Servus Leute,
was benutzt ihr eigentlich so um einen Analogausgang von einem Sensor
mit µC zu erzeugen. 0-10V UND 4-20mA. Am besten in einem Chip, aber
beide Ausgänge voneinander getrennt steuerbar. (Bsp wäre der AM460,
https://www.analog-micro.com/products/ics/uiconverter/am460/am460-datasheet.pdf).
Suche allerdings eine Alternative
Sänks!
Die technisch einfachste (und IMHO häufigste) Lösung ist eine Spannung
mit PWM zu erzeugen und dann auf den gewünschten Bereich bzw. Strom zu
verstärken. Da kann man mit einem simplen OP-Amp machen. Für beides
zusammen vielleicht ein Dual OP-Amp.
Ich sehe allerdings wenig Sinn darin, einen digitalen Wert im Speicher
des Mikrocontrollers analog auszugeben um ihn woanders wieder zu
digitalisieren und weiter zu verarbeiten.
Da ist mir RS485 wesentlich sympatischer, wenn ich die freie Wahl
habe.
> Ich sehe allerdings wenig Sinn darin, einen digitalen Wert im Speicher> des Mikrocontrollers analog auszugeben um ihn woanders wieder zu
Es ist aber irrelavant was du siehst. :) 4-20mA ist nunmal der
Standard in der Industrie der wirklich verbreitet ist. Darauf
kann man ja noch HART drauf setzen.
Olaf
Gasst schrieb:> 0-10V UND 4-20mA.
Gut, beides zusammen habe ich noch nicht gebraucht, aber einen einfachen
Spannung-Strom Wandler für den Bereich hänge ich dir mal an.
Den 0-10V Ausgang könnte ein weiterer OpAmp erledigen.
Ich benutze seit einigen Jahren den DAC7750 für Stromausgang. Das Ding
ist so genau, dass es zur Kalibrierung des Gerätes ausreicht. Gibt es in
12 und 16 Bit. Es gibt auch Kombibauteile aus diesem Bereich von TI, die
Strom + Spannungsausgang haben.
Für die 4...20mA nehm ich den XTR115, der ist für sowas gemacht und man
kommt auf unter 0,5% Fehler (zumindest in einem begrenzten
Temperaturbereich). Man soll nicht vergessen, dass der Stromausgang bis
zu 24V Spannung aufweisen kann. Für die 0...10V braucht es schon mal
eine VCC von gut 12V und einen OPV der zumindest bis auf 50mV an GND
herankonmmt, um bei 0,5% Fehler zu bleiben.
Grüsse
Peter Z. schrieb:> TI DAC8760 kann beides
Hi Peter,
der IC ist an sich bombastisch, nur habe ich ein Problem und zwar möchte
ich auf Stromausgang und Spannungsausgang verschiedene Daten übertragen
(zB auf Stromausgang Druck und auf Spannungsausgang Temperatur), was mit
diesem Bauteil so weit ich das richtig verstanden habe nicht geht, oder
täusche ich mich da? (worüber ich sehr glücklich wäre)
Für eine gute Beratung müsstest Du noch ein paar Punkte angeben:
- Erforderliche Genauigkeit, Auflösung, Drift (nur Schätzeisen oder
schon 16bit driftarm?)
- Preisrahmen: Einzelstück oder Serie
- Kurze Entwicklungszeit (Hauptsache schnell fertig aber teurer) oder
längere Entwicklungszeit (dauert, aber ggf. günstiger)
- Robustheit: reicht ein einfacher LM324 Ausgang oder muss der Ausgang
bulltproof sein
- Rail-to-rail: Ist unten bei 0V rum ein leichter Offset erträglich?
0-10V per PWM, push-pull-Stufe per Controller schalten, Pi-Filter, ggf.
mehrstufig dahinter und gut ist.
4-20 hab ich auch schon mit m XTR115 in nem Projekt gemacht, bei 4-20
als Slave ist meist der GND-Bezug nicht unproblematisch. Hab den XTR
dann parasitär von der Messspannung laufen lassen, die Sollwertvorgabe
einfach per OPtokoppler, dann FET-push-pull, dahinter n Pi-Filter dann
in den XTR. Das ganze lief parasitär mit min ~1,6mA an 24V-DC. Beim
Projekt hatt ich noch n Brückengleichrichter als Verpolungsschutz am
Eingang ... hatte sich bewährt.
Stefan ⛄ F. schrieb:> Wow, gut dass du das sagst. Da wäre ich nie drauf gekommen.
Dann zielte deine Aussage vielleicht darauf ab, dass dir die Vorteile
einer Stromschnittstelle gegenüber seriell nicht klar sind? Dem könnte
man abhelfen.w
achs schrieb:> Dann zielte deine Aussage vielleicht darauf ab, dass dir die Vorteile> einer Stromschnittstelle gegenüber seriell nicht klar sind? Dem könnte> man abhelfen.w
Ich kenne nicht nur die Vorteile, sondern auch die Nachteile. Und ich
habe gelernt, dass es die eine allumfassende optimale Universallösung
für Alles nicht gibt.
Deswegen übertrage ich digitale Daten die ich digital weiter verarbeiten
muss wie gesagt lieber digital, wenn ich die Wahl habe.
Das "wenn" habe ich ganz bewusst hervorgehoben (hier extra nochmal für
dich), weil ich weis dass ich die freie Wahl oft nicht habe.
Vor oder Nachteil ist doch wurscht, weil man in der "rauen"
Industrieumgebung eben noch jede Menge 4-20mA-Signale bekommt. Erzähl
mal dem Chef vom Walzwerk, dass du die Stellung der Walzen aber gerne
"seriell" hättest...see what I mean?
Gruß Rainer