Wie Papst Lüfter öffnen?

Gast #6847654
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Moin moin,

habe hier einen guten alten Papst-Lüfter (Ganzmetall), den ich neu aus 
einer Lagerauflösung erworben habe. Der Lüfter ist jedes Jahr für ca. 
eine Stunde in Betrieb, um bei der Entladung (Überprüfung) von Akkus die 
Senke zu kühlen. Gesamtbetriebszeit also ca. 10 Stunden.

Letztes Jahr funktionierend weg gelegt, nun macht das Ding keinen Mucks 
mehr. Mechanisch ist der Lüfter in Ordnung, wird wohl die Elektronik hin 
sein.

Die Frage ist nun, wie wird der Lüfter geöffnet.
Eine Schraube o.ä. gibt es nicht.

Hat jemand schon mal solch einen Lüfter (bzw. genau diesen) geöffnet?

Heiner
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Gast #6847657
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Mach mal den Aufkleber weg.

Abgesehen davon: Das Ding hat keine Elektronik. Höchstens eine Sicherung 
(die durch sein könnte, aber dann hat das auch einen Grund).

Der Lüfter ist so alt, die Lager sind ziemlich sicher hinüber. Zumindest 
bei den Baugleichen (neuen) Lüftern, die ich hier habe.

Meine Empfehlung: Trenne dich.
Gast #6847692
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Hallo

Nicht nur bei diesen Lüfter einfach und "böse" gesagt:

Lüfter in eine beliebige Hand nehmen - sich der jeweiligen "passenden" 
(Passend muss nicht immer streng genommen "legal" sein...) annäheren.
Den Deckel der Tonne öffnen, die Hand mit den Lüfter oberhalb der Tonne 
bringen - Hand öffnen - Deckel schließen...
Neuen Lüfter bestellen (besser das als erstes machen).
Leider ist dieses Vorgehen auch bei speziellen Lüftern (die teuer und 
oft nicht so einfach zu beschaffen sind) notwendig.
Lüfter welche vernünftig Repariert werden können fangen irgendwo bei 
großen Ventilatoren an und sind erst bei Größen üblich die als 
Windmaschinen und Windturbinen bezeichnet werden...
Gast #6847699
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Hallo Heiner,

der Lüfter hat eine einzige, direkt mit dem Netz verbundene Wicklung, 
keinerlei "Elektronik", keine Motorkohlen, Schleifring oder Bürsten.

Da er "impedance protected" ist, braucht und hat er auch keine 
Sicherung, Schmelzsicherung, Temperatursicherung, was auch immer.

Der Kupferlackdraht ist direkt herausgeführt, mit zwei schwarzen 
Isoliertüllen überzogen zu den Anschlussklemmen geführt und dort 
verlötet. Genau da bricht der Draht gern mal ab. Er ist durch den 
"Kabelkanal" so sehr ortsfest verlegt, dass die geringe, elastische 
Bewegung der beiden Anschlussfahnen in ihrem gemeinsamen Isolierstück 
ausreicht, dass beim wiederholten Ab- und Anstecken des "Netzkabels" der 
dünne Draht dann bricht.

Also ohmisch die Wicklung durchmessen und optisch die Lötstellen mit 
Kabelabgang kontrollieren.
Gast #6847703
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Die Päpstin schrieb:
> Mach mal den Aufkleber weg.
Da ist nichts drunter

> Der Lüfter ist so alt, die Lager sind ziemlich sicher hinüber.
Die Kugellager sind Topp und von feinster Qualität, die werden dich und 
deine Kinder überleben.

oszi40 schrieb:
> Beschaffe für 3€ einen anderen.
Schon der Hammer, wie heute alles auf Billigmüll dressiert ist.

Tipp: Heute gibts im Supermark Brillen für 1.99 Euro (kein Witz).
Sofort hin und kaufen!
Beitrag #6847715 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #6847718 wurde von einem Moderator gelöscht.
Gast #6847721
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Heiner W. schrieb:
>> Der Lüfter ist so alt, die Lager sind ziemlich sicher hinüber.
> Die Kugellager sind Topp und von feinster Qualität, die werden dich und
> deine Kinder überleben.

Brauchst hier nicht so beleidigt herummietzen. Die Mauer ist 89 
gefallen, also vor 32! Jahren. Die Lüfter stammen vermutlich aus den 
Anfang 80gern, sind also über 40 Jahre alt. Das Lagerfett ist 
mittlerweile komplett verharzt.

Denkst Du, ich schreib das hier zum Spaß?

Wenn Du denkst, Du bist eine Beschäftigungstherapie für mich, dann tut 
es mir für Dich wirklich leid.
Gast #6847774
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Du, ääähhh, Du daaa, ähh..Päpstin, wie sag' ichs jetzt bloß, ähhh, ich, 
hmmm, ich brauche Deine Beschäftigungstherapie nicht, äähhhhh, ...

...neee, Du!

Brauche ich nicht. Lass mal stecken, ist guuut.

Heiner W. schrieb im Beitrag #6847715:
> wenn ich das Ohmmeter anschließe und an den Kontakten wackle, geht der
> Zeiger des Ohmmeters wie ein Scheibenwischer. Vielen Dank für die
> Lösung.

Gern geschehen übrigens.
Beitrag #6848738 wurde von einem Moderator gelöscht.
Gast #6848871
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Nichtverzweifelter schrieb:
> Heiner W. hatte ganz am Anfang bereits geschrieben:"mechanisch
> einwandfrei".
So ist es. Händisch anschubsen und das Ding läuft mindestens 1 Minute 
aus. Zudem hat der Lüfter hat eine Gesamtbetriebszeit von ca. 10 
Stunden, wie ich in meinem 1. Beitrag berichtet hatte.

> Der Kabelbruch ist längst gefunden.
So ist es, siehe Bilder.

@Nichtverzweifelter: Es ist allerdings nicht der Wicklungsdraht heraus 
geführt, sondern eine extrem störrische Litze, die an den Kontakten 
angeschweißt ist. M.E. nicht so ganz der Hit.
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Gast #6848911
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Hatte das Netzkabel natürlich fixiert und auch zugentlastet (s. Bilder), 
mir ein Rätsel, wieso das Kabel an dem Kontakt gebrochen ist.

Die Päpstin schrieb:
> Das Ding hat keine Elektronik.

Da der Motor aber nicht an 3 Fasen läuft (sondern nur an einer), muss 
zumindest irgendwo ein Kondensator vorhanden sein, damit das Ding 
anläuft. Oder sollte ich mich täuschen?

> Der Lüfter ist so alt, die Lager sind ziemlich sicher hinüber.
Sehr schönes Beispiel, was heute von "ziemlich sicher" zu halten ist.

> Zumindest bei den Baugleichen (neuen) Lüftern, die ich hier habe.
Nächster Fehler: NIE altes mit neuem vergleichen!

> Meine Empfehlung: Trenne dich.
Die schlechteste Empfehlung seit der Erfindung von geschnitten Brot.

Helmut K. schrieb:
> 4-stellige Postleitzahl und oben steht "0980".
Für den modernen Zeitgenossen der Grund, sofort einen Schreikrampf plus 
Schnappatmung zu bekommen und nach dem Mülleimer zu rufen. Nicht wissend 
und nicht ahnend, dass dies ein Qualitätsmerkmal von höchster Güte 
darstellt.

Da tauscht der moderne Mensch einen hochwertigen Lüfter (Ganzmetall, 
Rotorflügel aus Stahl) gehen irgendeinen minderwertigen Billigplunder 
aus Plastik für 3 Euro und beansprucht dann noch die Verleihung des 
Bundesverdienstkreuzes für ganz besonders außergewöhnliche und 
herausragende Leistungen.
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Gast #6849170
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Heiner W. schrieb:
> Da der Motor aber nicht an 3 Fasen läuft (sondern nur an einer), muss
> zumindest irgendwo ein Kondensator vorhanden sein, damit das Ding
> anläuft. Oder sollte ich mich täuschen?

Ja, Du täuscht Dich. Es gibt keinen Kondensator. Als 
Einstieg:"Spaltpolmotor". Ähnlichkeiten rein zufällig...

Die im "Kabelkanal" = Teil des Traggerüsts liegende Zuleitung wurde 
mehrmals geändert.

Lass Dich von den Vollpfosten nicht ärgern, das ist es nicht wert.

Setz den Lüfter instand und erfreue Dich an Schwarzwälder Präzision.
Gast #6849291
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Nichtverzweifelter schrieb:
> Ja, Du täuscht Dich. Es gibt keinen Kondensator. Als
> Einstieg:"Spaltpolmotor". Ähnlichkeiten rein zufällig...

Einen Spaltpolmotor in der mir ausschließlich bekannten Bauform (Bild) 
hätte ich jetzt als letztes vermutet, da selbiger nicht rund ist.

https://de.wikipedia.org/wiki/Spaltpolmotor

> Setz den Lüfter instand und erfreue Dich an Schwarzwälder Präzision.

Erstes ist schon längst erledigt und zweites mache ich eben.
Wirklich ein feines Teil!

Da du dich offensichtlich bestens auskennst: Mit welchem Trick17 bekommt 
man das Lüfterrad ab? Braucht man einen speziellen Abzieher? Der Lüfter 
bläst ja schon mal entgegengesetzt zur Abziehrichtung.
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