Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik G1G140-AW31-42 - EBM-PAPST Lüfter Elektronik reparieren


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von Moritz F. (moritz_f)


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Moin,

in meiner Lüftungsanlage Hoval Homevent sind 2 Papst-Lüfter 
G1G140-AW31-42 verbaut (die 42 steht wohl nur für den Stecker).

Der Zuluft-Lüfter, der wohl mehr Feuchtigkeit/Kondensation abkriegt, 
geht regelmäßig nach ein paar Jahren kaputt. Durch Tausch der Platine 
mit dem funktionierenden, konnte ich nachweisen, dass Motor+Lager völlig 
ok sind und es an der Platine liegt. Außer an der Feuchtigkeit, könnte 
es auch noch an Lager-Abrieb liegen, der sich auf der Platine absetzt, 
keine Ahnung. Der Lüfter in der Abluft läuft seit 12 Jahren durch und 
zeigt keine Schwäche.

Leider bin ich dann mit meinem Latein schon am Ende, ich könnte zwar was 
messen und aus- und einlöten, aber mangels Ahnung: was?

- Könnt ihr mir Tipps geben was ich versuchen soll? Ich mache auch gerne 
noch bessere Fotos.
- Woher könnte ich einen Schaltplan bekommen?
- Wie wahrscheinlich ist es, dass ein Fachmann das reparieren kann?
- Lässt sich irgendwo eine funktionierende Platine bekommen?

Dass Laien die Finger von 230V lassen sollen, weiß ich.

Vielen Dank,
Moritz

von H. H. (hhinz)


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Zunächst Sicherung prüfen.

von Moritz F. (moritz_f)


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H. H. schrieb:
> Zunächst Sicherung prüfen.

Danke! Leider messe ich Durchgang. Wäre auch zu einfach gewesen.

von Der Zahn der Zeit (🦷⏳) (Gast)


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Ich hatte auch einen EBM-PAPST-Lüfter aus einer Heizung zu reparieren. 
Das Fehlerbild war, dass der Lüfter im Laufe der Zeit immer schlechter 
anlief, bis er es gar nicht mehr tat. In einem entsprechenden Forum 
verdichteten sich die Hinweise auf ausgefallene Elkos (was gefühlt bei > 
50% aller Elektronik-Defekte der Fall ist). Das war dann auch 
tatsächlich auch bei mir so. Auffällig ausgesehen haben die äußerlich 
nicht.

Ich denke, du hast eine Chance beim Austausch aller 3 (oder 4?) Elkos 
auf deiner Platine. Vielleicht kannst du sie auch ausmessen.

von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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Check mal die 5V, mit denen der MC gespeist wird. Wenn die nicht 
anliegen, kann der TNY255 defekt sein oder der Elko direkt neben dem 
TNY.
Wenn es die Messtechnik zulässt, kann man an den blauen Keramikresonator 
auch mal das Oszi ranhalten.
Davor mal schön die Platine putzen. Übrignes sieht die Dreier- 
Durchkontaktierung rechts neben dem MC so aus, als wäre da was 
losgewackelt,  der untere der drei Stifte nämlich.

: Bearbeitet durch User
von Moritz F. (moritz_f)


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Losgewackelt ist da wohl nix, sah nur so aus. Anbei nochmal bessere 
Bilder. Ich frage mich warum der 8-beinige IC da hinter den Kabeln so 
seltsam aussieht. Ist das nur der Schutzlack und ok?

Für die Messungen hatte ich noch keine Zeit bzw. erstmal frage ich mich 
ob es wohl schaden könnte, wenn ich die Platine ohne den Motor 
einschalte? Sonst wirds etwas schwierig.

von Moritz F. (moritz_f)


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Der Zahn der Zeit (🦷⏳) schrieb:
> Das Fehlerbild war, dass der Lüfter im Laufe der Zeit immer schlechter
> anlief, bis er es gar nicht mehr tat. In einem entsprechenden Forum
> verdichteten sich die Hinweise auf ausgefallene Elkos

Bei mir war der Ausfall allerdings plötzlich und ohne vorherige 
Anzeichen, und er lässt sich auch nicht anstoßen. Beim Einschalten gibt 
es nur manchmal ein minimales Zucken.

Elkos kann man vermutlich nur im ausgelöteten Zustand messen? Habe ein 
uraltes Voltcraft 7910 Multimeter (ca. 1986, ca. 100DM), das scheint bis 
20µF messen zu können.

: Bearbeitet durch User
von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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Moritz F. schrieb:
> Elkos kann man vermutlich nur im ausgelöteten Zustand messen?

Bei den vier Elkos lohnt sich die Wissenschaft meist nicht. Auswechseln 
ist meist schneller.

Moritz F. schrieb:
> Ist das nur der Schutzlack und ok?

So ist das.

von Der Zahn der Zeit (🦷⏳) (Gast)


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Matthias S. schrieb:
> Moritz F. schrieb:
>> Elkos kann man vermutlich nur im ausgelöteten Zustand messen?

Wenn man es genau wissen will, dann ja. Ich messe nicht, ich bestimme 
mit Funktionsgenerator und Oszi ein plausibles Verhalten der Elkos in 
eingelötetem Zustand. Aber mein Verfahren nützt dir jetzt offensichtlich 
auch nichts.

Wenn dein Multimeter plausible Werte anzeigt, z. B. Overflow bei 47 µF, 
ist der Elko wahrscheinlich ok. Wird irgendwo ~0 angezeigt, wird es ihn 
wahrscheinlich erwischt haben.
>
> Bei den vier Elkos lohnt sich die Wissenschaft meist nicht. Auswechseln
> ist meist schneller.
... wenn man die passenden Elkos zur Hand hat.

von Gugscht (Gast)


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Für mich sieht das nimmer gesund aus. Die beiden Widerstände daneben 
sehen auch schon dunkler aus als sie mal waren.

von Moritz F. (moritz_f)


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Gugscht schrieb:
> Für mich sieht das nimmer gesund aus. Die beiden Widerstände daneben
> sehen auch schon dunkler aus als sie mal waren.

Danke, ich habe gerade mal ne halbe Stunde lang versucht, ein besseres 
Foto zu machen, muss aber lernen, dass die scheinbar gute 
Smartphone-Kamera da Schärfe reinrechnet wo keine ist. Jedes Foto sieht 
anders aus, je nach Licht und Spiegelungen. Die Wahrheit bekommt man 
wohl nur im Raw-Modus, Beispiel siehe Anhang.
Hilft nicht wirklich weiter. Dass die Nachbarn dunkler aussehen kann ich 
jedenfalls nicht bestätigen.
Die anderen beiden kaputten Platinen sehen an gleicher Stelle jedenfalls 
völlig ok aus.

Könnte noch jemand auf diese Frage von mir eingehen?
> Für die Messungen hatte ich noch keine Zeit bzw. erstmal frage ich mich
> ob es wohl schaden könnte, wenn ich die Platine ohne den Motor
> einschalte? Sonst wirds etwas schwierig.

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