Frage zu FI Typ F

#6864555
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Mal wieder eine Laienfrage von mir:
Ich habe im Keller für Garage und Waschmaschine noch einfache LS ohne 
FI.
Diese möchte ich nun durch Siemens 5SV1 FI/LS ersetzen lassen

Bei YouTube bin ich beim Recherchieren über ein Siemens-Video gestolpert 
(https://www.youtube.com/watch?v=yIJ3XavPdr0), in dem Typ F für 
Waschmaschinen, Trockner und Geschirrspüler angegeben ist.

Ist Typ F für haushaltsübliche Endkunden-Maschinen mit Inverter-Motoren 
wirklich relevant?
Ich dachte immer, der Typ AC erschlägt im Haushalt praktisch alles?

So habe ich es auch bei einem Bekannten in einem neu gebauten Haus 
gesehen.
Gast #6864577
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Michael G. schrieb:
> Ist Typ F für haushaltsübliche Endkunden-Maschinen mit Inverter-Motoren
> wirklich relevant?

Er bietet etwas mehr Sicherheit als Typ A.


> Ich dachte immer, der Typ AC erschlägt im Haushalt praktisch alles?

Typ AC ist in Neuinstallationen schon lange nicht mehr zulässig.


https://de.wikipedia.org/wiki/Fehlerstrom-Schutzschalter#Einteilung_nach_Art_der_Fehlerstromform
#6866454
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Ein Typ F FI (Heute offizielle Abkürzung RCD)
Kann alles was Typ A auch kann (Wechselstrom und Pulsierender 
Wechselstrom) zusätzlich kann Typ F höherfreqente Wechselstrom bis 1 kHz 
Erkennen und wird von Gleichstromfehlern bis 10mA nicht beeinträchtigt.
Typ B erkennt auch ganz wilde Fehlerströme die aus mehreren Fehlern 
resultieren (daher auch allstromsensitiv genannt) und Gleichstromfehler.

Typ F ist also ein Mittelding zwischen A und B. Meineserachtens ist ein 
Typ F oder Typ B FI für alle Geräte mit Frequenzumrichter sinnvoll, Also 
moderne Waschmaschine, Trockner, Staubsauger.
Aber auch Schaltnetzteile Arbeiten mit einer Art Frequenzumrichter auch 
wenn hier das Risiko eines Fehlers sehr viel kleiner ist da der 
Hochfreqente Strom nur auf der Platine fließt und nicht durchs ganze 
Gerät.

Vorgeschrieben ist im Haushalt meines Wissens nach nur TYP A, Du hast 
aber keinesfalls einen Nachteil TYP F oder B verbauen zu lassen, B 
bietet sogar noch deutlich mehr Schutz.
#7932198
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ich häng mich mal hier an mit folgendem Problem: beim Einschalten einer neuen Wärmepumpe mit Inverter (1-phasig ein/3-phasig out) fällt unser FI-Schalter von 2005, Fabrikat Condor, 3-phasig, Typ A ab. Wie ich inzwischen gelernt habe, sollen die Y-Kondensatoren sowas verursachen. Kann da ein neuer FI-Schalter, Typ F helfen? Oder soll ich den chinesischen Hersteller beschimpfen?

#7932216
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Lothar S. schrieb:

beim Einschalten einer neuen Wärmepumpe mit Inverter (1-phasig ein/3-phasig out) fällt unser FI-Schalter von 2005

Wärmepumpe klingt für mich nach Festinstallation, nicht irgendwas was man per Schukostecker einsteckt.

Bei ner Festinstallation ist ein RCD normal nicht nötig oder vorgeschrieben. Daher wie Hinz schon schrieb: separater Stromkreis für die Wärmepumpe, dort kein RCD/FI verwenden.

#7936835
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Inzwischen habe ich die neue Inverter-WP direkt an eine Fase gehängt und das Einschalten läßt den RCD in Ruhe. Ein Siemens, Typ F RCD ist inzwischen eingetroffen. Aber: wenn die Umwälzpumpen + Magnetschalter, die noch am alten RCD hängen, einschalten, schlägt manchmal der RCD an ;-( Heute morgen habe ich mein Raspi-Heizprogramm mit der neuen Inverter-WP gestartet und das lief alles normal ab. Jetzt werde ich den neuen RCD einbauen und schauen, ob der dann auch sporadisch anschlägt. Der Inverter AC10 von Parker-Hannifin erzeugt auch ordentlich EMV, denn wenn der ohne Leistungsabgabe nur betriebsbereit ist, ist eine der 1Wire-Leitungen so gestört, daß die Temperatur nicht gelesen werden kann.

#7936836
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Lothar S. schrieb:

Der Inverter ... erzeugt auch ordentlich EMV

Dann ist ja gut. Hole dir noch ein paar davon, dann erzeugen sie vielleicht genug elektromagnetische Verträglichkeit für weitere Problemzonen.

Inzwischen habe ich die neue Inverter-WP direkt an eine Fase gehängt

Ist das nicht total unpraktisch? Das sieht doch kacke aus. https://de.m.wikipedia.org/wiki/Fase

Spaß beiseite:

eine der 1Wire-Leitungen so gestört,

1 Wire ist nicht symmetrisch und daher eine Antenne für Elektromagnetische Impulse aller Art. Setzte besser auf symmetrische Übertragung wie bei DSL, Ethernet, RS485, CAN, MODBUS, ...

: Bearbeitet durch User
#7937016
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Der 1wire-bus ist einfach praktisch, weil man einige Sensoren an nur EINEN gpio-pin hängen kann. Wenn ich jeden Sensor auf einen gpio-pin hängen muß, wird die Verdrahtung ein Verhau. Welche Temperatursensoren, die direkt ASCI-Zeichen senden, gibt es denn mit anderen Interfaces? Eine Alternative wäre die 1wire-Leitungen in Erdgeflecht einzuhüllen, was eine Heidenarbeit wäre.

#7937027
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1wire ist schon praktisch. Aber wenn die Leitungen länger als ein paar Meter werden halt schon empfindlich für Störungen. In dem Fall würde ich vorschlagen die Busse aufzutrennen und neben dem Inverter und seinen Leitungen einen separaten 1wire-Bus ziehen. Evtl. auch die Leitungsführung ändern so dass das 1wire nicht neben dem Inverter und seinen Leitungen läuft.

#7959530
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heute habe ich die zweite Inverter-Wärmepumpe direkt hinter dem neuen Typ-F RCD in Betrieb genommen und der RCD hat beim Einschalten nicht gemuckt. Außerdem habe ich im Schaltkasten alle inzwischen überflüssigen Verbindungen entfernt und einige wacklige Drähte, die keinen Schraubkontakt hatten, fest verschraubt. Vielen Dank für die nützlichen Hinweise.

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