Aufgelassene Funkstation südwestlich Bonn

#6831154
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In der Nähe von Bonn - ca. 2 km SSW des Ortes Wormersdorf, Koordinaten: 
50.58690918067242, 6.981351289098616 - befindet sich eine seit vielen 
Jahren aufgelassene Funkstation. Sie liegt in einem recht großen immer 
noch eingezäunten Areal, einziges vom Boden aus sichtbares Überbleibsel 
der Anlage ist eine kleine Rampe, die offenbar zu einer unterirdischen 
Einrichtung führt.

Aus der Luft sieht man noch ein paar Strukturen: Das kreisförmige Areal 
am nord-östlichen Rand (siehe Bild) war eine runde (Durchmesser ca. 100 
m) Anordnung einer größeren Zahl senkrechter Antennstäben, also 
vermutlich eine HF Peilanlage. Diese Anlage habe ich vor etwa 20 Jahren 
noch selbst gesehen. Keine Ahnung, was die Struktur am anderen Ende des 
Geländes gewesen sein könnte.

Angeblich soll die Anlage die Funkempfangsstation des Auswärtigen Amtes 
gewesen sein. Ein denkbarer Betreiber könnte natürlich auch einer 
unserer "Dienste" gewesen sein, die hatten ja auch öfter mal Tarnungen. 
Im Internet habe ich zu der Anlage keine Informationen gefunden. 
Vielleicht habe ich auch nur mit den falschen Begriffen gesucht. Weiß 
irgendwer von euch hier etwas über die Anlage?

Peter
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Gast #6831170
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Deine Beschreibung, wie die Antennenanlage mal aussah, könnte auf ein 
UKW-Drehfunkfeuer / VOR hindeuten. Du bist aber leider sehr vage 
geblieben. Es wäre dann also eine Funknavigationsanlage gewesen, die von 
der Flugsicherung betrieben wurde. Die werden so nach und nach abgebaut, 
da durch GPS ersetzt.
Gast #6831177
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Frag doch mal dort an, die sitzen zwar wohl über der landesgrenze, aber 
sind trotzdem nur wenige Meter weg:
https://www.google.com/maps/place/Kommando+Strategische+Aufkl%C3%A4rung/@50.5692634,7.0365665,1209m/data=!3m1!1e3!4m13!1m7!3m6!1s0x0:0x0!2zNTDCsDM1JzEyLjkiTiA2wrA1OCc1Mi45IkU!3b1!8m2!3d50.5869092!4d6.9813513!3m4!1s0x47befd7b4cd15ef3:0x9854686beb431a9c!8m2!3d50.56865!4d7.03619

Oder fahre hin und frage den ersten grauhaarigen Mann auf einem Traktor. 
Die wissen immer was.
#6831178
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Gerhard schrieb:
> Deine Beschreibung, wie die Antennenanlage mal aussah, könnte auf ein
> UKW-Drehfunkfeuer / VOR hindeuten. Du bist aber leider sehr vage
> geblieben. Es wäre dann also eine Funknavigationsanlage gewesen, die von
> der Flugsicherung betrieben wurde. Die werden so nach und nach abgebaut,
> da durch GPS ersetzt.

Ne, VOR kenne ich. Die VOR Antennenanlagen haben keine 100 m 
Durchmesser. Es war eher irgendwas für tiefere Frequenzen.
Gast #6831182
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Peter B. schrieb:
> Aus der Luft sieht man noch ein paar Strukturen: Das kreisförmige Areal
> am nord-östlichen Rand (siehe Bild) war eine runde (Durchmesser ca. 100
> m) Anordnung einer größeren Zahl senkrechter Antennstäben, also
> vermutlich eine HF Peilanlage.

> Angeblich soll die Anlage die Funkempfangsstation des Auswärtigen Amtes
> gewesen sein.

Für den weltweiten Funkverkehr mit den jeweiligen Botschaften nutzte
man meist log-per. Richtantennen im KW-Bereich. Die obige Beschreibung
passt also nicht.
Beitrag #6831205 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #6831221 wurde von einem Moderator gelöscht.
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Persönliche Seite #6831308
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Hallo Peter B.

Peter B. schrieb:
> In der Nähe von Bonn - ca. 2 km SSW des Ortes Wormersdorf, Koordinaten:
> 50.58690918067242, 6.981351289098616 - befindet sich eine seit vielen
> Jahren aufgelassene Funkstation. Sie liegt in einem recht großen immer
> noch eingezäunten Areal, einziges vom Boden aus sichtbares Überbleibsel
> der Anlage ist eine kleine Rampe, die offenbar zu einer unterirdischen
> Einrichtung führt.

Wenn Du das hier meinst:
https://www.openstreetmap.de/karte.html?zoom=16&lat=50.58678&lon=6.982&layers=B000TT

Openstreetmap nennt es zumindest "stillgelegte Antennenanlage", ohne 
aber den näheren Zeck zu spezifizieren.

Meckenheim ist nicht weit, und dort sassen bis vor 15 oder 20 Jahren 
noch der BND und das BKA. Solche Adcock- oder Wullenweverantennen für 
KW-Peilung könnten dazu passen. Etwas abseits, um dem Industrie- und 
Siedlungsstörnebel zu entkommen.

Etwas zu weit weg scheint mir der ehemalige NRW Regierungsbunker:
https://www.openstreetmap.org/?mlat=50.506662&mlon=6.576578&zoom=15#map=15


> Aus der Luft sieht man noch ein paar Strukturen: Das kreisförmige Areal
> am nord-östlichen Rand (siehe Bild) war eine runde (Durchmesser ca. 100
> m) Anordnung einer größeren Zahl senkrechter Antennstäben, also
> vermutlich eine HF Peilanlage. Diese Anlage habe ich vor etwa 20 Jahren
> noch selbst gesehen.

Und jetzt könnte man einem Esoteriker versuchen Einzureden, das sei ein 
NRW-Stonehenge. ;O)

> Keine Ahnung, was die Struktur am anderen Ende des
> Geländes gewesen sein könnte.

Eine ähnliche Anlage für einen anderen Frequenzbereich? Die Rampe ist 
vermutlich der Zugang zu unterirdischen Betriebsräumen.

>
> Angeblich soll die Anlage die Funkempfangsstation des Auswärtigen Amtes
> gewesen sein. Ein denkbarer Betreiber könnte natürlich auch einer
> unserer "Dienste" gewesen sein, die hatten ja auch öfter mal Tarnungen.

In der Ecke kamen ausser der Bundesregierung direkt (Auswärtiges Amt ist 
sooo weit daneben auch nicht) halt noch BND und BKA mit Sitzen in 
Meckenheim und die NRW Regierung.

> Weiß
> irgendwer von euch hier etwas über die Anlage?

Konkret zu der Anlage auch nicht, aber die Gegend ist übrigens voll mit 
so Kram, auch der Astropeiler Stockert der auch mal eine 
geheimdienstliche/militärische Bedeutung hatte ist nicht weit.
https://www.openstreetmap.org/?mlat=50.569417&mlon=6.722&zoom=15#map=17/50.56939/6.72240
https://de.wikipedia.org/wiki/Astropeiler_Stockert

Noch etwas weiter zurück in die finstere Vergangenheit:
Füherhauptqartier bei Bad Münstereifel: 
https://de.wikipedia.org/wiki/F%C3%BChrerhauptquartier_Felsennest

Die Eifel hat eine lange wechselvolle Kulturgeschichte und steckt voll 
mit Ruinen (oder umgenutzten Gebäuden). Seien es alte Industrie-, 
Verkehrs- oder militärische Anlagen.

Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic
http://www.l02.de
Gast #6831325
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Funkempfangsstelle des Presse- und Informationsamtes der Bundesregierung

https://mobil.rundschau-online.de/stahlkoloss-stuerzte-planmaessig-um-11348868?cb=1632763999528

Auch nach weiterem suchen scheint es das gewesen zu sein.

Spekulation: Der Regierungsbunker ist nicht weit und hatte mehrere 
Empfangsstellen und eine ca 30km Entfernte Sendestelle mit Bunker.
Vielleicht ist es auch ein Teil der Empfangstechnik gewesen. Eine 
Doppelnutzung macht zur Verschleierung ja auch Sinn.

Bernd W. schrieb:
> Etwas zu weit weg scheint mir der ehemalige NRW Regierungsbunker:
Denke ich nicht das die paar Kilometer zu viel sind.
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#6831372
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MeinName schrieb:

> Auch nach weiterem suchen scheint es das gewesen zu sein.

Betreiber scheint in der Tat das Presse- und Informationsamt gewesen zu 
sein. Jedenfalls offiziell. Frag den Staat hat sich übrigens auch dafür 
interessiert und - erfolglos - Pläne der Anlage angefordert.

Eigentümer ist jetzt offenbar die Biologische Station in Troisdorf, wie 
ich gerade entdeckt habe.

Peter
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Beitrag #6831383 wurde von einem Moderator gelöscht.
#6831386
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Bernd W. schrieb:


> Etwas abseits, um dem Industrie- und
> Siedlungsstörnebel zu entkommen.

Hallo Bernd,

deswegen war ich heute dort ;-)

> Konkret zu der Anlage auch nicht, aber die Gegend ist übrigens voll mit
> so Kram, auch der Astropeiler Stockert der auch mal eine
> geheimdienstliche/militärische Bedeutung hatte ist nicht weit.
> 
https://www.openstreetmap.org/?mlat=50.569417&mlon=6.722&zoom=15#map=17/50.56939/6.72240
> https://de.wikipedia.org/wiki/Astropeiler_Stockert

Das Teil ist auch spannend. Und im Gegensatz zu Krummeich kommt man da 
rein, Details siehe 
https://www.astropeiler.de/f%C3%BChrungen-und-vortr%C3%A4ge. Sollte man 
sich unbedingt mal ansehen, wenn man in der Gegend ist und sich für 
HF/Mikrowellentechnik interessiert.
#6831407
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eric schrieb:
> Geheimdienst? Das muss sehr geheim gewesen sein,
> denn an der Uni Bonn, die den Stockert betrieb,
> hat man davon nichts bemerkt.

Ich meine, dass das stimmt. Jedenfalls haben die Leute des Vereins, der 
heute die Anlage nutzt/betreibt, das so berichtet. Die Uni und "Du weißt 
schon wer" haben sich die Anlage geteilt, ein halbes Jahr die Uni, ein 
halbes Jahr die anderen. Bis dann der Flugplatz Nörvenich den Betrieb 
aufgenommen hat und deren Radars den Empfang am Stockert massiv gestört 
haben.
#6831432
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MeinName schrieb:
> Funkempfangsstelle des Presse- und Informationsamtes der Bundesregierung
>
> 
https://mobil.rundschau-online.de/stahlkoloss-stuerzte-planmaessig-um-11348868?cb=1632763999528

https://fragdenstaat.de/anfrage/dokumente-und-informationen-zur-aufgegebenen-und-abgebauten-funkanlage-des-bundespresseamtes-in-meckenheim-ersdorf/#nachricht-16148

Und auch wenn das Bundespresseamt die Beteiligung anderer Organisationen 
leugnet, klingt der Laden nach einer klassischen Tarnbezeichnung. Davon 
gab es in Bonn und Umgebung so einiges. 89/90 stellte sich raus dass die 
alle schon lange im Osten bekannt waren. Meist schon bei Baubeginn :-)

> Spekulation: Der Regierungsbunker ist nicht weit und hatte mehrere
> Empfangsstellen und eine ca 30km Entfernte Sendestelle mit Bunker.
> Vielleicht ist es auch ein Teil der Empfangstechnik gewesen. Eine
> Doppelnutzung macht zur Verschleierung ja auch Sinn.

Näher dran (ein, zwei Kilometer) ist der Autobahn-Notlandeplatz IV/1 auf 
der A61. Der sollte allerdings mit mobiler Funktechnik betrieben werden.
https://de.wikipedia.org/wiki/Notlandeplatz_auf_Stra%C3%9Fe#Autobahn-Behelfslandepl%C3%A4tze

eric schrieb:
> Bernd W. schrieb:
>> der Astropeiler Stockert der auch mal eine
>> geheimdienstliche/militärische Bedeutung hatte
>
> Geheimdienst? Das muss sehr geheim gewesen sein,
> denn an der Uni Bonn, die den Stockert betrieb,
> hat man davon nichts bemerkt.

Da soll die FGAN die Finger dran gehabt haben.
https://de.wikipedia.org/wiki/Forschungsgesellschaft_f%C3%BCr_Angewandte_Naturwissenschaften
Beitrag #6831439 wurde von einem Moderator gelöscht.
#6831447
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Das Wort "Aufgelassen" kannte ich noch nicht.
Hab auch noch nicht verstanden was damit (in diesem Zusammenhang) 
gemeint ist.
Die Anlage auf dem Foto ist abgebaut, aufgegeben, ausser Betrieb etc.
Das wäre mein Wortschatz für die Situation.

Das Gelände sieht tatsächlich nach einem ehemaligen DME / DVOR aus.
Nichts geheimnisvolles also.
Gast #6831454
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Hannes J. schrieb:
> Und auch wenn das Bundespresseamt die Beteiligung anderer Organisationen
> leugnet, klingt der Laden nach einer klassischen Tarnbezeichnung. Davon
> gab es in Bonn und Umgebung so einiges.

Nicht nur dort. Auch in Nähe der Zonengrenze (östliches Niedersachsen) 
gab es Anlagen, deren offizielle Bezeichnung niemand glaubte.
Gast #6831458
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Hannes J. schrieb:
> Da soll die FGAN die Finger dran gehabt haben.

Die hat sich erst durch die Arbeiten an dem Ding ergeben und haben dann 
ja ihr eigenes Spielzeug bekommen in Wachtberg.

Hannes J. schrieb:
>>
>
> Näher dran (ein, zwei Kilometer) ist der Autobahn-Notlandeplatz IV/1 auf
> der A61. Der sollte allerdings mit mobiler Funktechnik betrieben werden.

Der Empfänger liegt ziemlich gut zwischen Sendeanlage und 
Regierungsbunker ;-)

Aber nicht weit entfernt ist die Bundeswehr ja heute noch mit ihrer 
Aufklärung beheimatet. Als das geplant wurde gab es auch den 
Regierungsbunker noch.
Gast #6831617
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Max B. und einige davor schrieben dummes Zeug und andere werden auch 
noch dazu mehr Dummzeug schreiben

(irgendetwas hirnloses zum Verb auflassen - klingt ja viel 
"klugdeutscher" als Hinterassel oder Hirnterasserl ;)

Das liegt daran, daß viele das Journaillegeschwurbel hirnlos übernehmen 
und Worte falsch benutzenm ohne sie zu hinterfragen.

Thema ist doch das verlassene BND-Erbe.

Wer kein Humor hat, erwirbt ihn auch nicht gelehrt.
Gast #6831623
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Kann mal ein befugter MOD "aufgelassen" durch "verlassen" ersetzen oder 
ists über Eure Würde - ansonsten ändert und sperrt ja auch jeden 
Pippikram Thread wie diesen hier ungefragt oder habt Ihr die 23-ste 
Trotzphase und werdet bei der Häutung gestört?

keine Angst,  ab 60 wartet keine Beförderung mehr zum Obermod, nur der 
Sarg ;) oder das Fermi-Paradoxon mit künstlichen Spektrallinien...
#6831631
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Setzen 6! schrieb:
> 
https://www.heise.de/tp/features/EloKa-die-Abhoertruppe-der-Bundeswehr-3366784.html?seite=all
>
> ELOKA [MIL-BND]
>
> Zum KdoStratAufkl gehören außer der EloKa-Truppe die Abteilung für
> Informations- und Computernetzwerkoperationen (CNO) in
> Rheinbach-Wormersdorf (Tomburg-Kaserne, Münstereifeler Str. 75)
>
> vorbehalt - falls es dasselbe Wormersdorf ist - ohne Sturmgewehr


Die Tomburg-Kaserne liegt, trotz ihres Namens, aber am westlichen 
Stadtrand von Rheinbach, gegenüber dem Monte Mare.
https://de.wikipedia.org/wiki/Tomburg-Kaserne
Ich halte es aber für gut möglich, dass die diese Peil- oder 
Abhörstation betrieben haben. Von dort bis zur Antennenanlage sind es 
nur 5km Luftlinie, und man hätte bequem Kabel durch Wiesen und Felder 
legen oder eine Richtfunkstrecke betreiben können.

Nach dem Ende des kalten Krieges hat die Bundeswehr auch andere 
Funkanlagen aufgegeben, so z.B. die Kurzwellen-Sendestation auf dem 
Birgeler Kopf oberhalb von Oberwinter am Rhein, die vom 
Verteidigungsministerium auf der Bonner Hardthöhe betrieben wurde.
Dort stand am Zaun allerdings etwas von Militärischer Sicherheitsbereich 
und Schusswaffengebrauch.
Die fragliche Antennenanlage bei Ersdorf habe ich auch erst vor zwei 
Jahren wegen ihrer markanten Bodensignatur zufällig auf Google Maps 
entdeckt, und da stand eigentlich nur noch ein Bretterzaun als 
Sichtschutz.
Gast #6831964
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Nähe Meckenheim... möglicherweise ist das eine ehem. Peilanlage des 
damaligen Bundesgrenzschutzes (heute Bundespolzei).
Auch der BGS hat "Abhör"- und Peileinrichtungen betrieben, was 
vielleicht weniger bekannt ist, als die üblichen Dienste
#6832006
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Zwischen Heidelberg-Eppelheim und Kirchheim gab es einen amerikanischen 
Militärflugplatz. Daneben auf freiem Feld eine Radarschüssel.
Bis eines Tages jemand darauf einen Anschlag verübte.
Seither gab es eine gewaltige "Sperranlage" darum herum.

Dazu einige Warnschilder "gefährliche Mikrowellenstrahlung".

Das Flugfeld ist längst aufgegeben, die Schüssel abgebaut, aber die 
Sperranlage scheint noch zu stehen:
https://www.mapillary.com/app/?lat=49.394997671383&lng=8.6560977524519&z=17&focus=photo&pKey=786286622261326&menu=false

Quer über die Start/Landebahn verlief eine Straße, beides existiert 
noch. Wenn die Bahn gebraucht wurde, gab es Schranken und Ampeln, dann 
musste der Autoverkehr warten.
https://www.google.de/maps/@49.3949239,8.6555524,755m/data=!3m1!1e3

(in Kirchheim gab es "r+r electronic", daher fuhr ich gelegentlich mit 
dem Fahrrad über diese Strasse).
Gast #6832248
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Hp M. schrieb:
>> Zum KdoStratAufkl gehören außer der EloKa-Truppe die Abteilung für
>> Informations- und Computernetzwerkoperationen (CNO) in
>> Rheinbach-Wormersdorf (Tomburg-Kaserne, Münstereifeler Str. 75)
>
> Die Tomburg-Kaserne liegt, trotz ihres Namens, aber am westlichen
> Stadtrand von Rheinbach,
> Ich halte es aber für gut möglich, dass die diese Peil- oder
> Abhörstation betrieben haben. Von dort bis zur Antennenanlage sind es
> nur 5km Luftlinie,

Bei der Bundeswehr gab es eine klare Trennung zwischen Fernmeldeturm 
(Abhöranlage) und Unterkunft.

Der Turm mit Doppelzaunanlage und Hunden wurde privat bewacht, wir 
wurden täglich zwischen Kaserne und Turm gefahren, wenige km. 
Verbindungen zwischen Turm und Unterkunft gab es nicht.

Den konnte man natürlich nicht verstecken, jeder konnte sehen, dass dort 
Soldaten agekarrt wurden. Ebenso wie bei den Fernmeldern war die 
Schulterlitze gelb, aber das Zeichen auf den Fahrzeugen andersherum.

Die Wikipediaeinträge sind bzgl. der Historie extrem unvollständig, 
interessant finde ich den: http://www.manfred-bischoff.de/Heer.htm
Angehängte Dateien:
#6989642
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Ich habe alles nur kurz quergelesen und sicher auch nicht alles 
detailiert. Aber es scheint als wuerde tatsaechlich ueber die ehemalige 
FuEst Ersdorf des Bundespresse- und Informationsamtes "gemunkelt". - In 
den 90er Jahren habe ich die mal mit meinen Kollegen von der Mess- und 
Empfangsstelle der DW besucht. Wir waren damals maechtig beeindruckt, 
auch ueber die km-langen, vergrabenen Antennen zum LW-Empfang. Das ganze 
diente damals wirklich  der Sammlung von Presse-Nachrichten aus aller 
Welt. Wir haben u.a. aehnliches gemacht und entsprechende Sender 
Empfangen und das Audio an die entsprechenden REdaktionen und den 
Monitordiest im Fu-Haus durchgestellt.
Im Anhang aus Ersdorf mal ein paar Photos.
Irgendwo hatte ich beim querlesen mitbekommen dasz da jmd ein 
UKW-Drehfunkfeuer vermutete. ich glaube er meinte die kreisfoermig 
aufgestellten vertikal-Antennen des AdCock-Peilers. So einen, etwas 
kleineren hatten wir in Bockhacken auch.
Ich glaube heute waeren alle froh wenn es solche Moeglichkeiten zum 
KW-Empfang noch gaebe, wie auch RAdio DARC ebenfalls heute berichtete 
dasz in diesen Zeiten das KW-Radio eine grosze Hilfe waere.
Angehängte Dateien:
#6993506
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Ich konnte noch das Innere besichtigen als gerade die Generatoren 
ausgebaut waren, muß in 2012 gewesen sein.
Leider hat der Eigentümer, ein Forstunternehmer, keine Ahnung von den 
Folgekosten gehabt, so daß er das Ding wohl geschlossen hält. Es gab 
Zeitungsberichte aus 2014, daß die lokale Freiwillige Feuerwehr da drin 
üben darf.
Sehr schade!
Ich hätte gern den Papstfinger in Betrieb gesehen!

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