Hallo,
leider habe ich nach einiger suche bei Google nicht dazu gefunden.
Ich hoffe ihr könnt mir weiterhelfen.
Software: EAGLE 9.6.2.
Ich möchte eine Platine erstellen im EAGLE PCB LAYOUT, die ich an einer
definierten Linie später abbrechen kann (ähnlich dem Anhang). Wie kann
ich das im PCB Layout erzeugen ? Was ist dafür der Fachausdruck?
LG Dennis
in deinem Bild sieht man eine kombination aus Fräsungen und an die
verbleibenden Haltestege sind mit Bohrungen zum brechen perforiert.
Frässungen zeichnest du als "Striche" im layer 46 "Millin". Am besten
nimmst Du als Stärke von dem Strich den gewünschten Durchmesser des
Fräsers, bzw Zeichnest Du einfach die Striche so wie der Fräser die
Stelle abfahren soll. Welchen Durchmesser dein Hersteller hat wird er
die verraten. 2,0 und 2,54mm für außen sind aber gute Standradgrößen.
0,8 1,0 1,2mm gib es auch, aber damit sollte man nicht unnötig lange
strecken fahren (außen) -man will den Hersteller ja nicht unnötig
quälen.
Als Bohrungen zum leichteren brechen setzt du einfach normale "holes"
(undurchkontaktierte löcher), so irgenwie 0,5-0,8mm Durchmesser.
Alternativ gibt es auch noch das sogenannte Ritzen (V-Score), da wir die
Platine (in aller regel über die komplette Länge) von beiden Seiten mit
einer V-Förmigen Klinge (Sägeblatt, ähnlich kreisssäge) um ca 1/3
angesägt. An dieser Kannte kann Sie später getrennt werden (sollte man
aber wegen der mechanischen Spannung von aufgelöteten Bauteilen nicht
einfach zu brechen, sondern einen entsprechenden Nutzentrenner
verwenden)
Weitere Erklärungen zu all diesen arten der "Nutzenanbindung" findest Du
unter den genannten begriffen bei Google bzw. bei vielen
Leiterplattenherstellern.
Man kann sich auch entsprechende Bauteile für die Nutzenstege anlegen,
in denen Dimension (Board-Kontur) und die Löcher drin sind.
Gibt verschiedene Möglichkeiten, ich bevorzuge, den Nutzenaufbau mit
definierten Nutzenstegen im Dimension-Layer zu haben, dann kann ich
sicher sein, dass PCB-Lieferanten nichts übersehen oder in den
Gerber-Daten Informationen fehlen.
Gtx F. schrieb:> Alternativ gibt es auch noch das sogenannte Ritzen
Beim Ritzen, aber auch bei den anderen Versionen gilt: um brechen zu
können, muss die Brechkante auf gerader Linie durch das ganze Panel
verlaufen, das ist im rechten Teilbild gut dargestellt. Beim Ritzen ist
das alternativlos, beim Fräsen kann man auch, wenn das nicht geht, kurze
Stege mit dem Seitenschneider abknipsen, aber das ist mühsame
Handarbeit.
Brechkanten sind nicht besonders schön, z.B. schlecht geeignet zum
Stecken in Führungen, es sei denn man arbeitet mit der Feile oder einem
Bandschleifer nach.
Georg
Georg schrieb:> Beim Ritzen, aber auch bei den anderen Versionen gilt:
Ergänzung: es gibt verschiedene Methoden zum Ritzen, z.B. mit einen
Sägeblatt mit V-Schneide. Das geht nur gerade durch das ganze Panel.
Man kann auch einen Fräser mit V-Spitze auf der gleichen CNC-Maschine
verwenden und beliebige Formen ritzen, z. B. einfach einmal um den
Einzelnutzen. Damit kann man sich auch wunderbar ins Knie schiessen,
weil man dann den Nutzen nur noch mit einem Hammer vereinzeln kann.
Kreisförmige Ritzen sind auch keine gute Idee.
Georg
Über die Abbrechlinie kann man immer noch Leiterzüge führen und so z.B.
den ISP Anschluss später entfernen.
Bei V-Cut ist der zwar noch vorhanden, aber nicht mehr kontaktiert. Das
ist eine ganz böse Falle, wenn der Chinese dir was Gutes tun will und in
vorauseilendem Gehorsam dir V-Cuts auf Mehrfachnutzen draufzimmert, die
du nicht bestellt hast.
Hatte ich z.B. auf LED Konstantstromquellen. Ich habe die 100x100 voll
ausgenutzt und 3 oder 4 Stromquellen auf einem Board. Ich hatte Linien
im Aufdruck, um dort später per Handhebelschere optional die Boards
vereinzeln zu können, die Stromversorgung aber durchgebrückt, um auch
RGB(W) mit mehreren KSQs, aber nur einer Einspeiseklemme realisieren zu
können.
Damit war's dann Essig, da die Leiterzüge der Spannungsversorgung
durchgeritzt waren.