Moin zusammen,
ich habe hier ein Kapazitätsmessgerät dass c' und c'' misst. Das müssten
ja Realteil und imaginärteil einer komplexen Kapazität sein?
Ich habe nur diesen Wikipediaartikel gefunden wo es um die Formeln geht
(https://de.wikipedia.org/wiki/Komplexe_Wechselstromrechnung#Kondensator)
gibt es noch andere Seiten die das genauer beschreiben? Ich habe da
nichts gefunden.
Viele Grüße
Yalu X. schrieb:> Nicht die Kapazität ist komplex, sondern die Impedanz. Für eine> Impedanzmessung müsste noch irgendwo die Frequenz angegeben oder> einstellbar sein.
korrekt. Im Übrigen sind die Impedanzen einfach die
Fourier-Transfomierten der zugrundeliegenden Differentialgleichungen. In
diesem Sinne stellt die Impedanz einfach eine Übertragungsfunktion
(LTI-System) dar.
Moin,
Ich meine, mich dunkel mal an was in einer Werkstoffkundevorlesung
gehoert zu haben, wo es um ein komplexes epsilon_r ging. Damit wurden
iirc Verluste im Dielektrikum modelliert. Um's schoen verwirrend zu
machen, ist dann also der Realteil von epsilon_r fuer die Kapazitaet
(und damit den Imaginaerteil der Impedanz) zustaendig.
Vielleicht geht die Anzeige in diese Richtung...
Gruss
WK
Black D. schrieb:> Das müssten ja Realteil und imaginärteil einer komplexen Kapazität sein?
Da wirst du wohl kapazitiven Anteil und ESR bekommen.
Manche Kapazitätsmessgeräte können alternativ auch den EPR aus den
komplexen Kapazität berechnen.
Black D. schrieb:> gibt es noch andere Seiten die das genauer beschreiben? Ich habe da> nichts gefunden.
Mach mal Fotos vom Messgerät. Insbesondere vom Typenschild.
mfg Klaus
Black D. schrieb:> Nur dass es sich um real und imaginärteil handelt aber keine weitere> Erklärung dazu.
Realteil ist die Kapazität C, Imaginärteil ist der Verlustwiderstand
ESR. Beides durcheinander dividiert gibt den Verlustfaktor D = ESR / (2
x pi x fmess * C).
Andere Messgeräte nennen die Größen direkt C und ESR, oder zeigen
stattdessen C und D an.
Ich habe beispielsweise dieses LCR-Meter (oder einen Vorgänger?):
https://cdn-reichelt.de/documents/datenblatt/D100/PEAKTECH_2170_MAN-DE_EN.pdf
"Nun können Sie die Anzeige des Sekundärdisplays durch
Drücken der D/Q/ESR Taste verändern, um nachfolgende
Werte anzuzeigen:
Äquivalenter Widerstand ESR/Rp,
Phasenwinkel θ,
Verlustfaktor D."
"Drücken Sie SER/PAL um in den Seriellen- oder
Parallelen-Modus zu wechseln."
So wie es souleye auch beschrieben hat. Ein einfacher und doppelter
Apostroph kommt hier nicht vor.
Moin,
Christoph db1uq K. schrieb:> Ein einfacher und doppelter> Apostroph kommt hier nicht vor.
Ja, aber bei dem Zeugs, was ich gemeint und hhinz verlinkt hat, schon.
Gruss
WK
Ja die im Wikiartikel habe ich gesehen. Aber dann wäre das auch ein sehr
spezielles Kapazitätsmessgerät.
Im Artikel kommt auch das Wort "Tensor" vor. Der dient hauptsächlich
dazu, Studenten der Elektrotechnik zu erschrecken und vor Ehrfurcht im
Boden versinken zu lassen.
Christoph db1uq K. schrieb:> Im Artikel kommt auch das Wort "Tensor" vor. Der dient hauptsächlich> dazu, Studenten der Elektrotechnik zu erschrecken und vor Ehrfurcht im> Boden versinken zu lassen.
Wenn das Matheverständnis nach den Grundrechenarten zu Ende ist, dann
sollte man besser keine Hochschule besuchen.
Roland F. schrieb:> Hallo,> Soul E. schrieb:>> Realteil ist die Kapazität C, Imaginärteil ist der Verlustwiderstand>> ESR.>> Ist es nicht eher anders herum?
Nein. Eine imaginäre Kapazität c'' ist ein Widerstand.
Ein imaginärer Widerstand ist eine Induktivität bzw Kapazität. Hängt
halt immer davon ab wie das Koordinatensystem definiert ist, d.h. welche
Achse Du nun als Realteil bezeichnest.
Moin,
Soul E. schrieb:> Roland F. schrieb:>> Hallo,>> Soul E. schrieb:>>> Realteil ist die Kapazität C, Imaginärteil ist der Verlustwiderstand>>> ESR.>>>> Ist es nicht eher anders herum?>> Nein. Eine imaginäre Kapazität c'' ist ein Widerstand.>> Ein imaginärer Widerstand ist eine Induktivität bzw Kapazität.
Und das ist nur einer der vielen Spassmomente, die einem in der
E-Technik widerfahren koennen :-)
Gruss
WK
Dergute W. schrieb:> Moin,>> Ich meine, mich dunkel mal an was in einer Werkstoffkundevorlesung> gehoert zu haben, wo es um ein komplexes epsilon_r ging. Damit wurden> iirc Verluste im Dielektrikum modelliert. Um's schoen verwirrend zu> machen, ist dann also der Realteil von epsilon_r fuer die Kapazitaet> (und damit den Imaginaerteil der Impedanz) zustaendig.> Vielleicht geht die Anzeige in diese Richtung...>> Gruss> WK
Korrekt, aber was findest du daran verwirrend? In die Wellengleichung
eingesetzt führt der imaginäre Anteil der Permittivität automatisch zu
einer Dämpfung. Sehr schöne Sache!
Moin,
Peter Petersson schrieb:> Korrekt, aber was findest du daran verwirrend?
Wie man ja sieht, geht's Anderen auch so:
Beitrag "Re: komplexe Kapazität"
OK, verwirrend ist vielleich auch der nicht ganz passende Begriff. Ich
fand's halt eher unelegant. So im Gegensatz zu z.b. komplexer Rechnung
bei harmonischen Wechselgroessen oder einer Laplacetransformation um
Systeme von Diff.gln in "normale" Gleichungssysteme zu verwandeln. Aber
ist halt auch viel Geschmackssache dabei, ob einem das jetzt gefaellt
und begeistert, oder eher nur so mittel.
Und wie man an dem Thread sieht, ist's wohl auch eine etwas exotische
Nische - wenn ich hier die Anzahl qualifizierter Antworten in eine
ungefaehre Relation setze zur Anzahl Antworten auf die Frage nach LED
Betrieb mit/ohne Vorwiderstaenden :-)
Gruss
WK
H. H. schrieb:> Wenn das Matheverständnis nach den Grundrechenarten> zu Ende ist, dann sollte man besser keine Hochschule> besuchen.
Wer einen unverständlichen Begriff nur auf andere
genauso unverständliche Begriffe zurückführen kann,
sollte nicht an einer Hochschule lehren dürfen.
Peter Petersson schrieb:> Korrekt, aber was findest du daran verwirrend?
Bei genauer Betrachtung eigentlich nichts.
Von Bewohnern des Elfenbeinturms erwartet man es
geradezu, dass sie für die Impedanz und die
Permittivität unterschiedliche Zuordnung von Real-
und Imaginärteil definieren.
Ohh jetzt erst gesehen dass hier doch so viele geantwortet haben. Danke
dafür. Da war aber leider auch nichts dabei was mir helfen konnte.
Es handelt sich um das Spectano 100 der Firma Omicron. Einen Screenshot
aus der Bedienungsanleitung habe ich mal mit hoch geladen.
Black D. schrieb:> Da war aber leider auch nichts dabei was mir> helfen konnte.
Könnte daran liegen, dass Du keine klare Frage
gestellt hast.
Was an dem von hinz genannten Link gefällt Dir
nicht?
Egon D. schrieb:> Peter Petersson schrieb:>>> Korrekt, aber was findest du daran verwirrend?>> Bei genauer Betrachtung eigentlich nichts.> Von Bewohnern des Elfenbeinturms erwartet man es> geradezu, dass sie für die Impedanz und die> Permittivität unterschiedliche Zuordnung von Real-> und Imaginärteil definieren.
Das ist keine Willkür, sondern eine einfache Folge aus der Feldtheorie.
Wie gesagt wird der Imaginärteil der komplexen Permittivität in der
Wellengleichung automatisch zu einer Dämpfung.
Jedenfalls interessant dass Ingenieure, die die absoluten theoretischen
Grundlagen ihres Faches kennen, für dich Elfenbeinturm-Bewohner sind.
Den Namen Maxwell kennst du dann wohl nur aus Gruselgeschichten die man
euch auf der Techniker-Schule erzählt hat? 🥲
Dieter D. schrieb:> Egon D. schrieb:>> Peter Petersson schrieb:>>>>> Korrekt, aber was findest du daran verwirrend?>>>> Bei genauer Betrachtung eigentlich nichts.>> Von Bewohnern des Elfenbeinturms erwartet man es>> geradezu, dass sie für die Impedanz und die>> Permittivität unterschiedliche Zuordnung von Real->> und Imaginärteil definieren.>> Das ist keine Willkür, sondern eine einfache Folge> aus der Feldtheorie.
Die in der Feldtheorie verwendeten Definitionen
sind ganz sicher keine Folgen der Feldtheorie.
> Jedenfalls interessant dass Ingenieure, die die> absoluten theoretischen Grundlagen ihres Faches> kennen, für dich Elfenbeinturm-Bewohner sind.> Den Namen Maxwell kennst du dann wohl nur aus> Gruselgeschichten die man euch auf der> Techniker-Schule erzählt hat? 🥲
Nee, Du. Also ehrlich. Meiner ist 3229 Beiträge länger
als Deiner. Für einen ordentlichen Flame-Bait musst
Du Dir schon ETWAS mehr Mühe geben...
Egon D. schrieb:> Black D. schrieb:>>> Da war aber leider auch nichts dabei was mir>> helfen konnte.>> Könnte daran liegen, dass Du keine klare Frage> gestellt hast.>> Was an dem von hinz genannten Link gefällt Dir> nicht?
Ich suche eigentlich nur ein Buch in dem c‘ und c‘‘ erklärt wird bzw. Wo
drin steht was ich damit machen kann. Bei dem Wikipedia Link habe ich
nichts gefunden was passen könnte.
Black D. schrieb:> ich habe hier ein Kapazitätsmessgerät
Damit hast du in mir (und vermutlich vielen anderen) eine völlig falsche
Vorstellung ausgelöst, um was für ein Messgerät es sich wirklich
handelt.
Black D. schrieb:> Es handelt sich um das Spectano 100 der Firma Omicron.
Ich glaube, eine "Dielectric Material Analyzer" ist schon noch etwas
anderes als ein Kapazitätsmessgerät, auch wenn man damit natürlich auch
Kapazitäten messen kann.
Damit hat sich auch meine Irritation von oben aufgelöst:
Yalu X. schrieb:> Für eine Impedanzmessung müsste noch irgendwo die Frequenz angegeben> oder einstellbar sein.
Das Gerät misst ja nicht nur bei einer Frequenz, sondern fährt sogar
einen ganzen Frequenzbereich ab.
Die Impedanz Z = R + jX lässt sich bei gegebener Frequenz rein
rechnerisch in eine komplexe Kapazität überführen:
und
Ich nehme an, es ist genau das, was das Gerät ausgibt.
Du kannst ja mal testen, ob das stimmt (R und X kann das Gerät ja
ebenfalls ausgeben).
Moin,
Black D. schrieb:> Ich suche eigentlich nur ein Buch in dem c‘ und c‘‘ erklärt wird bzw. Wo> drin steht was ich damit machen kann. Bei dem Wikipedia Link habe ich> nichts gefunden was passen könnte.
Fuer solche Problemstellungen haben sich Internetsuchmaschinen als oft
hilfreich erwiesen.
SCNR,
WK
Black D. schrieb:> Ohh jetzt erst gesehen dass hier doch so viele geantwortet haben. Danke> dafür. Da war aber leider auch nichts dabei was mir helfen konnte.
Tja: kaum schaut man zwei Wochen nach der Frage mal nach, schon stehen
viele Antworten da.
Black D. schrieb:> Es handelt sich um das Spectano 100 der Firma Omicron.
Gib eine so zentrale Information beim nächsten mal möglichst gleich zu
Beginn an, damit nicht 90% der Diskussion in eine falsche Richtung
laufen.
Black D. schrieb:> Ich suche eigentlich nur ein Buch in dem c‘ und c‘‘ erklärt wird
c' entspricht dem Imaginärteil des komplexen Leitwerts deiner Probe
umgerechnet auf eine Kapazität. Bei einem LCR-Meter würde man das
typisch als C_p ausgeben (Kapazität im Parallelersatzschaltbild).
c' = C_P = Im(Y)/(2*pi*f)
c'' entspricht dem Realteil des komplexen Leitwerts der Probe
umgerechnet auf eine Kapazität. Diese Größe wird von LCR-Metern
üblicherweise nicht ausgegeben, dort arbeitet man mit der Angabe R_p
(ohmscher Widerstandsanteil im Parallelersatzschaltbild)
Re(Y) = 1 / R_p
c'' = Re(Y)/(2*pi*f) = 1/(R_p*2*pi*f)
Das entpsricht evtl. den Formeln, die Yalu dir oben in Abhängigkeit von
Z gegeben hat, ich hab es jetzt nicht nachgerechnet. Da ein Parallel-ESB
zugrundliegt tut man sich imho für die Umrechnung leichter, wenn man den
komplexen Leitwert Y statt den komplexen Widerstand Z betrachtet.
Wenn du z.B. die Zahlenwerte in diesem Videotutorial zu deinem Messgerät
bei
https://www.omicron-lab.com/applications/detail/news/introduction-to-spectano-100
2min47 betrachtest, sollten sich die Umrechnungen bestätigen lassen.
(ok: dort wird das, was ich als c'' vermutet hätte tatsächlich als -c''
angezeigt).
Wenn du jetzt noch wissen willst, was diese Größe physikalisch bedeutet,
empfehle ich dir die anderen Videotutorials des Geräteherstellers als
Einstieg.
Achim S. schrieb:> Da ein Parallel-ESB> zugrundliegt tut man sich imho für die Umrechnung leichter, wenn man den> komplexen Leitwert Y statt den komplexen Widerstand Z betrachtet.
Hast recht, mit der Admittanz Y = G + jB ergibt sich
Yalu X. schrieb:> Die Impedanz Z = R + jX lässt sich bei gegebener Frequenz rein> rechnerisch in eine komplexe Kapazität überführen:> 𝑐′=−𝑋𝜔(𝑅2+𝑋2)> c'=-\frac X{\omega(R^2+X^2)}>> und> 𝑐″=−𝑅𝜔(𝑅2+𝑋2)> c''=-\frac R{\omega(R^2+X^2)}>> Ich nehme an, es ist genau das, was das Gerät ausgibt.>> Du kannst ja mal testen, ob das stimmt (R und X kann das Gerät ja> ebenfalls ausgeben).
Moin danke für die Formeln, das passt mit meinen gemessenen Werten. Wo
hast du die Formeln her?
Black D. schrieb:> Moin danke für die Formeln, das passt mit meinen gemessenen Werten. Wo> hast du die Formeln her?
Ausgerechnet.
Alternativ kennt man – wie Achim – die Formeln (in ihrer einfacheren
Form mit komplexen Leitwerten) auswendig.
Ok kannst du mir wenn du zeit und die Kapazitäten hast schreiben wie das
ausgerechnet hast? Ich verstehe grad den Weg von der Impedanz zu den
komplexen Kapazitätswerten nicht oder ich stehe grad total auf dem
Schlauch und sehe das nicht.
Black D. schrieb:> Ok kannst du mir wenn du zeit und die Kapazitäten hast schreiben wie das> ausgerechnet hast? Ich verstehe grad den Weg von der Impedanz zu den> komplexen Kapazitätswerten nicht oder ich stehe grad total auf dem> Schlauch und sehe das nicht.
Wie fit bist du in komplexer Wechselstromrechnung? Kannst du für eine
Serienschaltung von C_s und R_s den komplexen Wechselstromwiderstand Z
hinschreiben?
Kannst du auch für eine Parallelschaltung von C_p und R_p den komplexen
Wechselstromleitwert Y hinschreiben? Falls nicht solltest du hiermit
starten, einen Einstieg findest du in den Grundlagenwerken der
Elektrotechnik.
Falls diese Berechnungen schon bekannt sind: Betrachte den Imaginärteil
von Y und löse ihn nach C_p auf. Das Ergebnis nennst du c'
Und jetzt nimmst du noch den Realteil von Y, wendest formale die
identische Umrechnung an und nennst das Ergebnis -c'' (bzw. Imaginary
Part of complexe capacitance)
Offtopic-Anmerkung, da Induktivitäten betreffend, aber wo zum Nämlichen
ist das große Problem, analog zu denen zu rechnen? Impedanz ist
schließlich Impedanz.
Beispiel: Bei allen magnetischen Werkstoffen, vom Trafoblech bis zum
HF-Kern ist die erzeugte Induktivität vom μ des Materiales abhängig, μ
ist aber komplex, so dass μ = μ' - j*μ“ gilt. Die frequenzabhängige
Induktivität einer Spule ist dem μ ihres Feldes proportional, also L ~μ
und die Impedanz der Spule wird nun also Z ~ μ j ω L . Wir bekommen
also durch Einsetzen eine frequenzabhängige Impedanz des Gebildes Z ~ jω
* L ( μ' - j*μ“ ) ~ jω L μ' - jω L j*μ“ . Man erkennt, dass der
zweite Term wegen j * j = -1 nicht mehr imaginär ist, sondern reel; er
bildet einen (zusätzlich zu den Drahtverlusten) >ohmschen
Verlustwiderstand<. Da der erste {Im(Z)} und zweite Term {Re(Z)}
senkrecht aufeinander stehen, bilden sie so den Verlustwinkel δ, der die
Güte der Induktivität widerspiegelt.
Gilt alles doch für Kapazitäten sinngemäß, wie hundertmal oben
erklärt...
@Egon
Natürlich sind sie eine Folge. Sie leiten sich ganz einfach daraus ab
wie man ihren Effekt in der Natur mathematisch beschreiben muss, wenn
man mit der komplexen Beschreibung arbeitet. Da kannst du nun
herumdiskutieren wie du willst. Im Endeffekt machst du dich nur
lächerlich, weil du trotz deiner eklatanten fachlichen Unkenntnis
verzweifelt versuchst dein Gesicht als Ober-Checker zu wahren. Woher
kommt dieses Minderwertigkeitsgefühl?
Dieter H. schrieb:> Yalu X. schrieb:>> Nicht die Kapazität ist komplex, sondern die Impedanz. Für eine>> Impedanzmessung müsste noch irgendwo die Frequenz angegeben oder>> einstellbar sein.>> korrekt. Im Übrigen sind die Impedanzen einfach die> Fourier-Transfomierten der zugrundeliegenden Differentialgleichungen. In> diesem Sinne stellt die Impedanz einfach eine Übertragungsfunktion> (LTI-System) dar.
Kann man das essen?
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Wilhelm
guenter-dl7la schrieb:> Beispiel: Bei allen magnetischen Werkstoffen, vom Trafoblech bis zum> HF-Kern ist die erzeugte Induktivität vom μ des Materiales abhängig, μ> ist aber komplex, so dass μ = μ' - jμ“ gilt. Die frequenzabhängige> Induktivität einer Spule ist dem μ ihres Feldes proportional, also L ~μ> und die Impedanz der Spule wird nun also Z ~ μ j ω L . Wir bekommen> also durch Einsetzen eine frequenzabhängige Impedanz des Gebildes Z ~ jω> * L ( μ' - jμ“ ) ~ jω L μ' - jω L j*μ“ . Man erkennt, dass der> zweite Term wegen j * j = -1 nicht mehr imaginär ist, sondern reel; er> bildet einen (zusätzlich zu den Drahtverlusten) >ohmschen> Verlustwiderstand<. Da der erste {Im(Z)} und zweite Term {Re(Z)}> senkrecht aufeinander stehen, bilden sie so den Verlustwinkel δ, der die> Güte der Induktivität widerspiegelt.> Gilt alles doch für Kapazitäten sinngemäß, wie hundertmal oben> erklärt...
Sehr gut erklärt. 👌