Der gnadenlose Freitagstroll schrieb ...
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Wenn's die Halbleiter nicht braucht, machen Attrappen doch Sinn, oder ?
Speziell wenn's damit nach der Reparatur wieder funktioniert.
Sully schrieb:> Man bestückt doch keine Dummy-Bauteile.
Doch! Das wird bei den förderfähigen fernsteuerbaren Wallboxen genau so
gemacht, da noch kein offizieller einheitlicher EU-Standard für das
Datenprotokoll festgelegt wurde.
Dummy Chips....
Also entweder kann man den IC weglassen, dann gibt es auch die Funktion
nicht oder man nimmt einen alternativen IC der sich ähnlich / gleich
verhält. VW verbaut anstelle von automotive Varianten halt aktuell auch
Consumer Teile. Ist ja oft das gleiche in grün, nur halt ohne AEC-Q
Label.
Also bitte was ist ein Dummy Chip?
Chris K. schrieb:> Also bitte was ist ein Dummy Chip?
Oder besser: was versteht der Porsche-Chef unter einem "Dummy-Chip"?
Ich vermute einfach, man hat ihm das so vorgekauft, dass er die gängigen
Bullshitbingo-Worte an der richtigen Stelle einflechten kann. Und
letztendlich werden dann in der Fertigung Dummy-Bauteile mit Steckern am
Rand eingebaut, die nur dafür dienen, dass kein Wasser in den Stekcer
läuft und der Kabelbaum richtig liegt, damit der Dummy gegen die
richtige Kiste getauscht werden kann, ohne dass der Kabelbaum um 5cm
"nachgerückt" werden muss.
Chris K. schrieb:> VW verbaut anstelle von automotive Varianten halt aktuell auch Consumer> Teile. Ist ja oft das gleiche in grün, nur halt ohne AEC-Q Label.
Also schummeln sie jetzt nicht nur bei der Software sondern auch bei der
Hardware, na dann herzlichen Glückwunsch. Aber die ganzen
eingefleischten VW Fans lassen sich davon zum Glück nicht beirren.
Komisch das Unternehmen wie Hetzer verschrien werden weil sie consumer
Hardware verbauen. 😅
Ich denke eher, dass die Steuergeräte für kostenpflichtige
Zusatzoptionen (ADAS-Systeme usw.) weglassen und das Fahrzeug so
kodieren, als wäre es ohne bestellt worden. Der Kabelbaum und die
Sensoren kommen aber rein. Später kann der Händler das Steuergerät
nachrüsten und die Funktionen über den Werkstatt-Tester freischalten.
Mit freundlichen Grüßen
Thorsten Ostermann
Thorsten O. schrieb:> das Fahrzeug so kodieren, als wäre es ohne bestellt worden.
So ist das eine Möglichkeit.
Aktuell wird auch versucht, existierende Komponenten, deren
Schlüsselbauteile akut nicht verfügbar sind, umzudesignen und im
Schnellverfahren mit minimalem Testaufwand freizugeben.
Das fängt zum Beispiel damit an, dass ein ganz bestimmter
Mikrocontroller nur in der Umbrella-Variante der jeweiligen Familie
erhältlich ist. Oder, dass man in ein Steuergerät einen μC eines anderen
Herstellers eindesigned, weil der überhaupt erhältlich ist. Dazu muss
man aber eine Hardware-Abstraktion und Standardsoftware haben, die das
auch leisten kann. Am Testing wird dann vorübergehend der Rotstift
benutzt.
Schüttgut wie Transistoren, Spannungsregler, Dioden, ... stellen im
Änderungsprozess weniger Aufwand dar. Aber auch dort wird am Testing
gespart.
Was also mit dem Artikel gemeint ist: viele Management-Freigaben ob
zuwenig Zeit zur Validierung, verglichen mit dem Validierungsaufwand für
die Basisversion.
mfg mf
Hallo Achim M.,
Achim M. schrieb:> Aktuell wird auch versucht, existierende Komponenten, deren> Schlüsselbauteile akut nicht verfügbar sind, umzudesignen und im> Schnellverfahren mit minimalem Testaufwand freizugeben.
betrifft das auch sicherheitsrelevante Teile, wie z.B. ABS, ASR?
Peter M. schrieb:> betrifft das auch sicherheitsrelevante Teile, wie z.B. ABS, ASR?
Nein. Da schiebt die ISO26262 einen Riegel vor, indem die Organisation
eines Unternehmens dafür sorgen muss, dass am Freigabeprozess eines
solchen Produktes beteiligte Abteilungen/Funktionen eine gewisse
Unabhängigkeit zueinander haben müssen. Anders gesagt, die Experten für
funktionale Sicherheit dürfen nicht denselben Chef haben wie die
Entwicklung. Theoretisch könnte der CEO noch eine Management-Freigabe
erwirken, aber das macht der nur unter Rücksprache mit den designierten
Experten. Die Antwort der designierten Experten, denen diese
Verantwortung übertragen wurde, dürfte dir klar sein.
mfg mf
Achim M. schrieb:> Peter M. schrieb:>> betrifft das auch sicherheitsrelevante Teile, wie z.B. ABS, ASR?>> Nein. Da schiebt die ISO26262 einen Riegel vor,
Junge, wir reden vom grenzkriminellen VW-Konzern. Dort scheißt man auf
Normen und Gesetze.
> Theoretisch könnte der CEO noch eine Management-Freigabe> erwirken
VW CEOs sind ja als absolute Ehrenmänner bekannt. Die sind so gut drauf,
die machen das auch praktisch.
> Die Antwort der designierten Experten, denen diese> Verantwortung übertragen wurde, dürfte dir klar sein.
So wie die des designierten VW-Abgasexperten? Ja Chef. Sicher Chef. Kein
Problem Chef. Wollen sie noch eine Massage, Chef?
Hannes J. schrieb:> Junge, wir reden vom grenzkriminellen VW-Konzern. Dort scheißt man auf> Normen und Gesetze.
Deswegen rollen inzwischen auch Köpfe bei den beteiligten Zulieferern.
Du verwechselst da was. Functional Safety befasst sich nicht damit, dass
da reine Luft aus dem Auspuff kommt. Es geht bei der FuSa darum, mit
Prozessen und Methoden die Gefährdung von Menschen auf ein sehr kleines
statistisches Maximum zu beschränken. Letztendlich wird dadurch
kommerzielles Risiko minimiert.
mfg mf
Lothar M. schrieb:> Und> letztendlich werden dann in der Fertigung Dummy-Bauteile mit Steckern am> Rand eingebaut, die nur dafür dienen, dass kein Wasser in den Stekcer> läuft und der Kabelbaum richtig liegt, damit der Dummy gegen die> richtige Kiste getauscht werden kann, ohne dass der Kabelbaum um 5cm> "nachgerückt" werden muss.
Genau so würde ich das auch verstehen. Macht ja auch Sinn.
Ich darf ab übernächste Woche fehlende Elektronik in Neufahrzeugen
Nachrüsten.
Der Hersteller hat diese auf Halde gefahren und nun sind diese Teile
endlich lieferbar. Ich werde ja dann sehen wie der das gelöst hat. Nein
nicht für VW.
Schwer zu sagen, ich vermute eher, es werden Steuergeräte mit teilweise
fehlender Bestückung produziert und der Controller ist ein Dummy, weil
er nur eine Restbussimulation durchführt.
Es heißt die Autos werden auf Halde vorproduziert und wenn die Chips da
sind wird die Fertigung abgeschlossen u die Autos direkt ausgeliefert.
So wie VW es mit dem ID.4 gemacht hat als die Software auf sich warten
lies.
Mani W. schrieb:> Und warum jetzt ein neuer Thread?
.. weil mir die Forum-Startseite immer noch nicht immer alles anzeigt
(und auch die Suche nicht) - halbe Stunde später aber dann doch.
Helge schrieb:> .. weil mir die Forum-Startseite immer noch nicht immer alles anzeigt> (und auch die Suche nicht) - halbe Stunde später aber dann doch.
Deswegen zwei Nicknames?
Thomas K. schrieb:> Werde heute Abend erfahren. Ein guter Freund von mir Arbeitet bei> Porsche als Ing.
Was meint dein Freund dazu?
Auf welche Funktion will ein Porschefahrer verzichten?
Ich verstehe trotzdem nicht, was mir diese Porsche-Chef-Attrappe in
dieser Nachrichtenattrappe sagen möchte. Meine Güte, früher wäre so ein
Unfug nichtmal in einer Schülerzeitung veröffentlicht worden!
Bei Elektroautos geht das mit Dummy-Chips ja noch, da kommt dann ein
Eltako zwischen Batterie und Motor, der direkt mit den Pedalen verkabelt
wird. Aber ein Verbrennungsmotor mit einer Attrappe im Steuergerät? Wie
soll das funktionieren? Warum erzählt der Porsche-Chef so eine Scheiße
und warum druckt NTV diese Scheiße unkommentiert?
Sind das dieselben "Journalisten", laut denen man mit einem 10 cm langen
Hering von dem abgebildeten Zelt eine 80 cm tief vergrabene 400V- oder
gar 10kV-Leitung treffen kann, deren Stromschlag dann laut Polizei nur
so schwach wie von einem Weidezaun ist, weshalb es sieben Verletzte gab
und eine Person zur Überwachung ins Krankenkaus mußte?
https://www.t-online.de/region/stuttgart/news/id_90547776/camping-unfall-in-deggingen-sieben-camper-erleiden-stromschlag-durch-nagel.html
Helge schrieb:> muß man jetzt Angst haben, wenn ein Porsch> vorbeifährt?
immer, ich weiss seit 50 Jahren das sich das nur Menschen leisten können
die den nicht mehr beherrschen!
Wollvieh W. schrieb:> Aber ein Verbrennungsmotor mit einer Attrappe im Steuergerät? Wie> soll das funktionieren? Warum erzählt der Porsche-Chef so eine Scheiße> und warum druckt NTV diese Scheiße unkommentiert?
Ich denke, dass mit Dummy-Chips nicht ICs auf einer Leiterplatte gemeint
sind. Sondern entbehrliche Sensoren oder Module. Wenn es dem Käufer
offen kommuniziert wird oder es bis zur ersten Inspektion keine Probleme
gibt, kann man auf manche Dinge auch verzichten, z.B. Gurtwarnung oder
Bremsflüssigkeits-Stand falls diese (noch) nicht gesetzlich
vorgeschrieben sind. Ebenso auf eine breite Palette der
Entertainment-Module.
Wollvieh W. schrieb:> Sind das dieselben "Journalisten", laut denen man mit einem 10 cm langen> Hering von dem abgebildeten Zelt eine 80 cm tief vergrabene 400V- oder> gar 10kV-Leitung treffen kann, deren Stromschlag dann laut Polizei nur> so schwach wie von einem Weidezaun ist, weshalb es sieben Verletzte gab> und eine Person zur Überwachung ins Krankenkaus mußte?
es war ein größeres Zelt, der Hering war 1m lang und es wurde 1 Phase
getroffen. Also vermutlich 230V ohne FI. Das klingt plausibel.
Dass es praktisch keine original-Bilder mehr gibt, sollte klar sein (und
ist dämlich, aber dem Zeitgeist geschuldet)
Hannes J. schrieb:> Junge, wir reden vom grenzkriminellen VW-Konzern. Dort scheißt man auf> Normen und Gesetze.
Man "zahlt sich Gesetze weg"
Die haben nur irgendwo an einer Stelle halt
nicht genügend Backschisch gezahlt.
Dann pampt natürlich irgendeiner blöd rum.
Früher war es so, wenn Du irgendwann das Bedürfnis nach einem
Tempomaten, einer Rückfahrkamera oder einer Gestensteuerung für das
Radio hattest, dann bist Du zum Freundlichen gefahren und hast das
einbauen lassen. Da wurden Steuergeräte montiert und Kabel gezogen, und
hinterher war die Funktion da.
Heute hast Du "software as a service" und "features on demand". Da sind
in Deinem Auto Funktionen drin und Steuergeräte verbaut, die Du noch gar
nicht bezahlt hast. Wenn Du die Funktion aktiviert haben willst,
bezahlst Du sie und bekommst sie freigeschaltet. Ohne irgendwelche
Montagearbeiten am Fahrzeug, teilweise geht das sogar online.
Nun lässt man den nicht notwendigen Krempel halt wieder weg und macht
nur einen Blindstopfen auf den Stecker, damit das Kabel nicht auf dem
Boden schleift. Wenn Du die Funktion nachgerüstet haben willst muss halt
dieser Dummy durch ein echtes Steuergerät ersetzt werden.
● Des I. schrieb:> Man "zahlt sich Gesetze weg">> Die haben nur irgendwo an einer Stelle halt> nicht genügend Backschisch gezahlt.> Dann pampt natürlich irgendeiner blöd rum.
So sieht das nur ein Simpel. So läuft das in der Realität nicht.
Udo S. schrieb:> Peter Petersson schrieb:>> ID.3>> Keine Angst, auch der ID.4 wird noch genügend Softwarefehler haben> :-)
SW scheisse, aber die Spaltmasse stimmen. Das ist das Wichtigste.
Hallo Soul E.,
Soul E. schrieb:> Früher war es so, wenn Du irgendwann das Bedürfnis nach einem> Tempomaten, einer Rückfahrkamera oder einer Gestensteuerung für das> Radio hattest, dann bist Du zum Freundlichen gefahren und hast das> einbauen lassen. Da wurden Steuergeräte montiert und Kabel gezogen, und> hinterher war die Funktion da.
Z.T. musste nur der Lenkstockhebel getauscht und das Steuergerät
entsprechend codiert werden, ja.
> Heute hast Du "software as a service" und "features on demand". Da sind> in Deinem Auto Funktionen drin und Steuergeräte verbaut, die Du noch gar> nicht bezahlt hast. Wenn Du die Funktion aktiviert haben willst,> bezahlst Du sie und bekommst sie freigeschaltet. Ohne irgendwelche> Montagearbeiten am Fahrzeug, teilweise geht das sogar online.
Du glaubst doch wohl selbst nicht, dass Autohersteller, die sonst jeden
Cent(!) dreimal umdrehen, ein ganzes Steuergerät einbauen ohne das es
benötigt wird? Wenn läuft das eher so, dass schon dass das
entsprechender Steuergerät wegen einer anderen aufpreispflichtigen
Ausstattung schon drinn ist, und dann weitere Funktionen möglich macht.
Beispiel Frontkamera: Fernlichtassistent, Verkehrszeichenerkennung, Lane
Departure Warnung.
Mit freundlichen Grüßen
Thorsten Ostermann
> Porsche baut Dummy-Chips in Autos ein
Ideal wäre doch:
XXX baut grüne Chips in Dummy-Autos ein.
Proklamiert von Gretas, Baerbocker/Innen uvm., - völlig freiwillig
bezahlt von allen verbliebenen treudoofen (rest-)deutschen
Stammwähler/Innen/Ixxe etc.).
;-)