Null soll angezeigt werden [Endet 16.10.]

Gast #6848939
Lesenswert?

Ich setzte gern auf analog. Es nervt mich zunehmend daß die 
Drehspulinstrumente Null nicht anzeigen, sondern gar überhaupt nicht 
reagieren. Wie kann ich ein Drehspulinstrumente so vorspannen daß es 
aktiv Null anzeigt. Ich hatte da an vorgespannte Federspannung gedacht. 
Oder negativ vorgeladen wie eine Electret Kapsel - wenn man dann Null 
Spannung anlegt, dann wandert der Zeiger auf Null!
Gast #6848969
Lesenswert?

Frank schrieb:
> Wie kann ich ein Drehspulinstrumente so vorspannen daß es
> aktiv Null anzeigt. Ich hatte da an vorgespannte Federspannung gedacht.
Das wird nicht gehen, dann dann brauchst du einen Strom der gegen die 
Vorspannung den Zeiger bewegt. Geht nicht mit 0V.
> Oder negativ vorgeladen wie eine Electret Kapsel - wenn man dann Null
> Spannung anlegt, dann wandert der Zeiger auf Null!
Heißt aber, dass das Messobjekt dann einen niederohmigen Widerstand 
haben müsste. Wenn das erfüllt wäre, könnte man mit einer 
negativenQuelle und einem hochohmigen Widerstand den Zeiger unter den 
0V-Strich bringen, das niederohmige Messobjekt belastet dann so sehr, 
dass die 0V (fast) angezeigt werden.
0V können aber auch an einem hochohmigen Objekt vorhanden sein. Oder 
eine positive Spannung mit hohem Innenwiderstand. Wenn es dann passt, 
zeigt dein Instrument zwar Null an, es ist aber nicht Null!
Gast #6848986
Lesenswert?

Stefan ⛄ F. schrieb:
> Frank schrieb:
>> wenn man dann Null Spannung anlegt,
>> dann wandert der Zeiger auf Null!
>
> Das geht nicht, denn Null Spannung ist keine Spannung. Ohne Spannung
> keine Wirkung.

Die Reaktionen hier verärgern mich jetzt. Man kann doch auch mal 
mitdenken.

Wenn am Drehspulinstrument das Kabel ab ist, dann bleibt das auf Null. 
Es reagiert nicht! Fehleranfällig und unsicher! Null Volt oder Kabel ab?

Wenn ich mit meiner Idee eine niederohmige Spannungsquelle  - wie eine 
Batterie oder Netzteil mit Null Volt - anschliesse, dann wird der Zeiger 
AKTIV sich auf Null bewegen. Also = Null Volt, nicht Kabel ab da sich 
der Zeiger ja bewegt hat.

Aber hinz hat ja schon die Lösung geliefert mit einer Solarzelle für die 
negative Spannung. Danke nochmal. Ich werde das vorstellen hier wenn das 
fertig ist
Gast #6849005
Lesenswert?

Frank schrieb:
> Wenn am Drehspulinstrument das Kabel ab ist, dann bleibt das auf Null.
> Es reagiert nicht! Fehleranfällig und unsicher! Null Volt oder Kabel ab?

Ja deshalb prüft man ja auch das Instrument bevor es an die eigentliche 
Messung geht. Am besten mit einer Referenzquelle mit der man auch gleich 
die Skala checkt. Und mit etwas Spucke und Münzen aus dem Portemonnaie 
hat man dank elektrochemischer Spannungsreihe schnell was improvisiert.

> Die Reaktionen hier verärgern mich jetzt.

Ja das ist nicht ungewöhnlich wenn Personen mit stark unterschiedlichen 
IQ/EQ ohne Vorwarnung aufeinander prallen.
Gast #6849027
Lesenswert?

Hier schaut mal. Ich versuche das jetzt als GEFALLEN für euch zu 
erklären, damit auch Menschen wie Stefan verständnisvoll sein können.

Wenn am normalen Drehspulinstrument das Kabel ab ist ODER DIE 
MESSLEITUNGEN KEINEN KONTAKT HABEN, dann bleibt das auf Null.
Es reagiert nicht!

Mein Spannungsmeter hat das Drehspulinstrument negativ vorbelastet. Es 
ist am linken Anschlag. Nun verbinde ich einen Trafo mit Gleichrichter - 
nicht eingeschaltet! Jetzt bewegt sich die Nadel auf Null weil die 
negative Vorspannung zusammenbricht!! Jetzt schalte ich den Trafo ein 
und die Nadel schlägt aus. Mein Spannungmeter erkennt drei Zustände!

Deshalb wollte ich es am Anfang das Instrument mit einer Feder 
vorspannen, damit es diese Arbeit leisten könnte die Nadel auf Null zu 
bewegen auch wenn keine Energie anliegt. Oder wie eine Elektret Kapsel 
mit Energie quasi vorladen.

Jetzt kommt hoffentlich der Aha Effekt
Gast #6849036
Lesenswert?

Frank schrieb:
> Mein Spannungsmeter hat das Drehspulinstrument negativ vorbelastet.

Häh?
Ich mein, sei nicht böse, aber du kennst doch den Spruch: "ein Bild oder 
ein Schaltplan sagt mehr als Tausend Worte". Insbesonders wenn diese 
Worte keine 'amtlichen' Fachbegriffe sind.

Dein 'Spannungsmeter' ist doch das 'Instrument'. Und das ist jetzt 
negativ belastet?!
Gast #6849053
Lesenswert?

Verstanden habe ich schon, was du gerne hättest.

Frank schrieb:
> Mein Spannungsmeter hat das Drehspulinstrument negativ vorbelastet. Es
> ist am linken Anschlag.
Hat man dir vorgeschlagen: Batterie und hochohmigen Widerstand. Verpolt 
angeschlossen. Meinetwegen auch mit Solarzelle - ist hier einigermaßen 
gleichwertig.

> Nun verbinde ich einen Trafo mit Gleichrichter -
> nicht eingeschaltet! Jetzt bewegt sich die Nadel auf Null weil die
> negative Vorspannung zusammenbricht!!
Nein, weil diese Anordnung (und viele andere Anordnungen) keine 
Null-Ohm-Last sind. Die bräuchte man dafür. Es bleiben dann immer noch 
1.4V in negativer Richtung, also weit weg von Null.

> Jetzt schalte ich den Trafo ein und die Nadel schlägt aus.
In dem Fall schon, misst du aber an einem hochohmigen Spannungsteiler, 
so wird das zwar auch ausschlagen, aber dann einen Wert mit zunächst 
unbekanntem Fehler anzeigen.

> Mein Spannungmeter erkennt drei Zustände!
Ach, du hast schon eines? Dann stell uns mal vor, wie du es gelöst hast.
#6849060
Lesenswert?

Frank schrieb:
> Wenn am normalen Drehspulinstrument das Kabel ab ist ODER DIE
> MESSLEITUNGEN KEINEN KONTAKT HABEN, dann bleibt das auf Null.

Solange sich das Instrument in einem weitestgehend magnetisch feldfreiem 
Raum befindet, sollte der Zeiger sich nicht aus seiner Ruhe-Stellung 
wegbewegen. Voraussetzungen: Anschlussklemmen spannungslos, 
kurzgeschlossen oder mind. eine Leitung unterbrochen.

> Es reagiert nicht!
Warum auch sollte es das ohne anliegende Spannung tun??

> Es ist am linken Anschlag.
Das ist schon mal schlecht; der Zeiger bzw. die Drehspule sollte nicht 
"am Poller" anliegen, sondern durch die winzigen Federn (die auch die 
Übertragung zur eigentlichen Spule erledigen) in einer Position (optimal 
Null) gehalten werden. Diese 0-Position ist üblicherweise mit einer 
kleinen Schraube (über eine Excentermimik) justierbar.

Wichtige Voraussetzung ist außerdem, dass sich das Instrument in der 
vorgeschriebenen Gebrauchslage befindet, also waagerecht liegt oder 
senkrecht steht. Entweder geht das aus dem DB hervor, bei "ordentlichen 
Instrumenten ist es auf der Skala als Symbol zu erkennen.
Billigtypen lassen beides vermissen :-(

> Nun verbinde ich einen Trafo mit Gleichrichter -
> nicht eingeschaltet! Jetzt bewegt sich die Nadel auf Null weil die
> negative Vorspannung zusammenbricht!!
Kann es sein, dass du in der Nähe starke Hochfrequenzstrahlung hast? Das 
wäre eine plausible Erklärung für deine Beobachtung; HF->Diode(also 
Gleichrichtung)->Anzeige einer geringen Richtspannung, deren Polarität 
jetzt erst einmal egal ist.

Nebenbei: Ein gut aufgelöstes Bild vom Messwerk und ein weiteres vom 
Versuchsaufbau würden helfen. ;-)
Gast #6849074
Lesenswert?

HildeK schrieb:
> Es bleiben dann immer noch
> 1.4V in negativer Richtung, also weit weg von Null.

Endlich einer der kapierts. Ich hab auch Germanium oder Schottky Dioden, 
also ist das Ermessenssache. Ich werd das alles schon passend 
dimensionieren, ich bin vom Fach!

Und auf die sachliche Anfrage hin habe ich mich an einem Diagramm 
versucht. Man entschuldige die Qualität - mit Maus bekomm ich das nicht 
besser hin. Ich habe aber im Bildtitel alle wichtigen Sachen 
reingeschrieben! Die -100 mV sind nur beispielhaft für das Prinzip.
Angehängte Dateien:
#6849086
Lesenswert?

Frank schrieb:
> Ich setzte gern auf analog. Es nervt mich zunehmend daß die
> Drehspulinstrumente Null nicht anzeigen, sondern gar überhaupt nicht
> reagieren. Wie kann ich ein Drehspulinstrumente so vorspannen daß es
> aktiv Null anzeigt. Ich hatte da an vorgespannte Federspannung gedacht.
> Oder negativ vorgeladen wie eine Electret Kapsel - wenn man dann Null
> Spannung anlegt, dann wandert der Zeiger auf Null!

Schon wieder Freitag! Schöne Trollerei!
#6849091
Lesenswert?

Frank schrieb:
> Wenn am normalen Drehspulinstrument das Kabel ab ist ODER DIE
> MESSLEITUNGEN KEINEN KONTAKT HABEN, dann bleibt das auf Null.

Bevor du jetzt schon wieder die beleidigte Leberwurst spielst, hör' erst 
mal auf , jeden Blödsinn, der dir wichtig vorkommt, in Capial-Letters zu 
schreiben. Dein Prinzip der Kabelbrucherkennung ist seit gefühlten 100 
Jahren bekannt und kommt besonders elegant in den sogenannten 
Stromschnittstellen zur Anwendung. Du skalierst den Meßwert auf einen 
Strombereich von 4...20mA. Hast du am Empfänger nicht mindestens 4mA 
(Nullpunkt!!!), dann liegt (wahrscheinlich) ein Kabelbruch vor! Bezogen 
auf dein Vorhaben mit dem Meßwerk - mal angenommen es misst Völter - 
bedeutet das schlicht, dass du dein zu messendes Signal eben auf einen 
passenden Bereich bringen mußt. D.h. wenn dein Messsignal von 0...10V 
geht, dann bringst du es z.B. auf 2...10V (entspricht übrigens der 
negativen Vorspannung mit 2V!) und malst dir eine entsprechende Skala. 
Fertich!! Diese mechanischen Ideen von dir können nur jemandem kommen, 
der nicht die geringste Vorstellung von Drehspul- oder anderen 
mechanischen Meßwerken hat. Und ich wette, deine nächste Frage wird 
sein: wie bitte male ich eine TOLLE Skala für mein Meßwerk?? Na dann...
Gruß Rainer
Gast #6849092
Lesenswert?

Frank schrieb:
> H. H. schrieb:
>> Solarzelle
>
> Heureka! Ich brauche viel Licht zum ablesen. Wenn das Licht für mich
> reicht, dann bestimmt auch für eine Solarzelle.

Ich ziehe dann mal von Dannen und danke für die Antworten und auch die 
unverschämten. Aber mir macht der Kokolores nichts aus. Ich löse das 
dann mit Solarzelle.

Dyson schrieb:
> Frank schrieb:
>> ich bin vom Fach!
>
> Verrätst du uns auch von welchem?
Meine Lösungen halte ich auch gerne mal ein-fach
Moderator #6849094
Lesenswert?

Frank schrieb:
> Minus100mV-R-R2-Messspitze-Skala-0-L.jpg

Vergiss das mit dem modifizierten Voltmeter.

Bring stattdessen dein Bild auf eine Kunstauktion, und du wirst reich
werden :D

SCNR


Ok, Spaß beiseite:

Mit deiner Modifikation verringerst du den Innenwiderstand des
Instruments, was einen zusätzlichen Messfehler bedeutet. Benutzt du für
die Erzeugung der negativen Vorspannung eine Solarzelle, ist der
Messfehler sogar noch Umgebungslichtabhängig.

Ob man dann überhaupt noch von "Messen" sprechen kann?
Gast #6849098
Lesenswert?

Null Volt ist Null Volt auf einem Drehspulinstrument .... Auf was für 
scheiß Ideen die Leute kommen, wenn Elektrotechnik nicht zu derene 
(Kern)Kompetenzen gehört.
Kabelbruch wird man mit einem Drehspulinstrument alleine nicht 
detektieren können.

Aua....
Gast #6849180
Lesenswert?

Frank schrieb:
> Jetzt kommt hoffentlich der Aha Effekt

Jetzt habe ich mein eigenes Aha Erlebnis. Mir war nicht bewusst daß hier 
welche nicht unterscheiden zwischen Spannung messen und Null Volt 
messen. Ich erkläre das mal, dann ist auch der Zweck klar

Ein normales Analog Voltmeter kann nicht null Volt messen. Es kann nur 
Spannung messen. Trotzdem zeigt es fälschlicherweise Null Volt an. Auch 
wenn die Messleitungen kaputt sind. Die Skala schlusfolgert quasi: keine 
Spannung messbar also muss es null Volt ein

Mein Voltmeter misst Spannungen und AKTIV Null Volt. Und wenn KEINE Null 
Volt anliegen steht die Skala NICHT auf Null. Meins ist daher ehrlich 
und schlussfolgert nicht.

Und das ist bestimmt keine Philosophie, das ist Praxis und Hinterfragung 
der Technik. Für einige klingt das wieder blöde, aber hier haben einige 
bewiesen  daß Sie dafür den Sinn intus haben
Gast #6849198
Lesenswert?

Wenn du in den Stromkreis eine Spannungsquelle einbaust, dann wir auch 
ein unerwünschter Strom durch das zu messende Objekt fließen welcher die 
Messung verfälscht. Und zwar umso höher, je höher dessen Innenwiderstand 
ist.

So ein Messgerät kann niemand gebrauchen.
Gast #6849337
Lesenswert?

Frank, nimm die Solarzelle, ok, doch schalte in Reihe einen hochohmigen 
Widerstand. So hoch, dass nur ein Bruchteil der Spannung angezeigt wird. 
Also in der Größenordnung des innenwiderstandes des VM.

Damit wird ein echtes Signal praktisch nicht verfälscht.
Dieser Beitrag ist gesperrt und kann nicht beantwortet werden.