Schaltnetzteil Audio

Gast #6814858
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Hallo,

warum hört man ein Schaltnetzteil in einem Audioverstärker über den 
Hochtöner pfiepen? Die 70khz sind doch weit über Hörschwelle eines 
Menschen.

Ich habe mir einen Verstärker mit LM3886 Boards und einem Meanwell 24V 
10A Schaltnetzteil gebaut, damit pfiept es (sehr leise, aber man hört 
es). Mit einem Ringkerntrafo+Gleichrichter+Elkos hört man nichts. So 
vermute ich es liegt am Schaltnetzteil.
Gast #6814869
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Andreas schrieb:
> warum hört man ein Schaltnetzteil in einem Audioverstärker über den
> Hochtöner pfiepen? D

Das ist nicht generell so, sondern eher ein Zeichen von mangelhafter 
Qualität (Schaltungsdesign, oft auch Leitungsführung) liegen.

Zu der normalen Arbeitsfrequenz überlagern sich niedrigere Frequenzen 
wenn der Spannungswandler außerhalb seines optimalen Arbeitsbereiches 
betrieben wird. Zum Beispiel wenn er sich periodisch abschalten muss 
weil er sonst wegen zu geringer Last eine Überspannung ausgeben würde.
Gast #6814894
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H. H. schrieb:
> angemessene Mindestlast

Das hatte ich überprüft und schon mal getestet, bin auf 1A (10%) 
gegangen, aber hatte keine deutliche Verbesserung gebracht.

Dann wird wohl ein LC Filter her müssen. Wenn das Schaltnetzteil eine 
Arbeitsfrequenz von 70khz hat, der Hörbereich bis 20khz geht, wo lege 
ich dann die Filterfrequenz hin?
Gast #6815121
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Andreas schrieb:
> Dann wird wohl ein LC Filter her müssen.

Finde erst mal heraus, über welchen Weg die Störung in die 
Audio-Endstufe eingekoppelt wird.

Der L/C Filter soll wohl die positive Leitung der Stromversorgung 
beruhigen. Es kann aber genau so gut über die Masseleitung, die 
Zuleitungen insgesamt oder die Luft sein. Einfach irgendwo einen Filter
 einfügen kann die Situation sogar verschlechtern.
Gast #6815140
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Falls zwei Schaltregler verbaut sind kann es sein, dass sie sich 
gegenseitig beeinflussen und man Interferenzen hört. Hatte ich mal vor 
vielen Jahren. Glücklicherweise konnte man die Regler synchronisieren 
und es war Ruhe.

Man muss auch schauen, dass sich die Magnetfelder der verbauten Spulen 
nicht überlagern.
#6815972
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Schaltpläne und Aufbau zeigen.
Manchmal reicht schon eine falsche Masse oder Masse falsch 
angeschlossen.
Ein Schaltnetzteil für eine Endstufe ist auch keine gute Idee.
Sonst hört es sich nach fehlenden oder falschen Kondensatoren an und 
fehlenden Filtern ( Tiefpass ) im Eingangs und Ausgangsbereich an.
Die Kondensatoren der billigen China-Boards haben zu weinig Kapazität 
und es fehlen die Filter.
HolgerR
Gast #6815979
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Andreas schrieb:
> damit pfiept es (sehr leise

A)Kann sich mit der Last ändern? WENN ein SNT zu wenig Last hat, braucht 
es nur wenige Impulse um den Ausgang auf die gewünschte Spannung zu 
bringen. In ungünstige Fällen könnte das im Hörbereich liegen.
B)Ungünstiger Aufbau? Foto?
Gast #6816344
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oszi40 schrieb:
> WENN ein SNT zu wenig Last hat, braucht
> es nur wenige Impulse um den Ausgang auf die gewünschte Spannung zu
> bringen.

Noch genauer: Vereinzelte Pulse, um diese Spannung zu halten ...

Viele Netzteil-DC-DC gehen bei geringer Last in den "Burst-Modus".
Wobei zwar weiter mit der Schaltfrequenz geschaltet wird, aber auf
Pulsreihen immer wieder Pausen folgen.

Diese "überlagerte Burst-Frequenz" ist eben (leider) oftmals hörbar.


Aber wie Dir schon aus den bish. Aussagen klar geworden sein sollte,
hätte es wenig Sinn, "einfach irgendwas hinzupfriemeln zu versuchen".

Erst gehört der Sache sauber auf den Grund gegangen - zur richtigen
Auswahl, Dimensionierung und Platzierung möglicher Gegenmaßnahmen,
falls sich nicht alles durch Erkennung / Beseitigung eines Fehlers
beim Aufbau (das ist eine sehr häufige Ursache) eh schon erledigt.

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