Leuchterscheinung tote Insekten

Gast #6847210
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Hallo zusammen,

ich habe eine nicht mehr ganz neue elektrische Fliegenklatsche, in deren 
Gitter Teile der Überreste ihrer Opfer gefangen sind. Schaltet man sie 
im Dunkeln ein, leuchten sie grün. Alle in der gleichen Farbe.

Welche Leuchterscheinung mag das sein?

Gegen Koronaentladung spricht, dass wirklich alle die gleiche Farbe 
haben, obwohl die Abstände und damit die Felddichte wohl variieren wird.

Gjbt es Halbleiter mit einem Band, dass mehrere kV beträgt, und sind 
Insektenpanzer solche?
Gast #6847212
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Das sind die Seelen der unschuldigen Lebewesen. Schämen sollst du dich, 
diesen Geschöpfen Gottes einen grausamen Tod gebracht zu haben. 
Stattdessen erfreust du dich am Tod der armen Kreaturen.
Gast #6847219
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Sensenmann schrieb:
> Das sind die Seelen der unschuldigen Lebewesen

Seelen sind traditionell weiss (wenn unschuldig). Hier ist aber 
eindeutig grünes Leuchten vorhanden.

Helge schrieb:
> Hast du vielleicht Glühwürmchen gegrillt

Es ist die gleiche Farbe wie Glühwürmchen, aber nein: Glühwürmchen 
benötigen keine Hochspannung zum Leuchten. Es sind (waren)  normale 
Stechmücken und evtl. die ein oder andere Stubenfliege als Beifang.
Gast #6847243
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Walter T. schrieb:
> Welche Leuchterscheinung mag das sein?

Da strahlt Corona. Lass das nur niemanden wissen. Die Folgen waeren 
dramatisch. Die Menschenheit ist schrecklich intelligent. Das koennte 
zum Fliegenklatschenholocaust kommen. Solcher Leichtsinn passiert nur, 
wenn  mitten in der Nacht gepostet wird.
#6847285
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Walter T. schrieb:
> egen Koronaentladung spricht, dass wirklich alle die gleiche Farbe
> haben

Es wird wahrscheinlich in dem Fall Sauerstoff angeregt das dann eben 
grün leuchtet.
Eventuell passieren auch andere Bandübergänge, aber grün wird dominant 
sein, zumal das Auge für Grün am enpfindlichsten ist.
Als Erklärung warum das bei den Insekten passiert könnten die feinen 
Häärchen der Insekten sein, bei denen dann die größten Feldstärken 
auftreten.

Oder du veräppelst uns gerade :-)
#6847414
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Thomas schrieb:
> HV-Fliegenklatschen produzieren ganz wenig UV-Licht (aber ausreichend)
> wegen Coronaentladung (Corona hehe) an den Leitstäben.

Hm. Die UV-Hypothese sollte sich ja leicht testen lassen. Mit 
Waschmittel (als Test, ob die Fliegenklatsche UV-leuchtet) und mit einer 
UV-Lampe (ob die toten Insekten bei UV-Anregung leuchten).

Beim Chinin nehme ich mal an, es handelt sich um einen Tippfehler.
#6849383
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Spannend. Ich röste mit so einem Ding gerade Unmengen von Fruchtfliegen 
in der Küche. Das führt zu Knall- und Raucherscheinungen, aber grünes 
Leuchten konnte ich noch nicht beobachten. Manchmal verklemmt sich eine 
Fruchtfliege im Gitter und geht dann in einem Lichtbogen in furchtbarem 
Rauch und Gestank auf.

Ich sammle immer Kaffeesatz für die Rosen, und weil schlechtes Wetter 
war, habe ich ihn längere Zeit nicht rausgetan. Dabei habe ich eindeutig 
den Entwicklungszyklus der gemeinen Fruchtfliege überschritten, die 
kamen nämlich eines Tages zu Dutzenden aus dem Sammelgefäß und sammelten 
sich an der Decke und auch sonst überall. Doch mal das Datum 
draufschreiben, damit die Tierchen sich in der freien Natur 
fertigentwickeln.

Vielleicht sollte ich auf Stubenfliegen umsteigen, wenn die besser 
leuchten?

Wo wir schon bei biologischen Themen sind - weiß jemand, ob es 
Schlupfwespen gibt, die auf Fruchtfliegenlarven gehen? Denn zeitgleich 
mit den Fruchtfliegen habe ich auch immer wieder neue Exemplare winzig 
kleiner Schlupfwespen (eine habe ich versehentlich mal plattgehauen, 
weil ich sie für eine Fruchtfliege hielt. Paar Tage später war wieder 
eine da. Wenn das kein Zombie war, muß es eine neue gewesen sein.) Ich 
täte ja ein Foto machen, aber das Tier würde so 1x2 Pixel groß 
abgebildet werden. Ich kann mir sonst nicht vorstellen, warum bei 
praktisch völliger Abwesenheit von allen anderen Insekten genau sowas 
rumfliegt.
#6849409
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Wollvieh W. schrieb:
> Spannend. Ich röste mit so einem Ding gerade Unmengen von Fruchtfliegen

Sehr schoen :)
Sollte mir wahrscheinlich auch mal so eine Apparatur zulegen, wenn das 
bei Drosophilae so gut funktioniert, bis jetzt mach ich das immer mit 
'Honeypots', das ist irgendwie zu langsam.

> Wo wir schon bei biologischen Themen sind - weiß jemand, ob es
> Schlupfwespen gibt, die auf Fruchtfliegenlarven gehen?

Alles hat seinen Gegenspieler, insofern...
Selber bei mir aber noch nicht beobachtet.
Parasitierende Schlupfwespen sind aber auch ein Spezialthema.

> zeitgleich
> mit den Fruchtfliegen habe ich auch immer wieder neue Exemplare winzig
> kleiner Schlupfwespen (eine habe ich versehentlich mal plattgehauen,
> weil ich sie für eine Fruchtfliege hielt.

Vorher genauer hinsehen:
Fliegen haben 2 Fluegel, (Schlupf)wespen 4 ;)
#6849457
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Wollvieh W. schrieb:
> Das führt zu Knall- und Raucherscheinungen, aber grünes
> Leuchten konnte ich noch nicht beobachten.

Das grüne Leuchten sieht man nur nachts, wenn es richtig dunkel ist. 
Wenn ich heute abend Langeweile haben sollte, versuche ich mal eine 
Langzeitaufnahme. Und wirklich frisch sind die toten Mücken auch nicht.

Wollvieh W. schrieb:
> Wo wir schon bei biologischen Themen sind

Also eigentlich sind wir bei Leuchterscheinungen in elektrischen 
Feldern.
(Firma: مهندس) #6849534
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> Fruchtfliegen

Wovon die leben (können) war mir lange ein Rätsel. Ich hatte, trotz 
Sauberkeit, im Sommer jede Menge Fruchtfliegen in der Küche. Bis mir 
aufgefallen ist, daß sie aus der Spüle kamen. Die können offensichtlich 
von winzigen Speiseresten im Abfluss nicht nur überleben sondern auch 
sich fortpflanzen. Trotz Spüli und gelegentlichem heißen Wasser.

Ein Leuchten aus dem Abfluss konnte ich nicht beobachten.

https://de.wikipedia.org/wiki/Biolumineszenz

Eines der spektakulärsten Erlebnisse meines Lebens war, als ich im Mai 
nachts in der Nordsee schwamm. Meeresleuchten - man ist umgeben von 
einer grünlich leuchten Wolke, das Leuchten verstärkt sich bei jeder 
Bewegung. Unglaubliche Erfahrung!
#6849649
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Walter T. schrieb:
> Wollvieh W. schrieb:
>> Wo wir schon bei biologischen Themen sind
>
> Also eigentlich sind wir bei Leuchterscheinungen in elektrischen
> Feldern.

Ich halte es da mit dem Biologiestudenten in der Prüfung, der den 
Regenwurm gelernt hat, aber zum Elefanten befragt wird: "Der Elefant hat 
einen Rüssel, der aussieht wie ein großer Regenwurm. Und wo wir gerade 
beim Regenwurm sind..."

Johannes U. schrieb:
> Wollvieh W. schrieb:
>> Spannend. Ich röste mit so einem Ding gerade Unmengen von Fruchtfliegen
>
> Sehr schoen :)
> Sollte mir wahrscheinlich auch mal so eine Apparatur zulegen, wenn das
> bei Drosophilae so gut funktioniert, bis jetzt mach ich das immer mit
> 'Honeypots', das ist irgendwie zu langsam.

Man kann damit eine ganze Decke mit 20 Fruchtfliegen in einer Minute 
abarbeiten. Allerdings habe ich den Eindruck, daß bestimmte kleinere 
Exemplare entweder schadlos durchfliegen oder elektrostatisch abgestoßen 
werden. Auch konnte ich schon bewußtlose Tierchen beobachten, die sich 
nach einiger Zeit wieder berappelten. Aber die Masse erwischt es final. 
Und nach Pareto bzw. Murphy bleibt ohnehin immer eine (Stech-) Mücke im 
Zimmer übrig.

Ich habe ein aus heutiger Sicht Luxusexemplar eines solchen 
Mückenrösters, vor über 10 Jahren selbst aus Asien importiert. Sehr 
große Schlägerfläche, und unten hat es zwei flache Metallstifte zum 
seitlichen Herausdrehen, um es in eine US-Steckdose zu stecken, denn es 
ist eine Akkuversion. Und das äußere Gitter ist aus sehr feinen Drähten 
in einem quadratischen 1-cm-Raster. Die aktuellen Modelle haben da nur 
Metall-Streckmatten mit relativ breiten Stegen, so daß der Schläger für 
die Mücken deutlich sichtbarer wird. Das Akkupack aus 2x AA habe ich 
erst diesen Sommer erneuert, seither sind die Entladungen eine Pracht.

> Vorher genauer hinsehen:
> Fliegen haben 2 Fluegel, (Schlupf)wespen 4 ;)

Ich hab's mir leichter gemacht und die Facetten auf den Augen gezählt. 
Bei Wespen lassen sie sich ohne Rest durch 131 teilen, bei Fliegen durch 
107. :) Kleiner Scherz.

Man müßte aber Fruchtfliegenmännchen genauso wie bei Stubenfliegen von 
Fruchtfliegenweibchen unterscheiden können, nämlich anhand des 
unterschiedlichen Abstands der oberen Augenränder. Wenn man dann die 
Weibchen streng von den Männchen trennt, bekommt man die Population auch 
ohne drastische Maßnahmen in den Griff.

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