Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Netzteil mit LM350 und TIP3055 für Ströme bis ca. 4A


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von Max W. (wwworld)


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Hallo zusammen,

ich benötige einmal euren Rat. Ich bin gerade dabei, mir ein Netzteil zu 
bauen. Ich benötige einen Strom von ca. 4 Ampere bei ca. 30 Volt. Da ich 
nun nicht unbedingt alles mir neu kaufen möchte habe ich ein wenig in 
den Schubbladen gekramt und einige Regler und einen passenden Trafo 108 
VA mit Gleichrichterdioden gefunden. Ich könnte mir auch ein 
entsprechendes Schaltnetzteil oder ähnlich kaufen, aber das möchte ich 
nicht.

Im Anhang habe ich die Schaltung eingefügt. Eine Temperaturüberwachung 
wie im fertigen Regler wird nicht benötigt. Kann die nachfolgende 
Schaltung überhaupt funktionieren?

Liebe Grüße Max

von Stefan S. (chiefeinherjar)


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2200µF bei 4 Ampere?
Das reicht nicht. Du hast alleine knappe 20 Volt(Spitze-Spitze) an 
Brummspannung am Kondensator. Das heißt, die Spannung fällt um ca. 20 
Volt zwischen den Perioden ab.

Und 108VA bei 30V und 4 Ampere? ist auch zu wenig.

Auch die 47µF am Transistor scheinen mir ein wenig zu viel - das macht 
die "Regelung" ziemlich langsam.

von Armin X. (werweiswas)


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Nein.
Wie soll denn der Regler die Ausgangsspannung zum Regeln erfassen?

von Norbert (Gast)


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Hmmm, also von 24V AC am Trafo zweimal Diodenflußspannung subtrahieren, 
Verlust in Regelelektronik subtrahieren und dann auf 30V/4A Ausgang zu 
kommen, das finde ich spannend.

von Max W. (Gast)


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Hallo Stefan S. (chiefeinherjar), welche Größe vom Kondensator für die 
Glättung schlägst du vor? Und welche Größe vom Transformator  soll ich 
nehmen?

Gruß Max

von netzteilbauer (Gast)


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Mal abgesehen von dem µc-net typischen, unsäglichen Gesülze zu 
Trafospannung und Belastbarkeit, möchte ich anmerken, daß die ganze 
Erweiterung mit dem 2N3055 weitestgehend sinnfrei ist.
Verwende die Schaltung aus dem Datenblatt des LM350 (oder ähnlich 
317,780x) mit pnp-Leistungstransistor.

Norbert schrieb:
> Hmmm, also von 24V AC am Trafo zweimal Diodenflußspannung subtrahieren,
> Verlust in Regelelektronik subtrahieren und dann auf 30V/4A Ausgang zu
> kommen, das finde ich spannend.

Ja... letztendlich lässt sich das aber nur durch praktischen Aufbau, 
Versuch und Irrtum herausfinden.
Wenn der Trafo alt und nicht auf Kante dimensioniert ist (Kern M102a 
oder sogar b), kann das durchaus funktionieren. Der Ladeelko ist 
allerdings zu klein. 10mF dürfen es sein.

von MaWin (Gast)


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Max W. schrieb:
> Im Anhang habe ich die Schaltung eingefügt.

Der weg zu einem robust funktionierenden Netzteil ist noch weit.

Schau dir mal den SOA Bereich eines 2N3055 an.

Überlege welcher Strom fliesst wenn man den Ausgang kurzschliesst oder 
überlastest

Frage dich, wie aus 108VA dann 120 Watt werden sollen.

Aus 24V werden zwar nach Gleichrichtung 32V Spitze, aber nicht nur die 
beiden Gleichrichterdioden sondern auch der LM350 und der 2N3055 
verbrauchen Spannung. Ganz ab davon, dass 2200uF durch 4A in 1/100 
Sekunde in der es das Netz stützen soll um 18V entlädt.

Auf gut Deutsch: dir fehlen alle Grundlagenkenntnisse um ein simples 
linear geregeltes Netzteil zu bauen.

https://dse-faq.elektronik-kompendium.de/dse-faq.htm#F.9

Für 30V/4V mindestens ein 28V Trafo mit mindestens 6.7A, 205VA. 
Mindestens 22000uF Siebelko. Mindestens 4 2N3055 parallel. Eine 
sinnvolle Überlastregelung damit bei Überlastung abgeregelt wird und 
weder die Transistoren noch der Trafo überlastet wird.

von B. Ratensulz (Gast)


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Praktisch sämtliche "Trickschaltungen zur Stromerhöhung" für
fertige Dreibeiner kosten mindestens dessen Schutzeinrichtungen,
meistens funktioniert das aber auch anderweitig nicht gut.

netzteilbauer schrieb:
> Ja... letztendlich lässt sich das aber nur durch praktischen Aufbau,
> Versuch und Irrtum herausfinden.

Ach so, die genauen Werte meinst Du? Ja, dazu bräuchte man
jedoch auch einen einstellbaren Lastwiderstand entsprechender
Belastbarkeit und genug Zeit für einige Belastungstests - also
nachdem erst mal die Temperaturklasse des Trafos rausfindet
damit man besser ansetzen kann. Usw.

Oder willst Du ihm nach dem Defekt erklären, woran es lag?

Belastbarkeits-Schätzungen und Sicherheitseinrichtungen sind...
eben doch kein "wertloses Gesülze".

Max W. schrieb:
> Ich benötige einen Strom von ca. 4 Ampere bei ca. 30 Volt.

Wofür genau?

Die Last bestimmt doch die Anforderungen des Projekts.

Es gibt Lösungen zwischen SNT-Neukauf und Linearnetzteil
(laut Bild übrigens auch spannungsvariabel - was die zur
Ausnutzung dessen Einstellung "bis ganz nach unten" nötige
Kühlkörpergröße stark erhöht).

Also sag doch mal, wofür/wozu das Teil sein soll.

von Max W. (wwworld)


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Hallo zusammen,

erstmal Danke für eure Tipps.

Benötigt wird die Spannung von ca. 30 V und 3 A für eine Leuchtdiode. (4 
A damit ich noch etwas Puffer habe).

Auch der Trafo scheint mir nach weiteren lesen von einem Fachkundebuch 
nicht geeignet. Wie schon jemand zuvor geschrieben hat. - Aber ich werde 
es einfach mal Versuchen.

Wer könnte mir einmal kurz die formeltechnischen Grundlagen und das 
Verhalten eines Brückengleichrichters erklären. Ich konnte schon viel 
Fachwissen erfassen aber noch nicht alles.

Meine Bauteile

1. Meine Vorgaben
 - Trafo 24 VAC  108 VA  2x 12V / 2x 4,5A
  -> Ich schalte die Sekundärwicklung in Reihe um 24 VAC zu erhalten. 
Somit ergäbe sich ein maximaler Strom von 4,5 A.

Folgendes habe ich schon einmal für mich zusammengetragen.

- Berechnung eines Brückengleichrichters ohne Elko und mit Elko um die 
Spannung zu glätten. Ebenfalls ist mir nun geläufig, das die Dioden 
jeweils 0,7 Volt verbraten. Somit im Brückengleichrichter 1,4 V.

Mal angenommen, ich belaste die Sekundärseite nach dem Gleichrichter und 
einem Elko mit 3 A. Wie berechne ich nun den Strom auf der Sekundärseite 
am Trafoausgang?

Gruß Max

von MaWin (Gast)


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Max W. schrieb:
> Wer könnte mir einmal kurz die formeltechnischen Grundlagen und das
> Verhalten eines Brückengleichrichters erklären

Warum liest du nicht einfach, was hinter den schon genannten Links steht 
?

Dann wüsstest du schon lange, dass ein 4.5A Trafo nur für 2.7A nach 
Gleichrichtung reicht.

von Harald W. (wilhelms)


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Max W. schrieb:

> erstmal Danke für eure Tipps.
>
> Benötigt wird die Spannung von ca. 30 V und 3 A für eine Leuchtdiode. (4
> A damit ich noch etwas Puffer habe).

Vielleicht solltest Du mal den Abschnitt "Netzteile"
in den DSE-FAQ lesen (und verstehen). Dort werden die
meisten Deiner Fragen beantwortet.

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