Forum: Platinen Vielecke in KiCad zeichnen


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von Lukas G. (luke21)


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Guten Abend liebe Community,
Ich stehe vor folgender Herausforderung:
Ich designe gerade eine Platine, die in der Mitte ein Loch in Form eines 
13-Ecks aufweisen soll. Ich weiß aber nicht, wie ich das angehen soll. 
Ich hab es  schon probiert mit geometrischen Überlegungen zu zeichnen, 
jedoch ist das kleinstmögliche Raster mit 0,39mils immer noch viel zu 
ungenau dafür.
Gibt es eine Möglichkeit, solche grafischen Polygone zu importieren oder 
muss ich mit dieser Ungenauigkeit leben? (Das 13-Eck soll einen 
Durchmesser von 33mm haben)

von Guido B. (guido-b)


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Lukas G. schrieb:
> Ich hab es  schon probiert mit geometrischen Überlegungen zu zeichnen,
> jedoch ist das kleinstmögliche Raster mit 0,39mils immer noch viel zu
> ungenau dafür.

Wie genau meinst du denn, dass der Fräser das hinterher abarbeitet?
Wenn du es also ungefähr hinbekommst, wird das schon passen.

von Da Brain (Gast)


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Du kannst für jede Linie den Start und Endpunkt in x und y genau 
definieren. Unabhängig vom Raster. Ergo kannst du auch dein Vieleck 
genau definieren.

von Lukas G. (luke21)


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Okay ich werde es mal probieren

von N. M. (mani)


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Zwar noch nie gemacht, aber Komfortabel kann man das mit Sicherheit über 
ein Script lösen.
Funktion schreiben der man x, y, r und Anzahl Segmente als 
Übergabeparameter übergeben kann.
Dann kann man das jederzeit kurz verändern ohne sich mit Einzellinien 
abmühen zu müssen.

von Heiner (Gast)


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Lukas G. schrieb:
> Gibt es eine Möglichkeit, solche grafischen Polygone zu importieren

Ja, und allgemein ist dieser Import in KiCad einer der besseren Wege, 
komplexere geometrische Formen hinzubekommen. Immerhin ist KiCad kein 
Zeichenprogramm ...

Du zeichnest die Form (hier im Idealfall den ganzen Platinenumriss) mit 
einem CAD-Programm, das dxf ausspucken kann, also so ziemlich jedes 
beliebige. Wenn du Empfehlungen brauchst: Betriebssystem, Vorkenntnisse, 
Budget?

Das dxf lässt sich in KiCad importieren: Datei -> Importieren -> 
Importiere Grafik, die restlichen Schritte sollten selbsterklärend sein. 
Du willst hier auf die Umrisslage importieren (Edge.Cuts), aber auf die 
gleiche Art bekommst du Inhalte auch in die Kupferlagen, auf den 
Lötstopp oder den Bestückungsdruck.

Wenn es unbedingt svg sein muss: Das aktuelle KiCad stable kann das, 
aber es ist noch experimentell, daher nicht standardmäßig aktiviert.

https://bugs.launchpad.net/kicad/+bug/1821571

Ansonsten gleicher Ablauf.

Pixelgrafiken gehen auch, Import über das entsprechende Unterprogramm im 
Hauptfenster von KiCad. Es gibt auch diverse Plugins, die alle möglichen 
Formate in Footprints konvertieren. Hat eben nicht die ganzen schönen 
Vorteile von Vektorformaten.

Guido B. schrieb:
> Wie genau meinst du denn, dass der Fräser das hinterher abarbeitet?

Diesen Punkt bitte unbedingt im Blick behalten! Mit o.g. Vorgehen kannst 
du theoretisch unendlich hoch aufgelöst irgendwelche hochkomplizierten 
Formen darstellen. Wenn der Fertiger am Ende innere Fräsungen erst ab 1 
mm Durchmesser anbietet, ist das alles herzlich egal.

von Bernd W. (berndwiebus) Benutzerseite


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Hallo Lukas.

Heiner schrieb:

> Guido B. schrieb:
>> Wie genau meinst du denn, dass der Fräser das hinterher abarbeitet?
>
> Diesen Punkt bitte unbedingt im Blick behalten! Mit o.g. Vorgehen kannst
> du theoretisch unendlich hoch aufgelöst irgendwelche hochkomplizierten
> Formen darstellen. Wenn der Fertiger am Ende innere Fräsungen erst ab 1
> mm Durchmesser anbietet, ist das alles herzlich egal.

Und nicht nur dass. Wenn die Innenecken auch noch "eckig" statt durch 
den runden Fräser ausgerundet sein sollen, geht es auch nicht mit 
Fräsen. Da müsste dann genibbelt werden, oder ein anderes geeignetes 
Verfahren.

Zusätzlicher Arbeitsgang und Teuer.

Bei so "extremen" Ansprüchen:
Eventuell lebt der TO bei einer nur geringen Anzahl von Platinnen besser 
damit, die "vorfräsen" zu lassen, und dann den Rest selber mit der Feile 
zu machen.

Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic
http://www.l02.de

von Wühlhase (Gast)


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> Guido B. schrieb:
>> Wie genau meinst du denn, dass der Fräser das hinterher abarbeitet?
>
> Diesen Punkt bitte unbedingt im Blick behalten! Mit o.g. Vorgehen kannst
> du theoretisch unendlich hoch aufgelöst irgendwelche hochkomplizierten
> Formen darstellen. Wenn der Fertiger am Ende innere Fräsungen erst ab 1
> mm Durchmesser anbietet, ist das alles herzlich egal.

Ich denke da eher an CAD-interne Probleme, z.B. daß KiCAD evt. eine 
geschlossene Linie vorfinden möchte (oder was es für eine geschlossene 
Linie hält), um Fehlermeldungen zu vermeiden. Die kann man zwar 
ignorieren, aber Fehlermeldungen ignorieren ist nie eine gute Idee.

Also eine Genauigkeit unterhalb der Rundungstoleranz von KiCAD ist da 
durchaus wünschenswert, meine ich. Unabhängig von den Künsten des 
Fertigers.

von Loddar (Gast)


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KiCad erlaubt doch eine Auflösung bis 1 nm.

von Torsten R. (Firma: Torrox.de) (torstenrobitzki)


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Hallo Lukas,
ich hatte mal ein ähnliches Problem. Bei KiCad kannst Du SVG Dateien 
importieren. Also habe ich mir ein Skript geschrieben, dass mir die SVG 
Datei erzeugt hat und dann habe ich die in KiCad importiert.

Hier findest Du das Skript, vielleicht hilft es Dir beim Start: 
https://github.com/TorstenRobitzki/DevPort/blob/master/scripts/touch-wheel.py

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