Guten Tag,
ich bin mittlerweile etwas mehr was ESP8266 und co an geht mehr
unterwegs. Wollte auch noch das ein oder andere bauen, wo ggf. ein
Oszilloskop ein sinnvolles Hilfsmittel gewesen wäre. Vor allem beim
prüfen vom Signalen und zur Überprüfung ob die errechnete Glättung
(Glättungskondensatoren und Spulen) beim Netzteileigenbau nach einem
Trafo das erwartete Ergebnis erzielt hat.
Als gelernter Elektriker könnte es ggf. auch interessant sein Mal das
230V Netz mal genauer zu betrachten. Ich habe nur ein einphasenzähler
zuhause, falls die Frage aufkommt.
Was auf jeden Fall das Gerät mit machen sollte, wären folgende Punkte:
- 60V (Effektivspannung) bis 230V wäre nett, aber nicht zwingend eine
muss.
- PWM Signale anzeigen bei ESP Chips bzw. Arduino, also 3,3 - 5V
- 2 Kanäle wären Minimum, allein um z.B. Vor und nach der Glättung am
Netzteil eine unterschied besser vergleichen zu können oder ähnliches.
Mehr Kanäle schaden nicht, muss aber nicht.
- preislich vernünftig liegen. Es dient hauptsächlich zu Aufgaben im
Hobby. Also genau sollte es schon sein aber im Rahmen. Ich hoffe man
versteht was ich meine.
- Großes Gerät ist kein Muss, kann auch nur eine „Blackbox“ sein mit usb
Port, habe aber was das angeht schon gelesen, dass das nicht unbedingt
die beste Idee ist.
Ich hoffe man kann mir da etwas helfen, falls zusätzlich Informationen
benötigt werden um bessere Tipps und Hilfe zu geben, versuche ich
bestmöglich zu helfen.
Michael
Ich denke dass man mit den stationären Einsteigergeräten (also nicht die
USB Dinger) im 300€ Bereicht nichts mehr falsch machen kann.
Die Unterschiede zwischen den Modellen sind gering und für das Geld
bekommt man so oder so richtig viel.
Wenn ich dran denke wie teuer mein erstes (analoges) Oszilloskop war,
wird mir immer noch schlecht. Ich habe mich kaum getraut es zu benutzen.
Ist es normal, dass keine maximale Spannung auf den ersten Blick
angegeben wird? Sorry wenn es eine dumme Frage ist.
Ich hab schon das ein oder andere mit nem Oszilloskop gearbeitet, aber
das war nie meins und ist schon etwas her.
Berufsschule und damaliger guter Freund hatte eins.
Michael N. schrieb:> st es normal, dass keine maximale Spannung auf den ersten Blick> angegeben wird?
Nein. Die steht normalerweise sogar auf der Frontplatte.
Die maximale Spannung die du anschließen kannst ? Steht meist an den BNC
Buchsen dran, aber spielt selten eine Rolle, weil du ja den Tastkopf
davor hast, und der bestimmt was du an ihn anlegen kannst.
Stefan ⛄ F. schrieb:> Michael N. schrieb:>> st es normal, dass keine maximale Spannung auf den ersten Blick>> angegeben wird?>> Nein. Die steht normalerweise sogar auf der Frontplatte.
Und ist meistens 3 stellig.
Okay 3 Stellig ist schon einiges.
Aber als grobe Preisrichtung habe ich schon 300€ an gepeilt, es ist fürs
Hobby und möchte nicht der NASA oder so Konkurrenz machen. Ich hoffe man
versteht was ich meine.
Michael
300€ sind doc dreistellig.
Das DS1054Z liegt so bei 380€, die eigentlich schon gut investiertes
Geld sind.
Nur, bevor man den Tastkopf direkt in die Steckdose steckt, sollte man
sich sehr gut informieren und verstehen, was passiert und vor allem, was
man misst (Als Hinweis: Alle (normalen) Oszilloskope haben die
Eingangs-Masse direkt mit dem PE verbunden, das kann zu Problemen und
Gefahren führen und man muss wissen, wie man diese vermeidet)
Das Voltcraft ist ein OWON, kann man benutzen, aber so richtig dolle
sind die wohl nicht. Und es gibt auch einige "starten nicht mehr" weil
Firmware kaputt (z.B. beim Rückabwickler malindo).
Thomas W. schrieb:> Für den Einstieg finde ich das immer noch sehr gut:> https://www.batronix.com/versand/oszilloskope/Rigol-DS1054Z.html>> Eventuell interessant die Tablet-Bauform:> https://www.batronix.com/versand/oszilloskope/Micsig-TO1104.html>> Sehr leicht, schnell beim Einschalten und halt "Premium Marke":> https://www.batronix.com/versand/oszilloskope/Rohde-Schwarz-RTC1K-COM2.html
Seit längerem habe ich ein R&S HMO1202, erwische mich aber immer wieder
dabei, als erstes den Netzschalter beim alten analogen Oszi zu drücken.
Gerade wenn es um Signalverfolgung geht habe ich mit den genannten
Rigols keine guten Erfahrungen gemacht. Bei denen vergeht schon mal eine
Gedenksekunde bis die mitkriegen, dass das gerade dargestellte Signal
nicht mehr da ist. Das ist ein völlig anderes Gefühl. Beim DS1054Z hat
mich zusätzlich völlig genervt, dass der z.B. ein Rechtecksignal, was
nach oben aus der Anzeige läuft, noch mit geschlossener oberen Linie
darstellt. Ich hatte damals eines der ersten Geräte, ob das jetzt noch
so ist weiß ich nicht. Das HM1202 ist in dieser Hinsicht deutlich
besser. Ein weiteres Killerkriterium ist bei Rigol der Lüfter. Sowas tue
ich mir nur ungern an. Das Rohde & Schwarz Gerät ist passiv gekühlt.
Die Option mehr als was beim Trafo, in meinem gerade da liegenden Teil
um die 60VAC, wäre nicht schlecht, aber man tastet sich normal eh
erstmal nach und nach ran.
Okay muss ich mal gucken, kaufe Geräte in der Regel, die einen gewissen
Wert überschreiten gerne bei einem Deutschen Händler, hatte schon das
ein oder andere mal Stress gehabt mit auswärtigen, angefangen mit der
Kommunikation über Hilfestellungen.
Bin da bislang eher mit Conrad, Reichelt, ELV, Pollin und ähnliches ganz
gut gefahren. Hab ich ggf die Chance über einen vom denen was bekommen,
was um 300€ liegt und zu gebrauchen ist?
Michael
Michael N. schrieb:> Okay muss ich mal gucken, kaufe Geräte in der Regel, die einen gewissen> Wert überschreiten gerne bei einem Deutschen Händler, hatte schon das> ein oder andere mal Stress gehabt mit auswärtigen, angefangen mit der> Kommunikation über Hilfestellungen.
Batronix ist absolut seriös und bietet ausgezeichneten Service.
Und sitzt in D.
Michael N. schrieb:> Bin da bislang eher mit Conrad, Reichelt, ELV, Pollin und ähnliches ganz> gut gefahren.
Warum fragst du, wenn du alles besser weißt? Conrad und Co. bringen dir
nichts, wenn du ein blödes umgelabeltes Owon kaufst.
Batronix ist authorisierter Distri für Rigol.
Ich fragte nur wie es um die Händler steht, bei denen ich sowas
bevorzugt zumindest in der Vergangenheit gekauft habe.
Ich hab nicht gesagt, dass es ein muss ist.
Nur wenn man für so eine Frage gleich so angekackt wird, sry das ich
gefragt habe.
Mei das ist halt so mit den unpräzisen Fragen. Erst heißt es der Preis
muß "vernünftig liegen" dann "um die 300", dann ist das 1054Z vielleicht
auch noch zu teuer und der Händler nicht genehm. Schwierig.
Thomas W. schrieb:> Mei das ist halt so mit den unpräzisen Fragen. Erst heißt es der Preis> muß "vernünftig liegen" dann "um die 300", dann ist das 1054Z vielleicht> auch noch zu teuer und der Händler nicht genehm. Schwierig.
Ja. Ich finde die 300 sind schon etwas mau. Da würde ich vielleicht eher
einen billigen LA kaufen und auf ein Oszi sparen.
Ich habe damals für mein Rigol 800 EUR ausgegeben. Ist immer noch
spottbillig für DIE Funktionalität.
Aber wenn schon billig, dann wenigstens Rigol.
Um 300€ war eine angepeilte Richtung, wenn ich dann doch mal überlegen
sollte 100€ oder so drauf zu tun, ist das ja nicht schlimm.
Und woher soll ich wissen ob ein Händler zertifiziert ist oder sonst
was?
Daher frage ich lieber einmal mehr, den unbedingt Geld verschenken will
man schließlich nicht, vor allem wenn man in der Vergangenheit schon mal
mit nem Anwalt ran musste um bei defekt gelieferten Gerät das Geld
zurück zu bekommen. Da ist man in der Regel vorsichtiger wenn man
Händler nicht kennt.
Michael
Hohe Spannungen sind ja ein dehnbarer Begriff, aber zum Einstieg wäre in
dem Beispiel mein Trafo mit um die 60VAC oder so etwa gemeint, als
erstmal oberes Limit und das sollte doch mit den beiliegenden
Messspitzen zu machen sein.
Michael
Michael N. schrieb:> Daher frage ich lieber einmal mehr, den unbedingt Geld verschenken will> man schließlich nicht, vor allem wenn man in der Vergangenheit schon mal> mit nem Anwalt ran musste um bei defekt gelieferten Gerät das Geld> zurück zu bekommen. Da ist man in der Regel vorsichtiger wenn man> Händler nicht kennt.
Irgendwie habe ich langsam das Gefühl du gehörst zur Kategorie
Problemkunde.
Stefan ⛄ F. schrieb:> Wenn ich dran denke wie teuer mein erstes (analoges) Oszilloskop war,> wird mir immer noch schlecht. Ich habe mich kaum getraut es zu benutzen.
Interessant, wenn ich lese, dass es nicht nur mir so ergangen ist. Ja,
kann ich sehr nachfühlen.
@TO: Kommt vom Anforderungsprofil ein altes analoges Oszi für Dich
infrage? Wenn Deine Anforderungen an das Oszi nicht zu hoch sind, würde
ich nach gebrauchten Hamegs schauen.
Rainer Z. schrieb:> @TO: Kommt vom Anforderungsprofil ein altes analoges Oszi für Dich> infrage? Wenn Deine Anforderungen an das Oszi nicht zu hoch sind, würde> ich nach gebrauchten Hamegs schauen.
Warum sollte man das tun? Wer will heute ein analoges Oszi mit einem
winzigen Bruchteil der Funktionalität eines 300 EUR Rigol Scopes?
Es kann doch in 2021 nicht mehr sein, solche alten Möhren zu empfehlen.
Cyblord -. schrieb:> Michael N. schrieb:>> Daher frage ich lieber einmal mehr, den unbedingt Geld verschenken will>> man schließlich nicht, vor allem wenn man in der Vergangenheit schon mal>> mit nem Anwalt ran musste um bei defekt gelieferten Gerät das Geld>> zurück zu bekommen. Da ist man in der Regel vorsichtiger wenn man>> Händler nicht kennt.>> Irgendwie habe ich langsam das Gefühl du gehörst zur Kategorie> Problemkunde.
Eigentlich nicht, wenn ich die Ware bekomme und diese ist funktionsfähig
und vollständig, alles Top, wenn was fehlt oder defekt ist, kurz Kontakt
zum Händler und es wird geklärt.
Problem habe ich nur, wenn Ware defekt ist, man versucht Kontakt
aufzunehmen und es passiert nichts. Keine Reaktion. Egal ob EMail,
Telefon oder so.
Aber das ist eine anderes Thema.
Cyblord -. schrieb:> Warum sollte man das tun? Wer will heute ein analoges Oszi mit einem> winzigen Bruchteil der Funktionalität eines 300 EUR Rigol Scopes?> Es kann doch in 2021 nicht mehr sein, solche alten Möhren zu empfehlen.
Wenn der gute Junge nur an ein paar Audioverstärkern Fehler suchen will
o.ö. und mit den vielen Funktionen eines modernen Scopes nicht
anzufangen weiß, dann ist der Mehrpreis dafür rausgeschmissenes Geld.
Und ein HM 205-x kriegt man da auch für deutlich weniger als die Hälfte
und hat keinen Schreihals in der Bude.
Ich habe parallel zu dem ganzen mal nach dem oben vorgeschlagenen Gerät
(Rigol DS1054Z) gegoogelt. Ich könnte mich mich da vielleicht mit
anfreunden.
Die Frage was sich ergibt, kann ich mit dem beiliegenden Zubehör z.B.
die 60VAC bzw. was nach gleichrichten und glätten an „Gleichspannung“
messen oder brauch ich für dieses Vorhaben schon andere Messspitzen?
Wäre etwas über dem geplanten, aber noch in einem Rahmen, wo ich sage
für meine Zwecke okay und die Frau muss es ja nicht wissen ;-)
Michael N. schrieb:> Die Frage was sich ergibt, kann ich mit dem beiliegenden Zubehör z.B.> die 60VAC bzw. was nach gleichrichten und glätten an „Gleichspannung“> messen oder brauch ich für dieses Vorhaben schon andere Messspitzen?
Geht locker. 60V sind da kein Problem.
> Wäre etwas über dem geplanten, aber noch in einem Rahmen, wo ich sage> für meine Zwecke okay und die Frau muss es ja nicht wissen ;-)
Stehst ja ganz schön unter dem Pantoffel.
Wer mit einem OG 1-10 später einem OG 2-30 großgeworden ist, sieht
solche Diskussionen viel entspannter. Kaufe dir z.B. ein SDS1102 und
werde glücklich damit. Was du messen möchtest, macht er locker und mit
199€ ist das Teil unschlagbar preiswert.
temp schrieb:> Wenn der gute Junge nur an ein paar Audioverstärkern Fehler suchen will> o.ö. und mit den vielen Funktionen eines modernen Scopes nicht> anzufangen weiß, dann ist der Mehrpreis dafür rausgeschmissenes Geld.> Und ein HM 205-x kriegt man da auch für deutlich weniger als die Hälfte> und hat keinen Schreihals in der Bude.
Jedoch ist das HM 205-x mindestens 30 Jahre alt und benötigt nach einem
Kauf in der Bucht oft eine Instandsetzung. Ich bezweifle, dass jemand,
wie du ihn beschreibst das leisten kann.
Michael schrieb:> ich bin mittlerweile etwas mehr was ESP8266 und co an geht mehr> unterwegs.Joe G. schrieb:> Kaufe dir z.B. ein SDS1102 und werde glücklich damit.
Ich empfehle dir eher ein Oszi mit Decoderfunktionen und mehr Speicher,
als die 10k, die das SDS1102 besitzt. Unter Anderem bieten Rigol und
Siglent ab ca. 370€ "Einsteigermodelle für Fortgeschrittene" an.
Hallo,
temp schrieb:> Das Rohde & Schwarz Gerät ist passiv gekühlt.
Nein, das Gerät hat einen Lüfter eingebaut (der springt allerdings fast
nie an).
rhf
Rainer Z. schrieb:> @TO: Kommt vom Anforderungsprofil ein altes analoges Oszi für Dich> infrage? Wenn Deine Anforderungen an das Oszi nicht zu hoch sind, würde> ich nach gebrauchten Hamegs schauen.
1+
@Michael:
Privat habe ich 2 von den "ollen Dingern", eins von hp und eins von
Tektronix. Bekommt man ab und zu fast nachgeschmissen. 99,9% der Zeit
messe ich mit den Tek 2215A (60MHz BW), bei Frequenzen <10Mhz. Das
hp1725A (275Mhz BW) verstaubt um Regal.
Btw, die 'Digitalen' in der 4ma (Tek, hp) gingen mir regelmäßig auf den
Geist, statt dessen benutzte ich da am liebsten mein altes Philips
PM3217.
Falls Du Lust hast, schau dir mal an was Jim Williams zu den "Analogen"
meint:
http://readingjimwilliams.blogspot.com/2012/02/vintage-scopes-are-better-part-1.html
(part 1-4).
Kuck dir z.B. in den Kleinanzeigen was 'Westliches' (50€-, 20MHz+,
analog) aus - und bleib dabei mit deinen Anforderungen auf dem Boden.
Die "ollen Dinger" sind grundsolide (sonst wären sie nicht so alt
geworden) und lassen sich notfalls leicht reparieren.
Über einen LA (z.B. Saleae oder clone) könntest zusätzlich nachdenken.
Für meinen (8ch) hatte ich um die 15€ bezahlt.
just my 2ct
Roland F. schrieb:> Hallo,> temp schrieb:>> Das Rohde & Schwarz Gerät ist passiv gekühlt.>> Nein, das Gerät hat einen Lüfter eingebaut (der springt allerdings fast> nie an).>> rhf
Ups, da hast du wohl recht. Aber angesprungen ist der bei mir noch nie.
Ich plädiere ähnlich wie Feinmechaniker für ein Siglent, ich habe mal
ein Sonderangebot abgefaßt und ein SDS1104X-E für irgendwie 280 oder so
gekauft, mehr Bang/Buck geht wohl kaum zumal das mit Decodern gut
ausgestattet ist und sich auch gehörig SW-mäßig aufbohren läßt.
Ganz von dem "neumodischen Kram" mal abgesehen schätze ich auch noch das
HM305 Analog/Digitalscope das auch noch da steht, diverse 7000er TEKs
usw. usf.
Selbst mit einem ollen DDR EO213 kann man 99,5% aller im Alltag
auftretenden Probleme erschlagen..wenn nicht die Wackelkontakte der
alternden Drehschalter gewesen wären (hab keinen mehr, war aber ein
ernst zu nehmendes Teil).
Gruß,
Pille
Was will ein Elektriker mit einem Oszi?
Der soll sich besser eine Drehfeldanzeiger kaufen!
Der Netzsinus sieht hinter einem Trafo noch fast genauso aus.
Dazu braucht man nun wirklich keinen...
Hallo,
temp schrieb:> Aber angesprungen ist der bei mir noch nie.
Bei mir schon. Allerdings nur einmal, da war das Gerät defekt (war aber
noch innerhalb der Garantie).
rhf
Naja, auch als Elektriker, vor allem wenn man mehr mit Elektronik machen
möchte / macht, schadet ein Oszilloskop Grundsätzlich nicht. Vor allem
zur Untersuchung von Signalen bei ESP Chips und ähnlichem. Das mit dem
Trafo und der Gleichrichtung war nur zusätzlich gewesen.
Ich habe den Abend mal etwas intensiver damit verbracht mich selbst auch
mal bisschen zusätzlich Schlau zu machen, mittels google und Co. Da auch
viel Interessantes (ja auch Blödsinn) auf Youtube zu finden ist, bin ich
mal etwas in mich gegangen und ich denke, dass das DS1054 doch was
werden kann.
Vor allem wenn man bei verschiedenen auf Youtube beim Einstellen und
nutzen beim Messen gesehen hat, wie einfach es bei dem geht und bei
manchen anderen Geräten manche Dinge etwas "aufwendiger" sind mit dem
Einstellen / Umstellen. Klar ist alles eine Übungssache, aber man möchte
sich das Leben bekanntlich ja nicht schwerer machen, als es sein muss.
Es kommt zwar am Ende etwas mehr als vorher geplant war, aber es bleibt
trotz aller dem noch in einem vernünftigen Rahmen. Zumindest für mich.
Ich bin über eure zahlreichen Kommentare und Hilfestellung sehr dankbar.
Michael
Michael N. schrieb:> bin ich> mal etwas in mich gegangen und ich denke, dass das DS1054 doch was> werden kann.Michael N. schrieb:> Bin da bislang eher mit Conrad, Reichelt, ELV, Pollin und ähnliches ganz> gut gefahren. Hab ich ggf die Chance über einen vom denen was bekommen,
...Unter Umständen kostet es einen Händleraufschlag...
Suche dir ein Angebot aus, in dem alle Zusatzoptionen bereits enthalten
sind. Das dürfte heute nicht mehr als das Basisgerät kosten.
Michael N. schrieb:> Sry der dummen Frage, vom was für zusatzoptionen reden wir da? Bzw. was> bringt mir das? Also mal aus Interesse gefragt.>> Michael
Beispielsweise Bus-Decoder, so kannst du beispielsweise auf bestimmte
Daten triggern.
René F. schrieb:> Beispielsweise Bus-Decoder, so kannst du beispielsweise auf bestimmte> Daten triggern.
Das war der Grund warum ich es wieder verkauft hab, weil leider der
Decoder bei mir nicht funktioniert hat wenn segmented memory aktiv
war...
Thomas W. schrieb:> René F. schrieb:>> Beispielsweise Bus-Decoder, so kannst du beispielsweise auf bestimmte>> Daten triggern.> Das war der Grund warum ich es wieder verkauft hab, weil leider der> Decoder bei mir nicht funktioniert hat wenn segmented memory aktiv> war...
Gut die Unzulänglichkeiten des Rigols kenne ich nicht, arbeite privat
mit nem alten Tek DSO, der kann sowas gar nicht und in der Firma mit nem
KeySight.
> wie einfach es bei dem geht
Ja, es ist total einfach "irgendetwas" anzuzeigen.
Anders als beim Analogoszilloskop, kann das bei der digitalen
Spezies allerdings auch voelliger Bloedsinn sein.
Zur Fehlersuche in analogen Schaltungen ist ein aanaloges
Scope auch heute noch die erste Wahl. Und auch bei der
Beurteilung der Signalqualitaet digitaler Signale muss sich
ein breitbandiges Analogscope nicht verstecken.
Ganz im Gegenteil!
Die integrierten Protokolldekoder sind mit einem Maeusekino
als Display auch nicht gerade bequem und komfortabel nutzbar.
Das kann jeder LA an einem PC um einige Groessenordnungen besser.
Und mit 4 Kanaelen koennte ich auch bei der Haelfte der
Einsatzfaelle ueberhaupt nichts anfangen. Da brauche ich
dann die bis zu 32 Kanaele meiner "richtigen" lAs.
Und fuer so "langsames" Zeug wie RS323, I2C und teilweise SPI
reicht auch der Salaeaclone fuer wenige Euro.
Ich besitze durchaus auch DSOs, die setze ich aber mit Bedacht ein.
Und mit solchen "Features" muss man bei chinesischer Software auch
immer rechnen;
> Das war der Grund warum ich es wieder verkauft hab, weil leider der> Decoder bei mir nicht funktioniert hat wenn segmented memory aktiv> war...
jo schrieb:> Falls Du Lust hast, schau dir mal an was Jim Williams zu den "Analogen"> meint:> http://readingjimwilliams.blogspot.com/2012/02/vintage-scopes-are-better-part-1.html> (part 1-4).
Ist ja schon ein paar Jahre her.
Hätte J.W. schon damals ein 10,12 oder gar 16 Bit digitales Oszi mit
full HD Bildschirm gehabt wäre er sicher anderer Meinung gewesen.
Bei den alten Kisten hat sicher schon ein Verstärkereinschub mehr (in
Monatsgehältern gerechnet) gekostet als ein modernes 12 Bit Oszi.
Einen scharfen Strahl hat mein Oszi auch.
Gruß Anja
Es ist nett von euch so viel Hilfe zu bekommen. Nach bischen nebenher
googlen und so, bin ich wie gesagt doch schon eher auf das "1054z"
umgeschwenkt. Ich denke für meine Zwecke kann ich damit nicht viel
falsch machen und habe trotzdem noch gewisse Reserven drin.
Man möchte ja nicht gleich am oberen Ende der Möglichkeiten hängen, wenn
man anfängt.
Ob die ganzen zusatzfunktionen was bei manchen Shops sein müssen, weiß
ich nicht. Klar es kostet bei dem einen Shop nichts extra, nur man muss
sich überlegen ob man es nutzt. Ich denke ich werde mir über das
Wochenende mal ein paar gedanken dazu machen und wenn ich zu einem
vernünftigen Ergebnis gekommen bin, am Sonntag bestellen.
Michael
J.W. war mit Sicherheit ein Meister der leisen Toene.
Und was heutige Digitaltechnik, ja auch die DSOs, da so
herauserodiert, haette ihm bestuemmpt nicht gefallen.
Egal ob mit 12, 16 oder 24 bit.
So einen Chinakracher hatte er wohl nicht mal zur Ausgabestelle
zurueck getragen sondern gleich aus dem Fenster befoerdert.
... schrieb:> J.W. war mit Sicherheit ein Meister der leisen Toene.> Und was heutige Digitaltechnik, ja auch die DSOs, da so> herauserodiert, haette ihm bestuemmpt nicht gefallen.> Egal ob mit 12, 16 oder 24 bit.> So einen Chinakracher hatte er wohl nicht mal zur Ausgabestelle> zurueck getragen sondern gleich aus dem Fenster befoerdert.
Und ich hatte mir vorgenommen, nicht mehr in diesem Thread zu schreiben.
'Just my 2ct' meint: Ich habe meine Meinung kund getan - und gut is.
Mit deinem Beitrag vom 21.10.2021 19:49 hast Du alles gesagt; ich hätte
es nicht besser gekonnt.
Was mich gefreut hat ist (und das ist der eigentliche Grund dieses
Posts), dass noch immer jemand mit dem Namen Jim Williams was anfangen
kann.
Jim - du bist noch nicht vergessen! +RIP+
-j
Es ist ja schon einige Jahre her, dass dieses Rigol frisch auf den Markt
kam.
Jedenfalls damals waren die ganzen versteckten Features recht schnell
geknackt,
was wohl am ehesten von Rigol selbst rausgegeben wurde. Ohne jetzt lange
zu suchen, geh ich davon aus, dass die betreffenden Anleitungen noch
immer im Netz
auffindbar sind. Jedenfalls hat das billigste Gerät all das eingebaut,
was man beim teuersten gegen Aufpreis erhält. Es haben sogar einige
fertiggebracht, das zum MSO aufzurüsten, was halt den Nachteil hatte,
dass die Chipfa. mindestens 100Stück verkauft.
Thomas W. schrieb:> Wenn ich mich richtig erinnere.> Ich glaub bei meinem 1054Z waren 100MHz Tastköpfe dabei.
Wenn ich das richtig gelesen habe, kann das Gerät doch nur bis 50MHz,
dann kann man zwar welche für 100MHz nutzen, nur ob das Sinn macht ist
was anderes.
Wobei ich denke mit 50MHz habe ich eigentlich ein Bereich der meine
Zwecke abdeckt. Also Netzspannung, nach Trafo (rund 50Hz), I2C, RS232,
SPI und PWM liegen wenn ich das richtig gesehen habe zum Teil deutlich
unter 50Mhz. Oder Plane ich da ggf. etwas eng mit der Bandbreite?
Michael
Stefan ⛄ F. schrieb:> Gerald K. schrieb:>> Ich kann das DSO 1204E empfehlen>> Ich glaube der TO wollte maximal 300€ ausgeben. Dieses ist doppelt so> teuer.
Rund 100€ mehr wären auch noch im Rahmen, wenn es was deutlich besseres
oder brauchbares liefert. Und wenn man den Frequenzbereich von 200Mhz
auf 100Mhz reduziert ist man bei knapp um 440€.
Den so wüsste ich so schnell nicht, wo ich eine Freuquenz von 200Mhz her
bekommen sollte ;-), was mich etwas überrascht sind dass doch der ein
oder andere sagt, das die von Voltcraft nicht mal so schlecht sind. Klar
viele Köche ...
Hab mein Labornetzteil und Lötstation von denen und bin bislang ganz zu
frieden. Aber die beiden Geräte sind ja irgendwie schon was anderes als
ein Oszi.
Michael
Michael N. schrieb:> Hab mein Labornetzteil und Lötstation von denen und bin bislang ganz zu> frieden. Aber die beiden Geräte sind ja irgendwie schon was anderes als> ein Oszi.
Voltcraft ist ja nur eine Marke die auf die Geräte aufgeklebt wird. Bei
Oszis oft OWON. Und das wollte ich nicht haben.
Michael N. schrieb:> Rund 100€ mehr wären auch noch im Rahmen, wenn es was deutlich besseres> oder brauchbares liefert.
Das Problem bei der Taktik ist: Für 100€ bekommst du wesentlich mehr.
Und für weitere 100€ wieder, und für nochmal 100€ noch mehr.
Dazu kommt, dass du in 5 Jahren für's gleiche Geld schon viel mehr
bekommst. Vielleicht ist es daher besser, du bleibst erstmal ganz unten
(bei dem was du jetzt wirklich brauchst) und kaufst dir ggf. im 5 oder
10 Jahren nochmal ein neues.
Ich würde mich gewaltig ärgern, wenn ich damals vor ca. 8 Jahren 800€
in ein Gerät mit 320x240 Pixel investiert hätte. Da war damals die
übliche Displayauflösung.
Ich habe dafür aber gerade mal 300€ ausgegeben und irgendwie reicht es
mir immer noch - auch wenn ich gerne mal ein Upgrade hätte. Doch das
zögere ich hinaus, bis ich einen konkreten guten Grund dafür habe. Was
derzeit für 300€ angeboten wird, finde ich schon sehr attraktiv, aber es
wird bestimmt bald noch besser.
Michael N. schrieb:> Den so wüsste ich so schnell nicht, wo ich eine Freuquenz von 200Mhz her> bekommen sollte
Die 200 MHz sind ja die Bandbreite. 200 MHz als Rechteck kannst Du damit
nicht darstellen, maximal einen Sinus in dieser Frequenz.
Siehe Fourrier-Analyse von Signalen = Zerlegung in äquivalente
Sinussignale. Eine hohe Bandbreite ist also notwendig für die zeitliche
Auflösung, also steile Flanken o.ä.
Für das was Du beschreibst, reicht ein 100MHz-Oszi oder weniger.
Ich persönlich möchte mein altes Analog-Oszilloskop nicht missen.
Gelegentlich fehlen mir Optionen die ein digitales hat. Aber ich kenne
es in- und auswendig, leicht zu bedienen, keine verschachtelten Menüs,
keine Softwareupdates.
Und solche älteren Oszis sind gut dokumentiert, incl. Schaltplan und
Abgleichabweisungen. Fast alles in überschaubarer diskreten Elektronik.
Um ein digitales Oszilloskop zu reparieren muß man sich schon sehr gut
auskennen, ganz abgesehen von speziellen Bausteinen.
Dyson schrieb:> Mit der Argumentation kann man sich nie was kaufen.
Vor allem nie was ordentliches. Ich habe die 800 EUR für mein Rigol Oszi
(übrigens mit hochauflösendem Display und nicht 320x240) und die 1000
für mein R&S Tischmultimeter noch nicht bereut.
Ich gebe lieber mehr Geld aus und habe bessere Geräte. Und bessere
Geräte halten auch länger.
Mohandes H. schrieb:> Ich persönlich möchte mein altes Analog-Oszilloskop nicht missen.> Gelegentlich fehlen mir Optionen die ein digitales hat. Aber ich kenne> es in- und auswendig, leicht zu bedienen, keine verschachtelten Menüs,> keine Softwareupdates.
Jaja, d.h. du kennst einfach die Arbeit mit einem digitalen Oszi gar
nicht. Das was du da beschreibst ist geistige Faulheit. Wer einmal die
Vorteile eines Digitaloszi genossen hat, will kein analoges mehr.
Heutige Digitalschaltungen verlangen auch nach diesen Funktionen. Da
untersucht man oftmals keine rein periodischen Signale, sondern will auf
einmalige Ereignisse triggern und oft will man Datenbusse dekodieren.
Das geht alles mit Analog nicht.
> Und solche älteren Oszis sind gut dokumentiert, incl. Schaltplan und> Abgleichabweisungen. Fast alles in überschaubarer diskreten Elektronik.> Um ein digitales Oszilloskop zu reparieren muß man sich schon sehr gut> auskennen, ganz abgesehen von speziellen Bausteinen.
Ja mein Gott, wer repariert heute sowas noch? Moderne Elektronik kann
man halt nicht mehr einfach reparieren. So what? Hast du deshalb auch
nen Röhren-TV bei dir Zuhause?
Gerald K. schrieb:> Ich kann das DSO 1204E empfehlen>> Es ist sehr Preiswert:>> - 4 Kanäle> - 200 MHz Bandbreite> - sehr kleine Anstiegszeit> - kleine Eingangangspannung 0,5mV/Div> - umfangreiche Funktionen>> https://www.conrad.at/de/p/voltcraft-dso-1204e-digital-oszilloskop-200-mhz-4-kanal-1-gsa-s-64-kpts-8-bit-digital-speicher-dso-1-st-1589987.html
Ich glaube aber, der TO wollte so wenig wie möglich (und nicht 600€)
ausgeben und das 1054z (ursprüngliche Markteinführung 2014) ist eben mit
370€ vom Preis-Leistungs-Verhältnis betrachtet ziemlich unschlagbar.
Wenn es etwas mehr sein dürfte, würde ich nach dem 1054z zuerst das
SDS1104X-U und -E(2 ADCs!) in den Raum werfen. Das Voltcraft DSO 1204E
würde ich nur geschenkt nehmen, oder im Supersupersonderangebot kaufen.
@TO: schaue dich im Internet nach hacks um. Zum Beispiel der eevblog ist
voll davon. Hierbei ist es zB. Möglich, die Bandbreite von manchen
Geräten zu ändern, vorausgesetzt das Frontend spielt mit.
Stefan ⛄ F. schrieb:> Ich würde mich gewaltig ärgern ...> ... aber es wird bestimmt bald noch besser.
Wenn Du so denkst, dann wartest Du noch ewig.
Besser/billiger/leistungsfähiger werden Oszilloskope ständig. Ärgern
über einen Kauf bringt eh nichts.
Also einfach zufrieden sein und nicht darauf schielen was es in paar
Jahren hätte sein können.
Wie gesagt, ich mag mein altes Hameg, weiß wo seine Grenzen sind und
freue mich über das, was ich damit machen kann.
Gibt ja auch Leute, die kaufen sich ein 1GHz-Oszi um damit NF-Signale zu
verfolgen. Oder wissen nicht, wie man es bedient.
Mohandes H. schrieb:> Gibt ja auch Leute, die kaufen sich ein 1GHz-Oszi um damit NF-Signale zu> verfolgen. Oder wissen nicht, wie man es bedient.
Quelle? Oder ist das so ein Bauchgefühl von dir?
Es gibt auch Leute die kaufen sich einen Bagger um einkaufen zu fahren.
Hab ich gehört. Also kauft euch bloß keinen Bagger!
Sag mal was sollen solche Sprüche? Wen bringen die weiter?
Irgendwie wird das ganze langsam etwas schwieriger für mich zu
überblicken.
Vom Ersten Eindruck und unter dem Gesichtspunkt, dass eigentlich bis
50MHz für meine Zwecke reicht, spricht recht viel für das Rigol DS1054Z.
Von der Button rund ums Display macht es für mich den Eindruck, dass es
etwas einfacher beim nutzen ist. Also das man nicht für manche
Einstellungen ewig tief in die Menüs rumfummeln muss. Und wie ich
gelesen habe, kann man die ja mittlerweile "Verbessern oder Upgraden"
(Hacken), ich denke nur das sollte man wenn nach der Garantie machen,
weil diese vermutlich dadurch futsch ist, wenn etwas passiert, was nicht
geplant ist.
Das Siglent SDS1104X-U hat an manchen Stellen auch seinen Reiz, es kann
100Mhz (ob ich das Brauche ist ein anderes) und was beim oberen als
"Zusatzobtionen" verkauft wird, ist teilweise schon enthalten. Zumindest
der Serielle Dekoder.
Der dritte Kanidat der zuletzt mit eingeworfen wurde ist das VOLTCRAFT
DSO-1104E mit einer Frequenzbandbreite bis 100Mhz. Doch dieses sagt mir
irgendwie vom ersten Eindruck her eher weniger zu. Und sowas wie ein
Serielle Dekoder sind scheinbar nicht vorhanden oder zumindest nicht ab
Werk. Was ein nettes Gimmig ist, ist dass ich alle 4 Kanäle direkt
Einstellen kann, ohne vorher einen Kanal auszuwählen. Aber naja
eigentlich nicht mehr als ein Gimmig.
Somit schwanke ich im Moemnt zwischen Gerät 1 und 2 etwas hin und her.
Klar beide sind über der geplanten "Richtung" von 300€, jedoch
unterscheiden beide Geräte sich am Ende um 50€.
Was natürlich die Bedienung eines jeden Gerätes angeht, ist mir klar,
dass wenn man erst einmal drin ist, ist es egal.
Aber alles in allem irgendwie eine schwere Entscheidung, jedoch hat das
Rigol DS1054Z die Nase leicht vor der Nr. 2
Ich wollte euch mal an meinen Gedanken und Überlegungen mal Teilhaben
lassen. Vielleicht sieht einer ggf. was ich trotzdem irgendwie noch
übersehe bzw. unvorteilhaft betrachte.
Michael
Michael N. schrieb:> Vom Ersten Eindruck und unter dem Gesichtspunkt, dass eigentlich bis> 50MHz für meine Zwecke reicht
Also jeder Popel STM32 macht locker 48 bzw. 72 MHz. D.h. das Clock-Out
Signal (um z.B. zu prüfen ob die Clock korrekt gesetzt ist) kannst du
mit einem 100 MHz Scope schon nicht mehr richtig angucken, weil
Rechteck.
Das muss man halt im Auge behalten. Nicht jeder bleibt ewig auf AVR mit
8 MHz hängen.
Stefan ⛄ F. schrieb:> Ich glaube der TO wollte maximal 300€ ausgeben. Dieses ist doppelt so> teuer.
Ein Oszilloskop kauft man sich nicht sehr oft. Da sollten 270€ mehr
keine Rolle spielen. Zumal man dafür auch vier 200MHz taugliche
Tastköpfe bekommt.
Auch XY Darstellung ist möglich, viele Triggermöglichkeiten, SPI & I2C &
RS232 Dekodierung ...
Einzig die Fourieanalyse (Darstellung des Spektrums) hat mich nicht
überzeugt.
Gerald K. schrieb:> Ein Oszilloskop kauft man sich nicht sehr oft. Da sollten 270€ mehr> keine Rolle spielen.
Was meinst du wie eine Tochter reagieren würde wenn ich ihr sage: Du
kriegst doch kein Ipad, ich kaufe mir lieber ein besseres Oszilloskop
dass ich nicht wirklich brauche, aber ich habe Bock drauf.
Als µCs nutze ich wie ESP8266 und ESP32. Ob sich was tut, man weiß es
nicht.
Bzw. man kann sich für alle Möglichen Entwicklungen gedanken machen,
aber eine getroffene Entscheidung richtig ist, merkt man bekanntlich eh
erst, wenn es zu spät ist.
Aber darüber hinaus, lassen sich die Geräte doch auch mit einer anderen
"Firmware" bespielen oder kurz Hacken, was meist andere Funktionen /
Bandbreiten und so ermöglicht. Klar die Tastköpfe werden vermutlich
ersetzt werden müssen, aber ich glaube der Kostenfaktor hält sich
relativ in Grenzen.
Irgendwie wird die Entscheidung eher schwieriger um so länger man an
manchen Punkten drüber nachdenkt ;-)
Michael
Michael N. schrieb:> Um 300€ war eine angepeilte Richtung, wenn ich dann doch mal überlegen> sollte 100€ oder so drauf zu tun, ist das ja nicht schlimm.
Die zusätzlichen 100€ wirst du auf alle Fälle brauchen, wenn du mit dem
Gerät auch ans Stromnetz willst. Da solltest (besser: Mußt!) du dir
nämlich einen Satz hochspannungsfeste Tastteiler kaufen. Die haben meist
ein Teilerverhältnis von 50:1 und sind um einiges klobiger (wegen der
zusätzlichen Isolation) als die normalen 10:1 Tastteiler. OK, es gibt im
Prinzip auch noch höhere Tastteiler 100:1 oder gar noch mehr, aber die
willst du garantiert nicht bezahlen.
Und 300€ für ein Oszilloskop ist recht wenig. Plane mal wenigstens das
Doppelte ein.
W.S.
Michael N. schrieb:> Und sowas wie ein Serielle Dekoder sind scheinbar nicht vorhanden
Der Dekoder fur SPI & RS232 & I2C ist vorhanden. Ich würde die
Bedienungsanleitungen vergleichen.
Ich würde mir kein Gerät kaufen, ohne vorher einen Blick in die
Bedienungsanleitung geworfen zu haben.
Bemerkung zur Bandbreite:
200MHz Rechtecksignale werden zum Sinus (wie schon ander Posts erwähnt
haben), daher ist eine Reserve erforderlich. 7 oder 11 Oberwelle gut
Darzustellen reduziert die Frequenz auf ein 1/10 also 20 Mhz.
Wichtiger in diesem Zusammenhang ist die Anstiegszeit von <3,5ns. Diesen
Wert würde ich mit den anderen Geräten vergleichen.
Auflösung von 800 x 480 Pixel sind auch nicht übel und reichen bei 8 Bit
Auflösung aus.
8 Bit sind 256 Stufen in der Y-Richtung, wo 480 Pixel für die Anzeige
zur Verfügung stehen.
W.S. schrieb:> Michael N. schrieb:>> Um 300€ war eine angepeilte Richtung, wenn ich dann doch mal überlegen>> sollte 100€ oder so drauf zu tun, ist das ja nicht schlimm.>> Die zusätzlichen 100€ wirst du auf alle Fälle brauchen, wenn du mit dem> Gerät auch ans Stromnetz willst. Da solltest (besser: Mußt!) du dir> nämlich einen Satz hochspannungsfeste Tastteiler kaufen. Die haben meist> ein Teilerverhältnis von 50:1 und sind um einiges klobiger (wegen der> zusätzlichen Isolation) als die normalen 10:1 Tastteiler. OK, es gibt im> Prinzip auch noch höhere Tastteiler 100:1 oder gar noch mehr, aber die> willst du garantiert nicht bezahlen.>> Und 300€ für ein Oszilloskop ist recht wenig. Plane mal wenigstens das> Doppelte ein.>> W.S.
Ans Stromnetz sollte vor allem am Anfang nur eine mögiche Option sein.
Ob ich das je machen werde, ist eine ganz andere Sache. Was eher kommen
wird, sind
Messungen hinter einem Trafo mit bis zu 60V AC.
Aber danke für den Hinweis.
Mohandes H. schrieb:> Stefan ⛄ F. schrieb:>> Ich würde mich gewaltig ärgern ...>> ... aber es wird bestimmt bald noch besser.>> Wenn Du so denkst, dann wartest Du noch ewig.
Und?
Warum sollte man mit dem Kauf von etwas, was man
nicht wirklich braucht, denn nicht ewig warten?
Michael N. schrieb:> Ans Stromnetz sollte vor allem am Anfang nur eine mögiche Option sein.> Ob ich das je machen werde, ist eine ganz andere Sache. Was eher kommen> wird, sind> Messungen hinter einem Trafo mit bis zu 60V AC.> Aber danke für den Hinweis.
Den sehr teuren Hochspannungstastkopf kann man später dazu kaufen. Es
reicht meist ein Kanal. Die 1:100 muss man dann im Kopf umrechnen.
Michael N. schrieb:> Irgendwie wird das ganze langsam etwas schwieriger> für mich zu überblicken.
Naja, aus meiner Sicht ist es ganz einfach: Du kannst
nicht zwischen "Haben wollen!" und "wirklich benötigen"
unterscheiden.
Haben will ich einen TDS2022. Ich benötige wirklich
einen EO 174/A (sogar ein EO 211 täte es).
Egon D. schrieb:> Warum sollte man mit dem Kauf von etwas, was man> nicht wirklich braucht, denn nicht ewig warten?
Es geht hier (mal wieder) doch gar nicht um dich oder Stefan.
Ihr sollt dem TE helfen und nicht eure persönlichen Bedürfnisse
diskutieren.
Gerald K. schrieb:> Stefan ⛄ F. schrieb:>> Ich glaube der TO wollte maximal 300€ ausgeben.>> Dieses ist doppelt so teuer.>> Ein Oszilloskop kauft man sich nicht sehr oft.
Und warum nicht?
Alle drei Jahre ein neues Auto -- aber nur einen Oszi
im Leben kaufen? Komische Logik.
Egon D. schrieb:> Warum sollte man mit dem Kauf von etwas, was man> nicht wirklich braucht, denn nicht ewig warten?
Darum ist ein guter Kompromis wie das DSO 1204E sinnvoll.
Ich habe sehr lange für die Entscheidung gebrauch, den es gibt immer
etwas besseres, aber leider auch zu einem größeren Preis. Z.B. 12 Bit
Auflösung statt 8 Bit.
Cyblord -. schrieb:> Egon D. schrieb:>> Warum sollte man mit dem Kauf von etwas, was man>> nicht wirklich braucht, denn nicht ewig warten?>> Es geht hier (mal wieder) doch gar nicht um dich> oder Stefan.
Richtig.
> Ihr sollt dem TE helfen und nicht eure persönlichen> Bedürfnisse diskutieren.
Ich kann nix dafür, wenn Du die Transferleistung nicht
hinbekommst. Der TO ist diesbezüglich vielleicht etwas
weiter als Du...
Egon D. schrieb:> Alle drei Jahre ein neues Auto -- aber nur einen Oszi> im Leben kaufen? Komische Logik.
Ich brauch nicht alle Jahre ein neues Auto. Aber wenn ein neues, dann
wirklich ein neues.
Mein jetziges ist 11 Jahre alt und erfüllt immer noch seinen Zweck!
Egon D. schrieb:> Michael N. schrieb:>>> Irgendwie wird das ganze langsam etwas schwieriger>> für mich zu überblicken.>> Naja, aus meiner Sicht ist es ganz einfach: Du kannst> nicht zwischen "Haben wollen!" und "wirklich benötigen"> unterscheiden.>> Haben will ich einen TDS2022. Ich benötige wirklich> einen EO 174/A (sogar ein EO 211 täte es).
Das kann durchaus sein. Meine geplanten Einsatzgebiete sind in erster
Linie folgende Dinge:
1. Messungen an selbst gebauten Netzteilen durchführen (Ob die Glättung
nach der Gleichrichtung mit dem errechneten übereinstimmt) dafür brauche
ich bekanntlich keine Große Bandbreite an Frequenz, da unser Netz um die
50Hz liegt.
2. Messungen an µC, Speziel ESP8266 bzw. ESP32 und dort in erster Linie
i2c, SPI, RS232 und PWM. Soweit ich da bisschen zu gegooglt habe sollt
alles unterhalb von 50Mhz liegen?
Michael
Egon D. schrieb:> Naja, aus meiner Sicht ist es ganz einfach: Du kannst> nicht zwischen "Haben wollen!" und "wirklich benötigen"> unterscheiden.
Beim Hobby geht es immer nur ums „Haben wollen“. Wirklich benötigen tut
man nicht einmal das Hobby.
Und deswegen ist das:
Egon D. schrieb:> Warum sollte man mit dem Kauf von etwas, was man> nicht wirklich braucht, denn nicht ewig warten?
auch völliger Unsinn.
Michael N. schrieb:> 2. Messungen an µC, Speziel ESP8266 bzw. ESP32 und dort in erster Linie> i2c, SPI, RS232 und PWM. Soweit ich da bisschen zu gegooglt habe sollt> alles unterhalb von 50Mhz liegen?
Ja. Für serielle Protokolle ist ein zusätzlich ein Logic Analyzer sehr
hilfreich. Mit dem Oszilloskop bewertest du die Signalqualität. Mit dem
Logic Analyzer untersuchst du die Daten, die übertragen werden.
Das folgende ist nach geplappert, basiert nicht auf eigener Erfahrung:
Klar gibt es Oszilloskope die das integriert haben, aber (wenn man nicht
hunderte Euro drauf legt) sind sie in der Praxis ganz einfachen 8
Kanaligen Logic Analyzern oft weit unterlegen.
Ich kann noch meinen Senf dazugeben: ich möchte Touchscreen nicht mehr
missen.
Für die Einstellung "komplizierterer" Funktionen wie Bus Dekodierung und
Eingabe von Signalnamen war mir das ohne Touchscreen zu fummelig
(RTC1K).
Sollte man sich überlegen wenn man das häufig verwenden will.
Spielt aber vermutlich beim TO keine Rolle bzw ist dann zu teuer.
Stefan ⛄ F. schrieb:> aber (wenn man nicht> hunderte Euro drauf legt) sind sie in der Praxis ganz einfachen 8> Kanaligen Logic Analyzern oft weit unterlegen.
Das war kein richtiges deutsch. Korrektur:
aber (wenn man nicht hunderte Euro drauf legt) sind sie in der Praxis
die ganz einfachen 8 Kanaligen Logic Analyzer wesentlich besser.
Ergänzung: Zum Beispiel weil sie viel länger aufzeichnen können, denn
der PC hat quasi unbegrenzt viel Speicher zur Verfügung. Auch ist die
Bedienung der Software mit Maus komfortabler als Tasten am Oszilloskop.
Michael N. schrieb:> Messungen an µC, Speziel ESP8266 bzw. ESP32 und dort in erster Linie> i2c, SPI, RS232 und PWM. Soweit ich da bisschen zu gegooglt habe sollt> alles unterhalb von 50Mhz liegen?
Für Protokollaufzeichung sind auch die Speichertiefe und
Triggermöglichkeiten wichtig.
Z.B. Triggerung auf Telegrammanfang über Startzeichen z.B. STX.
Thomas W. schrieb:> Ich kann noch meinen Senf dazugeben: ich möchte Touchscreen nicht mehr> missen.> Für die Einstellung "komplizierterer" Funktionen wie Bus Dekodierung und> Eingabe von Signalnamen war mir das ohne Touchscreen zu fummelig> (RTC1K).> Sollte man sich überlegen wenn man das häufig verwenden will.> Spielt aber vermutlich beim TO keine Rolle bzw ist dann zu teuer.
Ja Touch kann ganz schön sein, manchmal ist es aber auch etwas "nervig"
wenn man bei jedem Berühren des Gerätes gleich was verstellt. Und Ja
teuer könnte zusätzlich noch ein Grund sein.
Was wie gesagt eigentlich eher entscheident ist, welche
Frequenzbandbreite für meine Aufgaben Sinnvoll ist. Weil wenn meine
angepeilten Aufgaben im unteren Bereich (Bis 50Mhz) liegen macht ein
Gerät mit 200Mhz finde ich weniger Sinn. Das ist im Moment der
Hauptknackpunkt, was mich in erster Linie beschäftigt. Also ob 50Mhz,
70Mhz, 100Mhz oder doch 200Mhz das "richtige" sind.
Stefan ⛄ F. schrieb:> Das war kein richtiges deutsch. Korrektur:> aber (wenn man nicht hunderte Euro drauf legt) sind sie in der Praxis> die ganz einfachen 8 Kanaligen Logic Analyzer wesentlich besser.
Das ist ja nun erst recht Kauderwelsch.
Michael N. schrieb:>> 1. Messungen an selbst gebauten Netzteilen durchführen (Ob die Glättung> nach der Gleichrichtung mit dem errechneten übereinstimmt) dafür brauche> ich bekanntlich keine Große Bandbreite an Frequenz, da unser Netz um die> 50Hz liegt.>> 2. Messungen an µC, Speziel ESP8266 bzw. ESP32 und dort in erster Linie> i2c, SPI, RS232 und PWM. Soweit ich da bisschen zu gegooglt habe sollt> alles unterhalb von 50Mhz liegen?>>> Michael
Bei 1 kannste sicher mit was einfachen klar mkommen.
Bei 2 aber geht dann damit die Luft aus.
Heutige µCs liefern Taktraten an SPI da sind 50MHz dünn und es gibt bei
diesen Themen dann immer wieder Gründe mal digital zu messen, also mit
LA.
Ich bastel z.Z. mit einem BluePill+ST7735 TFT, da macht der SPI Clock
16MHz, läßt sich mit dem Rigol grad noch schätzen.
Die größeren TFTs werden das mit F407 noch toppen.
Mein Rigol DS1052D ist >10Jahre alt doch grad die LA Funktion war schon
öfters sehr hilfreich.
Setzen von GPIOs zu Debugzwecken an verschiedenen Stellen im Code die
per LA sichtbar gemacht werden ... sehr nützlich.
Ich liebäugel mit dem Rigol MSO5104 + LA-Probes.
Michael N. schrieb:> Also ob 50Mhz, 70Mhz, 100Mhz oder doch 200Mhz das "richtige" sind.
Ich kann mir einige Szenarien vorstellen wo ich mit meinem 50 Mhz Gerät
nicht auskommen würde. Aber da wäre ein 200 Mhz ebenso unzureichend.
Für die digitalen Signalen mit denen ich zu tun habe reichen die 50 Mhz.
Ich nutze auch Mikrocontroller mit höheren Taktfrequenzen, aber deren
I/O Pins arbeiten allerhöchstens mit 36 Mhz. Nicht einmal das nutze ich
bei meinem Basteleien aus. Ich bleibe eher im Bereich unter 10 Mhz.
Bei 50-100MHz ist aber unabhängig vom Scope auch das Anschließen des
Tastkopfes schon langsam nicht mehr trivial, um ein einigermaßen
korrektes Ergebnis zu sehen und nicht die Dreckeffekte der Masseleitung.
Stefan ⛄ F. schrieb:> aber (wenn man nicht hunderte Euro drauf legt) sind sie in der Praxis> die ganz einfachen 8 Kanaligen Logic Analyzer wesentlich besser.
Spezialisten leisten mehr. Speziell was die Triggermöglichkeiten
betrifft, auf bestimmte Teldgramminhalte zu triggern. Oder busgerechte
Signalschwellen.
Thomas W. schrieb:> Bei 50-100MHz ist aber unabhängig vom Scope auch das Anschließen des> Tastkopfes schon langsam nicht mehr trivial
Da wollte ich auch gerade drauf hinweisen. Die muss man sich in der
Regel auch noch extra dazu kaufen.
Das Signal von Ethernet, USB oder einem aktuellen Bildschirm kannst du
auch mit einem 200 Mhz Gerät nicht darstellen. Frage dich: Wie oft kam
es bisher vor, dass du etwas im Bereich > 50 Mhz aber zugleich < 200 Mhz
messen wolltest. Reicht das, um einige hundert Euro zu rechtfertigen?
Gerald K. schrieb:> Egon D. schrieb:>> Warum sollte man mit dem Kauf von etwas, was man>> nicht wirklich braucht, denn nicht ewig warten?>> Darum ist ein guter Kompromis wie das DSO 1204E> sinnvoll.
Kann man so sehen; nix dagegen.
> Ich habe sehr lange für die Entscheidung gebrauch,
Das tut mir leid ;-)
Nein, im Ernst: Ich habe früher auch sehr lange unproduktiv
über solche Fragen nachgegrübelt. Da ich aber inzwischen
schon mit einigen Oszis (vornehmlich preiswerteren Fabrikaten)
gearbeitet habe, bin ich da ganz pragmatisch: Gekauft wird,
was ich
a) wirklich brauche und
b) bezahlen will.
Das kann durchaus auch eine gebrauchte Kiste sein.
> den es gibt immer etwas besseres, aber leider auch zu> einem größeren Preis. Z.B. 12 Bit Auflösung statt 8 Bit.
Sicher.
Die Kernfrage ist doch: Ist (z.B.) diese höhere Auflösung
für meinen Anwendungsfall ZWINGEND erforderlich, oder
spart sie lediglich Zeit?
Ich kenne das so, dass man in 90% aller Anwendungsfälle
auch mit einfachem Gerät zum Ergebnis kommt -- es macht
halt mehr Arbeit und ist etwas murksiger, aber das spielt
im Hobbybereich selten eine dramatische Rolle.
Gerald K. schrieb:> Egon D. schrieb:>> Alle drei Jahre ein neues Auto -- aber nur einen Oszi>> im Leben kaufen? Komische Logik.>> Ich brauch nicht alle Jahre ein neues Auto.
Falls das missverständlich war: Das sollte kein persönlicher
Angriff sein.
> Aber wenn ein neues, dann wirklich ein neues.
Okay... da liegt vielleicht unsere Differenz.
Einen Oszi würde ich problemlos gebraucht kaufen, wenn ich
das Modell kenne.
Egon D. schrieb:> Falls das missverständlich war: Das sollte kein persönlicher> Angriff sein.
Habe ich nicht als Angriff verstanden.
Beim Hobby muss man zu Kompromisse bereit sein. In der Arbeit muß ich um
das notwendige Equipment kämpfen um Erfolg zu haben. Speziell, wenn der
Chef ein Sparmeister ist. Aber Zeit kostet Geld. Nicht beim Hobby.
Es gibt drei Messgeräte bei denen man nicht sparen sollte:
Multimeter, Oszilloskop und Signalgenerator.
Es macht aber keinen Sinn sich ein 1GHz Oszilloskop zu kaufen, wenn man
sich im Hobby nur mit Audio beschäftigt. Da wäre ein Red Pitaya mit
50MHz, aber mit 12 Bit Auflösung, sowie Signalgenerator besser. Dann
liegt man auch in der 300€ Klasse.
Eines ist immer wichtig: zu wissen wie man richtig misst und man die
Grenzen seiner Messgeräte kennt.
Michael N. schrieb:> Egon D. schrieb:>>> Naja, aus meiner Sicht ist es ganz einfach: Du kannst>> nicht zwischen "Haben wollen!" und "wirklich benötigen">> unterscheiden.>>>> Haben will ich einen TDS2022. Ich benötige wirklich>> einen EO 174/A (sogar ein EO 211 täte es).>> Das kann durchaus sein.
:-)
Mein Zielpunkt war: Das geht JEDEM Anfänger so, dass er
nicht weiss, wass er wirklich braucht -- wüsste er das,
wäre er kein Anfänger!
Deswegen mein Rat: Mach' da nicht so eine Riesensache
draus. Mein Gott... Du unterziehst Dich keiner
Geschlechtsumwandlung -- Du willst ein elektronisches
Messgerät kaufen!
> Meine geplanten Einsatzgebiete sind in erster Linie> folgende Dinge:>> 1. Messungen an selbst gebauten Netzteilen durchführen> [...]
Okay. Das geht mit JEDEM Oszi, egal, ob analog oder digital.
> 2. Messungen an µC, [...]
Das spricht für ein Speicheroszi. Allerdings ist der Einwand
mit dem Logikanalysator nicht von der Hand zu weisen.
> Soweit ich da bisschen zu gegooglt habe sollt alles> unterhalb von 50Mhz liegen?
Sagen wir so: Oberhalb von ca. 10 MHz steigt die Chance,
Unsinn zu messen, kontinuierlich an.
Daher mein Standard-Rat: Kauf' Dir erstmal einen preiswerten
gebrauchten und sammle praktische Erfahrungen! Du siehst dann
schon, was Dich stört, und musst nicht mehr ewig und drei
Tage spekulieren...
jo schrieb:> Kuck dir z.B. in den Kleinanzeigen was 'Westliches' (50€-, 20MHz+,> analog) aus - und bleib dabei mit deinen Anforderungen auf dem Boden.> Die "ollen Dinger" sind grundsolide (sonst wären sie nicht so alt> geworden) und lassen sich notfalls leicht reparieren.
Richtig! Für die meistens Sachen tut es ein altes analoges Oszi. Es gibt
ja auch noch was 'Östliches' z.B. das EO213 (bei Ebay für um die 40€).
Ich habe auch noch so ein Teil da stehen. Das Gerät ist solide gebaut
und läßt sich im Notfall auch gut reparieren. Die Bedienung ist, wie bei
eigentlich allen analogen Geräten, recht einfach.
Für's ganz normale Tagesgeschäft nehme ich das Gerät immer noch recht
gern. Ja das geht nur bis 10MHz, aber das ist bei mir für das meiste
ausreichend. Für die Sachen die der TO damit machen will, dürfte ein
Gerät dieser Kategorie völlig ausreichen, egal ob "Westlich" oder
"Östlich" ist.
Das hier vielfach empfohlene Rigol DS1054z habe ich auch. Läuft recht
ordentlich und ich kann es weiter empfehlen. Es gibt sicher Bessere aber
die kosten dann auch deutlich mehr. KOmmt halt darauf an was man machen
will.
Zeno schrieb:> Das hier vielfach empfohlene Rigol DS1054z habe ich auch. Läuft recht> ordentlich und ich kann es weiter empfehlen. Es gibt sicher Bessere aber> die kosten dann auch deutlich mehr. KOmmt halt darauf an was man machen> will.
Bild habe ich den User Guide des DG1022 Funktionsgenerators entnommen.
Entweder der Generator taugt nichts, oder das benutzte Scope.
IMHO kann man aber Generatoren unmöglich so schlecht bauen ...
Stefan ⛄ F. schrieb:> Was meinst du wie eine Tochter reagieren würde wenn ich ihr sage: Du> kriegst doch kein Ipad, ich kaufe mir lieber ein besseres Oszilloskop
Das Oszilloskop ist aber die deutlich bessere Investition!
Erziehe deine Tochter doch mal so, dass sie was Ordentliches haben will.
Egon D. schrieb:> Alle drei Jahre ein neues Auto -- aber nur einen Oszi> im Leben kaufen? Komische Logik.
Autos sind ja auch geleast! Heute ist doch alles auf Pump. Hauptsache
immer neu.
Hannes schrieb:> Bild habe ich den User Guide des DG1022 Funktionsgenerators entnommen.> Entweder der Generator taugt nichts, oder das benutzte Scope.> IMHO kann man aber Generatoren unmöglich so schlecht bauen ...
Das ist kein Screenshot vom rigol 1054z.
Cyblord -. schrieb:> Hannes schrieb:>> Ein (speicherndes!) Tektronix 564B für 20 Taler:>> https://www.ebay-kleinanzeigen.de/s-anzeige/oszilloskop/1907443168-168-3116>> Ich hoffe das ist Satire.
Zugegeben, für "jeden Tag" wäre mir die Kiste zu groß. Aber immerhin
kann das Teil speichern - ist Voraussetzung für einige recht brauchbare
Optionen.
Das 564B hat nämlich "was": Es fasst z.B. 4-Kanal-, Differenz-,
Sampling- und Spektrumanalyzer Einschübe, auch verschiedene Zeitbasen.
Nur die "Basic Unit" (also ohne Einschübe) kostete 1969 irrsinnige US$ 1
grand - im Gegenwert von 40 Unzen Gold. Und das Ding verkaufte sich
nicht schlecht. Muss man verstehen oder auch nicht.
Die eigentliche Message: Es gibt durchaus normale, sogar
taschengeldtaugliche Scopes auf dem Gebrauchtmarkt. Man muss die nur
finden (wollen).
Die Satire - eigentlich das vorprogrammierte Drama - liegt wo ganz
anders: Ihr ratet einem Anfänger zu einem Stück "bunten Plastik" für
300-500 Taler - wo er sich für 1/20 erst mal an was Gebrauchten austoben
könnte. Einmal falsch an 230V angeklemmt (der TO ist Elektriker), und
das Stück Plastik mutiert zu einem Häufchen Kernschrott. Beim
Gebrauchten wechselt er einen Widerstand (Service-Unterlagen dafür gibt
es i.A. im Netz) und benutzt das Teil weiter.
Thomas W. schrieb:> Hannes schrieb:>> Bild habe ich den User Guide des DG1022 Funktionsgenerators entnommen.>> Entweder der Generator taugt nichts, oder das benutzte Scope.>> IMHO kann man aber Generatoren unmöglich so schlecht bauen ...>> Das ist kein Screenshot vom rigol 1054z.
Woran siehst Du das?
Ich weiß es weil ich eines hatte und der Screen sieht anders aus.
Nichtsdestotrotz hast du Recht damit das das Gerät nicht als besonders
rauscharm gilt.
Thomas W. schrieb:> Ich weiß es weil ich eines hatte und der Screen sieht anders aus.> Nichtsdestotrotz hast du Recht damit das das Gerät nicht als besonders> rauscharm gilt.
Jetzt interessiert es mich doch ...
Könnte bitte mal einer der Besitzer eines Rigols (Type?) für mich einen
Test durchführen? Einkanalbetrieb, 9V Batterie (KEIN Netzteil) an den
aktiven Kanal klemmen, gut aussteuern (DC, 2V/div - kein Tastkopf),
audio-taugliche Samplerate z.B. 200 ksample/s (genauen Einstellungen
bitte notieren) - und einen Shot von ca. 2 sek mir zukommen lassen. Vor
der eigentlichen Messung Aufbau (hpts. Batterie) erst mal ruhen lassen.
Ich würde dann mal rechnen.
Hannes schrieb:> Ich würde dann mal rechnen.
Opps, den Kurzschlussbetreib vergessen. Wenn's nicht zu viel Mühe macht:
Eingang kurzgeschlossen (DC, höchste Empfindlichkeit), gleiche
Samplingrate wie zuvor. Wiederum ca. 2 sec shot.
Danke euch!
Zeno schrieb:> Für die meistens Sachen tut es ein altes analoges Oszi.
So etwas muß man sich heute nicht mehr antun. Alleine die Trigger und
Speichermöglichkeiten eines digitalen Oszis und dazu noch die heutigen
Preise.
Wenn man es von Opa geschenkt bekommt, ok. Aber kaufen? Never.
Thomas W. schrieb:> Alte analoge in Ehren, aber ohne Speicher für einmalige Ereignisse würde> ich nicht empfehlen. Also mindestens ein Hameg 205-3.
Eben, und da geht es schon los.
Cyblord -. schrieb:> Also jeder Popel STM32 macht locker 48 bzw. 72 MHz. D.h. das Clock-Out> Signal (um z.B. zu prüfen ob die Clock korrekt gesetzt ist) kannst du> mit einem 100 MHz Scope schon nicht mehr richtig angucken, weil> Rechteck.
Na ja, dann stimmt der Pegel halt nicht. Die Frequenz sieht man schon.
Ich habe das Rigol 1052 und habe es mal auf 100MHz aufgepimpt. Gebraucht
habe ich die Bandbreite nie.
Hallo,
Cyblord -. schrieb:> Also jeder Popel STM32 macht locker 48 bzw. 72 MHz. D.h. das Clock-Out> Signal (um z.B. zu prüfen ob die Clock korrekt gesetzt ist) kannst du> mit einem 100 MHz Scope schon nicht mehr richtig angucken, weil> Rechteck.
Ist eben so wenn man die falschen Messmittel verwendet.
rhf
Hannes schrieb:> Ich würde dann mal rechnen.
Wichtig wäre noch mit oder ohne Bandbreitenlimiter (20 MHz?) aktiv.
Ich würde im Datenblatt des Oszis nachschauen.
Wenn dort nichts steht: Finger weg.
Gruß Anja
Thomas W. schrieb:> Alte analoge in Ehren, aber ohne Speicher für einmalige Ereignisse würde> ich nicht empfehlen. Also mindestens ein Hameg 205-3.
Wenn Du mit mit einem Speicheroszi nicht richtig umgehen kannst und dort
z.B. nicht korekt triggerst würdest Du bei einmaligen Ereignissen genau
nichts sehen.
Wenn man weis wie es geht sieht man einmalige Ereignisse sogar im ganz
normalen analogen Oszi. Gut die genaue Signalform kann man mit der
Method zwar nicht beurteilen, aber siehrt ob der Impul überhaupt kommt
und ob er positiv oder negativ ist. Für die Fehlersuche reicht da in den
meisten Fällen auch aus. Mußte mir jahrelang so behelfen, da seinerzeit
gute Speicheroszis eher rar waren (Kostengründe, gern mal der Gegenwert
eines Mittelklasseautos) und dieauch noch oft recht groß und schwer
transportabel waren, womit sie im Außendienst ausschieden.
Andreas B. schrieb:> Zeno schrieb:>> Für die meistens Sachen tut es ein altes analoges Oszi.> So etwas muß man sich heute nicht mehr antun. Alleine die Trigger und> Speichermöglichkeiten eines digitalen Oszis und dazu noch die heutigen> Preise.
Ach doch, wenn vorhanden schon. Bis Du die digitale Wunderwaffe so
eingestellt hast das Du keinen Mist misst, hast Du in einem Großteil der
Fälle Deine Messaufgabe mit dem analogen Oszi schon lange erledigt.
Gerade in der Audiotechnik brauche ich den digitalen Oszi eher selten
bis gar nicht. Für FFT oder Schnittstellenanalyse hingegen ist es schon
ne feine Sache - das ist unbestritten.
Zeno schrieb:> Bis Du die digitale Wunderwaffe so eingestellt hast das> Du keinen Mist misst, hast Du in einem Großteil der Fälle> Deine Messaufgabe mit dem analogen Oszi schon lange erledigt.
Das kann ich nicht nachvollziehen. Ich bin mit analogen Geräten
"aufgewachsen" (Ausbildung) und nutze inzwischen ein digitales der
unteren Preisklasse.
Das Gerät behält die vorherigen Einstellungen wochenlang im Speicher.
Wenn ich andere Einstellungen brauche drücke ich auf die Reset Taste und
habe danach exakt die gleiche Anzahl von Einstellungen vorzunehmen, wie
beim analogen Gerät. Auch die Art der Bedienung ist fast identisch.
Nur die "neuen" Zusatzfunktionen, die sich aus der digitalen Technik
ergeben sind etwas umständlicher zu bedienen (nämlich über Tasten und
Menüs am Bildschirmrand).
Es gibt auch eine Taste für "Auto" Konfiguration, die bewirkt aber nur
selten das was ich haben will.
Stefan ⛄ F. schrieb:> Das kann ich nicht nachvollziehen.
Ich schon. Denn das, was hier zur Diskussion steht, sind digitale
Geräte, die im Bereich bis 1000€ rangieren. Bei denen (hab selber auch
so eins) ist das Bedienkonzept - mal ganz grob gesagt - schlecht, so daß
man mit einem steinalten 'richtigen' Oszi bedeutend schneller zu Potte
kommt. Mir geht es da wohl ähnlich wie den Zeno, denn meinen Digitalen
lasse ich in den meisten Fällen aus und nehme stattdessen meinen
steinalten TEK2465. In der Firma sieht das ganz anders aus, weil ich
dort einen Yokogawa habe, der sich um Welten besser benutzen läßt als
diese Geräte in der unter 100€ Klasse. Aber als privater Bastler leistet
man sich so etwas nicht selber.
W.S.
Hey Leute,
ich habe mir nun ein paar Tage gedanken gemacht und etwas hin und her
überlegt. Dazu nochmal bei Batronix den Shop etwas von Links nach Rechts
durchgewühlt und so und bin nun auf 2 Geräte gekommen, welche in einer
ähnlichen Preisrichtung liegen. Knapp 50€ unterschied, 50Mhz bzw. 100Mhz
Messbereich, 24Mtps (bedingt Aktionsangebot) gegenüber 14Mtps, von den
Funktionen her wirken beide relativ identisch. Also von Funktionsumfang
OHNE Zusatzgeräte oder ähnliches.
Es geht um folgende Geräte:
a) https://www.batronix.com/versand/oszilloskope/Siglent-SDS1104X-U.html
b) https://www.batronix.com/versand/oszilloskope/Rigol-DS1054Z.html
Ich habe versucht mir klar zu werden, was für mich besser wäre, komme
aber noch nicht richtig zu einem Punkt, ja das ist es. Vielleicht kann
mir da jemand was an die Hand geben? Den so zum Gerät von Siglent mit
dem U statt dem E im Typen, findet man weniger Infos zu als zu dem Gerät
von Rigol.
Ich weiß, die Geräte sind beides teurer als meine Ursprüngliche
Preisrichtung, aber ich kann mich mit dem Gedanken anfreunden.
Gruß
Michael
Für mich wäre sehr relevant, dass hier einige Leute seit Jahren das
Rigol 1054Z empfehlen, während man über das andere Gerät wenig liest.
Das sagt nichts darüber aus, welches Gerät das bessere ist, aber es sagt
aus, dass das Rigol mit Sicherheit eine gute Wahl ist.
Wann hat man heutzutage schon diese Sicherheit? Meistens wechseln die
Angebote so schnell, dass ernsthafte Erfahrungsberichte erst verfügbar
sind, nachdem das Produkt nicht mehr (als Neuware) kaufbar ist. Dieses
Problem hast du hier nicht. Im Gegenteil, du hast eine begründete
Empfehlung von mehreren Leuten. Die würde ich an deiner Stelle nutzen.
Eine Leichte tendenz war irgendwie auch schon zu dem Gerät von Rigol
gewesen. Vor allem nach hat man ja soweit ich es gelesen habe, selbst
mit den mitgelieferten Tastköpfen und modifikation der Firmware auf
100Mhz zu kommen ohne Geld zu investieren. Aber ich denke, sowas mache
ich nur wenn mal wirklich bedarf ist und Garantie abgelaufen ist.
Gruß Michael
Ich meine siglent ist etwas neuer als das rigol, und evtl ist die
Software etwas besser, aber ich hab keinen Vergleich.
Vielleicht Mal die YouTube Videos dazu ansehen?
Zu dem Gerät mit dem U am Ende findet man recht wenig. Sieht beim E
besser aus. Aber da ist dann auch gleich nochmal ein Preissprung mehr
nach oben.
Aber naja irgendwie wirkt es ja schon, dass das Gerät von Rigol deutlich
mehr verbreitet ist. Da wird man ja förmlich erschlagen von Information
;-)
Michael
Stefan ⛄ F. schrieb:> Für mich wäre sehr relevant, dass hier einige Leute seit Jahren> das Rigol 1054Z empfehlen, während man über das andere Gerät wenig liest.>> Das sagt nichts darüber aus, welches Gerät das bessere ist, aber es sagt> aus, dass das Rigol mit Sicherheit eine gute Wahl ist.
Frag einen Benz-Fahrer, ob er mit seinem Auto zufrieden ist. Die Antwort
wird sein: "Ganz ordentliche Fuhre. Würd' ich jederzeit wieder kaufen!"
Frage einen Renoh-Fahrer - und du bekommst exakt die gleiche Antwort.
Nicht viel Anderes kommt bei Lada oder Zastava raus. Egal welche Fuhre:
Jeder ist überzeugt, die beste Wahl getroffen zu haben.
Drum ist so'ne Entscheidung auch nicht übertragbar. Entscheidungen muss
jeder für sich selber treffen - das kann ihm keiner abnehmen.
Was an Michel so nagt, ist die Unsicherheit. Er hat null Plan, was er
braucht - wie soll er da eine rationale Entscheidung treffen?
Soll' er sich nun für A oder B entscheiden? Kauft er A, dann schielt er
nachher auf B - und umgekehrt. Hätt' er nicht doch lieber 50 draufpacken
sollen? Oder, wenn er das teurere Gerät nimmt - waren die extra 50 nicht
rausgeschmissenes Geld?
In seinem ersten Post spricht er von Netzteilen, 50Hz Netzspannung,
NF-Verstärker vielleicht, irgendwelchen analogen Quark eben. Aber dann
werden ihm Prozessoren mit fast 100 MHz untergeschoben, bei denen man
"ganz dringend" den Takt untersuchen muss...
Aber nie hat sich jemand interessiert, für so Dinge wie Empfindlichkeit,
Dynamikbereich oder Eigenrauschen der Geräte. Wie bitte eine
Betriebsspannung (Ausgang Netzteil) beurteilen, wenn da 10%
„Oszi-Rauschen“ drauf reiten? Wie in einem Verstärker den Grund für das
Rauschen im Lautsprecher lokalisieren, wenn der Oszi-Strahl nur zittert
und wackelt?
Ich hatte mich angeboten, vom Rigol mal das Eigenrauschen zu untersuchen
und um Samples gebeten. Gekommen ist nichts. Kann mir genau genommen nur
recht sein, bei dem Wetter hab ich eh Besseres zu tun ...
gone fishing (d.h. ich bin raus ...)
Hannes schrieb:> Ich hatte mich angeboten, vom Rigol mal das Eigenrauschen zu untersuchen> und um Samples gebeten. Gekommen ist nichts. Kann mir genau genommen nur> recht sein, bei dem Wetter hab ich eh Besseres zu tun ...
Wer soll Interesse an diesem Quatsch haben? Ich habe ein Rigol und bin
zufrieden damit. Ich kenne 20k Scopes aus meiner täglichen Arbeit. Somit
kann ich sehr wohl vergleichen und einordnen.
Ich brauche keinen ominösen Test auf Eigenrauschen. Da habe ICH leider
auch besseres zu tun.
Und Rigol bietet ohne Zweifel das beste Preis-/Leistungsverhältnis.
Deshalb wurde ihm dazu geraten. Weil man da einfach wenig falsch machen
kann. Gerade wenn man eben keinen Plan hat.
Nur wenn ers halt nicht glaubt, und sich dann ne OWON Krücke ans Bein
binden will, dann soll er. Vermutlich wird er damit auch glücklich
werden.
Michael N. schrieb:> Eine Leichte tendenz war irgendwie auch schon zu dem Gerät von> Rigol
Mehr Speicher wäre besser, aber dann müsste es wesentlich mehr sein!
> gewesen. Vor allem nach hat man ja soweit ich es gelesen habe, selbst> mit den mitgelieferten Tastköpfen und modifikation der Firmware auf> 100Mhz zu kommen ohne Geld zu investieren. Aber ich denke, sowas mache> ich nur wenn mal wirklich bedarf ist und Garantie abgelaufen ist.
Ich würde das (Pimp 50->100Mhz) nicht noch einmal machen; mehr Rauschen
ist aufgetreten. Die vom Werk aus übertakteten Rigols weiter ausreizen
kann man machen, muss man aber nicht. Wenn du wirklich schnellere Scopes
brauchst, dann (dann:= später) kauf dir dann eines/welche.
Hannes schrieb:> Jeder ist überzeugt, die beste Wahl getroffen zu haben.
Ich würde es anders sagen: Jeder ist mit seinem Auto zufrieden und
überzeugt, eine gute Wahl getroffen zu haben. Was logisch is, denn bis
auf wenige Ausnahmen sind alle europäischen Autos richtig gut.
Womit wir zu meiner ersten Antwort zurück kommen:
Stefan ⛄ F. schrieb:> Ich denke dass man mit den stationären Einsteigergeräten> im 300€ Bereicht nichts mehr falsch machen kann.> Die Unterschiede zwischen den Modellen sind gering und für das Geld> bekommt man so oder so richtig viel.
Michael N. schrieb:> Den so zum Gerät von Siglent mit> dem U statt dem E im Typen, findet man weniger Infos zu als zu dem Gerät> von Rigol.
Das kommt daher, dass das 1054z ca. 7 Jahre (Anleitung bei Batronix auf
2013 datiert) länger auf dem Markt ist, als das SDS1104X-U (älteste
Anleitung bei Batronix auf 2020 datiert), Rigol irgendwann mal die
"billigen" Geräte für Keysight produziert hat und es damals kaum
alternative Oszis mit ähnlich gutem Preis-Leistungs Verhältnis gab,
während das SDS1104X-U eine (gegebenenfalls modernisierte), abgespeckte
Variannte des SDS1104X-E Modells ist. Natürlich muss ein neues Gerät,
nicht zwangsläufig besser sein...
Michael N. schrieb:> 24Mtps (bedingt Aktionsangebot)
Dieses Aktionsangebot sollte mittlerweile mehrere Jahre lang gültig
sein.
Ich wollte nach längerem überlegen auch mein Ergebnis präsentieren. Ich
habe mir das DS1054Z von Rigol geholt und nach den ersten versuchen bin
ich bislang super zufrieden. An manchen Punkten muss ich noch gucken,
wie ich die Ergebnisse am Bildschirm besser anzeigen lassen kann. Aber
ich denke das ist einfach Übungssache. Also Trigger und Co richtig ein
zu stellen.
Danke für euren Vielen Tipps, Hinweise und so weiter.
2aggressive schrieb:> Die vom Werk aus übertakteten Rigols weiter ausreizen kann man machen,> muss man aber nicht.
Beim Siglent SDS1104X-E (naja, jetzt 1204) hab' ich da nix gemerkt, die
sind von Haus aus eben auf 200 ausgelegt. Edit: Autocal durchlaufen
lassen nach Pimpen bringts.
Das Freischaltcode-Script gibt es offenbar immer noch auf'm
eevblog-Forum ;)
mfg mf
Achim M. schrieb:> Beim Siglent SDS1104X-E (naja, jetzt 1204) hab' ich da nix gemerkt, die> sind von Haus aus eben auf 200 ausgelegt.
Zum Siglent kann ich nix sagen, aber die kleinen Rigols von damals waren
von Hause aus schon mit extrem übertakteten A/D-Wandlern betrieben, weit
oberhalb der Herstellerspezifikation. Noch weiteres übertakten war der
Genauigkeit / dem Grundrauschen zumindest bei mir abträglich. Das Ding
war danach dank Exstremstübertaktung klarerweise erkennbar deutlich
schneller (Anstiegszeit aka Flankensteilheit), aber das Rauschen hat
überproportinal zugenommen, zumindest aus meinem Bauchgefühl heraus. Ok,
beim softwareseitig zuschaltbaren Bandbreitenlimiter auf 20MHz (da wird
Eingangsseitig eine Kapazität zugeschaltet) gibt sich das Ding --im
Vergleich zu vorher-- praktisch nichts, so gesehen: Als Scope mit 20MHz
ist das Teil genauso brauchbar wie vorher, könnte aber bei Bedarf
ordentlich Gas geben. Wirklich brauchen tue ichs bisher nicht wirklich.
Ich würde sowas halt nicht noch einmal machen. Andere Erfahrungen mögen
abweichen, ich stehe weiterhin zu meiner jetzigen Meinung: wer wirklich
mehr Bandbreite braucht sollte den Hersteller auch dafür Bezahlen, dann
steht der Hersteller auch für seine Spezifikation gerade.
Was auch oft unterschätzt wird, am Beispiel des Pimpens 50MHz --->
100MHz;
Die mitgelieferten Tastköpfe (sind für den Hersteller billiger als
verschiedene Modelle) sind für 100MHz Grenzfrequenz spezifiziert,
liefern dort also auch nur noch einen um 3db abgeschwächten Signalpegel.
Ungepimp bedeutete das Ganze (Scope und Probes) nahezu 50MHz, nach dem
Pimp steigt das Gesamtpaket auf etwa 70MHz Bandbreite (dieselben -3db
zugrunde gelegt); sooo groß ist der Unterschied dann doch sowieso nicht.
Um wirklich deutlichen Gewinn an Bandbreite zu erzielen müssten dann
auch noch schnellere Tastköpfe her, und diese kosten auch nochmal
extra... : jedem das seine!
Ich plädiere für das Micsig-STO1104C:
https://www.batronix.com/versand/oszilloskope/Micsig-STO1104C.html
Manual:
http://micsig.com/UploadFiles/STO1000/Smart%20STO%20Series%20Oscilloscope%20Android%20User%20Manual.pdf
Der ausschlaggebende Punkt war die Mobilität und die
Netzunabhängigkeit,womit man sich viele Messprobleme erspart.
Nicht alle Messobjekte können auf den Labortisch geholt werden.
Die vier Kanäle sind farblich kodiert und die proben halten mehr als
versprochen wird. Speziell-> HDMI-Port
Für das Geld erhält man recht viel Oszilloskop.
Gehäusegrösse und Bildschirm unterscheiden sich, das läuft auf den Fotos
schwarz in schwarz.
Gehäuse 280x180x50
Screen 162x120
Alles andere im Manual.
nische
Erwin D. schrieb:> Ich plädiere für das Micsig-STO1104C:
Im Prinzip nett. Aber nichts was man kaufen sollte wenn man nicht auf
mobiles Arbeiten angewiesen ist.
Cyblord -. schrieb:> Im Prinzip nett. Aber nichts was man kaufen sollte wenn man nicht auf> mobiles Arbeiten angewiesen ist.
Stimmt irgendwo. Für weniger Geld bekommt man das DS1202z und das hat
auch HDMI Ausgang.
Frage an alle, die DS1054Z benutzen und empfehlen:
- Wie viel Spannung vertragen die mitgelieferten Tastköpfe?
- Wie hoch ist der Eingangsspannungsbereich vom DS1054Z?
Möchte das Gerät primär für Röhren Audiotechnik benutzen. Somit sind
hohe Frequenzen eher uninteressant, aber die Signale an der Anode möchte
ich doch messen können.
Aktuell bei Conrad:
VOLTCRAFT DSO-2154 4 Kanal 150MHz für 299 €.
Wenn man es über ebay (bei Conrad) kauft gibt es nochmal 10% Rabatt,
also zahlt man ~270€.
Ok - es ist im Endeffekt ein OWON.
Aber ein 4 Kanaler mit 150MHz für diesen Preis könnte durchaus
interessant sein.
Achim M. schrieb:> 2aggressive schrieb:>> Die vom Werk aus übertakteten Rigols weiter ausreizen kann man machen,>> muss man aber nicht.>> Beim Siglent SDS1104X-E (naja, jetzt 1204) hab' ich da nix gemerkt, die> sind von Haus aus eben auf 200 ausgelegt. Edit: Autocal durchlaufen> lassen nach Pimpen bringts.>> Das Freischaltcode-Script gibt es offenbar immer noch auf'm> eevblog-Forum ;)>> mfg mf
..anzumerken wäre noch das man das Ding auch aus dem Webbrowser angucken
und bedienen kann.. nur für Diejenigen die den HDMI Port vermissen
(gehöre nicht dazu).
Gruß,
Pille