Ich gebe zu, dass ich mich bislang noch nicht ernsthaft mit Windows 11
auseinandergesetzt habe.
Allerdings habe ich 2 nicht allzu alte Thinkpads, X1 (3. oder 4. Gen)
und W541, jeweils mit i7 und 8 bzw. 16GB RAM, deren Hardware laut MS
nicht mit Win11 kompatibel ist. Zum einen wird der Prozessor des x1
nicht unterstützt, zum anderen haben sie nur TPM 1.4 statt 2.0. Mag
sein, ob sich das irgendwie aushebeln lässt, aber ich nehme an dass die
Lebensdauer solcher Geräte mit dem Supportende von Win10 für die meisten
Benutzer unweigerlich erreicht ist? Ja, Linux, ich weiß. Aber für die
Masse heißt es ja wohl neu kaufen?!
Ja, meine Rechner sind schon alt, aber ab wann ist Hardware denn Win11
tauglich?
Hab gerade nen Artikel in die Richtung gelesen, in dem die
Softwareproblematik gar nicht erwähnt wird.
https://www.spiegel.de/wirtschaft/refurbishment-reparieren-statt-kaufen-gebraucht-ist-das-neue-geil-a-eb4349c3-c2f2-4813-b547-e2a1df62c344?sara_ecid=soci_upd_wbMbjhOSvViISjc8RPU89NcCvtlFcJ
Handys ohne Sicherheitsupdates sind ja auch gar nicht so geil...
Hauke Haien schrieb:> aber ich nehme an dass die> Lebensdauer solcher Geräte mit dem Supportende von Win10 für die meisten> Benutzer unweigerlich erreicht ist?
Naja, das W541 ist von 2015 und das Supportende von Win10 ist Oktober
2025. Das sind 10 Jahre. Da kann man dann schonmal neue Hardware kaufen.
Ob man dann ein Win1x drauf laufen lässt ist ne andere Frage.
Vom neuen Windows 11 her gesehen ist es eine gewollte Software
Obsoleszenz!
Da sind auch viele PCs dabei, die gerade erst 3 Jahre alt sind, die
nicht unterstützt werden!
Mit den bekannten Tricks (Rufus) läuft Windows 11 ohne Probleme auf
ältere nicht unterstützter Hardware.
Updates gibt es zurzeit auch noch.
Ich hab hier zum Test einen alten IBM ThinkPad T500 mit Windows 11
ausgestattet.
Einen Großteil der Treiber hatte Windows selber installiert, nur bei 2
musste ich die von Lenovo herunterladen und installieren.
Naja, 10 Jahre halt. Allerdings sehe ich in den nächsten 3-4 Jahren
keine so gewaltigen Innovationen kommen, dass die Rechner dann nicht
mehr für die digitale Grundversorgung Surfen, Netflix, Office, Mail,
etwas programmieren reichen sollten.
Und ja, ich besitze inzwischen auch schon einen aktuelleren Rechner mit
i9 etc., der Win11 tauglich ist.
Bloß ist der Unterschied in 90% der Alltagssituationen kaum wirklich zu
spüren...
Die Rechner, die von Windows nicht mehr unterstützt werden, sind ja
nicht obsolet, sondern Superschnäppchen für Linux-User, die bspw. einen
gebrauchten Zweitrechner zum Basteln suchen.
Ich bin zwar kein Freund von Microsoft, aber eins muss man der Firma
zugute halten: Ihre Unterstützung von Linux wird von Jahr zu Jahr
besser.
Weiter so, Microsoft!
Reinhard S. schrieb:> Naja, das W541 ist von 2015 und das Supportende von Win10 ist Oktober> 2025. Das sind 10 Jahre. Da kann man dann schonmal neue Hardware kaufen.> Ob man dann ein Win1x drauf laufen lässt ist ne andere Frage.
Das vielleicht nicht, aber sich 2021 schon beschweren, dass man sich
2025 eventuell einen neuen PC kaufen muss, ist schon etwas früh.
Bis 2025 läuft noch viel Wasser den Rhein herunter, und Windows 10 wäre
nicht das erste Windows, bei dem der Supportzeitraum mehrfach verlängert
wird.
Aber selbst wenn 2025 Schluss sein sollte:
Das betrifft ja nur Updates für Windows 10, nicht die Hardware.
Erstens kannn man die Kiste Offline weiter betreiben, wenn man will.
Zweitens kann man alternativ ein Linux drauftun, und auch online sicher
weiterwerkeln. Mein Bastelrechner ist so eine Kiste und 15 Jahre alt,
und mit Linux Mint ist er immer noch gut brauchbar.
Dann ist technische Weiterentwicklung ebenfalls Obsoleszenz.
Du darfst Deine Spiele natürlich weiterhin auf dem C64 spielen. Wenn Du
aber 3D haben willst, musst Du dir leider einen schnelleren Rechner
kaufen.
Jammern sucks schrieb:> Reinhard S. schrieb:>> Naja, das W541 ist von 2015 und das Supportende von Win10 ist Oktober>> 2025. Das sind 10 Jahre. Da kann man dann schonmal neue Hardware kaufen.>> Ob man dann ein Win1x drauf laufen lässt ist ne andere Frage.>> Aber selbst wenn 2025 Schluss sein sollte:> Das betrifft ja nur Updates für Windows 10, nicht die Hardware.>> Erstens kannn man die Kiste Offline weiter betreiben, wenn man will.>> Zweitens kann man alternativ ein Linux drauftun, und auch online sicher> weiterwerkeln. Mein Bastelrechner ist so eine Kiste und 15 Jahre alt,> und mit Linux Mint ist er immer noch gut brauchbar.
Drittens, oder man installiert mit den noch hoffentlich funktionierenden
Tricks Windows 11.
Michael M. schrieb:> Vom neuen Windows 11 her gesehen ist es eine gewollte Software> Obsoleszenz!> Da sind auch viele PCs dabei, die gerade erst 3 Jahre alt sind, die> nicht unterstützt werden!
Nix mit drei Jahren, es geht kürzer:
Ich habe im Dezember 2020 bei Aldi einen kleinen Laptop mit W10-home
gekauft, der für Win11 nicht tauglich ist.
Das baugleiche Gerät wurde im November 2021 unter leicht abgewandeltem
Namen erneut verkauft - das wäre nun gerade mal 6 Wochen alt.
Windows 10 ist doch das letzte Windows. Hat Microsoft selbst verkündet.
😛 Keine Sorge. Immer diese Verschwörungstheoretiker. Ts ts. Glaubt wohl
auch noch das es mal Windows12 geben wird!? Windows 11 ist doch Fake..
Jammern sucks schrieb:> Erstens kannn man die Kiste Offline weiter betreiben, wenn man will.
Oder in einem separaten vLAN weiterbetreiben und dann so Sachen wie
einen Proxy mit entsprechenden Schutzfunktionen benutzen oder auf dem
Proxy einen VPN Dienst laufen lassen und dann Remote über diesen auf dem
Windows 10 Gerät surfen.
Manfred schrieb:> Michael M. schrieb:>> Vom neuen Windows 11 her gesehen ist es eine gewollte Software>> Obsoleszenz!>> Da sind auch viele PCs dabei, die gerade erst 3 Jahre alt sind, die>> nicht unterstützt werden!>> Nix mit drei Jahren, es geht kürzer:>> Ich habe im Dezember 2020 bei Aldi einen kleinen Laptop mit W10-home> gekauft, der für Win11 nicht tauglich ist.>> Das baugleiche Gerät wurde im November 2021 unter leicht abgewandeltem> Namen erneut verkauft - das wäre nun gerade mal 6 Wochen alt.
Was erwartest du von einem Aldi Rechner?
Ich gehe stark davon aus, dass man bei so einem die ältesten CPU
Restposten noch verwertet um die Preise zu drücken.
Und das geht in den letzten 15 Jahren, seit erscheinen der Core2Duo
Prozessoren ja sehr gut, weil diese sich immer noch für reine Office
Aufgaben bestens eignen und der typische Officeanwender mit eingebauter
SSD kaum Unterschiede zu einem neuen Rechner bemerken würde.
Ganz früher, war das noch anders. Da spielte auch RAM eine große Rolle.
Aber für Officeaufgaben sind heutzutage 2 GB RAM bereits genug RAM.
Wie war bisher die Historie von Windows?
Win 7 war gut - Win 8 war schnell weg - Win 10 hat sich bewährt- Win 11
schauen wir mal.
Nur jedes zweite OS hat es wirklich geschafft zu funktionieren.
Wenn das Zukünftig nur noch als Abo verfügbar ist wirds lustig.
Da keine SW fehlerfrei ist nutze ich aktuell das was mir die Arbeit
kostenlos ermöglicht und nicht das was die Marketingversprechen besser
machen soll.
Egal ob Linux oder Win, aber wenn bald bei Win die "KI" dir alles
vorschreibt wann und welchen Knopf zu drücken ist oder es selber macht
was es will dann bin ich weg aus der Fenster auf dem Desktop Welt.
Chris K. schrieb:> Wie war bisher die Historie von Windows?> Win 7 war gut - Win 8 war schnell weg - Win 10 hat sich bewährt- Win 11> schauen wir mal.
Nee.
Windows 2000 war ein großer Wurf, brachte die NT-Mechanismen mit dem
Bedienkomfort von Windows 98 zusammen.
Windows XP war bunter, aber brachte keinerlei Vorteile.
Windows Vista wurde abgelehnt, mit ein paar kosmetischen Retuschen als
Windows 7 verkauft, fanden die DAUs es auf einmal toll. Außer mehr bunt
und noch mehr Dingen vor dem Benutzer zu verstecken, hat es keinen
Vorteil gebracht. Na immerhin hat es ein Netzwerk mit dämlichem
Eigenleben mitgebracht, seine kaum konfigurierbare Firewall angebracht
und bei der Gelegenheit externe Firewalls ausgesperrt.
Windows 8 hatte ich nie in den Fingern.
Dann kam Windoof 10, unstrukturierter und schlechter bedienbar war
Windows noch nie.
Und ja, ich will nicht irgendwas irgendwo installieren, ich will wissen,
wo meine Programme und deren Konfigurationsdateien liegen, ich möchte
Dateien finden ... Windoof geht immer weiter in die Richtung, den
Anwender für doof zu halten und möglichst viel vor ihm zu verbergen.
Manfred schrieb:> Windows Vista wurde abgelehnt, mit ein paar kosmetischen Retuschen als> Windows 7 verkauft
Windows Vista hat immer auf der Festplatte herumgerödelt das in Windows
7 abgestellt wurde.
Ich geb dir in mehreren Punkten Recht. Win 10 hat es nie geschafft das
es dem Anwender Möglich ist seine Einstellungen selber anzupassen.
Win+X hat es ermöglicht den alten Weg für die Einstellungen zu wählen.
Das Win 10 verhalten ließ nicht alles an EInstellungen zu.
Win 10 hat es bisher nie geschafft das es ein konsequentes
"Einstellungen" Menü gibt.
Für mich ist das letzte gute Win OS Win 7, da Win 11 wohl die
weiterentwicklung von Win 10 mit kosmetischen Updates sein wird warte
ich gerne nocmal eine Runde.
Manfred schrieb:> Windows 2000 war ein großer Wurf, brachte die NT-Mechanismen mit dem> Bedienkomfort von Windows 98 zusammen.
Korrekt.
> Windows XP war bunter, aber brachte keinerlei Vorteile.
Das stimmt nicht.
WinXP bekam mit dem SP3 ein paar Verbesserungen in der Sicherheit.
Ab SP2 gab es die Data Execution Prevention.
Außerdem hatte es von Anfang an weiterentwickelte und bessere
Kompatibilitätsmodi, die W2K noch fehlten.
W2K war am Anfang aufgrund instabiler Treiber noch sehr buggy und das
endete oft in einem Bluescreen.
Die Situation änderte sich erst später, als die dann besser wurden.
WinXP konnte von den Verbesserungen bereits profitieren.
Allerdings war W2K natürlich zum Zeitpunkt der Einführung besser als
jedes Windows davor.
> Windows Vista wurde abgelehnt, mit ein paar kosmetischen Retuschen als> Windows 7 verkauft, fanden die DAUs es auf einmal toll. Außer mehr bunt> und noch mehr Dingen vor dem Benutzer zu verstecken, hat es keinen> Vorteil gebracht.
Bei Vista verhielt es sich ähnlich, wie damals bei W2K gegenüber WinXP.
Vista setze den eingeschränkten Nutzer von Anfang an durch, das führte
bei Anwendungen, die Adminrechte verlangten natürlich zu Problemen.
Ebenso gab es Änderungen beim Soundsystem, EAX und Co liefern nicht mehr
via DirectSound und brauchten einen Wrapper.
Als Windows 7 dann rauskam, war ein Großteil der alten Software, die mit
eingeschränkten Rechten Probleme machte, so weit veraltet, dass sie bei
den Anwendern durch neue ersetzt waren, und wenn nicht, gab's überall
Hilfestellungen und neu entwickelte Software, war gleich auf die
Änderungen angepasst.
So hatte Win 7 natürlich den Vorteil einer angenehmeren User Experience
von Anfang an.
Der UAC Dialog wurde entschärft und verbessert, das freute die Nutzer.
Konnte aber wie in Vista eingestellt werden, wenn man auf Sicherheit
wert legte.
> Windows 8 hatte ich nie in den Fingern.
Windows 8 bekam extrem viele Sicherheitsverbesserungen unter der Haube.
Die Kacheloberfläche vergraulte aber die Nutzer, so das viele bei Win 7
blieben.
> Dann kam Windoof 10, unstrukturierter und schlechter bedienbar war> Windows noch nie.
Und Windows 10 profitiert von denen natürlich noch heute.
Außerdem gibt's in Win10 endlich eine vernünftige Unterstützung von
virtuellen Arbeitsflächen.
Walter K. schrieb:> Was erwartest Du denn von der Relotius-Presse?
Betrueger wie Relotius gibt es ueberall und der Spiegel hat nach seiner
Aufdeckung klar Stellung bezogen,nichts unte den Tisch gekekrt und
entsprechende Konsequenzen gezogen.Immerhin stand ihre Glaubwuerdigkeit
und die weitere Zukunft auf dem Spiel.
Hauke Haien schrieb:> deren Hardware laut MS> nicht mit Win11 kompatibel ist.
Hardware und Software unterliegen einer staendigen Weiterentwicklung.Die
ewige "nach unten Kompatibilitaet" gibt es nicht.Als damals die ersten
Farb-TVs auf den Markt kamen,mussten sie soviele Kompromisse eingehen um
noch kompatibel mit der voherrschenden Schwarz-Weiss-Technolgie zu
sein,dass am Ende nur ein verstuemmeltes Farberlebnis das Ergebnis war.
Viel schlimmer als Windows sind die Smartphones.Nach 2-3 Jahren heisst
es neu einkaufen(nicht nur wegen der Akku) wenn man die aktuellste
Androidversion und Apps benutzen moechte.Kurioserweise kraeht da kein
Hahn danach wenn bedenkt,dass manche Smartphones teurer sind als ein
formidabler Laptop mit dem man ordentlich arbeiten kann.
Ich schaetze mal, dass 80% der Smartphones sowieso fuer die Katze
sind.Die User koennen mit den tollen Kameras nichts anfangen,weil sie
die Grundlagen der Fotografie nicht beherrschen.Die wollen einfach nur
"klick" machen.Dass sie fuer teure Zeissoptiken,hochaufloesende
Bildsensoren massiv Knete hinlegen muessen raffen sie gar nicht.Und die
meist benutzte Software duerften Twitter,Facebook,TikTok und anderer
sozialer Kommunikationskram sein.Dafuer braucht man natuerlich unbedingt
Quantenprozessoren und ein entsprechendes OS.
Toxic schrieb:> Als damals die ersten> Farb-TVs auf den Markt kamen,mussten sie soviele Kompromisse eingehen um> noch kompatibel mit der voherrschenden Schwarz-Weiss-Technolgie zu> sein,dass am Ende nur ein verstuemmeltes Farberlebnis das Ergebnis war.
Welche Kompromisse waren das und was wäre alternativ möglich gewesen?
Nano schrieb:> Welche Kompromisse waren das
Bestimmte Bildinhalte führten zu Bildfehlern, weil Farb- und
Helligkeitsinformationen miteinander interferieren können. Eine Folge
der Methode der nachträglich aufgedrückten Farbinformation.
Windows 11 lässt sich auch auf "nicht unterstützten Geräten"
installieren. Dann muss man zwar auch Feature-Updates manuell
installieren, nur Sicherheitsupdates soll es dann automatisch geben,
aber einmal im Jahr kann man auch manuell installieren.
Nano schrieb:>> Windows 8 hatte ich nie in den Fingern.>> Windows 8 bekam extrem viele Sicherheitsverbesserungen unter der Haube.> Die Kacheloberfläche vergraulte aber die Nutzer, so das viele bei Win 7> blieben.
Und genauso ähnlich wird es scheinbar mit Windows 11 passieren, dass
viele Nutzer bei Windows 10 bleiben werden.
Nur hier liegt es an die künstlich hochgelegten Systemvoraussetzungen
wie TPM2.0 und Secureboot.