Forum: HF, Funk und Felder BNetzA senkt die Gebühren für die AFU-Prüfung


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von Marek N. (Gast)


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Moin,

eben im Nachbarforum gelesen:

> Prüfung Klasss E
> Bisher: 80€
> Neu: 56€
>
> Prüfung Klasse A
> Bisher: 110€
> Neu: 71,50€
>
> Rufzeichenzuteilung
> Bisher: 80€
> Neu: 20€

Beste Grüße, Marek

Quelle: https://www.funkbasis.de/viewtopic.php?f=4&t=51627
Sowie: 
https://www.bgbl.de/xaver/bgbl/start.xav#__bgbl__%2F%2F*%5B%40attr_id%3D%27bgbl121s3715.pdf%27%5D__1630403116983

:
von Kilo S. (kilo_s)


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Finde ich Gut!
So ist der Einstieg auch für Leute mit geringerem Einkommen 
erschwinglich.

Jetzt noch den Fragenkatalog überarbeiten damit der etwas auf 
aktuelleren stand ist und es wandelt sich zum positiven.

von funker1 (Gast)


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Habe selbst dieses Jahr die Klasse A belegt.

Schade, das keine Lizenz unter der E-Klasse zustande kommt.

Damit könnte man Amateurfunk vielen praktischen Zwecken zuführen (z.B. 
Kommunikation auf Festivals, Wanderregionen mit Repeater, etc.) und sich 
etwas vom reinen Experimentalfunk lösen.

In diesem Umfeld werden viele Technik-Details nicht benötigt.

Betriebspraxis, Gesetzeskunde und rudimentäre Technikfragen. Im Gegenzug 
aber keine Erlaubnis, selbstgebaute Sender zu betreiben.  Von mir aus 
auf 70cm und 2m beschränkt.

Das wäre ideal für viele Zwecke.

von Ben B. (Firma: Funkenflug Industries) (stromkraft)


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Der Sender-Selbstbau ist doch das einzig Interessante an den Lizenzen. 
Ansonsten kann man sich auch mit CB-Funk begnügen, für sowas wie ein 
Festival (wozu auch immer ihr dort Amateurfunk benötigt) wäre das völlig 
ausreichend.

Leider lohnt sich der Bau solcher Dinge heute nicht mehr bzw. der 
Rundfunk-Bereich (egal ob nun LW MW KW oder UKW), wo der (von mir aus 
zeitlich eingeschränkte) Betrieb eines Senders wirklich Spaß machen 
würde, bleiben verboten. Bzw. wird sowieso bald alles durch DAB ersetzt. 
Bzw. auf LW MW KW wäre es heute schon völlig egal was man dort sendet 
oder auch nicht, es gibt ja kaum noch deutsche Sender und auch keine 
deutschen Hörer mehr.

von QRSS (Gast)


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funker1 schrieb:
> Habe selbst dieses Jahr die Klasse A belegt.
> Schade, das keine Lizenz unter der E-Klasse zustande kommt.
> Damit könnte man Amateurfunk vielen praktischen Zwecken zuführen (z.B.
> Kommunikation auf Festivals, Wanderregionen mit Repeater, etc.) und sich
> etwas vom reinen Experimentalfunk lösen.
> In diesem Umfeld werden viele Technik-Details nicht benötigt.
> Betriebspraxis, Gesetzeskunde und rudimentäre Technikfragen. Im Gegenzug
> aber keine Erlaubnis, selbstgebaute Sender zu betreiben.  Von mir aus
> auf 70cm und 2m beschränkt.
> Das wäre ideal für viele Zwecke.

CB, PMR, Freenet. Da braucht man keine Lizenz, und wer macht schon die 
Lizenz um auf nem Festival mit eimer Handfunke zu funken?
Repeater in Wanderregionen? Och ne, dann lieber 5 Bäume mehr als ein 
Mast.

von Marek N. (Gast)


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Jaa, beim Wandern könnte man dann auch gleich das Jodel-Diplom arbeiten 
^.^

funker1 schrieb:
> und sich
> etwas vom reinen Experimentalfunk lösen.

Amateurfunk ist Experimentalfunk. Die reine und bloße Kommunikation 
stand nie im Mittelpunkt des Amateurfunks. Dafür gibt es mindestens 
Hundert Ersatzanwendungen: CB-Funk, FreeNet, PMR, Teamspeak, Jabber, 
WhatsApp, Telegram, Twich, Snitch...

Das ist so, als würde man den Brieftauben-Züchtern ankreiden, sie sollen 
sich nicht so sehr auf auf die Brieftaubenzucht konzentrieren, sondern 
auch mal mehr Lyrik in die Briefe einfließen lassen.

Letzten Herbst gab es eine Initiative, den Fragenkatalog zu überarbeiten 
und Vorschläge einzusenden. Die Eisendungen werden wohl gerade 
ausgewertet und es soll wohl "bald" einen Draft geben. Bin mal gespannt, 
wie sehr man sich an die alten Zöpfe getraut hat.

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Kilo S. schrieb:
> Finde ich Gut!

Ich grundsätzlich auch.

Ich fände es trotzdem noch besser, wenn die Funkamateure die Prüfungen 
selbst abnehmen dürften (wie in den USA), aber das wird wohl noch 'ne 
Weile auf sich warten lassen. Da diese Arbeit ehrenamtlich ist, würde es 
die Kosten für den Probanden nochmal senken.

> Jetzt noch den Fragenkatalog überarbeiten

Ich habe im Buschfunk vernommen, dass sowas in Arbeit ist. Geht aber 
sicher auch nicht von heute auf morgen.

von Marek N. (Gast)


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Ich finde, hoheitliche Aufgaben sollten auch nur von offiziellen 
Behörden vorgenommen werden, sonst wird das Ganze unübersichtlich, 
unkoordinierbar, manipulierbar, mißbrauchbar und somit letzenendes 
unfair: "Der hat mir aber bei der letzten OV-Kohlfahrt nach dem 12. Bier 
gesagt, wenn ich das und das mache, dann krieg ich jenes Rufzeichen 
zugeteilt."

Der ADAC nimmt ja auch keine Hauptuntersuchungen ab und teilt 
Kennzeichen zu.

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Marek N. schrieb:
> Ich finde, hoheitliche Aufgaben sollten auch nur von offiziellen
> Behörden vorgenommen werden

Es gibt nicht nur das Beispiel USA (welches offenbar funktioniert), 
sondern auch andere "hoheitliche" Aufgaben im Hobbybereich werden von 
den entsprechenden Nutzern durchgeführt, Beispiel Sportbootführerschein.

Irgendeine Kontrolle braucht man natürlich (die Aufsicht darüber sollte 
also bei der BNetzA bleiben, nur eben nicht die Durchführung selbst), 
und wenn du dir mal die Fragen der US-Prüfung reinziehst, sind die 
entsprechenden Fragen für deren Verhaltenskodex auch Bestandteil der 
Prüfung.

Ich hätte auch nichts dagegen, dass das eine Behörde macht, aber wenn 
sie dann anfangen, das nach ökonomischen Gesichtspunkten in Geld 
ausdrücken zu wollen, haben (wie Kilo Sierra schon schrieb) halt 
insbesondere einkommensschwache Kandidat/innen schlechte Karten. Das ist 
schlicht unfair und verhindert potenziell Nachwuchs.

Alternativ könnte man Leuten aus diesem Umfeld natürlich auf Antrag die 
Gebühr komplett erlassen, aber das wird mit deutscher Bürokratie nicht 
einfacher, und auch da werden sich Leute ungerecht behandelt vorkommen.

von Christian E. (cerker)


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funker1 schrieb:
> Schade, das keine Lizenz unter der E-Klasse zustande kommt.

Die Klasse E ist absoluter Kinderkram, das kann jeder der ernsthaft 
interessiert ist in paar Tagen-Wochen lernen. Es haben 11jährige die A 
gemacht, ich selbst kenne DL6JV der sie 2007 mit 14 gemacht hat ohne 
Probleme (er saß in der Prüfung zufällig neben mir).

> Damit könnte man Amateurfunk vielen praktischen Zwecken zuführen (z.B.
> Kommunikation auf Festivals, Wanderregionen mit Repeater, etc.) und sich
> etwas vom reinen Experimentalfunk lösen.

Bloss nicht. Amateurfunk ist deswegen recht gering reguliert, da er 
KEINE praktische Anwendung hat und daher vorallem für kommerzielle 
Anwendungen uninteressant ist.

Marek N. schrieb:
> Ich finde, hoheitliche Aufgaben sollten auch nur von offiziellen
> Behörden vorgenommen werden, sonst wird das Ganze unübersichtlich,
> unkoordinierbar, manipulierbar, mißbrauchbar und somit letzenendes
> unfair: "Der hat mir aber bei der letzten OV-Kohlfahrt nach dem 12. Bier
> gesagt, wenn ich das und das mache, dann krieg ich jenes Rufzeichen
> zugeteilt."

Der admistrative Teil, also die Lizenzerteilung und Rufzeichenzuteilung, 
liegt auch in den USA weiter bei der FCC. Lediglich die Prüfungsabnahme 
(die kontrollierbar ist, da es genauso wie hier Multiple-Choice ist) ist 
an die VEs übertragen.

Ich weiss nicht wie der aktuelle Stand ist, aber vor einigen Jahren war 
es wohl noch so, dass man erst ein "generiertes" Rufzeichen zugewiesen 
bekam und erst dann ein "Vanity-Call" beantragen konnte.

Gruß,
Christian DL3CE

von Marek N. (Gast)


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Klar, die US-Prüfung ist kostenmäßig unschlagbar: Mit max. 15 $ für die 
Extra Class. Die wollen wir ja auch noch machen, spätestens zu unserem 
Sabbatical. -- Abgesehen von Peru werden in Südamerika die CEPT-Lizenzen 
nicht anerkannt.

Klar, Angelvereine z.B. nehmen die Prüfungen auch überwiegend 
selbstorganisiert und ehrenamtlich ab, da ist aber der potezielle 
Schaden geringer, wenn man mal Leute "durchwinkt". Obwohl, Umwelt- und 
Artenschutz...? Weiterhin gibt es da eine Art "Vereinszwang", denn nur 
dann darf man in den jeweiligen Gewässern angeln.

Ich denke, wenn man denn hoffentlich bald eine Online-Prüfung etabliert 
(Der AJW hat sich sehr danach gesehnt im zurückliegenden Jahr; bemängelt 
wurde die Initiativlosigkeit des Vostands innerhalb des eigenen 
Vereins!), dann sollte zumindest die Abschreckung durch die wenigen 
konzentrierten Prüfungsorte entfallen.
Ich war z.B. überrascht, als ich vor einigen Jahren per Zufall 
rausgefunden habe, dass in Bremen keine Prüfungen mehr abgenommen 
werden. Frauchen musste z.B. von Bremen nach Hamburg fahren, um ihre 
Prüfungen abzulegen. Wenn man als Teenager noch weiter aufm Land wohnt, 
ist so eine Anreise schon eine zusätzliche Erschwernis.

Wenn die Prüfung aber online abgehalten werden kann, dann könnte ich mir 
vorstellen, dass so eine Prüfung von Ehrenamtlichen beausichtigt wird. 
Die Auswahl der Prüfungsfragen und die Koordination der Rufzeichen 
geschieht dann ja immer noch bei der BNetzA (evtl. sogar weitestgehend 
automatisch).

Ideen gibt es viele, mal sehen wie sich das in den nächsten Jahren 
entwickelt?

von Kilo S. (kilo_s)


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Jörg W. schrieb:
> Irgendeine Kontrolle braucht man natürlich (die Aufsicht darüber sollte
> also bei der BNetzA bleiben, nur eben nicht die Durchführung selbst)

Geht doch recht simpel, die Fragen der Fragebögen per Zufallsgenerator 
für jede Prüfung erstellen, diese werden dann für die Prüfung an den OM 
der Sie durchführt geschickt und später von der Bundesnetzagentur 
ausgewertet.

Somit ist zumindest schon mal in gewissem Maße sichergestellt das dort 
nicht einfach ein "Standardbogen" ausgefüllt untergejubelt wird.

Manipulation seitens des Prüfer (dem besten Freund oder Sohnemann die 
Antworten verraten) sind so halt nicht ausgeschlossen.

Jörg W. schrieb:
> Ich habe im Buschfunk vernommen, dass sowas in Arbeit ist. Geht aber
> sicher auch nicht von heute auf morgen.

Ja, das wird noch dauern.
Ich bin jedenfalls gespannt ob und in wie weit sich was ändert.

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Marek N. schrieb:
> Klar, Angelvereine z.B. nehmen die Prüfungen auch überwiegend
> selbstorganisiert und ehrenamtlich ab, da ist aber der potezielle
> Schaden geringer,

Ich schrieb was vom Sportbootführerschein. Das ist wohl deutlich 
schwergewichtiger als ein Angelschein, denn mit so einem Pott kannst du 
der Berufsschifffahrt in die Quere kommen und auch sonst mehr Unheil 
anrichten als mit einer Amateurfunkgenehmigung. Trotzdem geht das dort.

: Bearbeitet durch Moderator
von Holger B. (vilu)


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Marek N. schrieb:
> Ich war z.B. überrascht, als ich vor einigen Jahren per Zufall
> rausgefunden habe, dass in Bremen keine Prüfungen mehr abgenommen
> werden. Frauchen musste z.B. von Bremen nach Hamburg fahren, um ihre
> Prüfungen abzulegen. Wenn man als Teenager noch weiter aufm Land wohnt,
> ist so eine Anreise schon eine zusätzliche Erschwernis.

Ist das wirklich das große Hindernis, wenn man nach Wochen/Monaten der 
Vorbereitung an einem Vormittag mal die 100km fährt oder sich fahren 
lässt? Ich mein, heutzutage fliegt die Jugend mal eben für ein 
Wochenende zum Feiern nach Malle, da sollte das doch nicht das Problem 
sein..?

Aber klar, beaufsichtigte Online-Prüfungen wären die zeitgemäßere 
Lösung.

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Holger B. schrieb:
> Aber klar, beaufsichtigte Online-Prüfungen wären die zeitgemäßere
> Lösung.

Selbst mit einer vor-Ort-Prüfung wäre man mit so einer 
"Freiwilligen-Armee" deutlich flexibler hinsichtlich des Prüfungsortes, 
als dies derzeit mit den wenigen Außenstellen der BNetzA gegeben ist, 
die noch Prüfungen abnehmen. Das wurde ja in den letzten Jahren immer 
mehr ausgedünnt, ähem, "zentralisiert".

von Percy N. (vox_bovi)


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Jörg W. schrieb:
> Es gibt nicht nur das Beispiel USA (welches offenbar funktioniert),
> sondern auch andere "hoheitliche" Aufgaben im Hobbybereich werden von
> den entsprechenden Nutzern durchgeführt, Beispiel Sportbootführerschein.

Das ist zwar sehr plakativ, aber auch schön verkürzt.

Der DSV möchte von volljährigen Prüflingen am Prüfungstag einen gültigen 
Führerschein sehen. Die Fahrschulausbildung wiederum ist in Deutschland 
detailliert geregelt; an die Prüfer werden hohe Voraussetzungen 
gestellt.

Hierdurch wird sichergestellt, dass Prüflinge ein Mindestmaß an Umsicht, 
Sorgfalt und Rechtstreue aufweusen; geprüft durch Akademiker.

Wollte man dieses Modell auf den AFuBereich übertragen, würde dies 
bedeuten, dass ausschließlich Dipl-Ings die Prüfungen abnehmen dürften.

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Percy N. schrieb:
> Das ist zwar sehr plakativ, aber auch schön verkürzt.

Mag sein, aber das dort enthaltene Risiko ist auch deutlich höher als 
bei einer Afu-Prüfung.

von Ham (Gast)


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Hallo

Warum sollte das der Fall sein?

Der größere Teil der FA war und ist eben kein Dipl Ing. bzw. ähnliches 
und viele davon leisten trotzdem deutlich mehr als das was in den 
Prüfungen verlangt wird.
Ich selbst bin schon seid deutlich über 15 Jahren Lizenzierst aber 
eigentlich seid frühste Jugend aktiver SWL.
Sowohl die DO Lizenz als auch die "große" Lizenz waren kein Problem - 
die DO Lizenz wäre auch ohne den über die SWL und Basteljahre (und 
Vorbereitung auf die damals -lange bevor Multipel Choice - nie wirklich 
angegangene Prüfung  Ich mochte mag auch bis heute frei formulierte 
Antworten nicht und war und bin einfach unglaublich untalentiert in CW - 
wie auch ein musikalischer "Krüppel- es hängt wohl tatsächlich zusammen) 
schon erworbene Kenntnisse kein Problem gewesen und für die große Lizenz 
dürfte auch einen totalen Laien (aber der ist selten an Afu interessiert 
- heute noch seltener als "früher" ein Grundwissen liegt eigentlich 
schon immer vor) innerhalb von 6 Monaten zu erledigen sein (Wenn nicht 
irgendeine Pandemie und Termine in Jahrestakt -auch ohne Pandemie... 
dazukommen).

Jeder der etwas länger (zwei drei Jahre sollten locker reichen) aktiv im 
Amateurfunk ist kann eine Prüfung abnehmen - eigentlich braucht er nur 
Kreuzchen und deren Lage zu überprüfen denn praktische Prüfungen gibt es 
nicht mehr bzw. sind rein freiwillig (CW).

Ham

von OM (Gast)


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Gibts hier jemand, der das Gestammel von Ham versteht? Es ist einfach 
unglaublich, wie sich manche überhaupt nicht bemühen, einen 
verständlichen Text zu schreiben und dann offenbar erwarten gelesen zu 
werden.

von Marek N. (Gast)


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Ich würde gerne mal einen LKW-Führerschein machen, weil ich gerne mal 
Unimog fahren möchte. Einfach so aus Spaß. Aber wenn man sich die Preise 
anschaut, ist das absolut hobbyfeindlich. Ich hatte schon überlegt, in 
Polen den LKW-Führerschein für einen Bruchteil des Geldes zu machen und 
hier umschreiben zu lassen, aber leider geht das auch nicht mehr, weil 
es viel zu oft missbraucht wurde und Leute, die hier gesoffen haben, 
sich in Polen einen neuen Führerscheint gemacht haben.

Ich suche auch eine Firma, wo man Ost-Autos (Trabant, Wartburg, 
Zaporosz, Syrena, Fiat 125p, Maluch) probefahren kann, leider finde ich 
nichts.

von Henrik V. (henrik_v)


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Wenn Aktive die Prüfungen abnehmen, gibt es bei der Prüfungsabnahme ja 
gar kein Bleistiftgetrommel (sekundäre CW Prüfung) mehr ;)
(hab ich mir erzählen lassen :D )

von Percy N. (vox_bovi)


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OM schrieb:
> Gibts hier jemand, der das Gestammel von Ham versteht? Es ist
> einfach unglaublich, wie sich manche überhaupt nicht bemühen, einen
> verständlichen Text zu schreiben und dann offenbar erwarten gelesen zu
> werden.

Wenn Du es verstanden hättest wärest Du wahrscheinlich auch nicht 
glücklicher.

von Moses (Gast)


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funker1 schrieb:
> Schade, das keine Lizenz unter der E-Klasse zustande kommt.

Bei einer Prüfung - egal welche - gibts beim Bestehen ein Zeugnis.

Das ist eine Voraussetzung für die Zuteilung eines Rufzeichens.

Berechtigung=Erlaubnis=Lizenz: Haste E-Erlaubnis haste E-Lizenz.

Ben B. schrieb:
> Der Sender-Selbstbau ist doch das einzig Interessante an den Lizenzen.

Auch das Strafmaß beim Schwarzfunken. War vor kurzem nur eine OWi. Haste 
Dich nur in der Frequenz "vertan" riskierste nicht gleich Knast.

Marek N. schrieb:
> Die reine und bloße Kommunikation
> stand nie im Mittelpunkt des Amateurfunks.

Stimmt, z.B. DX-Contests

Hier ich, hörst mich?
Ja, auf Wiedersehn.

Rufzeicheninhaber die nicht funken gibts auch.

Marek N. schrieb:
> Amateurfunk ist Experimentalfunk.

Naja, GuckstDu RR2020 von der ITU:

1.96 amateur station: A station in the amateur service.
1.97 radio astronomy station: A station in the radio astronomy service.
1.98 experimental station: A station utilizing radio waves in 
experiments with a view to the development of science or technique.
This definition does not include amateur stations.

Amateure sind eben nur harmlose Hobbyfunker, die keinesfalls wahllos 
frei im Sinne von Wissenschaft und Forschung "experimenteren" dürfen. 
Kinderquatsch ist erlaubt, mehr nicht.

(Auch nach 15 Jahren darf ein nur Amateurfunker zwar Sender bauen, 
aber nichteinmal die Steckdose setzen, die seinen kW-starken Sender 
speist, es sei denn er ist Eigentümer derselben und zusätzlich 
Elektrofachkraft.)

Professionelle Wissenschaft geht ja auch ganz anders, z.B. CERN.

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Moses schrieb:

> Naja, GuckstDu RR2020 von der ITU:
>
> 1.96 amateur station: A station in the amateur service.
> 1.97 radio astronomy station: A station in the radio astronomy service.
> 1.98 experimental station: A station utilizing radio waves in
> experiments with a view to the development of science or technique.
> This definition does not include amateur stations.

Dann musst du aber auch das dazu zitieren:

1.56 amateur service: A radiocommunication service for the purpose of 
self-training,
intercommunication and technical investigations carried out by amateurs, 
that is, by duly authorized
persons interested in radio technique solely with a personal aim and 
without pecuniary interest.

Da ist zwar nun keine Wissenschaft drin, aber "technical investigations" 
schon. Der Dreh- und Angelpunkt ist "without pecuniary interest". Eine 
"experimental station" darf dagegen finanzielles Interesse haben, aber 
sie hat halt andere Bedingungen (Einzelfallabwägung).

: Bearbeitet durch Moderator
von Percy N. (vox_bovi)


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Jörg W. schrieb:
> Da ist zwar nun keine Wissenschaft drin

und das ist auch gut so, denn ansonsten wäre der Funkamateur gehalten, 
sich stets an der vordersten Front der Forschung zu bewegen.

von Moses (Gast)


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Jörg W. schrieb:
> Dann musst du aber auch das dazu zitieren:

Danke für die Ausführung - wollte die blöde Kuh nur nicht so schnell vom 
Eis ziehen = vorsichtige Stopp-Bremse gegen gefährliches Halbwissen.

Gibt Amateurfunker, die glauben tatsächlich, aufgrund einer Hobbylizenz 
irgendwelche Kompetenzen über den reinen Ätherquatsch hinaus zu haben.

Hab schon sehr abstruses gelesen, von wegen E-Kräften "gleichgestellt".

Gerade Richtung Wissenschaft und Forschung nicht mehr als Herr 
Jedermann.

Danke!

von Thorsten (Gast)


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Nicht nur Gebühren sind gefallen, auch die Prüfungsfragen sind von 75% 
erforderlichen auf 50% reduziert worden. Somit ist es einfacher die 
Prüfung zu bestehen.

von Ben B. (Firma: Funkenflug Industries) (stromkraft)


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> und daher vorallem für kommerzielle Anwendungen uninteressant ist.
Da ist wohl das Kernproblem. Alles was für kommerzielle Anwendungen 
uninteressant ist, darf man irgendwie recht problemlos machen (bitte 
entschuldigt wenn ich eure heilige Amateurfunk-Prüfung als kein großes 
Problem darstelle) - aber alles wo auch nur noch mit höchster Mühe und 
Not der letzte Euro herauszuquetschen ist, wird oder bleibt direkt 
verboten.

Nachwuchs? Ich vermute mal ganz stark, der Brieftaubenzüchterverein hat 
mehr Nachwuchs als der DARC.

von Erik (Gast)


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Ben B. schrieb:
> Nachwuchs? Ich vermute mal ganz stark, der Brieftaubenzüchterverein hat
> mehr Nachwuchs als der DARC.

Seit es elektronische QSL-Karten gibt, braucht man den DARC nicht mehr 
wirklich. Es sind nur grob die Hälfte der Funkamateure in Deutschland 
Mitglied im DARC.

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Moses schrieb:
> Hab schon sehr abstruses gelesen, von wegen E-Kräften "gleichgestellt".

Habe ich auch schon gehört – ist einem Funkfreund passiert. Autor der 
Aussage: die Elektriker-Innung. :-o

von Erik (Gast)


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funker1 schrieb:
> Schade, das keine Lizenz unter der E-Klasse zustande kommt.

Sehe ich überhaupt nicht. Die Prüfung für die E-Klasse ist schon sehr 
einfach. Ein bisschen Fleiß und Bemühung sollte man von den Prüflingen 
schon erwarten. Ein gewisses Niveau sollte schon sein. Wenn man einfach 
jeden De* auf die Bänder lässt, wird sich das auch auf die Umgangsformen 
dort auswirken. Für solche Leute gibts andere Funkanwendungen.
Klar irgendwelche Berufs-youtuber und Afu-Händler hätten gern mehr 
Kundschaft. Aber ich bevorzuge eher Klasse als Masse und empfinde es 
nicht schlimm, wenn die Anzahl der Funkamateure etwas sinkt.

Thorsten schrieb:
> auch die Prüfungsfragen sind von 75%
> erforderlichen auf 50% reduziert worden. Somit ist es einfacher die
> Prüfung zu bestehen.

Das ist eigentlich schon fast ein Skandal.

von Percy N. (vox_bovi)


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Ben B. schrieb:
> aber alles wo auch nur noch mit höchster Mühe und Not der letzte Euro
> herauszuquetschen ist, wird oder bleibt direkt verboten.

Bisher habe ich nicht den Eindruck, dass Du eine Konzession benötigst, 
um zB Fußball oder Handball zu spielen.

Ben B. schrieb:
> Nachwuchs? Ich vermute mal ganz stark, der Brieftaubenzüchterverein hat
> mehr Nachwuchs als der DARC.

Das könnte daran liegen, dass Kichererbsen subventionirrt werden.

: Bearbeitet durch User
von Thorsten (Gast)


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> Thorsten schrieb:
>
>> auch die Prüfungsfragen sind von 75%
>> erforderlichen auf 50% reduziert worden. Somit ist es einfacher die
>> Prüfung zu bestehen.
>
> Das ist eigentlich schon fast ein Skandal.

Der Amateurfunk ist zu unwichtig um dafür auch nur einen Cent 
auszugehen. Die Frequenzen wären besser in der Industrie aufgehoben.

von Mohandes H. (Firma: مهندس) (mohandes)


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Thorsten schrieb:
> Die Frequenzen wären besser in der Industrie aufgehoben.

Wozu? In der Industrie sitzen genügend Lobbyisten, die wissen schon wie 
sie an ihre Pfründe kommen. Und Geld steckt da auch genug.

Damals hat man den Amateuren die Frequenzen zugewiesen, die aus 
kommerzieller Sicht nutzlos waren. Und dann haben die Amateure den 
Profis gezeigt was man mit diesen 'nutzlosen' Frequenzen alles machen 
kann.

von Janvi (Gast)


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Wegen der Festivals:
Sind kommerzielle Gesprächsinhalte nicht ausdrücklich verboten ?

Wegen dem LKW Führerschein:
Du brauchst nur ein halbes Jahr deinen Wohnsitz in Polen anmelden dann 
geht das schon und wird hier innerhalb der EU problemlos anerkannt und 
umgeschrieben. Auch Schlüsselzahl 95 kriegt man in Ungarn ziemlich 
vorteilhaft. Dazu lädt man mit den Fahrlehrer an einem Samstag zum 
angeln ein (einen Angelschein braucht man dort natürlich auch nicht) und 
dann hat man alle fünf Module die auch hier bei der Verlängerung 
akzeptiert werden.

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Janvi schrieb:
> Wegen der Festivals:
> Sind kommerzielle Gesprächsinhalte nicht ausdrücklich verboten ?

Es geht weniger um die Inhalte denn um die Nutzung an sich – und die 
wäre bei einem kommerziellen Festival natürlich dann nicht akzeptabel. 
Siehe das Zitat aus der VO Funk oben.

von Holger D. (hodoe)


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Marek N. schrieb:
> Ich finde, hoheitliche Aufgaben sollten auch nur von offiziellen
> Behörden vorgenommen werden, sonst wird das Ganze unübersichtlich,
> unkoordinierbar, manipulierbar, mißbrauchbar und somit letzenendes
> unfair:

Achja, und was macht die BNetzA? Unter Aufsicht füllt man die 
Prüfungsbögen aus. Die Morseprüfung wurde von einem DARC Mitglied 
abgenommen, weil das bei der BNetzA keiner mehr konnte. Der MA war nur 
dabei. Der hat weder gegeben noch aufgezeichnet.

Fahrerlaubnisprüfer sind übrigens auch bei keiner Behörde beschäftigt. 
Soviel zu hoheitlichen Aufgaben.


Holger

: Bearbeitet durch User
von Thorsten (Gast)


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Holger D. schrieb:
> Achja, und was macht die BNetzA? Unter Aufsicht füllt man die
> Prüfungsbögen aus. Die Morseprüfung wurde von einem DARC Mitglied
> abgenommen, weil das bei der BNetzA keiner mehr konnte. Der MA war nur
> dabei. Der hat weder gegeben noch aufgezeichnet.


> Fahrerlaubnisprüfer sind übrigens auch bei keiner Behörde beschäftigt.
> Soviel zu hoheitlichen Aufgaben.

Hoheitliche Aufgaben beim Amateurfunk benötigt man doch nur damit die 
Lizenzinhaber sich wichtiger fühlen können!

Es macht schon etwas her behaupten zu können: "Ich bin staatlich 
geprüfter Funkamateur". Lächerlich hingegen: "Ich bin staatlich 
geprüfter Autofahrer".

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Thorsten schrieb:
> Es macht schon etwas her behaupten zu können: "Ich bin staatlich
> geprüfter Funkamateur".

Ich habe noch keinen gesehen, der sich so ein Schild umgehängt hätte.

von Percy N. (vox_bovi)


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Jörg W. schrieb:
> Thorsten schrieb:
>
>> Es macht schon etwas her behaupten zu können: "Ich bin staatlich
>> geprüfter Funkamateur".
>
> Ich habe noch keinen gesehen, der sich so ein Schild umgehängt hätte.

Ich kenne mehrere, die stets mit ihrem Callsign auftreten.

von Percy N. (vox_bovi)


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Holger D. schrieb:
> Fahrerlaubnisprüfer sind übrigens auch bei keiner Behörde beschäftigt.
> Soviel zu hoheitlichen Aufgaben.

Zur Fortbildung empfohlen:

https://de.wikipedia.org/wiki/Beleihung

von Thorsten (Gast)


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Jörg W. schrieb:
> Thorsten schrieb:
>> Es macht schon etwas her behaupten zu können: "Ich bin staatlich
>> geprüfter Funkamateur".
>
> Ich habe noch keinen gesehen, der sich so ein Schild umgehängt hätte.

Percy N. schrieb:

>>> Es macht schon etwas her behaupten zu können: "Ich bin staatlich
>>> geprüfter Funkamateur".
>>
>> Ich habe noch keinen gesehen, der sich so ein Schild umgehängt hätte.
>
> Ich kenne mehrere, die stets mit ihrem Callsign auftreten.


> Jörg W. (dl8dtl) (Moderator)

LOOOOL! Jetzt sehe ich es auch! YMMD!

Beitrag #6808293 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Sami (Gast)


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Erik schrieb:
> Klar irgendwelche Berufs-youtuber und Afu-Händler hätten gern mehr
> Kundschaft.

Berufs-youtuber?

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Percy N. schrieb:
> Ich kenne mehrere, die stets mit ihrem Callsign auftreten.

Ganz einfach: das ist eine prima unique ID. Wenn ich mich als "joerg" 
anmelden müsste, wäre ich wohl "joerg42" oder so … der Name war in 
meiner Altersgruppe seinerzeit eher Sammelbegriff denn 
Unterscheidungsmerkmal.

Nur: was hat das eigentlich jetzt noch mit dem Thema des Threads zu tun?

von Percy N. (vox_bovi)


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Jörg W. schrieb:
> Nur: was hat das eigentlich jetzt noch mit dem Thema des Threads zu tun?

Das könntest Du denjenigen fragen, dem ich direkt geantwortet hatte.

von Gerd (Gast)


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Sami schrieb:
> Erik schrieb:
>> Klar irgendwelche Berufs-youtuber und Afu-Händler hätten gern mehr
>> Kundschaft.
>
> Berufs-youtuber?

So Typen wie funkwelle, die von Youtube leben. Von Technik keine Ahnung, 
wie man auch an seinen Kommentaren unter seinen Videos sieht.
98% der Videos sind zu 100% Werbung, natürlich ohne Kennzeichnung.
Die restlichen Videos sind für Leute, die die Bedienungsanleitung ihres 
Funkgerätes nicht lesen können.

Da gibts ein Video wo er erklärt, weshalb die Afu-Prüfung seiner Meinung 
nach einfacher werden soll.

Der ist damals schon mit seinen Drohnenvideos negativ aufgefallen wo er 
für Laien erklärt hat wie man mit selbst gebauten Richtantennen die 
Reichweite der Drohne erhöhen kann. Aber immerhin hatte er seine 
Schulkenntnisse bezüglich Antennen vorgeführt. Dass Laien nichts an 
kommerziellen Sendeanlagen zu fummeln haben und dass damit die zulässige 
effektive isotrope Strahlungsleistung überschritten wurde womit die 
Betriebserlaubnis der Sendeanlage erlischt, wollte er nicht wahrhaben. 
Er hatte da auch einige Klagen am Hals woraufhin er seinen Drohnenkanal 
dicht gemacht hat.

Beitrag #6808382 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Volker M. (Gast)


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Ist schon erstaunlich, wie ein paar Amateurfunkhasser (aka Gast) sich um 
sich selbst drehen. Immer wieder bei jeder Gelegenheit. Habt ihr sonst 
nix zu tun?

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Volker M. schrieb:
> Ist schon erstaunlich, wie ein paar Amateurfunkhasser (aka Gast) sich um
> sich selbst drehen.

Damit sie mehr aussehen, wurde gleich mal im Thread unter zwei 
verschiedenen Namen gepostet. Da das den Nutzungsbedingungen 
widerspricht, habe ich die entsprechenden Postings entfernt. "Thorsten" 
kann sie ja gern nochmal posten, wenn er glaubt, dass das für die 
Nachwelt wichtig wäre.

: Bearbeitet durch Moderator
von Markus (Gast)


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Gerd schrieb:
> Von Technik keine Ahnung

Ist auch nicht notwendig. Solche Leute machen ohnehin alles nur um 
Profit daraus zu schlagen. Die Prüfungsfragen kann man auswendig lernen. 
Das machen solche Leute, die behaupten der Technikteil wäre sehr 
schwierig. Denn auswendig lernen ist in der Tat schwieriger als mit 
Verstand zu lernen.

Beitrag #6808570 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #6808574 wurde vom Autor gelöscht.
von Analüst (Gast)


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Jörg W. schrieb:
> Volker M. schrieb:
>> Ist schon erstaunlich, wie ein paar Amateurfunkhasser (aka Gast) sich um
>> sich selbst drehen.
>
> Damit sie mehr aussehen, wurde gleich mal im Thread unter zwei
> verschiedenen Namen gepostet. Da das den Nutzungsbedingungen
> widerspricht, habe ich die entsprechenden Postings entfernt. "Thorsten"
> kann sie ja gern nochmal posten, wenn er glaubt, dass das für die
> Nachwelt wichtig wäre.

Oh oh, da fühlt sich einer ertappt. Vermutlich zu Recht.
Dann zu behaupten, dass jemand unter verschiedenen Namen schreibt, ist 
ja einfach.

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Analüst schrieb:
> Dann zu behaupten, dass jemand unter verschiedenen Namen schreibt, ist
> ja einfach.

Klar, und wir Moderatoren schwimmen hier alle jeden Tag auf der 
Wurschtbrühe daher.

Beitrag #6809514 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #6809525 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #6809559 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #6809572 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Karsten W. (lsmod)


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Jörg W. schrieb:
> Thorsten schrieb:
>> Es macht schon etwas her behaupten zu können: "Ich bin staatlich
>> geprüfter Funkamateur".
>
> Ich habe noch keinen gesehen, der sich so ein Schild umgehängt hätte.

Das sind diejenigen die sich mit der öffentlichen Registrierung (z.B. 
dl8dtl) identifizieren und diese überall einbauen müssen (ist wirklich 
nicht böse gemeint). :-D

Die Frage ist wem der Himmel und das Frequenzspektrum gehört?
Wem gehört der mathematische Zahlenraum - sollten Mathematiker nicht 
ebenfalls lizensiert sein um damit arbeiten zu dürfen?

Klar - eine Kommunikation sollte möglichst ungestört möglich sein und 
dafür sind Spielregeln nötig.
Um dies zu erreichen sind jedoch verschiedene Wege denkbar.

: Bearbeitet durch User
von Fpgakuechle K. (Gast)


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Karsten W. schrieb:

> Klar - eine Kommunikation sollte möglichst ungestört möglich sein und
> dafür sind Spielregeln nötig.
> Um dies zu erreichen sind jedoch verschiedene Wege denkbar.

Das wenigste was denkbar ist ist auch realisierbar und vernünftig.
Lizenz nach bestandener Prüfung hat sich bewährt, also bleibt es dabei.
Und für die Prüfungsverweigerer gibt es das Chaotenband.

von Karsten W. (lsmod)


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Fpgakuechle K. schrieb:
> Karsten W. schrieb:
>
> Das wenigste was denkbar ist ist auch realisierbar und vernünftig.
> Lizenz nach bestandener Prüfung hat sich bewährt, also bleibt es dabei.
> Und für die Prüfungsverweigerer gibt es das Chaotenband.

Wo ist das Problem solange sich an gängige Spielregeln gehalten wird?

Alles andere ist reine Geldmacherei und Inanspruchnahme von etwas was 
Allgemeingut ist. Beispiel:
https://de.wikipedia.org/wiki/Versteigerung_der_UMTS-Lizenzen_in_Deutschland
Insbesondere die "UMTS-Lizenzkosten je Einwohner"

Nun bricht bestimmt ein Lizenzfeuer aus ... :-D

: Bearbeitet durch User
von Jens B. (dasjens)


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Jörg W. schrieb:
> Thorsten schrieb:
>> Es macht schon etwas her behaupten zu können: "Ich bin staatlich
>> geprüfter Funkamateur".
>
> Ich habe noch keinen gesehen, der sich so ein Schild umgehängt hätte.

Dafür haben viele Mützen, T-Shirts mit ihrem Rufzeichen.

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Jens B. schrieb:
> Dafür haben viele Mützen, T-Shirts mit ihrem Rufzeichen.

Es ging um die Behauptung "Ich bin staatlich geprüfter Funkamateur", und 
die daraus resultierende Schlussfolgerung, dass mit dem Wegfall einer 
staatlich organisierten Prüfung irgendwie was fehlen würde.

Namensschilder sind ja durchaus auch bei anderen Veranstaltungen als 
gegenseitige Erkennungszeichen üblich, und Funkamateure kennen sich halt 
untereinander primär über ihr Rufzeichen.

: Bearbeitet durch Moderator
von Wilhelm S. (wilhelmdk4tj)


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Hallo zusammen.

> Dafür haben viele Mützen, T-Shirts mit ihrem Rufzeichen.

Sie werden wohl kaum damit durch die Stadt rennen; bei einem Flohmarkt 
o.ä. Amateurfunkveranstaltungen doch sinnvoll?
Die Radrenn- bzw. Rennradfahrer tragen auch Trikots mit ihrem Vereins- 
oder Sponsornamen.
Übrigens auch ein Pendant für Funkamateur und Amateurfunker.

73
Wilhelm

von Karsten W. (lsmod)


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Jeder soll mit einer Lizenznummer tun und lassen was er für richtig 
hält.
Warum soll sich nicht z.B. jemand beim fahren eines Autos seine 
Lizenznummer des Führerscheins auf ein T-Shirt oder eine Mütze drucken.

Ebenso ist es schön das es Amateur-Funk-Vereine gibt und diese das 
basteln mit Elektronik und Funk-Technik fördern und pflegen.

Hier geht es also eigentlich um die generelle Frage eines Monopols und 
die Berechtigung dafür in diesem Fall.
Wenn dieses vorrangig finanziellen Interessen dient ist es fragwürdig.
Ebenso darf hinterfragt werden, inwiefern sich Leute freiwillig diesem 
Monopol unterwerfen und daraus manchmal sogar einen elitären Status 
ableiten.

: Bearbeitet durch User
von Pandur S. (jetztnicht)


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Ohne jetzt die exakten Details fuer die Funkpruefung zu kennen, nehme 
ich mal an, dass das in der Schweiz aehnlich ist. Alles extrem veraltet, 
die Institution, die Ablaeufe, die Vorschriften. Digitalisierung ist in 
weiter Ferne. Nein ?
Ich hab mir in der Schweiz oft ueberlegt die funkruefung zu machen. Fand 
sie aber bisher zuwenig attraktiv. Die mich interessierende Dinge 
muesste ich voranmelden, ohne effektiv voranmelden zu koennen. Fuer eine 
Adressaenderung rufen sie an, oder senden sie eine email ... was ?

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Pandur S. schrieb:
> Fuer eine Adressaenderung rufen sie an, oder senden sie eine email ...
> was ?

Also zumindest bei der BNetzA geht sowas problemlos per Email.

von Karsten W. (lsmod)


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Pandur S. schrieb:
> Die mich interessierende Dinge muesste ich voranmelden,
> ohne effektiv voranmelden zu koennen. Fuer eine
> Adressaenderung rufen sie an, oder senden sie eine email ... was ?

Es geht wie immer nur um die Haftung und Versicherung von Vorgängen.

Bleiben wir beim Beispiel Mobilfunk.
Der Lizenznehmer der Milliarden Kredit zur Verfügung gestellt hat, 
bekommt durch den Lizenzgeber versichert, in einem Frequenzbereich 
ungestört sein Geschäft betreiben zu können.

Deshalb darf ein Amateurfunker seine "Experimente" nur durchführen, wenn 
zu jedem Zeitpunkt sichergestellt ist, daß der Verursacher einer 
möglichen Störung identifiziert werden kann, um die Haftung auf diesen 
abwälzen zu können.
Sonst könnte der Lizenzgeber womöglich noch für einen Geschäftsausfall 
des Lizenznehmers schadensersatzpflichtig sein.

Wie gesagt - es geht nur um das Geschäft.

: Bearbeitet durch User
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