Lötpaste seit 6 Monaten abgelaufen

OP #6822832
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Hallooo,
ich hab mir auf Amazon Lötpaste fürs SMD-Löten gekauft.
Heute hab ich sie erhalten und nunja...das Ablaufdatum ist mit 
31.03.2021 angegeben.
Kann ich die gleich wieder zurücksenden oder lohnt es sich trotzdem sie 
mit ein paar Abzügen zu verwenden? Ich weiß nicht in welchem Zustand ist 
da ich sie nicht öffnen möchte, falls ich sie wirklich zurückschicken 
sollte
Was meint ihr?
Es sind immerhin 2 50g Spritzen also nicht unbedingt wenig
Gast #6822844
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Wuerde ich auch so sehen. Wenn man etwas neu kauft dann sollte die schon 
noch eine entsprechende Haltbarkeit haben.

Allerdings, ganz frische Loetpaste in der Firma hat IMHO auch nur so 
1Jahr. Als privater Bastler ist die bei den kleinen Mengen die man so 
braucht also sehr schnell abgelaufen. Jetzt ist es aber so das man 
zuhause die normalerweise nicht mit dem Stencil aufrakelt sondern nur 
mit der Spritze oder Pinzette ein bisschen was hier und da auf seine 
Platine kleckert. Dann ist es IMHO fast egal wie alt Paste ist. Ich kann 
da auch mit mit welcher leben die schon 5Jahre alt ist. Ich hab auch 
schon eine Dose mit Isoprob wieder aufgeruehrt. Hat fuer zuhause auch 
funktioniert. In der Firma ist das natuerlich unsinn.

Olaf
Gast #6822845
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Olaf schrieb:
> Ich kann da auch mit mit welcher leben die schon 5Jahre alt ist.

Ich hatte schon Probleme mit einer die nur 1 Jahr alt war, 6 Monate über 
Haltbarkeitsdatum. Die verklumpte nur noch und bildete Schlacke 
(Oxidberge).

Man könnte darüber nachdenken wie man sie lagert, bei mir lag sie im 
Kühlschrank, in einem Schraubdeckelglas mit Silikagel.
Gast #6822968
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MaWin schrieb:
> Die ist oxidiert.

Selbst wenn sie es nicht ist, würde ich die Zurückschicken. Weil das 
Haltberkeitsdatum wird wohl sein Grund haben.

Und Amazon ist eh großzügig.

Schreib einfach die Begründung drauf damit Amazon die Fehlerquelle 
finden kann.  Und da die Nr. Kosten verursacht werden sie die suchen da 
bin ich ganz sicher.
Gast #6823170
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Schlaumaier schrieb:
> Selbst wenn sie es nicht ist, würde ich die Zurückschicken. Weil das
> Haltberkeitsdatum wird wohl sein Grund haben.

Zumindest mal bei dem Lieferanten reklamieren.
Es kommt darauf an ob diese Lötpaste direkt von Amazon geliefert wurde 
oder von einem Händler.
Ich habe auch mal eine Lötpaste reklamiert. Der Händler antwortete sehr 
schnell, die Paste nicht zurückschicken, das verursacht nur Kosten, der 
Händler sagte er schickt eine neue " Spritze " gleich weg.
Die war auch zwei Tage später bei mir, Kostenlos.
Liegt wohl daran, das der Händler sonst den Rückversand zahlen muss und 
die Spritze selbst entsorgen muss.
Das macht Amazon teilweise auch, vermutlich weil die Kritik an dem 
Unternehmen immer stärker wurde, das Rückläufer in den Müll geworfen 
werden.

Die Schlecht Paste nehme ich zum Verzinnen von Litzen.

Die Schlechte Paste hatte die Eigenschaft, wenn ich die mit der Spritze 
auftragen wollte, dann hat es manchmal auch funktioniert, nur dann kam 
plötzlich nur Flussmittel aus der Nadel, dann wieder nur so Klumpen.
Das sah so aus als ob sich die Komponenten, Lötmittel und Flussmittel 
getrennt haben. Was Scheinbar passieren kann wenn die Spritze überlagert 
ist.
Vermutlich würde es reichen, die Paste neu auf zu mischen.
Gast #6824291
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> Man könnte darüber nachdenken wie man sie lagert, bei mir lag sie im
> Kühlschrank, in einem Schraubdeckelglas mit Silikagel.

Ich lager in Originalverpackung auch im Kuehlschrank. Ich koennte
mir vorstellen das es auch sehr von der Paste(Hersteller) abhaengt.

Ich hab hier auch noch eine Tube Alpha OM-520 die sich auch extrem
beschissen loetet. Allerdings dachte ich bisher das liegt grundsaetzlich
an dem Zeug wegen 170C. :-)

Im Gegenzug hab ich in der Firma immer kleine Spritzen die ich mir 
selber in der Produktion abfuelle und die liegen immer warm in der 
Schreibtischschublade. Irgendwann (nach 2-3Jahren) kann ich die nicht 
mehr verwenden weil ich nicht kraeftig genug bin das Zeug dann noch aus 
der Tube zu druecken wenn es zaeh wird, aber bis dahin ist es in 
Ordnung.

Olaf
Gast #6825836
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Olaf schrieb:
> Jetzt ist es aber so das man zuhause die normalerweise nicht mit dem
> Stencil aufrakelt sondern nur mit der Spritze oder Pinzette ein bisschen
> was hier und da auf seine Platine kleckert.

Wenn du das so machst ...
Normalerweise macht diese Prökelei mit der Spritze keinen Spaß, sobald 
es um mehr als ganz wenige Einzelbauteile auf einer Einzelplatine geht.
Gast #6826228
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> Normalerweise macht diese Prökelei mit der Spritze keinen Spaß, sobald
> es um mehr als ganz wenige Einzelbauteile auf einer Einzelplatine geht.

Klar, mehr mach ich damit ja auch nicht.

Die Sache ist die, wenn man eine Platine das erstemal aufbaut will ich 
sie gerne einzeln und nach Funktionsgruppen in Betrieb nehmen, also z.B 
erstmal die DCDC Wandler, schauen ob Spannungen stimmen, wie sie mit 
Lastwechsel klar kommen, dann mal die MCU bestuecken und kucken ob sie 
grob laeuft, usw....

Natuerlich wenn man sagen wir mal 5-50Prototypen braucht sieht das 
anders aus, aber die laesst man sowieso in der Fertigung ueber die 
Maschine laufen.


Ich stelle es mir auch echt bloed vor wenn du einmal ganz toll Loetpaste 
an alle Pads aufgebracht hast, du die haelfte der Bauteile von hand 
aufgelegt hast und du dann einmal bei einem DFN oder BGA verrutscht und 
die Paste verschmierst.

Olaf
#6826230
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Olaf schrieb:
> Die Sache ist die, wenn man eine Platine das erstemal aufbaut will ich
> sie gerne einzeln und nach Funktionsgruppen in Betrieb nehmen, also z.B
> erstmal die DCDC Wandler, schauen ob Spannungen stimmen, wie sie mit
> Lastwechsel klar kommen, dann mal die MCU bestuecken und kucken ob sie
> grob laeuft, usw....

Dafür kann man Funktionsgruppen mit Ferritbeads (Idealerweise Teil eines 
PI-Filters) nutzen die man eben erstmal nicht bestückt. Der Sinn der 
Paste ist ja, dass man die Platine in einem Rutsch löten kann.

Bei überlagerter Paste ist meine Erfahrung, dass sich das Flussmittel 
zersetzt. Man kann sie ggf. reaktivieren, indem man neues Flussmittel 
hinzufügt. Das ist aber nur für den Notfall geeignet. Ich persönlich 
nutze alte Lötpaste zum Messinglöten im Modellbau. Fürs Rakeln taugt die 
dann leider meist kaum noch. Deshalb ist sie bei uns im Prototypenbau 
nicht mehr brauchbar. Es gibt aber auch Pastengebinde, die sind 
2-Komponentig. Ich hatte letztens für eine Starrflex anwendung mit 
speziellen, Hitzeempfindlichen Bauteilen, eine Bismuthaltige Lötpaste 
gekauft, das war ein Tütchen mit 2 Kammern: Einmal die Lotkügelchen und 
in der 2. die Flussmittelpaste. Durch kneten des Tütchens vermischten 
sich beide Komponenten, anschließend öffnete man das Tütchen und hatte 
einwandfreie Paste. Das geht natürlich nur bei Kleinstmengen. Aber ich 
vermute, dass es hier auch um ebensolche geht und nicht um 1kg Gebinde. 
Vielleicht mal danach Ausschau halten. Auf jeden fall würde ich die 
abgelaufene Paste reklamieren.

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