Daniel schrieb:> Nun wollte ich Fragen ob das mit einem JSN-SR04T möglich wäre?
Anscheinend ist das Modul als Einparkhilfe konzipiert, d.h. für den
Einsatz in Luft. In Wasser, mit seiner grundverschiedenen akustischen
Impedanz, wird die Einkopplung ins Medium kaum funktionieren.
Daniel schrieb:> Nun wollte ich Fragen ob das mit einem JSN-SR04T möglich wäre?> Ich habe diesen Sensor hier:> https://www.amazon.de/gp/product/B07Z915YCY/ref=ppx_yo_dt_b_asin_title_o01_s00?ie=UTF8&psc=1
Kann man nicht sagen.
Der Hersteller dieser idiotischen Arduino-Platine verrät rein garnix
über das verwendete Sensormodul, nichtmal Hersteller und Typ. Damit kann
man nichtmal aus Sekundärquellen dessen Fähigkeiten ermitteln.
Wer kauft denn sowas?
Daniel H. schrieb:> Hier noch ein Datenblatt für JSN-SR04T.
Du begreifst es nicht!
Der springende Punkt ist nicht diese verschissene Platine, mit der die
Arduidioten abgezockt werden, sondern diese kleine Kapsel, die an einem
Kabel an der Platine hängt. Da spielt die Musik. Darüber muss man
Details wissen, um abschätzen zu können, was damit möglich ist.
der ist trotzdem nur für Schall in Luft und eben etwas wasserfest.
Für Boote gibt es Echolote, aka Fishfinder. Hätte noch so einen Lowrance
irgendwas übrig, alt, hatte mein Vater um eben Fische unter dem Boot zu
erkennen.
Gut, für ein kleines RC Boot oversized.
Könnte man das Programm entsprechend anpassen also den ausgegebenen Wert
multiplizieren oder dividieren?
@Johannes.
Könnte man das Teil das du noch hast mit einem Arduino auslesen?
Daniel H. schrieb:> Gibt es gar keine Möglichkeit meinen Sensor Unterwasser zu verwenden?
Liefere ein aussagekräftiges Datenblatt zu dem eigentlichen Sensor, dann
kann dir deine Frage beantwortet werden.
doch natürlich, aber Wasser hat eine viel höhere akustische Impedanz als
Luft. Du kriegst also wahrscheinlich nur wenig Leistung ins Wasser. Ob
dann die reflektierten Signale noch auswertbar sind, musst du halt
rausfinden. Die korrekte Ankopplung ans Medium ist der Schlüssel zum
Erfolg.
Daniel schrieb:> Ich habe diesen Sensor hier
Wenn du den vor dir liegen hast, warum probierst du es nicht einfach mal
aus? Erst in der Luft, dann im Wasser.
> einen Sensor zur Messung der Wassertiefe
Such nach "Sonar" und sieh dir an, wie die aufgebaut sind. So
funktioniert es tatsächlich.
Daniel H. schrieb:> wie kann ich das ankoppeln?
So, wie das Ding an die Luft angekopppelt wird: halte die Membran ins
Wasser.
Daniel H. schrieb:> Könnte man das Programm entsprechend anpassen also den ausgegebenen Wert> multiplizieren oder dividieren?
Das Problem ist nicht, die Schallgeschwindigkeit, sondern die
Ankopplung/Energieübertragung in die Wassersäule und zurück.
Lothar M. schrieb:> So, wie das Ding an die Luft angekopppelt wird: halte die Membran ins> Wasser.
Das ist, wie wenn du mit einem Sender mit 50Ω Ausgangsimpedanz
versuchst, einen eine Dipolantenne endgespeist zu betreiben. Du bekommst
die Energie nicht über die Grenzschicht.
Ok habe das Ding im Wasser getestet allerdings gibt es dort meistens nur
17 oder 18cm aus.
Kennt jemand von euch einen anderen Sensor der Unterwasser funktioniert
und nicht all zu teuer ist?
Daniel H. schrieb:> aber über 100€ sind mir zu teuer.
Dann musst du selbst bauen, Sander hat im Funkamateur 09/2014 was dazu
geschrieben, da nimmt er eine Piezo-Scheibe auf Polycarbonatplatte
aufgeklebt als Mikrofon und einen Körperschallwandler in einer
Konservendose als Lautsprecher.
Daniel H. schrieb:> gibt es dort meistens nur 17 oder 18cm aus
Und: was sollte stattdessen herauskommen?
> meistens
Und wenn nicht, was dann?
Daniel H. schrieb:> aber über 100€ sind mir zu teuer.
Von nix kommt nix. Und vor allem: die 114€ sind noch der billigere Teil.
Die Ansteuerung mit einem 50W Impuls und die anschließende Auswertung
gibts auch nicht umsonst.
Daniel H. schrieb:> Könntest du mir bitte dazu den Link schicken?
4,20€ müsstest du investieren
https://www.box73.de/advanced_search_result.php?keywords=014-09> Und wie liest man das mit einem Arduino aus?
Der Artikel heißt "Daten via DTMF unter Wasser übertragen", da ist auch
etwas Analog-Elektronik gezeigt, den Rest macht die Software in einem
ATMEGA644. Ob man damit das Echo des Bodens oder von Fischen detektieren
kann, das weiß ich nicht.
Daniel H. schrieb:> Denkt ihr dass dieser Sensor hier funktionieren könnte?> Ebay-Artikel Nr. 174411753895
Dazu brauchst du noch die Sender- und Empfängerelektronik.
Leider ist die Resonanzfrequenz nicht angegeben.
Ein kompletter Sensor mit CAN-Interface muss nicht viel teurer sein:
https://www.ebay.com/itm/304237030575
Sorry für die Frage vermutlich geht das eh nicht aber könnte ich nicht
einfach den von mir vorgeschlagenen Sensor an die Platine vom JSN-SR04T
anhängen?
Daniel H. schrieb:> Sorry für die Frage vermutlich geht das eh nicht aber könnte ich nicht> einfach den von mir vorgeschlagenen Sensor an die Platine vom JSN-SR04T> anhängen?Wolfgang schrieb:> Leider ist die Resonanzfrequenz nicht angegeben.
Daniel H. schrieb:> Ok Schade> Gibt es gar keine Möglichkeit meinen Sensor Unterwasser zu verwenden?
Eine Frage die man sich vor dem Kauf stellen sollte.
Daniel H. schrieb:> Denkt ihr es würde funktionieren wenn ich diesen Sensor hier an die> Platine hänge?
Du willst anscheinden einfach das Problem nicht verstehen.
Klar, du kannst irgendwie US abgeben und irgendwie wird der auch auf
irgendwas regieren, wenn die Bedingunge stimmen.
Z.B. einen großen Stein in 3cm Entfernung wird der schon sehen.
Aber bestimmt wird er nicht einen schlammigen Teichgrund in 5m Tiefe
sehen oder das Weichziel Fisch, das sich von Wasser nur unwesentlich
unterscheidet.
Kauf einen Fischfinder Sonar mit Tiefenmessung.
Das bekommt DU nie und nimmer selbst gebaut.
Leistung und Frequenz müssen stimmen, Fische werden über die
Resonanzfrequenz ihrer Schwimmblase erkannt und Entfernungsinformationen
bekommt man über die Zeit vom Ping zum Empfang, wenn man das Medium
möglichst gut kennt.
Also Dichtemessung, Salzgehalt, Temperatur, wenn es genau sein soll.
Wolfgang schrieb:> Das Problem ist nicht, die Schallgeschwindigkeit, sondern die> Ankopplung/Energieübertragung in die Wassersäule und zurück.
Nee, die Ankopplung ist nicht das Thema. Das kann man sogar berechnen.
Es sind die vielen anderen Dinge wie z.B. Wasserfesigkeit, mechanische
Vorspannungen usw.
Ich empfehle dazu zuerst den "Krautkrämer" zu besorgen und zu lesen.
Da wird einem vorab so einiges klarer werden. Das Nächste wären dann
Fragen zur Impulsgruppenerzeugung und zum zugehörigen Empfang.
W.S.
Daniel H. schrieb:> Sorry für die Frage vermutlich geht das eh nicht aber könnte ich> nicht> einfach den von mir vorgeschlagenen Sensor an die Platine vom JSN-SR04T> anhängen?
Nicht umsonst haben US-Systeme für Unterwassermessungen eine hohe
Leistung (z.B. 50W). Denkst du, diese kleine Platine kann einen
US-Wandler mit 50W betreiben? Ich nicht.
Daniel H. schrieb:> Ne ich glaube auch nicht das dieses Ding 50Watt hinbekommt.> Aber könnte man das hier mit dem Arduino auslesen?
"Man" sicher. Du? Bei der Fragestellung wohl eher nicht.
Die professionellen Fischfinder arbeiten mit 60kHz, 80kHz und 120kHz.
Die Einheiten mit den Sendern und Mikrofonen sind riesengroß und werden
fest an die Schiffe verbaut.
Ohne passende Software läßt sich aus den Daten praktisch nichts
erkennen. Mit Software dann sogar die Fischart, Schwarmgröße und
Schwimmrichtung.
>100€ sind mir zu viel
Die Systeme von oben kosten fünfstellig.
Wenn es Dir gelingen sollte, das Ganze mit einem Arduino und ein paar
Chinasensoren zu lösen, dann wäre ich daran sehr, sehr, wirklich ganz
besonders stark, interessiert!
so einen Transducer von lowrance hatte ich ja schon verlinkt, der ist
etwa 5 x 4 x 3 cm groß. Für ein Sportboot nicht viel, für ein kleines
Modellboot eventuell schon, die Größe wurde ja nicht genannt. Und die
lowrance Geräte sind zwar auch nicht billig wie ein HC04 Modul, aber mit
ein paar hundert Euro auch nicht 5-stellig.
Nur der Transducer alleine ist nicht 'Arduino kompatibel', da muss man
schon einiges an analoger Technik und Software reinstecken.
Dieses Funkdingens könnte auch funktionieren, aber auch da gehören ja
die Auswertegeräte zu. Der Hersteller verschenkt sicher gerne sein know
how auf Anfrage...
svensson schrieb:> Die professionellen Fischfinder arbeiten mit 60kHz, 80kHz und 120kHz.
... bis auf die, die mit einer anderen Frequenz arbeiten, z.B. 200kHz
(NavMan Fish 4150) oder 455kHz/800kHz (Lowrance Hook Reveal Series).
Also das Boot soll ein Katamaran werden, die "Flügel" links und rechts
sind jeweils um die 20-21 cm lang. Da ich erst im September meine
Ausbildung zum Elektroniker für Geräte und Systeme angefangen habe weiß
ich zu dem Thema noch nicht sehr viel. Zudem sollte das Boot nicht
übertrieben viel kosten.
Aber wenn es halt nicht geht werde ich es halt ohne diesen Tiefenmesser
bauen.
Falls noch jemand eine Idee hat gerne posten.
MfG
Daniel H. schrieb:> Falls noch jemand eine Idee hat gerne posten.
Es mangel nicht an Ideen und sowas wurde schon hunderfach gebaut.
Nur eben nicht für 10€ Ebay Teile und ohne die Bereitschaft sich mit der
Materie zu beschäftigen.
Du brauchst einen Impuls, eine Reflektion des Impulses an einer
Oberfläche und einen Sensor der den zurücklaufenden Impuls empfängt.
Aus der dichteabhängigen Schallgeschwindigkeit und der Zeitdistanz kann
man die Tiefe errechnen.
Das ist die ganze Theorie.
Das kann man auch mit 10€, ein paar ausgeschlachteten Geräten und sehr
viel Tüftelei und Programmiererei bauen. Aber Du kannst es eben nicht,
weil Du wahllos Teile suchst und dann jemanden der Dir sagt wie Du die
zur Lösung DEINES Problemes einsetzen kannst.
Aber verstehen und tüfteln willst Du nicht und deswegen wird Dir keine
Aubildung der Welt helfen können, wenn Du nicht das Interesse und die
Motivation aufbringt Dir Deine Erfolge auch hart zu erarbeiten.
DU wirst dann immer jemanden dafür bezahlen müssen das er die Arbeit
macht die Du nicht kannst, weil Du nicht wirklich willst.
Daniel H. schrieb:> Da ich erst im September meine> Ausbildung zum Elektroniker für Geräte und Systeme angefangen habe weiß> ich zu dem Thema noch nicht sehr viel.
Interessant. Als ich damals, im letzten Jahrtausend, meine Ausbildung
begonnen hatte, kannte ich mich mit Elektronik bereits aus. Ich musste
nur noch die blöde Physik lernen, die dahinter steckt - und natürlich
die Bedienung von Formelsammlungen. Damals hatte mal eine Ausbildung
nicht blind von Null an begonnen.
Gerade diese blöde Physik ist in diesem Fall aber notwendig. Oder man
sucht, wie Du, einen Fishfinder mit dokumentierter Schnittstelle, welche
es für ein Apple und ein Ei zu bekommen ist. Dummerweise beißt sich gut
dokumentiert und Schnittstelle mit Apple und Ei. Wer etwas ordentliches
haben will und sich selber damit nicht auskennt, muss das halt käuflich
erwerben. Und diejenigen, die sich damit auskennen, wollen auch davon
leben.
Ich habe schon mehrere Sachen mit Arduino gebaut.
Ich habe auch Grundkenntnisse in Elektrotechnik aber ich glaube nicht
das man eine Ausbildung machen müsste wenn man schon alles könnte.
Hätte ja sein können das mir hier irgendjemand helfen kann.
Daniel H. schrieb:> Ich habe schon mehrere Sachen mit Arduino gebaut.
Ist halt auch so ein Problem von Arduino: Die Anwender denken am Ende
noch sie könnten was, weil sie fertige Platinen zusammenstecken, fertige
libs nutzen und die 5 Zeilen zur Verwendung dieser Libs per copy&paste
ins Projekt holen.
Sorry für das unsanfte Erwachen. Aber nein.
> Ich habe auch Grundkenntnisse in Elektrotechnik aber ich glaube nicht> das man eine Ausbildung machen müsste wenn man schon alles könnte.
Typische Ausrede von Nichts-Könnern. Würdest du was können und hättest
überhaupt Affinität auf diesem Gebiet, würdest du nicht auf eine
Ausbildung warten müssen um µC Schaltungen zu bauen. Das habe ich mit 12
schon gemacht.
> Hätte ja sein können das mir hier irgendjemand helfen kann.
Hätte hätte.
Ultraschall schrieb:> Dummerweise beißt sich gut dokumentiert und Schnittstelle mit Apple und Ei.> Wer etwas ordentliches haben will und sich selber damit nicht auskennt, muss> das halt käuflich erwerben.
Trotzdem muss es für diesen Zweck kein professionelles Fischereigerät
für einen 5-stellig Betrag sein, dass Fischschwärme noch in mehreren
hundert Metern Tiefe sicher erfasst.
Vielleicht reicht ein altes, gebrauchtes Seafarer Echolot (mit
umlaufender Glimmlampe bzw. LED) vom Gebrauchtmarkt als Spender für
funktionsfähige Elektronik. Bei 20-21cm Rumpflänge(?) wird das
allerdings nichts.
Welche Reichweite soll das Ding überhaupt haben. Ein anderes Problem ist
Schlickboden mit seinem unscharfen Echo.
Falls es interessiert:
Ein Freund hatte einen alten Sonar Tiefenmesser für sein 10m Segelboot
und zeigte mir mal das Sonar. Der Transducer war ein Metallzylinder mit
Gewinde und Dichtung und ungefähr 50cm Durchmesser und ziemlich massiv
und schwer. Das Anzeigegerät war 1960 Technik. Volltransistorisiert,
aber mit einer rotierenden Scheibe mit Neon Anzeige hinter einer Skala.
Die Sendeleistung war um 50W und das Gerät hatte einige 100m
Messbereich. Das Prinzip beruhte auf, daß beim Nulldurchgang der Sende
Impulszug mit mehreren Schwingungen auf der Transducerfrequenz abging
und dann ein empfindlicher resonanter Verstärker und Detektor die
Neonlampe bei jedem stark genug empfangenen Echo did Neonlampe kurz
aufblitzen ließ. Der Abstand zwischen Nullpunkt und Anzeige die
Echolaufzeit anzeigend. Das Teil funktionierte überraschend gut, mit
meist sehr sauber abgegrenzten Anzeige. Die Skala hatte vielleicht
100-125mm Durchmesser.
Die Schaltung war relativ einfach. Das Teil stammte von Zenith oder
Heathkit. Eigentlich war ein faszinierendes Stück alter Technik.
Schaltbilder gibt es möglicherweise im Internet.
Der besagte SR04 dürfte nicht wirklich gut geeignet sein. Zumindest
sollte man einen Unterwassertransducer haben und eine vom SR04
angesteuerte resonante externe Leistungsstufe. Aber da habe ich keine
praktische Erfahrung. Mit Geduld und Experimentieren könnte man
vielleicht bescheidene Erfolge erzielen. Für sehr kurze Entfernungen ist
auch die Totzeit zu berücksichtigen um den Empfangsteil nicht
zuzustopfen oder übersteuern. Erschwerend kommt beim SR04 dazu, daß
Sender und Empfänger getrennte Transducer haben und Marinetransducer für
Empfang und Sendung ausgenützt werden.
T.i. Stellte früher für Polaroid ein Chipset her mit allen
Funktionsteilen einschließlich eines zeitveränderlichen Empfangs-
Verstärker der vom Sende IC die Empfindlichkeit abhängig von der Distanz
steuert bekommt. Such nach TL851/2 o.ä. Chipset. Die kann man übrigens
noch kaufen.
Ich würde auf alle Fälle recherchieren ob man bezahlbar den
Unterwassertransducer beziehen kann. Ich fürchte andere wasserdichte
Transducer dürften teuer sein. Dann müsste man sich durch Recherche auch
gescheit machen wie man solche Transducer ansteuert und auch für Empfang
verwendet. Die Polaroid Cameras verwendeten eine Art Kondensatorkapsel
die aber rund 200V Polarisierungsspannung brauchte die deren Schaltung
automatisch beim Senden erzeugte und für den Empfang ausgenützt wurde.
Ob das auch bei Piezoelektrischen Transducer notwendig ist, weiß ich
nicht. Da müsste man sich entsprechende Datenblätter und AppNotes
besorgen.
Wie gesagt ist es eine Frage des Engagements, Ausdauer, Geduld und
Zähigkeit die Probleme nacheinander anzugehen. Tauben fallen einem nur
in den seltensten Fällen in den Schoss und Kochbuchlösungen und
nachbausichere Schaltungsvorschläge oder Bauanleitungen sind meist nur
noch schwer zu finden.
Ein gutes Fachbuch zur Ultraschallphysik und Technik wäre auch nützlich
(Uni-Bücherei)
Gerhard O. schrieb:> ... und zeigte mir mal das Sonar.
Das wird wohl eher ein Echolot gewesen sein. Ein Sonar liefert
gewöhnlich ein mindestens eindimensionales Bild.
> Volltransistorisiert, aber mit einer rotierenden Scheibe mit Neon Anzeige> hinter einer Skala.> Die Sendeleistung war um 50W und das Gerät hatte einige 100m> Messbereich.
Das hört sich sehr nach einem alten Seafarer an, hier z.B. ein
Nachfolger, das Seafarer 5, schon mit LED an Stelle der Glimmlampe und
100W Peakleistung.
https://www.libble.eu/seafarer-5/online-manual-766660/
"einige 100m Messbereich" hört sich allerdings etwas übertrieben an.
Normalerweise reicht die Skala bis 200m - aber das ist wie mit dem Tacho
von manchen Autos.
Wolfgang schrieb:> 100W Peakleistung
Ich denke nicht, dass eine solche Leistung rein für eine Tiefenmessung
bis 50 m erforderlich ist. Ein Transducer schon. Ich habe ein solches
Teil (die Anzeige-Einheit hat nicht mehr funktioniert) mal
"fremdgesteuert" manipuliert. Der Transducer saß übrigens im inneren des
Segelbootes am Rumpf in einer mit Öl gefüllten Röhre. Für ein Modellboot
vollkommen untauglich. Keine Ahnung, ob diese Transducer bauartbedingt
deutlich kleiner sein können - ich vermute eher nicht, da auch ein
"Fishfinder", den ich aus Interesse mal zerlegt habe einen relativ
großen Transducer hatte.
Kurz - ich sehe da keine großartigen Chancen. Wenn die Brühe, in welcher
das Bootchen schwimmt, nicht allzu trübe ist würde ich mal mit "time of
flight"-Sensoren oder einfach Sharp-Abstandssensoren im max. 1m-Bereich
oder so experimentieren. Maßstabsgerecht ist das ja auch gar nicht soo
schlecht :-)
Daniel H. schrieb:> JSN-SR04T hätte auch nur> so zwischen 4-5m Messbereich gehabt
Probiere es halt mal aus. Eine Badewanne ist wohl vorhanden - oder :-)
Die Schallgeschwindigkeit im Süßwasser (Salzwasser ist etwas anders)
lässt sich er-googlen und die Laufzeit des Signals ermitteln. Dann muss
nur noch etwas gerechnet werden ...
Ob Du solch einen "Riesen-Sensor" in einen 20cm-Rumpf bekommst wirst Du
schon feststellen.
Daniel H. schrieb:> ich habe ihn schon im Teich ausprobiert. Da kam aber nichts gescheites> raus.
Ich weiß nicht, ob er dort überhaupt funktioniert - sicher ist aber,
dass keinerlei Luft-Einschlüsse (z.B. in den "Schall-Schlitzen") sein
dürfen. Ich weiß nicht, ob diese Dinger für einen Unterwasser-Einsatz
geeignet oder einfach nur Wasserdicht im Sinne von Spritzwasserfest
sind.
Für ein Modellboot würde ich eine optische Variante (wie vor
beschrieben) - klein und leicht (ein Mini-Plexiglas-Fenster reicht aus)
vorziehen.
Falls nicht würde ich mit Deinem China-US-Sensor mal einen Versuch
machen - ggf. in einem kleinen Öl-gefüllten Röhrchen in einem
"Pseudo-Bootsrumpf" in der Badewanne.
Wolfgang schrieb:> Warum auch immer der dort etwas konfus auch als "heat meter sensor" und> "ultrasonic flow sensor" betitelt wird?> https://www.bossgoo.com/product-detail/ultrasonic-heat-meter-sensor-us1000-21a-59275017.html
Zum Teil "heat Meter Sensor" nicht, aber zu "us flow Sensor" kann ich
was klären.
Es ist ein standardisiertes Messverfahren, US-Pulse diagonal zu
fliessendem Wasser hin und zurück zu schicken und dabei die
Schalllaufzeiten zu erfassen; aus der Laufzeitdifferenz lässt sich die
Fliessgeschwindigkeit berechnen.
Bei bekannter Querschnittsgeometrie (und ggfs. Füllgrad) ergeben sich
weiter auch der Velumenstrom resp. Massenstrom also auch die Leistung.
Mit solchen Messeinrichtungen lassen sich also Turbinengetriebene
Generatoren auf ihren Wirkungsgrad/mom. Arbeitspunkt überprüfen, sehr
interessant bei der gewinnung von El. Energie in Kraftwerke.
Ich hab mal einige Jahre bei einer Firma an der Weiterentwicklung einer
neuen Produkteserie solcher Messsysteme mitgearbeitet.
Jene Produkte eignen sich führ Wasserohre mit Durchmesser von 0.5 bis 12
m und offene Wasserkanäle bis über 100 m Breite.
Die Arbeitsfrequenzen der Sensoren im Sortiment beträgt 2MHz, 1MHz,
500kHz und 200kHz; Membrandurchmesser jeweils ca. Fingernagel-, Münzen-,
Bierdeckel- und Untertassengrösse.
Die Impulssequenz ist sehr kurz. Das Hutschienennetzteil zum gesamten
Messystem hatte bloss <35W für kleine Setups mit nur 4 US-Pfade.
Der ARM basierte embedded-Rechner (32bit, <500MHz, 64MBRAM) mit
Fast-Eth-Uplink und eine knappe Handvoll 0..20mA-Schnittstellen
genehmigte sich ca. 10..12W.
---------
Von anderen Hersteller gibt es auch Messysteme mit Sensoren zum extern
auf Leitungsrohre aufschnallen, für temporäre Kontrollmessungen z.B. an
Gebäudeheizungen oder Industrieanlagen (da muss die Dichte der
fliessenden Flüssigkeit am Messgerät eingestellt werden und u.U. auch ob
es Stahlrohre oder KS-Röhre sind)
Da wird der US-Impuls im Zickzack mehrmals an den Rohrleitungsinnenwände
reflektiert um die Pfadlänge gross genug zu halten damit die
Laufzeitunterschiede deutlicher ausfallen.
Hugo H. schrieb:> Wolfgang schrieb:>> 100W Peakleistung>> Ich denke nicht, dass eine solche Leistung rein für eine Tiefenmessung> bis 50 m erforderlich ist.
Das hängt HAUPTSÄCHLICH von der Reflektionseigenschaft des Untergrundes
ab.
Harter Fels wirkt wie ein Spiegel, da reicht wenig Leistung für ein
"lautes Echo". Weicher Schlammboden hingegen wirkt wie frisch gefallener
Schnee und schluckt sehr viel.
Ev. ist der Gewässergrund noch mit Algen bewachsen, gerne knietief,
hüftetief oder gar mehr?
Ein cleveres System (Fishfinder, Wassertiefensonar) kann durch Bewertung
der Sygnalverzerrung (Echo vs. Gesendetes Signal) verschiedene
Untergrundbeschaffenheiten rausrechnen/kompensieren resp. eben
Fischarten (grob) unterscheiden.
Hugo H. schrieb:> Keine Ahnung, ob diese Transducer bauartbedingt> deutlich kleiner sein können - ich vermute eher nicht, da auch ein> "Fishfinder", den ich aus Interesse mal zerlegt habe einen relativ> großen Transducer hatte.
Das hat nichts mit Bauart, sondern mehr mit Optik und Wellen zu tun. Das
Verhältnis von Durchmesser zu Wellenlänge bestimmt die Bündelung. Bei
einem Tiefenecholot zur Vermessung hat der Geber etliche Meter
effektiven Durchmesser (Array von Einzelgebern, die mit passender Phase
angesteuert werden).
ustekkie schrieb:> Ein cleveres System (Fishfinder, Wassertiefensonar) kann durch Bewertung> der Sygnalverzerrung (Echo vs. Gesendetes Signal) verschiedene> Untergrundbeschaffenheiten rausrechnen/kompensieren resp. eben> Fischarten (grob) unterscheiden.
Wovon träumst Du sonst noch? :-)
Daniel H. schrieb:> Ich hätte noch eine Frage:> Funktioniert Laser Abstansmessung unter Wasser?
Im Prinzip schon, aber mit 850nm kommst du im Wasser nicht weit. Grün
ist da deutlich besser geeignet. Klar muss das Wasser aber schon sein.
> verschiedene Fischarten
Sender und Empfänger sind in Arrays angeordnet, zudem werden noch die
drei unterschiedlichen Frequenzen genutzt. Mit Erfahrung kann man auf
Basis der unterschiedlichen Reflektionen die Fischarten grob erkennen.
Es ist auch nicht ganz trivial, die relativ kleinen Fische vor dem
starken Signal der Bodenreflektion zu erkennen.
> Laser
Mit Licht kann man die Trübung bestimmen. Mit Lasern bestimmter
Wellenlänge lassen sich dann beispielsweise bestimmte Algen erkennen.
Noch was zur Leistung ..... In der Anleitung meines Echolotes stand, daß
man es abschalten soll, wenn Personen sich in einem Abstand unter 4m zum
Geber befinden. Pulsleistung 2.2kW.
.... die Personen natürlich im Wasser ;-)
svensson schrieb:> Es ist auch nicht ganz trivial, die relativ kleinen Fische vor dem> starken Signal der Bodenreflektion zu erkennen.
Es ist "Quackes" :-) - sprich geht nicht - alles Andere ist
Quacksalberei.
svensson schrieb:> Mit Erfahrung kann man auf> Basis der unterschiedlichen Reflektionen die Fischarten grob erkennen.
Mit Erfahrung kann man auch im Kaffeesatz lesen :-)
Crazy H. schrieb:> Pulsleistung 2.2kW
Nierensteinträger wären ggf. dankbar. Versuche mal zu berechnen, wie
diese "2,2 kW" (woher sollen die kommen?) im Abstand von 4 m unter
Wasser rundum wirken würden.
Hugo H. schrieb:> Es ist "Quackes" :-) - sprich geht nicht - alles Andere ist> Quacksalberei.
Wieviel Bit Auflösung hat den EIN Sonar-Empfänger? Das ist wie eine
Kamera mit 1 Bit Auflösung.
Suche mal nach Seitenband-Sonar. Das ist aber weit außerhalb Deiner
"Reichweite". Tiefe und gut - alles andere ist "mögliche Impulse
aufgrund veränderlicher Bewegungen".
Es ist wie mit einer Kamera - wenn Du ein genaues Bild haben willst
musst Du auch entsprechend viele Sensoren (Pixel) zur Verfügung haben. 1
Sensor = 1 Pixel. Die Alternative ist es, mit dem einen Pixel eine
beliebige Fläche abzuscannen - das dauert halt einige Zeit ...
Wenn es Dich wirklich interessiert dann nehme mal so einen "Fishfinder"
mit nach Ägypten und sieh Dir (schnorchelnd) an, was der ausspuckt, wenn
dort Fische sind.
Mal abgesehen davon das Ägypten für Schnorchler (und natürlich Taucher
:-) ) ein wahres Paradies ist :-)
Hugo H. schrieb:> Damit eine Flüssigkeit (keine Luft) die "Schallwellen" überträgt. Luft> ist komprimierbar ...
Du kannst über Wasser herumschreien (lassen) - Badewanne - unter Wasser
hörst Du davon nur wenig. Ein (niederfrequentes) "Geräusch" unter Wasser
ist unter Wasser sehr weit "hörbar" -> Wal-Gesänge ... etc.. Klopfe mal
an die "Wand" der Badewanne, wenn Du dort "untergetaucht" bist.
Taucher nutzen Pings (Klopfen z. B. an die Pressluftflasche) um auf sich
aufmerksam zu machen.
Sonar funktioniert nicht mit hohen Frequenzen.
Hugo H. schrieb:> Sonar funktioniert nicht mit hohen Frequenzen.
Das kommt drauf an, was du als "hohe Frequenzen" bezeichnest.
Normale Echolote für Flachwasser (50m) arbeiten bei 200kHz.
> Du kannst über Wasser herumschreien (lassen) - Badewanne - unter Wasser> hörst Du davon nur wenig. Ein (niederfrequentes) "Geräusch" unter Wasser> ist unter Wasser sehr weit "hörbar" -> Wal-Gesänge ... etc..
Das hat nichts mit der Frequenz zu tun, sondern mit Fehlanpassung.
Danke für die viel Rückmeldungen.
<nun hätte ich trotzdem mal noch eine Frage und zwar könnte man von
diesem Fischfinder nur den Geber nehmen und irgendwie auslesen?
Fischfinder: https://de.aliexpress.com/item/33030488449.html
MfG
Hugo H. schrieb:> sprich geht nicht - alles Andere ist Quacksalberei.
Ich gönne ja jedem seine Meinung, aber ich habe es mit eigenen Augen
gesehen - funktioniert doch! Das waren allerdings auch große
Fischtrawler mit entsprechendem Gerät.
Hugo H. schrieb:> Crazy H. schrieb:>> Pulsleistung 2.2kW>> Nierensteinträger wären ggf. dankbar. Versuche mal zu berechnen, wie> diese "2,2 kW" (woher sollen die kommen?) im Abstand von 4 m unter> Wasser rundum wirken würden.
Mach mal .... das ausrechnen ist nicht meine Welt, aber ich denke, wenn
man bis 275m Wassertiefe messen kann, braucht man schon ein bisschen
abgestrahlte Leistung.
Daniel H. schrieb:> un hätte ich trotzdem mal noch eine Frage und zwar könnte man von> diesem Fischfinder nur den Geber nehmen und irgendwie auslesen?
Den Geber alleine wirst Du nicht "auslesen" können. Das ist im Prinzip
nur ein "Lautsprecher". Du sendest einen US-Ping und beobachtest, was
passiert. Oder Du sendest eine Abfolge von Pings und rechnest mit
Interferenzen.
Crazy H. schrieb:> Hugo H. schrieb:>> Crazy H. schrieb:>>> Pulsleistung 2.2kW>>>> Nierensteinträger wären ggf. dankbar. Versuche mal zu berechnen, wie>> diese "2,2 kW" (woher sollen die kommen?) im Abstand von 4 m unter>> Wasser rundum wirken würden.>> Mach mal .... das ausrechnen ist nicht meine Welt, aber ich denke, wenn> man bis 275m Wassertiefe messen kann, braucht man schon ein bisschen> abgestrahlte Leistung.
Der Hinweg durchs Wasser Transducer->Gewässergrund und der Rückweg
Gewässergrund->Transducer sind kaum das Problem (Walgesang und
Antriebsgeräusche von Schiffen werden viele km weit geleitet).
Aber selbst beide Wege zusammengezählt sind viiieeel weniger als die
Halbe Miete dieser Aufgabenstellung.
Der Knackpunkt ist die Dämpfung bei der Reflexion des Schalles am
Übergang Wasser->Grund->Wasser: diese zu überwinden ist was soviel
Leistung erforderlich macht.
Wenn der Grund auch noch Algenbewuchs hat und/oder meterdick
Schlickig/Schlammig/Weich ist wird noch mehr "geschluckt" und erhöht
weiter die Dämpfung. Was soll da übrig bleiben, als Echosignal, wenn
bloss "runtergeflüstert" wird? Es MUSS "runtergeDONNERT" werden.
Daniel H. schrieb:> irgendwie auslesen
Sag mal, wie lange willst Du uns eigentlich noch mit wahllos
herausgesuchten Ali Kram bombardieren, mit der immer gleichen Frage ob
man das 'irgendwie' nutzen könnte, OHNE sich langsam mal mit der Materie
auseinanderzusetzen, selber nachzudenken oder mehr als 3,50€ auszugeben?
Natürlich kann man alles IRGENDWIE machen.
Aber DU kannst es eben nicht und DU weigerst Dich auch die simpelsten
Grundlagen für Dein Ansinnen zu lernen oder Dich wenigstens mal
inhaltlich mit unseren Antworten zu beschäftigen.