Forum: Ausbildung, Studium & Beruf Arbeiten in Frankreich


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von Marko Rehns (Gast)


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Hallo,

ich überlege in Paris zu arbeiten. Angeblich verdient man dort mehr als 
Ing. Hat jemand Erfahrung?

von Lothar M. (Firma: Titel) (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite


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Marko Rehns schrieb:
> in Paris zu arbeiten. Angeblich verdient man dort mehr
Ist auch teurer.

Sieh es mal so: wenn das das ganze Ergebnis deiner bisherigen Recherchen 
war, dann wundert es mich nicht, dass du wenig verdienst.

: Bearbeitet durch Moderator
von Weich W. (Firma: Weichwarengesellschaft mbH) (hand_werker)


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Durchschnittliche Miete: 24 bis 32€ pro m². Da kannst du auch gleich in 
die Schweiz.

von Nope (Gast)


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Weich W. schrieb:
> Durchschnittliche Miete: 24 bis 32€ pro m². Da kannst du auch
> gleich in
> die Schweiz.

Ich bin entsetzt! Gibs da keine Bürgeinitiative zur Enteignung der 
gierigen Mieter?

von Pandur S. (jetztnicht)


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Der Poster will etwas verdienen, nicht etwas ausgeben. Daher wird er in 
der Arbeitslosen Unterkunft wohnen und bei der Gassenkueche fuer's Essen 
anstehen.

von Marko Rehns (Gast)


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Pandur S. schrieb:
> Der Poster will etwas verdienen, nicht etwas ausgeben. Daher wird
> er in
> der Arbeitslosen Unterkunft wohnen und bei der Gassenkueche fuer's Essen
> anstehen.

haha, ich habe herzlich gelacht.

Ja, tatsächlich bin ich nicht weit gekommen mit der Recherche. Hab aber 
auch den Eindruck, dass mieten sehr teuer ist. Dann kauf ich halt ein 
Haus. (Joke ;)

Aber etwas außerhalb soll es ja deutlich günstiger sein.

von Weg mit dem Troll (Gast)


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Marko Rehns schrieb:
> Hallo,
>
> ich überlege in Paris zu arbeiten. Angeblich verdient man dort mehr als
> Ing. Hat jemand Erfahrung?

Ja, mindestens das Doppelte, vielleicht sogar das Dreifache. Also, fahre 
los. Sonst bin ich vor Dir da und schnappe mir deinen Job.

von (prx) A. K. (prx)


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Marko Rehns schrieb:
> etwas außerhalb

Ja, in den Banlieues ist es mitunter billiger.

: Bearbeitet durch User
von Manfred (Gast)


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(prx) A. K. schrieb:
> Ja, in den Banlieues ist es mitunter billiger.

Saint-Denis, mit einem Käppi auf dem Kopf und langem Mantel fällst Du 
dort nicht auf. Die Frauen aus der Firma trauen sich abends nicht auf 
die Straße - wurde uns erzählt.

Nahe des Glaspalastes ein typisches Haus, ein Rundgang durch den Ort 
zeigt weitere, günstige Unterkünfte. Da kann man bestimmt auch günstig 
einen der verfallenen Schlachter- / Bäckerläden kaufen.

von Abrissbirne (Gast)


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Paris ist ja noch schlimmer als Berlin
🤯

von Fpgakuechle K. (Gast)


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Marko Rehns schrieb:

> ich überlege in Paris zu arbeiten. Angeblich verdient man dort mehr als
> Ing. Hat jemand Erfahrung?

Geh doch erstmal zum Üben nach Belgien, dort brauchste in der richtigen 
Gegend nichtmal ne Fremdsprache lernen und könntest im erwartbaren Fall 
des Scheiterns schnell heim zu Mami. Außerdem ist jeder Belgier reich 
weil eigenes Haus. Und das Bier ist lecker:
https://www.beerwulf.com/de-de/artikel-uber-craft-bier/belgische-biersorten

von Philipp Klaus K. (pkk)


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Weich W. schrieb:
> Durchschnittliche Miete: 24 bis 32€ pro m². Da kannst du auch gleich in
> die Schweiz.

Dort gibt es Mieterschutzgesetze, damit der Mieter höchstens 30% seines 
Nettoeinkommens für Miete ausgeben muss. Der Vermieter darf dir keine 
teurere Wohnung vermieten. Je nach Gehalt ist man somit bei der 
Wohnungssuche sehr eingeschränkt. Du wirst bei den 
Wohnungsbesichtigungen drei Monate Ghaltsabrechnungen deiner 
Arbeitsstelle in Frankreich vorlegen müssen.

Aber sobald du mal dort gemeldet bist (das sollte nach Arbeitsantritt 
möglich sein - Obdachlose haben dann eine Briefkastenaddresse beim 
lokalen Sozialamt, wo  sie a, Schalter ihre Post holen können), hast du 
Anspruch auf eine Sozialwohnung zu bezahlbaren Mieten. Nachdem du dich 
obdachlos meldest, hast du gute Chancen, innerhalb von einigen Jahren 
eine Sozialwohnung angeboten zu bekommen. In Härtefällen (z.B. 
alleinerziehende Frau) auch schon nach 18 Monaten. Wenn du dich 
zusätzlich aktiv bemühst (lokale Politiker treffen, denen dein Leid 
klagen) dann auch schon nach 6.

Diese Zeit müsstest du dann irgendwie überbrücken - airbnb wäre eine 
Möglichkeit.

Wenn du viel Eigenkapital hast, könnte Kauf eine Alternative sein (die 
Banken dürfen dir eine Kredite geben, deren Raten die 30% des 
Nettogehalts übersteigen).

von Philipp Klaus K. (pkk)


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Manfred schrieb:
> Nahe des Glaspalastes ein typisches Haus, ein Rundgang durch den Ort
> zeigt weitere, günstige Unterkünfte. Da kann man bestimmt auch günstig
> einen der verfallenen Schlachter- / Bäckerläden kaufen.

Diese verfallenen Häuser gehören dort oft dem Staat, der Gemeinde, etc, 
die sich Flächen für zukünftige öffentliche Bauvorhaben gesichert haben. 
Somit wird dort gleich geräumt, falls bemerkt wird, dass sich jemand 
darin aufhält.

Für eine Räumung eines nichtzahlenden Mieters in Privateigentum muss man 
dagegen mit ca 18 Monaten rechnen.

: Bearbeitet durch User
von Peter (Gast)


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Und das man in Frankreich mehr verdient als hier halte ich für ein 
Gerücht. Bei dem Angebot einer Französischen Firma das ich hatte musste 
ich nur leise Husten und bin rückwärts aus dem Raum gegangen und hab 
verdiene jetzt bei ner guten Deutschen Firma knapp 60% mehr. Freunde aus 
Frankreich bestätigen mir das Gehaltsniveau, selbst in Sophia Antipolis 
mit all den Tech-Größen liegt man deutlich unter dem deutschem 
Wirtschaftsstandortlohnniveau (Kollege der ein Angebot bei ARM hatte).

von Udo S. (urschmitt)


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Abrissbirne schrieb:
> Paris ist ja noch schlimmer als Berlin

Vor allem ist noch mehr Hundekacke auf den Gehwegen.

von Philipp Klaus K. (pkk)


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Peter schrieb:
> Und das man in Frankreich mehr verdient als hier halte ich für ein
> Gerücht.

In der universitären Forschung liegt das Gehaltsniveau in Frankreich bei 
gleicher Qualifikation auf tschechischen Niveau, das ist etwa die Hälfte 
des deutschen. Die Lebenshaltungskosten in Paris sind aber deutlich 
höher als hierzulande.

Andererseits gibt es in Frankreich mehr unbefristete Stellen.

Bei anderen Stellen im öffentlichen Dienst sieht es ähnlich aus.

: Bearbeitet durch User
von Weich W. (Firma: Weichwarengesellschaft mbH) (hand_werker)


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Weitere Punkte, die man bedenken muss: Kannst du die Sprache? (Englisch 
kommt bei den stolzen Franzosen oft nicht gut an!) Will/Muss deine 
Familie mit? Wie wird es den Kindern in so einer fremden Kultur ergehen?

: Bearbeitet durch User
von (prx) A. K. (prx)


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Weich W. schrieb:
> Englisch kommt bei den stolzen Franzosen oft nicht gut an!

... und das Englisch der Franzosen vielleicht nicht bei ihm. ;-)

Beitrag #6882733 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Abrissbirne (Gast)


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Harter Hund schrieb im Beitrag #6882733:
> Zukunft

na dann fang schon mal an Arabisch zu lernen 😢🐱‍👤

von Erziehungsbeschleuniger (Gast)


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Naja schaut dir die Franzosen an, die wandern nach Russland aus, weil 
dort der Fussel billiger und die Steuern niedriger sind:
https://www.spiegel.de/panorama/gerard-depardieu-erklaert-den-russen-wie-man-sich-gesund-ernaehrt-a-00000000-0002-0001-0000-000164523747
--
Also wer zu deppern ist, sich als Deutscher in Deutschland ein 
vernünftigen  Verdienst zu arbeiten, wird das sicherlich nicht im 
Ausland schaffen. Da bleibt als einzige Möglichkeit  auch anderswo nur 
auf Sozialhilfe oder sonstwie auf Kosten anderer zu leben.

von Abrissbirne (Gast)


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Erziehungsbeschleuniger schrieb:
> Naja schaut dir die Franzosen an, die wandern nach Russland aus,
> weil
> dort der Fussel billiger und die Steuern niedriger sind:
> 
https://www.spiegel.de/panorama/gerard-depardieu-erklaert-den-russen-wie-man-sich-gesund-ernaehrt-a-00000000-0002-0001-0000-000164523747

das ganze war ein PR-Gag,
Gerard hat schon lange xCCCP verlassen

von Erziehungsbeschleuniger (Gast)


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Abrissbirne schrieb:

> Gerard hat schon lange xCCCP verlassen

Klar, deswegen hat er sich ja 2020 russisch taufen lassen und hält immer 
noch? den Russenpass.

https://www.rtl.de/cms/gerard-depardieu-hat-sich-als-orthodoxer-christ-taufen-lassen-4609546.html

Schon peinlich für die Russkies,  das sie auf niedrige Steuern und 
billig Schnapps setzen müßen um ihr Niveau an Staatsbürgern zu halten:

https://de.statista.com/statistik/daten/studie/19330/umfrage/gesamtbevoelkerung-in-russland/

Der Trend ist halt, weg aus Sibirien.

Beitrag #6882798 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Abrissbirne (Gast)


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Erziehungsbeschleuniger schrieb:
> Klar, deswegen hat er sich ja 2020 russisch taufen lassen und hält immer
> noch? den Russenpass.

du schaust zu viel TV 😘😉

Beitrag #6882810 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #6882842 wurde von einem Moderator gelöscht.
von (prx) A. K. (prx)


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DE und FR unterscheiden sich hier nicht wesentlich:
https://de.wikipedia.org/wiki/Einkommensverteilung_in_der_Europäischen_Union#Einkommensverteilungen_der_Mitgliedsstaaten

Peilt man allerdings eine Existenz als Clochard an, sind solche 
Statistiken sinnlos.

: Bearbeitet durch User
von mais non (Gast)


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Paris - Stadt mit Flair
Mieten hoch
Einkünfte niedrig
Kultur Deutsch - Franz angespannt
Emotionen aufbrausend oder cool
Mit Anhang?

von Lothar M. (Firma: Titel) (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite


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Können wir mal das politifizierte "uns geht es soooooooo schlecht" 
Gejammer hier weglassen? Hier im Thread geht es darum, ob der TO mit 
seinen tiefgehenden Recherchen bezüglich seines Umzugs nach Paris 
richtig liegt.

von if you make it there you'll make it everywhere (Gast)


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Hug ich habe gesprochen!

von Marko Rehns (Gast)


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Weich W. schrieb:
> Weitere Punkte, die man bedenken muss: Kannst du die Sprache?
> (Englisch
> kommt bei den stolzen Franzosen oft nicht gut an!) Will/Muss deine
> Familie mit? Wie wird es den Kindern in so einer fremden Kultur ergehen?

Ich bin sicher, mit Englisch komm ich weit, zumindest im Beruf. 
Französisch lern ich grade.

von Senf D. (senfdazugeber)


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Marko Rehns schrieb:
> Ich bin sicher, mit Englisch komm ich weit, zumindest im Beruf.

Das kann ich aus meiner Zeit in Frankreich definitiv nicht bestätigen. 
Einerseits können erstaunlich viele Franzosen kein vernünftiges Englisch 
und andererseits, wenn sie es denn können, ist es nur schwer 
verständlich.

von (prx) A. K. (prx)


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Marko Rehns schrieb:
> Ich bin sicher, mit Englisch komm ich weit, zumindest im Beruf.

Franzosen sind in dieser Hinsicht ganz anders als Deutsche. Und du 
willst nicht nur im Beruf kommunizieren können, sondern auch im übrigen 
Alltagsleben.

: Bearbeitet durch User
von Ich schon wieder (Gast)


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Marko Rehns schrieb:
> Ich bin sicher, mit Englisch komm ich weit, zumindest im Beruf.
> Französisch lern ich grade.

Die Franzosen können sicher Englisch, sie sprechen es nur nicht 
innerhalb Frankreichs.

Ein Kollege hat wegen eines Messetermins in Frankreich sein dortiges 
Hotel angerufen und wollte etwas nachfragen, halt auf Englisch.
Es wurde nach kurzer versuchter Unterhaltung aufgelegt.
Die wollen nicht!

In Frankreich arbeiten, ohne sehr gut Französisch zu sprechen ist eine 
schlechte Idee.
Falls dir mal eine Vokabel fehlt und die sagst du dann auf Englisch, 
geht sicher.

Französisch-Kurs in Frankreich?

von Erziehungsbeschleuniger (Gast)


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Marko Rehns schrieb:

> Ich bin sicher, mit Englisch komm ich weit, zumindest im Beruf.
Nö, Englisch ist in Frankreich die Sprache der einfältigen Touristen, 
außer vielleicht english ist deren Muttersprache.


Mit Deutsch kommste weiter, weil Deutsch neben der Muttersprache 
Französisch sprechen können, einen höheren sozialen Status unter den 
Franzosen vermittelt, als die Verkehrssprache "Denglisch"

Und der Franzmann denkt sich, das es zwar für ihn ehrenvoll ist, wenn 
ein Ausländer eine Fremdsprache lernt um sich einer fremden Kultur 
'anzunähern', aber nur ein Depp lernt Extra Englisch weil er in 
Frankreich leben möchte ... .

Dann ist doch offensichtlich, das der nur zum 'Knete abfassen' gekommen 
ist, und dann noch aus Deutschland wie damals im Mai 1940... Aux armes, 
les Allemands arrivent ! 🪖🪖🪖

von Marko Rehns (Gast)


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Erziehungsbeschleuniger schrieb:

> Dann ist doch offensichtlich, das der nur zum 'Knete abfassen' gekommen
> ist, und dann noch aus Deutschland wie damals im Mai 1940... Aux armes,
> les Allemands arrivent ! 🪖🪖🪖


ich muss klarstellen: 1940 war ich nicht dabei.

von Erziehungsbeschleuniger (Gast)


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>ich muss klarstellen: 1940 war ich nicht dabei.
Dann frag mal Opa...


Da gibt es diese klassische Erzählung vom Urlaub in Paris:

*Opa zum Enkel, der ständig nur am PC sitzt: "Fahr doch mal in Urlaub."
*Enkel: "Na wohin denn?"
*"Also ich war mal in Paris, da gab's Weiber, Bier und Essen, und das 
alles umsonst."

Nach 2 Wochen Urlaub in Paris kommt der Enkel grün und blau geschlagen 
wieder.

*Opa: "Wat hast du denn gemacht?"
*Enkel: "Na in Paris da gibt's wirklich geile Weiber, viel Alkohol und 
viel Essen. Aber als ich dann nicht bezahlen wollte, wurde ich 
verprügelt."
*"Mit wem wars du denn da?"
*Enkel: "Na mit der TUI."
*Opa: "Das war der fehler, ich war mit der Wehrmacht da..."

http://www.brandy-magazin.de/witze/urlaub-in-paris.html

von (prx) A. K. (prx)


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Erziehungsbeschleuniger schrieb:
> Dann frag mal Opa...

Der Opa müsste mindestens um die 100 Jahre alt sein.

von Erziehungsbeschleuniger (Gast)


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(prx) A. K. schrieb:
> Erziehungsbeschleuniger schrieb:
>> Dann frag mal Opa...
>
> Der Opa müsste mindestens um die 100 Jahre alt sein.

Och, der lässt sich locker mit KI ersetzen, die muß nur auf einem 
Senioren-PC laufen: und heimisch sein:

"Ein sächsischer Computerhersteller will demnächst einen PC für Senioren 
auf den Markt bringen.
Die TopTen-Anzeichen, dass Du gerade vor einem PC für Senioren sitzt:

1. Will man eine Datei speichern, bietet einem Word automatisch 
'testament.doc' an.
2. Der 42" Monitor
3. Man kann die Moorhühner nicht abschießen, sondern muss sie füttern 
oder streicheln.
4. Die Boxen sind ab Werk schon auf volle Lautstärke eingestellt
5. Bei Minesweeper kann man zwischen den Szenarien "Stalingrad" und 
"Normandie" wählen.
6. Für geringen Aufpreis gibt es die Lifetime-Garantie.
7. Die voreingestellte Startseite ist www.volksmusik.de.
8. Die Maus enthält Force-Feedback-Komponenten, die automatisch 
Parkinson ausgleichen
und es gibt auf der Tastatur eine eigene Doppel-Klick-Taste.
9. Keine Ratenzahlung möglich.
10. Wenn länger als 15 Minuten keine Taste gedrückt wird, kommt 
automatisch der Notarzt!

nach https://www.winboard.org/threads/pc-fuer-senioren.12331/

von marais (Gast)


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Bongschour,
da sich hier offensichtlich niemand mit aktueller Erfahrung vor Ort 
meldet, werde ich dem TO helfen. Ich habe D Ende der 90er verlassen und 
lebe seitdem in Paris.

- in Frankreich sind die Gehaltsunterschiede zwischen Technikern und 
Ingenieuren viel grösser als in Deutschland. Das verfälscht allgemeine 
Gehaltsvergleiche zwischen D und F. Techniker verdienen in D deutlich 
besser.

- die Definition von Brutto- und Netto ist in F anders als in D, auch 
der Arbeitgeberanteil am Gehalt ist anders. Das wird sogar oft in 
wirtschaftlich eigentlich kompetenten Zeitungen nicht berücksichtigt. 
Das Steuerrecht ist auch anders, man muss also immer Jahresnetto nach 
Steuern vergleichen.

- Die formale Qualifikation spielt in F zumindest in Konzernen eine 
grosse Rolle. Der richtige Ingenieur in F kommt von einer der 
Eliteschulen. Das Niveau in den normalen Universitäten ist deutschlich 
schlechter, und das spiegelt sich auch im Gehalt wieder. Mit einem 
deutschen FH-Abschluss wird man in F nicht glücklich. Mit einer guten 
formalen Qualifikation sind die Jahresnettogehälter von Ingenieuren (im 
Grosskonzern - bei kleineren Buden kenne ich mich nicht aus) mit D 
vergleichbar. Das französische Steuerrecht bietet ausserdem einige 
Möglichkeiten, Zusatzleistungen (Zusatzrente, Arbeitnehmersparverträge, 
Zusatz-Krankenversicherung) nicht zu versteuern. Bei mir gehen z.B. das 
13. Gehalt und einige Prämien direkt an der STeuer vorbei auf ein 
Zeitsparkonto, das nach 5 Jahren mit minimaler Versteuerung zu Geld 
gemacht werden kann, und zur Rente komplett steuerfrei ausgezahlt wird - 
mit dem dann geltenden Stundensatz, also sozusagen mit "Verzinsung". 
Meines Wissens gibt es nichts vergleichbares in D. Ich verdiene mehr als 
meine in D gebliebenen Studienkollegen, will das aber nicht 
verallgemeinern .

- Die Rente ist in F wesentlich besser und kommt auch früher, ausserdem 
sind (wie oben erwähnt) betriebliche Zusatzrenten üblich. Wie lange das 
noch so bleibt, weiss ich natürlich nicht.

- Wochenarbeitszeit 35h, für Führungskräfte gibt's "forfait 
jour"-Arbeitsverträge, um Überstunden pauschal gegen Schmerzensgeld 
abzugelten.

- mit Englisch alleine kommt man in F nicht weit. Nicht im Beruf, und 
noch weniger privat. Wir erwarten von unseren nicht-französischen 
Neueinstellungen, dass Grundkenntnisse bereits vorhanden sind, und dass 
innerhalb von zwei Jahren die Sprache sicher in Wort und Schrift 
beherrscht wird. Meine deutschen Kollegen, die bei uns waren und das 
nicht geschafft haben, sind nicht glücklich geworden und arbeiten 
inzwischen wieder in D.

- Wohnen in Paris ist tatsächlich teuer, die genannten Werte für die 
Miete sind korrekt. Besser ist kaufen; bei den Preisen hat D ja in den 
letzten Jahren deutlich aufgeholt, und Paris ist jetzt nicht mehr 
wesentlich teurer als München. Geht man in die Vororte, gehen die Preise 
für Mieten und Kaufen schnell runter, und wenn man die Vororte im 
Nordosten vermeidet, lebt es sich da sehr nett. Man muss ausserdem 
wissen, dass die grossen Firmen in der Stadt nur die (repräsentative) 
Verwaltung haben, die Standorte selbst sind auch im Vorort. Insofern 
wird der TO wohl eher auf dem neuen Campus Paris-Saclay im Süden Job und 
Wohnung finden.

- Mit Ausnahme des 18./19. arrondissements ist Paris ziemlich 
gentrifiziert. Man mag darüber schimpfen; im täglichen Leben finde ich 
das sehr angenehm.

- Sophia Antipolis wurde als Alternative ja schon genannt (Cote d'Azur, 
Antibes gleich nebenan); für Skifahrer wäre noch Grenoble zu nennen. 
Beides Städte mit vielen Arbeitsplätzen für Ingenieure und 
Wissenschaftler, Gehälter etwas niedriger als in Paris, dafür wesentlich 
niedrigere Lebenshaltungskosten.

Und dann sind da noch die ganzen weichen Standortfaktoren, von denen ich 
doch hoffe, dass sie dem TO nicht ganz unwichtig sind. Kulturell ist 
Paris in der gleichen Liga wie London, in D ist keine einzige Stadt, die 
da mithalten kann (sage ich als jemand, der 10 Jahre in Berlin gelebt 
hat), Lebensmittel sind viel hochwertiger (aber auch teurer), der 
öffentliche Nahverkehr ist sehr gut ausgebaut, das Eisenbahnnetz mit den 
TGVs ist toll,  es gibt Direktflüge fast überall hin und London ist 
keine 3h entfernt, etc. etc. - aber ich schweife ab.

Na, Lust auf Frankreich?

von Philipp Klaus K. (pkk)


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marais schrieb:

> Geht man in die Vororte, gehen die Preise
> für Mieten und Kaufen schnell runter, und wenn man die Vororte im
> Nordosten vermeidet, lebt es sich da sehr nett.

Auch da gibt es Ausnahmen: Noisy-le-Sec und Aulnay-sous-Bois im 
Nordosten würde ich nicht als zu meidende Vororte ansehen. Das im Norden 
gelegene Stains dagegen schon.

>
> Und dann sind da noch die ganzen weichen Standortfaktoren, von denen ich
> doch hoffe, dass sie dem TO nicht ganz unwichtig sind. Kulturell ist
> Paris in der gleichen Liga wie London, in D ist keine einzige Stadt, die
> da mithalten kann (sage ich als jemand, der 10 Jahre in Berlin gelebt
> hat), Lebensmittel sind viel hochwertiger (aber auch teurer), der
> öffentliche Nahverkehr ist sehr gut ausgebaut, das Eisenbahnnetz mit den
> TGVs ist toll,  es gibt Direktflüge fast überall hin und London ist
> keine 3h entfernt, etc. etc. - aber ich schweife ab.

Nun ja, deutscher ÖPNV und Bahn sind auch nicht so viel schlechter als 
pariser, auch wenn es es durchaus einzelne Aspekte gibt, die dort besser 
funktionieren. Und auch kulturell sehe ich keinen so großen qualitativen 
Unterschied (wobei Deutschland halt etwas dezentraler ist). Das deutsche 
Museum in München spielt allein "in der gleichen Liga" wie die 
entsprechenden pariser Museen (Musée des arts et métiers, Palais de la 
découverte, Cité des sciences et de l'industrie) zusammen. Und wenn man 
in München wohnt, erreicht man mit dem Verkehrsmuseum in Nürnberg ein 
Museum, das kein Gegenstück bei Paris hat (und die Reise nach Nürnberg 
dauert nicht länger als eine Reise innerhalb von Paris). Es gibt zwar 
auch in Frankreich mit der Cité du Train ein großes gutes 
Eisenbahnmuseum, aber das liegt weit von Paris entfernt (und ist aus 
weiten Teilen Deutschlands mindestens so gut erreichbar wie aus Paris). 
Andererseits ist das riesige Muséum national d'Histoire naturelle mit 
botanischem Garten hierzulande nicht erreicht. Am ehesten könnte man es 
noch mit der frankfurter Kombination aus Senkenbergmuseum und 
Palmengarten vergleichen. Berlin ist mit Museumsinsel und einigen 
weiteren guten Museen im Bereich der Geschichte auch nicht schlecht 
aufgestellt. Zum Musée de l'Air et de l'Espace sehe ich kein deutsches 
Gegenstück.

von Marko Rehns (Gast)


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marais schrieb:
> Bongschour,

> Na, Lust auf Frankreich?

Wow, endlich ein Beitrag der mir weiterhilft. Vielen Dank!

von Dieter (Gast)


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Möglichst vielen empfehlen auszuwandern, dann haben wir wieder Platz, 
wäre daher meine Empfehlung.

marais schrieb:
> Lebensmittel sind viel hochwertiger (aber auch teurer),

Kein Wunder, weil Frankreich ist noch nicht so dicht besiedelt und viele 
Pflanzen wachsen im Süden für die bei uns das Wetter zu schlecht ist. 
Wir importieren daher viel, aber da ist dann der Weg noch zu 
berücksichtigen.

von Hardy F. (hardyf)


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Dieter schrieb:
> dann haben wir wieder Platz,

Nicht wirklich.

Alles schon reserviert.....

von klausi (Gast)


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Dieter schrieb:
> Möglichst vielen empfehlen auszuwandern, dann haben wir wieder Platz,
> wäre daher meine Empfehlung.

So im Sinn von: immer mehr Ausländer wandern in DE ein. Deswegen als 
logische Konsequenz,  wandern viele Deutsche wieder aus bzw. weiter.

Völkerwanderung 2.0?

von (prx) A. K. (prx)


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Letztes Jahr zogen 220239 Deutsche fort und 191883 Deutsche zogen zu. Es 
ziehen auch viele Ausländer wieder fort, 746212 gegenüber 994819 
Zugezogenen. Es ziehen also weit mehr Ausländer aus Deutschland fort als 
Deutsche.

: Bearbeitet durch User
von Manfred (Gast)


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Philipp Klaus K. schrieb:
> Manfred schrieb:
>> Nahe des Glaspalastes ein typisches Haus, ein Rundgang durch den Ort
>> zeigt weitere, günstige Unterkünfte. Da kann man bestimmt auch günstig
>> einen der verfallenen Schlachter- / Bäckerläden kaufen.
>
> Diese verfallenen Häuser gehören dort oft dem Staat, der Gemeinde, etc,
> die sich Flächen für zukünftige öffentliche Bauvorhaben gesichert haben.
> Somit wird dort gleich geräumt, falls bemerkt wird, dass sich jemand
> darin aufhält.

Das mag so sein. Speziell in diesem Ort, der eine Hochburg der 
Kriminalität sein soll und extrem fremd (Muslime und Juden) bevölkert 
ist, fielen mir die heftigen Gegensätze extrem auf.

Weich W. schrieb:
> Wie wird es den Kindern in so einer fremden Kultur ergehen?

Frage lieber nach den Erwachsenen. Die Art, wie Franzosen mit Problemen 
umgehen, in aller Ruhe Mittagessen ... muß man eine Weile erlebt haben, 
um sie zu verstehen. Die kommt uns Deutschen befremdlich rüber, aber ich 
bin sicher, dass ich mich daran gewöhnen könnte.

Senf D. schrieb:
> Marko Rehns schrieb:
>> Ich bin sicher, mit Englisch komm ich weit, zumindest im Beruf.
> Das kann ich aus meiner Zeit in Frankreich definitiv nicht bestätigen.
> Einerseits können erstaunlich viele Franzosen kein vernünftiges Englisch
> und andererseits, wenn sie es denn können, ist es nur schwer
> verständlich.

Frankreich habe ich ausschließlich aus beruflichen Gründen besucht, die 
lokalen Partner wollten mit mir sprechen, das ging relativ gut. Das 
bessere Englisch sprechen die nicht Eingeborenen, aus deren 
Überseeprovinzen eingewanderte Franzosen.

Am Flughafen trifft man gelegentlich auf Schwarze, diese sprechen besser 
Englisch als die originalen Europa-Franzosen.

Ein Desaster habe ich in Toulouse erlebt, mir wurde versichert, dass der 
Servicetechniker Englisch spricht. Tat er auch, nur fehlten ihm fast 
sämtliche Fachbegriffe - ich war da nicht als Tourist, sondern, um 
Probleme einer komplexen Anlage zu analysieren.

(prx) A. K. schrieb:
> Marko Rehns schrieb:
>> Ich bin sicher, mit Englisch komm ich weit, zumindest im Beruf.
>
> Franzosen sind in dieser Hinsicht ganz anders als Deutsche. Und du
> willst nicht nur im Beruf kommunizieren können, sondern auch im übrigen
> Alltagsleben.

Im Alltagsleben kann man Englisch vergessen, das klappte noch nicht 
einmal im Hotel (Campanile-Gruppe), wo es ausdrücklich beschrieben 
stand.

Abends essen und ein bisschen Wein trinken klappte beim Italiener, der 
wollte mich bedienen und sprach ein paar Brocken Deutsch.

Frankreich aus touristischen Gründen ist für mich persönlich nicht 
machbar, ich spreche deren Sprache nicht und komme mit Englisch oder 
Deutsch nicht zurecht. Ausnahme ist das Gebiet westlich Offenburg, das 
Elsass - da sprechen fast alle Leute Deutsch, mehr oder weniger gut, 
aber sie bemühen sich ehrlich.

von Süddeutscher (Gast)


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marais schrieb:
> Lebensmittel sind viel hochwertiger (aber auch teurer)

Nun ja, das sollte man relativieren! Viele preisbewusste Franzosen
kaufen heutzutage gerne beim LM-Discounter ALDI ein. Der betreibt 
mittlerweile rund 900(!) Filialen in Frankreich.

Die ausgesprochen feine französische Küche findet man nicht so oft.
Dagegen zieht sich der Franzose gerne mal einen leckeren ALDI-Burger
rein (2,39€):

https://www.aldi.fr/offres-et-bons-plans/16-11-2021/burger-montagnard-5001784-1-0.article.html

von oszi40 (Gast)


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Marko Rehns schrieb:
> ich überlege

Dann überlege auch Rente und Finanzamt bevor Du antwortest. Das gibt 
noch viel Spaß wenn Du wiederkommst.

von Fpgakuechle K. (Gast)


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Dieter schrieb:

> marais schrieb:
>> Lebensmittel sind viel hochwertiger (aber auch teurer),
>
> Kein Wunder, weil Frankreich ist noch nicht so dicht besiedelt und viele
> Pflanzen wachsen im Süden für die bei uns das Wetter zu schlecht ist.

So ein Schmarrn!

Deutschland ist einer der drei größten Agrarexporteure der Welt und 
exportiert jedes Jahre Lebensmittel für mehrere Milliarden.

Importiert werden 'exotische' Lebensmittel die ernährungsmedizinisch 
betrachtet locker durch einheimische Produkte (Apfel statt Orange, Kiwi) 
ersetzt werden können. Wenn sie nicht sogar komplett überflüssig für die 
Ernährung sind (Kakao, Kaffee, Wodka, Cognac, ...)

Und ganz zuletzt die Lebensmittel die wohl aus politischen Gründen 
importiert werden, da wären die Kartoffeln aus Israel zu nennen, die 
sich hier öfters in gehobenen Supermärkten finden lassen:
https://www.yumda.de/news/1170229/fruehkartoffeln-wenn-die-heurigen-aus-der-wueste-kommen.html

Und auch in F. geht die Produktionsfläche stark zurück
https://www.tilasto.com/land/frankreich/geographie-und-landwirtschaft/landwirtschaftliche-nutzflaeche

Also hinsichtlich der Möglichkeiten der gesunden Ernährung gibt sich 
Frankreich nichts im Vergleich zu Deutschland.

Und solange von Paris gesprochen wird, ist es blanker Hohn da von einer 
geringeren Bevölkerungsdichte als in Deutschland zu sprechen.

von Hannes J. (Firma: _⌨_) (pnuebergang)


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Süddeutscher schrieb:
> Nun ja, das sollte man relativieren! Viele preisbewusste Franzosen
> kaufen heutzutage gerne beim LM-Discounter ALDI ein. Der betreibt
> mittlerweile rund 900(!) Filialen in Frankreich.

Die französische Hausfrau, die jeden Tag stundenlang in der Küche steht 
um exzellent, frische Gerichte für die Familie auf den Tisch zu stellt, 
ist wohl schon lange ein Mythos.

Ich habe irgendwie auch im Kopf dass Tiefkühlprodukte in Frankreich sehr 
populär sind, und unter denen wiederum TK-Fertiggerichte den größten 
Anteil ausmachen.

> Dagegen zieht sich der Franzose gerne mal einen leckeren ALDI-Burger
> rein (2,39€):

Das ist erst mal nur ein Angebot. Man müsste wissen wie das Angebot 
angenommen wird. Zumindest hat Frankreich nur etwa die Hälfte an Burger 
King "Restaurants" im Vergleich zu Deutschland.

von Rainer Z. (netzbeschmutzer)


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Süddeutscher schrieb:
> Dagegen zieht sich der Franzose gerne mal einen leckeren ALDI-Burger
> rein (2,39€):
>
> 
https://www.aldi.fr/offres-et-bons-plans/16-11-2021/burger-montagnard-5001784-1-0.article.html

Mich interessierte, was Aldi sonst so anbietet außer den Hamburgern und 
ich habe mal ins Wochenangebot geschaut. Bei Aldi in Frankreich gibt es 
in dieser Woche Rechtsanwälte zu kaufen, und zwar für 0,89 Euro/Stück. 
Beim Frischgemüse.

https://www.aldi.fr/offres-et-bons-plans.html#2021-11-16-2-les-arrivages-fraicheur

Und dann mal die Google-Übersetzung aktiviert. Aus "Avocat" wird 
Rechtsanwalt... Ich schmeiß' mich weg.

von Mike (Gast)


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Auch ich habe nach meinem Studium für ein paar Jahre in Frankreich 
gearbeitet, allerdings nicht in Paris sondern in der Provinz 
(Rhône-Alpes).
Im Vergleich mit Deutschland gibt es im Arbeitsleben schon einige 
Unterschiede. Diese sind weniger fachlicher Natur sondern im 
französcischen Ausbildungs- und Sozialsystem begründet. Um mit dem 
Positiven zu beginnen:

Die Gehälter sind in F brutto eher niedriger als in D, die Abgaben 
jedoch geringer, so dass im Netto mehr übrigbleibt. Vor allem übernimmt 
der Arbeitgeber einen höheren Anteil an den "charges sociales" und der 
Steuersatz ist auch niedriger. Außerdem arbeiten in Familien meist beide 
Partner Vollzeit, was durch die hervorragend organisierte 
Kinderbetreuung ermöglicht wird. Eine "crèche" bzw. "maternelle" gibt es 
nahezu in jedem Dorf. Die höheren Mieten werden dadurch ausgeglichen.
Ein weiteres Highlight war die sehr viel bessere Kantine, für die 
Mittagspause nahm sich auch mindestens eine Stunde Zeit (dafür blieb man 
abends länger). Nach meiner Rückkehr nach D war das ein echter 
Kulturschock.

Ein weiteres Plus ist, dass der Ingenieurberuf in F sehr angesehen ist, 
vergleichbar mit dem Arzt hierzulande. Man gehört automatisch zu einer 
Elite.

Da kommen wir auch schon zum Negativen: Es herrscht in F eine klare 
Hierarchie, die sich nach dem Ausbildungsabschluss richtet. Dieser 
dominiert die ganze Berufslaufbahn, die Berufserfahrung zählt kaum. Für 
die Ingenieurausbildung in F sind wie schon erwähnt mit wenigen 
Ausnahmen nicht die Universitäten sondern die Grandes Ecoles zuständig, 
eine Art Elite-Fachhochschulen. Hier herrscht ein strenger Numerus 
clausus und man kommt nur mit 2 Jahren Vorbereitungsunterricht (classes 
préparatoires) und einer schwierigen Aufnahmeprüfung hinein. 
Insbesonders abstrakte Mathematik ist ein zentrales Prüfungsthema. Hier 
mal eine Beispielklausur: 
https://www.prepamag.fr/concours/pdf/corriges.pdf.extraits/2020/MP_MATHS_X_2_2020.extrait.pdf
Unter den Hoschulen gibt es auch wieder eine strenge Rangordnung, ganz 
oben stehen Polytéchnique (X), Supélec, Centrale und einige weitere. Wer 
diesen Werdegang nicht hat, hat kaum Chancen auf eine weiterführende 
Karriere.
Als Ausländer ohne französischen Bildungsabschluss bin ich immer ein 
Exot geblieben, jemand der zwar gute Arbeit macht, aber für eine höhere 
Position nicht in Frage kommt, sozusgen ewiger Praktikant. Nach knapp 3 
Jahren habe ich mich auf eine ausgeschriebene Gruppenleiterstelle 
beworben und hatte den Eindruck, von vorneherein chancenlos zu sein. 
Besetzt wurde die Stelle dann mit einem Absolventen frisch von der 
Hochschule.
Auch der Arbeitsstil ist eher wenig kollegial, es wird in F mehr auf 
individuelle Genialität Wert gelegt als auf Effizienz in der Gruppe. In 
den Arbeitsbesprechungen geht es weniger um Meinungsaustausch sondern 
vielmehr um die brilliante Selbstdarstellung des Vorgesetzten.

Die mangelnden längerfristigen Karriereaussichten waren letztendlich der 
Grund für die Rückkehr nach Deutschland, wo ich vor allem die 
sachlich-problembezogene Atmosphäre in den Meetings schätze.
Natürlich kann man das nicht verallgemeinern, es gibt sicher auch in D 
Firmen, die eine eher autoritäre Kultur pflegen. Dennoch ist das System 
der Ingenieurausbildung grundverschieden, was sich natürlich 
unvermeidlich auf das Arbeitsleben auswirkt.

Was die Sprache betrifft, hatte ich kaum Probleme. Ich sprach zwar 
anfangs nur sher rudimentär Französisch - ich hatte es nie in der Schule 
- konnte aber mit Chef und Kollegen anfangs recht gut auf Englisch 
unterhalten. Man zahlte mir dann einen Halbintensivkurs (4h abends ab 
17:00), der sehr effizient war und nach 6 Monaten kam ich gut mit der 
Sprache zurecht. Mit etwas Engagement ist das gut zu schaffen, so schwer 
ist Französisch nicht.

Beitrag #6883973 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Rainer Z. (netzbeschmutzer)


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@Mike: Da hast Du dem TO einen guten Einblick nach Frankreich gewährt. 
Dein Beitrag ist interessant.

Ich selber kenne Frankreich nur als Tourist, bin in jungen Jahren dort 
aber häufiger gewesen. Meine Erfahrung war auch, dass die Franzosen 
konsequent vermeiden, Englisch zu sprechen, es sei denn, sie wollten 
etwas von mir. Mit Deutsch kam man eher weiter, erstaunlich viele 
Franzosen sprechen Deutsch und das nicht nur im Elsass oder in Paris. 
Wenn man versucht, sich auf Französisch verständlich zu machen - und sei 
es nur im radebrechendem Französisch - können Franzosen sehr hilfsbereit 
sein.

Mike schrieb:
> allerdings nicht in Paris sondern in der Provinz (Rhône-Alpes).

Das wird einen Unterschied machen. Einen Spruch habe ich in Frankreich 
immer wieder gehört: "Paris n'est pas la France". Also "Paris ist nicht 
Frankreich." Der Rest von Frankreich machte sich über die Pariser und 
ihre Hektik lustig und verglich sie geradezu mit den Deutschen...

von oszi40 (Gast)


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Rainer Z. schrieb:
> Ich selber kenne Frankreich nur als Tourist,

DAS ist ein großer Unterschied auf der ganzen Welt. Arbeit findet nicht 
nur in schönen Hotels statt! Fremde Länder haben andere Mentalitäten das 
fängt schon in Ostfriesland oder Bayern an und hört beim Finanzamt auf.

von oszi40 (Gast)


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Marko Rehns schrieb:
> ich überlege
Sprache ausreichend gut?
Auge in https://forum.frankreich-info.de/

Beitrag #6884324 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Dieter H. (kyblord)


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warum wollt ihr überhaupt arbeiten? lasst euer geld für euch arbeiten. 
wer sinnvoll investiert ist mit 40 schon aus dem hamsterrad raus.

Beitrag #6884366 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Pandur S. (jetztnicht)


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So ganz nebenbei... Frankreich ist doch etwas multikulturell. In der 
Region Bordeaux ist englisch angesagt. dort spricht das Jeder. Sobald 
jemand merkt, dass du nicht gut franzoesisch kannst sprechen sie 
englisch mit dir.
Dies weil Bordeaux einmal eine englische Kolonie war. Das wird 
hochgehalten. Und Paris ist weit weg.

Beitrag #6884468 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #6884498 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #6884585 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Einer (Gast)


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In Frankreich arbeiten? Das muss man wollen...

Es geht nur um Hierarchie und Machtverhältnisse, Kontrolle und 
Einschüchterung. Die haben einen Knall. Das ganze ist eher eine moderne 
Knechtschaft.

Bin jedes Jahr ein paar Tage beruflich in Frankreich. Ich habe den 
Vorteil, dass ich anrücke wenn andere es nicht hinbekommen und bin 
deshalb ziemlich unabhängig. Selbst dann war ich mehrfach damit 
konfrontiert, dass irgendwelche Verantwortlichen nicht unterscheiden 
konnten zwischen eigenen, abhängigen Mitarbeitern und mir.
Habe es mehr als einmal erlebt, dass so eine Pappnase meinte, ich dürfe 
das Gelände am Abend erst verlassen, wenn das Problem gefixt ist.
Oder Drohungen dass sie am Sonntag anrufen würden, wenn es wieder ein 
Problem gibt etc. Wenn ich dann antworte dass das Firmenhandy am 
Wochenende ausgeschaltet im Schrank liegt, gucken sie blöd. Scheinen das 
Konzept von Trennung zwischen Privat und Beruf nicht zu kennen.
Oder auch schon irgendwelche "Führungspersonal" das sich wirklich 
körperlich vor einem groß macht und so Blödsinn.
Solche Sachen habe ich nur in Frankreich, und teilweise Osteuropa.

Die Arbeitswelt in Frankreich ist kaputt. Die sind nicht locker. Und die 
Hotels sind scheiße.

von Fpgakuechle K. (Gast)


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Mike schrieb:

> Die Gehälter sind in F brutto eher niedriger als in D, die Abgaben
> jedoch geringer, so dass im Netto mehr übrigbleibt.

Mit Verlaub, aber dieses pauschale Geschwurbel das dann in eine klare 
Aussage 'mehr' mündet ist faktisch unglaubwürdig.
Das Netto in .de schwankt erheblich mit den Lebensumständen: 
verheiratet, unverheiratet, Pendlerpauschale, Kinderfreibeitrag, 
Modernisierungsabschreibungen, ... und nicht zuletzt der persönliche 
Wille sich inensiv mit der Steuererklärung auseinanderzusetzen.

Und so fällt es schwer, einen durchschnittlichen Nettosatz für einen 
Ingenieur über seine ganze Berufsspanne oder im Bevölkerungsquerschnitt 
aufzustellen. Hinzu kommt der Unterschied an abgedeckten Leistungen bei 
den Sozialabgaben u.ä.. Also wo kriegste für die Krankenkasse eine 
Hitech-Versorgung mit allen drum und dran und wo nur ein Glass frisches 
Wasser und lediglich den Ratschlag weniger zu saufen, wenn man dem Arzt 
nicht was in die Tasche steckt.
Bildung für die Kinder, Kindergartenplatz, Unterstützung in 
Krisensituationen, Arbeitslosengeld, Umschulungsmaßnahmen..

Und bei allem, was man nicht knnallhart und allgemeingültig aufrechnen 
kann, ist IMHO besser keine Abschlussbewertung zu machen, der TO hat 
schließlich auch ein paar Hausaufgaben zu machen (sein Brutto/Netto für 
Deutschland aufzustellen und zu optimieren).
Und bei ein paar Euro mehr oder weniger, ist IMHO ne 'Formulierung 'in 
etwa gleich' realistischer. Bei ± 5% lohnt sich keine Diskussion, das 
ist Entscheidung ne reine Geschmackssache.

von Oliver S. (oliverso)


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Pandur S. schrieb:
> Dies weil Bordeaux einmal eine englische Kolonie war. Das wird
> hochgehalten. Und Paris ist weit weg.

Schild an der Ausfahrt am Campingplatz:
"Please remember right hand driving!"

Oliver

von Rainer Z. (netzbeschmutzer)


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Oliver S. schrieb:
> Schild an der Ausfahrt am Campingplatz:
> "Please remember right hand driving!"

Weil auf dem Campingplatz auf der linken Seite gefahren wird?

von (prx) A. K. (prx)


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Rainer Z. schrieb:
> Weil auf dem Campingplatz auf der linken Seite gefahren wird?

Weil das eigentlich an jeder Ausfahrt stehen müsste, nicht nur der vom 
Campingplatz. Und zusätzlich mitten auf dem Lenkrad, wenn man sich 
gerade im "falschen" Land befindet.

Alle Gelegenheiten, in denen du den Kopf vorher woanders hattest, nur 
nicht im Verkehr, sind ein erhöhtes Risiko. Innerhalb von 
Campingplätzen, Parkplätzen und dergleichen ist die richtige Fahrseite 
nicht unbedingt offensichtlich.

: Bearbeitet durch User
von Mike (Gast)


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Fpgakuechle K. schrieb:
>> Die Gehälter sind in F brutto eher niedriger als in D, die Abgaben
>> jedoch geringer, so dass im Netto mehr übrigbleibt.
>
> Mit Verlaub, aber dieses pauschale Geschwurbel das dann in eine klare
> Aussage 'mehr' mündet ist faktisch unglaubwürdig.
> Das Netto in .de schwankt erheblich mit den Lebensumständen:
> verheiratet, unverheiratet, Pendlerpauschale, Kinderfreibeitrag,
> Modernisierungsabschreibungen, ... und nicht zuletzt der persönliche
> Wille sich inensiv mit der Steuererklärung auseinanderzusetzen.

Natürlich hängt die Abgabenlast von vielen Parametern ab. In den meisten 
Fällen kommt aber doch in F mehr Netto bei gleichem Brutto heraus, da 
der Arbeitgeber einen höheren Anteil der Sozialabgaben übernimmt und die 
Steuersätze niedriger liegen. Hier ein Beispiel:

https://www.connexion-emploi.com/de/a/quelles-sont-les-charges-sociales-et-le-cout-salarial-en-allemagne-a-l-embauche

Für die Nicht-Frankophonen: Die Rechnung bezieht sich auf einen 
35jährigen unverheirateten Angestellten ohne Kinder, in D ist keine 
Kirchensteuer eingerechnet (diese gibt es in F nicht). Für Familien ist 
die französische Besteuerung insbesondere bei höheren Einkommen 
günstiger, da Kinder in das Splitting mit einbezogen werden, nicht mehr 
nur mit einem Freibetrag wie in Deutschland.

Dennoch würde ich allein wegen eines anfänglich höheren Gehalts nicht 
auswandern. Auf jeden Fall sollte man die zukünftigen Karriereaussichten 
berücksichtigen, denn da kann sich ein anfänglicher Vorteil im Laufe der 
Jahre ins Gegenteil umkehren.

von Hannes J. (Firma: _⌨_) (pnuebergang)


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Rainer Z. schrieb:
> Oliver S. schrieb:
>> Schild an der Ausfahrt am Campingplatz:
>> "Please remember right hand driving!"
>
> Weil auf dem Campingplatz auf der linken Seite gefahren wird?

Nein, weil auf dem Campingplatz haufenweise Engländer Urlaub machen. Die 
stellen ihr Gefährt für ein, zwei Wochen auf dem Platz ab. Dann saufen 
sie sich die ganze Zeit die Hucke zu - was Engländer nun mal so im 
Urlaub machen. Am Ende des Urlaubs, halbwegs nüchtern und 
tiefenentspannt, wird das Gefährt erstmals wieder bewegt. Da ist so eine 
Erinnerung ganz nützlich.

von Arbeiter (Gast)


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Hallo

Mike schrieb:
> Für die Nicht-Frankophonen: Die Rechnung bezieht sich auf einen
> 35jährigen unverheirateten Angestellten ohne Kinder, in D ist keine
> Kirchensteuer eingerechnet (diese gibt es in F nicht). Für Familien ist
> die französische Besteuerung insbesondere bei höheren Einkommen
> günstiger, da Kinder in das Splitting mit einbezogen werden, nicht mehr
> nur mit einem Freibetrag wie in Deutschland.


Den man als Arbeitender aber teuer bezahlen muss wenn man einigen 
weiteren Aussagen die hier im Thread schon erfolgt sind glauben darf.
Das die Ausbildungsanstalten ("Eliteschulen") viel zu viel gelten ist ja 
allgemein bekannt und auch schon von zuverlässigen Quellen (Beiträge von 
Arte) außerhalb des Forums oft bestätigt worden.
Auch was in den besseren, also die meisten die es bis in die deutsch 
Synchronisation schaffen,Französischen Filmen so nebenbei sehen sehen 
kann ist dieses ekelhafte Elitedenken "der" großen Firmen, der hohen 
Beamten und vieler Chefs.

Das es so was wie die französischen (Pariser) Banlieue gibt und diese 
letztendlich achselzuckend hingenommen werden (von denen die nicht dort 
Leben müssen) sagt auch indirekt viel über das Denken und handeln der 
"oberen Schichten" und Führungskräfte aus - Ausnahmen gibt es wie 
überall natürlich auch und auch wir in Deutschland haben unsere 
Problemviertel - aber trotz allem doch nicht so extrem und konzentriert.

Positiv ist hingegen wie sich die "normale" Bevölkerung wehrt und 
Preiserhöhungen, Freiheitsberaubungen und Verschlechterung der 
Arbeitsbedingungen (besonders positiv die französischen "Bahner" welche 
sich nichts gefallen lassen - gut so).
Das die Vorgestztenhörigkeit und das Elitedenken (Ausbildung) trotzdem 
zu bestehen scheint ist umso verwirrender...

Ich behaupte mal (ohne es genau zu wissen):
In kleinen Firmen (maximal Mittelstand) die mehr handwerklich 
ausgerichtet sind wird es den Angestellten ähnlich gehen wie in 
Deutschland und letztendlich  praktisch gedacht werden - mangel in 
bestimmten Berufen wird es in F sicherlich auch geben.
Während in der Büro- und Beamtenwelt ab einer bestimmten "Kaste" ein 
extrem bedenkliches Denken und handel vorliegt.

Arbeiter

von Hanno S. (Gast)


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Philipp Klaus K. schrieb:
> Peter schrieb:
>> Und das man in Frankreich mehr verdient als hier halte ich für ein
>> Gerücht.
>
> In der universitären Forschung liegt das Gehaltsniveau in Frankreich bei
> gleicher Qualifikation auf tschechischen Niveau, das ist etwa die Hälfte
> des deutschen. Die Lebenshaltungskosten in Paris sind aber deutlich
> höher als hierzulande.
>
> Andererseits gibt es in Frankreich mehr unbefristete Stellen.
>
> Bei anderen Stellen im öffentlichen Dienst sieht es ähnlich aus.

Weil Frankreich im Gegensatz zu Deutschland begriffen hat, dass nur 
unbefristete Stellen langfristig Gesundheit und wissensaufbau erhalten. 
Hier werden Wissenschaftler kettenbefristet bis zum Rande des burnouts 
getrieben und sind Leibeigene von Professoren und DFG, diesem 
intransparenten Drecksladen.

von Philipp Klaus K. (pkk)


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Arbeiter schrieb:
> Positiv ist hingegen wie sich die "normale" Bevölkerung wehrt und
> Preiserhöhungen, Freiheitsberaubungen und Verschlechterung der
> Arbeitsbedingungen (besonders positiv die französischen "Bahner" welche
> sich nichts gefallen lassen - gut so).

Da ist Frankreich gerade im Güterverkehr Deutschland schon weit voraus: 
Deutschland hat zwar mit nur ca 19% auch bereits einen geringen 
Marktanteil der Schiene im Güterverkehr, aber Frankreich hat es sogar 
geschafft, den dortigen noch deutlich unter die Hälfte des deutschen zu 
drücken.

von (prx) A. K. (prx)


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Arbeiter schrieb:
> besonders positiv die französischen "Bahner" welche
> sich nichts gefallen lassen - gut so

Die europäischen Rentensysteme sind vielfach eine spannende 
Angelegenheit für die nächsten Jahrzehnte. Gerade auch in Frankreich, 
denn hohe Renten bei frühem Renteneintritt bedeuten hohe Umlagekosten. 
Stand 2019: Lokführer gehen mit 52, Kontrolleure ab 57 Jahren in 
Pension.

Versuche, besonders früh verrenteten Berufsgruppen (das ist in F sehr 
kompliziert mit vielen Sonderregeln) einen späteren Renteneintritt zu 
verordern, bringen die Franzosen zuverlässig auf die Barrikaden, was 
ebenso zuverlässig zum Zurückrudern der Regierung führt. Die Barrikaden 
lösen jedoch nicht die Finanzierungsproblematik, weshalb Schauspiele 
ähnlich diesem gerne wiederholt werden.

: Bearbeitet durch User
von Shorty (Gast)


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(prx) A. K. schrieb:
> Die europäischen Rentensysteme sind vielfach eine spannende
> Angelegenheit für die nächsten Jahrzehnte. Gerade auch in Frankreich,
> denn hohe Renten bei frühem Renteneintritt bedeuten hohe Umlagekosten.
> Stand 2019: Lokführer gehen mit 52, Kontrolleure ab 57 Jahren in
> Pension.

Und hier wird ungeniert über die Rente mit 70 debattiert.

Muss ja so sein, wir sind hier ja alle so gleil auf Arbeit!

Beitrag #6885790 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Fpgakuechle K. (Gast)


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Philipp Klaus K. schrieb:
> Arbeiter schrieb:
>> Positiv ist hingegen wie sich die "normale" Bevölkerung wehrt und
>> Preiserhöhungen, Freiheitsberaubungen und Verschlechterung der
>> Arbeitsbedingungen (besonders positiv die französischen "Bahner" welche
>> sich nichts gefallen lassen - gut so).
>
> Da ist Frankreich gerade im Güterverkehr Deutschland schon weit voraus:
> Deutschland hat zwar mit nur ca 19% auch bereits einen geringen
> Marktanteil der Schiene im Güterverkehr, aber Frankreich hat es sogar
> geschafft, den dortigen noch deutlich unter die Hälfte des deutschen zu
> drücken.

Ja, zynische Zeitgenossen könnte meinen, die deutsche Bahn wird in .de 
nur noch betrieben, damit die Bahner Arbeitsplätze haben.


Regional haben längst Individualverkehr und kommunale Buslinien den 
Transport übernohmen. Auch im Fernverkehr hat die Bahn ihre Bedeutung 
verloren. Da gewinnt man schon den Eindruck, die Lokführer leben ihre 
kindisches Hobby 'Lok fahren' auf Kosten der Allgemeinheit aus und 
stemmen sich mit aller Macht gegen den Eintritt in das 
Informationszeitalter (Videokonferenz, Telematik, satt Dienst und 
Servicefahrten).

 So wie viele Unselbstständige, die nicht erkennen wollen, das deren 
Berufswahl vor 30 Jahren obsolet geworden ist.

Beitrag #6885802 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Philipp Klaus K. (pkk)


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Arbeiter schrieb:

> Ich behaupte mal (ohne es genau zu wissen):
> In kleinen Firmen (maximal Mittelstand) die mehr handwerklich
> ausgerichtet sind wird es den Angestellten ähnlich gehen wie in
> Deutschland und letztendlich  praktisch gedacht werden - mangel in
> bestimmten Berufen wird es in F sicherlich auch geben.

Allerdings gibt es einen erheblichen Unterschied in der 
Arbeitsplatzsicherheit:

Einerseits besteht ein stärkerer Schutz vor Kündigungen durch den 
Arbeitgeber.

Andererseits besteht ein höheres Risiko, dass es den Arbeitgeber 
plötzlich nicht mehr gibt: In Frankreich sind Gewerbeuntersagungen 
deutlich häufiger. Wo in Deutschland, wenn bei einer Steuerprüfung nur 
eine kleine Unregelmäßigkeit in der Buchahltung festgestellt wird, diese 
zu einer Nachzahlung führt, kommt in Frankreich gleich die 
Gewerbeuntersagung.
Z.B. Sind viele der in Frankreich vor den Baumärkten herumhängenden 
Tagelöhner ehemalige selbstständige Handwerker.

von (prx) A. K. (prx)


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Fpgakuechle K. schrieb:
> Ja, zynische Zeitgenossen könnte meinen, die deutsche Bahn wird in .de
> nur noch betrieben, damit die Bahner Arbeitsplätze haben.

Bis zur Ära Thatcher fuhren in Grossbritannien auf E-Loks Heizer mit.

Man kann sich einerseits mit Bewahrung alter Sitten zur Unbeweglichkeit 
einzementieren, andererseits mit totaler Flexibilität die Marx'sche 
Prophezeiung verwirklichen. Besser ist zwischendrin.

: Bearbeitet durch User
von Reinhard S. (rezz)


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Fpgakuechle K. schrieb:
> Regional haben längst Individualverkehr und kommunale Buslinien den
> Transport übernohmen.

Eine S-Bahn, Regionalbahn (von diversen Anbietern) oder auch der 
Fernverkehr ist weit von der Bedeutungslosigkeit entfernt. Da würd ich 
eher die kommunalen Buslinien jenseits der Großstädte (dann auch gerne 
von der DB betrieben...) in Richtung "bedeutungslos" schieben

> Da gewinnt man schon den Eindruck, die Lokführer leben ihre
> kindisches Hobby 'Lok fahren' auf Kosten der Allgemeinheit aus und
> stemmen sich mit aller Macht gegen den Eintritt in das
> Informationszeitalter (Videokonferenz, Telematik, satt Dienst und
> Servicefahrten).

Nicht jeder Job kann per Videokonferenz erledigt werden. Und Züge wollen 
am nächsten morgen auch am geplanten Ort sein, idealerweise auch noch 
gewendet.

von Fpgakuechle K. (Gast)


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Reinhard S. schrieb:

> Eine S-Bahn, Regionalbahn (von diversen Anbietern) oder auch der
> Fernverkehr ist weit von der Bedeutungslosigkeit entfernt. Da würd ich
> eher die kommunalen Buslinien jenseits der Großstädte (dann auch gerne
> von der DB betrieben...) in Richtung "bedeutungslos" schieben

Wenn man mit 'Bahn' lediglich die Weselsky-Bahner bei der Deutschen Bahn 
meint, dann stimmt das mit dem Rückgang auch für schienengebundenen 
Stadtverkehr und Umland-Regio. In Berlin wäre das die BVG, im München 
Untegrund der MVG, regional hat die Bahn aus Gründen des Monopolbruchs 
vor einigen Jahren etliches an transdev und Co abgeben müßen (abellio 
Urteil 2011 http://www.zughalt.de/2021/02/zehn-jahre-abellio-urteil/ ).

>> stemmen sich mit aller Macht gegen den Eintritt in das
>> Informationszeitalter (Videokonferenz, Telematik, satt Dienst und
>> Servicefahrten).
>
> Nicht jeder Job kann per Videokonferenz erledigt werden.
Ja, manchmal muss der Hausmeister/Techniker auf seinen Moped/Firmenwagen 
selbst raus zum Schaltkasten ;-)
> Und Züge wollen
> am nächsten morgen auch am geplanten Ort sein, idealerweise auch noch
> gewendet.

Autopilot, computerisiertes Stellwerk.

--
Zum Thema "Als Wirtschaftsflüchtling zum Franzmann" sollte man 
vielleicht das Thema Privatwirtschaft und Staatsunternehmen mal 
beleuchten. Da schubsten die Franzosen öfters was um und damit die 
Arbeitsumstände der Angestellten.
https://www.welt.de/wirtschaft/article153988687/Frankreichs-Staatskonzerne-sind-tickende-Zeitbomben.html

von Pandur S. (jetztnicht)


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Vergesst Frankreich. Deren Wirtschaft ist im freien Fall. Da kommt 
nichts mehr.

von Arbeiter (Gast)


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Hallo

ja ja der Weltuntergang ist auch mal wieder in Frankreich nah...
Warum ist auch Frankreich neben fast allen Westeuropäischen Ländern wohl 
einer der Hauptanlaufpunkte für Wirtschaftsflüchtlinge?
Bestimmt weil es dermaßen abwärts geht...?
Selbst GB wo es momentan einige vollständig selbst gemachte Probleme 
gibt (Dort hat halt die Fraktion "Wir sind die Zahlmeister und nicht 
Herr in unseren eigenen Land" -solcheFlachdenker gibt es leider auch in 
DL- gewonnen und spürt jetzt die Konsequenzen - sehr gut so...!
Wenn es nicht auch fast 50% der unschuldigen und  auch mental 
denkfähigen weltoffenen und im 21 Jahrhundert lebenden Bevölkerung von 
GB treffen würde... ) ist ein beliebtes Ziel von Wirtschaftsmigranten 
und willigen sowie billigen Arbeitskräften was so aber kaum 
ausgesprochen wird...

Also bitte nicht übertreiben - etwas auf und ab ist normal und kein 
einziges westeuropäisches Land (vor allem nicht DL, Benelux, Frankreich, 
Skandinavien) und selbst die meisten EU Osteuropäischen Staaten sind 
weit ab vor einen freien Fall...
Staaten die in freien Fall sind sind (zumindest bezogen was dort noch in 
den 60er bis teilweise 80er Jahre möglich war) findet man ganz 
woanders...

von oszi40 (Gast)


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Pandur S. schrieb:
> Deren Wirtschaft ist

Mich wunderten dort nur viele frisch gedruckte Euro-Scheine im Umlauf. 
Andererseits sollte man Urlaub und Arbeit in F gut auseinander halten! 
Ohne ausreichend Französisch-Kenntnisse wird es dort nicht einfach.

von oszi40 (Gast)


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Ce qui m'a étonné, c'est qu'il y avait beaucoup de billets d'euros 
fraîchement imprimés en circulation.
D'un autre côté, il faut bien distinguer vacances et travail en France !
Sans une connaissance suffisante du français, ce ne sera pas facile.

von (prx) A. K. (prx)


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Arbeiter schrieb:
> Warum ist auch Frankreich neben fast allen Westeuropäischen Ländern wohl
> einer der Hauptanlaufpunkte für Wirtschaftsflüchtlinge?

Weil die vorher nicht µc.net/A&B lesen. ;-)

von Rainer Z. (netzbeschmutzer)


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A votre santé!

von Rick M. (rick-nrw)


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oszi40 schrieb:
> Andererseits sollte man Urlaub und Arbeit in F gut auseinander halten!
> Ohne ausreichend Französisch-Kenntnisse wird es dort nicht einfach.

Menschen, die nur auf Urlaub oder geschäftlich für 'ne Woche in 
Frankreich unterwegs waren erzählen so ziemlich alle, ohne Französisch 
Kenntnisse kommt man kaum weiter.

In Frankreich selbst einen Job zu finden und dort auch zu arbeiten 
dürfte noch erheblich schwerer sein.

In vielen Unternehmen in Deutschland wechselt man halt auf Englisch, bei 
ausländischen Mitarbeitern, die oft nur für wenige Monate in Deutschland 
arbeiten.
In Frankreich ist das wohl eher die Ausnahme.

Paris ist wohl eine der teuersten Städte in Frankreich.
Was zieht mich BERUFLICH in diese Stadt, wenn ich erst anfange die 
französische Sprache zu lernen?

Das ist einfach nur Schwachsinn!

OK - Deutschland, kein Problem, du sprichst ja sicher Englisch!

von Reinhard S. (rezz)


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Fpgakuechle K. schrieb:
>> Und Züge wollen
>> am nächsten morgen auch am geplanten Ort sein, idealerweise auch noch
>> gewendet.
>
> Autopilot, computerisiertes Stellwerk.

Ersteres versucht irgendwie keiner ernsthaft (oder sie scheitern 
ständig), auch wenn die Voraussetzungen deutlich günstiger sind als auf 
der Straße.

von quotendepp (Gast)


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Reinhard S. schrieb:
> Fpgakuechle K. schrieb:
>
>>> Und Züge wollen
>>> am nächsten morgen auch am geplanten Ort sein, idealerweise auch noch
>>> gewendet.
>>
>> Autopilot, computerisiertes Stellwerk.
>
> Ersteres versucht irgendwie keiner ernsthaft (oder sie scheitern
> ständig),

die afb (automatische fahr- und bremssteuerung) der siemens vectron 
scheitert je nach beladung hin und wieder schon (trotz etcs l2 in fs) an 
einem kesselzug in der ebene. steilstrecken abwärts schafft sie 
überhaupt nicht ohne heißläufer an den wagen.

von Frankreich Kenner (Gast)


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(prx) A. K. schrieb:
> Versuche, besonders früh verrenteten Berufsgruppen (das ist in F sehr
> kompliziert mit vielen Sonderregeln) einen späteren Renteneintritt zu
> verordern, bringen die Franzosen zuverlässig auf die Barrikaden, was
> ebenso zuverlässig zum Zurückrudern der Regierung führt. Die Barrikaden
> lösen jedoch nicht die Finanzierungsproblematik, weshalb Schauspiele
> ähnlich diesem gerne wiederholt werden.

Man muss allerdings dazu sagen, dass diese Sonderrenten für gewisse 
Gruppen des öffentlichen Dienstes in Frankreich auch seinen Grund haben. 
Der frühere Renteneintritt ist sozusagen schon im Gehalt mit 
eingepreist. Sehr viele französische Beamte, verdienen nämlich relativ 
wenig. Lehrer verdienen teilweise die Hälfte von dem was man in 
Deutschland bekommt. Selbst wenn man den ein oder anderen Vorteil 
aufrechnet, ist es deutlich weniger. Als Ausgleich dafür dürfen sie 
früher in Rente. Dieser Teil wird oft, gerade von manchen 
Frankreich-Kritikern, gerne übersehen.

Lehrergehälter International:

https://www.finanzen100.de/finanznachrichten/wirtschaft/deutschland-auf-platz-2-wo-lehrer-das-hoechste-gehalt-verdienen_H1391986444_496890/

Beitrag #6887390 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Fpgakuechle K. (Gast)


Angehängte Dateien:

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> Lehrergehälter International:
>
> 
https://www.finanzen100.de/finanznachrichten/wirtschaft/deutschland-auf-platz-2-wo-lehrer-das-hoechste-gehalt-verdienen_H1391986444_496890/


Das ist von Bundesland zu Bundesland anders, da bringt ein Schulwechsel 
von Sachsen nach Brandenburg schonmal 550€/Monat.

von Shorty (Gast)


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Man beachte das Berliner Gehalt. ;)

von Fpgakuechle K. (Gast)


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Shorty schrieb:
> Man beachte das Berliner Gehalt. ;)

Man beachte weiterhin, das  Lehrer in Berlin seit 2004/5 nicht mehr 
verbeamtet werden, weshalb sich in Berlin nur jeder dritter Lehrer im 
Beamtenstatus sonnt.

von Dieter (Gast)


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Fpgakuechle K. schrieb:
> Das ist von Bundesland zu Bundesland anders, ...

Die gesamte Tabelle ist Mist und fast alles verkehrt. Diese stammt von 
der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW). Für politische Zwecke 
wurden dort irgendwelche Zahlen aus einer Tabelle gegriffen ohne auf 
adequate Erfahrungsstufen mit/ohne Weihnachtsgelt zu achten und so 
weiter. Allein schon nur 100 Euro für die private Krankenversicherung 
sind Humbug.

von Fpgakuechle K. (Gast)


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Dieter schrieb:

> Die gesamte Tabelle ist Mist und fast alles verkehrt.

Na dann präsentiere mal Deine Referenzliste mit den richtigen Gehältern.

von Shorty (Gast)


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Fpgakuechle K. schrieb:
> weshalb sich in Berlin nur jeder dritter Lehrer im
> Beamtenstatus sonnt.

Berliner Lehrer kriegen Schmerzensgeld und in Berlin scheint für Lehrer 
eh keine Sonne.

von Senf D. (senfdazugeber)


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Shorty schrieb:
> Fpgakuechle K. schrieb:
>> weshalb sich in Berlin nur jeder dritter Lehrer im
>> Beamtenstatus sonnt.
>
> Berliner Lehrer kriegen Schmerzensgeld und in Berlin scheint für Lehrer
> eh keine Sonne.

Für kein Geld der Welt möchte ich von Beruf Lehrer sein und den 
Hampelmann vor einer Klasse pubertierender, von ihren Eltern nicht 
erzogener Schüler spielen.

von Dieter (Gast)


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Diese Zahlen sind schon näher an der Realität. Manchmal wurde noch 
vergessen, dass die Weihnachtsgeldregelung unterschiedlich ist:
https://karriere.unicum.de/berufsorientierung/berufsbilder/gymnasiallehrer-gehalt
https://www.lehrerfreund.de/schule/1s/lehrer-gehalt/3707

Und dort im Bild stehen die wahren Werte für die PKV:
https://www.krankenversicherung.net/beamte
https://www.krankenversicherung.net/wp-content/uploads/private-krankenversicherung-beamte-kosten.png.webp

von Fpgakuechle K. (Gast)


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Dieter schrieb:
> Diese Zahlen sind schon näher an der Realität. Manchmal wurde noch
> vergessen, dass die Weihnachtsgeldregelung unterschiedlich ist:
> 
https://karriere.unicum.de/berufsorientierung/berufsbilder/gymnasiallehrer-gehalt

Ja aber, das ist brutto, das wird erst realistisch wenn man daraus Netto 
macht. Aber die Grundaussage von den grossen Unterschieden innerhalb 
Deutschlands bleibt. Genauso wie der TO, der von höheren gehalt in 
Frankreich träumt. Dabei kommte ihm ein Jobwechsel innerhelb der Stadt 
etliches mehr bringen. Aber diesen harten Realitätsschock vor der 
eigenen haustür will er wohl vermeiden.

von Shorty (Gast)


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Shorty schrieb:
> Berliner Lehrer kriegen Schmerzensgeld und in Berlin scheint für Lehrer
> eh keine Sonne.

https://twitter.com/argonerd/status/1462869254898864132/photo/1

von oszi40 (Gast)


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Marko Rehns schrieb:
> überlegte in Paris zu arbeiten

Die Wiese des Nachbars ist immer grüner.
1.Warst Du schon dort? j/n?
2.Hast Du Freunde dort? j/n
3.Kannst Du ausreichend französisch j/n?
4.Hast Du Preise verglichen?

von Reinhard S. (rezz)


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oszi40 schrieb:
> 3.Kannst Du ausreichend französisch j/n?

Ja, aber mit der Sprache hapert es noch.

von Senf D. (senfdazugeber)


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Reinhard S. schrieb:
> oszi40 schrieb:
>> 3.Kannst Du ausreichend französisch j/n?
>
> Ja, aber mit der Sprache hapert es noch.

Klassischer Altherrenwitz. 😁

von Dieter (Gast)


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Shorty schrieb:
> Berliner Lehrer kriegen Schmerzensgeld und ...

... Schweigegeld. Sonst würden diese sagen, wie wenig das multikuturell 
wirklich funktioniert. Das nimmt aber bald ab, weil diese mehr in eigene 
Konfessionsschulen gehen werden.

von Senf D. (senfdazugeber)


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Dieter schrieb:
> ... Schweigegeld. Sonst würden diese sagen, wie wenig das multikuturell
> wirklich funktioniert.

Für Schweigegeld ist es aber viel zu wenig.

von klausi (Gast)


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Senf D. schrieb:
> Reinhard S. schrieb:
>
>> oszi40 schrieb:
>>
>>> 3.Kannst Du ausreichend französisch j/n?
>>
>> Ja, aber mit der Sprache hapert es noch.
>
> Klassischer Altherrenwitz. 😁

Immer noch sehr gut 😄

Dieter schrieb:
> Shorty schrieb:
>
>> Berliner Lehrer kriegen Schmerzensgeld und ...
>
> ... Schweigegeld. Sonst würden diese sagen, wie wenig das multikuturell
> wirklich funktioniert. Das nimmt aber bald ab, weil diese mehr in eigene
> Konfessionsschulen gehen werden.
Das klingt nach typischer Politik.. mit etwas Geld kriegt man jeden zum 
Schweigen.. irgendwann kommts raus..

von oszi40 (Gast)


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klausi schrieb:
> Schweigen.. irgendwann kommts raus..

DER TO Marko schweigt schon lange.

von Martin K. (mkmannheim) Benutzerseite


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oszi40 schrieb:
> DER TO Marko schweigt schon lange.

Was das Thema aber nicht uninteressant macht!

Hier gibt es einige gut Beiträge wie den hier:
Beitrag "Re: Arbeiten in Frankreich"

Zu dem Thema Paris:

Paris ist nicht gleich Paris. Im Süden um Orsay ist es idyllisch und 
entspannt, wenn auch nicht billiger. Ich habe eine Weile in der Zone 
Artisenne um Les Ulis gearbeitet - völlig normale dörfliche und 
städtische Strukturen, wie hier auch. Wenn es die kleinen Zusatzampeln 
an den Kreuzungen nicht gäbe, würdest du denken, du seist in 
Deutschland.

Leben und Essen ist etwa 10%-20% teuer, Wohnen bis rund 70% bei gleicher 
Qualität und Größe. Die Hotels sind auch 30%-50% teuerer, als hier. 
(gleicher Betreiber !!!)

In Frankreich arbeitet man nur, wenn man wirklich den einen Spitzenjob 
hat, der gut bezahlt ist, oder Franzose ist und keine Lust auf 
Deutschland hat. (Und es ist so, daß 99% aller Franzosen keine Lust auf 
Deutschland hat. 90% haben auch keine Lust auf Deutsche.)

Ich bin schon lange wieder weg aus Frankreich und nutze meine Kenntnisse 
in der Kommunikation.

Eine Weile dort arbeiten, kann nicht schaden!

von Mike (Gast)


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Shorty schrieb:
> Man beachte das Berliner Gehalt. ;)
Da aber nur brutto am oberen Ende rangiert. Die Bayern bekommen trotz 
1000€ weniger brutto netto mehr heraus. Ob die Steuern in Berlin so hoch 
sind?

von Lukas T. (guatemal)


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Leben und Essen sind auch zu 20% Schöner bzw. besser haha also Paris hat 
schon einiges zu bieten... aber ja, Mieten sind horrend hoch!! Viel 
Ansparen kann man da wohl nicht...

von Geramont (Gast)


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Lukas T. schrieb:
> Leben und Essen sind auch zu 20% Schöner bzw. besser haha

Die Franzokken chillen auch mind. 20% mehr (Rente z.B. ist auch nach 
Jahrzehnten immer noch nicht reformiert/abgesenkt)

Beitrag #7314853 wurde von einem Moderator gelöscht.
von (prx) A. K. (prx)


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Geramont schrieb:
> Rente z.B. ist auch nach
> Jahrzehnten immer noch nicht reformiert/abgesenkt

Es wird berichtet, Macron wolle mal wieder Prügel beziehen, indem er 
sich diesem Thema erneut widmet. An dem Thema pflegt sich seit längerem 
jeder Präsident die Zähne aquszubeissen.

: Bearbeitet durch User
von Dieter (Gast)


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(prx) A. K. schrieb:
> An dem Thema pflegt sich seit längerem ...

Jene, die jetzt am aktivsten sich dagegen wehren, werden in 10J vor der 
leeren Kasse stehen und das war es dann. Um wenigsten einen Teil wieder 
was auszahlen zu können, wird ein Teil der Rentner eingesammelt werden 
und in Sklavenschiffen an die Arbeitslager in der Wüste Gobi gegen Geld 
verschickt. Es gibt für alles Lösungen, wenn die Zeit reif ist.  ;o) 
;o))

Beitrag #7315827 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #7315878 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #7315886 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #7315895 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #7315905 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #7315911 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #7315952 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #7315955 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #7315992 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #7315996 wurde von einem Moderator gelöscht.
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