John schrieb:
> Ist das bezogen auf eine volle Entladung
Auf die Nennkapazität
John schrieb:
> Halbe Tiefe, doppelte Zyklenzahl.
Das wäre ziemlich sinnlos, weil dann die gesamte Ladungsmenge über die
Lebensdauer konstant wäre. Tatsächlich erreicht ein mit flachen Zyklen
betriebener Akku aber einen höheren Gesamtdurchsatz.
Das Lebensdauerende ist nicht "kaputt", sondern bei z.B. 80% der
Nennkapazität festgeschrieben. Manche Hersteller verwenden andere
Definitionen.
Eine 100Ah Zelle hat also am Ende ihrer Lebensdauer immer noch 80Ah,
egal ob sie mit 60Ah Zyklen oder mit 10Ah Zyklen betrieben wurde.
Große Entladetiefen beanspruchen die Platten mechanisch sehr stark,
wodurch die aktiven Massen ihren Zusammenhalt und Kontakt verlieren.
Dadurch verschleissen die Zellen schneller.
Beim Bleiakku z.B. wird bei der Entladung
an der positiven Elektrode Bleidioxid PbO2 in Bleisulfat PbSO4
verwandelt,
und an der negativen Elektrode verwandelt sich metallisches Blei Pb in
Bleisulfat PbSO4.
Die Dichte von Blei beträgt 11,3 g/ccm, die Dichte des daraus
entstehenden PbSO4 nur 6,2g/ccm. Das Volumen der aktiven Masse wächst
dort bei der Entladung also um 80%.
Bei der Ladung wird diese Volumenänderung rückgängig gemacht, wodurch
die aktive Masse allmählich zerbröselt.
Bei der positiven Platte ist die Volumenänderung nicht ganz so
gravierend, da die Dichte des PbO2 nur 9,4g/ccm beträgt. Dafür gibt es
dort noch andere Verschleissmechanismen, wie die Korrosion des bleiernen
Stützgitters.