Hi Leute,
ich bin über folgendes gestolpert:
"Unser Betrieb arbeitet von Anfang an angelehnt an das QM-Management
2001 und arbeitet seit Januar 2011 angelehnt an die Richtlinie DIN EN
ISO 9001:2008."
Ist das Verarsche oder kann man das machen?
Quelle: https://www.aw-elektronik.de/index.php/unternehmen
Das ist ein Einzellunternehmen. Soweit ich es noch in Erinnerung habe,
kann man die nicht nach DIN ISO 9001 zertifizieren. Aber niemand kann
ihm verbieten sauber nach 9001 zu arbeiten. Also nein, ich sehe es nicht
als verarsche. Er treibt halt einen höheren Aufwand was die z.B. Doku
angeht, obwohl er es nicht müsste.
PS: danke für den Link. Wir suchen einen Fertiger in diesem Raum.
Die offizielle Zertifizierung kostet einen Haufen Geld und Zeit. Und das
nicht nur einmalig, sondern regelmäßig.
Jetzt ist halt die Frage, die sich jeder Unternehmer stellen muss, ob
die Kunden einem die offizielle Zertifizierung wirklich bezahlen. Manche
müssen auf 9001 bestehen, anderen ist es schnurz piep egal solange sie
nur ihren Auftrag wunschgemäß erfüllt bekommen. Jetzt kommt es darauf an
die eigenen Kunden zu kennen.
Marco L. schrieb:> Das ist ein Einzellunternehmen. Soweit ich es noch in Erinnerung habe,> kann man die nicht nach DIN ISO 9001 zertifizieren.
Auch Einzelunternehmen lassen sich nach ISO 9001 zertifizieren, die
Aussage des Anbieters ist allerdings ein bisschen schwach, klar kann man
ein QM-Handbuch nach ISO 9001 führen, das sagt aber nichts darüber aus,
ob es auch strikt befolgt wird und vor einem Auditor bestand hätte.
A. S. schrieb:>> Ist das Verarsche oder kann man das machen?> Was ist denn daran auszusetzen? Dass er kein teures Zertifikat gekauft> hat?
Naja, bei kleinen Unternehmen mit verhältnismäßig wenigen Prozessen ist
eine Zertifizierung nicht unbezahlbar, bei Betrachtung des
Maschinenparks und der angebotenen Dienstleistungen dürfte der
Kostenaufwand für das oben genannte Unternehmen durchaus tragbar sein,
das Unternehmen scheint etabliert zu sein und insbesondere durch die
Möglichkeit auch als Lieferant für Firmen zu agieren, welche ISO-9001
voraussetzen, kann sich diese Investition schnell rechnen.
Wir sind auch ISO-9001 und ISO-14001 zertifiziert und das liegt nicht
daran, das wir mit dem Zertifikat Eindruck schinden möchten, sondern
weil unsere Kunden dies voraussetzen.
Nachgedacht schrieb:> Ist das Verarsche oder kann man das machen?
Es nützt halt nichts.
Wenn ein Kunde ISO9001 fordert, hat er sie nicht.
Es nützt nichts, wenn er nach den Prozessen der ISO9001 arbeitet. Ausser
fass er sich dann bei Notwendigkeit (wenn der Kunde es zahlt) schnell
mal zertifizieren lassen könnte.
Vielleicht war er es mal, hat die Zertifizierung aber nicht erneuern
lassen weil kein Folgekunde Wert drauf legte.
Nachgedacht schrieb:> Ist das Verarsche oder kann man das machen?
Ich habe gut organisierte Unternehmen ohne Zertifikat gesehen und welche
mit Zertifikat die abgeranzte, chaotische Drecksbuden waren, denen es an
den simpelsten Grundverständnissen der Qualitätssicherung fehlte und
auch dem Willen das Zertifikat als mehr zu betrachten als einem Vehikel
der Verkaufsförderung.
Der Prüfer 'prüfte' einzig die Qualität der dargereichten Speisen und
Getränke, seinen Scheck und das Dampfgeplaudere der GF.
Ansonsten wäre die Prüfung auch nach wenigen Minuten vorbei gewesen,
egal wo man angefangen hätte.
Angelehnt an 9001 finde ich okay, wenn man das dann wenigstens auch
lebt.
MaWin schrieb:> Nachgedacht schrieb:>> Ist das Verarsche oder kann man das machen?>> Es nützt halt nichts.
Es nützt höchstens wenn man in Google-Ergebnissen auch bei der Suche
nach ISO9001 gefunden werden möchte. Es ist halt ein bisschen Werbung.
Bleibt die Frage ob jemand Markenrechte an dem Begriff "ISO 9001" hat.
Wenn, dann ist es nicht so schlau mit "fast ISO9001 zertifiziert" zu
werben.
Hannes J. schrieb:> Es nützt höchstens wenn man in Google-Ergebnissen auch bei der Suche> nach ISO9001 gefunden werden möchte.
So ist es. Nutzt nur nix.
Wer als Kunde ISO9001 von seinen Zulieferern fordert, für den fällt die
Firma aus, wer das nicht fordert, dem ist es egal.
Oliver
Die 9001 hat ja durchaus recht gute Ansätze.
Es ist nicht verkehrt einiges davon zu leben, auch wenn man nicht darauf
aus ist das Zert zu bekommen.
Die 9001 fordert ja im wesentlichen das man definiert was man tut und
wie man das tut. Das es einen Prozess gibt Qualität nicht zu ertesten
sondern Qualität zu produzieren und das man Methoden entwickelt
nachzusteuern wenn man Qualitätsprobleme erkennt.
Das ist ein guter Ansatz für jedes Unternehmen, ob es die Zert braucht
oder nicht. Man gibt den Mitarbeitern Regeln an die Hand, nach denen sie
handeln können. Umso besser, wenn man nicht alle 3 Jahre die große Show
veranstalten muß, alles Verstecken das nicht präsentierbar ist, um die
Prüfer davon abzuhalten allzu genau hinzusehen.
Ein Kunde der die 9001 fordert, weil er das tun muß, weil er z.B. die
9100 Zert braucht, kann sich auch entscheiden den Zulieferer selbst zu
auditieren, der das Zert nicht hat.
Das ist nur mehr Aufwand, aber wenn der Zulieferer Dinge kann, die man
will oder der Zulieferer sich als zuverlässiger als seine zertifizierten
Mitbewerber erwiesen hat, macht man sich den Aufwand.
Dann gibt es hier noch ein Spital mit ISO9001. Bei genauerer Betrachtung
allerdings nur fuer die Kueche.
Wir haben hier Bauern, die werben mit fast "Bio-XXX" zertifiziert. Und
begruenden das "fast" mit dem Geld besser in Qualitaet zu stecken wie in
ein teures Zertifikat
Das beste Bsp. für Blendwerk nach ISO 9001 ist doch Reichelt Elektronik,
was man dort so regelmäßig erlebte geht auf keine Kuhhaut.
Zertifikate sind für die Katz wenn die Realität ganz anders ausschaut
als man sich das damit erhofft.
Seit wann braucht man das eigentlich wenn man richtige Verträge macht?
Weil die Typen im Einkauf von Tuten & Blasen keinen Dunst haben!
Niemand schrieb:> Weil die Typen im Einkauf von Tuten & Blasen keinen Dunst haben
Doch, haben sie, sie verschieben Verantwortung. Wenn der Zulieferer
ISO9001 zugesichert hat, kann man sich einige eigene Qualitätskontrollen
sparen und daher billiger arbeiten. Schlägt es trotzdem fehl, hat man
den schriftlichen Beleg, dass ein Anderer schuld war, und keiner fährt
einem wegen Nachlässigkeit an den Karren..
Pandur S. schrieb:> Wir haben hier Bauern, die werben mit fast "Bio-XXX" zertifiziert. Und> begruenden das "fast" mit dem Geld besser in Qualitaet zu stecken wie in> ein teures Zertifikat
Irgendwelche Bio-Zertifikate der großen Handelsketten sind bei genauem
Hinsehen eine ganz üble Masche, insbesondere für Lieferanten in
Entwicklungsländern. Da kommt irgendwann der Kunde an und sagt: "Ab
morgen produzierst Du gemäß unserem Bio-Zertifikat, aber wir zahlen Dir
dafür natürlich keinen Cent mehr! Für das Zertifikat muss nur ein Audit
durch eine unabhängige Institution erfolgen. Zufälligerweise gehört die
einzige hierfür akkreditierte Institution zu unserem Konzern. Die
astronomischen Kosten für die Zertifizierung verrechnen wir dann
großzügigerweise mit den Lieferungen, so dass Du mit keinem Cent in
Vorleistung gehen musst. Es gibt nur die Bedingung, dass Du während der
Vertragslaufzeit exklusiv an uns liefern darfst."
Wenn sich der Lieferant nicht darauf einlässt, ist er raus aus dem
Geschäft. Lässt er sich jedoch darauf ein, muss er über z.B. zehn Jahre
die Kosten abstottern, was aber den Kunden nicht davon abhält, jetzt
erst richtig den Preis zu drücken. Der Lieferant kann nicht aussteigen,
sondern muss die Kröte schlucken. Ob die gelieferten Produkte wirklich
den Bio-Richtlinien entsprechen, ist völlig egal.
Somit sind die hauseigenen Bio-Siegel der großen Handelsketten
eigentlich genau das Gegenteil von dem, was der Endkunde im Supermarkt
vermutet. Die Lieferanten werden einfach noch mehr im Preis und in der
Qualität gedrückt, und die Handelskette kann höhere Verkaufspreise
rechtfertigen. Die Abkopplung von den offiziellen, staatlich
kontrollieren Bio- und Öko-Siegeln führt dazu, dass auch keine Behörde
und kein Wettbewerber diese Methode anfechten können.
Andreas S. schrieb:> Somit sind die hauseigenen Bio-Siegel der großen Handelsketten> eigentlich genau das Gegenteil von dem, was der Endkunde im Supermarkt> vermutet. Die Lieferanten werden einfach noch mehr im Preis und in der> Qualität gedrückt, und die Handelskette kann höhere Verkaufspreise> rechtfertigen
Quelle?
Nachgedacht schrieb:> angelehnt an die Richtlinie DIN EN ISO 9001:2008.">> Ist das Verarsche oder kann man das machen?>> Quelle: https://www.aw-elektronik.de/index.php/unternehmen
Ob es rechtlich geht, weiß ich nicht, aber ich würde das schon als
Verarsche interpretieren. Es wird ganz offensichtlich erwartet, dass
nicht jeder den genauen Sinn erfasst, sondern von einer Zertifizierung
ausgeht.
Der Trick dabei ist das Ausschreiben der kompletten Norm um die
Aufmerksamkeit darauf zu lenken und weg vom eigentlichen Sinn des
Satzes.
Bei einer Schreibweise "angelehnt an die Qualitätssicherungsnorm 9001"
sähe es anders aus, da würde ich noch lautere Absichten vermuten.
Es kann natürlich sein, dass das Unternehmen sich schon zielgerichtet
vorbereitet hat, und bei einem Großauftrag dann bereit wäre eine
Zertifizierung durchzuführen. Trotzdem, die Formulierung ist manipulativ
angelegt.
Maxe schrieb:> Trotzdem, die Formulierung ist manipulativ angelegt.
Nein. Ich weiss genau, was mich erwartet, wenn eine Firma schreibt
"angelehnt an Tarif", an Unix, an Standard XY.
Zum Beispiel, dass ich fragen kann, wo sie es nicht erfüllen. So wie ich
bei jedem Zertifikat auch fragen muss, welche Bereiche sie denn genau
zertifiziert haben. Und was genau. Qualität hat in der Norm nicht die
Bedeutung von gut, sondern von ausreichend.
Thomas1 schrieb:> Seht doch mal genau hin. Angelehnt ist ja nicht so schlimm. Nur> ist das> eine alte Version der ISO 9001 und nicht mehr gültig.
Bedeutet das nun, wenn er nach ISO )001:2015 putzen würde, ist es dann
säuberer als bei ISO 9001:2008? Wenn sich eine Firma bemüht nach ISO
9001 zu arbeiten, aber das Geld nicht den Auditoren hinterher werfen
möchte, wo bleibt eure Unterstützung? Ist für euch das Leben nur
lebenswert wenn alle Geld ausgeben? Ich vermute, er hatte einmal die
Vorgabe nach ISO 9001 sich zertifizieren zu lassen. Hat dann die Doku
bekommen. Jetzt ist es nicht mehr erforderlich aber er arbeitet
weiterhin nach 9001, jedoch halt mit dem Stand von 2008. Wo ist euer
Problem? Er arbeitet ja nicht schlechter als ohne. Er*Sie*Es
(Gendergerecht, falls die Jammerlappen noch weniger als nichts zu tun
haben :-D )
Wurst schrieb:> Wo ist euer> Problem?
Es gibt kein Problem, aber es kontrolliert auch niemand ob tatsächlich
nach Norm gearbeitet wird, dafür gibt es eben auch die
Rezertifizierungs- und Überwachungsaudits.
René F. schrieb:> Wurst schrieb:>> Wo ist euer>> Problem?>> Es gibt kein Problem, aber es kontrolliert auch niemand ob tatsächlich> nach Norm gearbeitet wird, dafür gibt es eben auch die> Rezertifizierungs- und Überwachungsaudits.
Und die - wie schon von anderen geschrieben und auch von mir selbst
erlebt - nicht unbedingt was wert sind.
Wenn ISO9001 ernsthaft wichtig ist, muß sich der Kunde schon selber
überzeugen. Tut der Kunde das nicht, dann ist ihm die ISO9001 auch nicht
wichtig.
Bei einem ehemaligen Arbeitgeber hieß es irgendwann: "Wir seind jetzt
übrigens nach ISO 9000 zertifiziert, aber das hat keinen Einfluss auf
unsere Arbeit. Ich muss Euch nur darauf hinweisen, dass irgendwo auf
Netzwerklaufwerk X das Qualitätshandbuch liegt. Wer Interesse hat, kann
dort mal reinschauen, Wer keine Lust hat, lässt es eben sein."
A. S. schrieb:> Qualität hat in der Norm nicht die Bedeutung von gut, sondern von> ausreichend.
Nein. Qualität hat die Bedeutung von Eigenschaft.
So kann eine Kante mehr oder weniger ausgeprägt die Eigenschaft haben,
scharf zu sein.
Ob diese Qualität gewünscht ist oder nicht kommt darauf an, zB ob es
sich um die Kante einer Rasierklinge oder berührbare Teile eines
Gehäusegriffes handelt.
Wurst schrieb:> Bedeutet das nun, wenn er nach ISO )001:2015 putzen würde, ist es dann> säuberer als bei ISO 9001:2008? Wenn sich eine Firma bemüht nach ISO> 9001 zu arbeiten, aber das Geld nicht den Auditoren hinterher werfen> möchte, wo bleibt eure Unterstützung? Ist für euch das Leben nur> lebenswert wenn alle Geld ausgeben? Ich vermute, er hatte einmal die> Vorgabe nach ISO 9001 sich zertifizieren zu lassen. Hat dann die Doku> bekommen. Jetzt ist es nicht mehr erforderlich aber er arbeitet> weiterhin nach 9001, jedoch halt mit dem Stand von 2008. Wo ist euer> Problem? Er arbeitet ja nicht schlechter als ohne. Er*Sie*Es> (Gendergerecht, falls die Jammerlappen noch weniger als nichts zu tun> haben :-D )
Man braucht nicht immer eine Zertifizierung. Aber wer sich an eine alte
Norm anlehnt, wird damit scheitern. Die Ansprüche der ISO 9001 steigen.
Thomas1 schrieb:> Wurst schrieb:>> Bedeutet das nun, wenn er nach ISO )001:2015 putzen würde, ist es dann>> säuberer als bei ISO 9001:2008? Wenn sich eine Firma bemüht nach ISO>> 9001 zu arbeiten, aber das Geld nicht den Auditoren hinterher werfen>> möchte, wo bleibt eure Unterstützung? Ist für euch das Leben nur>> lebenswert wenn alle Geld ausgeben? Ich vermute, er hatte einmal die>> Vorgabe nach ISO 9001 sich zertifizieren zu lassen. Hat dann die Doku>> bekommen. Jetzt ist es nicht mehr erforderlich aber er arbeitet>> weiterhin nach 9001, jedoch halt mit dem Stand von 2008. Wo ist euer>> Problem? Er arbeitet ja nicht schlechter als ohne. Er*Sie*Es>> (Gendergerecht, falls die Jammerlappen noch weniger als nichts zu tun>> haben :-D )>> Man braucht nicht immer eine Zertifizierung. Aber wer sich an eine alte> Norm anlehnt, wird damit scheitern. Die Ansprüche der ISO 9001 steigen.
Also besser bleiben lassen?
So ein Quatsch. Da wird jemand diskeditiert weil er danach arbeitet.
Würde er sein eigenes Suppchen kochen, könnte man ihn ja als Held
feiern.
Ich hab jetzt mal eine Suchmaschine angeworfen mit dem Suchbegriff
> "angelehnt an" "9001"
Scheint eine verbreitete Praxis zu sein. Vielleicht steckt auch etwas
Suchmaschinenoptimierung dahinter. Ich bleibe dabei, nicht seriös.
Ich schrieb:> Quelle?
Vor einigen Jahren hatte ich zu diesem Thema eine recht ausführliche
Dokumentation im öffentlich-rechtlichen Fernsehen gesehen. Dort wurden
einige Bauern in Entwicklungsländern vorgestellt, die sich damit
vertraglich nicht nur in die Fänge der Saatgutindustrie, sondern eben
auch in die der Handelsketten begaben. Viele von denen waren so naiv,
vorher nicht in Erfahrung zu bringen, wie viel die Zertifizierung
überhaupt kostet, sondern hatten einfach zugestimmt. Und dann kam
einfach irgendein superschmieriger Unternehmensberater aus Deutschland
vorbei, hat ein paar schlaue Sprüche geklopft, das Zertifikat
ausgestellt und eine Rechnung über EUR 50.000,- gestellt. Außer diesen
Kosten und folglich Schulden bei dem "unabhängigen" Institut hat sich
nichts geändert. Nur das Handelsunternehmen kann damit eine lückenlose
Kette bei der Zertifizierung nachweisen.
Maxe schrieb:> Ich hab jetzt mal eine Suchmaschine angeworfen mit dem Suchbegriff>> "angelehnt an" "9001">> Scheint eine verbreitete Praxis zu sein. Vielleicht steckt auch etwas> Suchmaschinenoptimierung dahinter. Ich bleibe dabei, nicht seriös.
Schwachsinn! Von wegen nicht seriös! Er schreibt genau hin was er macht.
Ein Zertifikat ist der Speicher nicht wert! Siehe mein Zertifikat. DAS
wäre nicht seriös! Hauptsache sich das Maul zerreisen.
Percy N. schrieb:>> Qualität hat in der Norm nicht die Bedeutung von gut, sondern von>> ausreichend.>> Nein. Qualität hat die Bedeutung von Eigenschaft.
Ja. Wichtig ist nur die Unterscheidung vom Normalen Sprachgebrauch, wo
"Qualitäts"-Werkzeug für "hochwertiges" steht.
Qualität im Sinne der Norm ist z.B.
> "Grad, in dem ein Satz inhärenter Merkmale eines Objekts Anforderungen erfüllt“
also ob z.B. ein Produkt die Anforderungen erfüllt = "ausreichend" ist.
Viele verstehen das Bestreben einer Einführung dahingehend, dass die
Produkte besser werden sollen. Im Gegenteil aber, je fähiger mein
Prozess ist, umso näher kann ich an die Grenze.
Koschtel schrieb:> Maxe schrieb:>> Ich hab jetzt mal eine Suchmaschine angeworfen mit dem Suchbegriff>>> "angelehnt an" "9001">>>> Scheint eine verbreitete Praxis zu sein. Vielleicht steckt auch etwas>> Suchmaschinenoptimierung dahinter. Ich bleibe dabei, nicht seriös.>> Schwachsinn! Von wegen nicht seriös! Er schreibt genau hin was er macht.> Ein Zertifikat ist der Speicher nicht wert! Siehe mein Zertifikat. DAS> wäre nicht seriös! Hauptsache sich das Maul zerreisen.
Hahaha :-)
Dass uC.net ein Trollforum ist, weis man auch ohne Zertifikat! Sogesehen
ist es wirklich nutzlos .
Der Firmeninhaber hat mit seinem "Angelehnt an 9001" alles richtig
gemacht, da er anscheinend wirklich nach System arbeitet!
Es gibt Firmen, die möchten nach QM arbeiten, lassen sich das aber nicht
bescheinigen und sparen sich das Geld. Dann gibt es Firmen die alles
machen um das QM zu erhalten um damit rumwedeln zu können. Danach juckt
es sie aber nicht mehr (wenn man Scheiße baut, dann mit System...). In
so einer Firma habe ich auch gearbeitet. Wenn man das QM-Formular
ausfüllt und es danach der Teamleiter kontrolliert, kamen Sachen wie
"ändere das mal, das darf so nicht stehen". Also war sogar die Doku
nutzlos da sie nicht der Realität entsprach, nur um das QM beim nächsten
Audit behalten zu können.
Content B. schrieb:> Der Firmeninhaber hat mit seinem "Angelehnt an 9001" alles richtig> gemacht, da er anscheinend wirklich nach System arbeitet!> [...]> Dann gibt es Firmen die alles> machen um das QM zu erhalten um damit rumwedeln zu können.
Der oben verlinkte Firmeninhaber wedelt - trotz fehlendem Zertifikat -
auch damit rum, nicht gesehen?
https://www.aw-elektronik.de/alt/img/ISO_9001-d.jpg
Maxe schrieb:> Content B. schrieb:>> Der Firmeninhaber hat mit seinem "Angelehnt an 9001" alles richtig>> gemacht, da er anscheinend wirklich nach System arbeitet!>> [...]>> Dann gibt es Firmen die alles>> machen um das QM zu erhalten um damit rumwedeln zu können.>> Der oben verlinkte Firmeninhaber wedelt - trotz fehlendem Zertifikat -> auch damit rum, nicht gesehen?>> https://www.aw-elektronik.de/alt/img/ISO_9001-d.jpg
Lesen ist nicht deine Stärke?
Andreas S. schrieb:> Vor einigen Jahren hatte ich zu diesem Thema eine recht ausführliche> Dokumentation im öffentlich-rechtlichen Fernsehen gesehen. Dort wurden> einige Bauern in Entwicklungsländern vorgestellt, die sich damit> vertraglich nicht nur in die Fänge der Saatgutindustrie, sondern eben> auch in die der Handelsketten begaben. Viele von denen waren so naiv,> vorher nicht in Erfahrung zu bringen, wie viel die Zertifizierung> überhaupt kostet, sondern hatten einfach zugestimmt. Und dann kam> einfach irgendein superschmieriger Unternehmensberater aus Deutschland> vorbei, hat ein paar schlaue Sprüche geklopft, das Zertifikat> ausgestellt und eine Rechnung über EUR 50.000,- gestellt. Außer diesen> Kosten und folglich Schulden bei dem "unabhängigen" Institut hat sich> nichts geändert. Nur das Handelsunternehmen kann damit eine lückenlose> Kette bei der Zertifizierung nachweisen.
Die können jetzt die schlimmsten Pestizide einstzen. Haben ja ein super
Zertifikat.
Zertifikat = Abzocke von Verbraucher und Leistungserbringer
Ob UTZ ISO9000 what ever.
Überall wo der Warnhinweis "Smart" oder "Zertifikat" drauf steht Hände
weg.
Abzocke und Verblendung.
Wie währs mit "Abgelehnt nach ISO 9000"