1mm Metallstab sauber abschneiden

Gast #6890965
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Moin,

ich habe hier einen längeren Metallstab mit 1mm Durchmesser und will den 
in 5mm kurze Stifte schneiden. Dabei soll die Schnittkante möglichst 
glatt sein, ich brauche das für ein physikalisches Experiment. Die Länge 
sollte auch reproduzierbar sein. Und ich brauche da einige (so 100) von, 
also ist manuell glattschleifen auch nicht so super.

Einfach mit ner Zange, wird mir die Oberfläche nicht glatt genug.
Ich hab einen Halter gebaut, dass nur 1mm übersteht und dann versucht 
das mit der CNC abzufräsen, das verbog den Pin aber auch nur. (Ich hatte 
die vorher grob zugeschnitten.)

Habt ihr da Vorschläge?
Gast #6890974
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Ein stink normalen Dremel den man dann halt via Halter perfekt im Winkel 
halten muss.

Alternativ gibt es da Speziell Trennvorrichtungen.

https://www.amazon.de/Proxxon-Micromot-Kappgerät-85W-KG/dp/B002Z8H5TE

Bitte beachten das man bei Metall eine Extra Trennscheibe braucht.

Das Teil wird im Modellbau eingesetzt. Nicht preiswert aber 100 Euro 
sind in den Fall eine Anschaffung fürs Leben. Alternativ kann man es mit 
wenig Verlust bei Ebay verkaufen.

Ich weiß das, weil ich da oft nach Geräten von Proxxon gesucht habe, und 
die Gebote bis zu 90% an den Neupreis heran kamen.
Gast #6891001
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Das Material ist wichtig ?
Ich frag weil's die Dinger fertig zu kaufen gibt. Bei Ama* unter dem 
Titel

CHENSHUAI Prämie Lager Stahlnadelstift Zylinderstift Runde 
Positionierstift 1mm / 1,2mmx3 4 5 6 7 8 9 10 12 14 15 16 18 20 GCR15. 
(Diameter : Diameter 1mm, Length : 5mm-50PCS)
Gast #6891041
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Harald W. schrieb:
> Tzpischerweise macht man das auf ner Drehmaschine mit nem Abstechstahl.

löl.  Würde ich nicht machen wollen.

Bei den dünnen Material und der kurzen Länge wäre das sehr Gefährlich. 
Ich würde mein Chef den 1 mm Draht (mehr ist das in meinen Augen nicht) 
um den Hals wickeln wenn er mit so einer Idee angekommen wäre.

Sobald der Motor anläuft ist das Ding abgeknickt. Fixieren ist bei 5 mm 
nicht möglich. Es hat schon seinen Grund warum es Kappsägen gibt.

Und ich habe in meiner Jugend in der Ferienarbeit mal an einer (nicht 
Computergesteuerten) Drehbank gearbeitet.
Gast #6891049
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Tatsächlich ist das Material wichtig. Ist was mit niedrigem 
Wärmeausdehnungskoeffizient (muss ich nochmal nachgucken).

Kappsäge könnte gehen. Ich überleg das mal.

Danke auf jeden Fall schonmal für die Hinweise.
#6891082
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Udo S. schrieb:

> Dreher schrieb:
>> Schlaumaier hat Null Ahnung.
>
> Der ist Vollprofi:
>
> Schlaumaier schrieb:
>> Und ich habe in meiner Jugend in der Ferienarbeit mal an einer (nicht
>> Computergesteuerten) Drehbank gearbeitet.

Vielleicht hat der Schlaumaier ja einer solchen Drehmaschine gearbeitet:
https://remontenergo.ru/upload/medialibrary/4d2/4d29360a73228fbac9cf81cccae32584.png
#6891094
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Klaus R. schrieb:
> Wie?

Habe ich doch oben geschrieben: Zwei Stücke Stahl aufeinanderschrauben, 
dass sich ein Gelenk bildet. Perfekt ist es, wenn eines davon die Dicke 
hat, die die Länge des Endprodukts hat. 1,x mm Bohrung durch beide. Eine 
Seite in den Schraubstock. Draht durchstecken, Gelenk mit Zange oder 
Hammer verdrehen.

Klaus R. schrieb:
> Definiere "Hausmittel".

Das übliche. Hammer, Bohrmaschine, Schraubstock, Meißel, Drehbank, 
Fräsmaschine, Fleischwolf, Küchenmaschine, Kühlschrank, Rasenmäher, 
Brotbackautomat, Lötkolben, Küchenschere und Klobürste.
Beitrag #6891100 wurde von einem Moderator gelöscht.
#6891106
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Matthias schrieb:
> Also einfach zwei Löcher in Stahl bohren, durchschieben und dann
> gegeneinander verschieben oder wie?

Im Prinzip: Ja. So funktionieren Stangenbrecher. Je genauer die Führung, 
desto glatter die Bruchkante.

Wenn Du eh ne CNC da hast, hast Du sicherlich auch ansonsten 
vernünftiges Werkzeug da. Ich hätte wohl spontan eine Blechschere 
zweckentfremdet, indem ich mit einem 1,2-mm-VHM-Bohrer dort die 
entsprechende durchgehende Bohrung eingebracht hätte. Oder irgendeinen 
alten Seitenschneider (durchs Gelenk bohren).
Gast #6891161
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Eure ganzen Lösungen QUETSCHEN die Schnittstelle. Genau DAS will der TO 
nicht.

Eine Kappsäge SÄGT. Also die trennt Material von Objekt ab. Nennt man 
Schnittverlust. Weshalb ich im Baumarkt auch immer Frage wie Dick das 
Sägeblatt ist. Das können DA schon mal 4 mm sein. Und da ich oft 
"fertiges Holz = Balken, Latten etc. " zuschneiden lasse ist das 
wichtig.

Und die, die ich ihm Empfohlen habe ist extra für so ein feines Zeug 
entwickelt worden. Die wird fast nur im Modellbau eingesetzt. Weshalb 
die Max. Schnitttiefe auch "nur" bei lausigen 13 mm liegt.

Falls der TO mal was mit Elektronik machen sollte. Man kann damit auch 
prima Abstandshalter + Schrauben kürzen ;)

Was die Drehbank angeht. Die hier trifft es so halbwegs.
https://industry-pilot.de/de/drehmaschine-konventionell-colchester-master-2500-110523/p100795

Allerdings fehlte bei "meiner" der Regler/Schalter k.a. mit den bunten 
Kreis drumherum. Das genaue Modell finde ich nicht mehr, liegt 
vermutlich daran das heutzutage keiner mehr ne Drehbank will die nicht 
mit Elektronik voll gestopft ist.

Hier noch ein andere Link der genau Zeigt (Foto) wie das funktioniert.
https://www.gk-modellbau-shop.de/epages/61220080.sf/de_DE/?ObjectID=68465405 
nur das das Teil da ca 5-7 mm dick ist.
Gast #6891260
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Matthias schrieb:
> Ich hab einen Halter gebaut, dass nur 1mm übersteht und dann versucht
> das mit der CNC abzufräsen, das verbog den Pin aber auch nur. (Ich hatte
> die vorher grob zugeschnitten.)

Naja, bei sowas fräst man den Halter gleich mit ab, da das Werkstück 
komplett im Halter geklemmt wird.

Damit Du jetzt nicht 100 Halter fertigen musst, fertigst Du z.B. 4 
Halter wo Du jeweils 25 dieser Drähtchen in einer Reihe spannst. Der 
Halter ist dicker als die Drähtchen lang. Dann fräst Du einmal von der 
einen Seite drüber, bzw. durch den Halter, und dann von der anderen. Der 
Halter kommt danach in die Reste-Kiste.

Der Halter besteht einfach aus zwei Streifen bzw. Rechteckprofilen mit 2 
Führungsstifte und ein paar Klemmschrauben.  Auf die Stifte kannst Du 
evtl. verzichten. Kommt auf die Umstände drauf an. Die Kontaktflächen 
vorher kurz überschleifen. Dann die beiden Streifen mit dünner Folie 
dazwischen in der Dicke der "Klemmzulage" klemmen, und auf der CNC 25 
Löcher genau mittig auf der Kontaktfläche bohren.

Den Rest kannst Du Dir denken: Ausspannen, Folie entfernen, Drähtchen 
rein, und klemmen.

Mit solchen Methoden (Halter opfern) kannst Du auch Alufolie fräsen.
#6891692
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Walter T. schrieb:
> Im Prinzip: Ja. So funktionieren Stangenbrecher. Je genauer die Führung,
> desto glatter die Bruchkante.

Inzwischen scheint man glatte Schnittflächen gut im Griff zu haben. 100% 
Glattschnitt bei Stanzteilen:

https://www.blechnet.com/100-glattschnitt-wenn-werkstuecke-ohne-nachbearbeitung-passen-muessen-a-502801/

Das könnte man bei dem von dir beschriebenen Werkzeug auch mit 
einbringen indem die Schneidebacken den Draht spannen.
#6891724
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Matthias schrieb:
> Und ich brauche da einige (so 100) von,
> also ist manuell glattschleifen auch nicht so super.

Oh mann...

Mit nem Dremel in einer Halterung und einem Winkel mit Anschlag zur 
Führung dauert das keine 15 Minuten.

Ausser, deine 5mm müssen auf 1 Mikrometer genau werden, und die 
Schnittfläche entsprechend winkling und eben. Dafür such dir einen 
Uhrmacher o.ä, der macht dir die Dinger - für den Preis einer mittleren 
Rolex.

Oliver
Gast #6891757
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> Was die Drehbank angeht. Die hier trifft es so halbwegs.
> 
https://industry-pilot.de/de/drehmaschine-konventionell-colchester-master-2500-110523/p100795

Tja, mit Kanone Schiessen und sich wundern dass der ganze Schwarm 
Spatzen weg ist...

Schaublin 102 (oder 70 oder 65 oder eine andere Uhrmacherdrehbank) und 
zwingend SPANNZANGE statt Dreibackenfutter. Hey: 1mm Durchmesser!


Egal ob Kappsaege/Dremel, Bolzenschere, (CNC-)Fraeser oder Drehmeissel: 
die Schneidenwinkel + Schnittgeschwindigkeit sollen dem Material 
angepasst sein und SCHARF sein, nur dann wird es sauber, genau und 
praezise.

Offensichtlich ist das Material auch "relativ weich" (zäh auch?) Also 
mit so wenig Überstand wie möglich einspannen, besser auf 
"Opfermaterial" abgestützt (s.anderer Beitrag oben) - gilt ebenso für 
alle Maschinenarten.

Es ist nun mal nicht ganz dasselbe ob an 5mm oder 1mm Durchmesser 
zerspant wird.

Schlaumeier will's nicht können: kein Problem, DER ist endgültig keine 
Referenz.
Gast #6891935
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Harald W. schrieb:
> Aber vermutlich hast Du nie richtig gelernt, wie man mit einer
> Drehmaschine arbeitet. :-(

Und wie macht man das auf einer Drehbank? Wie viel Stücke kann man da 
etwa abstechen ohne umzuspannen?

Am Ende muss es ja weniger Aufwand sein als per Dremel oder 
nachschleifen.
Gast #6892019
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achs schrieb:
> Und wie macht man das auf einer Drehbank? Wie viel Stücke kann man da
> etwa abstechen ohne umzuspannen?

EINS.

Egal welche Drehbank, wenn das 1 mm Material in Rotation gesetzt wird, 
wird das eine "abgewinkelte" Peitsche. Da kann man mir erzählen was man 
will.

Und bei 5 mm Stücken will ich sehen wie man die in einen Mitläufer 
einspannt.

Sowas schafft nicht einmal diese "Drehbank" : 
https://thecooltool.com/produkte/unimat1-classic

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