Guten Tag,
ich habe hier einen Signalgenerator 10 KHz- 2,4 GHz, von Marconi.
Type 2024.
Wenn ich im Menü die Firmware Version anzeigen lasse, dann erscheint
SW Version 04.04 mit dem Datum 18.06.97. 44533-446
Ich habe im Netz alles möglich zu dem 2024 gefunden, auch Service
Manuale.
Aber ich habe nichts darüber gefunden, welchen Stand die letzte Firmware
hat.
Dachte mir 04.04 ist eher eine Vor Version, also nicht Endgültig.
Punkt 1 was ist der letzte aktuelle Stand.
Punkt 2 wo kann ich diese Firmware herunterladen.
Der 2024 hat ein EPROM ST 27C4001-15 drin.
Ich habe einen TL866, der kann das EPROM, von daher kein Problem für
mich.
Bleibt noch die Frage, was bringt eine neuere Firmware, wenn es eine
gibt.
Auch wenn das Gerät schon sehr alt.
Aron A. schrieb:> In dieser Mailgruppe gibt es eine 4.07:
Danke für die schnelle Antwort, habe das File herunter geladen.
Ich werde das Update die Tage mal vornehmen.
Marco Lander schrieb:> Ich werde das Update die Tage mal vornehmen.
Kennst du den weisen Satz: "Never touch a running system" ?
Wenn es keinen Anlass für ein Update gibt, würde ich die Firmware in
Ruhe lassen.
Aron A. schrieb:> Das gilt doch aber nur für Produktivsysteme und nicht für das Hobb
Ha,ha.....während sich eine Firma locker was neues besorgt steht der
Hobbyist da vor seinem Update Schrott und schimpft auf das Teil ,obwohl
er selber der große Fehler ist.
Es schaut mir nicht so aus, als könntest du mit dem Teil auch etwas
anfangen.
Wenn du es nicht hast ,fällt dir das vermutlich auch nicht auf.
Wenn man schon das Glück so hat ein funktionierendes Teil sein eigen zu
nennen, dann lässt man die Finger von den Grundfunktionen.Fertig!
Spule schrieb:>> was bringt eine neuere Firmware> As always: Neue Bugs
Das glaube ich nicht.
Ihr dürft die Software der alten, hochpreisigen Geräte nicht mit der
übereilt fertiggestellten Software der heutigen schnellebigen Zeit
vergleichen.
Seinerzeit war der Markt noch überschaubar, oft auch das Militär der
Abnehmer. Gravierende Fehler wollte sich da keiner erlauben, es galt ja
auch, einen Ruf zu verlieren.
Und wenn die neuere Firmware wirklich schlimm sein sollte, so hat der TO
ja den Inhalt des EPROMs gesichert und kann sich jederzeit zur alten
Firmware zurückkehren.
Mit gesockeltem EPROM sollte man es risikofrei ausprobieren können.
Vorher würde ich aber einen Blick in die Change History werfen, und
herausfinden ob der Wechsel von 4.04 auf 4.07 eine Neukalibrierung
erfordert.
Soul E. schrieb:> und> herausfinden ob der Wechsel von 4.04 auf 4.07 eine Neukalibrierung> erfordert.
Ja, das ist ein guter und wichtiger Punkt.
Schade, ich habe in der Vergangenheit viel mit diesen Geräten
gearbeitet.
Auf die FW Version habe ich nie geachtet...
Interessanterweise gibt es bis heute nichts vergleichbares auf dem
Markt, was auch für das Hobby als Gebrauchtgerät erschwinglich wäre.
So ein Teil konnte ich nie abstauben.
Auf den Gebraucht-Plattformen ist mir das zu teuer, da man den
wirklichen Zustand nicht prüfen kann.
In den Geräten sind einige HF-Relais verbaut, die die Dämpfungsglieder
für den Output Pegel schalten.
Wenn da was spinnt, solltest Du die mal genau unter die Lupe nehmen.
Ist halt ein Verschleißteil.
Soul E. schrieb:> Vorher würde ich aber einen Blick in die Change History werfen, und> herausfinden ob der Wechsel von 4.04 auf 4.07 eine Neukalibrierung> erfordert.
Die Kalibrierdaten werden im EEPROM gespeichert.
Im Service Manual steht:
EEPROM (Electrically Erasable PROM) IC7 provides non-volatile storage
for
calibration data, user stores, etc.
Das wäre auch Unsinn diese Daten im EPROM zu speichern.
In der Produktion des Gerätes müsste für jedes Exemplar ein extra EPROM
programmiert werden.
Soul E. schrieb:> Mit gesockeltem EPROM sollte man es risikofrei ausprobieren können.
Genau so ist es, bei neuen Geräten mit Update per Internet oder
USB-Stick hast auf einmal das Problem, dass der Firmware Loader sich
weigert eine Ältere Version drauf zu spielen. Das habe ich selbst schon
bei einem R&S Gerät mal gehabt. Ein zurück zur alten Firmware ist dann
nicht mehr möglich.
Am Tegernsee schrieb:> Das wäre auch Unsinn diese Daten im EPROM zu speichern.> In der Produktion des Gerätes müsste für jedes Exemplar ein extra EPROM> programmiert werden.
Wie kommst Du auf die Idee, die Kalibrierdaten lägen im EPROM? Im EPROM
ist die Firmware, die gerätespezifischen Daten liegen im NVRAM bzw
EEPROM.
Nichts destotrotz müssen die dort liegenden Kalibrierdaten zu den
Algorithmen in der Firmware des Gerätes passen. Wenn da Stützstellen
hinzugefügt wurden oder Datenstrukturen geändert, dann kann die neue FW
mit den alten Kalibrierdaten nichts mehr anfangen.
Soul E. schrieb:> Wie kommst Du auf die Idee, die Kalibrierdaten lägen im EPROM?
Das hat sich deiner Ausführung nach so angehört.
Soul E. schrieb:> Nichts destotrotz müssen die dort liegenden Kalibrierdaten zu den> Algorithmen in der Firmware des Gerätes passen. Wenn da Stützstellen> hinzugefügt wurden oder Datenstrukturen geändert, dann kann die neue FW> mit den alten Kalibrierdaten nichts mehr anfangen.
Dann wäre die Firmware für das Gerät nicht geeignet.
Selbstverständlich müssen die gespeicherten Kalibrierwerte zur Hardware
passen.
Diese Werte müssen nach wie vor an den Speicherstellen im EEPROM stehen
so wie es vorher war.
Alles Andere wäre einfach ein Software Fehler.
Soul E. schrieb:> Vorher würde ich aber einen Blick in die Change History werfen
Kennst Du die History?
herbert schrieb:> Es schaut mir nicht so aus, als könntest du mit dem Teil auch etwas> anfangen.
Mal ganz ruhig hier. Spar dir deine dummen Sprüche für Freitag.
Wie soul_eye schon dargestellt hat ist das Risiko überschaubar. Und ich
dachte wir sind hier in einem Forum für ambitionierte und nicht für
Leute die nur Knöpfchen auf einem Gerät drücken wollen.
Aron A. schrieb:>> Es schaut mir nicht so aus, als könntest du mit dem Teil auch etwas>> anfangen.> Mal ganz ruhig hier. Spar dir deine dummen Sprüche für Freitag.
Gut, ist ein ticken zu hart geschrieben, aber ich bin der Meinung, dass
man froh sein muss wenn solche solche komplexen Equipments das tun was
man zwar erwartet aber nicht immer als Privatmensch bekommt.
Bei solchen alten Sachen, wo man nicht alle Zusammenhänge kennt ist es
eine gefährliche Luxus-Arbeit, ohne Not noch dazu, eine andere Firmware
aufzuspielen. Ich wäre auch ohne den "neuesten Stand"zufrieden,wenn
ansonsten alles geht.
Die wirklich dummen Sprüche könnten noch kommen wenn du zugeben
musst,dass deine Bastelei wohl ein Fehler war. Aber du musst das ja
nicht verbreiten wenn was schiefgegangen ist.;-) Viel Glück!
Hauptsache das Display ist noch lesbar und die Tasten funktionieren
zuverlässig:
https://www.eevblog.com/forum/repair/quick-repair-project-marconi-2024/
.
Früher oder später tritt der Displayfehler bei allen vergleichbaren
Displays auf.
Für meinem R&S SML02 gab es zumindest bei eBay vor einem Jahr noch
Nachbauten als Ersatz. Ausgeschlachtete Displays mit auch schon
verhärtetem Zebragummi haben eine stark begrenzte Restlebensdauer.
Bei der Suche nach Geräten mit einem erträglichen Preis muss man viel
Zeit mitbringen. Der Hobbybastler kommt auch mit nicht kalibrierten
Geräten aus z.B. einem Rack (Signalausgang auf Rückseite) ohne Griffe
und Füße aus. Mein SML02 wurde ohne Funktionsgarantie von einem nicht
sachkundigen Verkäufer angeboten. In jedem Fall lohnt ein intensiver
Kontakt mit dem Verkäufer unter Hinweis auf übliche Gerätefehler.
Grüße von petawatt
Hier noch ein kurzer Bericht über den Firmware Update.
Erst ein mal warum ein Update.
Der Signalgenerator hat die Eigenschaft das er bei der Eingabe per
Tastatur oder Drehgeber manchmal nur sehr verzögert reagiert.
Dachte mir, vielleicht wurde der " Fehler " behoben.
War aber nicht, liegt wohl daran das es eben ein sehr altes Teil ist,
der Prozessor ist sicher nicht der Leistungsfähigste.
Ich habe das File wie aus dem Link auf das EProm geschrieben.
Vorher selbstverständlich den alten Inhalt ausgelesen und gespeichert.
Das neue File belegt mehr Speicherplatz im Eprom als das bisherige.
Vermutlich gab es Änderungen die jetzt mehr Speicher belegen.
Software Version vorher SW04.04 18.06.97
Software Version nachher SW04.07 04.12.97
Die Teile Nummer ist gleich geblieben 44 533-446.
Anzeige auf dem Display!
Ich habe nichts darüber gefunden was sich hier geändert hat.
Ich habe auch nichts darüber gefunden was die letzte Version für das
Gerät war.
Ansonsten der Generator funktioniert wie vorher.
Dann war es eben nur ein Auffrischen des EPROMS.
Wie lange hält so ein EPROM die Daten?
Die Kalibrierung ist auch noch Okay, Frequenz und Pegel mit einem R&S
Generator der vor 1 Jahr beim Kalabrien war verglichen.
Sollte jemanden die letzte Version bekannt sein, die es für den
Generator gab, bitte hier mal reinschreiben
Marco Lander schrieb:> Wie lange hält so ein EPROM die Daten?
Die Hersteller garantierten seinerzeit für 20 Jahre, bei Verwendung
freigegebener Programmiergeräte mit offiziellen Algorithmen. Die Praxis
zeigt, dass >40 Jahre problemlos möglich sind. Nur wenige EPROMs aus den
'70ern und '80ern haben bis heute tatsächlich ihre Daten verloren. Da
muss FlashROM erstmal hinkommen.
Das sagt natürlich nichts aus über den Einzelfall. Selbstverständlich
kann genau Dein EPROM morgen kaputtgehen. Deshalb macht man schon heute
eine Datensicherung ;-)
Marco Lander schrieb:> Der Signalgenerator hat die Eigenschaft das er bei der Eingabe per> Tastatur oder Drehgeber manchmal nur sehr verzögert reagiert.
Ich habe hier auch einen Marconi 2024 stehen. Dass der verzögert
reagiert, kann ich nicht bestätigen. Vielleicht minimal -- wobei ich
eher den Eindruck habe, dass dabei das LC-Display der limitierende
Faktor ist. Nur wenn man das Menü aufmacht oder schließt, gibt es eine
kleine Verzögerung, vielleicht eine halbe Sekunde.
Meiner hat auch den SW-Stand 4.07 vom 04.12.1997.
> War aber nicht, liegt wohl daran das es eben ein sehr altes Teil ist,> der Prozessor ist sicher nicht der Leistungsfähigste.
Na ja, 25 Jahre. Wobei das wirklich ein sehr guter Signalgenerator ist.
Das einzige was etwas stört, ist das merkwürdige Bedienkonzept. Und dass
die Elastomer-Tastatur mit der Zeit etwas Probleme macht.