Bei uns hier sind viele Aufgaben nach Blöcken gestaffelt und werden vom
Manager zugewiesen. Dazu gibt es ein System von Software-Tools mit denen
Tasks, auch bugs und Tests verknüpft und abgearbeitet werden können.
So bekommt jeder unregelmäßig Aufgaben und vergisst nichts.
Leider ist unser Teamchef etwas lazy und macht alles verbal.
Ergebnis ist oft dies hier:
Was tut man da ?
Super Mario schrieb:> Leider ist unser Teamchef etwas lazy und macht alles verbal.> Ergebnis ist oft dies hier:> Was tut man da ?
Das steht doch sogar explizit da:
"Lehnen Sie sich zurück und entspannen Sie".
Du wirst dich doch wohl an die Anweisungen halten, die man dir gibt? 😇
Hehehe ...
Im Ernst: Bisweilen extrem entspanntes Arbeiten hier, weil direkte
Kollegen total überlastet sind, in meetings hängen und kaum progressiv
gearbeitet wird. Allerdings kommt alle Woche einer vorbei und will was
abholen, was angeblich irgend wann einmal beauftragt war.
Ich finde persönlich, die Aufgabenverwaltung durchaus sinnvoll, nur
müsste sie eben auch verwendet werden. So macht sich jeder seine eigene
todo-Liste.
Meine Erfahrung mit solchen Systemen ist, dass sie ausschließlich nach
den Bedürfnissen der Entscheider entworfen sind. Aufgaben werden einfach
von oben herab zugeteilt, ohne klare Anforderungen, ohne Budget, ohne
Rücksicht auf Abhängigkeiten, Urlaub etc. Aber immer mit Deadline, die
natürlich immer unrealistisch ist. Hauptsache etwas kann in das
Projektmanagementsystem eingepflegt werden... habe mir dann was besseres
gesucht und gekündigt.
Klar verwenden wir sowas. Aufgabenzuteilung über Teamleiter oder
Projektmanager(s). Oder man pullt sich selbst was wo man glaubt helfen
zu können. Sehr hilfreich, man kann Status abfragen, sieht wer hat was
bearbeitet / in Arbeit, welche Probleme wurden bereits wie gelöst. Bei
grösseren Firmen / Projekten geht das m.E. nicht effizient anders. Ist
ein bisschen Aufwand für die Dokumentation, klar - am anderen Ende spart
es aber Zeit für Nachfragen, Rad doppelt erfinden etc.
Klar verwenden wir sowas, im (lean) Kanban Style, wo wir uns
idealerweise die Tasks zuerst im Backlog erstellt werden (inflow) und
danach ins "todo", "in progress", "testing/review " und dann ins done
wandern, lässt sich in jeweils 2-wöchigen Sprints durchexerzieren (Scrum
/ SaFe Organisation) oder normal als Tasktool im Kanban Modus pro
Release betreiben.
Funktioniert ganz gut, wenn alle mitmachen d.h. neue Tasks aufnehmen,
updaten und aktuell halten.
Ich als Software Architekt mit Doppelrolle als Scrum Master habe da ein
Auge drauf!
Grüsse,
klausi
P.s. Tasks dürfen/müssen bei uns alle erstellen. Und ja es dient der
Transparenz und Effektivität (richtige Dinge tun) u. Effizienz (Dinge
richtig tun) sehr.
Auch wenn mal jemand ausfällt, dann wird einfach re-planned.
Ingo schrieb:> Meine Erfahrung mit solchen Systemen ist, dass sie ausschließlich nach> den Bedürfnissen der Entscheider entworfen sind.
Nö, aber vielleicht falsch verstanden / angewendet
> Aufgaben werden einfach> von oben herab zugeteilt, ohne klare Anforderungen, ohne Budget, ohne> Rücksicht auf Abhängigkeiten, Urlaub etc. Aber immer mit Deadline, die> natürlich immer unrealistisch ist.
Zuteilung muss ja irgendwie laufen, wie das realisiert / verabredet ist,
ist sicherlich von Fall zu Fall verschieden - aber da kann man ja
nachjustieren...liegt aber nicht an "solchen Systemen", falsch benutzen
kann man jedes Werkzeug...
Hauptsache etwas kann in das
> Projektmanagementsystem eingepflegt werden...
Ja,konsequentes Benutzen sollte Pflicht sein, nur dann hat man einen
neudeutsch:Benefit
> habe mir dann was besseres> gesucht und gekündigt.
Wenn es besser für dich ist - schön
Bei uns gibt es vieles.
Für häufige Aufgaben gibt es ein internes Workflow Tool, was gewisse
dinge teil-automatisiert (z.B. rollen beantragen, Mitarbeiterwechsel,
etc.).
Für Softwareentwicklung gäbe es theoretisch ein Jira.
Dann gibt es ein ITSM (IT Service Managemant (Hier WSPOne)) System.
Einerseits sind da alle Server, Anwendungen, etc. erfasst.
Dann gibt es darin auch wieder Workflows (Bestehend aus Changes &
Tasks). Manche Standardisierte, z.B. für Aufbau & Abbau von Systemen,
manche per Template, andere komplett manuell erstellt. Es gibt auch
diverse Teams, Wartungszeiträume, und solches Zeugs. Den Teams kann man
Tasks zuweisen, inklusive Durchführungszeitraum. Jeder Change muss dann
aber normalerweise zuerst von einigen genehmigt werden.
Neben dem ist im ITSM auch noch ein Ticketsystem. Das ist für wenn es
Probleme gibt. Kann man auch gruppen zuweisen, kommentieren, und hin und
her schieben. Kann man sich jeder zeit ein nehmen. Gibt zwar noch
Prioritäten und SLAs, wie schnell welche weg müssen.
Manchmal kommt auch was per mail rein. Werden teils automatisiert in
Tickets umgewandelt, teils manuell, teils gar nicht. Und das Service
Center nimmt auch Anrufe, und erstellt daraus Tickets.
Macht also 4 Aufgabenverwaltungen und 5 Queues, die man checken sollte.
(In der Praxis muss man nur die Mails und die 2 ITSM Sachen checken, die
anderen 2 Tools senden einem auch ne E-Mail, wenn es was zutun gibt.)
🐧 DPA 🐧 schrieb:> Für Softwareentwicklung gäbe es theoretisch ein Jira.> Dann gibt es ein ITSM (IT Service Managemant (Hier WSPOne)) System.> Einerseits sind da alle Server,
Genauso ähnlich bei uns auch!
Haben Jira im Einsatz und für ITIL die BMC remedy suite (manchmal
gefühlt indische Qualität..)
Man meint du würdest auch in einer Konzern IT arbeiten!
🐧 DPA 🐧 schrieb:> Macht also 4 Aufgabenverwaltungen und 5 Queues, die man checken sollte.> (In der Praxis muss man nur die Mails und die 2 ITSM Sachen checken, die> anderen 2 Tools senden einem auch ne E-Mail, wenn es was zutun gibt.)
Hehe, und das für wohl <50 Leute :-)
Hier ähnliches Chaos.
- PPMS für Zeitabrechnung zu den einzelnen Projekten. Könnte
Aufgabenplanung, wird aber aus mir unbekannten nicht dazu genutzt.
- In einem Grossprojekt nutzen wir zusammen mit unserem Kunden (selber
Konzern andere Standorte) Jira für die übergreifende Planung
- MS Projekt zur eigentlichen Planung, da steht dann aber oft drin, was
wann zu tun ist und wird dann wöchentlich Aktualisiert, was der Stand
ist.
- Excel Tabelle mit Macros die ich für meinen Chef ausfüllen muss, wo
drinsteht was abgeschlossen wurde, was gearbeitet wird und was nächste
Woche startet
- Excel Tabelle mit Macros die mein Chef ausfüllt für seine Vorgesetzten
die dann sehen, dass wir zu viel arbeit haben und überlastet sind aber
trotzdem keine weiteren Stellen bewilligt bekommen (seit Jahren so)
und das für 80 Leute :-)
Christoph Z. schrieb:> Excel Tabelle mit Macros die mein Chef ausfüllt für seine Vorgesetzten> die dann sehen, dass wir zu viel arbeit haben und überlastet sind aber> trotzdem keine weiteren Stellen bewilligt bekommen (seit Jahren so)
Na wenn es seit Jahren schon so ist, aber offenbar trotzdem läuft, warum
sollte man dann etwas ändern, werden sich die Vorgesetzten deines Chefs
denken.
Super Mario schrieb:> Was tut man da ?
Ich wuerd' mir da eine Extra-Hardware bauen, mit einem 555, einem 4040
ein paar Gattern und verschiedenen LEDs.
Die LEDs dann noch sinnvoll beschriften mit z.b. Einatmen, Ausatmen,
Kaffeetrinken, Kippchen, Kacken...tbd.
Fertig.
SCNR,
WK
Super Mario schrieb:> Was tut man da ?
Man realisiert, das es hier nix mehr zu tun gibt und deshalb die
Kündigung aus betrieblichen Gründen naht.
Also schon mal CV aktualisieren und auf Jobsuche gehen.
klausi schrieb:> Klar verwenden wir sowas, im (lean) Kanban Style, wo wir uns> idealerweise die Tasks zuerst im Backlog erstellt werden (inflow) und> danach ins "todo", "in progress", "testing/review " und dann ins done> wandern, lässt sich in jeweils 2-wöchigen Sprints durchexerzieren (Scrum> / SaFe Organisation) oder normal als Tasktool im Kanban Modus pro> Release betreiben.> Ich als Software Architekt mit Doppelrolle als Scrum Master habe da ein> Auge drauf!
Liest sich eher so an also ob du in einer Behindertenwerkstatt
arbeitest.
🐧 DPA 🐧 schrieb:> Macht also 4 Aufgabenverwaltungen und 5 Queues, die man checken sollte.> (In der Praxis muss man nur die Mails und die 2 ITSM Sachen checken, die> anderen 2 Tools senden einem auch ne E-Mail, wenn es was zutun gibt.)
Und wann arbeitet ihr mal was? 90% Verwaltungstools bedienen, 10%
eigenltiche Arbeit. Ist das ne Behörde wo man sich das leisten kann
soviel Geld zu verbrennen?
Super Mario schrieb:> Leider ist unser Teamchef etwas lazy und macht alles verbal.> Ergebnis ist oft dies hier:> Was tut man da ?
Du meinst wohl oral. Frag ihn, ob auch vaginal oder anal geht.
Arbeitslos und Spass dabei schrieb:> 90% Verwaltungstools bedienen,
Alles Vorgaben der ISO-9000 und Lieferkettengesetze. Belegen, z.B. dass
nicht Kinderarbeit dabei ist. Bisher wurden noch nicht die Klamotten,
die der Mitarbeiter trägt und das was er außerhalb der Kantine frißt
miterfaßt. Aber das wird bald auch noch kommen.
Super Mario schrieb:> Dazu gibt es ein System von Software-Tools mit denen Tasks, auch bugs> und Tests verknüpft und abgearbeitet werden können.
Eines? Hahaha. Wir haben ca. 4-5 parallel unsynchronisiert für ein
Projekt laufen. Nur eines dieser Systeme ist ein ernstes Application
Lifecycle Managementsystem. Die Anderen sind SAP oder Oberflächen dazu
und mindestens zwei Netzlaufwerk-ähnliche Chaossysteme.
Die Kunst ist, dass sich das jeder (Teil-) Projektleiter selber mit
Exceltabellen zurechtlegt :D
Super Mario schrieb:> Ergebnis ist oft dies hier:> Was tut man da ?
Schulungen, Firmeninterne Stellenangebote usw. im Intranet durchklicken,
interessante Sachen im Internet ansehen, ...
mfg mf
Senf D. schrieb:> Christoph Z. schrieb:>> Excel Tabelle mit Macros die mein Chef ausfüllt für seine Vorgesetzten>> die dann sehen, dass wir zu viel arbeit haben und überlastet sind aber>> trotzdem keine weiteren Stellen bewilligt bekommen (seit Jahren so)>> Na wenn es seit Jahren schon so ist, aber offenbar trotzdem läuft, warum> sollte man dann etwas ändern, werden sich die Vorgesetzten deines Chefs> denken.
Das vermute ich auch. Füllen die Lücken gerne auch mit externen
Leiharbeitern (Die machen gerade 50% in meiner Abteilung aus). Leider
ignorieren sie auch die hohe fluktuation der Angestellten hier und die
damit hergehenden zusätzlichen Kosten durch Wissensverlust,
Einarbeitunszeit etc. (Diese Aufgaben werden dann natürlich in keinem
unserer vielen Tools geplant).
Naklar schrieb:>> Aufgaben werden einfach>> von oben herab zugeteilt, ohne klare Anforderungen, ohne Budget, ohne>> Rücksicht auf Abhängigkeiten, Urlaub etc. Aber immer mit Deadline, die>> natürlich immer unrealistisch ist.>> Zuteilung muss ja irgendwie laufen, wie das realisiert / verabredet ist,> ist sicherlich von Fall zu Fall verschieden - aber da kann man ja> nachjustieren...liegt aber nicht an "solchen Systemen", falsch benutzen> kann man jedes Werkzeug...
Früher hatte man sich zusammengesetzt und für einen Zeithorizont von 1-x
Wochen die Aufgaben eingeteilt und besprochen. Das hat gut geklappt.
Dann kam ein neuer Projektmanager und hat bei der GF ein
Projektmanagementtool hochgelobt. Das wurde dann von heute auf morgen
eingeführt, ohne Schulungen (rtfm). Fortan wurde "regiert". Wer
nachjustieren wollte hatte als Bittsteller den ganzen Aufwand dafür und
wurde als inkompetent und querulantisch abgestempelt.
Heutiger Job in der IT:
Dauermeetings:
Daily dank Scrumspasten-PM, Meeting mit dem Kunden, Meeting mit der
Geschäftsleitung, Meeting mit dem Geldgeber, Meeting mit der Putzfrau.
Dumm rumhocken, dumm rummlabern und Kaffee saufen.
Quälen der Mitarbeiter mit der neusten PM-Methode:
Scrum, Kai Zen, ShenZen, Feng Shui, Hop Sing.
Arbeiten wie im Kindergarten: Zettelchen vollmalen, an die Wand pappen,
dumm draufglotzen und dumm rumlabern. In der Behindertenwerkstätte gibts
anspruchsvollere Tätigkeiten.
Verwaltungstools bedienen:
Frage im VG: "Können Sie Jira?" Da wird daran festgemacht ob man die
Stelle bekommt wenn man so ein Deppentool schon mal bedient hat. Fragen
zur Softwareentwicklung kommen keine, d.h. da arbeiten nur PM-geile
Deppen und deshalb wirds auch mit dem besten PM nix und sie wundern sich
noch, weil man doch alles "richtig" gemacht hat. Also wird die nächste
PM-Mode ausprobiert, Scrum mit Wasserfall und Fruchgeschmack, jetzt neu
im PM-Kühlregal bei ihrem Beraterdepp der das als the next hot shit
anpreist. D.h. da kommt dann wieder der nächste extern PM-Guru-Vollhort
der alles umkrempelt. Am liebsten würde man den gleich eigenhändig
rausprügeln bis er nicht mehr laufen kann.
Deshalb arbeitslos und Spass dabei, endlich Schluss mit der Schinderei.
Super Mario schrieb:> Was tut man da ?
Kann man nix tun.
Diese Aufgabenverwaltungstools können selbst in einem einmann 'Team' ein
tolle Methode sein nicht den Überblick in der Summe der zu eledigenden
Aufgaben zu verlieren und fortlaufend priorisieren zu können.
Man kann jederzeit unterbrechen, seinen Fortschritt dokumentieren und
sich dem gerade aufgeploppten Problem widmen das noch wichtiger ist und
findet auch den Weg wieder zurück.
Aber wenn man das nicht stur einhält und alles darüber laufen lässt ist
das einfach nur Mehrarbeit die noch mehr Chaos anrichtet.
Habe ich in drei Läden erlebt.
Wollen ja, einsehen das es so wie es ist das pure Chaos ist auch ja,
Tool einführen und eine flammende Rede halten doppelt JA, aber sich dann
auch darum kümmern das das eingehalten wird, ein klares Jein,
Vielleicht, man sollte, könnte aber, momentan schlecht, später, aber
aber, ja schade wurde wohl nicht angenommen also so weiterstümpern wie
gehabt und erst mitbekommendas man drei Monate über Termin ist wenn der
Kunde einem durch Telefon zieht.
DANN aber, alle Räder stehen still und es wird dieses Problem
bearbeitet.
Bis der nächste Kunde einen Wutanfall bekommt weil ich ja nur noch
hinter dem Chas meiner Heeresleitung aufräumen muss und dabei alles
andere liegen bleibt.
Das ist Aufgabe der GF bzw. Projektleitung das in die Köpfe zu hämmern
bis auch der Letze seinen Widerstand dagegen aufgibt.
Da kannst Du nichts machen.
Naklar schrieb:> Zuteilung muss ja irgendwie laufen, wie das realisiert / verabredet ist,> ist sicherlich von Fall zu Fall verschieden - aber da kann man ja> nachjustieren...liegt aber nicht an "solchen Systemen", falsch benutzen> kann man jedes Werkzeug...
Richtig: "A fool with a tool is still a fool"...
Hier wird alle Vierteljahr so eine neue "Managerkrankheit" ausprobiert,
dann schläft sie wieder ein. Ich kenne die ganzen Buzzwords: Bugzilla,
Scrum, Kanban, Teams Jira...
Arbeitslos und Spass dabei schrieb:> Heutiger Job in der IT:> Dauermeetings:> Daily dank Scrumspasten-PM, Meeting mit dem Kunden, Meeting mit der> Geschäftsleitung, Meeting mit dem Geldgeber, Meeting mit der Putzfrau.> Dumm rumhocken, dumm rummlabern und Kaffee saufen.
In der heutigen "amerikanischen" IT sind deshalb auch fast nur noch
inselbegabte Halbaffen mit Scheuklappenblick, die sich selber in
Vetternwirtschaft einstellen und gegenseitig in Deppenspielen
beklatschen.
Ideologisch auch fast alle verblendet, verstrahlt und auf Kollisionskurs
mit der Realität.
So verkommen wie die heutige IT ist keine andere MINT-Disziplin. Der
klassische (deutsche) Maschinenbau ist diametral dagegen, leider wurde
er von der verkommenen IT gut ab ca. 2015 durchfressen, so klappt auch
dort nicht mehr allzuviel reibungslos und pünktlich.
Senf D. schrieb:> Christoph Z. schrieb:>> Excel Tabelle mit Macros die mein Chef ausfüllt für seine Vorgesetzten>> die dann sehen, dass wir zu viel arbeit haben und überlastet sind aber>> trotzdem keine weiteren Stellen bewilligt bekommen (seit Jahren so)>> Na wenn es seit Jahren schon so ist, aber offenbar trotzdem läuft, warum> sollte man dann etwas ändern, werden sich die Vorgesetzten deines Chefs> denken.
Update direkt so aus meiner Jahresendbewertung:
"While the status is reported transparently, more proactive behavior
would support the coordination between the projects and help to fulfill
the expectations."
Also ich bediene diese 4-5 Tools richtig soll aber noch aktiver (wohl
auch noch motiviertert dazu sein) mit meinen Arbeitsstatus hausieren zu
gehen.
Lesen sie denn nicht was in diesen Tools drin ist? Ist da wohl doch die
falsche/zu wenig Information drin?
Versteht denn niemand, dass ich durch ständige Überlastung und
Überforderung permanent hinter den Planungen hinterher bin und das
selber ganz genau weiss und entsprechend sicher nicht jede Woche
hausieren gehe damit, dass ich immer noch weiter ins hintertreffen
gerate? Das zeigen die Tools ja auch und dagegen getan wird ja eh
nichts, also bei was soll ich proaktiver sein? Beim Schwarzmalen oder
Ausstieg suchen?
Sorry, das musste mal raus...
Christoph Z. schrieb:> Versteht denn niemand, dass ich durch ständige Überlastung und> Überforderung permanent hinter den Planungen hinterher bin und das> selber ganz genau weiss und entsprechend sicher nicht jede Woche> hausieren gehe damit, dass ich immer noch weiter ins hintertreffen> gerate? Das zeigen die Tools ja auch und dagegen getan wird ja eh> nichts, also bei was soll ich proaktiver sein? Beim Schwarzmalen oder> Ausstieg suchen?>> Sorry, das musste mal raus...
Du sprichst mir aus dem Herzen, seit einem Jahr (wichtiges Projekt mit
einem schlechten aber sehr treibenden Projektmanager) geht es mir auch
so. Emails en masse, PM-Tool, Meetings, Abstimmungen,
Spezifikationsrunden...
Ja und wann soll ich was arbeiten???
PM: "Ich erwarte mir mehr Einsatz".
Hab leider noch kein besseres Jobangebot gefunden, ist ja wahrscheinlich
woanders nicht besser heutzutage.
Arbeitslos und Spass dabei schrieb:> Quälen der Mitarbeiter mit der neusten PM-Methode:> Scrum, Kai Zen, ShenZen, Feng Shui, Hop Sing.> Arbeiten wie im Kindergarten: Zettelchen vollmalen, an die Wand pappen,> dumm draufglotzen und dumm rumlabern. In der Behindertenwerkstätte gibts> anspruchsvollere Tätigkeiten.
Und wenn man in so einer Runde echte Probleme anspricht, werden sie
übergangen hahah keine Zeit für sowas!
Geil fand ich auch daily standup, wo der einzige Dicke meinte er kann
nicht solange stehen. :')
xyz schrieb:> Und wenn man in so einer Runde echte Probleme anspricht, werden sie> übergangen hahah keine Zeit für sowas!
Mir wurde schon mal gesagt ich solle zukünftig nur noch positives
Feedback geben, das würde die Stimmung verbessern.
Meine Antwort war, dass ich Entwickler bin und nicht Diplomat, und wenn
sie die Wahrheit nicht hören wollen, sollen sie nicht fragen oder sich
jemand Anderes suchen.
Bis heute haben die das nicht getan.
Die Schwätzer wissen schon ganz genau, wer die Arbeit macht ;-)
Nöö schrieb:> Die Schwätzer wissen schon ganz genau, wer die Arbeit macht ;-)
Ja, der macht die Arbeit, ist aber sonst ein Assi, der unsere Methoden
nicht kapiert. Beim nächsten Mal legen wir mehr Wert auf Scrum als auf
C/C++.
A. S. schrieb:> Beim nächsten Mal legen wir mehr Wert auf Scrum als auf> C/C++.
So wie der Arbeitsmarkt beschaffen ist, ist das kein Problem.
Bin aber kein Programmierer, mit C++ habe ich nichts am Hut.
Bald in Hartz IV schrieb:> In der heutigen "amerikanischen" IT sind deshalb auch fast nur noch> inselbegabte Halbaffen mit Scheuklappenblick, die sich selber in> Vetternwirtschaft einstellen und gegenseitig in Deppenspielen> beklatschen.> Ideologisch auch fast alle verblendet, verstrahlt und auf Kollisionskurs> mit der Realität.> So verkommen wie die heutige IT ist keine andere MINT-Disziplin. Der> klassische (deutsche) Maschinenbau ist diametral dagegen, leider wurde> er von der verkommenen IT gut ab ca. 2015 durchfressen, so klappt auch> dort nicht mehr allzuviel reibungslos und pünktlich.
Ja das ist wirklich schlimm. Wenn ich damals gewusst hätte zu welch
Kinderei und Teamchaos die IT sich entwickeln wird, hätte ich mich
irgendwie anders orientiert.
Ja bunte Zettelchen an die Wand klatschen, Kaffee saufen, idiotisch
Heissluft produzieren, gleich den ganzen Quatsch auf LinkedIn posten,
50 likes bekommen, jeder findet das krass geil wie "toll" und kreativ
gearbeitet wird und der Schein der Realität vom miesen Management und
Chaos gewahrt wird und eigentlichen Probleme aber nicht gelöst werden.
Team ist schon so geblendet und manipuliert, dass sie selbst die Show
schon cool finden. Ne hübsche 25 jährige Scrum masterin und eine
Feelgood Managerin wurde auch noch eingestellt um das alles noch ein
kleines bisschen aufzupeppen. Naja dann kanns ja nur mehr spitze werden!
Schönen Feierabend
klausi
P.s.
Das Problem ist auch, die IT hat ihren Ursprung in den US und das ist
auch ein Beschleuniger der Amerikanisierung und der Anglizismen schon
seit Jahrzehnten.
Und genau:
> Der> klassische (deutsche) Maschinenbau ist diametral dagegen, leider wurde> er von der verkommenen IT gut ab ca. 2015 durchfressen, so klappt auch> dort nicht mehr allzuviel reibungslos und pünktlich.
Unsere europäischen (!) Disziplinen wie klassischer, deutscher
Maschinenbau und deren Arbeitskräfte die mühsam aufgebaut wurden werden
quasi wie richtig bemerkt von der IT verdrängt oder durchfressen.
Aber das wird nicht lange gut laufen. Warum musste Musk für Tesla die
Grohmann zukaufen, ein richtig deutsches Industrieunternehmen?
Da eben solides Ingenieurwesen immer noch eine deutsche/europäische
Disziplin ist, die IT Welt aber eine Stärke der Amis. Klar gibts
Ausnahmen, aber..