Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Spannungsteiler Widerstand berechnen (100k NTC an ADC)


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von Rene K. (xdraconix)


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Ich habe einen MCP3008 10bit ADC, welchen ich mit VRref von 3.3V 
betreiben möchte.

An diesem ADC möchte ich WINSINN HT-NTC100K Thermistoren betreiben. Der 
Temperaturbereich, welcher mich ausschlaggebend interessiert liegt 
zwischen 15°C und 50°C.

Wie kann ich am besten den Widerstand des Spannungsteilers berechnen? 
Hat da jemand eine Idee für mich? Einen Denkanstoß?

Liebe Grüße
René

von MaWin (Gast)


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Rene K. schrieb:
> Wie kann ich am besten den Widerstand des Spannungsteilers berechnen

(Rntc(15)+Rntc(50))/2

Man kann aber noch linearisierung durch einen Parallelwiderstanf 
versuchen

https://dse-faq.elektronik-kompendium.de/dse-faq.htm#F.32

Beitrag "Re: Linearisierung NTC und Anpasssung"

Da Linerarisierung aber die Auflösung immer reduziert ist sie nei uC 
Auswertung nicht sinnvoll, der uC kann das per Formel besser.

von m.n. (Gast)


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Rene K. schrieb:
> Wie kann ich am besten den Widerstand des Spannungsteilers berechnen?

Der 2. Widerstand sollte so groß sein, wie der NTC-Wert im zu messenden 
Temperaturbereich. Ein 100 kOhm 0,1% - 1% wäre mein Favorit.

von Yalu X. (yalu) (Moderator)


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Wenn du den Spannungsteiler an der Referenzspannungs des ADC betreiben
möchtest, ist der optimale Vorwiderstand (also derjenige, mit dem der
Messbereich des ADC am besten ausgenutzt wird) das geometrische Mittel
der beiden Endwerte des NTC, also

MaWin schrieb:
> (Rntc(15)+Rntc(50))/2

Das ist das arithmetische Mittel und kann näherungsweise verwendet
werden, wenn Rntc(15) und Rntc(50) dicht beisammen liegen. Da aber heute
fast jeder Taschenrechner über eine Wurzelfunktion verfügt, kann man
auch gleich richtig rechnen :)

von MaWin (Gast)


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Yalu X. schrieb:
> kann näherungsweise verwendet
> werden

Nein.

Die Frage ist  was du erreichen willst.

Beide Endwerte gleich weit vom Messbereichsgrenze weg

(z.B. ADC Messbereich 0-5V, NTC Spannung 1-4V( oder maximale Auflösung 
(grösste Spannungsdifferenz pro GradC) am schlechten Ende, also bei 
hoher Temperatur.

von Yalu X. (yalu) (Moderator)


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MaWin schrieb:
> Die Frage ist  was du erreichen willst.
>
> Beide Endwerte gleich weit vom Messbereichsgrenze weg

Ok, wenn man das als Optimierungskriterium nimmt, hast du recht.

Ich bin von einem anderen Kriterium ausgegangen:

Yalu X. schrieb:
> der optimale Vorwiderstand (also derjenige, mit dem der
> Messbereich des ADC am besten ausgenutzt wird)

von Hannes (Gast)


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(Bild www.thomatronik.de entnommen)

Der NTC des TO dürfte ein B von 3950 haben - anschauliche Daten siehe 
Anlage.

Bei hohen Temperaturen sinkt die Auflösung (Kurve flacht ab). Daher 
würde ich den Vorwiderstand des Spannungsteilers eher niederohmig 
auslegen.

Die Frage ist, ob die Selbsterwärmung des NTC dann nicht schon stört. 
Ohne Datenblatt und Wissen um die exakte Anwendung (in welchem Medium 
soll gemessen werden?) kann man diese Frage aber nicht beantworten.

Der TO sollte sich auf jeden Fall für ADC und Teiler auf die gleiche 
Referenz beziehen (ratiometrische Messung).

Hannes

von m.n. (Gast)


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Hannes schrieb:
> Der TO sollte sich auf jeden Fall für ADC und Teiler auf die gleiche
> Referenz beziehen (ratiometrische Messung).

Ich denke, das hat der TO sowieso schon im Sinn. Ansonsten bliebe die 
Frage nach der notwendigen Genauigkeit der Messung. Vermutlich sorgt der 
NTC selbst für den größten Fehler, weshalb die äußere Beschaltung keinen 
dominierenden Einfluß auf das Ergebnis haben sollte.

von Noname (Gast)


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Mit der Annahme, dass bei 32.5°C die Messung am genauesten sein soll, 
müsste der Vorwiderstand dann bei 70k bis 73k liegen (Widestand des NTCs 
aus der oben angegebenen Tabelle zwischen 32°C und 33°C). Die maximale 
Leistung am NTC ist dann ca. 38uW. Die Selbsterwärmung ist da 
vernachlässigbar. Die Quellimpedanz für den ADC ist 36k. Dies ist hier 
eher das Problem. Der Leckstrom des ADC-Eingangs kommt da schon deutlich 
zum tragen. Ein 10k NTC wäre besser geeignet. Wie schon geschrieben muss 
der Spannungsteiler aus der ADC-Referenzspannung gespeist werden 
(ratiometrische Messung) und der Vorwiderstand sollte ein 0.1%er sein. 
Der Einfluss durch das sampling kann durch einen Kondensator mit 
geringem Leckstrom parallel zum ADC-Eingang und mit niedriger 
Samplingfrequenz verringert werden.

von Christoph db1uq K. (christoph_kessler)


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https://www.tdk-electronics.tdk.com/download/188296/5608e4b12153bb12af2808fbedc5a55b/pdf-applicationnotes.pdf
die gute alte Appnote, ursprünglich von Siemens
Seite 3 "Linearizing the R/T characteristic"

von Wolfgang (Gast)


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MaWin schrieb:
> Beide Endwerte gleich weit vom Messbereichsgrenze weg

Was hätte man davon?

Der Wandlerbereich des ADC würde, wenn man von irgendwelche 
Offsetverschiebereien einmal absieht, sicher besser genutzt, wenn bei 
maximalem Widerstand des NTC am ADC-Eingang ein Wert von knapp V_Ref 
anliegt. Was soll ein Abstand zur oberen Messbereichsgrenze für einen 
Vorteil bringen?

von Rene K. (xdraconix)


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Ich habe mir gerade mal das Datenblatt heruntergeladen. Dort steht, wenn 
man dem glauben schenken darf.

15°C = 157,6KOhm
50°C = 35,9KOhm

Da komme ich auf einen Wert von ca. 75KOhm - kann das richtig sein?

Daraus würde ich folgende Schaltung ableiten (siehe Bild).

Hannes schrieb:
> Der NTC des TO dürfte ein B von 3950 haben - anschauliche Daten siehe
> Anlage.

Richtig, habe ich auch so erforscht. Genauere Daten habe ich leider 
nicht.

Hannes schrieb:
> (in welchem Medium
> soll gemessen werden?)

Es soll in Wasser gemessen werden.

m.n. schrieb:
> Ansonsten bliebe die
> Frage nach der notwendigen Genauigkeit der Messung.

Ich hätte ihn gerne auf ca. 1°C genau. Nachkommastellen sind zu 
vernachlässigen.

Noname schrieb:
> Der Einfluss durch das sampling kann durch einen Kondensator mit
> geringem Leckstrom parallel zum ADC-Eingang und mit niedriger
> Samplingfrequenz verringert werden.

Sehr gute Idee. Lasse ich mit einfließen.

: Bearbeitet durch User
von Tim T. (tim_taylor) Benutzerseite


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Rene K. schrieb:
> Ich habe mir gerade mal das Datenblatt heruntergeladen. Dort steht, wenn
> man dem glauben schenken darf.
>
> 15°C = 157,6KOhm
> 50°C = 35,9KOhm
>
> Da komme ich auf einen Wert von ca. 75KOhm - kann das richtig sein?

Nach MaWin 96,8 kOhm, nach Yalu 75,2 kOhm.
Ich würde einen 75 kOhm nehmen.

> Daraus würde ich folgende Schaltung ableiten (siehe Bild).

Pin3 (IN-) noch auf Pin 4 (Vss) legen.

> m.n. schrieb:
>> Ansonsten bliebe die
>> Frage nach der notwendigen Genauigkeit der Messung.
>
> Ich hätte ihn gerne auf ca. 1°C genau. Nachkommastellen sind zu
> vernachlässigen.

Dafür ist alles bislang besprochene egal. Kannst dafür auch nur die 
oberen 8 Bit nehmen.

: Bearbeitet durch User
von Rene K. (xdraconix)


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Ich habe die Platine nun fertigen lassen und es funktioniert tadellos 
mit dem 75kOhm Wiederstand.

Ich möchte nun aber, um das Ergebnis glatter zu bekommen, noch einen 
Kondensator dazwischen schalten. Da es sich ja um das Medium Wasser 
handelt, spielt ein "schneller" Wechsel absolut keine große Rolle.

Kann man das so machen wie in meinem Schaltbild? Welche Größe an C wären 
denn optimal für diesen Zweck? 100nf oder doch lieber einen kleineren?

: Bearbeitet durch User
von m.n. (Gast)


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Rene K. schrieb:
> Ich möchte nun aber, um das Ergebnis glatter zu bekommen, noch einen
> Kondensator dazwischen schalten.

100 nF sind auf jeden Fall sinnvoll. Wenn das Ergebnis immer noch 
wackelt, hast Du Störungen an anderer Stelle: schlechte Vref, schlechte 
Vcc.
Dagegen hilft eine Filterung per Software.

von Rene K. (xdraconix)


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m.n. schrieb:
> Rene K. schrieb:
>> Ich möchte nun aber, um das Ergebnis glatter zu bekommen, noch einen
>> Kondensator dazwischen schalten.
>
> 100 nF sind auf jeden Fall sinnvoll. Wenn das Ergebnis immer noch
> wackelt, hast Du Störungen an anderer Stelle: schlechte Vref, schlechte
> Vcc.
> Dagegen hilft eine Filterung per Software.

Mir ist auch gerade in den Sinn gekommen das obige Schaltung garnicht 
funktionieren kann. Da ja dann der Spannungsteiler nicht mehr 
funktioniert. Weil der Kondensator immer auf der Gleichen Spannung 
bleibt VCC->R75k->Kondensator->GND und somit wäre der NTC außer gefecht.

Er schwankt ja im Grunde auch nur im 0.1er Bereich.

: Bearbeitet durch User
von Rene K. (xdraconix)


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So meinte ich, so macht es deutlich mehr Sinn.

von m.n. (Gast)


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Rene K. schrieb:
> So meinte ich, so macht es deutlich mehr Sinn.

Das solltest Du sofort ausprobieren!

Und danach noch einmal die ursprünglich gezeigte Schaltung ;-)

von Stefan F. (stefanus)


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Rene K. schrieb:
> So meinte ich, so macht es deutlich mehr Sinn.

Dir ist schon klar dass Kondensatoren keinen Gleichstrom durch lassen?

von Wolfgang (Gast)


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Rene K. schrieb:
> Mir ist auch gerade in den Sinn gekommen das obige Schaltung garnicht
> funktionieren kann. Da ja dann der Spannungsteiler nicht mehr
> funktioniert.

Wie meinen?
Guck dir noch mal die Grundlagen zum Kondensator an. Warum soll der 
Spannungsteiler mit dem Kondensator nicht mehr funktionieren?

Rene K. schrieb:
> So meinte ich, so macht es deutlich mehr Sinn.

Nein - nicht wirklich

Rene K. schrieb:
> Welche Größe an C wären
> denn optimal für diesen Zweck? 100nf oder doch lieber einen kleineren?

So groß wie nötig, so klein wie möglich.
Probier's aus und guck dir die Rauschamplitude in Abhängigkeit von der 
Kapazität an. Die Zeitkonstante ergibt sich aus der Kapazität und der 
Parallelschaltung der beiden Widerstände. Außerdem sorgt der Kondensator 
für eine niedrige Quellimpedanz bei der Abtastung/Umladung durch den 
ADC.
Optimal ist er, wenn eine Vergrößerung des Kondensators nichts mehr am 
Rauschen deines Messwertes ändert. Eine andere Störquelle kann eine 
instable VRef sein, da es sich bei dem ADC um einen schrittweise 
approximierenden handelt.

von Hannes (Gast)


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Jesses - ist dieses hochkomplexe 2-Bauteile-Projekt immer noch nicht 
abgefrühstückt?

von Wolfgang (Gast)


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Hannes schrieb:
> Jesses - ist dieses hochkomplexe 2-Bauteile-Projekt immer noch nicht
> abgefrühstückt?

Es sind mittlerweile 3 - das erhöht die Komplexität ;-)

von Rene K. (xdraconix)



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Hannes schrieb:
> Jesses - ist dieses hochkomplexe 2-Bauteile-Projekt immer noch
> nicht  abgefrühstückt?

Es waren mehr als zwei. Und ja, im Grunde ist es "abgefrühstückt", bin 
nun am Verfeinern. Aber wenn du gescheit lesen würdest und nicht nur 
dumm labern, hättest du dies gewusst. 😉

von Harald W. (wilhelms)


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Rene K. schrieb:

> Es waren mehr als zwei. Und ja, im Grunde ist es "abgefrühstückt",

Ja, bevor Du es verschlimmbessert hast.

von Hannes (Gast)


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Rene K. schrieb:
> Es waren mehr als zwei. Und ja, im Grunde ist es "abgefrühstückt", bin
> nun am Verfeinern. Aber wenn du gescheit lesen würdest und nicht nur
> dumm labern, hättest du dies gewusst. 😉

Ach so, Beitrag "Re: Spannungsteiler Widerstand berechnen (100k NTC an ADC)" ist also 
dumm gelabert?

Rene K. schrieb:
> So meinte ich, so macht es deutlich mehr Sinn. (Bild siehe Anlage)

Wieso nur werde ich so sterbensmüde, wenn ich mir dies offen zur Schau 
getragene Unverständnis für rudimentärste, elektronische Zusammenhänge 
ansehen muss?
Ich glaube zwar nicht, dass es viel hilft, aber trotzdem bete ich für 
dich: "Oh Herr, lass es Hirn regnen über die töricht Tumben ..."

von Rene K. (xdraconix)


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Hannes schrieb:
> Ach so, Beitrag "Re: Spannungsteiler Widerstand berechnen (100k NTC an ADC)" ist also
> dumm gelabert?

Natürlich ist...

Hannes schrieb:
> Jesses - ist dieses hochkomplexe 2-Bauteile-Projekt immer noch nicht
> abgefrühstückt?

... völlig dummes gelaber. 🤷‍♂️ Das ist weder, nicht so wie dein anderer 
Beitrag (dafür bedanke ich mich und dieser hat mir geholfen), völlig 
neben der Spur. Und wenn du dies selbst nicht wahrhaben willst, kann ich 
dir natürlich sehr gerne Kontakt zu jemanden vermitteln. Dieser kann 
dich ärztlich soweit begleiten das du deine Wahrnehmungsstörungen in den 
Griff bekommst.

Hannes schrieb:
> Wieso nur werde ich so sterbensmüde, wenn ich mir dies offen zur Schau
> getragene Unverständnis für rudimentärste, elektronische Zusammenhänge
> ansehen muss?

Tut mir leid das das berechnen eines NTC mit der Steinhart-Hart-Formel 
nunmal eben nicht mit in der 3. Klasse im Unterricht drann war. Soetwas 
gehört auch nicht unbedingt zur Allgemeinbildung.

Da ich im zweiten Beitrag, durch Unwissenheit oder plötzlich falsches 
Verständnis der Situation, den C umsetzte - wird mir absolute Dummheit, 
Törichtigkeit und kein Hirn prognostiziert?! Arbeite an dir, arbeite an 
deinem Umgang mit Menschen, und wertschätze Menschen nicht an DEINEM 
Fachwissen. Ganz ehrlich Hannes - in deiner kleinen Welt möchte ich echt 
nicht leben.

Vielen Dank für deine Hilfe.

von Manfred (Gast)


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Rene K. schrieb:
> Arbeite an dir, arbeite an deinem Umgang mit Menschen,

!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

von Otto (Gast)


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Rene K. schrieb:

> Natürlich ist...
>
> Hannes schrieb:
>> Jesses - ist dieses hochkomplexe 2-Bauteile-Projekt immer noch nicht
>> abgefrühstückt?
>
> ... völlig dummes gelaber.

Rene, Du wiederholst Dich - inhaltlich und in Deiner Wortwahl. Aber das 
macht deine Aussage, vor allem aber Deine Ausdrucksweise, keinen Deut 
besser. Von Dir will keiner was, sondern Du hast hier um Hilfe gebeten. 
Nicht nur ich wundere mich, dass Du nach mehr als 7 (!) Wochen 
offensichtlich keinen Schritt weiter gekommen bist ...

> Das ist weder, nicht so wie dein anderer
> Beitrag (dafür bedanke ich mich und dieser hat mir geholfen), völlig
> neben der Spur. Und wenn du dies selbst nicht wahrhaben willst, kann ich
> dir natürlich sehr gerne Kontakt zu jemanden vermitteln. Dieser kann
> dich ärztlich soweit begleiten das du deine Wahrnehmungsstörungen in den
> Griff bekommst.

Wieso nützt Du nicht Deine Kontakte? Mit entsprechender Hilfe kannst 
auch Du lernen, dass Du mit diesem Projekt gänzlich überfordert bist.

> Hannes schrieb:
>> Wieso nur werde ich so sterbensmüde, wenn ich mir dies offen zur Schau
>> getragene Unverständnis für rudimentärste, elektronische Zusammenhänge
>> ansehen muss?
>
> Tut mir leid das das berechnen eines NTC mit der Steinhart-Hart-Formel
> nunmal eben nicht mit in der 3. Klasse im Unterricht drann war.

Es ging um das elementare Verständnis für die primitiveren 
elektronischen  Komponenten - in diesem Fall einem einfachen 
Kondensator. Schau Dir ruhig noch mal Deine Schaltung an - und lies 
Deine Aussage hierzu.

Statt dessen greifst Du hier die Steinhart-Hart-Gleichung auf, und 
erzählst uns, diese würde Dich überfordern. Dabei musst Du die Gleichung 
noch nicht mal umstellen - sonder nur genau so anwenden, wie sie da 
steht ...

Oder willst Du uns damit sagen, Du würdest derzeit die 3. Klasse 
besuchen? In diesem Fall entschuldige ich mich natürlich bei Dir - ziehe 
alle meine Äußerungen zurück und behaupte fortan das Gegenteil.

- Hannes

von Rene K. (xdraconix)


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Otto schrieb:
> Nicht nur ich wundere mich, dass Du nach mehr als 7 (!) Wochen
> offensichtlich keinen Schritt weiter gekommen bist

Doch bin ich doch, das Projekt steht, ist fertig und funktioniert 
tadellos. Wie ich bereits geschrieben und bebildert habe.

Da ich aber plane eine zweite Revision zu machen (unter anderem mit 
einem RTC da der Raspberry bei Booten ohne Netz keine Uhrzeit hat) 
wollte ich eben auch den Eingang der NTCs "smoothen". Und sieben Woche 
ist völlig okay, da dies nur ein Freizeitprojekt ist, ich beruflich im 
Bauhauptgewerbe arbeite und drei Kinder habe. Mit Freizeit ist da nicht 
viel.

Otto schrieb:
> Mit entsprechender Hilfe kannst auch Du lernen, dass Du mit diesem
> Projekt gänzlich überfordert bist.

Sicherlich habe ich hier und da meine Schwachstellen, aber gänzlich 
überfordert kann ich nicht sein, denn sonst würde meine Platine, die 
NTCs/ADC sowie die anderen Schaltungen, überhaupt nicht funktionieren.

Otto schrieb:
> Wieso nützt Du nicht Deine Kontakte?

Welche anderen Kontakte? Mein Freundeskreis enthält Bauern, Maurer, 
Einzelhändler... Aber niemanden aus der Elektrontechnik.

Otto schrieb:
> Schau Dir ruhig noch mal Deine Schaltung an - und lies Deine Aussage
> hierzu.

Ich habe mich nach den Fauxpas mit dem zweiten Schaltbild 
selbstverständlich mit dem Thema Kondensatoren auseinander gesetzt. Ich 
war immer der festen Überzeugung das ein Kondensator als 
"Pufferspeicher" dient. Das dies nicht so ist und nicht anwendbar wie in 
meinem zweiten Bild ist, ist mir nun auch bewusst. Dafür danke ich 
selbstverständlich.

Otto schrieb:
> Statt dessen greifst Du hier die Steinhart-Hart-Gleichung auf, und
> erzählst uns, diese würde Dich überfordern.

Ich habe nicht gesagt das sie mich überfordert, aber vor diesem Projekt 
habe ich nicht einmal etwas davon gehört, warum auch.

Man wächst mit den Aufgaben die vor einem stehen. Und dieses Thema 
wollte ich damit aufgreifen. Man kann nicht alles wissen, schon garnicht 
wenn man dies nicht benötigt - und wenn man dies braucht dann beliest 
man sich darin, stellt Fragen und hinterleuchtet dies.

Da sind solche Sätze wie "herjee 2 Bauteile immernoch nicht fertig" 
weder hilfreich noch fördernt. Denn dies ist nur ein kleiner Teil dieses 
Projektes und es ist fertig. Und nicht jeder hat alle Zeit der Welt für 
seine Hobbys übrig.

Für das "dumme Gelaber" entschuldige ich mich natürlich.

Ich danke für euer Hilfe.

von Harald W. (wilhelms)


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Rene K. schrieb:

> Ich habe mich nach den Fauxpas mit dem zweiten Schaltbild
> selbstverständlich mit dem Thema Kondensatoren auseinander gesetzt. Ich
> war immer der festen Überzeugung das ein Kondensator als
> "Pufferspeicher" dient.

Doch, das ist so (als grobe Vereinfachung). Aber den Kondensator
hast Du wohl trotzdem nicht verstanden. :-(

von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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Rene K. schrieb:
> ntc.png

Neenee, mach mal den Spannungteiler wieder so wie er war, also 75k auf 
+3,3V und den TH1 vom 75k gegen Masse. Am Knotenpunkt kommt der ADC ran.
Nun kannst du parallel zu TH1 einen Kondensator schalten, z.B. wieder 
deinen 100nF. Das sollte dann klappen.

von Alois (Gast)


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Matthias S. schrieb:
> Neenee, mach mal den Spannungteiler wieder so wie er war, also 75k auf
> +3,3V und den TH1 vom 75k gegen Masse. Am Knotenpunkt kommt der ADC ran.
> Nun kannst du parallel zu TH1 einen Kondensator schalten, z.B. wieder
> deinen 100nF. Das sollte dann klappen.

Von dem ausgewählten NTC sind bekannt: der RN = 100kOhm, B-Wert = 3950 
+- 1% sowie TN = 25°C. Damit kommt für den TO nur die Näherungsformel 
R(T) = RN x exp(B x (1/T - 1/TN)) in Betracht. Möglicherweise reicht die 
für 1°C - was aber noch zu untersuchen wäre.

Die 'genauere' Steinhart-Hart-Gleichung kann der TO erst mal vergessen, 
denn dafür fehlen ihm die Parameter a0, a1, a2, a3, ...

75k als Vorwiderstand passt - der genaue Wert ist nicht mal 
entscheidend, solange er nur genau genug bekannt ist. (Ich denke mal, 
dass der TO nicht jeden einzelnen Kanal kalibrieren will - denn dann 
sieht's noch mal anders aus.)

In 1. Näherung wirkt sich das delta B von 1% in Bereichsmitte mit ~ 0.3% 
aus. Mit der von m.n. vorgeschlagenen Toleranz von 0.1% liegt man also 
für den Vorwiderstand nicht ganz falsch - wenn man aber die ganzen 
anderen Fehler aufsummiert 'fast' ein wenig zu gut.

Immerhin würden 0.1% ganz gut den 10 bits des MCP3008 passen.

Der nax leakage current von 1uA verursacht am Ri des Teilers (~45k) 
einen Fehler von 43mV. Bezogen auf Vref = 3.3V sind das 1.3% (13 LSB). 
Das wäre mir viel.

Auch der Kondensator vom Vin (ADC) gegen Masse kann kontraproduktiv 
sein.

Will man ratiometrisch messen (um unabhängig vom genauen Wert der Vref 
zu werden) sollte man tunlichst vermeiden, an Vin gegenüber Vref andere 
Verhältnisse zu schaffen: Störungen auf Vref (die ja auch den Teiler 
speisen soll), und die man an Vin ausfiltert, würden sich sonst direkt 
über Vref in den ADC reinschummeln.

Vref KANN man aus der Betriebsspannung gewinnen, sollte diese aber 
sehr gut filtern. Sonst wird das nichts mit 10bit - ganz unabhängig 
von der o.g. Schwachstelle 'leakage current'.

Dem TO würde ich raten, seinen Teiler (den Analogteil) inklusive aller 
Toleranzen erst durchzurechnen (kann man z.B. per Spreadsheet machen), 
und zwar an mindestens 3 Punkten seines geplanten Messbereichs.

Auf jeden Fall würde ich ihm aber dringend raten, Kapitel 6.0 
(APPLICATIONS INFORMATION) des Datenblatts sich ganz genau durchzulesen.

Alois

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