MOSFET Endstufe Funkschau 80 er Jahre

Gast #6882152
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Hallo Experten,

ich habe einen Audio Verstärker geerbt.
Soll eine Funkschau Schaltung aus den 80 ern sein.

Mosfetts K134 und J49.

Wer kann mir bitte Hinweise (Schaltbild) dazu geben?
Lohnt die Inbetriebnahme? Ist das ein "guter" Verstärker?

Danke
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#6882179
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Dem Aufwand nach dürfte es ein überdurchschnittlich gutes Ergebnis als 
Hobbyprojekt gewesen sein. Er dürfte an besseren Lautsprechern schon gut 
brauchbar sein. Nur die Vielschicht-Kondensatoren würde ich lieber als 
Folienkondensatoren sehen.

Bei der Inbetriebnahme sollte man vorsichtig sein, da die fetten Mosfets 
nicht leicht zu beschaffen sind, sollte Ersatz fällig werden. Wer die 
noch liegen hat, wird sie so schnell nicht abgeben wollen.

mfG
Gast #6882209
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sorbit schrieb:
> Mosfetts K134 und J49.

Lassen sich zumindest teuer verkaufen, als Originale.

Weidilein schrieb:
> Crescendo

Elektor Crescendo / Mini-Crescendo 2SJ50/2SK135 = 2SJ56/2SK176 = 
2SJ1058/2SK162 in TOP3P

sorbit schrieb:
> Ist das ein "guter" Verstärker?

Zumindest at er Lautsprecherschutz und Sternmasse. Ob er auch Trafo- und 
Kühlkörper-Übertemperaturschutz hat und Schutz vor Kurzschluss am 
Ausgang, sieht man so nicht. Wie gut es den Elkos geht, wissen wir 
nicht. Wenn er jemals gut funktioniert hat, wird er zumindest nicht 
schwingen.

Schau mal in den Plan des Hitachi HMA 7500, ob da Ähnlichkeit besteht.

Wenn dir die MOSFETs durchbrennen  hmm, lohnt Neubeschaffung Originaler 
NOS wohl nicht, also Vorsicht walten lassen.
Gast #6882225
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Also das ist definitiv das Original aus den 80 ern.
Die Endstufen Transistoren sind original.
Ein Crescendo von Elektor ist es nicht, bin mir sicher das es ein 
Funkschau Verstärker ist.

Hab ihn gerade mal an Netzspannung gelegt.
Alles entspannt Trafo brummt leicht, die LS Verzögerung schaltet nach 
ca. 10 sek. ein.

Kein DC an den LS Ausgängen.

Ich trau mich gleich.....


Ich bin sehr am Originalschaltbild interessiert.
Vorspannung für die Endstufentransistoren wir durch eine Kette roter 
LEDs erzeugt...
#6882338
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sorbit schrieb:
> Mosfetts K134 und J49

2SK134 und 2SJ49 - Datenblätter hängen an.

Ja, von den Endstufen gab es eine ganze Reihe.
Elektor, Elrad, ... Funkschau wohl auch ...

Bei Elektor Mini Crescendo (1 Transistorpäärchen), Crescendo (2 
Päärchen), Gigant (4 Päärchen) genannt.

sorbit schrieb:
> Ist das ein "guter" Verstärker?

Korrekt aufgebaut sind die richtig gut.


Christian S. schrieb:
> Wer die noch liegen hat, wird sie so schnell nicht abgeben wollen.

Siehe Bild :-)


Gruß
Jobst
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(Firma: Autotronic) #6882523
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sorbit schrieb:
> Wer hat konkret Schaltbilder für mich?

Bei Conrad gab es in den 90ern einen 75W (an 4 Ohm) Verstärker. Der 
Schaltplan könnte in Anlehnung an die Mosfet-Typen fast passen.

Die Vorspannung wird hier allerdings über eine KSQ (TR5) erzeugt, was 
ich persönlich sogar noch besser finde.
Angehängte Dateien:
#6882554
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sorbit schrieb:
> Habe den Verstärker in Betrieb genommen. Er funktioniert einwandfrei.

Glück gehabt, ohne Strombegrenzung z.B. duch eine in Reihe geschaltete 
Glühbirne hätte ich mich das nicht getraut. Aber selbst dann ist es noch 
keine sichere Sache. Gut, alles bestens.

>dem Crescendo gleich kommt ist es nicht
In diesen Bauvoraschlägen kamen immer die beliebten BF469, BF470 zum 
Einsatz, von denen ich mir leider nie einen Vorrat auf Lebenszeit 
zugelegt habe. Ich habe hier schon mal wegen Ersatztypen gefragt, leider 
ohne Ergebnis.


mfG
Gast #6882618
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Jobst M. schrieb:
> Wenn ich so auf Deine Platine schaue, dann würde ich sagen, etwas
> was
> dem Crescendo gleich kommt ist es nicht, der Vollständigkeit halber aber
> auch von dem kleinen davon ein Schaltbild.
>
> Gruß
> Jobst

Nein definitiv nicht crescendo.
Habe jetzt nach viel Google Suche auch nichts gefunden.
Bin mit recht sicher das es die Funkschau war.
Hat jemand die auf CD und kann für mich mal suchen?
Schätze ca. 1980-1985.

Das wäre super.
Gast #6882630
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Christian S. schrieb:
> sorbit schrieb:
>> Habe den Verstärker in Betrieb genommen. Er funktioniert einwandfrei.
>
> Glück gehabt, ohne Strombegrenzung z.B. duch eine in Reihe geschaltete
> Glühbirne hätte ich mich das nicht getraut. Aber selbst dann ist es noch
> keine sichere Sache. Gut, alles bestens.
>
>>dem Crescendo gleich kommt ist es nicht
> In diesen Bauvoraschlägen kamen immer die beliebten BF469, BF470 zum
> Einsatz, von denen ich mir leider nie einen Vorrat auf Lebenszeit
> zugelegt habe. Ich habe hier schon mal wegen Ersatztypen gefragt, leider
> ohne Ergebnis.
>
> mfG

Dazu dient mein Alter Gossen Regel/Trenntrafo;-)
Beitrag #6882877 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #6883003 wurde von einem Moderator gelöscht.
Gast #6883095
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Christian S. schrieb:
> In diesen Bauvoraschlägen kamen immer die beliebten BF469, BF470 zum
> Einsatz, von denen ich mir leider nie einen Vorrat auf Lebenszeit
> zugelegt habe.

Reichelt bietet die noch an. Und in Farbfernsehern mit Bildröhren wurden 
die (oder vergleichbare Typen) in den RGB-Endstufen ab etwa 1980 in 
Menge eingesetzt. Bei mir laufen 2 solcher Fernseher noch heute.
Beitrag #6883117 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #6883122 wurde von einem Moderator gelöscht.
Gast #6883142
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Jochen F. schrieb:
> alle mind. 25 Jahre alt, NOS.

Vermutlich 40 Jahre. Hab auch Jahrzehnte TVs repariert (vierstellig) und 
seltenst diese Farbenstufen-Transistoren zum Tausch gebraucht.

Äußerst robust und dazu für alles Mögliche einsetzbar. Hohes Alter kein 
Problem.

Setz die doch bei eBay-Kleinanzeigen zum Verkauf ....ö
Beitrag #6883214 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #6883296 wurde von einem Moderator gelöscht.
Gast #6883391
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Tja,
leider wird die Frage nach der Verfügbarkeit des Schaltbildes wohl hier 
nicht mehr geklärt werden?!
Das Internet scheint doch vergesslich zu sein;-)
Aber damals gab es das so auch noch gar nicht......

Ich tippe immer noch auf Funschau.
Hat niemand mehr ne Sammlung auf DVD?
#6883511
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Christian S. schrieb:
> In diesen Bauvoraschlägen kamen immer die beliebten BF469, BF470 zum
> Einsatz, von denen ich mir leider nie einen Vorrat auf Lebenszeit
> zugelegt habe. Ich habe hier schon mal wegen Ersatztypen gefragt, leider
> ohne Ergebnis.

?????

https://www.reichelt.de/?ARTICLE=5498
https://www.reichelt.de/?ARTICLE=5499


sorbit schrieb:
> Ich tippe immer noch auf Funschau.

So wie Du es schreibst, klingt es nach einer Menge Spaß! ;-)

Gruß
Jobst
Gast #6883583
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Rainer Z. schrieb:
> Warum denkst Du nicht einmal analog? Die Quelle (der
> Funkschau-Hefte)
> ist Dir doch schon genannt worden. Also bequeme Dich in die nächste
> Stadtbibliothek und bestelle dort den gebundenen Funkschau-Jahresband.
> Daraus kannst Du die Schaltpläne dann kopieren, scannen, abzeichen, was
> immer Du willst.

Wäre die Quelle eindeutig gefunden hätte ich mich schon längst bequemt.
Ist sie aber leider nicht.
Gast #6884057
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Auf dem Foto sind doch zwei Opamps aus den frühen 90er-Jahren zu sehen. 
Sind die in der Funkschau-Bauanleitung überhaupt drin? Ich bilde mir 
ein, dass es in einer Elektor eine Bauanleitung für eine MOSFET-Endstufe 
mit Opamps als Treiber gab. Fragt mich aber nicht welche Ausgabe das 
war, falls es überhaupt zutrifft.
Gast #6884102
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H. H. schrieb:
> Schneeflöckchen (w) schrieb:
>> Auf dem Foto sind doch zwei Opamps aus den frühen 90er-Jahren zu sehen.
>
> NE5534 gibt es schon seit Ende der '70er.

Auch mit diesem metallic-blauen Aufdruck? Den kenne ich erst seit den 
90ern oder späten 80ern. Ich kann die Beschriftung auf dem Foto auch 
nicht erkennen. Meine aber, dass in der Bauanleitung, die ich gesehen 
habe, ein NE5534 verbaut war.
Gast #7019983
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Michael M. schrieb:
> Bei Conrad gab es in den 90ern einen 75W (an 4 Ohm) Verstärker. Der
> Schaltplan könnte in Anlehnung an die Mosfet-Typen fast passen.

Den hatten wir (ein paar Azubis damals) auch gekauft.
Nur die Widerstände haben wir durch Metallfilm ersetzt.
Selbst wir haben es nicht geschafft diese Transistoren zu himmeln.
Ich  erinnere mich an einen daran angeschlossenen 15" Basslautsprecher 
ohne Dämpfungsglied eingebaut zu haben (L||R).
Er pfiff ein wenig laut und die KK wurden kochend heiß. Nach 2 Minuten 
funktionierte er wieder :))

Sehr gut geklungen hat er auch.

o/
Anselm
#7020555
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Anscheinend hat derjenige die Z-Diode durch LEDs ersetzt, der Rest 
passt. Auch die Schutzschaltung passt 1:1. Die Unterseite der Platine 
könnte zur Identifizierung helfen. Vielleicht auch eine überarbeitete 
Version des Herrn Linnenberg. Mittlerweile Hersteller von Audiogeräten.
#7020622
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H. H. schrieb:
>> Aber wohl auch nicht die des TO: Die LEDs fehlen.
>
> Die wurden wohl durch rote LEDs ersetzt.

Wer? Die fehlenden LEDs?


Jürgen O. schrieb:
> Anscheinend hat derjenige die Z-Diode durch LEDs ersetzt

Die beiden 12V ZDs? Das ergibt überhaupt gar keinen Sinn. Was nicht 
heißt, dass es dennoch jemand gemacht hat ...

Die ZDs sollen die Gates vor zu hohen Spannungen schützen. Also im 
Fehlerfall oder bei Übersteuerung.
LEDs wurden in Verstärkern wegen ihres damals vorteilhaften 
Rauschverhaltens anstelle von ZDs im aktiven Teil, also z.B. 
Spannungsstabilisierung für eine Stromquelle, verwendet.
Diesen Vorteil nur während der Übersteuerung nutzen zu wollen, finde ich 
etwas merkwürdig. Außerdem steigt bei LEDs der Strom nicht so steil wie 
bei einer ZD. Die Schutzfunktion leidet durch den Umbau also ...

Tatsächlich spricht aber die Übereinstimmung der Bauteilanordnung 
dennoch dafür, dass es jemand so gemacht hat.


Gruß
Jobst
Gast #7211711
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lens2310 schrieb:
> Habe die Elrad sowie die kleine Conrad PowerMos Endstufe. Beide
> sind excellent.

Exzellent? Ach was! Ne Endstufe, die ein Zobel-/Boucherot-Glied und ein 
Relais am Ausgang braucht, ist keine echte Endstufe. Von den 
jämmerlichen 'Zement'-Widerständen an den FETs, die wegen ihres Aufbaus 
tolle Induktivitäten darstellen, will ich gar nicht erst reden. ;-)

Eine Endstufe muß wie ein Messverstärker sein: Verstärken ohne das 
Signal zu beeinflussen. Das beherrschen nur wenige HighEnd-Hersteller. 
Von den Zeitschriften-Endstufen der 80er Jahre will ich gar nicht erst 
reden. Ok, ich gebe zu, die Dinger habe ich auch gebaut. :-)
#7212015
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Den habe ich auch mal gehabt, für damalige Verhältnisse (1985) unendlich 
Power und wie oben beschrieben unkaputtbar aber auch ziemlich teuer für 
einen Schüler ;-) Wenn der Verstärker dann fertig aufgebaut war kostete 
er 50 Mark weniger wie ein fertiger HiFi Baustein aber man war total 
stolz.
Gast #7212196
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Klötenbaron schrieb:
> Exzellent? Ach was! Ne Endstufe, die ein Zobel-/Boucherot-Glied und ein
> Relais am Ausgang braucht, ist keine echte Endstufe. Von den
> jämmerlichen 'Zement'-Widerständen an den FETs, die wegen ihres Aufbaus
> tolle Induktivitäten darstellen, will ich gar nicht erst reden. ;-)

Das hatte der Funkschau Verstärker nicht nötig;-)
Gast #7212538
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Jürgen O. schrieb:
> Anscheinend hat derjenige die Z-Diode durch LEDs ersetzt, der Rest
> passt. Auch die Schutzschaltung passt 1:1. Die Unterseite der Platine
> könnte zur Identifizierung helfen. Vielleicht auch eine überarbeitete
> Version des Herrn Linnenberg. Mittlerweile Hersteller von Audiogeräten.

Jürgen O.

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