Spannungsspitze messen

Gast #6792940
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Ich mache mich gerade mit einem DSO von Hantek vertraut und wollte die 
Spannungsspitze im Abschaltmoment einer induktiven Last (KVG 
Leuchtstofflampe) darstellen lassen. Es wird jedoch keine angezeigt? 
Beim Ziehen des Netzsteckers funkt es aber, von daher sollte ich doch 
eine zu sehen bekommen? Hat jemand einen Tipp, was ich falsch mache?
Angehängte Dateien:
Gast #6792969
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Dann zeig doch mal, was der so DSO zeigt...

Womit wird getriggert?
Vom Signal (der Spannungsspitze) selbst?
Bei AC könnte so eine Spitze positiv, oder negativ sein.

Woher "weiß" der DSO, dass er nun genau dieses von dir gewünschte Signal
a) aufzeichnen
und (nicht zu vergessen!)
b) festhalten
soll?
Gast #6792975
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Seppl schrieb:
> oszi (889 KB)

Was soll das für ein Dateityp sein?

> Ich mache mich gerade mit einem DSO von Hantek vertraut und wollte die
> Spannungsspitze im Abschaltmoment einer induktiven Last (KVG
> Leuchtstofflampe) darstellen lassen.

Bevor du da dein DSO dran hängst, solltest du dir sicher sein, dass es 
die Spannung verträgt. Das können locker mehrere hundert Volt sein.
#6793087
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Lothar M. schrieb:
> BTW: was hast du denn da angehängt? Was soll ich mit einer "oszi" Datei
> machen?

Löschen natürlich, oder kannst Du mit Gewissheit erkennen das die Datei 
unschädlich ist?


Seppl schrieb:
> Hat jemand einen Tipp, was ich falsch mache?

Vermutlich einiges, aber du zeigst ja nicht einmal ein einziges Bild vom 
Aufbau, geschweige denn weitere wichtige Informationen.

Single Shot ist das Stichwort.

Ich frage mich woher die Leuchtstoffröhre Strom bekommt und ob das Oszi 
irgendwie direkt an der Netzspannung misst. Fragen über Fragen..
#6793101
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Das Bild ganz oben läßt sich mit einem Bildbearbeitungsprogramm öffnen.

Wo war denn das Oszilloskop genau angeschlossen? Der springende Funke 
dürfte wohl an der Stelle der Unterbrechung, also über einem Schalter 
oder Stecker entstanden sein. Es kann aber auch zur Dämpfung in der 
Lampe ein Löschglied verbaut sein oder zur Kompensation ein Kondensator 
parallel zur Betriebsspannung. Nichts genaues über die Lampe mit KVG 
weiß man nicht.

Was erscheint denn, wenn man direkt über der Spule mißt? Aber Achtung 
wegen der Erdung des Messgerätes und der Grenze der erlaubten 
Eingangsspannung.


mfG
#6793107
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Seppl schrieb:
> Es wird jedoch keine angezeigt?

Natürlich nicht.
Augenscheinlich misst du die Spannung über dem Glimmstarter, und der 
macht erst einmal einen Kurzschluss, nachdem der Bimetallkontakt durch 
die Glimmentladung heiss geworden ist.
Das zeigt das Oszillogramm.

Die Spannungsspitze entsteht erst, wenn der Kontakt kurz darauf wieder 
abkühlt und öffnet.

P.S.:

Jörg R. schrieb:
> Ich frage mich woher die Leuchtstoffröhre Strom bekommt und ob das Oszi
> irgendwie direkt an der Netzspannung misst. Fragen über Fragen..

Vielleicht hat da jemand tatsächlich mal einen Trenntrafo verwendet.
Gast #6793361
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Entschuldigung, ich habe vergessen den Datentyp anzugeben. Aber es gab 
ja clevere Leute. Der Tastkopf ist ein 100:1 und kann 2,5 kV ab. Ich 
messe mit dem Tastkopf direkt auf der Phase nach dem Schalter und vor 
dem KVG/Starter. Ich nahm an, dass sich jemand mit den 
Triggereinstellungen auskennt und sagt, jaaa solche Spitzen musst du so 
und so triggern. Hier ist ja schon das Stichwort SingleShot gefallen. Im 
Handbuch wird darauf nicht weiter eingegangen.

Ist der Tastkopf zu schwach für solche Messungen? Mit dem Trenntrafo 
habe ich mich noch nicht beschäftigt. Sollte ich wohl.
Gast #6794039
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von Seppl schrieb:
> Hat jemand einen Tipp, was ich falsch mache?

Wie hast du den Oszillograf angeschlossen?
Zeig mal den Schaltplan. Die eingestellte Ablenkzeit
ist viel zu lang eingestellt, es sollte höchstens
eine Periode oder weniger der 50Hz Wechselspannung
zu sehen sein. Wenn die Abschaltung im Stromnulldurchgang
erfolgt gibt es keine Spannungsspitze. Die Spannungsspitze
entsteht parallel der Spule und wird eine abklingende
Schwingung sein, weil die Spule mit ihrer parasitären
Kapatzität einen Schwingkreis bildet. Und die Frequenz
dieser Schwingung ist sehr viel höher als die 50Hz.
Gast #6794768
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Ganz steile Impulse in voller Schönheit darzustellen, gelingt nicht 
immer und kann die empfindliche Eingangsstufe eines Oszis killen wie 
schon oben von Hp M. erinnert wurde. Fang erst mal ganz klein an mit 
einem einzelnen 5V-Impuls. Dann überprüfe die Masseverhältnisse Deiner 
Schaltung. Üblicherweise ist die Oszimasse meist mit dem Schutzleiter 
verbunden! Dann male Schaltskizze bevor Du anfängst. Statt mit dem Oszi 
könnte man auch mit einer Glimmlampe (mit Vorwiderstand) den Impuls 
anzeigen. Das ist billiger als kaputter Oszi.
Gast #6794789
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Seppl schrieb:
> Ich
> messe mit dem Tastkopf direkt auf der Phase nach dem Schalter und vor
> dem KVG/Starter. Ich nahm an, dass sich jemand mit den
> Triggereinstellungen auskennt und sagt, jaaa solche Spitzen musst du so
> und so triggern. Hier ist ja schon das Stichwort SingleShot gefallen. Im
> Handbuch wird darauf nicht weiter eingegangen.
>
> Ist der Tastkopf zu schwach für solche Messungen? Mit dem Trenntrafo
> habe ich mich noch nicht beschäftigt. Sollte ich wohl.

Außer mit Trenntrafos solltest du dich noch mit ganz anderen Dingen 
beschäftigen. Und das, was du da gerade zu tun gedenkst, unterlassen.


PS:
Induktivitäten erzeugen beim Abschalten keine Spannungsspitze, sondern 
treiben den fließenden Strom weiter. Das KANN eine Spannungsspitze zur 
Folge haben, nämlich dann wenn die Induktivität den Strom z.B. über die 
Luftstrecke plötzlich geöffneter Kontakte treiben muß. Oder durch einige 
MΩ Silicium plötzlich sperrender Halbleiter.

Wenn die Induktivität den Strom dagegen in einen Kondensator schieben 
kann, passiert einfach gar nichts außer etwas Geklingel mit 
entsprechender Frequenz.

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