Forum: PC Hard- und Software Linux frisch installiert - Rechner bootet nicht


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von Pfosten (Gast)


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Hallo,
ich habe heute morgen Linux Mint 20.3 frisch installiert (gesamte 
Festplatte gelöscht). Die Installation verlieflief problemlos, 
anschließend sollte der Rechner neu gestartet werden.

Doch nun bootet er nicht, und ich bekomme seltsame Fehler (siehe Bild):

"Error: you need to load the kernel first"

Was zur Hölle? Kann mir jemand einen Tipp geben, was ich falsch mache?

von Jack V. (jackv)


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Pfosten schrieb:
> Kann mir jemand einen Tipp geben, was ich falsch mache?

Anhand der dürftigen Informationen nicht wirklich, aber wenn ich raten 
sollte, welche der Möglichkeiten, die zu so einem Fehlerbild führen 
könnten, am wahrscheinlichsten ist: es wurde von einem USB-Stick 
installiert, der nicht auf die empfohlene Weise erstellt worden ist, 
wodurch er während der Installation als Boot-Device hinterlegt wurde.

Wie gesagt: ist geraten – mehr ist anhand der Informationslage nicht 
drin.

von Yalu X. (yalu) (Moderator)


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Auch ich kann dir nicht direkt weiterhelfen, da ich dieses Problem noch
nie hatte. Aber Googeln nach "hwmatch" liefert jede Menge Infos dazu.
Hast du diese schon gelesen?

von Gegenfrage (Gast)


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Frisch installiert? Aber wie denn. Beschreibe mal etwas genauer bitte.

von vollpfosten (Gast)


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CSM UEFI

von Pfosten (Gast)


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Gegenfrage schrieb:
> Frisch installiert? Aber wie denn. Beschreibe mal etwas genauer bitte.

Das war simpel:

1. Mint 20.3 USB-Stick erstellt, von diesem gebootet.
2. Aus dem Live-System heraus die Installation gestartet.
3. Dort angegeben, dass die gesamte SSD platt gemacht werden soll.
4. Nach der Installation gemäß Anweisung den USB-Stick entfernt.
5. Anschießend RETURN gedrückt, um den Rechner neu zu starten.

von Jack V. (jackv)


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Pfosten schrieb:
> 1. Mint 20.3 USB-Stick erstellt, von diesem gebootet.

Wie?

von Gegenfrage (Gast)


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Alle Anweisungen hast Du korrekt befolgt?

von (prx) A. K. (prx)


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Pfosten schrieb:
> 1. Mint 20.3 USB-Stick erstellt, von diesem gebootet.
> 2. Aus dem Live-System heraus die Installation gestartet.
> 3. Dort angegeben, dass die gesamte SSD platt gemacht werden soll.
> 4. Nach der Installation gemäß Anweisung den USB-Stick entfernt.
> 5. Anschießend RETURN gedrückt, um den Rechner neu zu starten.

Bei Linux-Installationen wird oft gefragt, auf welcher Disk der 
Bootloader landen soll. Das sollte dann schon die Systemdisk sein, nicht 
der Stick oder was sonst noch als Medium drinsteckt. Und zwar nicht in 
der Partition, sondern dem Bootrecord der ganzen Disk.

von Paul A. (hefezuechter)


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Pfosten schrieb:
> Doch nun bootet er nicht, und ich bekomme seltsame Fehler (siehe Bild):

Immer die gleichen?

-> Nochmals mit Livesystem booten und grub komplett neu installieren.

von Gegenfrage (Gast)


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von freshcoffee (Gast)


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drueck mal Shift(bios) oder Esc(uefi) waehrend des boot,
kommt ein grub-bootmenu?

von Gegenfrage (Gast)


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Wer spricht hier von multiboot? Eine sehr dumme Idee!

von Le X. (lex_91)


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Gegenfrage schrieb:
> Wer spricht hier von multiboot? Eine sehr dumme Idee!

Bisher nur du, sonst niemand.
Aber ein Bootloader wird auch auf Single-Boot-Systemen benötigt, auch 
wenn er da oft "unsichtbar" ist.

@ TE: Auf Debian-basierten System wie Mint wirst du während des Setups 
normalerweise gefragt, ob und wo du den grub-Bootloader installieren 
möchtest.
Kannst du dich an einen solchen Dialog erinnern? Wenn ja, was hast du 
dort ausgewählt?

Kannst du bitte nochmal das Live-Medium booten und die Ausgabe von
> lsblk
hier posten?

: Bearbeitet durch User
von Mario M. (thelonging)


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Mal Secure Boot und TPM im UEFI Setup deaktivieren.

von Johannes U. (kampfradler)


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Pfosten schrieb:

> "Error: you need to load the kernel first"

Sollte da nicht bei dieser Meldung ein grub-rescue Prompt erscheinen?

von Pfosten (Gast)


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Le X. schrieb:
> @ TE: Auf Debian-basierten System wie Mint wirst du während des Setups
> normalerweise gefragt, ob und wo du den grub-Bootloader installieren
> möchtest.
> Kannst du dich an einen solchen Dialog erinnern? Wenn ja, was hast du
> dort ausgewählt?

Sowas wurde im Setup nicht abgefragt. Es gab da 
"Advanced"-Einstellungen, da bin ich aber nicht rein...

Lustigerweise scheint es sporadisch doch zu funktionieren. Wenn der 
Bootvorgang bei dem eingangs erwähnten Fehler festhängt, und ich mit 
Alt+Strg+Entf den Laptop neustarte, besteht die Chance das er dann 
tatsächlich nach Mint bootet.
Allerdings muss ich da ca. 3 bis 6 mal wiederholen, bis es dann endlich 
klappt.

Da scheint ein Zufallsgenerator am Werk zu sein...

von Chris F. (chfreund) Benutzerseite


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Was für ein System (Hardware)? Was für ein Linux (kernel version)? EFI? 
Bios-Einstellungen auf bereits auf "Werkseinstellungen" zurückgesetzt?

Ausblick: Wenn da der Livestick geht und vorher irgendwas anderes drauf 
lief bekommt man das auch irgendwie hin.

von Le X. (lex_91)


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Chris F. schrieb:
> Was für ein Linux (kernel version)?

Was gedenkst du denn mit dieser Info zu tun?

Pfosten schrieb:
> Da scheint ein Zufallsgenerator am Werk zu sein...

Wenn du mehrere Laufwerke hast die während des Bootens verschieden 
schnell verfügbar sind dann kann das durchaus so wirken.

Kannst du bitte, wenn du es mal schaffst das Mint zu starten, die 
Ausgabe folgender Befehle hier reinkopieren?

> lsblk

> cat /etc/fstab

: Bearbeitet durch User
von Pfosten (Gast)


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Gerne doch :-)

Le X. schrieb:
>> lsblk

NAME        MAJ:MIN RM   SIZE RO TYPE MOUNTPOINT
nvme0n1     259:0    0   477G  0 disk
├─nvme0n1p1 259:1    0   512M  0 part /boot/efi
└─nvme0n1p2 259:2    0 476,4G  0 part /

Le X. schrieb:
>> cat /etc/fstab

# /etc/fstab: static file system information.
#
# Use 'blkid' to print the universally unique identifier for a
# device; this may be used with UUID= as a more robust way to name 
devices
# that works even if disks are added and removed. See fstab(5).
#
# <file system> <mount point>   <type>  <options>       <dump>  <pass>
# / was on /dev/nvme0n1p2 during installation
UUID=67dd3028-fb7a-4744-97cf-f0ff5542bc38 /               ext4 
errors=remount-ro 0       1
# /boot/efi was on /dev/nvme0n1p1 during installation
UUID=0973-58A2  /boot/efi       vfat    umask=0077      0       1
/swapfile                                 none            swap    sw 
0       0

von Jack V. (jackv)


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… vielleicht kommt ja noch mal die Antwort auf die Frage, wie denn der 
Installationsstick erstellt worden ist. Vielleicht ist’s aber auch egal, 
und der ganze Thread nur ’ne Trollmaßnahme?

von Pfosten (Gast)


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Jack V. schrieb:
> … vielleicht kommt ja noch mal die Antwort auf die Frage, wie denn der
> Installationsstick erstellt worden ist. Vielleicht ist’s aber auch egal,
> und der ganze Thread nur ’ne Trollmaßnahme?

Keine Angst. Ich bin nicht hier um zu trollen. Alles was ich möchte, ist 
ein zuverlässig bootendes Notebook :-)

Wenn's also was hilft:
Ich habe den Stick (Marke "Transcend", 64GB) mit Etcher 
(https://www.balena.io/etcher/) bespielt. Als Quelle habe ich das 
offizielle Mint ISO-File benutzt.

von Jack V. (jackv)


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Pfosten schrieb:
> mit Etcher

Das war die Info, nach der ich oben schon gefragt hatte, danke. Damit 
ist die Ursache, die ich als möglich im Kopf hatte, raus.

Was du machen könntest: die UUIDs in die Bootloader-Konfiguration 
schreiben. Wie oben schon geschrieben wurde, ist die generische 
Benennung heute davon abhängig, wann sich ein Device meldet – und damit 
nicht mehr eindeutig. UUIDs hingegen sind immer eindeutig, so dass es da 
egal wäre, in welcher Reihenfolge sich die Sachen melden.

von Pfosten (Gast)


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Jack V. schrieb:
> Was du machen könntest: die UUIDs in die Bootloader-Konfiguration
> schreiben. Wie oben schon geschrieben wurde, ist die generische
> Benennung heute davon abhängig, wann sich ein Device meldet – und damit
> nicht mehr eindeutig. UUIDs hingegen sind immer eindeutig, so dass es da
> egal wäre, in welcher Reihenfolge sich die Sachen melden.

Hast du noch einen heißen Tipp für mich (als Linux-Anfänger)
a) Welche UUID gemeint ist und wie ich die herausbekomme?
b) Wo genau ich die einzutragen habe?

Danke!

von rbx (Gast)


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Pfosten schrieb:
> 3. Dort angegeben, dass die gesamte SSD platt gemacht werden soll.

Hat das Installationsprogramm das so gefragt? "Soll ich SSD 
plattmachen?`" ?

von Pfosten (Gast)


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rbx schrieb:
> Hat das Installationsprogramm das so gefragt? "Soll ich SSD
> plattmachen?`" ?

Sinngemäß ja.

von Le X. (lex_91)


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Pfosten schrieb:
> Hast du noch einen heißen Tipp für mich (als Linux-Anfänger)
> a) Welche UUID gemeint ist und wie ich die herausbekomme?
> b) Wo genau ich die einzutragen habe?

Die UUIDs deiner Partitionen bekommst du mittels blkid (muss als root 
ausgeführt werden).
Schau dir mal /boot/grub/grub.cfg mit einem Editor deiner Wahl an und 
schau, ob die UUID deiner root-Partition da auftaucht.
(Ich gehe davon aus dass dein Mint grub als BL nutzt)

Aber, ich sags dir ehrlich:
Probleme bei der BL-Konfiguration bzw. generell Startup-Probleme sind 
remote nur sehr schwer zu debuggen.
Dir steht einiges an google-Recherche und try & error bevor.
Es ist schon mal gut dass in deiner /etc/fstab UUIDs anstelle von 
device-Files auftauchen.
Das macht es aber umso schwieriger hier weiterzukommen weil es 1000 
Dinge gibt wo sich der Fehler einschleichen kann.
Persönlich hasse ich grub wie die Pest, seit ich Alternativen verwende 
bin ich ein entspannterer Mensch.

: Bearbeitet durch User
von Paul (Gast)


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Le X. schrieb:
> seit ich Alternativen verwende bin ich ein entspannterer Mensch.

Könntest du auch andere zu entspannten Menschen machen?

von Dieter (Gast)


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Pfosten schrieb:
> Gerne doch :-)
>
> Le X. schrieb:
>>> lsblk

Konntest Du noch den USB-Stick mit einer Live-Version starten um diese 
Ausgaben zu generieren?

Bei meinem Lenovo musste ich vorher erst noch etwas im BIOS/UEFI ändern. 
Allerdings ein Schritt musste vom Windows aus vorher erfolgen. Ein 
paar Hinweise auf die Zinken stehen in der Anweisung zur Umstellung auf 
Dual-Boot.

von Le X. (lex_91)


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Paul schrieb:
> Le X. schrieb:
>> seit ich Alternativen verwende bin ich ein entspannterer Mensch.
>
> Könntest du auch andere zu entspannten Menschen machen?

Schwierig.
Wie ich schrub, ich halte es für sehr schwierig, Andere bei 
Startup-Problemen remote zu supporten.
Dafür sind die Systeme zu unterschiedlich.
Probleme und Lösungen lassen sich selten 1:1 auf anderer Leute Systeme 
übertragen.
Außerdem ist man viel auf verbale Beschreibungen angewiesen ("Was siehst 
du wenn du den Rechner einschaltest?") weil sich der Startup-Prozess 
naturgemäß zu einem Zeitpunkt abspielt wo keine Shell zur Verfügung 
steht um Ausgaben abzuspeichern oder hier zu posten.
Da kann man sich, wie jetzt im Falle des TO, nur versuchen irgendwie 
durchzuhangeln.

Wenn du nach Alternativen suchst: auf einem alten Pre-UEFI-Notebook wo 
grub partout nicht wollte verwende ich syslinux.
Auf meinen beiden aktuellen Rechnern verwende ich systemd-boot (ein 
Traum).

Grub nutze ich nur noch auf diversen VMs wo die Hardware hinreichend 
einfach ist und es in der Regel auch nur eine Harddisk mit genau einer 
Partition gibt.

von Entschuldigung (Gast)


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Grub ist zu kompliziert wenn man nur alle Jubeljahre damit zu tun hat.

Bei meinen Rechnern mit diversen unterschiedlichen OS schwitze ich immer 
Blut und Wasser.

Aber die Grub cd hat mir oft weiter helfen können.

Also nun, ran an die Arbeit.

von Le X. (lex_91)


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Entschuldigung schrieb:
> Aber die Grub cd hat mir oft weiter helfen können.

Ich benutze fürs Wiederherstellen/Reparieren von grub immer den Arch 
Linux LiveStick.
Da gibt es das komfortable arch-chroot mit dem man bequem in das 
boot-unwillige OS chrooten kann (auch in apt-basierte Distributionen).
So kann man das betroffene OS praktisch "von innen" reparieren.

Damit hab ich ganz gute Erfahrungen gemacht.
Leider ist das, wie alles was mit grub oder Bootloadern generell zu tun 
hat, für Laien schwierig nachzuvollziehen.

Wohl dem Linux-Anfänger der einen erfahrenen Bekannten zur Seite hat 
(oder alternativ sehr viel Sitzfleisch und einen Hang zum Masochismus).

@TE: traust du dir das zu?
Eine andere Idee habe ich grad nicht wie man dir remote helfen könnte.

von Nano (Gast)


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Pfosten schrieb:
> Kann mir jemand einen Tipp geben, was ich falsch mache?

Das Qualitätsmanagement von Linux Mint war leider schon immer unter 
aller Sau.
Meine Erfahrung mit Linux Mint ist die, dass jedesmal, wenn ich Linux 
Mint außerhalb einer in der regel gut getesteten Virtuellen Maschine 
installiert habe, es nach dem booten in einem schwarzen Bildschirm oder 
irgendeiner Fehlermeldung endete.
Und das ist das Problem. Bei Linux Mint wird zwar alles schön an der 
Oberfläche aufgehübscht, so dass du viel Eye Candy bekommst, wenn es mal 
läuft, aber unter der Haube wird meist vom ursprünglichen System, auf 
dem Linux Mint aufbaut (also Ubuntu oder Debian, bei der Linux Mint 
Debian Edition) mehr verpfuscht als repariert.

Mein Tipp wäre daher.
Besorge dir ein non-free Debian Live Images und installiere das.
Non-free bedeutet nur, dass da auch die propritären Treiber dabei sind, 
die es auf den offiziellen Debian Images aus Lizenzrechtlichen Gründen 
nicht gibt, die Treiber stammen aber dennoch aus den offiziellen Debian 
non-free Repositorys.

Hier gibt es die non-free Images für x86-64:

https://cdimage.debian.org/cdimage/unofficial/non-free/cd-including-firmware/11.2.0-live+nonfree/amd64/iso-hybrid/

Für x86-32, also 32 Bit kannst du das nehmen:
https://cdimage.debian.org/cdimage/unofficial/non-free/cd-including-firmware/11.2.0-live+nonfree/i386/iso-hybrid/

von Nano (Gast)


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Noch eine Ergänzung.

Für jedes Desktop Environment gibt es praktisch ein Live Image.
Meine Empfehlung wäre für moderne Rechner das mit KDE.

Und falls der Rechner nicht so viel RAM hat, also unter 2 GB, dann wäre 
wohl XFCE oder Mate am sinnvollsten.

Natürlich ist es grundsätzlich möglich, alle Desktop Environments 
nachzuinstallieren bzw. bei der Installation auszuwählen.

von kein Platz für Ideologien - erst recht für falsche (Gast)


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Nano schrieb:
> Mein Tipp wäre daher.
> Besorge dir ein non-free Debian Live Images

Ich würde Ubuntu empfehlen (bis er etwas Erfahrung mit Linux gesammelt 
hat) - Ubuntu ist nun wirklich fast Windows ;-)

Aber diese Sache mit "non-free" bei Debian kann ich nur unterstreichen. 
Wenn Debian, dann gleich "non-free". Sonst geht die Geschichte wieder 
von vorne los.

An den Topicstarter: bloss nicht aufgeben ;-)

von Pfosten (Gast)


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kein Platz für Ideologien - erst recht für falsche schrieb im Beitrag 
#6937480:
> An den Topicstarter: bloss nicht aufgeben ;-)

Nein nein, keine Angst. Ich bleibe dran ;-)
Es lässt sich ja aushalten. So oft starte ich den Rechner nicht neu 
(meist wird er nur schlafen gelegt). Und wenn doch, braucht es halt 
drei/vier Anläufe, aber dann klappt's.

Nano schrieb:
> Mein Tipp wäre daher.
> Besorge dir ein non-free Debian Live Images und installiere das.

Nun habe ich schon ein paar Wochen in Mint investiert und mag das OS 
echt gerne. Jetzt ohne (große) Not auf eine andere Distribution 
umstellen würde ich gerne vermeiden.

von Willi (Gast)


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@Pfosten:
Frag halt mal bei linuxmintusers.de, dort beschäftigt man sich nur mit 
Linux Mint und LMDE und versucht nicht, Dich auf eine andere 
Distribution umzubiegen.

von rbx (Gast)


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Pfosten schrieb:
> Nun habe ich schon ein paar Wochen in Mint investiert und mag das OS
> echt gerne. Jetzt ohne (große) Not auf eine andere Distribution
> umstellen würde ich gerne vermeiden.

Würde eh nichts bringen, ich hatte schon ganz viele Linux-Distributionen 
oder auch andere OS angesehen, aber eine, die bei der Installation fragt 
"Festplatte plattmachen?" hatte ich bisher noch nicht.
-> die Wahrscheinlichkeit, dass sich gewisse Dinge wiederholen ist hoch.

Der Punkt war doch bereits bei DOS/Windows alles andere als trivial - 
wenn man das Problempotential nicht erkennt, dann sollte man das mit der 
Festplatte von einem anderen machen lassen, mit etwas mehr Erfahrung und 
Know How in diesem Bereich.

von Mishell (Gast)


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Wenn die Linux Hilfe so aussieht, na dann Gute Nacht!
Keiner sagte ihm die wahre Lösung:
Bootstick Linux Mint auf Desktop anklicken,
und Linux Mint auf die Festplatte installieren.

"Es gibt nichts Gutes, außer man tut es."

von Bränko (Gast)


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Hi.

Versuch doch Mint nochmal zu installieren

von c-hater (Gast)


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Pfosten schrieb:

> NAME        MAJ:MIN RM   SIZE RO TYPE MOUNTPOINT
> nvme0n1     259:0    0   477G  0 disk
> ├─nvme0n1p1 259:1    0   512M  0 part /boot/efi
> └─nvme0n1p2 259:2    0 476,4G  0 part /

> # <file system> <mount point>   <type>  <options>       <dump>  <pass>
> # / was on /dev/nvme0n1p2 during installation
> UUID=67dd3028-fb7a-4744-97cf-f0ff5542bc38 /               ext4
> errors=remount-ro 0       1
> # /boot/efi was on /dev/nvme0n1p1 during installation
> UUID=0973-58A2  /boot/efi       vfat    umask=0077      0       1
> /swapfile                                 none            swap    sw
> 0       0

Das sieht alles völlig normal aus. Versuche einfach mal, vor dem Booten 
alles abzuziehen/auszuwerfen, was sonst noch als Bootdevice in Frage 
kommen könnte.

Also:
- Karten jeglicher Art (z.B. SD)
- USB-Speichergeräte (Sticks, CDROMs und Platten)
- Docking station (die wiederum selber irgendwelche Storage-Geräte
  enthalten/anbinden könnte)

von Εrnst B. (ernst)


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Eigentlich sollte dein Linux ohne CSM über UEFI booten.

Deshalb: Ins Bios/Setup, dort das CSM abschalten. Nicht dass das bei 2/3 
Bootvorgängen einen invaliden Bootsektor findet...

Bei der Bootauswahl (auch im UEFI-Setup/"BIOS") sollte dir ein "Mint" 
oder "Linux" oder so angeboten werden. Das als Default festlegen.

: Bearbeitet durch User
von Dieter (Gast)


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Es funktioniert nicht mehr zu booten, weil der TO die Partition des UEFI 
auch geloescht hat.

von Dieter (Gast)



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Zum Beispiel die Partitionen von Lenovo.

von Εrnst B. (ernst)


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Dieter schrieb:
> Es funktioniert nicht mehr zu booten, weil der TO die Partition des UEFI
> auch geloescht hat.


Die hat der Installer doch frisch wieder angelegt:

Pfosten schrieb:
> NAME        MAJ:MIN RM   SIZE RO TYPE MOUNTPOINT
> nvme0n1     259:0    0   477G  0 disk
> ├─nvme0n1p1 259:1    0   512M  0 part /boot/efi
> └─nvme0n1p2 259:2    0 476,4G  0 part /

Ich vermute immer noch dass entweder das CSM einen alten Bootsektor 
erkennt, der beim "Platte plattmachen" übriggeblieben ist, oder dass 
sich der UEFI-Bootmanager noch an irgendwelche alten Einträge erinnert.
Beides sollte sich im UEFI-Setup beheben lassen.

von Dieter (Gast)


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Εrnst B. schrieb:
> im UEFI-Setup

Im UEFI-Setup muss noch eingestellt werden, welches System als erstes 
booten soll. Bei einigen Rechnern gibt es noch die Boot-Partition am 
Ende der Festplatte. An dem kann es manchmal auch liegen. Ein nicht 
deaktiviertes Fast-Boot oder Secure-Boot von Windows, falls das vorher 
drauf war, kann das auch verursachen.

von Dieter (Gast)


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Hier auch mal nachsehen, wäre zu empfehlen:
https://wiki.ubuntuusers.de/EFI_Problembehebung/

von herbert (Gast)


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Ich habe Mint Mate über ein CD/DVD Image gebootet und dort dann die 
Installation angeschoben.Es lässt sich alles konfigurieren wie zb.wie 
groß Mint auf der Platte werden soll. Ganz oder mit NTFS Partitionen. 
Installieren war problemlos möglich, Probleme hatte ich andere....wie 
andere auch. Leider ist bei Problemen mit Linux die Troll-Zuweisung hier 
nicht so weit weg, sind aber leichter zu packen ,als das was mir täglich 
NTV in Sachen Ukraine vermittelt.Es gibt in der Tat schlimmeres als ein 
Betriebssystem das nicht funzt.

von rbx (Gast)


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Pfosten schrieb:
> Das war simpel:
>
> 1. Mint 20.3 USB-Stick erstellt, von diesem gebootet.
> 2. Aus dem Live-System heraus die Installation gestartet.
> 3. Dort angegeben, dass die gesamte SSD platt gemacht werden soll.
> 4. Nach der Installation gemäß Anweisung den USB-Stick entfernt.
> 5. Anschießend RETURN gedrückt, um den Rechner neu zu starten.

Nur um das nochmal zu wiederholen:

Punkt 3 ist problematisch, weil man Platten nicht einfach plattmacht, 
sondern partitioniert und formatiert -> wie und mit welchen Format wäre 
schon spannend gewesen.

Punkt 5 ist auch deswegen problematisch, weil man normalerweise nicht 
einfach Return drückt, sondern die Taste für den Bios-Setup-Aufruf.

Darüber hinaus ist es auch empfehlenswert, nur ein Minimalsystem zu 
installieren, und den Rest aus dem Internet nachholen.
Das kann man schrittweise machen, und erkennt so auch leichter Probleme 
mit der Software und den "Apps".

von Ein T. (ein_typ)


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Pfosten schrieb:
> Lustigerweise scheint es sporadisch doch zu funktionieren. Wenn der
> Bootvorgang bei dem eingangs erwähnten Fehler festhängt, und ich mit
> Alt+Strg+Entf den Laptop neustarte, besteht die Chance das er dann
> tatsächlich nach Mint bootet.
> Allerdings muss ich da ca. 3 bis 6 mal wiederholen, bis es dann endlich
> klappt.

Möglicherweise warst Du bei Schritt 4 Deiner Installation etwas zu 
ungeduldig und hast den USB-Stick entfernt, bevor der Kernel vollständig 
auf das Persistenzmedium geschrieben worden war?

von Ein T. (ein_typ)


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herbert schrieb:
> Leider ist bei Problemen mit Linux die Troll-Zuweisung hier
> nicht so weit weg,

Das hängt primär vom eigenen Verhalten und der Art und Weise der 
Fragestellung ab. Bisher habe ich in diesem Thread trotz der 
stellenweise ein bisschen... saloppen Formulierungen des TO noch keine 
einzige "Troll-Zuweisung" gelesen -- stattdessen waren und sind nahezu 
alle Teilnehmenden bemüht, dem TO zu helfen. Daß das bei Dir nicht 
funktioniert hat, lag daher weder an Linux noch an diesem Forum oder 
seinen Teilnehmern, sondern ausschließlich an Deinem eigenen Verhalten, 
auch wenn Du das natürlich nicht einsehen und schon gar nicht zugeben 
möchtest.

von Ein T. (ein_typ)


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rbx schrieb:
> Punkt 3 ist problematisch, weil man Platten nicht einfach plattmacht,
> sondern partitioniert und formatiert -> wie und mit welchen Format wäre
> schon spannend gewesen.
>
> Punkt 5 ist auch deswegen problematisch, weil man normalerweise nicht
> einfach Return drückt, sondern die Taste für den Bios-Setup-Aufruf.

Anscheinend hast Du entweder noch nie ein Mint (oder Ubuntu) 
installiert. Da gibt es einen Punkt "Gesamte Festplatte verwenden?", und 
wenn man den auswählt, wird eine neue Partitionstabelle automatisch mit 
Default-Werten erzeugt.

> Darüber hinaus ist es auch empfehlenswert, nur ein Minimalsystem zu
> installieren, und den Rest aus dem Internet nachholen.
> Das kann man schrittweise machen, und erkennt so auch leichter Probleme
> mit der Software und den "Apps".

Das ist völliger Humbug, schon für erfahrene Benutzer -- aber erst Recht 
für einen Anfänger, der zunächst einmal gar nicht weiß, was er 
installieren soll. Wie, bitte, kommt jemand auf so einen Unsinn?

von PC-Freak (Gast)


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Ein T. schrieb:
> rbx schrieb:
>> Punkt 3 ist problematisch, weil man Platten nicht einfach plattmacht,
>> sondern partitioniert und formatiert -> wie und mit welchen Format wäre
>> schon spannend gewesen.

Völliger Nonsens.
Wenn ich ein System komplett neu aufziehe, ist meine Festplatte 
'jungfräulich'. Heißt... von vorn bis hinten durchgehend mit 
Herstellertools mit 00 vollgeschrieben. Nur so vermeidest Du Probleme, 
dass sich ein BS an zufällig gefunden Einträgen stört.

von (prx) A. K. (prx)


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PC-Freak schrieb:
> Heißt... von vorn bis hinten durchgehend mit
> Herstellertools mit 00 vollgeschrieben.

Kann man machen. Den ersten Block zu löschen tuts aber auch.

Bei Disks mit potentieller Verschlüsselung, egal ob HDD oder SSD, bietet 
sich auch an, per Herstellertool den internen Schlüssel zu wechseln. Das 
geht auch bei aus Anwendersicht nicht genutzter Verschlüsselung und 
sorgt ebenfalls für eine effektiv vollständig gelöschte Disk. Nur viel 
schneller.

: Bearbeitet durch User
von herbert (Gast)


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Jack V. schrieb:
> Vielleicht ist’s aber auch egal,
> und der ganze Thread nur ’ne Trollmaßnahme?

Hast was übersehen...;-)
Frohe Ostern!

von c-hater (Gast)


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(prx) A. K. schrieb:

> Kann man machen. Den ersten Block zu löschen tuts aber auch.

Nicht immer. Es gibt Installer, die dann von einer GPT-Struktur mit 
"versehentlich gelöschtem" Sperr-MBR ausgehen (zumindest, wenn sie eine 
plausible GPT-Struktur finden) und den Sperr-MBR dann restaurieren.

Ich weiß nicht mehr genau, wo mir das schonmal untergekommen ist, aber 
ich weiß, dass ich das schonmal gesehen habe.

Ich nulle seitdem das erste und das letzte GB der Platte aus. Das ist 
ein akzeptabler Kompromiss zwischen Zeitaufwand und Zuverlässigkeit.

von Εrnst B. (ernst)


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PC-Freak schrieb:
> von vorn bis hinten durchgehend mit
> Herstellertools mit 00 vollgeschrieben.

Das war mal bei HDDs so, und man hat kein Hersteller-Tool für gebraucht.
Bei SSDs nimmt man ein blkdiscard ("TRIM") oder ein SATA Secure Erase, 
je mit dem Vorteil dass es keinen unnötigen Flash-Erase benötigt.
Beides sind standardisierte SATA/NVMe-Befehle, die Zeiten wo man dafür 
Hersteller-Tools gebraucht hat sind seit ca. 2010 auch vorbei.

von rbx (Gast)


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Ein T. schrieb:
> Anscheinend hast Du entweder noch nie ein Mint (oder Ubuntu)
> installiert. Da gibt es einen Punkt "Gesamte Festplatte verwenden?", und
> wenn man den auswählt, wird eine neue Partitionstabelle automatisch mit
> Default-Werten erzeugt.

Wie praktisch. Früher konnte sich das nicht erlauben, weil a) spannende 
Fragen und b) Kompatibilitätsgeschichten.

Nun ist aber dank Ubuntu und vielen guten Bemühungen von anderen Seiten 
vieles so standardisiert, da kann man schon mal als 0815 Admin eine 
große Klappe haben.

von Christoph db1uq K. (christoph_kessler)


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Wenn nur die Installation von grub nicht stimmt, kann man ein 
Live-System booten und dann auf das installierte Linux wechseln, der 
Befehl dazu fällt mir nicht ein. Dann kann man innerhalb der 
Neuinstallation den grub nochmal korrekt installieren lassen.
Ich habe das mal so gemacht, weil der Bootloader ins Leere lief, das sah 
so ähnlich aus wie oben.

Aber wenn sowieso alles plattgemacht ist kann man auch einfach die 
Installation nochmal komplett durchführen und besser aufpassen.

von Ein T. (ein_typ)


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rbx schrieb:
> Ein T. schrieb:
>> Anscheinend hast Du entweder noch nie ein Mint (oder Ubuntu)
>> installiert. Da gibt es einen Punkt "Gesamte Festplatte verwenden?", und
>> wenn man den auswählt, wird eine neue Partitionstabelle automatisch mit
>> Default-Werten erzeugt.
>
> Wie praktisch. Früher konnte sich das nicht erlauben, weil a) spannende
> Fragen und b) Kompatibilitätsgeschichten.

Und wieder nur Stuß. Solche Möglichkeiten haben schon die Installer von 
Sarge und Breezy Badger angeboten... im Jahre 2005.

> Nun ist aber dank Ubuntu und vielen guten Bemühungen von anderen Seiten
> vieles so standardisiert, da kann man schon mal als 0815 Admin eine
> große Klappe haben.

Da kenne ich mich erfreulicherweise nicht so gut aus, und muß mich 
leider auf Deine Expertise verlassen.

von Ein T. (ein_typ)


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Christoph db1uq K. schrieb:
> Wenn nur die Installation von grub nicht stimmt, kann man ein
> Live-System booten und dann auf das installierte Linux wechseln, der
> Befehl dazu fällt mir nicht ein. Dann kann man innerhalb der
> Neuinstallation den grub nochmal korrekt installieren lassen.

Der Befehl lautet chroot(8). Mounten der Pseudodateisysteme nicht 
vergessen! ;-)

von Christoph db1uq K. (christoph_kessler)


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genau, ich hatte es mit chown verwechselt, das ändert aber nur 
Datei-Besitzverhältnisse.

von Le X. (lex_91)


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Ein T. schrieb:
> Christoph db1uq K. schrieb:
>> Wenn nur die Installation von grub nicht stimmt, kann man ein
>> Live-System booten und dann auf das installierte Linux wechseln, der
>> Befehl dazu fällt mir nicht ein. Dann kann man innerhalb der
>> Neuinstallation den grub nochmal korrekt installieren lassen.
>
> Der Befehl lautet chroot(8). Mounten der Pseudodateisysteme nicht
> vergessen! ;-)

Ich benutze dafür den Arch-Linux Live-Stick.
Der bringt mit arch-chroot einen chroot-Wrapper mit der u.A. das lästige 
Mounten gleich miterledigt.

von Nop (Gast)


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Nano schrieb:

> Meine Erfahrung mit Linux Mint ist

... eine komplett andere als die der meisten Leute.

> Mein Tipp wäre daher.

Du kannst also die Frage zu Mint nicht beantworten. Wie wär's, wenn Du 
dann einfach mal die Klappe hältst?

von Dirk J. (dirk-cebu)


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Nop schrieb:
> hältst

hälst

von Mario M. (thelonging)


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