Hallo,
ich habe eine Form (Kugel aus 3D-Druck-Verfahren), die ich mit Silikon
überziehen möchte, am liebsten komplett dicht ohne Loch. Ich muss aber
vorher in der Kugel noch Elektronik unterbringen.
Ich kenne mich aber mit den möglichen Fertigungstechniken nicht aus, ich
weiß nichtmal ob es möglich ist: Eine Kugel fertigt man im Zweifelsfall
in 2 Hälften, falls noch Elektronik rein soll, ist das dann kein
Problem, Hälften zusammenfügen, fertig.
Bei vielen (nicht allen) silikonüberzogenen Produkten, die ich mir
angesehen habe, war das Silikon nicht rundum dicht, sondern es gab
häufig an einer Stelle eine "offene Stelle", wo z. B. ein
Kunststoffverschluss drauf war (oft auch praktisch als Batteriefach z.
B.). Ich vermute also, dass so etwas aus Silikon gefertigt und dann
"übergezogen" wird. Aber ich meine, es gibt auch Produkte, die
tatsächlich 100% von Silikon umschlossen sind? Ich habe nur kein
Beispiel gefunden...
Ist meine Idee mit der komplett umschließenden Silikonhülle nicht zu
realisieren? Geht es nur mit aufwändigen Fertigungsverfahren ab 100.000
Stk. oder gibt es eine Lösung, über die ich mich freuen könnte?
Lg,
Sven
Sven H. schrieb:> Ist meine Idee mit der komplett umschließenden Silikonhülle nicht zu> realisieren
Zumindest blöd: Im Inneren ist Luft, und wenn die sich in der Wärme
ausdehnt, bläst es deine Silikonhülle zum Ballon auf, weil ja kein Loch
drin ist.
Die Vermutung, dass Silikon auf deinem rauen 3d gedruckten (PLA)
ausreichend hält, steht entgegen dass Silikon sehr weich ist.
Kannst du die Elektronik nicht schon während des 3D-Drucks einsetzten?
Ansonsten können die Plastikhälften auch verschweißt werden. Entweder
per Ultraschall oder je nach Plastik mit Lösungsmittel wie DCM.
Wenn er 3D-Druck macht, könnte er doch die Elektronik schon in einer
Pause einsetzen, bevor die Kugel geschlossen wird. Allerdings halte ich
wenig von Silikonüberzügen, weil sie nach einiger Zeit verschwinden. Bei
einer Kugel wäre auch noch die Lagerung bis zur endgültigen Trocknung
recht interessant.
Irgendwo muss immer ein Loch sein. Man stopft praktisch die Kugel in
eine andere Kugel mit einigen Abstandhaltern und spritzt dann Silikon
ein, anschliessend wird die Schale geöffnet und das beschichtete Teil
entnommen, Die Abstandhalter erzeugen dabei halt einige kleine Löcher.
Abhängig von der Grösse, kann man diese wieder auffüllen. Eventuell,
wenns das Beschichtungsmaterial hergibt
kann man erstmal ein Netz herstellen, das um die Kugel rumkommt und dann
erst ausgegossen wird. Ich geh jetzt davon aus, dass da schon eine
gewisse Wandstärke gefragt ist, nicht bloss ne dünne Schicht wie beim
Farbspritzen.
Hallo,
Sven H. schrieb:> ich habe eine Form (Kugel aus 3D-Druck-Verfahren), die ich mit Silikon> überziehen möchte, am liebsten komplett dicht ohne Loch. Ich muss aber> vorher in der Kugel noch Elektronik unterbringen.
lies mal hier weiter:
"Ja, SF-Silikone lassen sich auch im Tauchverfahren verarbeiten. Beim
Bedarf mehrere Schichten aufzutragen: Muss aber "nass in nass"
gearbeitet werden, damit sich die einzelnen Schichten mit der maximalen
Kraft verbinden....".
<http://www.faq.silikonfabrik.de/content/3/52/de/kann-ich-einen-griff-durch-das-tauchen-im-fluessigen-silikon-beschichten.html>
Ciao
Walter
Also ich empfehle dir 2 Halbkugeln zu machen die Rasternasen haben.
Dan aus PLU eine Dichtung zu Drucken und in die Fuge
(Die du natürlich im 3D-Druck realisieren musst) zu Platzieren.
Elektronik rein, Hälften zusammendrücken und fertig ist IP68 (Vorsicht
PLA zieht Wasser und bläht sich auf)
Da würde ich doch eher PET-G nehmen, das hält.
Bei Thingsverse findest du sicher etwas Passendes ;-)
Wir fertigen für die Autoindustrie, auf die Weise mit ULTEM und Kork
Gehäuse die im Motorraum platziert sind.
Übersteht die Hitze des Motors und auch die Autowaschstraße so wie das
Abdampfen des Motor's Problemlos.
Gruß Patrick L.