dort und überlege, mir 
zur Rente eine ETW im Lehel zu kaufen.

München ist allerdings auch die teuerste Stadt in Deutschland, vor 
Frankfurt und Hamburg (die beide nicht die Lebensqualität von München 
bieten). Als Berufsanfänger stehst Du daher vor der Frage: Lieber arm in 
München auf 40m2 oder relativ wohlhabend in Nürnberg/Fürth auf 80m2?

Franken zählt (noch) zu den Gegenden mit relativ niedrigen 
Lebenshaltungskosten. Ich find's sehr schön da (habe Verwandte dort), 
das Umland von Nürnberg ist sehr schön (Bamberg ist eine Wucht!), und 
wie bereits gesagt wurde, ist auch Fürth durchaus eine Option.

Als Berufsanfänger würde ich mir dennoch um diese Frage keinen Kopf 
machen. Du wirst dort nicht ewig bleiben, es ist nur der Einstieg in die 
Karriere. Deswegen würde ich die Wahl einzig von der Stelle abhängig 
machen. Welche Perspektive bietet sie, wie sind die Konditionen? Sollte 
dann die Wahl auf München fallen, sagst Du Dir, mei, 's halt so, und 
geniesst die Stadt und akzeptierst die kleine Bude. Sollte es NÜrnberg 
sein, such' Dir eine Wohnung in einer der vielen schönen Städte in der 
NÄhe (Auto ist hier notwendig - in München verzichtbar), und geniesse 
Natur, Biergärten und die komfortable Wohnung. Falsch wäre eigentlich 
nur eine Entscheidung für die schlechtere Stelle aufgrund 
augenscheinlicher Vor/Nachteile des Wohnumfeldes.

von 100Ω W. (tr0ll) Benutzerseite


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Dann würde ich Erlangen und die Umliegenden Orte auch noch in den Raum 
werfen.

von Achim M. (minifloat)


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100Ω W. schrieb:
> Erlangen

Erlangen selbst ist recht teuer geworden, wobei bei 4-Zimmer-Wohnungen 
der Studentenaufschlag wegfällt.

mfg mf

von Ex-Student (Gast)


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Habe in Nürnberg von 2010-2015 studiert damals 400€ warm 2 Zimmer 50qm. 
(ziemlich im Zentrum)

2015 in München hat mich dann zum Einstieg bei IGM ne 40qm Bude 
innerhalb des Mittleren Rings 750€ warm gekostet.
Mittlerweile bewegt sich der Mietpreis eher bei ca. 17-20€/qm.

Wenn du nicht unbedingt auf Wandern in den Alpen stehst würde ich 
Nürnberg bevorzugen wenn die Stelle interessant ist. Auch das Umland mit 
der fränkischen Schweiz ist toll für Ausflüge. Anstatt Oktoberfest gibt 
es dann halt Bergkirchweih in Erlangen.

von Weich W. (hand_werker)


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Bazi schrieb:
> Ich bin regelmässig dort und überlege, mir
> zur Rente eine ETW im Lehel zu kaufen.

Wieso denn das? Für so viel Geld bekommst du z.B. in Irland ein riesiges 
Anwesen am Meer.

von Rudi Radlos (Gast)


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Geld ist nicht alles. Man sollte auch mit den Leuten zurecht kommen und 
Fahrten am Wochenende im Auge behalten. Auf der A9 wächst kein Gras.

von Weich W. (hand_werker)


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Stelle schrieb im Beitrag #6765887:
> und intern? Gibt es keine Stadtbahn in München oder Nürnberg, damit man
> das Auto weglassen kann?

In München haben wir eine U-Bahn, die ist eigentlich sehr zuverlässig, 
wenn auch meist überfüllt. Aber wenn du im Umland wohnst, wirst du die 
S-Bahn nutzen müssen, die soll katastrophal sein.

von Ex-Student (Gast)


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In Nürnberg gibt es eine U-Bahn die fährt fahrerlos! In München fahren 
immer noch die alten Kisten von Olympia 1972...

von Zocker_59 (Gast)


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> von Ex-Student (Gast)
> 22.07.2021 21:57

> In Nürnberg gibt es eine U-Bahn die fährt fahrerlos!

Oh weh !

> In München fahren immer noch die alten Kisten von Olympia 1972...

Und ?

von Realist (Gast)


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Stelle schrieb:
> Ist Nürnberg besser oder München schöner?

Nürnberg. In München wirst du ewig zur Miete in einer kleinen Wohnung 
leben und kaum was Beiseite legen können, ohne dich stark 
einzuschränken. Die 2-3 Tage pro Woche im Büro kann man auch Pendeln.

von Nembercher (Gast)


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Ganz klar Nürnberg. Man kann auch relativ schnell mit dem ICE nach 
München pendeln, falls die Stelle dort interessanter ist.

von Eigenheim auf Pump in der Pampa (Gast)


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Realist schrieb:
> Nürnberg. In München wirst du ewig zur Miete in einer kleinen Wohnung
> leben

Und in Nürnberg ewig zur Miete in einer mittelgroßen Wohnung. Dann 
lieber gleich irgendwo in die Pampa zwischen Nürnberg und München und da 
was kaufen.

von Zocker_59 (Gast)


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Feierabend !

Schaue mir die geistige Dünnschiss die noch kommt morgen an.

von San Bernhardiner (Gast)


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Ganz klar München.
Mehr Kultur, Mehr Seen, Mehr Berge.

Bin vor 10jahren in die Nähe von Stuttgart und hatte mit dem Gedanken 
gespielt nach München zu gehen. Schlechte Entscheidung nicht nach 
München gegangen zu sein.

von Dein Vadder liest mit (Gast)


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München samt Umland ist inzw. übervölkert. Am Wochenende nach 
Tegernsee.... Alptraum!

von 🤖🤖🤖 (Gast)


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Stelle schrieb:
> Welche Stadt würdet ihr mir empfehlen?
Bayern würde ich persönlich nicht empfehlen, außer man ist masochistisch 
veranlagt

von Zocker_59 (Gast)


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> von 🤖🤖🤖 (Gast)
> 23.07.2021 08:34

> Bayern würde ich persönlich nicht empfehlen, außer man ist masochistisch
> veranlagt

Sehe ich auch so.

Hat aber nichts mit masochistisch zu tun, sind einfach die Bayern. Mit 
denen kann man Wände einrennen. Furchtbarer Menschenschlag !

von Achim B. (bobdylan)


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100Ω W. schrieb:
> Erlangen

Mehr Info über Erlangen:

https://www.youtube.com/watch?v=tQh8nY8lvxY

von Programmierer (Gast)


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Stelle schrieb:
> Sind
> Vierzimmerwohnungen bezahlbar in München oder eher in Nürnberg?

Vierzimmerwohnung in München können sich vermutlich nur Topmanager 
leisten.

> Und die
> Autobahnverbindungen, kann man da sagen, ob die Autobahnen in München
> oder in Nürnberg besser zu erreichen sind?

Die Münchner Straßen und Autobahnen ersticken im Autoverkehr. Falls du 
intendierst oft/täglich mit dem Auto zu fahren, solltest du dir das gut 
überlegen und viel Zeit im Stau und bei der Parkplatzsuche mit 
einplanen. Das S/U/Straßenbahn-Netz ist gut ausgebaut, und Fahrrad 
fahren geht auch. Ich würde meine Lebenssituation (Arbeits- & Wohnort) 
in München nicht so auslegen dass ich vom Auto abhängig bin, gerade wenn 
man hier neu anfängt.

von MaWin (Gast)


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Stelle schrieb:
> Ich habe zwei Jobangebote, eins in Bayern in München und eins außerhalb
> von Bayern, nur im geographischen Bayern - in Nürnberg

https://www.google.com/amp/s/amp2.wiwo.de/politik/deutschland/wohnen-in-muenchen-mit-100-000-euro-jahresgehalt-wird-die-luft-extrem-duenn/26742280.html

Nürnberg ist wegen Ingolstadt auch nicht billig, dafür echt provinziell. 
Ausserhalb der Ballungsräume ist das Leben erheblich preiswerter.

Die Frage ist halt, ob dein Arbeitgeber bereit ist, dir genug zu 
bezahlen, damit du nicht weniger bekommst als du ausgeben musst.

René F. schrieb:
> Vom ÖPNV ist Nürnberg/Fürth auch gut ausgebaut

Ich erinnere mich, die Adler auf der Eisenbahn.

San Bernhardiner schrieb:
> Ganz klar München.
> Mehr Kultur, Mehr Seen, Mehr Berge.

Uff, Oktoberfest und Isar, Maximilianstrasse und Luitpoldhügel ? Der 
nächste anständige See, Chiemsee, ist quasi quer durchs Land, lieber 
nach Rosenheim.

von Realist (Gast)


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🤖🤖🤖 schrieb:
> Bayern würde ich persönlich nicht empfehlen, außer man ist masochistisch
> veranlagt

Ich habe den Großteil meines Lebens in NRW und NDS verbracht und kann 
das überhaupt nicht bestätigen. In Bayern waren die Menschen immer viel 
offener und freundlicher. Dort wurden neue Kollegen direkt eingeladen, 
ihnen geholfen Kontakte zu knüpfen, man war auch schnell auf Hochzeiten 
eingeladen, beim Umzug geholfen etc., während in Niedersachsen die 
Kollegen im Vergleich fast gar keinen Kontakt zueinander haben und neue 
Kollegen weitestgehend ignorieren. Auch viele mir bekannte Ausländer 
sind geschockt wie verschlossen Norddeutsche sind, habe ich schon so oft 
gehört. Als ob es einen 100% Cut zwischen Sozialleben und Arbeit gebe 
muss. Gerade weil man den größten Teil seines Tages auf Arbeit mit den 
Kollegen verbringt, ist es förderlich, wenn man sich auch abseits von 
Arbeitsthemen austauscht, denn wohlgesonnenen Menschen hilft man eher 
und bekommt dann auch Hilfe, was jeder irgendwann mal braucht.

von Programmierer (Gast)


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Realist schrieb:
> Ich habe den Großteil meines Lebens in NRW und NDS verbracht und kann
> das überhaupt nicht bestätigen.

Also insbesondere die Rheinländer (Raum Köln) sind sehr offen und 
geradezu geschwätzig. Denen ist es auch völlig egal wie man aussieht und 
wo man herkommt, man hält erstmal ein Schwätzchen. In Bayern/München 
hingegen, wenn man da nicht urbayrisch rüberkommt und mal versehentlich 
'Brötchen' statt 'Semmel' sagt wird man komisch angeschaut und wortkarg 
abgehandelt. Die Kollegen, die mit einem reden, sind auch nicht aus der 
Gegend...

von Senf D. (senfdazugeber)


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Realist schrieb:
> In Bayern waren die Menschen immer viel offener und freundlicher.

Definitiv, das kann ich nur bestätigen. Bayern ist eins der besten 
Bundesländer in Deutschland.

von 🤖🤖🤖 (Gast)


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Senf D. schrieb:
> Realist schrieb:
>> In Bayern waren die Menschen immer viel offener und freundlicher.
>
> Definitiv, das kann ich nur bestätigen. Bayern ist eins der besten
> Bundesländer in Deutschland.

einziges Bundesland wo man wegen einem joint auf party gleich eine 
hausdurchsuchung bekommt, nur zu ;-)

von Markus (Gast)


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Was macht ihr als erstes wenn ihr den Standort wechselt?

- AirBnB und parallel Wohnungen besichtigen?
- direkt ne ETW kaufen? (Schwierig da Probezeit)
- gar nicht zur Arbeit erscheinen, da Home Office (obwohl man im VG eher 
gehört hat, dass oft Tests anstehen)

Und würdet ihr trotz 3x die Woche HO öfter zur Arbeit erscheinen als 
Neuling?

Ich bin kurz davor den Standort zu wechseln (>200 km) zum zweiten Mal 
und will alles besser machen als damals. Single, ungebunden, aber 0 
Freunde und Verwandte dort.

von Weich W. (hand_werker)


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Markus schrieb:
> - direkt ne ETW kaufen? (Schwierig da Probezeit)

Das ist nicht nur in der Probezeit schwierig, außer du wohnst in 
Holzminden.

Beitrag #6766507 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Senf D. (senfdazugeber)


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Stelle schrieb im Beitrag #6766507:
> Zocker_59 schrieb:
>> Wie alt bist du denn ?
>
> 29

Also vermutlich noch ziemlich naiv.

> Weich W. schrieb:
>> Das ist nicht nur in der Probezeit schwierig, außer du wohnst in
>> Holzminden.
>
> Aus der Nachbargemeinde komme ich her.

Dann nach dich aber auf andere Preise auf dem Immobilienmarkt gefasst, 
als du aus deinem Landkreis gewohnt bist! Für den Preis, für den du in 
Holzminden eine Villa mit Pool und Parkgrundstück bekommst, gibt es 
anderswo nicht einmal eine schimmelige 30qm-Einzimmerwohnung im sozialen 
Brennpunkt, wo die Wohnungstür nicht richtig schließt.

von Holzmindener (Gast)


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Weich W. schrieb:
> Das ist nicht nur in der Probezeit schwierig, außer du wohnst in
> Holzminden.

Schau mal auf immobilienscout24.de , bei uns stehen von 8000 Wohnung 
vielleicht 4 zum Verkauf (Dörfer ausgenommen). Preise haben sich seit 
2015 mehr als verdoppelt.

Aber im Kaufkraft Champion Deutschlands, den Ort wo man mehr für sein 
Geld bekommt als überall sonst, obwohl die Gehältern fast so hoch wie in 
München sind, dort kriegt man locker Immobilien, und zwar in Salzgitter 
(Alstom, Bosch, VW, ...).

von Holzmindener (Gast)


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Stelle schrieb im Beitrag #6766507:
> Aus der Nachbargemeinde komme ich her.

In Boffzen fast am Godelheimer See wohnen und bei Stiebel Eltron 75k 
Brutto nachhause schleppen (steht gerade ein 3 Familienhaus von 1965 mit 
Gas Anschluss und Grundstück für 97k € online). Das sollte dein Ziel 
sein.

Oder am Schieder See in der nähe von Phoenix Contact in Bad Pyrmont. Da 
hat man noch Lebensqualität und kann sich was vom Geld kaufen.

Beide Unternehmen investieren kräftig in der Heimat, bauen sogar neue 
Produktionshallen hier anstatt alles zu verlagern.

von MaWin (Gast)


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Realist schrieb:
> kann das überhaupt nicht bestätigen. In Bayern waren die Menschen immer
> viel offener und freundlicher

Die übliche Psychologie.

In der Fremde kennt man sich nicht aus, wirkt hilfsbedürftig und sucht 
Hilfe, ist also selbst viel offener, als wenn man am Heimatort ist in 
dem man ohne Hilfe gut klarkommtund daher gar keinen Kontakt wünscht, 
nicht offen wirkt.


Daher wirkt es in der Fremde immer so als seien die Menschen dort 
netter, das gilt genau so für Leute die von dort kommen und die 
Stinkstiefel deines Heimatortes ganz nett und hilfsbereit finden.


Verwechsle aber Bayern (Land) nicht mit München (Zugereiste).

von Weich W. (hand_werker)


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Stelle schrieb im Beitrag #6766507:
> Aus der Nachbargemeinde komme ich her.

Dann sei froh. Was willst du denn dann in Bayern? Bei dir kannst du doch 
selbst in der billigsten Klitsche besser leben als bei Siemens in 
München.

von Programmierer (Gast)


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Holzmindener schrieb:
> In Boffzen fast am Godelheimer See wohnen und bei Stiebel Eltron 75k
> Brutto nachhause schleppen

Und was macht man da so wenn man gerade nicht arbeiten ist? Das Gleiche 
wie gestern, vorgestern, vorvorgestern, ...? Die Punkte an der Tapete 
zählen? Sich über die Medien eintrichtern lassen wie schlecht die Welt 
da draußen ist? Im großen Haus im Kreis laufen und merken dass man nicht 
in 10 Zimmern gleichzeitig sein kann? Die großen Zahlen auf dem Konto 
bestaunen? Trinken bis einem alles egal ist? Das ist nicht für jeden 
was. Manche geben lieber mehr aus um dafür ein umfangreiches Angebot an 
Läden, Gastronomie, Events, Kultur, Sport, Begegnung in direkter Nähe zu 
haben. Da lieber ein Wohnklo in der Nähe vielfältiger 
Freizeitmöglichkeiten als eine riesige Bude im Nirgendwo, wo man nur im 
eigenen Saft schmoren kann.

Wenn man dies mit Pendeln ausgleichen will, wird der günstige Wohnraum 
auf dem Land dann auch zum Nullsummenspiel. Die viele Zeit im Auto/Zug 
geht auf die Psyche, auch für die die sich einreden dass Autofahren sie 
entspannt.

Ich find München toll: Nachdem ich hier hin gezogen bin und der Lockdown 
endete, fand ich beim Spazieren einen Fahrradladen um die Ecke welcher 
Touren ins Umland anbietet. Da bin ich direkt mal hin und habe nette 
Mitradelnde kennen gelernt, von denen einer zufällig ein der gleichen 
Branche wie ich gearbeitet hatte... Das war toll, und auf dem Dorf wird 
man so etwas kaum finden. Überhaupt ist die Fahrradladendichte in 
München beeindruckend...

Diese hier sehr verbreitete Rhetorik à la "Menschen sind doof, ich will 
alleine in meinem Haus auf dem Dorf wohnen" bzw. "Menschen sind doof, 
daher fahre ich keinen ÖPNV" finde ich sehr bedenklich. Es zeigt doch, 
dass mit unserer Gesellschaft einiges nicht stimmt, wenn wir uns 
absichtlich isolieren. In Japan ist das bekanntlich besonders schlimm. 
Aber so böse sind die Mitmenschen nicht, auch wenn gewisse Elemente uns 
das einreden möchten. Rausgehen und anderen Menschen begegnen, sei es 
für eine Radtour oder einen Kneipenabend oder nur die Zufallsbegegnung 
im Zug, bereichern das Leben. Einsamkeit - auch wenn man sich selbst 
einredet keine Menschen zu brauchen - macht erwiesenermaßen krank. Die 
Menschen leben seit Jahrtausenden in Städten, die Zivilisation überhaupt 
basiert auf der Zusammenarbeit und dem Zusammenleben, aber jetzt 
plötzlich ist ein großes Haus weit weg von anderen das höchste Ziel und 
wichtiger als die Nähe zu Mitmenschen?

Gerade auch wenn man Kinder hat ist diese Entwicklung gefährlich: Kinder 
haben mangels Auto einen kleinen Aktionsradius und sind praktisch 
zuhause eingesperrt und darauf angewiesen, gleichaltrige in der Nähe zu 
finden. Auf den Gipfel wird das in US-amerikanischen Suburbs getrieben - 
diese sind so Auto-abhängig und so ausgedehnt, dass Kinder ohne die 
Eltern niemanden besuchen können, kaum eigene Freiheit genießen und in 
ihrer Entwicklung beeinträchtigt werden. Da lieber eine Stadt mit einer 
Verkehrsinfrastruktur die so sicher ist, dass Kinder & Jugendliche 
Bewegungsfreiheit erfahren können. Die Niederlande haben das bekanntlich 
perfektioniert.

von Dein Vadder liest mit (Gast)


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Programmierer schrieb:

Wie kann man so einen Schwachsinn verzapfen?
Liegt das an den wieder steigenden Temperaturen?

von Weich W. (hand_werker)


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Programmierer schrieb:
> Ich find München toll: Nachdem ich hier hin gezogen bin und der Lockdown
> endete, fand ich beim Spazieren einen Fahrradladen um die Ecke welcher
> Touren ins Umland anbietet. Da bin ich direkt mal hin und habe nette
> Mitradelnde kennen gelernt, von denen einer zufällig ein der gleichen
> Branche wie ich gearbeitet hatte... Das war toll, und auf dem Dorf wird
> man so etwas kaum finden.

Auf dem Dorf nicht, aber in die teuerste Stadt Deutschlands (Europas?) 
hättest du dafür jetzt auch nicht unbedingt ziehen müssen. Aber wenn es 
sich wohnraumtechnisch für dich lohnt, dann spricht auch nichts dagegen, 
in München zu bleiben. Ist bei mir derzeit auch noch so, aber Ende des 
Jahres werde ich ein paar Bewerbungen schreiben und die Lage neu 
sondieren.

von Zocker_59 (Gast)


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> von Senf D. (senfdazugeber)
> 23.07.2021 13:26

> > 29

> Also vermutlich noch ziemlich naiv.

Passt.

Ich hätte ihn auf 19 geschätzt.

von Reinhard S. (rezz)


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Stelle schrieb:
> München hat einen
> Sackbahnhof, Nürnberg einen Durchgangsbahnhof. Gibt es Vor- und
> Nachteile von diesen Bahnhofsarten, so dass man besser die eine oder die
> andere Art verwenden sollte? Was meint ihr?

Der Nürnberger Hauptbahnhof hat recht viele Gleise, aber die 
Unterführungen sind mMn recht kuschelig. Deshalb würd ich dir unbedingt 
von der Stelle in Nürnberg abraten.

MaWin schrieb:
> Nürnberg ist wegen Ingolstadt auch nicht billig,

Was hat Nürnberg mit Ingolstadt zu tun? Wer wegen IN in N eine Wohnung 
sucht ist auch ziemlich masochistisch veranlagt.

: Bearbeitet durch User
von Zocker_59 (Gast)


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> von Reinhard S. (rezz)
> 23.07.2021 20:57

Was habt ihr für Probleme mit Bahnhöfen und Busverbindungen ?

Als Ingenieur sollte man sich Gedanken darüber machen ob man einen 
Parkplatz für den Porsche, den 7er BMW oder den Benz S-Klasse bekommt.

Wenn nicht hat man was falsch gemacht im Leben !

von Realist (Gast)


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Die Karren kann sich jeder Schichtarbeiter leisten, wenn man sie nicht 
als Neuwagen kauft. Es ist aber Zeitverschwendung 10 Minuten mit dem 
Auto zu fahren, um dann 20 Minuten einen Parkplatz zu suchen, der teurer 
ist als das Straßenbahn Ticket.

von MaWin (Gast)


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Programmierer schrieb:
> Und was macht man da so wenn man gerade nicht arbeiten ist

Was sinnvolles. Zugegeben: den einzigen Holzmindener den ich kenne, der 
ist ziemlich engagiert bei der freiwilligen Feuerwehr und seine Frau 
macht Animal Shelter.
Beides ist für Stadtleute ein anderer Planet.
Der konsumiert, weil er sonst nichts tun kann. "Läden, Gastronomie, 
Events, Kultur, Sport, Begegnung" Shoppen statt selber bauen, statt 
kochen ins Restaurant, statt machen lieber Macher bestaunen, zu glauben 
Kultur wäre nur dann wenn sie Eintritt bezahlt, Sport weil er sich auf 
seinem Fernseh-Sofa zu wenig bewegt, Begegnen, ja, tausende kommen einem 
aus dem U-Bahn-Schacht entgegen.

Programmierer schrieb:
> , fand ich beim Spazieren einen Fahrradladen um die Ecke welcher Touren
> ins Umland anbietet

Armer Irrer. Zieht nach München, um von dort weg zu radeln.

In Holzminden IST man schon im Umland, da muss man nicht wegradeln um 
noch mal einen Grünen Grashalm zu sehen oder frische Luft atmen zu 
können .

Na ja, Programmierer, sind immer gesellschaftlich etwas schräg.

von Zocker_59 (Gast)


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> von MaWin (Gast)
> 24.07.2021 08:26

> Animal Shelter.

Was ist das denn für Unfug ?

> > Programmierer schrieb:
> > , fand ich beim Spazieren einen Fahrradladen um die Ecke welcher Touren
> > ins Umland anbietet

Ingenieur würde fragen wo die nächste Porsche Niederlassung ist.

von Programmierer (Gast)


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MaWin schrieb:
> engagiert bei der freiwilligen Feuerwehr und seine Frau macht Animal
> Shelter.
> Beides ist für Stadtleute ein anderer Planet

Immerhin. Aber die Auswahl der Tätigkeiten ist dennoch stark 
eingeschränkt. Die hippen wohlhabenden, die in die Neubaugebiete aufs 
Dorf ziehen sind aber oft nicht die, die so etwas mitmachen.

MaWin schrieb:
> Shoppen statt selber bauen

Man kann nicht alles selber bauen.

> statt kochen ins Restaurant

Natürlich nicht täglich, aber internationale Küche in den unzähligen 
Restaurants einer Großstadt zu erleben kann man wohl kaum zuhause 
nachbilden.

>, statt machen
> lieber Macher bestaunen

Wer hat denn Zeit für sowas, insbesondere wenn man ewig zur Arbeit, zum 
Supermarkt etc fährt aufgrund der hohen Distanzen? Und ja, zu sehen was 
andere machen schließt nicht aus auch selber zu machen. Im Gegenteil, 
"Konkurrenz" inspiriert.

>, zu glauben Kultur wäre nur dann wenn sie
> Eintritt bezahlt

Eine Menge Kultur findet gratis draußen statt, z.B.:

https://www.muenchen.de/freizeit/kultursommer-in-muenchen.html

> Sport weil er sich auf seinem Fernseh-Sofa zu wenig
> bewegt

Es wird dich überraschen, aber manchen macht Sport sogar Spaß, und viele 
Ingenieure und Informatiker bewegen sich im Beruf nicht viel.

MaWin schrieb:
> Armer Irrer. Zieht nach München, um von dort weg zu radeln.

Wir sind überhaupt nicht aus München raus geradelt, sondern durch den 
englischen Garten, Isar-Aue, Fröttmanninger Heide. Gibt's so einen 
tollen Park auch in Holzminden? Würdest du in Holzminden immer im Kreis 
radeln und bloß nicht aus dem Dorf raus, weils da ja so schön ist? 
Radfahren ist erwiesenermaßen sehr gesund für Körper & Geist, soll ich 
das sein lassen weil ich sonst Gefahr laufe das Stadtgebiet zu 
verlassen?

MaWin schrieb:
> Na ja, Programmierer, sind immer gesellschaftlich etwas schräg.

Und MaWins die irgendwo im Wald eigenbrödeln um "Geld zu sparen" und 
alles "selber machen" nicht?

von Holzmindener (Gast)


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Programmierer schrieb:
> Wer hat denn Zeit für sowas, insbesondere wenn man ewig zur Arbeit, zum
> Supermarkt etc fährt aufgrund der hohen Distanzen?

Du hast wohl noch nicht in einer Kreisstadt mit etwa 25k Einwohner 
gelebt? Da fährst du mit dem Auto 5 Minuten, mit dem Fahrrad 15 Minuten 
zur Arbeit und dabei an den gleichen Supermärkten vorbei wie du in einer 
Großstadt hast. Rewe, Kaufland, Lidl, Aldi, Netto, alle da.

Was ich an Holzminden mag ist, dass man einerseits direkt an der Weser 
ist, aber es nicht so flach wie im Rest von Niedersachsen ist. 
Segelflugplätze sind um die Ecke. Mal eben Rudern auf der Weser kein 
Problem, oder zum Bootsverleih. Die Rühler Schweiz ist extrem beliebt 
bei Motorradfahrern und Campern aus ganz Deutschland und der 
Niederlande. Der Weserradweg führt Holzminden bis in die Nordsee. Wer 
sich hier langweilt, der würde auch in der Großstadt nur vor dem TV und 
Handy rumhängen. Ich habe von Dorf in NRW, Holzminden in NDS, Kleinstadt 
in Bayern, deutsche Großstadt bis chinesische Metropole viel meinen 
Wohnsitz nennen dürfen, aber in den Großstädten nicht gemerkt, dass die 
deutschen Kollegen das "Kulturangebot" wirklich genutzt hätten, sondern 
die meisten waren beschäftigt freie Parkplätze und Kitaplätze zu finden. 
Und wenn man nur 400 bis 600€ Warmmiete bezahlt, dann bleibt auch genug 
für viele Hobbys. Die Schichtarbeiter bei Symrise verdienen ja trotzdem 
55k p.a. und Ingenieure bei Symrise und Stiebel Eltron 75k.

von Programmierer (Gast)


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Holzmindener schrieb:
> Du hast wohl noch nicht in einer Kreisstadt mit etwa 25k Einwohner
> gelebt?

Doch, leider. Sogar noch etwas größer. Das Gastro Angebot besteht aus 
drei schlechten Pizzerien. Freizeit Angebot gleich Null. Arbeitgeber 
gibt's da auch keine.

Holzmindener schrieb:
> Da fährst du mit dem Auto 5 Minuten, mit dem Fahrrad 15 Minuten zur
> Arbeit und dabei an den gleichen Supermärkten vorbei wie du in einer
> Großstadt hast. Rewe, Kaufland, Lidl, Aldi, Netto, alle da.

Das hat man in der Großstadt genau so, und nicht nur Supermärkte, 
sondern auch interessante kleine Läden. z.B. ein Laden nur für Papier, 
spezialisierte Buchhändler, ein Laden nur für historische Rennräder, 
einer für antike Puppen, und vieles mehr. Da macht ein 
Schaufensterbummel deutlich mehr Spaß als bei Lidl und Netto.

Holzmindener schrieb:
> aber in den Großstädten nicht gemerkt, dass die deutschen Kollegen das
> "Kulturangebot" wirklich genutzt hätten, sondern die meisten waren
> beschäftigt freie Parkplätze und Kitaplätze zu finden.

Wer in der Großstadt Auto fährt ist aber bescheuert. Mit dem Rad kann 
man wenn man in München zentral wohnt alles in 15 Minuten erreichen. Wer 
natürlich in der Großstadt seiner Eigenbrödlerei huldigt hat was falsch 
verstanden. Die mangelnden Kitaplätze sind aber ein sehr deutsches 
Problem und kein prinzipielles Problem der Großstadt.

Holzmindener schrieb:
> Und wenn man nur 400 bis 600€ Warmmiete bezahlt, dann bleibt auch genug
> für viele Hobbys. Die Schichtarbeiter bei Symrise verdienen ja trotzdem
> 55k p.a. und Ingenieure bei Symrise und Stiebel Eltron 75k.

Was für teure Hobbies sind das, dass man dafür aufs Land zieht um Geld 
dafür zu sparen?

von ab gehts (Gast)


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Geh nach Nürnberg.
Hauptvorteil sind die geringeren Kosten.

München ist eine tolle Stadt mit großem Jobangebot. Die 
Bevölkerungsdichte und die Preise dort sind aber inzwischen einfach zu 
hoch.

Zur Stadt-vs-Land-Diskussion:
Das hängt davon ab, was du willst. Tendenziell sind Städte für Leute U30 
besser geeignet. Man findet schneller Anschluss und die Partnersuche ist 
auch leichter.

Ich selbst wohne inzwischen als Single in einer Kleinstadt. Als 
Zugezogener hast du hier echt verloren. Mit 25+ gibts hier gefühlt keine 
Singles mehr, jeder hat sein soziales Umfeld seit Kindertagen und ist 
entsprechend verschlossen. Überlege derzeit, wieder in die Stadt zu 
ziehen.

Für Familien hingegen ist es wunderbar hier.

von Supermarkt (Gast)


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Genauso ist es. Je kleiner die Ortschaft umso besser für Familien und 
umgekehrt. Vereine bieten allerdings auch Chancen für Singles Anschluss 
zu finden gerade auf dem Land. Man muss da nur aktiv mitmachen wollen. 
Unverbindlich Unterhaltung zu konsumieren auch mit dem anderen 
Geschlecht ist in der Stadt viel einfacher.

von Dieter (Gast)


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Supermarkt schrieb:
> Unterhaltung zu konsumieren auch mit dem anderen Geschlecht ist in der
> Stadt viel einfacher.

Daher weht der Wind, weil die jungen Frauen vorwiegend in die Stadt 
ziehen, um aus der hoeheren Angebotsdichte sich einen Mann an Land zu 
ziehen. War das erfolgreich, geht es wieder raus aus der Stadt, um die 
Beute den Konkurrentinnen dauerhaft zu entziehen.
Englisch tut Wahrheit kund: Husband, der ans Haus gebundene. ;)

von Genau (Gast)


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Hier in Nürnberg wird man setzen sich immer die TDI vor einen beim 
Fahren - die heizen an einem vorbei und setzen sich vor dich. Ich habe 
mich daher entschlossen die Umluft einzuschalten um nicht vergast zu 
werden. Muss man halt zum Ausgleich kurz das Fenster runter lassen wenn 
kein TDI vor einem ist.

von Holzmindener (Gast)


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Genau schrieb:
> Hier in Nürnberg

Und du denkst dass es in München weniger Diesel und weniger Stau gibt? 
In Holzminden gibt es jedenfalls keinen Stau.

Programmierer schrieb:
> Was für teure Hobbies sind das, dass man dafür aufs Land zieht um Geld
> dafür zu sparen?

Es ist einfach mehr Geld da. Ob es nun für Hobby oder was auch immer 
ausgegeben wird. Tendenziell kostet aber vieles in Großstädten mehr, 
nicht nur Miete und Parkplätze, sondern auch Restaurants, der 
Bootsliegeplatz. Paintball, Escape Room uswusf gibt es natürlich auch in 
Kreisstädten bereits. Solche Wanderwege und Fallschirmsport hat eine 
Großstadt gewöhnlich nicht. Du kannst aber auch wie ich Haus abbezahlt 
haben, Rudern, noch eine Ballsportart im Verein spielen und das viele 
übrige Geld investieren, um mit SPÄTESTENS 50 in Rente gehen zu können 
(ob man es dann macht, ist ein anderes Thema, aber die Unabhängigkeit zu 
haben ist sehr nice).

von Kunigunde Teigig (Gast)


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Dieter schrieb:
> Daher weht der Wind, weil die jungen Frauen vorwiegend in die Stadt
> ziehen, um aus der hoeheren Angebotsdichte sich einen Mann an Land zu
> ziehen. War das erfolgreich, geht es wieder raus aus der Stadt, um die
> Beute den Konkurrentinnen dauerhaft zu entziehen.

Kann man auch umgekehrt sehen ;-)
Nicht jeder Hirsch kann sich in leicht erhöhtem Alter noch eine junge 
Herde sichern.

von yuppi (Gast)


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Zocker_59 schrieb:
>> von Ex-Student (Gast)
>>
>> In München fahren immer noch die alten Kisten von Olympia 1972...
>
> Und ?

Achso, ich finde diese Information sehr interessant.

von Kunigunde Teigig (Gast)


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Wer noch in der aktiven Fickphase ist, besser in die Stadt. Wer arbeitet 
und Anhang zu versorgen hat raus aufs Land.

von Zocker_59 (Gast)


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> von yuppi (Gast)
> 24.07.2021 14:03

> Achso, ich finde diese Information sehr interessant.

Warum ?

von yuppi (Gast)


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Zocker_59 schrieb:
>> von Ex-Student (Gast)
>>
>> In München fahren immer noch die alten Kisten von Olympia 1972...
>
> Und ?

Achso, ich finde diese Information sehr interessant.

Zocker_59 schrieb:
>> von yuppi (Gast)
>> 24.07.2021 14:03
>
>> Achso, ich finde diese Information sehr interessant.
>
> Warum ?

Wer weiß, vielleicht werde ich von G. Jauche eingeladen, dann ist man 
froh, wenn man sowas weißt ;-)

von Zocker_59 (Gast)


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> von yuppi (Gast)
> 24.07.2021 14:38

Hast wohl einen Riss in der Schüssel !

Beitrag #6767771 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Zocker_59 (Gast)


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> von Holzmindener (Gast)
> 24.07.2021 12:19

> um mit SPÄTESTENS 50 in Rente gehen zu können

Ich wollte, und hätte es auch gekonnt, mit 40 in Rente gehen. Zu diesem 
Zeitpunkt hatte ich bereits genug verdient, um das Ganze zu realisieren.

Aber es kam anders. Die Raffgier hatte mich gepackt, konnte nicht mehr 
aufhören Geld zu scheffeln und bin gegangen bis zum letzten Tag.

Jetzt bin ich seit ein paar Jahren in Rente und habe Zeit für die 
Familie und die Jagd.

Ab und zu mache ich dann noch was, aber nur wenn ich will, nicht weil 
ich muß.

von Reinhard S. (rezz)


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Zocker_59 schrieb:
>> von Reinhard S. (rezz)
>> 23.07.2021 20:57
>
> Was habt ihr für Probleme mit Bahnhöfen und Busverbindungen ?

Das sollte eine übertriebene Replik auf den TO sein. Weil wen 
interessiert großartig der Hauptbahnhof der Stadt, wo das Stellenangebot 
ist?

> Als Ingenieur sollte man sich Gedanken darüber machen ob man einen
> Parkplatz für den Porsche, den 7er BMW oder den Benz S-Klasse bekommt.
>
> Wenn nicht hat man was falsch gemacht im Leben !

Naja, man ist halt Ingenieur geworden....

von Zocker_59 (Gast)


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> von Reinhard S. (rezz)
> 24.07.2021 20:08

> Weil wen interessiert großartig der Hauptbahnhof der Stadt, wo das
> Stellenangebot ist?

Es gibt viele die als Ingenieur über den Subunternehmer des 
Unterlieferanten bei der Zockerbude mit dem Lasso eingefangen wurden und 
ein Dasein kurz vor dem Existenz-Minimum fristen.

Das Forum hier ist voll von Figuren welche den Euro fünfmal herumdrehen 
bevor sie ihn schweren Herzens ausgeben.

Schau dich doch mal im Forum um, haufenweise Leute die finanziell auf 
dem letzten Loch pfeifen und praktisch zu jedem Monatsende den 
Offenbarungseid  ablegen können.

> Naja, man ist halt Ingenieur geworden....

Das wird nicht jeder !

Aber jeder hat es selber in der Hand was draus zu machen.

von Reinhard S. (rezz)


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Zocker_59 schrieb:
> Schau dich doch mal im Forum um, haufenweise Leute die finanziell auf
> dem letzten Loch pfeifen und praktisch zu jedem Monatsende den
> Offenbarungseid  ablegen können.

Ja, Ingenieure halt.

>> Naja, man ist halt Ingenieur geworden....
>
> Das wird nicht jeder !

Gott sei dank. Sonst hätten wir noch mehr so Gesindel hier im Forum.

> Aber jeder hat es selber in der Hand was draus zu machen.

Ne, als Ing hat mans einfach nur verkackt. Brauch sich auch die Familie 
nicht mehr drum kümmern. Manche müssen einfach zurückgelassen werden.

:D

: Bearbeitet durch User
von Eigenheim auf Pump in der Pampa (Gast)


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ab gehts schrieb:
> Ich selbst wohne inzwischen als Single in einer Kleinstadt. Als
> Zugezogener hast du hier echt verloren. Mit 25+ gibts hier gefühlt keine
> Singles mehr, jeder hat sein soziales Umfeld seit Kindertagen und ist
> entsprechend verschlossen. Überlege derzeit, wieder in die Stadt zu
> ziehen.

Ja, das ist ein wichtiger Punkt. In so einem Kaff steht und fällt alles 
mit deiner Beziehung. Wenn die mal in die Brüche geht, stehst du ganz 
alleine da. Du kannst auch nicht mal eben in die nächste Großstadt was 
trinken fahren, da du ja immer Autofahren musst. Deshalb würde ich erst 
aufs Land ziehen, wenn die Kinder vor der Tür stehen und man halbwegs 
Planungssicherheit hat.

von Senf D. (senfdazugeber)


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Eigenheim auf Pump in der Pampa schrieb:
> Du kannst auch nicht mal eben in die nächste Großstadt was trinken
> fahren, da du ja immer Autofahren musst.

Man kann auch ohne Alkohol Spaß haben, oder man nimmt ein Taxi (ja, das 
gibt es auch in einer Kleinstadt).

> Deshalb würde ich erst aufs
> Land ziehen, wenn die Kinder vor der Tür stehen und man halbwegs
> Planungssicherheit hat.

Unsinn. Auch ohne Kind und Kegel lebt es sich auf dem Land sehr viel 
angenehmer als in einer Großstadt. Ich mag die Natur und habe auch gerne 
mal meine Ruhe. Soziale Kontakte funktionieren sogar besser als in der 
anonymen Stadt, wo gefühlt jeder nur für sich lebt.

von Zocker_59 (Gast)


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> von Senf D. (senfdazugeber)
> 25.07.2021 11:23

> > Eigenheim auf Pump in der Pampa schrieb:
> > Deshalb würde ich erst aufs
> > Land ziehen, wenn die Kinder vor der Tür stehen und man halbwegs
> > Planungssicherheit hat.

> Unsinn.

Sehe ich auch so.

Hier wird überproportional viel Unsinn gepostet. Unglaublich was da für 
ein weltfremder Mist zum besten gegeben wird.

von Reinhard S. (rezz)


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Zocker_59 schrieb:
> Hier wird überproportional viel Unsinn gepostet. Unglaublich was da für
> ein weltfremder Mist zum besten gegeben wird.

Ja, jeder hat die Weisheit für sich gepachtet, ist der einzige 
High-Performer, rettet immer wieder die Firma und die Welt und kein 
anderer kann je Recht haben, gell?

von Eigenheim auf Pump in der Pampa (Gast)


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Senf D. schrieb:
> Unsinn. Auch ohne Kind und Kegel lebt es sich auf dem Land sehr viel
> angenehmer als in einer Großstadt.

Du wohnst doch selbst in der Nähe von Nürnberg. Ich habe wirklich von 
Dörfern oder Käffern kleiner 10k Einwohner geredet. Willst du da jedes 
Wochenende 100€ für ein Taxi ausgeben?

von Senf D. (senfdazugeber)


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Eigenheim auf Pump in der Pampa schrieb:
> Ich habe wirklich von Dörfern oder Käffern kleiner 10k Einwohner
> geredet. Willst du da jedes Wochenende 100€ für ein Taxi ausgeben?

Nein, ich würde lieber vor Ort feiern. Dazu brauche ich allerdings 
keinen Nachtclub in der Stadt (der aber wegen einer Corona-Pandemie 
sowieso geschlossen hat).

von MaWin (Gast)


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Eigenheim auf Pump in der Pampa schrieb:
> In so einem Kaff steht und fällt alles mit deiner Beziehung. Wenn die
> mal in die Brüche geht, stehst du ganz alleine da.

Wozu gibt es die Nachbarin.

> Du kannst auch nicht
> mal eben in die nächste Großstadt was trinken fahren, da du ja immer
> Autofahren musst.

Du gehst einfach rüber zum Nachbarn, der Grill ost auch schon an.

> Deshalb würde ich erst aufs Land ziehen, wenn die
> Kinder vor der Tür stehen und man halbwegs Planungssicherheit hat.

Na, immerhin. Hält uns die Betrunkenen Aufreisser vom Leib.

Aber der Trend geht klar auf's Land, nicht erst seit Corona-Cocooning.

https://www.google.com/amp/s/www.rnd.de/wirtschaft/stadtflucht-wieso-die-corona-pandemie-uns-aufs-land-treibt-I264DC3Y7ZHUVMQ5F7Q6CO4M3Y.html%3foutputType=amp

Der Hype dass angeblich viele Leute in Ballungsräume wollen, war 
gelogen, von Invesentbankern die viel zu viel für Immobilien ausgegeben 
haben in die Welt gesetzt. Die einzigen die es in Ballungsräume zieht, 
sind Flüchtlinge, also Leute die sich sowieso kein Haus und keinen 
Kredit leisten können und auf Bus und Fahrrad angewiesen sind.

von Ultimate Qwertz (Gast)


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Zocker_59 schrieb:
> Ich wollte, und hätte es auch gekonnt, mit 40 in Rente gehen. Zu diesem
> Zeitpunkt hatte ich bereits genug verdient, um das Ganze zu realisieren.

Was hast du denn beruflich gemacht?

von Zocker_59 (Gast)


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> von Ultimate Qwertz (Gast)
> 25.07.2021 17:23

> Was hast du denn beruflich gemacht?

Weltweiten internationalen Anlagenbau. Und das 35 Jahre lang. War 
eigentlich Inbetriebnahme-Ingenieur, habe aber auch schlüsselfertige 
Anlagen betreut, also Bauleitung gemacht.

Vor 35 Jahren waren wir auf den Auslandsbaustellen in der Regel 
Lohnsteuerfrei,
was ordentlich was in die Kasse spülte, v0rallem bei 400 Std./Monat.

Hinzu kamen noch die Schmiergelder als Bauleiter, oft mehr als das 
Gehalt.

von Programmierer (Gast)


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MaWin schrieb:
> Die einzigen die es in Ballungsräume zieht, sind Flüchtlinge, also Leute
> die sich sowieso kein Haus und keinen Kredit leisten können und auf Bus
> und Fahrrad angewiesen sind.

Spannend wie du so genau weißt was die Leute wollen. Wenn das so wäre, 
wären die Ballungsräume wohl kaum so teuer und eben auch dicht 
bevölkert, gerade eben auch München. Und dann wären die vielen 
hochkarätigen Läden auch nicht dort zu finden.

Und: Das wird viele deutsche jetzt überraschen, aber viele, die kein 
Autos haben, haben nicht deswegen keins weil sie sich das nicht leisten 
können, sondern weil sie es nicht wollen. So langsam kommt es bei den 
Leuten an dass (teure) Autos zu besitzen nicht das höchste Ziel ist, 
allein schon weil Auto fahren hauptsächlich aus Stau und Parkplatzsuche 
besteht. Und ohne Auto lebt es sich in der Großstadt ganz wunderbar. Mit 
dem Rad kommt man blitzschnell durch alle verwinkelten Gassen, am Stau 
vorbei und man kann es direkt am Zielort abstellen.

Diese Freiheit, innerhalb von Minuten und für einen minimalen Preis fast 
jedes erdenkliche Gastronomie-, Freizeit-, Sport-, Shopping-Angebot zu 
erreichen ist großartig.

von Ultimate Qwertz (Gast)


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Zocker_59 schrieb:
>> von Ultimate Qwertz (Gast)
>> 25.07.2021 17:23
>
>> Was hast du denn beruflich gemacht?
>
> Weltweiten internationalen Anlagenbau. Und das 35 Jahre lang. War
> eigentlich Inbetriebnahme-Ingenieur, habe aber auch schlüsselfertige
> Anlagen betreut, also Bauleitung gemacht.
> Vor 35 Jahren waren wir auf den Auslandsbaustellen in der Regel
> Lohnsteuerfrei,
> was ordentlich was in die Kasse spülte, v0rallem bei 400 Std./Monat.
> Hinzu kamen noch die Schmiergelder als Bauleiter, oft mehr als das
> Gehalt.

Wahnsinn. Ich hätte auch Interesse an so einem Job. Wie sieht das denn 
heute aus? Ist es immer noch lukrativ oder sind die goldenen Jahre 
vorbei?

von MaWin (Gast)


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Programmierer schrieb:
> Das wird viele deutsche jetzt überraschen, aber viele, die kein Autos
> haben, haben nicht deswegen keins weil sie sich das nicht leisten
> können, sondern weil sie es nicht wollen. So langsam kommt es bei den
> Leuten an dass (teure) Autos zu besitzen nicht das höchste Ziel ist

So so, das teure Auto könnte man sich leisten, will aber nicht.
Na dann ist das Geld doch zu knapp und in Wirklichkeit hast du nur Angst 
vor den Kosten, Reparatur und Parken. alles Selbstbetrug.

Der normale Amerikaner lacht sich tot und fragt sich, welches Auto von 
den dreien vor dem Haus er heute nimmt.

Denn richtig, teuer muss ein Auto nicht sein, ob Dacia oder Bentley, sie 
bestehen letztlich alle aus denselben Teilen, 4 Reifen,  4  Felgen, 
Achsen Federn und Stoßdämpfern, Bremsen und ABS Sensoren,  Karosse und 
Kotflügel, Türen und Fenster, selbst Knöpfe und Pedale, Schalthebel und 
Sitze gibt es üblicherweise gleich viele, nur in der Form unterscheiden 
sie sich (ok,  ein 8 Zylinder hat mehr Zylinder, Ventile, Zündkerzen als 
ein 4er, ein Allradler mehr Antriebsteile).

Fahrrad,  klar, wenn das Wetter schön ist, in der Freizeit. Aber doch 
nicht in Kälte, Hitze oder Regen, nicht in die Arbeit und zum Einkaufen, 
nicht in Urlaub oder zum in-die-Oper-fahren, also nicht für 99% der 
Fahrten.

von Weich W. (hand_werker)


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MaWin schrieb:
> So so, das teure Auto könnte man sich leisten, will aber nicht.
> Na dann ist das Geld doch zu knapp und in Wirklichkeit hast du nur Angst
> vor den Kosten, Reparatur und Parken. alles Selbstbetrug.

Ich habe auch kein Auto in München. Das Geld gebe ich lieber für Reisen 
aus. Ü30 alleinerziehende Muttis mit deinem Audi beeindrucken kannst du 
später auch noch.

von Programmierer (Gast)


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MaWin schrieb:
> So so, das teure Auto könnte man sich leisten, will aber nicht.
> Na dann ist das Geld doch zu knapp und in Wirklichkeit hast du nur Angst
> vor den Kosten, Reparatur und Parken. alles Selbstbetrug.

Quatsch. Ich könnte mir drei Autos leisten, aber wozu? Völlige 
Verschwendung. Da kauf ich mir lieber ein Ultra-High-End-Fahrrad. Dann 
hab ich Carbon-Felgen und Titan-Rahmen - das hat dein oller BMW nicht!

MaWin schrieb:
> Der normale Amerikaner lacht sich tot und fragt sich, welches Auto von
> den dreien vor dem Haus er heute nimmt.

Der Amerikaner ist zu bemitleiden. Da möchte ich auf gar keinen Fall 
wohnen. In der amerikanischen Suburbia MUSS man nämlich überall mit dem 
Auto hinfahren, selbst Kurzstrecken <1km, weil es oft nicht mal Fußwege 
gibt. Und wenn man sowieso ins Auto steigt, will man auch alles auf 
einmal erledigen. Dementsprechend gibt es dort nur riesige Läden wie 
Wallmart mit noch größeren Parkplätzen davor. Kleine, vielfältige, 
einzigartige Läden oder nette Eckkneipen wie z.B. in der Münchner 
Innenstadt, oder überhaupt Innenstädte mit Aufenthaltsqualität? 
Fehlanzeige. Nur riesige Asphalt-Flächen, Highways und Millionen 
identische Einfamilienhäuser. Das ist auch für Familien eine 
Katastrophe, denn die Kinder sind dort effektiv zuhause eingesperrt, was 
zu sozialer Isolation und Spaltung der Gesellschaft führt. Da kriegen 
mich keine zehn Teslas hin. Denn eine ganz wesentliche Erkenntnis ist: 
Geschäfte und Gastronomie welche nicht auf der Größenordnung eines 
Walmart agieren, funktionieren nur wenn es eine gewisse 
Bevölkerungsdichte gibt, damit genug Kunden in der Nähe sind. Und auf 
dem Dorf und in Suburbs mit Einfamilienhäusern gibt es diese nicht.

Hier ein sehr spannender und sehenswerter Kanal, welcher das ausführlich 
betrachtet:

https://youtube.com/c/NotJustBikes
Eine Auswahl der besten Videos:

https://youtu.be/bnKIVX968PQ
https://youtu.be/uxykI30fS54
https://youtu.be/7IsMeKl-Sv0
https://youtu.be/ORzNZUeUHAM
https://youtu.be/Uhx-26GfCBU
https://youtu.be/CTV-wwszGw8


Weil er dieser nordamerikanische suburbane Hölle entfliehen wollte, ist 
er in die Niederlande gezogen. Ohne Auto. Deutschland ist zum Glück weit 
entfernt vom nordamerikanischen Suburbia, aber diese viel beschworene 
Stadtflucht und das gepriesene "mein Haus, mein Auto, mein Pool" geht in 
diese Richtung. Eine bedenkliche Entwicklung.

Mehr interessante Kanäle dazu:

https://youtube.com/channel/UC33WWpCRHft51iEV2hVcRzQ
https://youtube.com/c/TheLifeSizedCity
https://youtube.com/c/StrongtownsOrg

MaWin schrieb:
> Fahrrad,  klar, wenn das Wetter schön ist, in der Freizeit. Aber doch
> nicht in Kälte, Hitze oder Regen, nicht in die Arbeit und zum Einkaufen,
> nicht in Urlaub oder zum in-die-Oper-fahren, also nicht für 99% der
> Fahrten.

Quatsch, mit der richtigen Kleidung alles kein Problem. Die Oper ist bei 
mir zwar in Fuß-Reichweite, aber selbst wenn nicht, warum nicht mit dem 
Fahrrad? Selbst wenn ich wollende Röcke tragen würde, auf einem 
Hollandrad ist selbst das kein Problem. Und Radreisen sind eine 
fantastische Möglichkeit das Land kennen zu lernen. Ballermann ist nicht 
die einzige denkbare Destination. Und Züge gibt's natürlich auch noch.

von Realist (Gast)


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Ultimate Qwertz schrieb:
> Wahnsinn. Ich hätte auch Interesse an so einem Job. Wie sieht das denn
> heute aus? Ist es immer noch lukrativ oder sind die goldenen Jahre
> vorbei?

 Die Ingenieure die bei uns nach mir nach Fernost kamen, haben z.B. 
keine 6500€ netto mehr gehabt, sondern lokale Verträge bekommen. Die 
Zeiten sind also denke ich größtenteils vorbei. Es gibt noch Ausnahmen, 
wo es noch ziemlich gut ist, aber überwiegend lohnt es sich nicht mehr, 
zumindest nicht nur des Geldes wegen. Wenn du aber wirklich Interesse an 
dem Land hast und dort sogar etwas mehr als in Deutschland verdienst, 
ist das wegen deutlich niedrigerer Lebenshaltungskosten schon ne nette 
Sache. Da kann man ständig auswärts Essen, sich jede Woche 3 Stunden 
massieren lassen und trotzdem 80% des Geldes in Aktien und Immobilien 
stecken.

Und das was der Troll hier immer von Schmiergeld schreibt, da muss man 
ganz vorsichtig sein, was man annimmt. Gefällt einem seine Nase nicht, 
ist er schneller weg als er denkt. Total unnötig und dumm, sich 
schmieren zu lassen, denn es gibt ja auch ohne mehr als genug Geld.

von Zocker_59 (Gast)


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> von Ultimate Qwertz (Gast)
> 25.07.2021 17:41

> Wahnsinn.

Gell, da fliegt dir das Blech weg.

> Ich hätte auch Interesse an so einem Job.

Kann ich mir vorstellen. Wenn du eine abgeschlossene 
Universitätsausbildung, am besten noch Diplom, hast und mehrere 
Fremdsprachen sprichst, das Grundpaket ist Deutsch, Englisch und 
Französisch, in Wort und Schrift, kannst du dich ja Bewerben.

> Wie sieht das denn heute aus?

Bescheiden. Wirst in fast keinem Land mehr Lohnsteuerfrei, der 
Globalisierung und den Smart-Phone sei Dank. Auf Anhieb fällt mir da nur 
Saudi-Arabien ein,
dort bist du Lohnsteuerfrei, weil die keine Steuern kennen.

> Ist es immer noch lukrativ oder sind die goldenen Jahre vorbei?

Den richtigen Reibach machst du nicht mehr, aber es ist immer noch recht 
ordentlich. Wenn du 25.000,- € im Monat anziehst werden die eben voll 
versteuert.

von Ich schon wieder (Gast)


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Zocker_59 schrieb:
> Auf Anhieb fällt mir da nur
> Saudi-Arabien ein,
> dort bist du Lohnsteuerfrei, weil die keine Steuern kennen.

Möchtest du da länger (Jahre) arbeiten?
Oder befristete Projekte über 6 Monate+?

Weich W. schrieb:
> Ich habe auch kein Auto in München.

In Großstädten wie München, Berlin oder Hamburg sicher kein Problem.

von Zocker_59 (Gast)


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> von Ich schon wieder (Gast)
> 26.07.2021 07:58

> Möchtest du da länger (Jahre) arbeiten?

Hab ich hinter mir.

> Oder befristete Projekte über 6 Monate+?

Hab ich auch hinter mir.

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