Gast
#6860535
Hallo zusammen, aktuell entwerfe ich ein Regelsystem und habe dazu noch ein paar offene Fragen. Es handelt sich um einen geschlossenen Behälter, der von außen über Heizmatten beheizt wird. Die Temperatur wird im inneren des Behälters gemessen und auf einen Sollwert festgelegt. Für die Regelung habe ich in Python einen PID-Regler programmiert. Da ich nur Heizen und nicht Kühlen kann und aufgrund der Trägheit kein Wind-Up entsteht, habe ich als Grenzen des Systems [0,100] festgelegt. Eingangsgröße ist die gemessene Temperatur. Die Heizmatten werden in einem Zeitraum von x-Sekunden für die Zeit y, abhängig von der Stellgröße, mit Spannung versorgt, den Rest sind sie aus (also quasi pseudo-PWM). Realisiert wird dies über einen GPIO meines verwendeten PCs. Für das weitere Tuning des Reglers bin ich mir allerdings noch unsicher. Wenn ich über die Sprungantwort meine Parameter bestimme, muss ich diese noch auf meine Grenzen skalieren. Wie gehe ich dabei vor bzw. worauf muss ich achten? Oder wäre es besser nacheinander den P-, sowie I-Anteil einzustellen (D-Anteil würde ich aufgrund der Trägheit weglassen). Oder gibt es generell bessere Methoden? Überschwingen möchte ich generell vermeiden, da das System um einiges besser heizt als kühlt. Die maximale Heizleistung beträgt ca. 0.5K/min, damit man einen Eindruck für das System bekommt. Die Solltemperatur sollte ziemlich genau erreicht und gehalten werden, weshalb ein Zweipunktregler eher rausfällt. Das Ganze soll erstmal für einen Betriebspunkt funktionieren. Für Tipps oder Verbesserungen beim Regleraufbau bin ich ebenso dankbar. Ich hoffe ich habe mich relativ verständlich ausgedrückt und jemand kann seine Erfahrungen zum dem Thema mit mir teilen. Vielen Dank! Apricot