Strom Sekundärseite Trafo

Gast #6868499
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helpme91 schrieb:
> I = 0,125A = 125mA
> Stimmt das so?

Ja, wobei das der Strom ist den du über eine ohm'sche Last dauerhaft 
ziehen kannst und Nennspannung des Trafos bekommst inklusive der +/-10% 
Schwankung der Netzspannung, ohne dass der Trafo überhitzt.

Du darfst auch weniger ziehen, z.B 50% oder 10%, musst dann aber damit 
rechnen dass die Spannung höher als Nennspannung wird.

Du darfst auch mehr ziehen, wenn es ok ist dass du nur eine geringere 
Spannung bekommst, aber das darf nur kurzzeitig erfolgen, mit Pausen 
zwischendrin.

Und wenn der Strom nicht als rms Strom einer ohm'schen Last fliesst, 
sondern in Pulsen wie bei einem Gleichrichter  darfst du dauerhaft nur 
weniger entnehmen, sonst überhitzt der Trafo.

Nach Gleichrichter und Siebelko beispielsweise nur 75mA, dafür bekommst 
du die 1.4-fache Spannung.
#6868501
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helpme91 schrieb:
> Wenn ich die Sekundärspannung und die Leistung kenne (1.5VA, 12V) dann
> kann ich das ja ganz normal ausrechnen mit:
>
> I = P/U
> I = 1,5VA/12V
> I = 0,125A = 125mA
>
> Stimmt das so?

Wenn das die Leistung der Sekundärseite ist, würde ich das auch so 
rechnen.
Bei Trafos wird aber üblicherweise die primärseitige Leistung angegeben, 
und so kleine Transformatoren haben meist einen miesen Wirkungsgrad. 
D.h. auf der Sekundärseite ist die Leistung deutlich geringer.
Gast #6868600
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Es geht nur darum, was das Datenblatt sagt und wie ich auf diese Werte 
komme.
So schwer ist die Frage nicht die ich gestellt habe.

In diesem Fall müssten die 1.5VA die Sekundärleistung sein, da ich auf 
den gleichen Strom komme wie der Hersteller.

Somit passt die Rechnung.

SG
#6868625
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helpme91 schrieb:

> Es geht nur darum, was das Datenblatt sagt und wie ich auf diese Werte
> komme.
> So schwer ist die Frage nicht die ich gestellt habe.

Das Problem dabei ist, das die meisten Anwender den Ausgang
des Trafos gleichrichten und sieben wollen. An Gleichstrom-
leistung können aber nur 50...60% der Nennleistung im Daten-
blatt entnommen werden. So einfach ist die Frage also nicht
zu beantworten.
#6868710
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Bist du jetzt unter die Hellseher gegangen oder wo hat der TO etwas von 
einem LM317 geschrieben?
Richtig ist aber dass bei Gleichrichtung und Glättung der DC Strom nicht 
mehr als ca. 60% des max. AC Ausgangsstroms betragen darf. Ansonsten 
überhitzt der Trafo.
Wie Harald und MaWin ja auch schon vorher geschrieben hatten.
Gast #6868716
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helpme91 schrieb:
> Wenn der Trafo 125mA sekundärseitig liefert, dann stehen mir diese
> auch
> nach der Gleichrichtung zur verfügung.
> Das ist der Strom den ich für meine Last verwenden kann.

Leider nein.
Der auf dem Trafo angegebene Strom ist für ohmsche Last. Ein 
Gleichrichter, vor allem mit Glättungskondensator bewirkt einen massiv 
anderen Verlauf des Stromes. Der Strom fließt nur noch in sehr kurzen 
Peaks, zum Nachladen des Kondensators. Da ein Großteil der Verluste dem 
Wicklungswiderstand geschuldet sind, ergeben sich die Verluste 
quadratisch. Das bedeutet z.B. der doppelte Strom, während des Peaks, 
erzeugt eine vierfache Verlustleistung. Das gleicht sich auch durch die 
kürzere Leitzeit nicht aus.

Oder ein anderer Ansatzt: bei der Gleichrichtung (2 Wege) ist die 
Ausgangsspannung 1,41 x der Effektivspannung (die, die auf den Trafo 
gedruckt wurde). Bei gleichem Ausgangsstrom muss der Trafo mit 
Gleichrichtung 40% mehr Leistung liefern. Das kann er aber nicht, und 
wird somit überlastet.
#6868728
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Udo S. schrieb:
> Dietrich L. schrieb:
>> Bei Trafos wird aber üblicherweise die primärseitige Leistung angegeben,
>> und so kleine Transformatoren haben meist einen miesen Wirkungsgrad.
>> D.h. auf der Sekundärseite ist die Leistung deutlich geringer.
>
> @Moderator(inn)(en)
>
> Vieleicht könnte man solche objektiv falschen Aussagen löschen um
> Anfänger nicht zu verwirren.

Das mit der primärseitigen Leistungsangabe ist vielleicht falsch, aber 
nicht dramatisch, da es eher dazu führt, den Trafo weniger zu belasten.

Dass kleine Transformatoren meist einen miesen Wirkungsgrad haben ist 
richtig, da der ohmsche Widerstand der dünnen Drähte eine größere Rolle 
spielt.
Gast #6868923
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helpme91 schrieb:
> Wenn der Trafo 125mA sekundärseitig liefert, dann stehen mir diese
> auch nach der Gleichrichtung zur verfügung.
> Das ist der Strom den ich für meine Last verwenden kann.

Wer bezahlt dich für deine Desinformation zum Dummenfang ?

Schon alleine weil ein 12V~ Trafo nach Gleichrichter und Siebelko eher 
15.6V= liefert, dürfte jedem klar sein, dass man die nicht mehr mit 
125mA belasten darf, das wären 1.95W statt 1.5W, eine wundersame 
Leistungsvermehrung.

An Freie Energie und Perpetuum Mobiles glauben nur Geistesgestörte
#6869040
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helpme91 schrieb:

> Wenn der Trafo 125mA sekundärseitig liefert, dann stehen mir diese auch
> nach der Gleichrichtung zur verfügung.
> Das ist der Strom den ich für meine Last verwenden kann.

Wie oben erläutert, ist das eindeutig falsch. Wenn Du mehr als
ca. den halben AC-Strom ziehen willst, kommt es zu einer Über-
hitzung des Trafos.  Wenn Du Glück hast spricht dann eine Temp-
Sicherung an; wenn Du Pech hast, brennt Deine Wohnung ab. (So
geschehen bei einem Freund von mir mit einem defekten Kleintrafo
in einem Uhrenradio)
#6869202
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Bentschie schrieb:
> Ein
> Gleichrichter, vor allem mit Glättungskondensator bewirkt einen massiv
> anderen Verlauf des Stromes. Der Strom fließt nur noch in sehr kurzen

Nicht "vor allem", sondern nur mit Glättungs-C nach dem Gleichrichter. 
Denn ohne diese kapazitive Komponente (bzw. rein ohmsche Belastung) 
sieht der Strom nur unwesentlich anders aus als bei direktem Anschluß 
der Last an den Trafo.

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