Forum: Markt [V] Tektronix 2445A Analoges Oszilloskop 4 Kanäle


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von Tim T. (tim_taylor) Benutzerseite


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Nabend,

angeregt durch einen anderen Verkaufsthread möchte mich nun auch von 
meinem Tektronix 2445A trennen, da ich einfach nichts mehr damit mache. 
Zum Lieferumfang gehören neben dem Oszilloskop, das Netzkabel, 2 billige 
TESTEC Tastköpfe (25 MHz Bandbreite), die dem Oszilloskop nicht im 
geringsten gerecht werden, sowie die Anleitung vom 2445(!). Die 
Anleitung vom 2445 passt zwar nicht komplett, deckt aber 99% der 
Funktionen ab.
Das Service Manual dazu gibts hier: 
https://download.tek.com/manual/tek-2445a.pdf

Als Hinweis auf das Offensichtliche: Es handelt sich um ein gebrauchtes, 
älteres, analoges Oszilloskop, es gibt also keine Speicherfunktion. 
Ansonsten hat das Oszilloskop ein paar kleine Schrammen am Gehäuse, 
funktioniert allerdings ohne Probleme.

Als Preis hatte ich mir 250,- € dafür vorgestellt und würde es am 
liebsten nicht verschicken. Abzuholen wäre es im mittleren Emsland / 
Niedersachsen.
Falls es doch verschickt werden soll, kostet dies natürlich extra und 
ich übernehme keine Haftung für eventuelle Schäden, Sorry.

: Bearbeitet durch User
von Andrew T. (marsufant)


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Ein schönes Gerät,
darf ich dir 2 Tips dazu geben:

- alle Manuals im download (also auch das sehr gut gemachte Operating 
manual):
https://w140.com/tekwiki/wiki/2465A

- ich vermute mal das die Strahldarstellung deutlich schärfer ist als es 
die Fotos zeigen. Denn "normalerweise" zeigen diese 24xx Scopes dank 
20kV Nachbeschleunigung ein 1A Bild.
IMHO liegt das an der DigiCam und deren Sensor. Ich setze dazu bei 
meiner die Empfindlichkeit (gibt es ein Untermenü im medionteil) auf 
Minimum. Ebenso sollte Umgebungslicht passend sein. Dann funktioniert 
das deutlich besser.

Sollte der Strahl am Gerät allerdings wirklich unscharf sein....

von Rainer Z. (netzbeschmutzer)


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Andrew T. schrieb:
> Sollte der Strahl am Gerät allerdings wirklich unscharf sein....

... dann was?

von Karls Q. (karlsquell)


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Rainer Z. schrieb:
> Andrew T. schrieb:
>> Sollte der Strahl am Gerät allerdings wirklich unscharf sein....
>
> ... dann was?

Dann hätte es den Wert eines Briefbeschwerers, denn man kann dann davon 
ausgehen, dass auch andere Komponenten von starker Alterung betroffen 
wären.

von M. H. (m-h)


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Andrew T. schrieb:
> Sollte der Strahl am Gerät allerdings wirklich unscharf sein....

Schau mal auf die Beleuchtung der Bedienelemente: auch schwammig. Wohl 
ein Belichtungsfehler.

von Hans-Georg L. (h-g-l)


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Für Analog-Liebhaber sind das super Geräte ich habe ein 2467B.

Wer so ein Gerät kauft sollte löten können, denn es müssen ein paar 
Elkos getauscht werden die auslaufen und mit der Zeit die Leiterplatte 
zerfressen.

von Tim T. (tim_taylor) Benutzerseite


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Andrew T. schrieb:
> Ein schönes Gerät,
> darf ich dir 2 Tips dazu geben:
>
> - alle Manuals im download (also auch das sehr gut gemachte Operating
> manual):
> https://w140.com/tekwiki/wiki/2465A

Ja, ich hab auch irgendwo noch die Pdf-Anleitung vom 2465A auf der 
Platte liegen, nur da diese eben formell fürs 2465A ist und ich den Link 
der Seite auch nicht mehr hatte wo ich das Ding runtergeladen habe, 
hatte ich es nicht erwähnt. Mir sind Papieranleitungen eh lieber und die 
fürs 2445 ist eben vorhanden und passt fast zu 100% auf das Oszi.

Edit: Gerade gesehen dass die auf der Seite angegebene Anleitung für die 
ganze Serie ist und demnach auch für das 2445A gilt. Vielen Dank für den 
Link.

> - ich vermute mal das die Strahldarstellung deutlich schärfer ist als es
> die Fotos zeigen. Denn "normalerweise" zeigen diese 24xx Scopes dank
> 20kV Nachbeschleunigung ein 1A Bild.
> IMHO liegt das an der DigiCam und deren Sensor. Ich setze dazu bei
> meiner die Empfindlichkeit (gibt es ein Untermenü im medionteil) auf
> Minimum. Ebenso sollte Umgebungslicht passend sein. Dann funktioniert
> das deutlich besser.

Ja, genau so ist es. Die Digicam war in dem Fall ein iPhone einfach mit 
Standard Einstellungen und die Umgebungsbedingungen alles andere als 
Ideal (gedämpfteres warm-weißes Kunstlicht) dazu kommt dass die 
Strahlintensität auf dem Telefon deutlich stärker angezeigt wird als sie 
mit bloßem Auge wahrgenommen wird. Hab darum nochmal ein Foto unter 
besseren Bedingungen gemacht aber trotzdem kommt das Bild nicht so gut 
rüber wie es in Wirklichkeit ist. Mit bloßem Auge erkennt man z.B. 
problemlos die einzelnen Lichtpunkte der Ziffern und Buchstaben.

>
> Sollte der Strahl am Gerät allerdings wirklich unscharf sein....

Nein, ist er nicht.

Edit: Und aus irgendwelchen Gründen berücksichtigt die Forensoftware die 
Information zur Ausrichtung nur manchmal beim Verkleinern. Wirklich alle 
Bilder wurden von mir im Querformat gemacht.

Edit2: Nach Durchsicht der Exif Daten scheint wohl so zu sein, dass es 
einen Unterschied macht wie herum das Bild im Querformat gemacht wurde.

: Bearbeitet durch User
von Andrew T. (marsufant)


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Tim T. schrieb:
> Edit: Gerade gesehen dass die auf der Seite angegebene Anleitung für die
> ganze Serie ist und demnach auch für das 2445A gilt. Vielen Dank für den
> Link.

Gern geschehen. Eben deswegen nannte ich den Link, weil er für alle 
24X5A die Dateien an einem Ort hat.


>> IMHO liegt das an der DigiCam und deren Sensor. ..
>
> Ja, genau so ist es. Die Digicam war in dem Fall ein iPhone einfach mit
> Standard Einstellungen und die Umgebungsbedingungen alles andere als
> Ideal (gedämpfteres warm-weißes Kunstlicht) dazu kommt dass die
> Strahlintensität auf dem Telefon deutlich stärker angezeigt wird als sie
> mit bloßem Auge wahrgenommen wird. Hab darum nochmal ein Foto unter
> besseren Bedingungen gemacht aber trotzdem kommt das Bild nicht so gut
> rüber wie es in Wirklichkeit ist. Mit bloßem Auge erkennt man z.B.
> problemlos die einzelnen Lichtpunkte der Ziffern und Buchstaben.

Ja, das liegt stark am Sensor, daher ist die Kompensation nötig.
Die neuen Fotos passen auch besser zu dem wie ich es von den 24xx kenne: 
Eine gestochen scharfe Abbildung bei korrekt arbeitenden Geräten.

Du hast also ein sehr schönes Gerät, als portables analog Scope finde 
ich die 24xx heute immer noch ein tolles 4Kanal Scope(s).

von M. K. (matthias_k33)


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Richtig scharf könnte  Tek 2000er  nie (ebensfalls 7000er und viele 
Halbleiterbasierte Tektronix)  Das Schärfe ist soweit in Ordnung.

Richtig gute Schärfe hat  Tek mit Elektronenröhren drinnen. (besonders 
545B /547, 549, 556)
Grund: Gitter nach Ablenkplatte ist bei alte Bildröhren nicht vorhanden. 
Das kostet Empfindlichkeit, weil Nachbeschleunigungsfeld ins 
Ablenkplatte wirkt.

Bildröhren für halbleiterbasierte Tek hat meist Gitter nach 
Ablenkplatte: Das kostet Schärfe. Dafür ist CRT  recht empfindlich und 
damit ist schnelle Ablenkverstärker mit Halbleiter möglich.(schnelle 
Halbleiter hat geringe Spannungsfestigkeit)

von Volker S. (sjv)


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Hans-Georg L. schrieb:
> Für Analog-Liebhaber sind das super Geräte ich habe ein 2467B.
>
> Wer so ein Gerät kauft sollte löten können, denn es müssen ein paar
> Elkos getauscht werden die auslaufen und mit der Zeit die Leiterplatte
> zerfressen.
Die Tek 24xx Serie stellt den letzten und höchsten Entwicklungsstand 
analoger Oszilloskop- Technik dar.

von Hans-Georg L. (h-g-l)


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Volker S. schrieb:

> Die Tek 24xx Serie stellt den letzten und höchsten Entwicklungsstand
> analoger Oszilloskop- Technik dar.

Es gab noch die 7000er Serie.

von Volker S. (sjv)


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Hans-Georg L. schrieb:
> Es gab noch die 7000er Serie.

Die waren aber älter, erheblich größer und hatten auch nicht die Cursor 
Meßfunktionen und die Selbsttestfunktion. Die 24xx waren die letzten 
analogen Spitzen-Oszilloskope von Tek.

von Andrew T. (marsufant)


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Volker hat das schon korrekt erklärt.

von Hans-Georg L. (h-g-l)


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Volker S. schrieb:
> Hans-Georg L. schrieb:
>> Es gab noch die 7000er Serie.
>
> Die waren aber älter, erheblich größer und hatten auch nicht die Cursor
> Meßfunktionen und die Selbsttestfunktion. Die 24xx waren die letzten
> analogen Spitzen-Oszilloskope von Tek.

Ich habe mich von den höheren Nummern verwirren lassen. Du hast 
natürlich recht.

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