Tom schrieb:
> Warum sind die Werte so unterschiedlich?
Der Wert ist nicht spezifizierbar.
Während man beim Eingang den Eingangswiderstand kennt und den
Eingangskoppelkondensator so auslegen kann, dass der Abfall bei tiefen
Frequenzen erst unter 20Hz stattfindet, eher so bei 8,
weiss man beim Ausgang nichts über die Belastung. Bei 600 Ohm müsste der
Ausgangskoppelkondensator recht gross werden damit bis 20 Hz noch kein
relevanter Pegelabfall entsteht. Zudem liegt ja immer noch der
Eingangskoppelkondensator der Empfänger in Reihe, 2 gleicht
Kondensatoren in Reihe bedeutet halbierte Kapazitât.
Also macht man den Ausgangskondensator 'gross genug' um immer
ausreichend tiefe Töne übertragen zu können, 33uF ergeben auch bei 600
Ohm noch 8Hz, zu Lasten des Einschalt-Plopps, und manchmal zu Lasten
dass es ein Elko wird, der nicht rauscharm ist.
Bei deiner Schaltung 2, 3 und 4 fehlt aber ein (100k) Widerstand vom
Ausgang nach Masse, und ein Reihenwiderstand (100 Ohm) zum
Ausgangskondensator, damit der OpAmp nicht wegen kapazitiver Last
schwingt. Schaltung 1 macht es richtig (100R dürfen auch direkt an den
OpAmp Ausgang, vor den Kondensator).
Bei den ublichen Audioschaltungen mit positiver und negativer Versorgung
für die OpAmps würde ich den Ausgangskondensator ganz weglassen, man
muss keine Gleichspannung abtrennen wenn die Schaltung sowieso nur ein
paar Millivolt Ruhepegel hat.