Master Durchschnittsnote Wichtig?

Gast #6828613
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Hi, meine Situation:

Ich studiere an einer Uni im Master Informatik. Mit den Informatik 
Modulen bin ich dieses Semester durch (vorausgesetzt alle Prüfungen sind 
bestanden), allerdings Fehlen im Nebenfach noch 10 ECTS. Da könnte ich 
mir jetzt ein Modul aus meinem Ursprünglichen (abgebrochenen) Bachelor 
anrechnen lassen, allerdings würde das die Gesamtnote um 0.1 - 0.2 
runter ziehen. Oder ich mach nächstes Semseter neben der Masterarbeit 
noch 10 ECTS fürs Nebenfach, was wahrscheinlich dazu führt, dass ich 
später fertig werde.
Aber interessiert sich überhaupt jemand für die Durchschnittsnote? Sind 
die screening Tools der Personaler mittlerweile gut genug um relevante 
Fächer erkennen zu können?
Gast #6828740
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Noten waren mir immer egal, und meine Kollegen bescheingen mir ein 
"glückliches" Händchen in der Personalwahl. Was soll die Note für die 
normale Ingenieurstätigkeit aussagen? Arbeitszeugnisse, persönliche 
Interessen, der Lebenslauf und das Gespräch sind viel wichtiger. Man 
kann einen Menschen nicht in einen skalaren Float-Wert pressen. Das ist 
Wunschdenken.
Beitrag #6828945 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #6829077 wurde von einem Moderator gelöscht.
Gast #6829117
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Fragender schrieb:
> Hi, meine Situation:
> Ich studiere an einer Uni im Master Informatik. Mit den Informatik
> Modulen bin ich dieses Semester durch (vorausgesetzt alle Prüfungen sind
> bestanden), allerdings Fehlen im Nebenfach noch 10 ECTS. Da könnte ich
> mir jetzt ein Modul aus meinem Ursprünglichen (abgebrochenen) Bachelor
> anrechnen lassen, allerdings würde das die Gesamtnote um 0.1 - 0.2
> runter ziehen. Oder ich mach nächstes Semseter neben der Masterarbeit
> noch 10 ECTS fürs Nebenfach, was wahrscheinlich dazu führt, dass ich
> später fertig werde.
> Aber interessiert sich überhaupt jemand für die Durchschnittsnote? Sind
> die screening Tools der Personaler mittlerweile gut genug um relevante
> Fächer erkennen zu können?

Kannst du die 10CP auch im ökonomischen Bereich machen? Meiner Erfahrung 
nach ist das nicht mal halb so viel Arbeit wie ein Ing/Inf-Fach und die 
gute Note ist dir quasi sicher.
Gast #6829183
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Mathias Fichter schrieb im Beitrag #6828945:
> &&& schrieb:
>>> Ein Semester früher = 6 Monate mehr Gehalt.
>>
>> Ein Semester früher = 6 Monate weniger ungebremstes Studentenleben.
>> Ich hatte meinen Arbeitsvertrag schon vor dem Diplomzeugnis.
>
> Schaffen schaffen Häusle bauen. Ran klotzen! Ordentlich Reibach machen.
> Wieb schwängern. Baum pflanzen. Anderen einen schönen Stinker auf den
> Tisch legen. Thug L!fe

Mit dann Burnout, die Bank pfändet die Bude, Frau weg und Kindern sagen 
"Papa ist ein Looser". Yeah thats life.
Gast #6829435
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Fragender schrieb:
> Aber interessiert sich überhaupt jemand für die Durchschnittsnote? Sind
> die screening Tools der Personaler mittlerweile gut genug um relevante
> Fächer erkennen zu können?

Deshalb die Durchschnittsnote.
1,0 ist besser als 1,2 als 1,5 als 2,0

Die Personaler werden eh mit Bewerbungen zugeschüttet.
Beitrag #6829600 wurde von einem Moderator gelöscht.
Gast #6829662
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Ok, der Konsens scheint zu sein, dass der Durchschnitt nicht so wichtig 
ist. (wäre wohl irgendwo bei 1.3-1.6).

Anrechnen lassen könnte ich mir Quantenmechanik mit einer 3.7, oder 
jetzt Quantenmechanik II belegen (die schlechte Note hatte keine 
fachlichen Gründe).

Wirtschaft als alternative ginge theoretisch, da braucht man aber für 
das Nebenfach Module aus zwei Semestern, also dauert das Studium dann 
sicher ein ganzes Semester länger.
Beitrag #6830490 wurde von einem Moderator gelöscht.
Gast #6830634
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Fragender schrieb:
> Wirtschaft als alternative ginge theoretisch, da braucht man aber für
> das Nebenfach Module aus zwei Semestern, also dauert das Studium dann
> sicher ein ganzes Semester länger.
10 ETCS auf  "ZWEI" Semester verteil sind 300h Workload /12 Monate macht 
25h im Monat!
Wo ist da das Problem?


Plan B:
Bewirb dich mit einer Bescheinigung vom Prüfungsamt der zufolge du alle 
Prüfungsleistungen erbracht hast.
Vulgo: " dein Abschluß dir sicher ist!"
Gast #6830637
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Ich schrieb:
> Fragender schrieb:
>> Aber interessiert sich überhaupt jemand für die Durchschnittsnote? Sind
>> die screening Tools der Personaler mittlerweile gut genug um relevante
>> Fächer erkennen zu können?
>
> Deshalb die Durchschnittsnote.
> 1,0 ist besser als 1,2 als 1,5 als 2,0
>
> Die Personaler werden eh mit Bewerbungen zugeschüttet.

Ich würde keinen nehmen der zu den 10% der Noten-Besten gehört.
Beitrag #6831186 wurde von einem Moderator gelöscht.
Gast #6831243
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Fragender schrieb:
> Master Informatik
> ... würde das die Gesamtnote um 0.1 - 0.2 runter ziehen ...
> Aber interessiert sich überhaupt jemand für die Durchschnittsnote? Sind
> die screening Tools der Personaler mittlerweile gut genug um relevante
> Fächer erkennen zu können?

Generell: Viele machen sich Sorgen wg. 0,1 etc., das ist völlig 
unbegründet.

Allgemein kann man davon ausgehen, daß große, namhafte Unternehmen mehr 
Beachtung auf Noten / Durchschnittsnoten legen, als kleinere Firmen. 
Deshalb ist die Durchschnittsnote schon relevant - soll man aber auch 
nicht überbewerten. Ziel sollte sein, den Durchschnitt der eigenen 
Hochschule im Fachbereich für Masterabschlüsse zu erreichen, 0,3 darüber 
spielt keine Rolle. Wichtiger sind die für die Stelle relevanten Fächer. 
Weiterhin wichtig sind praktische Erfahrungen allgemein und besonders 
für die spätere Tätigkeit: fachliche Erfahrungen und besonders 
persönliche Eignung.

Das Gesamtbild ist entscheidend. Um aber die erste Auswahlhürde zu 
bestehen, sind die Noten wichtig. Wie sonst kann ein Unternehmen eine 
Person beurteilen, die sie noch nicht kennt.

"screening tools" ... der gesundes Menschenverstand reicht  ;)
Gast #6833257
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dalai lama schrieb:
> Wichtiger als die Abschlussnote ist der Abschlusszeitpunkt. Und der
> liegt am besten nicht Mitten in einer Krise.

Weiß einer, warum man im deutschen Ingenieurmarkt selbst durch im 
Prinzip völlig unverschuldete Arbeitslosigkeit wegen torkelnder 
Wirtschaft innerhalb kürzester Zeit als Ingenieur für den Markt als für 
immer verbrannt gilt und sich umschulen/umorientieren in 
nichtakademische Berufe oder auswandern muss, um der Arbeitslosigkeit zu 
entrinnen?

https://bnn.de/nachrichten/baden-wuerttemberg/land-schnuert-hilfspaket-fuer-arbeitslose-jungingenieure

>Blieben viele Jungingenieure ohne Job und Perspektive, fürchtet Ministerin Bauer 
auch einen frustrierenden Wettbewerb: „Es käme zur Konkurrenz mit der 
Absolventen-Kohorte im Jahr danach.“
#6833289
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Corona-Schnupfen schrieb:
> Weiß einer, warum man im deutschen Ingenieurmarkt selbst durch im
> Prinzip völlig unverschuldete Arbeitslosigkeit wegen torkelnder
> Wirtschaft innerhalb kürzester Zeit als Ingenieur für den Markt als für
> immer verbrannt gilt und sich umschulen/umorientieren in
> nichtakademische Berufe oder auswandern muss, um der Arbeitslosigkeit zu
> entrinnen

Es gibt jedes Jahr mehr als genug neue Absolventen. Warum dann jemanden 
nehmen, dessen Studium schon Jahre her ist, er es aber bisher nicht 
geschafft hat, relevante Berufserfahrung zu sammeln? Da nimmt man doch 
lieber entweder einen erfahrenen Mann (meinetwegen auch Frau) oder einen 
frischen Absolventen aus dem aktuellen Jahrgang.
Gast #6833862
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Senf D. schrieb:
> Es gibt jedes Jahr mehr als genug neue Absolventen. Warum dann jemanden
> nehmen, dessen Studium schon Jahre her ist, er es aber bisher nicht
> geschafft hat, relevante Berufserfahrung zu sammeln? Da nimmt man doch
> lieber entweder einen erfahrenen Mann (meinetwegen auch Frau) oder einen
> frischen Absolventen aus dem aktuellen Jahrgang.

Okay, klingt plausibel, aber warum sagt die Minsterin, dass bei 
Verbrennen der aktuellen Jungingenieure, es bei einem Aufschwung zu 
einem frustrierenden Wettbewerb mit der Absolventen-Kohorte im Jahr 
danach käme?
Mit Wettbewerb meinst sie wohl dann die Unternehmen und mit frustierend 
wahrscheinlich, faire Löhne zahlen zu müssen. Aber warum greift man 
nicht zusätzlich auf die abgeschobene alte Kohorte zurück, wenn es doch 
dem Lohndumping gut tun würde?
Altert ein Ingenieurgehirn so schnell oder haben die dann alle 
Selbstmord begangen? Selbst wenn ein arbeitsloser Ingenieurabsolvent zum 
Fliesenleger umschulen müsste, würde er doch bei einem Aufschwung alles 
stehen und liegen lassen, um in seinem eigentlich Studienfach arbeiten 
zu dürfen.
Wenn man noch weiter denkt, dann dient das badische Hilfspaket 
eigentlich nur als Frischhalteprogramm leicht verderblicher 
Ingenieurware im Auftrag des Lohndumpings?
Gast #6834293
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Heute schon geschissen? schrieb:
> dalai lama schrieb:
>> Corona-Schnupfen schrieb:
>>
>>> Altert ein Ingenieurgehirn so schnell oder haben die dann alle
>>> Selbstmord begangen?
>>
>> Klingt beides plausibel.
>
> Versteh ich nicht. Wie kann man sich über sowas nur lustig machen?

Also so hysterisch wie hier auf dieses Thema reagiert wird, würde es 
mich tatsächlich nicht mehr wundern.

Nach dem Studium wegen Einstellungsstop + Doppeljahrgang erst mal nichts 
zu finden, ist zwar scheiße und ich würde deshalb empfehlen lieber noch 
den Master zu machen oder sonstwie länger in der Uni zu bleiben, aber 
ernsthaft Begriffe wie "verbrannt" zu benutzen ist schon überzogen..

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