Forum: Mechanik, Gehäuse, Werkzeug Muttern auf Edelstahl kleben


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von Mechanik (Gast)


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Hallo zusammen,

ich würde gerne auf die Rückseite einer Edelstahl Frontplatte einige M3 
Muttern aufkleben um Platinen zu befestigen.
Hat jemand Erfahrungen mit Klebstoffen die gut für Metall auf Metall 
geeignet sind? Leider ist die Auflagefläche von Muttern nicht besonders 
groß, deshalb würde ich teilweise auf Flanschmuttern ohne 
Sperrverzahnung zurückgreifen. Diese haben eine größere plane Fläche und 
eigenen sich vermutlich besser zum kleben.
Nur welchen Klebstoff verwendet man hier am besten? Sekundenklaber, 2K 
Epoxy ?

Danke

von Wegstaben V. (wegstabenverbuchsler)


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M3 Muttern? Ziemich kleine Auflage-Fläche. Und dann willst du da auch 
noch was dran schrauben, was auch noch halten soll? hm, hm, hm ...

vielleicht bietet sich folgende Montage-Möglichkeit an:

Stückweise (z.B. 10 mm x 10 mm) einseitig beschichtete Pertinax oder 
Glasfaser "Platinchen" zurecht schnipseln (behelfsweise: vollflächig 
entsprechend der gesamten Fläche der Frontplatte). AN dem Kupfer kannst 
du Messing Muttern M3 gut anlöten.

Die Plättchen selbst würde ich dann vielleicht mit diesen weißen 
"Badezimmer-Haken" Klebezeugs an der Frontplatte festkleistern. 
Zumindest Metall/Keramik (Fliesen) klebt dieses Zeug "wie der Teufel".

Behelfsweise kannst du auch "Wärmeleit-Kleber" probieren. da hab ich mir 
mal einen Kühlkörper auf einen Prozessor draufgeklebt, den hab ich nicht 
mehr zertörungsfrei runter bekommen ...

von Helmut -. (dc3yc)


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Edelstahl aufrauhen und mit Stabilit Express kleben.

von Georg (Gast)


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Mechanik schrieb:
> ich würde gerne auf die Rückseite einer Edelstahl Frontplatte einige M3
> Muttern aufkleben um Platinen zu befestigen.

Löcher musst du sowieso bohren. Ich verwende in so einem Fall 
Einpressmuttern. Natürlich kann man die nur in Richtung der Frontplatte 
beanspruchen, aber das ist bei aufgeklebten Muttern auch nicht anders.

Georg

von Irgend W. (Firma: egal) (irgendwer)


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Mechanik schrieb:
> Nur welchen Klebstoff verwendet man hier am besten

Gut Erfahrungen habe ich mit Uhu-Plus (Endfest/Schnellfest) gemacht. 
Aber Achtung, bei den kleinen Muttern hast du nicht viel Haltefäsche. 
Einmal etwas zu fest angezogen und die Mutter ist lose.
Etwas besser gehte (wenn der Platz vorhanden ist) eine M3 
Einschlagmutter - falschherum etwas anrauhen und ggf. noch ein zwei 
kleine überstehende Stahldrähte mit einkleben. Je weiter am ende einige 
Klebepunkte vom Mittelpunkt entfernt sind, um so mehr hält das ganze.

von Schlaumaier (Gast)


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Wieso müssen das Edelstahlmuttern sein.

Nimm Kunststoffmuttern.  Die Kleben viel besser. Und m3 ist m3. ;)

Ich setze grundsätzlich NUR Kunststoff-Schrauben + Abstandshalter ein.
Hab ich auch kein Risiko eines unnötigen elektrischen Problem.

Habe mir das hier für sehr kleines Geld bestellt dafür. Löst alle 
Probleme.
Nach meiner eigenen Norm ;)

https://www.christians-shop.de/M3-Nylon-Kit-180er-Set-mit-Schrauben-Abstandshaltern-Muttern

von Mechanik (Gast)


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Danke für die vielen Antworten, bohren möchte ich nichts, von den 
Muttern soll man auf der Vorderseite nichts sehen.
Können natürlich auch Kunststoffmuttern sein, kannst du für diese einen 
Kleber empfehlen?

Das ganze sollte auch temperaturbeständig sein, da es die Frontplatte 
einer Türklingel werden soll.

von Harald W. (wilhelms)


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Mechanik schrieb:

> ich würde gerne auf die Rückseite einer Edelstahl Frontplatte einige M3
> Muttern aufkleben um Platinen zu befestigen.

Eine sichere Befestigung wäre m.E. nur durch schweissen zu erreichen.

von Denis (Gast)


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Gibt Klebepads mit Innengewinde für genau diesen Zweck.
Hält wie hulle :)

von A. S. (achs)


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Harald W. schrieb:
> Eine sichere Befestigung wäre m.E. nur durch schweissen zu erreichen.

bzw. Punkten.

von Schlaumaier (Gast)


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Mechanik schrieb:
> Können natürlich auch Kunststoffmuttern sein, kannst du für diese einen
> Kleber empfehlen?

Zitat Google :

Methacrylat Klebstoff bzw. MMA Zwei-Komponenten-Klebstoff ist ein 
Multitalent, er zählt zur Kategorie der Acrylat-Klebstoffe und eignet 
sich besonders zum schlagzähen Kleben von Edelstahl sowie auch in 
Verbindung mit Kunststoffen. Solch eine extrem robuste Klebung erreicht 
Zugscherfestigkeiten bis zu 27 MPa.

Ich verstehe nicht genau was da steht, aber so wie ich das Verstehe muss 
ich nur einen Kleber finden der dieses Zeug drin hat, bzw. darauf 
basiert.

Ich habe zwar noch nie Muttern auf Edelstahl geklebt, aber schonmal mit 
einen UHU-Zeug (2-Komonenten) Kunststoffteile auf Stahl. Stand auf der 
Verpackung damals. Und hat prima gehalten.

Fakt ist. Kunststoff lässt sich immer besser kleben als Edelstahl. Der 
Grund ist, das bei vielen Klebern es zu ein "verschweißen durch 
Auflösung) bei der Kunststoff-Seite kommt. Ergo ist nur die 
Edelstahlseite das Problem. Und wenn man nur 1 Seite ein Problem hat 
.... ;)

von Rainer Z. (netzbeschmutzer)


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Ich vermeide kleben. Das hat etwas Unumkehrbares an sich...

Bei Klebern für Edelstahl wird gerne Methylacrylat-Kleber als 2K-Kleber 
genannt.

Dann gibt es noch Henkel mit der zugekauften Fr. Loctite, die eine Fülle 
von Spezialklebern herstellt. Vielleicht wirst Du da fündig?

EDIT/Zusatz: Schlaumaier hat gleichzeitig geschrieben...

: Bearbeitet durch User
von WIG (Gast)


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Geh zum nächstbesten Schlosser welcher z.B. auch Geländer baut, lass die 
Muttern anheften und evtl. Verfärbungen ausbürsten oder wegbeizen. Wenn 
du dann auch noch Edelstahl-Muttern hast ists ideal

von Andre (Gast)


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Ich würde damit zum Metallbauer gehen und die Muttern anschweißen 
lassen.
Wenn du einen Betrieb findest der im Bereich 
Feinblech/Wohnungsbau/Briefkästen usw. tätig ist, hat der mit Glück 
sogar ein Gerät im Bolzen aufzuschweißen. Damit ist das eine Sache von 
Sekunden.
Beim Klingelschild mit Regen, Frost, Hitze, wird es schon die Platine 
nicht leicht haben.

von MaWin (Gast)


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Mechanik schrieb:
> ich würde gerne auf die Rückseite einer Edelstahl Frontplatte einige M3
> Muttern aufkleben um Platinen zu befestigen

Vergiss es, die Auflagefläche ist zu klein

Nimm fertige selbstklebende Abstandshaltr wie 
https://www.reichelt.de/selbstklebender-abstandshalter-hoehe-4-8mm-ahs-4-8-p53729.html 
oder 
https://www.amazon.de/Selbstklebender-Abstandshalter-Standoff-durchmesser-Leiterplatte/dp/B01IR4T1OG/ref=asc_df_B01IR4T1OG/

oder klebe eine Metallplatte mit Löchern in die du Gewinde schneidest 
hinten auf, mindestens in der Größe: 
Ebay-Artikel Nr. 133673377376 M3 x 8 x 2, besser grösser.

von Holger R. (holgerr)


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MaWin schrieb:
https://www.reichelt.de/selbstklebender-abstandshalter-hoehe-4-8mm-ahs-4-8-p53729.html
Bevor ich die nehme würde ich es auch mit Stabilit Express versuchen zu 
kleben und statt einer Mutter lieber einen Stehbolzen.

Georg schrieb:
> Einpressmuttern
Die heißen Blindnietmuttern und benötigen eine Bohrung.

HolgerR

von Manfred (Gast)


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Holger R. schrieb:
> Georg schrieb:
>> Einpressmuttern
> Die heißen Blindnietmuttern
Nein.

> und benötigen eine Bohrung.
Ja.

von Old P. (Firma: nix) (old-papa)


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Das wird sportlich ;-)

Wie schon geschrieben wurde, viel zu kleine Auflagefläche. Diese 
Kunststoffmuttern kannst Du komplett vergessen, die sind (fast alle) aus 
Nylon und das klebt mit nichts! Ich habe schon erfolgreich  Edelstahl 
gelötet (Riss in Waschmaschine), das klappt aber nicht mit jedem 
"Edelstahl". Einfach mal versuchen, ganz normal mit Lötzeugs. Es gibt 
auch spezielle "Lötwasser"für Edelstahl, die habe ich aber nie versucht.
Ansonsten wirklich diese selbstklebenden Platinenhalter, das sollte doch 
gehen.

Old-Papa

: Bearbeitet durch User
von Mario P. (Gast)


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HolgerR schrieb:
>Georg schrieb:
>> Einpressmuttern
>Die heißen Blindnietmuttern und benötigen eine Bohrung

Es gibt sowohl Blindnietmuttern als auch Einpressmuttern.
Richtig ist, daß beide eine Bohrung benötigen.

Mario P.

von Ralf X. (ralf0815)


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Mechanik schrieb:
> ich würde gerne auf die Rückseite einer Edelstahl Frontplatte einige M3
> Muttern aufkleben um Platinen zu befestigen.

Wir haben auf Frontblenden, die keine weiteren Durchbohrungen bekommen 
sollten, überwiegend Alu-L- oder U-Profile hinten verklebt, um eine in 
jedem Fall "ewig" haltende und ausreichende Verbindung zu schaffen.
Und daran kann man dann werkeln, fräsen, bohren, Gewinde schneiden, 
etc., wie man lustig ist.
Und dazu reicht jeder Karosseriekleber in der 310ml-Kartusche für unter 
10,-€ einschl. VSK.

: Bearbeitet durch User
von Tom (Gast)


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Ich benutze dafür immer mit Stabilit Express aufgeklebte 
Einschlagmuttern. Den Stahl vorher aufrauhen, die Zacken können auch 
noch gerade geklopft werden und satt Kleber drauf. Hält perfekt.

von ●DesIntegrator ●. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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Georg schrieb:
> Mechanik schrieb:
>> ich würde gerne auf die Rückseite einer Edelstahl Frontplatte einige M3
>> Muttern aufkleben um Platinen zu befestigen.
>
> Löcher musst du sowieso bohren. Ich verwende in so einem Fall
> Einpressmuttern. Natürlich kann man die nur in Richtung der Frontplatte
> beanspruchen, aber das ist bei aufgeklebten Muttern auch nicht anders.

Vielleicht kann man solche Einpressmuttern in ein zusätzliches
Stück Blech pressen und dieses ganze Blech dann auf den Edelstahl 
kleben.
So hat man dann die erforderliche Auflagefläche

von Wolfgang (Gast)


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Mechanik schrieb:
> Nur welchen Klebstoff verwendet man hier am besten? Sekundenklaber, 2K
> Epoxy ?

Araldite

> ich würde gerne auf die Rückseite einer Edelstahl Frontplatte einige M3
> Muttern aufkleben um Platinen zu befestigen.

Achte drauf, dass das Gewinde der Schraube nicht zu lang ist. Sonst 
sprengst du beim Verschrauben die Verklebung.

von Wegstaben V. (wegstabenverbuchsler)


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●DesIntegrator ●. schrieb:
> Vielleicht kann man solche Einpressmuttern in ein zusätzliches
> Stück Blech pressen und dieses ganze Blech dann auf den Edelstahl
> kleben.
> So hat man dann die erforderliche Auflagefläche

da kommen wir wieder zu meinem Eingangs-Vorschlag:

Messingmutter auf Platinen-Schnipsel löten, und dann diesen Schnipsel 
auf den Edelstahl kleben. So hat man dann die erforderliche 
Auflagefläche ;-)

von Karl (Gast)


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Wegstaben V. schrieb:
> Messingmutter

Ja, M3 Muttern in Messing gibt es wie Sand am Meer. Und bei der Platine 
darf der Schaltplan und der EMV-Test nicht fehlen.

von butsu (Gast)


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Schlaumaier schrieb:
> Fakt ist. Kunststoff lässt sich immer besser kleben als Edelstahl. Der
> Grund ist, das bei vielen Klebern es zu ein "verschweißen durch
> Auflösung) bei der Kunststoff-Seite kommt.

Nein, das ist kein Fakt, sondern schlicht falsch. Bei Epoxies ist z.B. 
die Scherfestigkeit einer gut vorbereiteten Klebung auf Polyamid 
('Nylon') meist so Faktor 3-5 schlechter als auf Edelstahl. Dazu kommt 
oft das Problem, dass Spritzgussteile (z.B. Muttern...) oft noch 
Anhaftungen von Formtrennmitteln aus dem Herstellungsprozess haben. Die 
lassen sich auch durch Reinigung (z.B. mit Alkoholen) oft nicht völlig 
entfernen, da sie ins Material hinein migriert sind. Und diese 
Formtrennmittel sind genau dafür da, ein Anhaften zu verhindern. 
Polyamid ist übrigens chemisch sehr beständig, es kommt da nicht zu 
einem "verschweißen durch Auflösung". Das gibt's natürlich, z.B. bei 
Polystyrol oder ABS.

Dabei ist Polyamid noch ein gut klebbarer Kunststoff. Viele andere 
Kunststoffe lassen sich aufgrund iherer geringen Oberflächenernergie nur 
sehr schwer verkleben, z.B. PE, PP, oder POM.

Fazit: Edelstahl lässt sich fast immer besser kleben, als Kunststoff.

von oszi40 (Gast)


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butsu schrieb:
> Edelstahl lässt sich fast immer besser kleben, als Kunststoff.

Plaste und Edelstahl haben unterschiedliche Ausdehnungskoeffizienten. 
Bei seinem Klingelbrett dürfe jedoch der tägliche thermische Stress die 
Haltbarkeit verkürzen. M3 hat wenig Fläche. Deswegen tendiere ich für 
eine mechanische Befestigung wie Blindnieten usw.

von Einer (Gast)


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MaWin schrieb:
> Nimm fertige selbstklebende Abstandshaltr wie

Alles was selbst klebt, fällt fast immer wieder ab. Das Problem an den 
"Selbstklebungen", die können kaum Kräfte aufnehmen. Sobald etwas Kraft 
wirkt, fallen sie alle ab. Manchmal nach Jahren, oft nach Monaten.

von michael_ (Gast)


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Was erzählst du denn hier?

Du hast sicher kein Auto oder Kaffeekanne.
Und dazu keine Ahnung, was Klebetechnik betrifft.

butsu schrieb:
> Nein, das ist kein Fakt, sondern schlicht falsch. Bei Epoxies ist z.B.
> die Scherfestigkeit einer gut vorbereiteten Klebung auf Polyamid
> ('Nylon') meist so Faktor 3-5 schlechter als auf Edelstahl. Dazu kommt
> oft das Problem, dass Spritzgussteile (z.B. Muttern...) oft noch
> Anhaftungen von Formtrennmitteln aus dem Herstellungsprozess haben.

Die hast du bei den Metallteilen auch.

So eine Mutter mit Epoxy aufgeklebt, wird schon das Platinchen halten.
Wird ja nicht bewegt.
Problem ist das Freihalten des Gewindes beim Kleben.

Ich würde Ich würde es mit den genannten Abstandshaltern oder Klettband 
machen.

von Old P. (Firma: nix) (old-papa)


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Einer schrieb:
> MaWin schrieb:
>> Nimm fertige selbstklebende Abstandshaltr wie
>
> Alles was selbst klebt, fällt fast immer wieder ab. Das Problem an den
> "Selbstklebungen", die können kaum Kräfte aufnehmen. Sobald etwas Kraft
> wirkt, fallen sie alle ab. Manchmal nach Jahren, oft nach Monaten.

Ja, wenn Du irgendwelche Kittifixe aus den Weiten des Internets 
verkleisterst.
Oder wenn Du völlig ungeeignete Materialien kleben willst (Nylon auf 
Metall).
Ansonsten hält eine fachgerechte Klebung Jahrzehnte ohne zu zerfallen. 
Im Automobil- im Maschinen-, im Flugzeug- und selbst im Schiffsbau wird 
sehr viel und nachhaltig geklebt.

Old-Papa

von Frank G. (frank_g53)


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Mechanik schrieb:
> Hat jemand Erfahrungen mit Klebstoffen die gut für Metall auf Metall
> geeignet sind? Leider ist die Auflagefläche von Muttern nicht besonders
> groß

Ich verwende hierfür gerne einen UV-Kleber.
Außen an der Mutter den Kleber anbringen und verlaufen lassen.
Dann mit UV-Licht den Kleber aushärten.

https://www.conrad.de/de/p/uhu-booster-uv-kleber-48150-3-g-1953569.html

: Bearbeitet durch User
von michael_ (Gast)


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Old P. schrieb:
> Ja, wenn Du irgendwelche Kittifixe aus den Weiten des Internets
> verkleisterst.

Der Begriff fiel mir auch ein, aber der wird ja in manchen Landstrichen 
nicht verstanden. :-)

> Oder wenn Du völlig ungeeignete Materialien kleben willst (Nylon auf
> Metall).

Geht schon mit Klebepad. Ich habe sowas für Kabelbinder an der 
steinernen Fensterbank außen.
Hält seit 10 Jahren wie Ochse für den Thermometersensor.

von Praktiker (Gast)


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Hallo

michael_ schrieb:
> Geht schon mit Klebepad. Ich habe sowas für Kabelbinder an der
> steinernen Fensterbank außen.
> Hält seit 10 Jahren wie Ochse für den Thermometersensor.

Wobei das irgendwie ein Glücksspiel ist:

Manche halten fast zu gut - einmal falsch aufgebracht und man bekommt 
sie nur noch durch "unter schneiden" des eigentlich Klebepatt ab (wenn 
man denn drankommt...).
Andere halten erstmal ganz gut lösen sich aber ja nach Mondphase durch 
Wärme Kälte, Luftfeuchtigkeit,...,...
Wieder andere halten ewig - aber nur wenn sie nicht im falschen Winkel 
Belastet werden.
Und auch das gibt es:
Das eigentliche Klebepad hält ewig aber der Kunststoff wird schon nach 
wenigen Monaten  brüchig, "löst" auf usw.

Und dann auch das noch:

Die guten (nur das man das erst später weis - mir ist zumindest keine 
Marke oder eine "Norm" bekannt an die man sich richten kann) kleben auch 
Bombenfest auf nicht ganz perfekt sauberen Untergrund. die anderen 
wollen es aber oft "klinisch" rein und optimal aufgeraut - da klebt 
sowieso fast alles und man kann (übertrieben, Ironie) auch den 
Prittstift nehmen...


Insgesamt: Nicht wirklich befriedigend, vor allem weil es halten muss 
weil man später nur noch sehr schwer herankommt...

von michael_ (Gast)


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Man sollte schon was aus dem Industriebedarf nehmen.
Und nicht aus der 1EUR Grabbelkiste.

Meine Tüte mit hundert Stck. ist jetzt 20 Jahre alt und ich kann nicht 
klagen. Der halbe Rest wird mich aushalten.

https://www.reichelt.de/montagesockel-fuer-4-8-mm-kabelbinder-natur-100er-pack-kab-sockel-4-8h-p45708.html?&trstct=pos_5&nbc=1

Sehr universell.
In die Mitte könnte der TO ein Loch für die Befestigung seines 
Platinchens machen.

Bei Klettband meinte ich auch welches, wo 3m so 25EUR kosten.
Das fällt nicht ab.
Gut für abnehmbare Teile wie Batteriekästen.

von ●DesIntegrator ●. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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Praktiker schrieb:
> Wobei das irgendwie ein Glücksspiel ist:
>
> Manche halten fast zu gut - einmal falsch aufgebracht und man bekommt
> sie nur noch durch "unter schneiden" des eigentlich Klebepatt

Wenn Kleber irgendwo verunfallt landet, kriegste das nicht wieder ab.
Du musst dem Kleber schon hinterher fräsen, um alles weg zu bekommen.
Du glaubst garnicht, wie effektiv sowas kleben kann.

Aber wenn das mal wirklich irgendwo kleben SOLL,
dann fällt alles wieder von selbst ab.

Klebeetiketten rollen sich nach 5Minuten ein,
Kleber selbst wirkt wie ein Schmiermittel und und und

von Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite


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MaWin schrieb:
> oder klebe eine Metallplatte mit Löchern in die du Gewinde schneidest
> hinten auf, mindestens in der Größe:
> Ebay-Artikel Nr. 133673377376 M3 x 8 x 2, besser grösser.

Das erscheint mir als die beste Lösung (nach Bolzenschweißen):

Nimm Alu-Flachmaterial (bspw. 10x5mm) und setze da im Abstand von ca. 
11mm mittig M3-Gewinde. Dann säge daraus kleine Quadrate 10x10mm und die 
klebst Du mit 2K-Methylacrylatkleber (gibt es z.B. von ecoll) auf. Am 
besten fixierst Du die mit Schrauben durch Deine Platine, damit die auch 
nachher exakt sitzen (aber Vorsicht: nicht zu weit einschrauben, so dass 
die Schrauben nicht mit dem Kleber in Kontakt kommen ;-)

Die Plättchen bekommst Du danach nur noch durch Zerstörung der 
Frontplatte ab. Für Metall-Metall-Verbindungen gibt es bei Klebern 
nichts Besseres als Methylacrylat.

von ●DesIntegrator ●. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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Heisskleber klebt aber auch bombig,
wenn man die zu fügenden Bauteile vorher auch erwärmt.

auf zimmerkaltem Metall ist der Kleber schon hart,
bevor man das zusammen bappt.
wenn der Kleber so wie Lötzinn in Fugen und Spalten laufen kann,
 ist es ideal.

von Teo D. (teoderix)


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: Bearbeitet durch User
von Schorschi (Gast)


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Ich nehme in solchen Fällen den Sikaflex -221 Dichtstoff 
Karosseriedichtmasse

Damit lässt sich so gut wie alles kleben und hebt super.

von Roland S. (chromagraph)


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Oder nimm Rändelmuttern Edelstahl M3. Die hohe Ausführung hat eine 
Gewindelänge von 7,5 mm oder die flache Ausführung eine Gewindelänge von 
3 mm. Beide Ausführungen haben einen Durchmesser von 12 mm. Das ist eine 
große Klebefläche und hält schon was aus, wenn mit Epoxy auf 
aufgerauhten Untergrund geklebt wird.

https://www.frantos.com/de/matrix/index/sCategory/3018?product=4103

von Hans-Georg L. (h-g-l)


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Es gibt diese Gleitmuttern für C-Profile die haben genügend 
Auflagefläche zum kleben aber nur wenig Gewindegänge. Alternative in 
kleine Blechstücke Loch bohren und senken, Senkkopfschraube rein und 
kontern und das als Stehbolzen kleben.

von Thorsten (Gast)


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Harald W. schrieb:
> Eine sichere Befestigung wäre m.E. nur durch schweissen zu erreichen.

So sehe ich das auch, aber das Material ist schon ziemlich dünn.
Vom Kleben halte ich persönlich nichts.

Beitrag #6822828 wurde vom Autor gelöscht.
von Peter R. (Gast)


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Ohne Worte, eine Skizze

von MaWin (Gast)


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Peter R. schrieb:
> Ohne Worte, eine Skizze

Ja, toll, die Senkkopfschraube dreht sich dann meistens mit, Murphy sei 
Dank.

von Ralf X. (ralf0815)


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Peter R. schrieb:
> Ohne Worte, eine Skizze

Würdest Du Deine aufwändige, anfällige und unflexible Konstruktion 
bezahlen wollen?

von Peter R. (pnu)


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MaWin schrieb:

> Ja, toll, die Senkkopfschraube dreht sich dann meistens mit, Murphy sei
> Dank.

Die Mutter wird hier als Kontermutter verwendet, um das Verdrehen des 
Senkkopfs zu verhindern. Was montiert werden soll, wird halt mit einer 
weiteren Mutter auf den Bolzen geschraubt.

Ralf X. schrieb:

> Würdest Du Deine aufwändige, anfällige und unflexible Konstruktion
> bezahlen wollen?

Der TO spricht von einem Einzelfall und nicht von Serienfertigung.

: Bearbeitet durch User
von Peter R. (pnu)


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Ralf X. schrieb:
> Peter R. schrieb:
>> Ohne Worte, eine Skizze
>
> Würdest Du Deine aufwändige, anfällige und unflexible Konstruktion
> bezahlen wollen?

Wenn Platz für solch eine U-Schiene besteht, bitteschön, dann die.

Sind aber die Kosten für eine angesenkte Scheibe eine Senkkopfmutter und 
eine Kontermutter wirklich weniger hoch als das U-Teil?

btw. Ich halte es sowieso für einen Konstruktionsfehler, eine 
Frontplatte als Träger für Bedienelemente oder gar Baugruppen zu 
verwenden.

von Manfred (Gast)


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Peter R. schrieb:
>> Würdest Du Deine aufwändige, anfällige und unflexible Konstruktion
>> bezahlen wollen?
> Wenn Platz für solch eine U-Schiene besteht, bitteschön, dann die.
>
> Sind aber die Kosten für eine angesenkte Scheibe eine Senkkopfmutter und
> eine Kontermutter wirklich weniger hoch als das U-Teil?

Alberner Streit. Ein Stück Blech und die Senkschraube hat man schnell 
zur Hand, eine U-Schiene eher nicht.

> btw. Ich halte es sowieso für einen Konstruktionsfehler, eine
> Frontplatte als Träger für Bedienelemente oder gar Baugruppen zu
> verwenden.

Au weh, dann weisen Millionen Geräte diesen groben Konstruktionsfehler 
auf. Jede Menge Industriegeräte setzen Taster und Potis auf eine 
Leiterplatte, welche dann direkt hinter der Frontplatte sitzt.

Schaut man in Richtung Service, ist es mitunter sehr günstig, die 
Frontplatte samt kompletter Elektronik auf den Tisch legen zu können.

von Teo (Gast)


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Peter R. schrieb:
> Ohne Worte, eine Skizze

Nette Konstruktion, sieht aus wie ne aufgeklebte Einschlagmutter für 
Holz....

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