Bandbreite OPV Schaltung

Gast #6808391
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AnalogNoob schrieb:
> Hallo zusammen,
>
> ich habe eine kurze Frage:
> Warum verliere ich (Annahme selber OPV) bei einem invertierenden
> Verstärker (V=-1) die halbe Bandbreite im Vergleich zu einem
> Spannungsfolger (V=+1).
>
> Freue mich über positive Antworten.
>
> MFG

Der OPV verstärkt die Spannung zwischen + und - Eingang Ud.
Stell dir vor, dass die Eingangsspannung kurzgeschlossen ist,
und nur ein kleine Rauschspannung an + und - anliegt.

Im Falle vom Spannungsfolger (V=+1) wird 100% vom Ausgang an den + 
Eingang zurückgekoppelt (- liegt ja an GND, da Vin kurzgeschlossen).

Im Falle vom invertierenden Verstärker sind es aber nur 50%.
Der - Eingang liegt am Mittelpunkt eines Spannungsteilers,
und sieht ja nur die Hälfte der Ausgangsspannung (V1 wieder 0),
und + liegt an GND.
Daher muss der OPV "doppelt" so hoch verstärken, und die Bandbreite
ist damit nur die Hälfte.
#6808906
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AnalogNoob schrieb:
> Hi udok,
> super danke.
> Ist eigentlich logisch.
> LG

Andere (logische) Erklärung:
Bei jeder Schaltung mit Gegenkopplung wird die Bandbreite durch die 
Frequenz bestimmt, bei der die Schleifenverstärkung Vs auf Vs=0 dB 
runtergegangen ist.

* Schleifenverstärkung Vs=kVo (GK-faktor k, Offene Verstärkung Vo)
* Nicht-Inverter (v=+1): k=1, also Vs=Vo
* Inverter (v=-1): k=R2/(R1+R2)=0.5, also Vs=0,5Vo.

Da die Schleifenverstärkung hier beim Nicht-Inverter also doppelt so 
groß ist, ist die Bandbreite der geschloss. Verstärkung v auch doppelt 
so groß (Annahme dabei: Vo(jw) fällt ab mit 6dB/Okt.

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