Forum: Haus & Smart Home Geräte reparieren


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von Thorsten O. (Firma: mechapro GmbH) (ostermann) Benutzerseite


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Ich bin gestern durch Zufall an einem Beitrag im WDR hängen geblieben, 
in dem es um die Reparatur von Elektrogeräten und die Energiebilanz 
(Einsparung durch längeren Betrieb vs. höherer Verbrauch von Altgeräten) 
ging. Meiner Meinung nach ein sehr sehenswerter Beitrag.

WDR Mediathek - Reparieren statt wegwerfen:
https://www.ardmediathek.de/video/reparieren-statt-wegwerfen/wdr-fernsehen/Y3JpZDovL3dkci5kZS9CZWl0cmFnLWQzZDBhODI0LWI3MTAtNDc2Ni04ZWJlLWE4MjI2NjhkYmQzNg/

Der "Hauptdarsteller" im Beitrag ist Herr Jung von "Blitzblume 
Ingelsheim", der seit Jahrzehnten Elektrogeräte repariert und dabei 
interessante Statistiken zusammengestellt hat:
http://www.blitzblume-ingelheim.de/

Mit freundlichen Grüßen
Thorsten Ostermann

von Michael M. (Firma: Autotronic) (michael_metzer)


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Gut 👍

von Johannes S. (jojos)


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gut ist da auch der neue Reparaturbonus, aber leider nur in Thüringen. 
Sowas sollte es Bundesweit geben.
https://www.reparaturbonus-thueringen.de/

von Helge (Gast)


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Leider ist Unsatz und nicht Wohlstand das wichtigste Maß der jeweiligen 
Regierungen. Dazu komen die Effekte der Globalisierung. Aus der halben 
Sache von Brüssel (CO2-Handel für manche) wird in den Mtgliedsländern 
nur das allermindeste umgesetzt. Der sinnvolle weg wäre die Bepreisung 
aller Stoffe, incl. Herstellung und Transport. Zum Beispiel 300€ je 
Tonne verbrauchtem bzw. enthaltenem Kohlenstoff. Erst dann wird der 
Fußabdruck der Waschmaschine oder des Telefons am Preisschild sichtbar. 
Solange "die Wirtschaft" das erfolgreich weglobbyiert, verlieren wir 
alle.

von Maik .. (basteling)


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Der Bericht war wirklich sehenswert.

Da kommt mir wieder ein seit langem vorhandener Wunsch auf:

Grundsätzlich wäre ich ja für eine Zwangszugänglichmachung von 
Schaltungsunterlagen nach z.B. 10 Jahren. Für alles - vom Fön bis zum 
Industrie - Frequenzumrichter. z.B. über eine Art zentrale 
Hinterlegungsstelle.
Geschäftsgeheimnis lasse ich diesbezüglich nicht gelten. Der 
kopierwillige Konkurrent nimmt die Schaltpläne halt selbst auf,
durch Nichtveröffenlichung werden vor allem die Käufer und 
Gelegenheitsreparierer und die Ressourcen geschädigt.

von Ralf X. (ralf0815)


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Thorsten O. schrieb:
> Der "Hauptdarsteller" im Beitrag ist Herr Jung von "Blitzblume
> Ingelsheim", der seit Jahrzehnten Elektrogeräte repariert und dabei
> interessante Statistiken zusammengestellt hat:
> http://www.blitzblume-ingelheim.de/

Ich habe diverse Medienbeiträge von und über "Blitzblume-Ingelheim, 
Heinrich Jung" gesehen.
Zumindest medial sehr gut, aber manches glänzt etwas weniger, wenn man 
versucht, genaueres zu erfahren.
Da er sich alle naslang öffentlich darstellt, stellt sich mir die Frage, 
warum er seine Statistik ausschliesslich für den Zeitraum zwischen 1991 
und 1994 darstellt.
Geräte sind prinzipiell billiger geworden, Arbeitszeit und Ersatzteile 
oft  teurer, MwSt höher..
Und Reparaturen auch immer schwieriger bis unmöglich.
Irgendwelche Statistiken, wieviele Prozente vor rund drei Jahrzehnten 
noch rentabel durch sein Unternehmen instandgesetzt werden konnten, 
spielen heute nicht mehr die geringste Rolle.
Ebensowenig, wieviele Geräte mit erster Anfahrt vor Ort repariert werden 
konnten.

Er berechnet Anfahrtspauschalen zwischen 30,- und 75,-€ (letzteres bei 
rund/gut 25km Entfernung) und 64,-€/h zzgl. ET.
Absolut fair, aber auch halbwegs normal für Haushaltsgeräte, wenn man 
sich keinen Kundendienst von Miele & Co oder den "Notdienst" aus den 
gelben Seiten oder Google bestellt.

Aber mal ehrlich:
Es gibt jede Menge Verbraucher, die der Meinung sind, dass der Monteur 
für umme anreisen und erst einmal einen ebenfalls kostenlosen 
Kostenvoranschlag erstellen soll, bevor man sich entscheidet, ne neue 
WaMa für 199,-€ online zu ordern, ggf. über Saturn mit Entsorgung der 
alten und für 9,99€ Anschluss der neuen...
2 Jahre Garantie und noch nen Zehner obendrauf, ach noch 
Garantieverlängerung.

Nichts gegen den mediengeilen "Heinrich Jung", aber es gibt abertausende 
Betriebe in DE, die ihre Kunden genauso gut und fair bedienen.
Und das auch ohne dreizig Jahre alten Werbe-Statistiken, die heute 
keinen Wert haben.
Ausser dem medialen..

von Roland (Gast)


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Mit etwas Fachwissen, Geschick und Kreativität lässt sich grundsätzlich 
fast alles reparieren, nicht nur Elektrogeräte.
Ich mache es nicht wegen Umweltschutz, sondern weil es mir zu schade ist 
etwas gutes wegzuwerfen wenn man es reparieren und weiter benutzen kann.

von Nautilus (Gast)


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Johannes S. schrieb:
> gut ist da auch der neue Reparaturbonus, aber leider nur in Thüringen.

Aber nur wenn eine Firma das repariert. Wenn ich selber Hand anlege 
bekomme ich nichts.
Wenn ich eine Firma beauftrage fallen erst einmal Kosten an (Anfahrt, 
Kostenvoranschlag). Dann muss ich entscheiden, ob die Reparatur auch von 
den Kosten rentabel ist.
Leider sind die Herstellungstechnologien und Reparaturtechnologien mit 
der technischen Entwicklung immer unterschiedlicher geworden. Kleben ist 
eben billiger als Schrauben.
Die Nebenkosten einer Firma sind ein weiterer Grund für hohe 
Reparaturkosten, die berechnet werden.

von Uli R. (Gast)


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Nautilus schrieb:
> Dann muss ich entscheiden, ob die Reparatur auch von den Kosten
> rentabel ist.

Genau DAS ist der zentrale Denkfehler. Denn es ist IMMER billiger, die 
Welt zu zerstören, als die Welt zu erhalten. Und genau deswegen werden 
wir weiter unseren Lebensraum und die Zukunft unserer Kinder zerstören.

von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Uli R. schrieb:
> Nautilus schrieb:
>> Dann muss ich entscheiden, ob die Reparatur auch von den Kosten
>> rentabel ist.
> Genau DAS ist der zentrale Denkfehler.

Die Mehrzahl der Leute muss mit dem Einkommen auskommen und ob das von 
den Kosten rentiert, ist zentrale Notwendigkeit so zu denken.

von Tobias C. (tobias_claren)


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Bei "Statistiken" hatte Ich eher eine Datenbank der Fehlerursachen 
erwartet.
So etwas sollte per Gesetz verpflichtend werden.
Dass dort im Detail zu sehen ist welche Bauteile bei welchen Geräten der 
Grund war. Die Service-Center sollten das in eine zentrale Datenbank 
eintragen müssen.
Evtl. mit einer Abfrage der Fehler und dann dem Ursachen nach 
Wahrscheinlichkeit.
Es gibt eine medizinische Selbstdiagnose-App, die macht genau das.
Ist glaube ich sogar offiziell vom Dt. Staat.


Was die Reparatur angeht, ist die Frage ob es sich lohnt.
Wenn Ich die Informationen zu der Ursache bekäme, mache Ich es lieber 
selbst.
Der Monitor auf dem ich das schriebe hatte auch bei Kauf einen defekte 
Spule der Hintergrundbeleuchtung, hat ein paar Euro gekostet.
Was hätte der Profi dafür genommen?
Wenn man  überhaupt einen findet...
Diese Aktion, auch auf Dauer und Bundesweit rettet bestimmt nicht die 
Radio/TV-Techniker.
Und dann ist bei Fernsehern die Frage, ist die Reparatur des internen 
Netzteil teurer als Ersatz auf Ebay...

Ich habe gestern mit einem Gefrierbeuten mit 70° heißen Wasser und einer 
angeschliffenen alten Kreditkarte die Rückseite eines Samsung Note 9 
entfernt.
Dann den USB gewechselt, den alten Kleber runter gepiddelt, und mit 
T-7000 wieder verklebt.
Kam mir vertrauenswürdiger vor als diese doppelseitigen Klebeeinlagen.
Soll ja wieder wasserdicht sein.

Man sollte auch gesetzlich etwas gegen Serienmangel machen.
Es sollte nicht der Hersteller entscheiden was einer ist.
Die Teile sind Wasserdicht und haben einen Feuchtigkeitssensor.
Ausgerechnet der schaltet nach Feuchte gerne mal auf Dauer-Feucht.
Auch wenn es trocken ist. Laden ist dann nur noch kabellos möglich...
Wenn Ich die Arbeit für jemand ausführen sollte, keine Ahunng was man 
nimmt.
Evtl. 35-45 Euro (plus Anfahrt und USB-Port). Lange dauert es nicht.
Mal abgesehen von den evtl. 15min warten bis es warm ist.

Und anderes Thema, ein Gesetz wie in Dubai, dass nur noch Lampen mit 
hohem Wirkungsgrad verkauft werden dürfen. Z.B. ab 200 Lumen. Ist ja 
technisch möglich. Auch mit den gleichen LEDs, schwächer betrieben und 
ein paar mehr pro Leuchte/Birne.

Schlecht ist allerdings, wenn seit April oder März wirklich nur noch TV 
mit einem bestimmten Stromverbrauch verkauft werden dürfen.
Denn das las sich so, als wäre das eine feste Grenze pro Diagonale ohne 
zu bedenken dass die bis zu 20.000 Lumen die HDR bzw. Dolby Vision für 
die Zukunft des Kino UND TV zuhause wohl nicht mit der Grenze möglich 
sind.

: Bearbeitet durch User
von Karl B. (gustav)


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Hi,
habe die Sendung auch gesehen.
Und dass er sich neben den Container stellt und Sachen abfischt, ist 
hier beim Bauhof verboten. So jemand bekommt Hausverbot.
Der Grund: Die Leute haben sich vormals wie die hungrigen Wölfe über die 
Recycling-Container hergemacht und sich gegenseitig um die best 
erhaltenen Sachen gekloppt. Dem musste die Verwaltung einen Riegel 
vorschieben.
Aber er nimmt ja selber auch Geld für Reparatur. Für lau ist bei ihm 
auch nichts.
Die Aussage ist aber klar rübergekommen: für 10% Defekt muss ich 100% 
neu kaufen. Und das in immer kürzeren Produktzyklen.
Und eine persönliche Beziehung zu meiner Waschmaschine als Quasi- 
Familiemnitglied kann ich schon garnicht mehr aufbauen, wenn sie nach 
einem Jahr schon kaputt ist.

ciao
gustav

von Johannes S. (jojos)


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Karl B. schrieb:
> Der Grund: Die Leute haben sich vormals wie die hungrigen Wölfe über die
> Recycling-Container hergemacht

Die Bilder habe ich auch noch vor Augen, wo man schon an der Zufahrt zum 
Container von den den Jungs mit Mofa mit Anhänger abgefangen wurde. 
Danach wurde das Gelände eingezäunt und überwacht.

Das Reparieren sollte steuerfrei werden damit es sich auch lohnt.

von Patrick L. (Firma: S-C-I DATA GbR) (pali64)


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Johannes S. schrieb:
> Das Reparieren sollte steuerfrei werden damit es sich auch lohnt.

Tja das wäre mal eine Gute Idee!
Nur schade das kein Politiker hier mit liest :-(

von Michael M. (Firma: Autotronic) (michael_metzer)


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Maik .. schrieb:
> Grundsätzlich wäre ich ja für eine Zwangszugänglichmachung von
> Schaltungsunterlagen nach z.B. 10 Jahren.

Das wäre zwar schön für die Umwelt, aber schlecht für die Firma. 
Nachbauer könnten dann das Gerät anhand der Schaltpläne nachbauen und 
versuchen günstiger zu verkaufen.

von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Michael M. schrieb:
> Das wäre zwar schön für die Umwelt, aber schlecht für die Firma.

Die Schaltungsunterlagen abzugeben, wäre dann Pflicht bei der 
Genehmigung der Artikel zum Verkauf. Das wäre weniger Aufwand, als die 
Nachweise, ob nicht Kinderarbeit in dem Produkt steckt. Nach zehn Jahren 
oder gekoppelt an die Frist, wie lange der Hersteller das Produkt noch 
repariert, würde ich das koppeln.

von Michael M. (Firma: Autotronic) (michael_metzer)


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Maik .. schrieb:
> Der Bericht war wirklich sehenswert.

Den Bericht möchte ich auch gerne mal sehen. Der Link funktioniert aber 
nicht mehr und auf meinem Smart TV kann ich den Beitrag in der 
WDR-Mediathek leider auch nicht mehr öffnen.

von Rainer Z. (netzbeschmutzer)


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Michael M. schrieb:
> Nachbauer könnten dann das Gerät anhand der Schaltpläne nachbauen und
> versuchen günstiger zu verkaufen.

Aber nicht mehr nach 10 Jahren! In dieser unserer kurzlebigen Zeit.

Dessen ungeachtet befürworte ich eine Schaltplanpflicht per sofort.

von H. H. (hhinz)


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Michael M. schrieb:
> Maik .. schrieb:
>> Der Bericht war wirklich sehenswert.
>
> Den Bericht möchte ich auch gerne mal sehen. Der Link funktioniert aber
> nicht mehr und auf meinem Smart TV kann ich den Beitrag in der
> WDR-Mediathek leider auch nicht mehr öffnen.

https://www.youtube.com/watch?v=ndBdXBs2vIU

von MaWin (Gast)


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Roland schrieb:
> Mit etwas Fachwissen, Geschick und Kreativität lässt sich grundsätzlich
> fast alles reparieren, nicht nur Elektrogeräte

Na ja  grobmotorisches, es wurde schliesslich auch mal hergestellt.

Aber einen defekten Chip mal eben reparieren, ein gebrochenes LCD 
reparieren, eine aufgesetzte Festplatte mal eben reparieren, solche 
Produkte sind nicht ohne Grund high tech, es erfordert know how, 
Maschinen, und Investitionen um das zu können.

von Michael M. (Firma: Autotronic) (michael_metzer)


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@ Herr Hinz: Super, Danke. 👍

von level0 (Gast)


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Dieter D. schrieb:

> Die Schaltungsunterlagen abzugeben, wäre dann Pflicht bei der
> Genehmigung der Artikel zum Verkauf.

Schon klar, das teutsche "Verkaufsgenehmigungsamt" muß dann für jedes 
einzelne Produkt eine Verkaufsgenehmigung zum verkauf in teutschen Läden 
erteilen. Mit Stempel und Unterschrift.

Wie viel soll denn diese Verkaufsgenehmigung denn kosten, wer soll 
zahlen, wie lange darf die Überprüfung der Genehmigungsunterlagen dauern 
und und wie viele neue Beamtenposten werden wohl in dieser Institution 
geschaffen?

Ich bewerbe mich hiermit jedenfalls schon mal auf einen Job als 
Bürovorsteher in diesem Verein.

von level0 (Gast)


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Roland schrieb:
> Mit etwas Fachwissen, Geschick und Kreativität lässt sich grundsätzlich
> fast alles reparieren, nicht nur Elektrogeräte.

Ich zum Beispiel habe mir erst gestern 5 neue LEDs ins AMOLED vom 
Telefon gelötet. Null Problemo.

Letzte Woche musste ich den Flash Chip in meiner 128Mb SD-Karte aus 1997 
erneuern. Da haben die bösartigen Hersteller doch inzwischen glatt die 
Produktion eingestellt. Sauerei! Aber nicht mit mir, zum Glück habe ich 
noch 10 000 Stück davon in meinem Mes... ämm Bastelkeller zu liegen.

von Rainer Z. (netzbeschmutzer)


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H. H. schrieb:
> https://www.youtube.com/watch?v=ndBdXBs2vIU

Danke Dir! Der Link von der ARD-Mediathek funktionierte auch bei mir 
nicht.

von level0 (Gast)


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Dieter D. schrieb:

> Die Schaltungsunterlagen abzugeben, wäre dann Pflicht bei der
> Genehmigung der Artikel zum Verkauf.

Und zwar auch für 1000 0000 Artikel in den Onlineshops von Banggood, 
AliExpress u. Co.
Und wehe wenn nicht! Dann wird Dieter D. persönlich, den Chinesen mal 
ganz deutlich zeigen wo der Hämmer hängt! :-))

von Thomas U. (charley10)


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... und wenn diese Unterlagen Bestandteil der CE-Unterlagen würden?

von Andreas B. (bitverdreher)


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Dieter D. schrieb:
> Uli R. schrieb:
>> Nautilus schrieb:
>>> Dann muss ich entscheiden, ob die Reparatur auch von den Kosten
>>> rentabel ist.
>> Genau DAS ist der zentrale Denkfehler.
>
> Die Mehrzahl der Leute muss mit dem Einkommen auskommen und ob das von
> den Kosten rentiert, ist zentrale Notwendigkeit so zu denken.
Die nächste Generation soll das dann eben zahlen, oder wie? An diesem 
ganzen System ist doch was faul.
Davon abgesehen kauft die Mehrzahl der Leute eben alle 2-3 Jahre ein 
neues Smartphone. So wenig Geld scheint da also doch nicht da zu sein.

Patrick L. schrieb:
> Johannes S. schrieb:
>> Das Reparieren sollte steuerfrei werden damit es sich auch lohnt.
>
> Tja das wäre mal eine Gute Idee!
> Nur schade das kein Politiker hier mit liest :-(
Das hatte Katrin Müller im Video bereits vorgeschlagen. Und ich glaube 
auch nicht, daß eine solche Forderung nicht schon in Berlin erhoben 
wurde.

level0 schrieb:
> Und zwar auch für 1000 0000 Artikel in den Onlineshops von Banggood,
> AliExpress u. Co.
Das wäre dann, wie üblich, der Job des Inverkehrbringers.

Thomas U. schrieb:
> ... und wenn diese Unterlagen Bestandteil der CE-Unterlagen würden?
Es würde ja schon reichen wenn die Unterlagen öffentlich zugänglich 
gemacht werden. Denken wir mal an die Papierberge. Und die 
Durchschnittsomi dürfte sich für die Schaltpläne wenig interessieren.

von Thomas U. (charley10)


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Andreas B. schrieb:
...
...
>
> level0 schrieb:
>> Und zwar auch für 1000 0000 Artikel in den Onlineshops von Banggood,
>> AliExpress u. Co.
> Das wäre dann, wie üblich, der Job des Inverkehrbringers.
>
> Thomas U. schrieb:
>> ... und wenn diese Unterlagen Bestandteil der CE-Unterlagen würden?
> Es würde ja schon reichen wenn die Unterlagen öffentlich zugänglich
> gemacht werden. Denken wir mal an die Papierberge. Und die
> Durchschnittsomi dürfte sich für die Schaltpläne wenig interessieren.

Stimmt! Der Schaltplan ist die eine Sache.
Ob Papier oder online ist dann der zweite Schritt - online ist natürlich 
vorteilhafter!
Manchmal genügt aber schon der Hinweis, wie ein Gerät zerstörfrei zu 
öffnen ist.
Und wie hier sehr oft zu lesen, ist meist die Stromversorgung die 
Ursache. Für etwas Kundige nicht DAS Problem.
Mein derzeitiges Problem: Akkuschrauber von Lidl (Parkside) als 
'Zweitschrauber'. Nach 3 Jahren ist der Akku 'breit'. Als Ersatzteil 
teurer als der Schrauber damals (31€). 3 * 18650, die Prüfung des 
aufgesetzten BMS habe ich noch vor. Hat damit schon Jemand Erfahrung? 
Leerlaufspannung ist mit ca. 12V o.k., bricht unter Last aber stark ein. 
Ich hoffe, da ist nur eine Zelle die Ursache.

von Rainer Z. (netzbeschmutzer)


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Andreas B. schrieb:
> Es würde ja schon reichen wenn die Unterlagen öffentlich zugänglich
> gemacht werden. Denken wir mal an die Papierberge.

Genau so ist es gemeint. Der Papierschaltplan, der früher in jedem 
Grundig-Fernseher steckte, wird im Internetzeitalter nicht gebraucht, 
sondern ein barrierefreier Download für jedermann/frau.

von Ralf X. (ralf0815)


Angehängte Dateien:

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Thomas U. schrieb:
> Mein derzeitiges Problem: Akkuschrauber von Lidl (Parkside) als
> 'Zweitschrauber'. Nach 3 Jahren ist der Akku 'breit'. Als Ersatzteil
> teurer als der Schrauber damals (31€).

Wenn Lidl den 12V 2A Akku mal wieder verkauft, dann bisher um 12,-€, 
nach kurzer Zeit für 8,40€ (30% Rabatt), wenn das Fach wieder frei 
werden soll.
Die Packs lassen sich einfachst mittels zweier Kreuzschlitzschrauben 
öffnen und mit etwas Geschick auch die Zellen wechseln.

Thomas U. schrieb:
> Ich hoffe, da ist nur eine Zelle die Ursache.

Wenn das der Fall ist, solltest Du aber dennoch alle drei Zellen 
wechseln und noch brauchbare Zellen einer anderen Verwendung zuführen.

: Bearbeitet durch User
von Tobias C. (tobias_claren)


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@ Karl B.

Was er noch machen kann, und die Verwaltung nicht verbieten kann, ist 
sich an die Straße vor dem Bauhof mit großem Schild zu stellen, und 
darauf um Abgabe von Technik an ihn zu bitten.
Ruft die Verwaltung die Polizei gibt es eher eine Ansprache an die 
Verwaltung das zu unterlassen.


"Das Reparieren sollte steuerfrei werden damit es sich auch lohnt."

Es gibt Leute die es steuerfrei machen, günstiger ist es aber nicht 
zwingend.
Und nein, es ist nicht illegal.



"Das wäre zwar schön für die Umwelt, aber schlecht für die Firma.
Nachbauer könnten dann das Gerät anhand der Schaltpläne nachbauen und
versuchen günstiger zu verkaufen."

Das geht auch ohne Schaltplan.
Es gab Zeiten, da haben Grundig, Telefunken etc. den Schaltplan zum 
Fernseher dazu gegeben...


Ich finde die Fehlerursache-Datenbank-Pflicht wichtiger als die 
Schaltplanpflicht.
Was nicht heißt dass ich die nicht befürworte.
Die Schaltplanpflicht nutzt in erster Linie Menschen die mit Reparaturen 
Geld verdienen.
Die Fehlerursache-Datenbank-Pflicht würde es jedem Laien erlauben es zu 
reparieren.
Entweder auf gut Glück alle Teile die in Frage kommen zu tauschen, oder 
diese vorher nach Ausbau noch mit diesem TC1-Testgerät für ~€15 zu 
prüfen.
Ich habe noch ein Vollflächen-Induktionskochfeld. Da bräuchte ich z.B. 
noch mal Hilfe über alle Teile die als Ursache in Frage kommen.
Was Siemens/Bosch/... da seit Jahren verkauft haben, scheint ja nach 
einigen Jahren mit den immer gleichen Fehlern kaputt zu gehen....



"Aber einen defekten Chip mal eben reparieren, ein gebrochenes LCD
reparieren, eine aufgesetzte Festplatte mal eben reparieren, solche
Produkte sind nicht ohne Grund high tech, es erfordert know how,
Maschinen, und Investitionen um das zu können."

Einen BGA-Chip kann man wenn man will sogar mit einem leeeren-Teelicht 
mit brennendem Spiritus wechseln.
Ein Video findet man auf YouTube. Und auch wenn man Maschinen nutzt, 
müssen die nicht sehr teuer sein.

Und ein gebrochenes LCD reparieren bedeutet kompletten Tausch. Das ist 
kein Problem.
Fies ist das wechseln eines Glas eines Smartphone mit Trennen und 
verkleben des Glas mit dem Display.
Die richtige Menge UV-Kleber, das ganze Staubfrei und ohne Blasen...
Aber die verklebte Rückseite entfernen und nach Wechsel oder Wechsel des 
USB-Port neu verkleben ist simpel.
Z.B. mit einem Beutel 70° heißem Wasser für 15min auf die Rückseite.




"So wenig Geld scheint da also doch nicht da zu sein."

Ist da ein Wort falsch?

2-3 Jahre ist ja noch harmlos.
Da kann das alte Telefon noch gut verkauft werden.
Ich kaufe z.B. ein Note 10 Plus nur für ~€250-€280 auf Ebay.
Sogar ohne Glasbruch hinten. Obwohl das für meine Mutter der Fall war.
Das kann ich auch ein Jahr später noch über Kleinanzeigen für den Preis 
loswerden.
Zwischen Kauf und Verkauf eines Note 8 lagen ect. 30 Euro Differenz, und 
da hatte es einen Bruch im Frontglas.
Ich wollte nicht mit dieser Erinnerung an den Schaden leben ;-). Und für 
€30 hätte Ich es wohl nicht gewechselt bekommen.
Ach ja, setzt mal so ein Teil, egal ob Note 8, 9... in den Kleinanzeigen 
an.
Nach Minuten kommen die ersten Anfragen.
Alles Betrüger. Habe hier eine "Überweisungsbestätigung" der "Postbank".
Und da kann man nicht mal sagen "Ich warte bis das Geld auf meinem Konto 
ist", darin steht das Geld würde erst freigegeben wenn man den 
Versandnachweis übermittelt...
Also immer an den Anfang der Artikelbeschreibung fett vorsetzen, dass 
Betrüger keine Chance haben.




"Genau so ist es gemeint. Der Papierschaltplan, der früher in jedem
Grundig-Fernseher steckte, wird im Internetzeitalter nicht gebraucht,
sondern ein barrierefreier Download für jedermann/frau."

In das Innere einen QR-Code mit Link zu dem Dokument kleben.

: Bearbeitet durch User
von Rainer Z. (netzbeschmutzer)


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Tobias C. schrieb:
> "Genau so ist es gemeint. Der Papierschaltplan, der früher in jedem
> Grundig-Fernseher steckte, wird im Internetzeitalter nicht gebraucht,
> sondern ein barrierefreier Download für jedermann/frau."
>
> In das Innere einen QR-Code mit Link zu dem Dokument kleben.

Gute Idee mit dem QR-Code!

Grundsätzlich erfordert ein wirksames Recht auf Reparatur ein ganzes 
Bündel an Maßnahmen, angefangen von der leichten Austauschbarkeit von 
Batterien/Akkus bis hin zu ungehindertem Zugang von Ersatzteilen (auch 
von Drittanbietern) und Unterlagen.

Die Hersteller-Lobby sitzt wohl noch am längeren Hebel.

von (prx) A. K. (prx)


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Rainer Z. schrieb:
>> In das Innere einen QR-Code mit Link zu dem Dokument kleben.
>
> Gute Idee mit dem QR-Code!

Hast wohl noch nie tote Links gehabt, weil Sitebetreiber alle paar Jahre 
grundrenovieren.

von Helge (Gast)


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Thomas U. schrieb:
> Ich hoffe, da ist nur eine Zelle die Ursache.
Meist ist eine Zelle ganz tot, aber die anderen schon schwach.

--

Wir sind gewöhnt, daß die sozialen und Umweltkosten beim Produkt nicht 
aufscheinen. Keine Abgaben auf Schweröl, chinesische Stahl-Kohle, Kobalt 
u.a. mit der Hand aus Schlammlöchern geschöpft. Daher sage ich ja: Für 
den Anfang 300€ pro Tonne fossilen Kohlenstoff, der für das Produkt 
verwendet wird, ist Minimum, wenns in den EU-Markt reinkommt. Das Geld 
kann zur Hälfte auf die in EU lebende Menschheit ausgestreut werden, und 
die andere Hälfte geht in Umweltmaßnahmen. (das entspricht etwa der 
Summe, die die CDU aufs Benzin aufschlagen und selber einstecken will..)

von Ralf X. (ralf0815)


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Rainer Z. schrieb:
> Tobias C. schrieb:
>> "Genau so ist es gemeint. Der Papierschaltplan, der früher in jedem
>> Grundig-Fernseher steckte, wird im Internetzeitalter nicht gebraucht,
>> sondern ein barrierefreier Download für jedermann/frau."
>>
>> In das Innere einen QR-Code mit Link zu dem Dokument kleben.
>
> Gute Idee mit dem QR-Code!

Und schon reicht der nächste Nörgler vor dem EGMR (Europäische 
Gerichtshof für Menschenrechte) Klage wegen mangelnder Barrierefreiheit 
ein.. :-)

> Grundsätzlich erfordert ein wirksames Recht auf Reparatur ein ganzes
> Bündel an Maßnahmen, angefangen von der leichten Austauschbarkeit von
> Batterien/Akkus...

Also dürfen (Langzeit-)Batterien und Akkus/Akkupacks nicht mehr 
verlötet/verschweisst werden?
Und z.B. Smartphones oder auch Navys für den Hochseeeinsatz nicht mehr 
wasserdicht verklebt werden?

> bis hin zu ungehindertem Zugang von Ersatzteilen (auch
> von Drittanbietern) und Unterlagen.

Wie lange soll eine garantierte Ersatzteilversorgung ab Ende der 
Serienherstellung gelten?
Und was bedeutet das für die Geräte- und Ersatzteilpreise?
Und führen dann die Hersteller alle drei Monate "neue" Modelle ein, um 
die gesicherte Ersatzteilversorgungsmenge überschaubar zu halten?

Möchtest Du das Patent- und Gebrauchsmusterrecht abschaffen, oder was 
meinst Du in Bezug zu Drittherstellern?
Müssen dann auch alle Chip- und SW-Hersteller Quellcodes, etc. 
offenlegen?

> Die Hersteller-Lobby sitzt wohl noch am längeren Hebel.

Wir waren früher in den entsprechenden Kreisen dafür bekannt, auch 
Reparaturen an Geräten durchzuführen, wo es viele andere für unmöglich 
erklärten, weil z.B. die benötigten IC nicht mehr beschaffbar waren oder 
auch kplt. Steuerungen.
Da konnte der einzelne "Nachbau" schon mal leicht im 5-stelligen Bereich 
liegen, ggf. aber auch 6-stellig.
In der Preisverhandlung mit dem Kunden war es immens wichtig, wie weit 
eine weitere Verwertung/Vermarktung der Entwicklung möglich war und bei 
wem die Rechte dafür dann liegen.
Wenn die Rechte bei uns/mir verblieben, konnte es für den Kunden um 
Zehnerpotenzen billiger sein.
Aber dann haben wir selbstverständlich dafür gesorgt, dass möglichst 
niemand anderes unsere Entwicklung mal eben nachbauen konnte.

Insgesamt ist das alles nicht mal eben zu entscheiden, was richtig ist.
Aktuell gut zu sehen an der Diskussion über Patent-Ausserkraftsetzung 
bei Corona-Impfstoffen.
Aber auch bei mangelhaften Entwicklung neuer Antibiotika, da nicht mehr 
lohnend.
Ebenso ist natürlich auch der Missbrauch der Rechtssituation durch 
absolute Finanzhaie zu sehen, z.B.:
https://de.wikipedia.org/wiki/Martin_Shkreli#Daraprim

von Helge (Gast)


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Für die entwicklung von Medikamenten soll es doch großzügige staatliche 
Zuschüsse geben. Das finde ich auch OK, nur daß dann der Staat auch was 
vom Kuchen abbekommen muß, als Investor in das neue Medikament. Das kann 
auch ein Verwertungsrecht sein oder Einfluß bei der Preisgestaltung.

Shkreli ist Kapitalist in einem kaputten System und nutzt alles aus, was 
geht. USA ist halt so.

von Tobias C. (tobias_claren)


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Schon mal von "Permalinks" gehört?
Diese Dokumente könnten auf einer zentralen Webseite liegen.
Also auch nach Ende des Unternehmens noch verfügbar.




"Und z.B. Smartphones oder auch Navys für den Hochseeeinsatz nicht mehr
wasserdicht verklebt werden?"

Das geht auch mit Schrauben.
Man könnte auch die modernen Glas-Smartphones von hinten mit 6 oder 8 
Schrauben wasserdicht verschließen.
Allerdings sind die Verklebungen nicht schwer zu lösen (70°C und 
angeschliffene alte Kreditkarte), und erneut zu verkleben (statt den 
fertigen Dopelseitigfen passenden Klebestreifen nehe Ich T-7000 
Flüssigkleber).



"Und was bedeutet das für die Geräte- und Ersatzteilpreise?
Und führen dann die Hersteller alle drei Monate "neue" Modelle ein, um
die gesicherte Ersatzteilversorgungsmenge überschaubar zu halten?"


Die Hersteller könnten versuchen die Teile über mehrere Generationen 
kompatibel zu halten.
Z.B. die USB-Ports mit den Platinen und Steckern.
An der Form der Geräte wird eh nicht mehr viel verändert.
Mit jedem neuen Samsung Note kommt etwas mehr Höhe dazu.
Vom Note 10 Plus zum Note 20 Ultrra z.B. 48 Pixel mehr Höhe.
Damit sie 0,1" mehr Diagonale angeben können O_o .

Von mir aus kann auch der SIM/SD-Slot und USB-POrt weg, wenn die Geräte 
dann noch wasserdichter sind.
eSIM und ein Speicher von mindestens 512GB, besser 1TB macht das 
verzichtbar. Der Lautsprecher-Port ist ja schon weg.
Dafür könnte WUSB reaktiviert werden. Dümmpelt ja bisher dahin.
Verbunden mit QI, könnte man so auch ohne USP-Port bei direktem Kontakt 
die hohen Datenraten heute ermöglichen.
Die wenn man z.B. GB-Weise Videuafnahmen aus dem Speicher laden, oder 
für die Reise zum schauen drauf laden will, auch wichtig wäre.
Und für den Notfall könnte man zwei bis vier (Daten) Kontaktpunkte in 
die Oberfläche integrieren. Mit Magneten am Kabel könnte man dann immer 
noch mit Kabel laden und Daten austausche.
Ich habe so eine "Billig-Smartwatch" (hat aber 4G), die hat solche 
Punkte für das Magnetladekabel hinten dran.
Und auch wenn so ein Teil gut verklebt ist, könnte man innen einen 
Micro-SD-Leser einbauen, damit das Teil irgendwann mal aufgerüstet 
werden kann.

Aber es müsste eigentlich auch möglich sein wie mit Schrauben 
wasserdicht zu bekommen. Wie bei Uhren, die ja auch nicht verklebt sind.

von Ralf X. (ralf0815)


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Helge schrieb:
> Für die entwicklung von Medikamenten soll es doch großzügige staatliche
> Zuschüsse geben.

Unklar formuliert?
Bei der Entwicklung der Corona-Impfstoffe gab es diese, ansonsten ist es 
eher Ausnahme.

> Das finde ich auch OK, nur daß dann der Staat auch was
> vom Kuchen abbekommen muß, als Investor in das neue Medikament. Das kann
> auch ein Verwertungsrecht sein oder Einfluß bei der Preisgestaltung.

Bei den internationalen Verflechtungen solcher Unternehmen eine 
komplizierte Geschichte.
Ein nicht ganz passendes Beispiel wäre da die deutsche 
Umweltprämie/Abwrackprämie 2009, von der jede Menge Importeure 
profitierten.
Oder die akruelle BEV-Prämie, wenn der Hersteller z.B. 50% beisteurn 
muss, aber dann seinen DE-Preis passend erhöht.

> Shkreli ist Kapitalist in einem kaputten System und nutzt alles aus, was
> geht. USA ist halt so.

Natürlich ist Shkreli im extrem, aber solche Dinge sind doch nicht auf 
die USA beschränkt.
99% aller deutschen "Notdienste", die in den bekannten Suchmaschinen 
oben gelistet sind, machen doch das gleiche, nur eben im kleineren 
Rahmen.

von Ralf X. (ralf0815)


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Tobias C. schrieb:
> Schon mal von "Permalinks" gehört?
> Diese Dokumente könnten auf einer zentralen Webseite liegen.
> Also auch nach Ende des Unternehmens noch verfügbar.

Als bekannter Internetaktivist mit tausenden Googleergbnissen auf allen 
bekannten Plattformen solltest Du doch wenigstens in der Lage sein, eine 
Zitierfunktion oder ihren Sinn zu begreifen, oder einfach auch zu 
schreiben, wem Du gerade antwortest.

Wer sollte die "zentrale" Webseite unterhalten?
Staatlich dürfte da ja kaum in Deinem Sinne sein. :-)

> "Und z.B. Smartphones oder auch Navys für den Hochseeeinsatz nicht mehr
> wasserdicht verklebt werden?"
>
> Das geht auch mit Schrauben.
> Man könnte auch die modernen Glas-Smartphones von hinten mit 6 oder 8
> Schrauben wasserdicht verschließen.

Du hast null Ahnung von Technik, möchtest aber anderen erklären, was 
technisch geht?

> Allerdings sind die Verklebungen nicht schwer zu lösen (70°C und
> angeschliffene alte Kreditkarte), und erneut zu verkleben (statt den
> fertigen Dopelseitigfen passenden Klebestreifen nehe Ich T-7000
> Flüssigkleber).

Scheinbar sehen das viele anders, die eine "leichte" Wechselbarkeit der 
Akkus fordern.
Oder glaubst Du, dass die lediglich bemängeln, dass die Anschlüsse 
verschweisst oder verlötet sind?

> "Und was bedeutet das für die Geräte- und Ersatzteilpreise?
> Und führen dann die Hersteller alle drei Monate "neue" Modelle ein, um
> die gesicherte Ersatzteilversorgungsmenge überschaubar zu halten?"
>
> Die Hersteller könnten versuchen die Teile über mehrere Generationen
> kompatibel zu halten.

Das macht er dann trotzdem in vielen Bereichen, ggf. ändert er auch nur 
vierteljährlich die Gerätebezeichnung.
Oder meinst Du, dass die Hersteller z.B. Smartphones weiter auf dem 
Stand von 2010 eifrieren sollten?

> Z.B. die USB-Ports mit den Platinen und Steckern.
> An der Form der Geräte wird eh nicht mehr viel verändert.
> Mit jedem neuen Samsung Note kommt etwas mehr Höhe dazu.
> Vom Note 10 Plus zum Note 20 Ultrra z.B. 48 Pixel mehr Höhe.
> Damit sie 0,1" mehr Diagonale angeben können O_o .

Niemand muss es kaufen..
Allerdings gibt es z.B. das Fairphone.
Marktanteil unter 1 Promille...
Irgendwie scheinen "die Leute" etwas anderes zu mögen.
Möchstest Du in Deiner Staatsform (ohne GEZ!) die Menschen 
verpflichten, bestimmte Geräte zu kaufen?

> Von mir aus kann auch der SIM/SD-Slot und USB-POrt weg, wenn die Geräte
> dann noch wasserdichter sind.
> eSIM und ein Speicher von mindestens 512GB, besser 1TB macht das
> verzichtbar. Der Lautsprecher-Port ist ja schon weg.
> Dafür könnte WUSB reaktiviert werden. Dümmpelt ja bisher dahin.
> Verbunden mit QI, könnte man so auch ohne USP-Port bei direktem Kontakt
> die hohen Datenraten heute ermöglichen.
> Die wenn man z.B. GB-Weise Videuafnahmen aus dem Speicher laden, oder
> für die Reise zum schauen drauf laden will, auch wichtig wäre.
> Und für den Notfall könnte man zwei bis vier (Daten) Kontaktpunkte in
> die Oberfläche integrieren. Mit Magneten am Kabel könnte man dann immer
> noch mit Kabel laden und Daten austausche.
> Ich habe so eine "Billig-Smartwatch" (hat aber 4G), die hat solche
> Punkte für das Magnetladekabel hinten dran.
> Und auch wenn so ein Teil gut verklebt ist, könnte man innen einen
> Micro-SD-Leser einbauen, damit das Teil irgendwann mal aufgerüstet
> werden kann.

Also möchtest Du modernste Technik, die aber mit der Technik von 2010 
voll kompatiel ist?
Und auch mit der von 2030?
Also mal eben das eine Display gegen das andere tauschen?
Oder das Mainboard, die Cam, den Akku, etc. ? *lol

> Aber es müsste eigentlich auch möglich sein wie mit Schrauben
> wasserdicht zu bekommen. Wie bei Uhren, die ja auch nicht verklebt sind.

Rund ist leichter zu dichten, als eckig..
Klein und flach ist leichter zu dichten, als gross und ebenso flach..
Schon mal überlegt, wie ein z.B. 7" Smartphone "arbeitet", wenn es in 
der Gesässtasche transportiert wird?

von Armin X. (werweiswas)


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Ralf X. schrieb:
> Die Packs lassen sich einfachst mittels zweier Kreuzschlitzschrauben
> öffnen und mit etwas Geschick auch die Zellen wechseln.
>
Das ist sehr löblich und reparaturfreundlich.
Der bauähnliche Akku von Bosch ist dagegen praktisch nicht 
beschädigungsfrei zu öffnen weil da sehr massive Haken im Bodendeckel 
eingearbeitet sind.

von Thomas U. (charley10)


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Ralf X. schrieb:
> Thomas U. schrieb:
>> Mein derzeitiges Problem: Akkuschrauber von Lidl (Parkside) als
>> 'Zweitschrauber'. Nach 3 Jahren ist der Akku 'breit'. Als Ersatzteil
>> teurer als der Schrauber damals (31€).
>
> Wenn Lidl den 12V 2A Akku mal wieder verkauft, dann bisher um 12,-€,
> nach kurzer Zeit für 8,40€ (30% Rabatt), wenn das Fach wieder frei
> werden soll.
> Die Packs lassen sich einfachst mittels zweier Kreuzschlitzschrauben
> öffnen und mit etwas Geschick auch die Zellen wechseln.

Nö - der Deckel ist mit 3 Clips recht einfach zu lösen.
>
> Thomas U. schrieb:
>> Ich hoffe, da ist nur eine Zelle die Ursache.
>
> Wenn das der Fall ist, solltest Du aber dennoch alle drei Zellen
> wechseln und noch brauchbare Zellen einer anderen Verwendung zuführen.

War auch so in Planung!

von Ralf X. (ralf0815)


Angehängte Dateien:

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Armin X. schrieb:
> Ralf X. schrieb:
>> Die Packs lassen sich einfachst mittels zweier Kreuzschlitzschrauben
>> öffnen und mit etwas Geschick auch die Zellen wechseln.
>>
> Das ist sehr löblich und reparaturfreundlich.
> Der bauähnliche Akku von Bosch ist dagegen praktisch nicht
> beschädigungsfrei zu öffnen weil da sehr massive Haken im Bodendeckel
> eingearbeitet sind.

Diese "Reparaturfreundlichkeit" sehe ich seit Jahren bei Lidl zu 99%, 
soweit es (in meinen Augen) auch irgendeinen Sinn machen kann, ein Teil 
aufzuschrauben.
Dazu zähle ich natürlich z.B. keine 230VAC-LED-Leuchtmittel, aber dafür 
z.B. die angehängte LED-Arbeitsleuchte/Taschenlampe, wo ggf. irgendwann 
ein Akkutausch in Frage kommt.
Und ich kann direkt nach Kauf auch nachsehen, was drinnen steht und z.B. 
einen Akkuwert überprüfen.
Auch wenn Lidl damit ein gewisses Risiko eingeht, aber wohl selten 
ausgenutzt wird.

Die von mir weiter oben gezeigten 12V 2Ah Akkupacks hatte ich übrigens 
direkt nach Kauf (für a' 8,39€ vor 1,5 Jahren) zerlegt und dokumentiert 
und nicht nach einem Problem oder so.
Naja, nicht so ganz ohne Problem:
Nicht immer ist die Preispolitik von Lidl durchschaubar.

Erst wurden die X12 Kombipacks wie von Thomas U. (charley10) 25.07.2021 
09:00 geschildert, sehr günstig angeboten, später wurde nur noch 
getrennt verkauft und dabei die Preise ganz schön hoch geschraubt.
Mein Akkupackkauf zum Sonderpreis Anfang 2000 war nur als Ergänzung zu 
einem noch zu tätigen Kauf des Komplettangebotes gedacht, um eben dann 
auh die Wechselakkus zu haben.
Aber plötzlich kostete der Schrauber mit Koffer ohne NT und Akku mehr, 
als vorher das Komplettset.

Naja, erst mal abgewartet, die Akkupacks, bzw. die Zellen hatten ja 
weiterhin ihren Wert, aber dann kam Kaufland mit dem Angebot eines 20V 
Schraubers im Koffer mit NT, Bits/Bohrer und zwei 20V 2Ah Akkupacks an 
und das für lediglich knapp 39,-€!
Lidl/Kaufland = Schwarzgruppe, was bei Lidl mit "Parkside" gelabelt ist, 
ist es bei Kaufland mit "myProjekt".
Äusserlich ggf. unterschiedlich, aber gleicher Inhalt vom selben 
Hersteller.

Das Manko bei den Discounter-/SB-Angeboten ist, dass dort eine 
Nachlieferung z.B. der Akkupacks nicht gesichert ist und 99,9% der 
Bevölkerung nicht mal eben die Zellen alleine wechselt kann.
Also gibt es Händler, die diese Akkupacks der Discounter aufkaufen, ggf. 
auch Schrott oder Nachbauten und diese zu Phantasiepreisen bei Amazon 
oder ebay anbieten.

von Tobias C. (tobias_claren)


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Ich bin kein bekannter Internetaktivist.
Was soll diese Aggression?
Scheinbar habe Ich mit den Permalinks eine Trotzreaktion ausgelöst, weil 
es wahr ist...
Und versuchen durch Googlen vermeintlichen "Dreck" zu suchen, sieht auch 
nicht gerade nach Argumenten aus.
Ich mache es einfach. Ich twittere/Kommentiere pro IQ-Eugenik und das 
Recht auf Suizid für JEDEN.
Also auch den 20-jährigen, der einfach keine Lust auf 50 Jahre 
Ausbildungsberuf hat.
Es gab so einen. Ein Deutscher, evtl. 20, absolut gesund, holte sich in 
der Schweiz erfolgreich Sterbehilfe.
Evtl. kam er auch einem Haushalt in dem es normal ist Kinder in ein 
Leben im Supermarkt, Handwerk, Büro, Amt etc. zu schicken, und er wollte 
sich nicht jeden Tag zu einer Arbeit nur für Geld schleppen.
Ja, der Suizid IST da eine Lösung. Völlig egal ob man davon ausgeht nach 
dem Tod ist Schluss (was Wissenschaftlichen Ergebnissen widerspricht), 
oder dass nach dem Tod ein Jenseits bei Bewusstsein, und der Möglichkeit 
Menschen zu beobachten und Eltern zwecks Widergeburt zu suchen. Was 
Jahrzehnten wissenschaftlicher Forschung entspricht.
Auch wenn jemand fälschlich davon ausgeht danach endet das Bewusstsein, 
hieße das ja nur, das man den Tod auch nicht bereuen kann, weil eben das 
Bewusstsein endet...


"Wer sollte die "zentrale" Webseite unterhalten?
Staatlich dürfte da ja kaum in Deinem Sinne sein. :-)"

Warum sollte es staatlich nicht in meinem Sinne sein?
Gerne dürfte der Staat bzw. die EU auch eine kostenlose Alternative zu 
Ebay online stellen.
Und eine kostenlose Alternative zu MyHammer.


"Du hast null Ahnung von Technik, möchtest aber anderen erklären, was
technisch geht?"

Das gebe Ich zu 100% zurück.
Wer behauptet man könne keine Verschraubungen wasserdicht bekommen, hat 
NULL Ahnung von Technik.
Ein Beispiel hatte ich genannt, Armbanduhren.
Solche Superlative sind Merkmale schlichter Menschen.
In diesem Kontext auch eine reine Trotzreaktion. Da fühlt sich jemand 
eingeschnappt, der glaubt ein "Alpha" zu sein...
Evtl. auch ein Angestellter (...), der Frust schiebt dem 
Chef/Vorgesetzten nicht die Meinung sagen zu können.
Für mich absolut unvorstellbar und es wäre ein Suizidgrund. In meinem 
Leben gibt es NIEMAND mit dem Ich anders reden würde, als mit jedem 
anderen Menschen.
Und Nein, ich habe noch nie ALG2, und auch kein ALG1 bezogen...

Das Toughbook CF31 hat keine Verklebungen, aber läuft theoretisch sogar 
unter Wasser.
Die Ports haben Klappen mit Gummipolster, die nach dem andrücken noch 
hochgezogen werden, und dann einrasten.




"Scheinbar sehen das viele anders, die eine "leichte" Wechselbarkeit der
Akkus fordern.
Oder glaubst Du, dass die lediglich bemängeln, dass die Anschlüsse
verschweisst oder verlötet sind?"

Die AKku-Verbindung sah ich mir nicht an.
Aber das entfernen der Rückseite war sehr einfach.
Auch das neu Verkleben. Wenn man es nicht täglich machen will.
Statt dem Wechselakku nimmt man heute halt eine Powerbank mit.
Der Schutz vor dem Wasserschaden ist es Wert ein Telefon nicht mit einer 
leicht abnehmbaren Rückseite zu versehen.
Aber Schrauben wären möglich. Verkleben ist evtl. billiger und 
schneller. Denn die Schrauben drehen wohl Menschen ein.
Foxconn hat wohl ein Werk in den USA geplant, dass iPhones ganz ohne die 
einfachen Arbeiter produziert...
Und so trotz Standort in den USA billiger ist als mit den Chinesischen 
Löhnen. Die ja auch steigen. Was auch die Chinesische Regierung will.




"Möchstest Du in Deiner Staatsform (ohne GEZ!) die Menschen
verpflichten, bestimmte Geräte zu kaufen?"

In meiner Staatsform existieren die ÖRR weiter, dass muss hier 
klargestellt werden.
Ich als Linker habe auch kein Problem mit der politischen Ausrichtung.
In den Niederlanden zahlt niemand TV-Gebühren, da sind die ÖRR von der 
Steuer finanziert.
Und wer jetzt meint dass man die dann ja nur anders zahlt, jein.
Denn die Höhe des Anteil kann das variabel sein (wer mehr Steuern zahlt, 
zahlt einen größeren Anteil), und wer keine Steuern zahlt, zahlt auch 
keine Gebühr.
Und man kann sich ja selbst aussuchen, ob man Steuern zahlt. Auch mit 
abgeschlossenem Studium ist niemand gezwungen mehr als 9744 Euro pro 
Jahr zu verdienen.
Das Studium bietet dann den Vorteil dass man weniger arbeiten muss, als 
der Ladenschwengel etc..
Z.B. hat der Sozialarbeiter Felix Quadflieg ausd der preisgekrönten 
NDR-Doku "weniger arbeiten mehr Leben" studiert, aber arbeitet nur so 
viel wie nötig ist sein einfaches Leben zu finanzieren.
Er könnte mehr Fälle betreuen, will aber nicht. Evtl. zahlt der 
tatsächlich keine Einkommenssteuer. Ist sein gutes Recht so zu leben.
Oder Menschen die sich am besten schpon mit 16 entschließen Frugal zu 
leben. Das bedeutet mit 30-35 in den Ruhestand geben. Vorher keinerlei 
Ausgaben über das zum Leben notwendige, und alles darüber hinaus 
gewinnbringend aber sicher angelegt.
Auch so ein Thema für dass ich evtl. mal Provokant vor Realschulen, 
Hauptschulen, Gymnasien etc. Werbung machen könnte.
Auch vor Ausbildungsbetrieben. Dass solche Unternehmen, evtl. Ford in 
Köln evtl. etwas dagegen haben dass ein von ihnen ausgebildeter 10 Jahre 
später kündigt und in den Ruhestand geht ist nicht mein Problem...

Warum sollte ich wollen dass Menschen bestimmte Produkte kaufen?
Da war nichts von mir, dass das auch nur erahnen lässt.


"Also möchtest Du modernste Technik, die aber mit der Technik von 2010
voll kompatiel ist?"

Keinerlei Bezug zum zitierten Text von mir.


"Also mal eben das eine Display gegen das andere tauschen?
Oder das Mainboard, die Cam, den Akku, etc. ? *lol"

Hä? Da steht nichts, dass auch nur in die Richtung geht O_o.

Ich schrieb, dass ich kein Problem mit einem Smartphone habe dass keine 
Ports mehr hat, keinen SD-Leser, keine SIM-Karte, keine USB-Buchse etc..
Wo soll da was von Standards für Mainboard, Display etc. stehen?
Ist das jetzt ein Versuch bösartiger Rabulistik, oder hat das 
neurologische/Psychologische Ursachen?


Ein Smartphone von 2030 braucht genau so wenige diese Anschlüsse wie 
eins von heute.
Auch wenn hoffentlich irgendwann mal wieder DVB-T und Radio (dann aber 
DAB+) kämen, dafür braucht es außen keine neuen Buchsen.
Oder neue Sensoren, oder... Irgendwann kommt evtl. die echte 
Wärmebildkamera. Ich erinnere mich an einen Artikel, ich glaube in der 
Bild der Wissenschaft (nein, ist nicht AS), da ging es um auf Chip die 
evtl. mal 50 Euro und weniger kosten, die die Technik von bestimmten 
Schmetterlingsflügen nutzen. Und so hochauflösende Wärmebildkameras 
ermöglichen die besser sind als die guten von FLIR etc., aber billiger.

Bei Autos erhöhen Klebungen die Stabilität, da ist das etwas Anderes.

: Bearbeitet durch User
von Andi B. (andi_b2)


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Tobias C. schrieb:
> Bei Autos erhöhen Klebungen die Stabilität, da ist das etwas Anderes.

Und dieses Argument soll nur für Autos gelten? Arbeitest du für einen 
Autohersteller oder bist du wirklich so einseitig naiv?

von Michael (Gast)


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Ich finde das ehrlich gesagt etwas befremdlich: Nicht nur, dass diese 
Statistik aus den Neunzigern ist. Zwei Aspekte:

Bei Kühlschränken schreibt er selbst, dass er die Kältetechnik nicht 
reparieren kann, was aber die Hauptausfallursache sein dürfte. Will man 
so ein Teil reparieren können, müsste man schon in der Lage sein, den 
Verdichter auszutauschen und das System neu zu befüllen. Das wird aber 
so teuer, dass man gleich für 200 Euro einen neuen bekommt - zumal das 
Plastik dann auch eher gelb statt weiß sein dürfte und müffelt.

Auf seiner Website mit Reparaturhinweisen zu Waschmaschine scheinen wir 
im letzten Jahrtausend zu sein: Kondensatormotoren, elektromechanische 
Schaltwerke... Mal ehrlich, wer will so etwas heute noch reparieren und 
dadurch noch länger einsetzen?? Das würde ich selbst zum Schrott fahren, 
wenn es noch funktionieren würde! Das ist doch nicht mehr zeitgemäß.

Die Waschmaschinen, die ich kenne, haben Drehstrommotoren und Umrichter, 
außerdem erfolgt die Steuerung mittels Firmware in einem kleinen 
Mikrocontroller...

Ich finde das irgendwie unanständig, sich so mediale Aufmerksamkeit zu 
verschaffen, wenn man das, was man sagt, gar nicht mit heutiger Technik 
realisieren kann.

von H. H. (hhinz)


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Michael schrieb:
> Bei Kühlschränken schreibt er selbst, dass er die Kältetechnik nicht
> reparieren kann, was aber die Hauptausfallursache sein dürfte.

Ehr Kapillarthermostate und Kondensatornetzteile...

von Andreas B. (bitverdreher)


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Michael schrieb:
> Auf seiner Website mit Reparaturhinweisen zu Waschmaschine scheinen wir
> im letzten Jahrtausend zu sein: Kondensatormotoren, elektromechanische
> Schaltwerke... Mal ehrlich, wer will so etwas heute noch reparieren und
> dadurch noch länger einsetzen?? Das würde ich selbst zum Schrott fahren,
> wenn es noch funktionieren würde! Das ist doch nicht mehr zeitgemäß.

Mal ehrlich: Mir ist doch wurscht ob eine Waschmaschine zeitgemäß ist 
oder nicht. Hauptsache die wäscht und hat einen einigermaßen aktuellen 
Strom/Wasserverbrauch.
Was die Kühlschränke betrifft, stimme ich Dir teilweise zu. Obwohl ich 
bei den heutigen Kühlschränken auch nicht so recht glaube, daß der 
Kompressor (normalerweise ca. 10 Jahre) immer noch die hauptsächliche 
Ursache für den Ausfall ist.
Und  wenn ein Kühlschrank müffelt, hilft saubermachen. Wer nicht weiß 
wie das geht: 
https://www.frag-mutti.de/search/?q=k%C3%BChlschrank+m%C3%BCffelt

Michael schrieb:
> Ich finde das irgendwie unanständig, sich so mediale Aufmerksamkeit zu
> verschaffen, wenn man das, was man sagt, gar nicht mit heutiger Technik
> realisieren kann.
Es geht da ja gerade um die Anpassung heutiger Technik: Nämlich keine 
Wegwerfgeräte zu produzieren.

von Dieter (Gast)


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Von Seiten der Ressourcen ist es trotzdem Unsinnig eine Waschmaschine zu 
entsorgen, weil diese noch Wahlschalter hat. Wegen der Ausfaelle kaufte 
ich gerade deshalb noch eine Mechanische. Andere, die das nicht machten, 
haben schon die dritte Waschmaschine.
Allein schon der Transport und die Entsorgungstransporte der ersten 
Waschmaschiene uebersteigen den geringen Mehrverbrauch nach 
Datenblaettern.

von ●DesIntegrator ●. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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Nachhaltigkeit ist in unserer alternativlosen Wirtschaftsform
nicht wirklich möglich

Ralf X. schrieb:
> die angehängte LED-Arbeitsleuchte/Taschenlampe, wo ggf. irgendwann
> ein Akkutausch in Frage kommt.

und wenn der Akku länger als 2 Jahre hält, "kommt" eben der Schalter...
Oder die Oberfläche verwandelt sich in Schmier-Glitsch.

Es gibt heute keine "Langläufer" mehr

von Andrew T. (marsufant)


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Thorsten O. schrieb:
> Der "Hauptdarsteller" im Beitrag ist Herr Jung von "Blitzblume
> Ingelsheim", der seit Jahrzehnten Elektrogeräte repariert und dabei
> interessante Statistiken zusammengestellt hat:
> http://www.blitzblume-ingelheim.de/

Ja, auf ihn und seine Beiträge wurde im Forum schon des öfteren 
hingewiesen.


Ich nenne da (mal wieder) die Repair Cafes, die grundsätzlich eien 
ähnliche Intention haben (Reparieren wo sinnvoll, um unnötiges Wegwerfen 
und Schrott zu vermeiden und einen Beitrag zur Nachhaltigkeit zu geben) 
-- leider in den letzten fast 2 Jahren ungemein eingeschränkt, da 
Covid-19 ein öffentliches Zusammenkommen extrem erschwert bis zur 
Unmöglichkeit.
Ich würde mich sehr freuen, wenn diese Art der Reparatur wieder anlaufen 
kann -- hier vor Ort (Stuttgart-Lauchäcker) haben wir das seit 20 
Monaten nur auf mikro Niveau (=zweier Teams) aufrecht erhalten können.

von Oliver S. (oliverso)


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Andrew T. schrieb:
> Ich nenne da (mal wieder) die Repair Cafes, die grundsätzlich eien
> ähnliche Intention haben (Reparieren wo sinnvoll, um unnötiges Wegwerfen
> und Schrott zu vermeiden

Die Intention der Repair-Cafes ist prima. Wenn man allerdings für die 
dort durchgeführten Reparaturen die für einen Geschäftsbetrieb 
notwendigen Stundensätze erheben würde, wäre das Thema erledigt. Das 
funktioniert nur durch ehrenamtlichen Idealismus (den ich da 
ausdrücklich befürworte).

Reparaturen lohnen sich nicht in D. Nicht wegen der Ersatzteilpreise, 
sondern wegen der Arbeitskosten. Was nutzt es, wenn der Reparaturservice 
einen Schaltplan hat, und die handvoll elektronischen Bauteile 
beschaffbar sind, und dann keine 5 Euro kosten, wenn für Fehlersuche und 
Reparatur 200.- anfallen.

"Recht auf Reparatur" ist gut und schön, ist aber halt kein ein Recht 
auf "billige Reparatur".

Oliver

: Bearbeitet durch User
von Ralf X. (ralf0815)


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Dieter schrieb:
> Von Seiten der Ressourcen ist es trotzdem Unsinnig eine Waschmaschine zu
> entsorgen, weil diese noch Wahlschalter hat. Wegen der Ausfaelle kaufte
> ich gerade deshalb noch eine Mechanische. Andere, die das nicht machten,
> haben schon die dritte Waschmaschine.
> Allein schon der Transport und die Entsorgungstransporte der ersten
> Waschmaschiene uebersteigen den geringen Mehrverbrauch nach
> Datenblaettern.

Weil eine WaMa einen Wahlschalter hat, wird die kaum jemand 
wegschmeissen, wobei "Wahlschalter" ein sehr schwammiger Begriff ist.
Auch mein aktueller und relativ moderner Trockner und WaMa haben noch 
mechanische Schalter zur Programmwahl, die aber lediglich dem 
Elektronikboard/µC mitteilen, was dort als Hauptprogramm ausgewählt 
wurde, für weitere Parameter wie Schleuderdrehzahl, Ecomode und ein paar 
mehr wird dem µC über Taster mitgeteilt und mir per LED bestädigt.
Kein Megaunterschied zu meiner letzten Wama von Anfang der 80er, wobei 
die lediglich mechanische Zusatztasten und Potis statt Taster hatte.
Nur hatte die keine Sensoren für Unwucht...
Und als ein Dämpfer versagte, zerfetzte Trommel und Bottich einen 
grossen Teil der Innereien der WaMa, Reparatur also sinnlos.
Hätte ich mit entsprechenden/rechtzeitiger Wartung also verhindern 
können, aber macht die an einer WaMa schon?

Bei meinem letzten Kondenstrockner von ?? Ende der 70er mit 
Wasserkühlung (für mich äusserst günstig, da Bachlauf und Brunnen) war 
allerdings noch ein elekromechanisches Programmschaltwerk verbaut, das 
den Automatikablauf erlaubte.
Leider vor ~20 Jahren abgefackelt, das E-Teil gab es noch, aber irgendwo 
um 200,-€.
Wurde also auf reinen Zeitschaltuhrbetrieb umgebaut und später noch auf 
µC plus Feuchtesensor, aber vor ein paar Jahren hatte der echt 
ausgedient.

Tatsache ist, dass an den Geräten immer mehr eingespart wird.
Nur das hat doch schon vor 50 Jahren angefangen, als die Geräte 
inflationsbereinigt noch ein Mehrfaches ggü. heute gekostet haben.

von Klaus R. (klaus2)


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...naja, andererseits pflegen viele Nutzer aber auch keinen "bewussten 
Umgang" mit den Geräten:

a) WaMa immer auf 1400Umin schleudern lassen, egal was kommt...

b) Akkustaubsauger immer auf Stufe 3 laufen lassen, egal was kommt...

c) ...

Man könnte der Meinung sein, dass das Gerät das ab muss - beim KFZ fährt 
aber auch wohl kaum jmd immer Vollgas, egal was kommt...

Ich finde es gut, dass so viel kaputt geht, so komme ich oft an relativ 
neues Zeug für lau. Und ich wechsel dann auch einfach mal, wenn mir 
danach ist oder der "Neuschrott" was kann, was der vom letzten Jahr 
nicht konnte :)

Das mit den Wertstoffhöfen ist eine sehr traurige Sache, aber die 
Klopperei wird da sicherlich nicht durch...lassen wir das, sonst wird es 
noch gesellschaftspolitisch :)

Klaus.

: Bearbeitet durch User
von Ralf X. (ralf0815)


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● Des I. schrieb:
> Nachhaltigkeit ist in unserer alternativlosen Wirtschaftsform
> nicht wirklich möglich
>
> Ralf X. schrieb:
>> die angehängte LED-Arbeitsleuchte/Taschenlampe, wo ggf. irgendwann
>> ein Akkutausch in Frage kommt.
>
> und wenn der Akku länger als 2 Jahre hält, "kommt" eben der Schalter...
> Oder die Oberfläche verwandelt sich in Schmier-Glitsch.

Es ist ein Taster, der der Elektronik mitteilt, ob die Haupt-LED (2W) 
oder die (im Bild nicht sichbare) 1W Front-LED eingeschaltet wird, oder 
eben AUS.
Sollte der Klicktaster irgendwann versagen, ist dieser gut zugänglich 
und kann leicht ausgetauscht werden, wenn man meint, dass es sich lohnt.
Ich muss da nur in meinem Elektronikschrott wühlen und unter 100en - 
10.000en auswählen, ggf. sogar aus noch 100% intakten Altgeräten, die 
heute keiner mehr will oder gebrauchen kann.
Geräte aus der "guten alten Zeit". :-)

Wie sahen denn Taschenlampen in den 60ern aus?
I.d.R. billige Blechröhren, die nach einiger Zeit ausserhalb des 
geschützten Bereichs an allen Ecken und Enden Rost ansetzten.
Oder bei einer ausgelaufenen Batterie für jeden Normalo reif für den 
Schrott waren?
Oder die Reflektoren sofort blind wurden, wenn da mal Feuchte ins Spiel 
kam?
Und was hat man damals dafür bezahlt, also für Lampe, Birnenwechsel und 
Batteriekonsum?

Ich habe mir 3 von den Lidl-Leuchten für a' 5,59€ gekauft, da kaufen 
sich andere eine einzige 18650er Zelle oder geben in 2 Jahren mehr für 
Batterien aus.
Erst recht bei einen alten Taschenlampe mit Glühwendel. :-)
Was ist "nachhaltiger"?

Vor einigen Jahren räumte ich mal wieder einen Teilbereich in meinem 
Haus/Lager auf.
Als ich ein paar Skischuhe aus den 70ern anhob (Topmarke), zerbröselten 
die unter/in meinen Fingern.
Hätte ich damals doch besser Leder-Skischuhe gekauft? :-)

> Es gibt heute keine "Langläufer" mehr

Im Rahmen der technischen Entwicklung sind diese im Konsumerbereich auch 
einfach unwirtschaftlich.
Für Konsumenten und Produzenten/Händler, wobei sich der 
Produzent/Händler überwiegend danach richtet, was der Endkunde erwartet.
Und bei Massenware zählt nun einmal zuerst der Preis, den je nach 
Ansicht immer noch der Kunde bestimmt.

von level0 (Gast)


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Ralf X. schrieb:

> Leider vor ~20 Jahren abgefackelt, das E-Teil gab es noch, aber irgendwo
> um 200,-€.

Erst im nächsten Jahr kann man vor 20 Jahren für Euros einkaufen.

von Cyblord -. (cyblord)


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Maik .. schrieb:
> Grundsätzlich wäre ich ja für eine Zwangszugänglichmachung von
> Schaltungsunterlagen nach z.B. 10 Jahren. Für alles - vom Fön bis zum
> Industrie - Frequenzumrichter. z.B. über eine Art zentrale
> Hinterlegungsstelle.
> Geschäftsgeheimnis lasse ich diesbezüglich nicht gelten. Der
> kopierwillige Konkurrent nimmt die Schaltpläne halt selbst auf,
> durch Nichtveröffenlichung werden vor allem die Käufer und
> Gelegenheitsreparierer und die Ressourcen geschädigt.

Mit dem gleichen Argument könnte man auch Türschlösser verbieten. 
Unsinn!

von H. H. (hhinz)


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level0 schrieb:
> Ralf X. schrieb:
>
>> Leider vor ~20 Jahren abgefackelt, das E-Teil gab es noch, aber irgendwo
>> um 200,-€.
>
> Erst im nächsten Jahr kann man vor 20 Jahren für Euros einkaufen.

Nö, den Euro gibts seit 1999.

von Cyblord -. (cyblord)


Lesenswert?

H. H. schrieb:
> level0 schrieb:
>> Ralf X. schrieb:
>>
>>> Leider vor ~20 Jahren abgefackelt, das E-Teil gab es noch, aber irgendwo
>>> um 200,-€.
>>
>> Erst im nächsten Jahr kann man vor 20 Jahren für Euros einkaufen.
>
> Nö, den Euro gibts seit 1999.

Aber vor 2002 nur im Wertpapierhandel. Hilft hier also nicht.

von H. H. (hhinz)


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Cyblord -. schrieb:
> H. H. schrieb:
>> level0 schrieb:
>>> Ralf X. schrieb:
>>>
>>>> Leider vor ~20 Jahren abgefackelt, das E-Teil gab es noch, aber irgendwo
>>>> um 200,-€.
>>>
>>> Erst im nächsten Jahr kann man vor 20 Jahren für Euros einkaufen.
>>
>> Nö, den Euro gibts seit 1999.
>
> Aber vor 2002 nur im Wertpapierhandel.

Unsinn, der war offizielles Buchgeld in den Teilnahmeländern!

von level0 (Gast)


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Ralf X. schrieb:
> ● Des I. schrieb:
>> Nachhaltigkeit ist in unserer alternativlosen Wirtschaftsform
>> nicht wirklich möglich
>>
>> Ralf X. schrieb:
>>> die angehängte LED-Arbeitsleuchte/Taschenlampe, wo ggf. irgendwann
>>> ein Akkutausch in Frage kommt.
>>
>> und wenn der Akku länger als 2 Jahre hält, "kommt" eben der Schalter...
>> Oder die Oberfläche verwandelt sich in Schmier-Glitsch.

Du liebe Güte, welch ein Stress... Die besch... Lampe kostet bestimmt 
weniger als LEDs und Akku einzeln. Was soll denn da groß repariert 
werden?
Wenn das Teil so superduper gut und unverzichtbar ist, schmeiß halt beim 
nächsten Besuch im LIDL 10 Stück davon in den Einkaufswagen und gut ist, 
reicht dann bis ans Lebensende...

von level0 (Gast)


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H. H. schrieb:
>
> Unsinn, der war offizielles Buchgeld in den Teilnahmeländern!

Ja ja, das schon. Habe aber nie Ersatzteile für Buchgeld gekauft, immer 
für DM.

von Elmar A. (Firma: Surfplanet GmbH) (surfplanet)


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Die Reparaturen lohnen nur in Hochlohnländern wie Deutschland, 
Frankreich, etc. nicht, in anderen Ländern hauptsächlich im Ostblock 
lohnt sich das (noch), die Hersteller der braunen und weissen Ware 
bieten daher in Deutschland auch gar keine Ersatzteile mehr an, wenn man 
irgendwas benötigt wird man meistens in Polen, Ungarn, Litauen fündig.

Die Gesetze hier tun ein übriges, nach der Reparatur ist eine VDE0100 
Prüfung erforderlich, der Kunde bekommt Garantie für 6 Monate auf die 
Reparatur, Reparaturbetrieb muss in irgendeine Innung oder BG einzahlen 
, das lohnt nur für wirklich hochpreisige Geräte und nicht für den 50 
Euro Haartrockner.

Die Repaircafes sehe ich eher kritisch,, wenn da an Geräten mit 
Netzspannungsversorgung gebastelt wird und hinterher liegt eine Leiche 
rum oder die Bude fackelt ab, wer zahlst das dann ? In der TV Werkstatt 
musste man ja immer die VDE Prüfung machen, im Repaircafe wissen die 
bestimmt nicht was das ist....

Gruß,
Elmar

von level0 (Gast)


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Cyblord -. schrieb:
> Maik .. schrieb:
>> Grundsätzlich wäre ich ja für eine Zwangszugänglichmachung von
>> Schaltungsunterlagen nach z.B. 10 Jahren. Für alles - vom Fön bis zum
>> Industrie - Frequenzumrichter. z.B. über eine Art zentrale
>> Hinterlegungsstelle.
>> Geschäftsgeheimnis lasse ich diesbezüglich nicht gelten. Der
>> kopierwillige Konkurrent nimmt die Schaltpläne halt selbst auf,
>> durch Nichtveröffenlichung werden vor allem die Käufer und
>> Gelegenheitsreparierer und die Ressourcen geschädigt.
>
> Mit dem gleichen Argument könnte man auch Türschlösser verbieten.
> Unsinn!

Das ist doch alles hohles illusorisches Gefasel.
Der Schaltplan ist sowieso zunehmend uninteressant, Gerätefunktion 
steckt in der Firmware.
Und was, wenns in 10 Jahren den verbauten Controller (oder 
Schaltwandler-IC, oder Display, oder CCFL-Röhre, oder, oder) nicht mehr 
gibt? Auch je einen Eimer voll davon, mit zur "Hinterlegungsstelle" oder 
was? Spart sicher reichlich Ressourcen.. So ein Blödsinn!

von Ralf X. (ralf0815)


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level0 schrieb:
> Ralf X. schrieb:
>> ● Des I. schrieb:
>>> Nachhaltigkeit ist in unserer alternativlosen Wirtschaftsform
>>> nicht wirklich möglich
>>>
>>> Ralf X. schrieb:
>>>> die angehängte LED-Arbeitsleuchte/Taschenlampe, wo ggf. irgendwann
>>>> ein Akkutausch in Frage kommt.
>>>
>>> und wenn der Akku länger als 2 Jahre hält, "kommt" eben der Schalter...
>>> Oder die Oberfläche verwandelt sich in Schmier-Glitsch.
>
> Du liebe Güte, welch ein Stress... Die besch... Lampe kostet bestimmt
> weniger als LEDs und Akku einzeln. Was soll denn da groß repariert
> werden?
> Wenn das Teil so superduper gut und unverzichtbar ist, schmeiß halt beim
> nächsten Besuch im LIDL 10 Stück davon in den Einkaufswagen und gut ist,
> reicht dann bis ans Lebensende...

● Des I radelt (nach Wetter und Lust) mehrmals täglich zu seinem ersten 
Arbeitsplatz am Container und anschliessend zu seinem zweiten 
Arbeitsplatz zuhause.
Und dort stellt er dann seine mehr oder weniger funktionierende Funde 
ins Internet.
Es ist also verständlich, dass er auf Langlebigkeit Wert legt.
Auch wenn man kaputte Ware noch als Sammelstücke verkaufen kann.

von H. H. (hhinz)


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Elmar A. schrieb:
> In der TV Werkstatt
> musste man ja immer die VDE Prüfung machen, im Repaircafe wissen die
> bestimmt nicht was das ist....

Was denkst du denn wer dort so mitwirkt? Das sind nicht selten ehemalige 
R&F-Techniker.

von Klaus (Gast)


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H. H. schrieb:
> Elmar A. schrieb:
>> In der TV Werkstatt
>> musste man ja immer die VDE Prüfung machen, im Repaircafe wissen die
>> bestimmt nicht was das ist....
>
> Was denkst du denn wer dort so mitwirkt? Das sind nicht selten ehemalige
> R&F-Techniker.

Die wenig hilfsbereiten beruflichen Nieten,
die sich Bestätigung bei Laien abholen und
was schwarz nebenbei machen wollen.

von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Beim Nachbarn gab es am Wochenende einen Blitzeinschlag. Alle Geräte mit 
richtigem Ausschalter haben überlebt, weil diese wirklich aus waren. 
Fast alle Geräte mit Ausschalter, der nur in den Stand By schaltet sind 
kaputt.
Eigenntlich müßten auch Versicherungen ein Interesse haben, dass solche 
Geräte weniger häufig zu ersetzen wären.

von Klaus (Gast)


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Dieter D. schrieb:
> Eigenntlich müßten auch Versicherungen ein Interesse haben, dass solche
> Geräte weniger häufig zu ersetzen wären.

Im Gegenteil, dann wären diese Versicherungen ja überflüssig.

von michael_ (Gast)


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Dieter D. schrieb:
> Alle Geräte mit
> richtigem Ausschalter haben überlebt, weil diese wirklich aus waren.
> Fast alle Geräte mit Ausschalter, der nur in den Stand By schaltet sind
> kaputt.
> Eigenntlich müßten auch Versicherungen ein Interesse haben, dass solche
> Geräte weniger häufig zu ersetzen wären.

Meine Kaffeemaschine mußte ersetzt werden.
Unreparabel, die durchsichtige Füllstandsanzeige lief aus.
Total zerlegt. Aber obwohl von außen es eigentlich sauber war, waren 
innen einige Stellen versifft.
Ich möchte so eine Maschine nicht reparieren, für Andere.

Aber die Reservemaschine vollkommen Brüssel-gerecht.
Kein echter Netzschalter. Ein beleuchteter Taster.
Beleuchtet ist aber ein Hohn! Eine Mini-LED mit ganz kleinen 
Leuchtwinkel.
Von der Seite sieht man nichts.
Ruhestromverbrauch 0,3W.
Ich montiere da nun einen beleuchteten Schuko-Stecker dran.

Früher war alles besser.

von ●DesIntegrator ●. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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Ralf X. schrieb:
>> Es gibt heute keine "Langläufer" mehr
>
> Im Rahmen der technischen Entwicklung sind diese im Konsumerbereich auch
> einfach unwirtschaftlich.

und genau deswegen sehe dieses Trara
um Klimawandel und Umweltzerstörung noch immer relativ gelassen.

Beitrag #6770589 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Thomas U. (charley10)


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Klaus schrieb:
> Dieter D. schrieb:
>> Eigenntlich müßten auch Versicherungen ein Interesse haben, dass solche
>> Geräte weniger häufig zu ersetzen wären.
>
> Im Gegenteil, dann wären diese Versicherungen ja überflüssig.

Nö - die Angst bleibt! Diese lässt sich guuut versichern.
Und welcher Anteil der Bevölkerung begreift den Zusammenhang mit dem 
'richtigen' Netzschalter?

von Cyblord -. (cyblord)


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level0 schrieb:
> Das ist doch alles hohles illusorisches Gefasel.
> Der Schaltplan ist sowieso zunehmend uninteressant, Gerätefunktion
> steckt in der Firmware.

Richtig.
Aber selbst WENN ein Schaltplan etwas nützen würde, eine solche 
gesetzliche Vorgabe lohnt sich einfach nicht, für die 0,0001% die da was 
reparieren wollen. Und von denen können es dann 75% trotzdem nicht. Wenn 
man schaut was hier im Forum aufschlägt und irgendwas von einem 
Bekannten reparieren will, weil man den Mund zu weit aufgemacht hat und 
jetzt ratlos vor der Kiste sitzt weil man leider Plus von Minus nicht 
unterscheiden kann.

Das ist mehr so Wunschdenken als etwa Reales. Dafür sollen dann die 
Firmen ihre Schaltpläne den Chinesen frei Haus liefern.

von Klaus (Gast)


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Cyblord -. schrieb:
> Das ist mehr so Wunschdenken als etwa Reales. Dafür sollen dann die
> Firmen ihre Schaltpläne den Chinesen frei Haus liefern.

Da lachen die drüber.
Die Chinesen liefern uns ja netterweise ihre Schaltbilder
frei Haus und zeigen uns immer wieder wie rückständig
wir sind.
Selbst wenn man den Fehler dann findet, scheitet die
Reparatur daran die Teile zeitnah oder überhaupt hier
zu bekommen.

Eigentlich bedient man als Reparaturbetrieb die Kundschaft,
die ältere Dinge am laufen halten wollen.
Das reicht für einen selbständigen Handwerker.

von Christian M. (likeme)


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Interessant wird es bei E-Bikes, viele Hersteller wollen nicht das du 
was reparierst, basta. Wir haben drei E-Bikes von Flyer in einem 
spontanen Anfall von Größenwahn für 15000 Euro gekauft, sind tolle 
Radl!... aber...du kommst nirgends ohne Diagnose dran. Neulich hatten 
wir einen Akku, der einfach nicht mehr ging obwohl alle Zellen ok waren. 
Habe das Teil zerlegt und alle Einzelblöcke geladen und mit einer Senke 
bis zur LSS entladen. Die Ballancerplatine sagte einfach stur NEIN! Der 
Akku war 3 Jahre alt, laut Fahrradgeschäft ist der "wohl Kaputt" oder 
"mal runter geworfen" oder "nass geworden beim Waschen" oder "zu lange 
in der Sonne" oder "schief angeguggt"..... wir können ihn einschicken 
aber, aber, aber... oder sie kaufen gleich einen Neuen für 1100 Euro?! 
Weil da sind sie sicher, man weiß ja nie, zum Schluss hat der Akku eine 
Vorahnung eines baldigen Defekts und würde dann z.B. beim nächsten Laden 
explodieren. Bei solchen Argumenten zuckt jeder Unerfahrene zusammen und 
zahlt.

Kurz: Ich kam mir total verarscht vor, weil ich als geübten Auto und 
Radschrauber mit Dipl. Ing. in Energietechnik, von einem Speichenputzer 
sagen lassen musste, das ich zu dumm dafür bin!

Das Diagnosesystem ist total verdongelt und nur für registrierte Händler 
zugänglich. Beim Akku im Speziellen kann man wohl nur eine LOG Datei 
herausziehen, dem Hersteller zusenden und hoffen. Ich hoffe das sich 
bald jemand durchhackt.

von Klaus R. (klaus2)


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Christian M. schrieb:
> Anfall von Größenwahn für 15000 Euro gekauft

5000€ / Fietze? Aaaaalter! O.o

Christian M. schrieb:
> Kurz: Ich kam mir total verarscht vor, weil ich als geübten Auto und
> Radschrauber mit Dipl. Ing. in Energietechnik, von einem Speichenputzer
> sagen lassen musste, das ich zu dumm dafür bin!

Standardvorgehen, siehe auch Bosch. Die haben weniger "Angst" vor uns 
als vor Akku24.de :)

Klaus.

von ●DesIntegrator ●. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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Christian M. schrieb:
> Wir haben drei E-Bikes von Flyer in einem
> spontanen Anfall von Größenwahn für 15000 Euro gekauft

und ich habe ein gebrauchtes Rad, ohne E seit Jahren im Einsatz.
Hat 90EUR gekostet. Im Norddüütschen Plattland braucht man kein E.

von meinem Vorgänger-Rad kamen das längeres Sattelrohr und der Sattel
wieder ran und gut.

Wie ich immer sage:
Man vereinfache sich, das macht das Leben leichter.

Christian M. schrieb:
> Kurz: Ich kam mir total verarscht vor

Vielen Dank für Deinen Erfahrungsbericht,
der mich auf dem richtigen Wege zu sein bestätigt

:-]

von Klaus (Gast)


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Christian M. schrieb:
> 15000 Euro gekauft, sind tolle
> Radl!... aber...du kommst nirgends ohne Diagnose dran.

Ach! Was glaubst du wofür du die Kohle gelatzt hast? haha

von Thomas U. (charley10)


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Klaus R. schrieb:
> Christian M. schrieb:
>> Anfall von Größenwahn für 15000 Euro gekauft
>
> 5000€ / Fietze? Aaaaalter! O.o

Bei dem Preis musste ich schmunzeln:
Urlaub an der Mosel mit Fahrrad ('Handbetrieb!). Bei der Weinprobe waren 
zwei deutlich jüngere Pärchen aus dem Norden dabei, die sich auch über 
ihre e-bikes 'austauschten'. Äußerung: "Alles unter 8000€ ist purer 
SCHROTT!".
Nach meiner hörbaren Bemerkung zu meiner Frau: "Wenn wir mal richtig alt 
sind, kaufen wir uns auch e-bikes". Das Protzthema war schlagartig 
beendet...
Ich kenne die Zusammenhänge und Erfahrungen mit diesen Rädern derzeit 
noch nicht. Es ging mir ausschliesslich um diesen "Palazzo Prozzi"...

von Christian M. (likeme)


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Die Räder sind keine "Durchsteiger" mit AHK, Korb, Comfortsessel und 
Handylader, sie sind dafür gemacht Berge hinaufzukraxeln (da wo es keine 
Seilbahn gibt) und mit >50 wieder runter zu rasen. Vorher haben wir 
geschoben :-( Für klasse MTB´s ohne Motor kann man auch gut und gern mal 
5K ausgeben. Man darf das Bike Thema nicht mit Motorrädern vergleichen. 
Da bekommt man deutlich mehr "Material" fürs gleiche Geld.

Das ist unser Familienhobby....

: Bearbeitet durch User
von Thomas U. (charley10)


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Christian M. schrieb:
> Die Räder sind keine "Durchsteiger" mit AHK, Korb, Comfortsessel und
> Handylader, sie sind dafür gemacht Berge hinaufzukraxeln (da wo es keine
> Seilbahn gibt) und mit >50 wieder runter zu rasen. Vorher haben wir
> geschoben :-( Für klasse MTB´s ohne Motor kann man auch gut und gern mal
> 5K ausgeben. Man darf das Bike Thema nicht mit Motorrädern vergleichen.
> Da bekommt man deutlich mehr "Material" fürs gleiche Geld.
>
> Das ist unser Familienhobby....

Dann hast aber nach o.g. 'Aussage' immer noch puren Schrott gekauft! 
:-))
Trotzdem viel Spaß damit!

von Christian M. (likeme)


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ja, das stimmt, mein Sohn meinte es gäbe deutlich bessere Gabeln.... so 
für 2000 Euro....

von Michael B. (alter_mann)


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Christian M. schrieb:
> ja, das stimmt, mein Sohn meinte es gäbe deutlich bessere
> Gabeln.... so
> für 2000 Euro....

Ist das dann für die Velophilen?
Wenn es schon keine bei Vollmond von Jungfrauen mundgeklöppelte 
Lautsprecherkabel gibt...

von Ralf X. (ralf0815)


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Michael B. schrieb:
> Christian M. schrieb:
>> ja, das stimmt, mein Sohn meinte es gäbe deutlich bessere
>> Gabeln.... so
>> für 2000 Euro....
>
> Ist das dann für die Velophilen?
> Wenn es schon keine bei Vollmond von Jungfrauen mundgeklöppelte
> Lautsprecherkabel gibt...

Als "alter mann" und Bauer dürften Dich natürlich eher elektrifizierte 
Rollatoren interessieren.

Würdest Du es für gut finden, wenn sich andere darüber belustigen, wenn 
Du ein Problem mit D/einem Breitreifenrollator hättest?

: Bearbeitet durch User
von Dieter (Gast)


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Mittlerweile rasen die mit 90% Unterstuetzung die Berge mit 50++ hoch. 
Demnaechst wird Tempolimit 20 verhaengt auf den Strecken, weil es nicht 
mehr anders geht.

von Thomas U. (charley10)


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Dieter schrieb:
> Mittlerweile rasen die mit 90% Unterstuetzung die Berge mit 50++ hoch.
> Demnaechst wird Tempolimit 20 verhaengt auf den Strecken, weil es nicht
> mehr anders geht.

Damm muss das nicht extra geregelt werden. 30/60/90  ist doch schon für 
alle in Planung...

von Cyblord -. (cyblord)


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Thomas U. schrieb:
> Nach meiner hörbaren Bemerkung zu meiner Frau: "Wenn wir mal richtig alt
> sind, kaufen wir uns auch e-bikes". Das Protzthema war schlagartig
> beendet...

"Ja es ist elektrisch".
"Ja es ist schummeln".
"Ja ich habe dich gerade überholt".

von Jonas H. (jhee)


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Danke für den Hinweis.

von Hotte R. (Gast)


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Cyblord -. schrieb:
> Maik .. schrieb:
>> Grundsätzlich wäre ich ja für eine Zwangszugänglichmachung von
>> Schaltungsunterlagen nach z.B. 10 Jahren. Für alles - vom Fön bis zum
>> Industrie - Frequenzumrichter. z.B. über eine Art zentrale
>> Hinterlegungsstelle.
>> Geschäftsgeheimnis lasse ich diesbezüglich nicht gelten. Der
>> kopierwillige Konkurrent nimmt die Schaltpläne halt selbst auf,
>> durch Nichtveröffenlichung werden vor allem die Käufer und
>> Gelegenheitsreparierer und die Ressourcen geschädigt.
>
> Mit dem gleichen Argument könnte man auch Türschlösser verbieten.
> Unsinn!

Also weiter mit Käuferschädigung, Ressourcenvernichtung und Vermüllung 
der Umwelt. Hoffentlich merken sich die Kinder die Namen der Vögel und 
reißen solch selbstgefälligen Knilchen wie Cyblord vor dem Untergang 
noch den Kopf ab.

von Cyblord -. (cyblord)


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Hotte R. schrieb:

> der Umwelt. Hoffentlich merken sich die Kinder die Namen der Vögel und
> reißen solch selbstgefälligen Knilchen wie Cyblord vor dem Untergang
> noch den Kopf ab.

Lustige Gewaltphantasien. Vor allem weil ich lediglich meine Meinung 
dazu sage. Ich halte deine Aussagen hier für faschistisch und am Rande 
der Legalität.

Und ich denke der Untergang fällt mal wieder aus. Wie so oft in der 
Geschichte.

von Hotte R. (Gast)


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level0 schrieb:
> Und was, wenns in 10 Jahren den verbauten Controller (oder
> Schaltwandler-IC, oder Display, oder CCFL-Röhre, oder, oder) nicht mehr
> gibt? Auch je einen Eimer voll davon, mit zur "Hinterlegungsstelle" oder
> was? Spart sicher reichlich Ressourcen.. So ein Blödsinn!

Jo, hatten wir ja eben bei der Ducati, wo die LED im Scheinwerfer nur 1 
Jahr produziert wurde und es als Ersatz nur den kompletten Scheinwerfer 
für 1.450 Euro gibt. Und wenn der Lagerbestand an Ersatzscheinwerfern 
abverkauft ist, kann die ganze Ducati in den Mülleimer, weil ohne einen 
originalen Scheinwerfer die ABE hinfällig ist und der TÜV den Aufkleber 
verweigert.

> Das ist doch alles hohles illusorisches Gefasel.
> Der Schaltplan ist sowieso zunehmend uninteressant, Gerätefunktion
> steckt in der Firmware.

Hohles Gefasel ist einzig das ganze Gerede um Umwelt- und 
Ressourcenschutz. Der Zug von Industrie und Handel fährt GENAU! in die 
entgegengesetzte Richtung. Zeug, was ich vor 30 Jahren gekauft habe (da 
redete noch niemand von Umwelt- und Ressourcenschutz) funktioniert heute 
noch! Und Zeug, was ich heute kaufe, fällt oft schon während der 
2-jährigen Garantie aus.

von Cyblord -. (cyblord)


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Hotte R. schrieb:
> Jo, hatten wir ja eben bei der Ducati, wo die LED im Scheinwerfer nur 1
> Jahr produziert wurde und es als Ersatz nur den kompletten Scheinwerfer
> für 1.450 Euro gibt. Und wenn der Lagerbestand an Ersatzscheinwerfern
> abverkauft ist, kann die ganze Ducati in den Mülleimer, weil ohne einen
> originalen Scheinwerfer die ABE hinfällig ist und der TÜV den Aufkleber
> verweigert.

Ich frage mich ja manchmal ob es einen deutschlandweiten 
Testosteronmangel gibt. Nur noch Whiner, wo früher mal Männer waren.

von H. H. (hhinz)


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Cyblord -. schrieb:
> Ich frage mich ja manchmal ob es einen deutschlandweiten
> Testosteronmangel gibt. Nur noch Whiner, wo früher mal Männer waren.

Dann lass doch einfach das Gejammer.

von Hotte R. (Gast)


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Cyblord -. schrieb:
> Und ich denke der Untergang fällt mal wieder aus.

Das hängt ganz entscheidend von deinem jetzigen Alter ab. Wenn ich 
deiner selbstgefälligen Argumentation lausche (nach mir die Sintflut), 
hast du deine Holzkiste schon in der Garage stehen und deinen Liegeplatz 
schon für 20 Jahre im Voraus bezahlt.

Untergang war auch das falsche Wort, die Kugel namens Erde wird sich 
natürlich wie gewohnt weiter drehen. Nur wird man eben nicht mehr so 
angenehm leben wie gewohnt. Mal im Sommer 'ne Woche um 50°C in den Citys 
und man wird die Leichen nicht weggeschafft bekommen.

Für solche Ignoranten wie dich: Selbst die pessimistischsten Vorhersagen 
und Modelle der Wissenschaft werden von der Realität übertroffen. Und 
die nicht mehr zu stoppenden Mitkopplungseffekte haben längst begonnen. 
Der erste Dominostein ist gefallen und weitere Dominosteine fallen. Und 
nun versucht man mittels Elektroauto und Windrad den ersten gefallenen 
Dominostein wieder aufzurichten. Dumm nur, dass das die anderen 
fallenden Steine kaum interessieren wird.

Und dumm nur, dass bis 2050 die Würfel längst gefallen sind. Die 
Wissenschaft warnte schon vor 30 Jahren vor der sich jetzt abzeichneten 
Klimakatastrophe (es sei 5 vor 12), hat nur keine Sau interessiert.

von Cyblord -. (cyblord)


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Hotte R. schrieb:

> Das hängt ganz entscheidend von deinem jetzigen Alter ab. Wenn ich
> deiner selbstgefälligen Argumentation lausche (nach mir die Sintflut),
> hast du deine Holzkiste schon in der Garage stehen und deinen Liegeplatz
> schon für 20 Jahre im Voraus bezahlt.

Da sieht man wie schlecht deine Einschätzung der Realität ist.

> Untergang war auch das falsche Wort, die Kugel namens Erde wird sich
> natürlich wie gewohnt weiter drehen. Nur wird man eben nicht mehr so
> angenehm leben wie gewohnt. Mal im Sommer 'ne Woche um 50°C in den Citys
> und man wird die Leichen nicht weggeschafft bekommen.

Ebenfalls Unsinn. Kein Modell gibt das her. Erzählen sie dir das in 
deiner FFF und Extinction Rebellion Telegram Gruppe?

> Und dumm nur, dass bis 2050 die Würfel längst gefallen sind. Die
> Wissenschaft warnte schon vor 30 Jahren vor der sich jetzt abzeichneten
> Klimakatastrophe (es sei 5 vor 12), hat nur keine Sau interessiert.

Ja also, es ist zu spät. Dann brauchen wir auch keine Schaltpläne mehr 
veröffentlichen. Und selbst wenn nicht: Ein bisschen Fahrradfahren und 
ein Schnitzel weniger pro Woche, wird nichts retten. Gar nichts.

von Dieter (Gast)


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Bis 2060 gibt es durch die Eklyptikkonstellation  eine Klimamaximum ganz 
unabhaengig von den Menschen und deren Umweltverschmutzung. Das einzige 
echte Problem ist, dass der Mensch zuviel Ressourcen, dh Flaechen zu 
Lande und zu Wasser, nutzt, so dass die Natur nicht mehr selbst 
nachregeln kann. Dh mit dem CO2 Thema wird das eigentlichen Problem der 
Menschenmassen verdraengt. Im Problemverdraengen war die Menschheit 
schon immer gut.

von Oliver K. (okelectronics)


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Patrick L. schrieb:
> Johannes S. schrieb:
>> Das Reparieren sollte steuerfrei werden damit es sich auch lohnt.
>
> Tja das wäre mal eine Gute Idee!
> Nur schade das kein Politiker hier mit liest :-(

Das tun die Politiker bestimmt!
Das Problem ist, daß unsere äusserst DUMMEN Politiker zwar lesen können, 
aber den Inhalt von intelligenten Menschen wie euch nicht verstehen und 
kapieren. Also kommt defakto zwar der Text an, aber nicht die Botschaft. 
So ist das mit Menschen wo der Verstand im Schatten des Egos wie eine 
Pflanze ohne Sonnenlicht verkümmert.

Meiner Meinung nach brauchen wir keine Gesetze zum reparieren. Wie 
brauchen Menschen die Lösungen finden! Soll heissen - Baut es nach, 
repariert es, macht es bekannt, kopiert Schaltungen macht sie 
öffentlich, findet eigene Wege und Lösungen. Was kümmert mich das Gesetz 
ob ich das darf? Andere dürfen anscheinend auch meinen Lebensraum kaputt 
machen und mir ständig das Geld aus der Tasche saugen.

Also ich scher mich nicht mehr darum an Gesetze zu halten, oder darauf 
zu warten das minderbemittelte Politiker mir die Möglichkeit geben etwas 
zu unternehmen was Reparaturen an geht. Ich kann selber denken und 
handeln, dazu brauche ich nicht die Politik und deren DUMMES Gerede ohne 
Taten.

: Bearbeitet durch User
von Reh Paratör (Gast)


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von Dieter (Gast)


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Wenn man weiss, dass durch uebertrieben Preise bei der Reparatur von LED 
Scheinwerfern viele selbst betroffene Politiker erst aufgewacht sind, 
erkennt man wie weit der Bogen ueberspannt wurde.

Beitrag #6774553 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #6774570 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #6774591 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #6774634 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #6774637 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #6774638 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #6774661 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #6774697 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #6774726 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #6774737 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #6774771 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Hotte R. (Gast)


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Thorsten O. schrieb:
> Meiner Meinung nach ein sehr sehenswerter Beitrag.

Jo, der Beitrag bietet aber nicht wirklich was neues. Unser zentrales 
Problem ist unser perverses Wirtschaftssystem und das irre Streben nach 
immer noch mehr Fortschritt. Wenn jedes Gerät mehrere Generationen 
halten würde (wie der Fön aus Bakelit im Beitrag), fährt unser System an 
die Wand. Denn was lang hält, bring kein Geld. Und dem Staat keine 19% 
MwSt.

Habe eben einen alten HP Deskjet 1220C auf dem Tisch, bei dem wohl die 
Tintenwanne versifft ist. Am Boden sind 4 schöne Torx-Schrauben, wohl um 
ein Öffnen des Gerätes vorzutäuschen. Denn nach dem Entfernen der 4 
Schrauben ist man punktgenau so weit wie vorher, das Gerät geht nicht 
auseinander. Und nein, es macht mir keine Freude, jetzt irgendwo das 
Brecheisen anzusetzen und das Gehäuse zu zerstören.

Die Leute, die hierfür verantwortlich zeichnen, müssten zur Rechenschaft 
gezogen werden und für den Schaden aufkommen. Aber davon sind wir weit 
weg und das ist auch nicht gewollt.

Ein weiteres gewaltiges Problem ist der völlig verblödete Konsument, der 
auch munter Smartfones mit eingeklebten Akkus kauft. Wohl wissend, dass 
das auch anders ginge und nur die Nutzungsdauer auf 2-3 Jahre 
beschränkt. Aber nach 2-3 Jahren will der völlig verblödete Konsument 
sowieso ein neues. In den Schubladen liegen ja auch erst 200 Mio. 
obsolete Smartfones, Kaufpreis mal ca. 100 Milliarden Euro.

von Uli S. (uli12us)


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Es gibt ja mittlerweile ein EU-Gesetz zum Recht auf Reparatur. 
Blöderweise ist das aber so abgefasst, dass sich faktisch überhaupt nix 
ändert. Die Hersteller müssen zwar Ersatzteile verkaufen, aber halt nur 
an den Fachhandel. Also so kenn ichs eigentilch seit 50 Jahren. Wenn bei 
der Bohrmaschine: Lager, Schalter, Zahnrad usw kaputt war, ging man zum 
Werkzeughändler, der half einem damals noch  beim raussuchen, um welches 
Teil es sich handelte und bestellte das. Kostete ungefähr das fünffache, 
wie wenn mans beim entsprechenden Grosshändler, falls ein Massenteil 
selbst gekauft hätte. Aber das Gerät lief danach wieder.

von michael_ (Gast)


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michael_ schrieb:
> Aber die Reservemaschine vollkommen Brüssel-gerecht.
> Kein echter Netzschalter. Ein beleuchteter Taster.
> Beleuchtet ist aber ein Hohn! Eine Mini-LED mit ganz kleinen
> Leuchtwinkel.

Ich habe dazu spasseshalber mal die Ersatzteile auf der Internetseite 
angesehen.
Richtige Ersatzteile gibt es nicht.
Aber die Kanne kostet 15 EUR.
Plus Versandkosten.
Wenn sie die für 3EUR abgeben würden, hätten sie da auch noch Gewinn.
Gefühlt sehen die Kannen seit 30 Jahren gleich aus.
Es muß aber jedes Jahr ein anderes Design gemacht werden, mit minimalen 
Änderungen.
Damit man ja immer wieder ein neues Gerät kaufen muß.

In der Werbung hatte die Maschine ca. 22EUR gekostet.

von Hotte R. (Gast)


Angehängte Dateien:

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Hotte R. schrieb:
> Untergang war auch das falsche Wort, die Kugel namens Erde wird sich
> natürlich wie gewohnt weiter drehen. Nur wird man eben nicht mehr so
> angenehm leben wie gewohnt. Mal im Sommer 'ne Woche um 50°C in den Citys
> und man wird die Leichen nicht weggeschafft bekommen.

Die Zeit holt einen schneller ein, als man denkt:

In Griechenland sollen die Thermometer am Wochenende und die ganze 
kommende Woche tagsüber bis zu 46 Grad zeigen.

Mal sehen, wie sich das auf die Übersterblichkeit auswirken wird.

von Oskar U. (Gast)


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Hotte R. schrieb:
> In den Schubladen liegen ja auch erst 200 Mio.
> obsolete Smartfones, Kaufpreis mal ca. 100 Milliarden Euro.

DAS hätte man mal denjenigen vorhersagen sollen, die sich gegen Ende des 
letzten Jahrtausend wegen einer vom Staat verordneten Volkszählung auf 
die Hinterfüße gestellt haben.

Dass nämlich der "moderne" deutsche Michl für ca. 100 Milliarden Euro 
obsolete Überwachungsgeräte in der Nachttischschublade liegen hat, weil 
er ständig das neueste Überwachungsgerät mit den neuesten 
Überwachungsfunktionen haben muss.

Da wird sich manch einer die Augen reiben oder sich im Grab rumdrehen.

von Thomas (Gast)


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Welchen Grund gibt es heutzutage eigentlich noch Videotext zu nutzen? 
Das habe ich ja seit über 20 Jahren nicht mehr gesehen. Wusste gar 
nicht, dass es das noch gibt.

von Rainer Z. (netzbeschmutzer)


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bedeutende Anwendung: Unteltitel für Hörbehinderte.

von Nichtverzweifelter (Gast)


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Festverbautes, kostenloses Feature in praktisch jedem TV. Nachrichten, 
Uhrzeit, Wetter und Programmheft ganz ohne Internet-Traffic.

Grosse Schrift, daher gut abzufotografieren.

Ist aber wie mit CDs: Besitzer einer grossen Stereoanlage mit 
unkomprimierten CDs sollen sich vor Handyquäkenbetreibern rechtfertigen, 
warum sie ihre Musik nicht streamen.

Weil sie sie schon legal besitzen, auf CD, immer verfügbar.

Ganz ohne Musikverzicht, weil beim Handyblödel mal wieder der 
Volumentarif erschöpft ist und er "seine" Musik deswegen im Moment grad 
garnicht hören kann...

von michael_ (Gast)


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Thomas schrieb:
> Welchen Grund gibt es heutzutage eigentlich noch Videotext zu nutzen?

Weil man dazu nicht ein anderes Gerät anschmeißen muß.
Und sich durch unzählige sinnfreie Menüs durchklickern muß.

Was man nicht kennt, ist sowieso Teufelszeug.

von ●DesIntegrator ●. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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Oliver K. schrieb:
> unsere äusserst DUMMEN Politiker

das sind die garantiert nicht.
Jedenfalls nicht, wenns um das eigene Geld geht.

und ansonsten wissen die auch immer ganz genau,
wann man sich an nichts mehr erinnern muss

: Bearbeitet durch User
von Genau (Gast)


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So wie es aussieht ist das hier eh nur so ein Laden der von 
Selbstsüchtigen und ihren Sklaven (entschuldigt das Wort) geführt wird. 
Die scheinen nicht weltweit zusammen spielen zu können, sonst hätten sie 
schon vor etlichen Jahren Massnahmen ergriffen.

von Hotte R. (Gast)


Angehängte Dateien:

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Thomas schrieb:
> Welchen Grund gibt es heutzutage eigentlich noch Videotext zu nutzen?
> Das habe ich ja seit über 20 Jahren nicht mehr gesehen. Wusste gar
> nicht, dass es das noch gibt.

Interessant ist ja, dass man sich am Medium Videotext abarbeitet, den 
ernsten Inhalt der Meldung aber offensichtlich total ignoriert. Deshalb 
heute ein Update der Meldung.

Mal sehen, welche Nationen zuerst ihr Land in Richtung Norden verlassen 
müssen, weil ihr eigenes unbewohnbar geworden ist. In der Hoffnung, dass 
sich nahe am Nordpol noch Landstriche finden, die bewohnbar sind.

von Ewaranon (Gast)


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Hotte R. schrieb:
> Und dumm nur, dass bis 2050 die Würfel längst gefallen sind. Die
> Wissenschaft warnte schon vor 30 Jahren vor der sich jetzt abzeichneten
> Klimakatastrophe (es sei 5 vor 12), hat nur keine Sau interessiert.

Du verwendet das falsche Weltbild.
Schau Dir das mal an:
https://www.bitchute.com/video/3jVuDHRlShHo/
Dort wird auch das große Jahr und der Klimawandel erklärt.
Der Klimawandel im großen Jahr ist vergleichbar mit dem
Jahreszeitenwandel in einem Jahr.
Den Klimawandel aufzuhalten ist so unsinnig wie die Jahreszeiten
aufhalten zu wollen.
Da ein großes Jahr 25920 Jahre beträgt, fällt der Schwindel
nicht so offensichtlich auf.

von Manfred (Gast)


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Hotte R. schrieb:
> Interessant ist ja, dass man sich am Medium Videotext abarbeitet, den
> ernsten Inhalt der Meldung aber offensichtlich total ignoriert.

Interessant ist eher, den Thread mit einem sachfremden Thema zu kapern.

von Christian F. (christian_f476)


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Meine Familie fährt mit den guten Nicht-E-Bikes der ganzen Verwandten 
die sich neue E-Bikes geholt haben. Das hat so viel gespart da war ein 
neues Multimeter mit 6.5 digits drin. 😏

von Cyblord -. (cyblord)


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Christian F. schrieb:
> Meine Familie fährt mit den guten Nicht-E-Bikes der ganzen Verwandten
> die sich neue E-Bikes geholt haben. Das hat so viel gespart da war ein
> neues Multimeter mit 6.5 digits drin. 😏

Abgelegte Technik von gestern nutzen und dabei noch Stolz sein.

von Nichtverzweifelter (Gast)


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Gegen ein nagelneues MM ist nichts einzuwenden und Fahrradfahren war 
schon immer "gestern".

von Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite


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Cyblord -. schrieb:
> Christian F. schrieb:
>> Meine Familie fährt mit den guten Nicht-E-Bikes der ganzen Verwandten
>> die sich neue E-Bikes geholt haben. Das hat so viel gespart da war ein
>> neues Multimeter mit 6.5 digits drin. 😏
>
> Abgelegte Technik von gestern nutzen und dabei noch Stolz sein.

Ich finde 6,5 Digits jetzt nicht sooo schlecht.

von ●DesIntegrator ●. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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Cyblord -. schrieb:
> Christian F. schrieb:
>> Meine Familie fährt mit den guten Nicht-E-Bikes der ganzen Verwandten
>> die sich neue E-Bikes geholt haben. Das hat so viel gespart da war ein
>> neues Multimeter mit 6.5 digits drin. 😏
>
> Abgelegte Technik von gestern nutzen und dabei noch Stolz sein.

das nennt man heutzutage Nachhaltigkeit

von Cyblord -. (cyblord)


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● Des I. schrieb:
> Cyblord -. schrieb:
>> Christian F. schrieb:
>>> Meine Familie fährt mit den guten Nicht-E-Bikes der ganzen Verwandten
>>> die sich neue E-Bikes geholt haben. Das hat so viel gespart da war ein
>>> neues Multimeter mit 6.5 digits drin. 😏
>>
>> Abgelegte Technik von gestern nutzen und dabei noch Stolz sein.
>
> das nennt man heutzutage Nachhaltigkeit

Kann sein. Aber für mich wär das nichts. Ich trage auch keine Kleider 
aus dem Sammelcontainer.

von Nichtverzweifelter (Gast)


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Cyblord -. schrieb:
> Ich trage auch keine Kleider aus dem Sammelcontainer.

Das interessiert hier auch niemanden.

von Rainer S. (enevile) Benutzerseite


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Cyblord -. schrieb:
> Ich trage auch keine Kleider
> aus dem Sammelcontainer.

Hört sich so an als wäre es was schlimmes. Man sollte da auch nur Sachen 
abgeben die man selber auch tragen würde nur weil es nicht mehr passt 
oder anderes. Kaputtes wird eh wegeworfen.

: Bearbeitet durch User
von Cyblord -. (cyblord)


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Rainer S. schrieb:
>> Ich trage auch keine Kleider
>> aus dem Sammelcontainer.
>
> Hört sich so an als wäre es was schlimmes.

Also es gibt genug Leute die solche Container durchwühlen. Willst du mir 
jetzt sagen du gehörst dazu? Oder ist das eher so ein romantisches 
Nachhaltigkeitsgedudel, was du theoretisch ja voll ok findest und voll 
Nachhaltig, aber selbst niemals auch nur in die Nähe von sowas gehen 
würdest und deine Klamotten natürlich, wieder jeder andere, von 12 
jährigen in Bangladesch machen lässt? Das war mir klar. Immer die 
gleichen Typen die so einen Quatsch schreiben.

von Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite


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Christian F. schrieb:
> Meine Familie fährt mit den guten Nicht-E-Bikes der ganzen Verwandten
> die sich neue E-Bikes geholt haben. Das hat so viel gespart

So ist es. Richtige Fahrräder gibt es jetzt zu Spottpreisen :-)

Ein weiterer Vorteil ist, dass man selbst hochwertige Räder jetzt nicht 
mehr großartig sichern oder überwachen muss - dafür bekommt der Dieb 
einfach nichts mehr bzw. gibt es nun mit den Pedelecs deutlich 
lohnendere Objekte.

: Bearbeitet durch Moderator
von Christian F. (christian_f476)


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Cyblord -. schrieb:
> Kann sein. Aber für mich wär das nichts. Ich trage auch keine Kleider
> aus dem Sammelcontainer.

Musst Du ja nicht machen.

Ich bin echt kein "Öko", aber dass man altes Zeug was noch einsetzbar 
ist weiterverwendet finde ich gut. Das ist ja eigentlich auch das Thema 
hier. Also zum Beispiel alte Spielsachen/Kleidung von den Kindern an die 
Tochter der Cousine, die gerade Nachwuchs bekommen hat und eher knapp 
bei Kasse ist. Oder eben einem Bekannten einen 10-cent Triac tauschen, 
damit der nicht ein paar hundert für eine Waschmaschine ausgeben muss.

von ●DesIntegrator ●. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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Cyblord -. schrieb:
> Ich trage auch keine Kleider
> aus dem Sammelcontainer.

warum muss man immer mit solch kruden Vergleichen daher kommen?

von Cyblord -. (cyblord)


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● Des I. schrieb:
> Cyblord -. schrieb:
>> Ich trage auch keine Kleider
>> aus dem Sammelcontainer.
>
> warum muss man immer mit solch kruden Vergleichen daher kommen?

Warum ist das ein kruder Vergleich? Abgelegt ist abgelegt.

von Klaus R. (klaus2)


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Christian F. schrieb:
> Das hat so viel gespart da war ein
> neues Multimeter mit 6.5 digits drin.

...haha, wie geil :) Und erst die ganzen gesparten Kosten für Arzt & 
Mukkiebude! Da kannste dir jeden Monat was "gönnen"!

Klaus.

von Rainer Z. (netzbeschmutzer)


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"Kinderflohmärkte" auf den Dörfern und in Kleinstädten sind eine gute 
Einrichtung. Müssten eigentlich "Elternflohmärkte" heißen.

Da werden Kinderklamotten verkauft, aus denen die Kids rausgewachsen 
sind und Spielzeuge, welche die Kids inzwischen links liegen lassen. Oft 
mit Kaffee- und Kuchenverkauf im Gemeindesaal der Kirche.

Eine Bekannte aus Sachsen war hellauf begeistert und fragte sich, wieso 
es das in ihrer Gegend nicht gäbe.

Gebrauchte Klamotten sind nichts Negatives. Es gibt Second-Hand-Läden 
für gebrauchte Klamotten.

: Bearbeitet durch User
von ●DesIntegrator ●. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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Ich hab auch schon mal eine Büx angehabt,
die aus einem Altkleidercontainer hing.
Einmal mit durch die Waschmaschine gedreht...

Meine Grösse findet sich halt nicht so oft :-]

BTW:
Das Haus ist gebraucht, das Auto ist gebraucht, das Fahrrad auch.
Selbst das Geld ist gebraucht.

von Wollvieh W. (wollvieh)


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● Des I. schrieb:
> Ich hab auch schon mal eine Büx angehabt,
> die aus einem Altkleidercontainer hing.
> Einmal mit durch die Waschmaschine gedreht...
>
> Meine Grösse findet sich halt nicht so oft :-]

In einem leergeräumten Bürogebäude fand ich mal in der ebenso 
leergeräumten Hausmeisterwohnung mitten im Wohnzimmer liegend eine Jeans 
in allerbester Paßform für mich. Keine Ahnung, wie die da hinkam - ob 
der Hausmeister den Umzugswagen in Unterhose gefahren hat, weil das 
Mitnehmen der alten Hose nach seiner Religion Unglück bedeutet? Oder ein 
besoffener Besucher von der angrenzenden Partymeile lief nach einem 
kurzen Ausflug in das Abbruchgebäude den Rest des Abends ohne Hose 
herum? Ich hatte 10 Jahre lang eine Suche auf genau diese Hose in Ebay, 
wurde aber nie eine eingestellt.

> Das Haus ist gebraucht, das Auto ist gebraucht, das Fahrrad auch.

Bei mir auch. Einmal sah ich im Winter ein angerostetes Damenfahrrad mit 
platten Reifen am Bahnhof. Im nächsten Sommer kam ich zufällig wieder 
vorbei und es stand immer noch dort. Ich habe dann das teure 
vierstellige Zahlenschloß durchprobiert und tatsächlich aufbekommen (da 
es ein Damenrad war, war es logisch, daß die Zahl einer von 365 
Geburtstagen im Jahr sein mußte, wenn es nicht 4711 oder 0815 war). 
Anschließend habe ich das Rad stehenlassen und das Zahlenschloß 
mitgenommen. :)

> Selbst das Geld ist gebraucht.

Da bin ich streng, das drucke ich selbst neu.

: Bearbeitet durch User
von Thomas U. (charley10)


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● Des I. schrieb:
> Ich hab auch schon mal eine Büx angehabt,
> die aus einem Altkleidercontainer hing.
> Einmal mit durch die Waschmaschine gedreht...
>
> Meine Grösse findet sich halt nicht so oft :-]
>
> BTW:
> Das Haus ist gebraucht, das Auto ist gebraucht, das Fahrrad auch.
> Selbst das Geld ist gebraucht.

...und deine Frau?

von ●DesIntegrator ●. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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Thomas U. schrieb:
> ...und deine Frau?

muahaha - netter Versuch

von Patrick L. (Firma: S-C-I DATA GbR) (pali64)


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● Des I. schrieb:
> muahaha - netter Versuch

Was sagte der Freund immer beim gehen nach dem Treffen?

...Grüss mir deine Frau und meine Kinder....

GRINS

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